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BK6 - Kunst mit Projektionen

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BK6 - Kunst mit Projektionen




BK6 - Kunst mit Projektionen


Einleitung

Stell Dir vor, eine gewöhnliche weiße Wand wird plötzlich zu einer Unterwasserwelt, ein Kartonwürfel sieht aus wie ein leuchtendes Gebäude und Dein eigener Schatten wird Teil eines Kunstwerks. Genau das kann Licht: Es macht Dinge sichtbar, erzeugt Schatten, verändert Farben und kann Bilder auf Wände, Gegenstände und ganze Räume werfen.

In diesem aiMOOC untersuchst Du, wie Licht und projizierte Bilder Räume und Gegenstände verändern. Du lernst, dass eine Projektion einen Gegenstand körperlich meist nicht verändert – aber seine Wirkung kann sich vollständig verwandeln. Eine graue Kiste kann durch Licht wie Metall, Stein, Wasser oder ein Fenster wirken. Eine Wand kann optisch tiefer, größer, bunter oder beweglich erscheinen. So wird aus einem alltäglichen Raum ein künstlerischer Erlebnisraum.

Der Kurs richtet sich an die Klasse 6 und verbindet Kunst, Medienkunst, Lichtkunst, Installation, Fotografie, Film, Optik und räumliches Gestalten.

Die Aufgaben sind in drei Niveaustufen differenziert:

  1. G – Grundniveau: Du beobachtest, beschreibst und erprobst grundlegende Wirkungen von Licht, Schatten und Projektionen.
  2. M – Mittleres Niveau: Du planst gezielt mit Lichtquelle, Abstand, Oberfläche, Farbe und Bildmotiv.
  3. E – Erweitertes Niveau: Du entwickelst eigene Raumkonzepte, kombinierst Projektion und Objekt und begründest Deine gestalterischen Entscheidungen.

Beobachtungsauftrag: Sieh Dir die Lichtinstallation genau an. Wo verändert das Licht die Wahrnehmung des Raums? Welche Flächen wirken heller, tiefer, größer oder auffälliger?


Was ist Kunst mit Projektionen?

Eine Projektion entsteht, wenn Licht so gelenkt wird, dass ein Bild auf einer Fläche sichtbar wird. Im Unterricht kann das zum Beispiel mit einem Beamer, einem Overheadprojektor, einer Taschenlampe, einer Schablone oder einer selbstgebauten Lichtquelle geschehen.

Bei einer normalen Bildprojektion wird meistens eine flache Wand als Bildfläche benutzt. In der Medienkunst wird aber oft absichtlich auf unebene Dinge projiziert: auf Kartons, Stoffe, Körper, Türen, Pflanzen, Fassaden oder dreidimensionale Objekte. Dann verbindet sich das projizierte Bild mit der Form des Gegenstands.

Wichtig: Das projizierte Bild liegt nicht wie Farbe auf dem Gegenstand. Es besteht aus Licht. Wenn die Lichtquelle ausgeschaltet wird, verschwindet die Projektion sofort.

Hier kannst Du beobachten, dass ein projiziertes Bild nicht nur eine neutrale Fläche benötigt. Gesicht, Form und Oberfläche werden Teil der Bildwirkung.


Vom Bild an der Wand zum Projektionsmapping

Beim Projektionsmapping wird ein projiziertes Bild besonders genau an die Form einer Oberfläche angepasst. Dabei kann ein Fenster im Bild genau auf einem echten Fenster liegen oder eine Kante im Video genau mit der Kante eines Würfels zusammenpassen. Dadurch entstehen verblüffende optische Täuschungen.

Ein Projektionsmapping kann statisch sein, also aus einem unbewegten Bild bestehen, oder dynamisch, also aus Animationen und Videos. Besonders wirkungsvoll wird es, wenn reale Formen, Licht, Bewegung und Ton zusammenspielen.

Datei:The projection mapping on the Ukrainian Government Building for the Day of Remembrance for the victims of the Crimean Tatar genocide.webm

Beobachtungsauftrag: Achte darauf, wie die vorhandene Architektur zur Bildfläche wird. Suche Stellen, an denen Fenster, Kanten oder Flächen mit der Projektion zusammenspielen.

Videoauftrag: Untersuche, wie eine Gebäudefassade durch bewegte Bilder eine andere Bedeutung und Wirkung erhält. Notiere drei Stellen, an denen die Projektion die reale Form des Gebäudes besonders deutlich nutzt.


Licht verändert Raum

Licht wirkt nicht nur auf einzelne Gegenstände. Es verändert den gesamten Raumeindruck. Ein heller Raum kann offen und weit wirken. Ein dunkler Raum mit nur einer kleinen Lichtquelle kann geheimnisvoll, ruhig oder spannend erscheinen. Farbiges Licht kann dieselbe Wand warm, kühl, freundlich oder unheimlich wirken lassen.

In der Lichtkunst ist Licht selbst ein Gestaltungsmittel. Künstlerinnen und Künstler gestalten nicht nur Gegenstände, sondern auch Helligkeit, Farbe, Richtung, Schatten, Bewegung und Atmosphäre.

Dabei kannst Du besonders auf fünf Fragen achten:

  1. Woher kommt das Licht?
  2. Wie hell ist es?
  3. Welche Farbe hat es?
  4. Worauf trifft es?
  5. Welche Schatten und Reflexionen entstehen?


Experiment: Eine Ecke wird zu drei verschiedenen Räumen

Wähle eine Raumecke. Verwende eine sichere Lichtquelle, zum Beispiel eine Taschenlampe oder einen Beamer. Verändere nacheinander die Beleuchtung.

G: Beleuchte die Ecke einmal von vorne, einmal von der Seite und einmal von unten. Beschreibe die Unterschiede.

M: Ergänze farbige transparente Folie oder projiziere unterschiedliche Farbflächen. Vergleiche, wie sich die Stimmung verändert.

E: Plane drei bewusst unterschiedliche Raumwirkungen, zum Beispiel „ruhig“, „bedrohlich“ und „fantastisch“. Begründe, warum Du Lichtfarbe, Richtung und Helligkeit so gewählt hast.


Schatten als Gestaltungsmittel

Ein Schatten entsteht dort, wo ein Gegenstand Licht blockiert. Wenn Du eine Hand zwischen eine Lampe und eine Wand hältst, wird ein Teil des Lichts aufgehalten. Auf der Wand erscheint eine dunklere Form.

Wie ein Schatten aussieht, hängt unter anderem von der Größe der Lichtquelle, dem Abstand zwischen Lichtquelle, Objekt und Wand sowie von der Form des Gegenstands ab.

Ein Objekt nahe an der Lichtquelle kann einen sehr großen Schatten erzeugen. Ein Objekt nahe an der Wand erzeugt meist einen kleineren und klarer erkennbaren Schatten. Bei einer ausgedehnten oder diffusen Lichtquelle können weichere Schattenränder entstehen.

Datei:Schlagschatten (Schattenbank).webm

Forscherauftrag: Beobachte im Video, wie sich Lichtstrahlen, Gegenstand und Schlagschatten zueinander verhalten.


Schattentheater und Schattenkunst

Schon lange bevor es digitale Beamer gab, wurden Geschichten mit projizierten Schatten erzählt. Beim Schattenspiel oder Schattentheater stehen Figuren zwischen einer Lichtquelle und einer beleuchteten Fläche. Die Zuschauenden sehen die Schattenbilder.

Auch heute nutzen Künstlerinnen und Künstler Schatten. Dabei muss die sichtbare Form eines Gegenstands nicht der Form seines Schattens entsprechen. Aus mehreren scheinbar zufälligen Dingen kann durch eine genau gewählte Lichtposition plötzlich ein erkennbares Schattenbild entstehen.

Kreativauftrag: Suche drei kleine Alltagsgegenstände. Drehe und verschiebe sie so lange, bis ihr gemeinsamer Schatten an etwas Neues erinnert. Fotografiere sowohl die Gegenstände als auch den Schatten.


Wie ein Projektor Bilder in den Raum bringt

Ein Projektor erzeugt ein helles Bild und lenkt es mithilfe einer Linse auf eine Fläche. Moderne Videoprojektoren können digitale Bilder und Videos darstellen. Historische Filmprojektoren transportierten einzelne Filmbilder schnell nacheinander vor einer Lichtquelle.

Videoauftrag: Das Video zeigt einen Filmprojektor. Achte besonders darauf, welche Aufgabe das Licht, die Linse und der bewegte Film übernehmen. Überlege anschließend, was beim digitalen Beamer ähnlich und was anders ist.


Die Projektionsfläche ist nie neutral

Eine Projektion sieht auf verschiedenen Oberflächen unterschiedlich aus.

Eine weiße, matte Wand gibt Farben und Formen meist deutlich wieder. Eine dunkle Fläche schluckt mehr Licht und lässt die Projektion weniger leuchtend erscheinen. Eine glänzende Fläche kann Licht stark spiegeln. Eine raue Oberfläche verändert Konturen und Strukturen. Auf einem dreidimensionalen Objekt knickt das Bild an Kanten ab und legt sich über verschiedene Flächen.

Deshalb ist die Oberfläche ein Teil des Kunstwerks.

Bei dieser interaktiven Sandfläche werden unterschiedliche Höhen mit verschiedenen Farben beleuchtet. Die reale Form und das projizierte Licht wirken zusammen.

G: Beschreibe, was real und was projiziert ist.

M: Erkläre, warum eine flache Leinwand hier weniger interessant wäre.

E: Entwickle eine Idee für eine eigene interaktive Oberfläche, deren Form sich verändern lässt.


Abstand, Größe und Schärfe

Wenn ein Beamer weiter von einer Wand entfernt wird, wird das projizierte Bild bei gleichem Objektiv in der Regel größer. Die verfügbare Lichtmenge verteilt sich dann auf eine größere Fläche. Deshalb kann die Projektion weniger leuchtend wirken. Zusätzlich hängt die Wirkung von der Leistungsfähigkeit des Projektors und vom Umgebungslicht ab.

Auch bei Schatten ist der Abstand entscheidend. Besonders spannend ist, dass Du durch das Verschieben eines kleinen Objekts große Veränderungen im Bild erzeugen kannst.

Mini-Experiment: Stelle eine kleine Figur zwischen Taschenlampe und Wand. Verschiebe nur die Figur. Beobachte, wie sich Größe und Schärfe des Schattens verändern. Danach verschiebe nur die Lampe.


Projektionswinkel und Verzerrung

Trifft ein rechteckiges Bild nicht gerade, sondern schräg auf eine Wand, kann es verzerrt erscheinen. Eine Seite wirkt dann zum Beispiel größer als die andere. Diese Verzerrung kann technisch korrigiert werden. In der Kunst kann sie aber auch absichtlich eingesetzt werden.

Bei Projektionsmapping ist die genaue Ausrichtung besonders wichtig. Schon eine kleine Verschiebung des Projektors kann dazu führen, dass Linien nicht mehr zu den realen Kanten passen.

G: Projiziere ein Quadrat gerade und anschließend schräg auf eine Wand. Zeichne beide sichtbaren Formen ab.

M: Erkläre, warum aus einem Quadrat optisch ein Trapez werden kann.

E: Nutze die Verzerrung absichtlich und entwirf ein Bild, das nur aus einem bestimmten Blickwinkel „richtig“ aussieht.


Projektion auf Gegenstände

Ein Gegenstand kann gleichzeitig Objekt und Bildträger sein. Das macht Projektionen besonders spannend. Stell Dir einen weißen Kartonwürfel vor. Wenn Du darauf nur eine blaue Fläche projizierst, wirkt der Würfel blau. Wenn Du ein Fensterbild passend auf eine Seite legst, kann er wie ein Gebäude erscheinen. Wenn Du bewegte Wasserwellen projizierst, wirkt die feste Form plötzlich flüssig.

Beobachtungsfrage: Welche Teile der Wirkung stammen vom realen Gegenstand und welche von der Projektion?


Versuch: Ein Würfel bekommt vier Identitäten

Baue einen einfachen weißen Würfel oder Quader aus Karton.

G: Projiziere vier verschiedene Farben darauf. Entscheide, welche Farbe den Würfel schwer, leicht, warm oder kalt wirken lässt.

M: Projiziere vier verschiedene Oberflächen, zum Beispiel Stein, Holz, Wasser und Metall. Beobachte, welche Oberfläche besonders glaubwürdig wirkt.

E: Erstelle eine kurze Bildfolge, in der sich der Würfel scheinbar verwandelt. Nutze seine realen Kanten bewusst als Teil Deiner Gestaltung.


Projektion auf Architektur

Bei großen Projektionen können Häuserfassaden zu riesigen Bildflächen werden. Fenster, Säulen, Türen und Vorsprünge sind dann keine Hindernisse, sondern können Teil der Gestaltung sein.

Beim Planen einer Projektion ist deshalb eine genaue Skizze hilfreich.

Skizzenauftrag: Markiere in einer eigenen Zeichnung drei Flächen, die sich gut für Projektionen eignen, zwei Kanten, die im Bild aufgegriffen werden könnten, und eine Stelle, die Du bewusst dunkel lassen würdest.


Interaktive Raumskizzen

Eine Raumskizze hilft Dir, Lichtwege, Projektionsflächen, Gegenstände und Zuschauerpositionen zu planen. Denke dabei nicht nur an die Wand, sondern an den gesamten Raum.


Raumskizze A: Schatten-Labor

Seitenansicht

[ Lichtquelle ]  ---- Lichtweg ----  [ Objekt ]  --------  [ Wand ]
       \                               |                     |
        \                              |                     |
         \_____________________________|_____________________|
                         Schattenraum

Zuschauerbereich: seitlich oder hinter der Lichtquelle

Untersuchung: Was geschieht mit dem Schatten, wenn Du das Objekt nach links zur Lichtquelle oder nach rechts zur Wand bewegst?


Raumskizze B: Projektion im Kunstraum

Bereich im Raum Passendes Element Aufgabe
Hinterer Bereich Projektor wirft das Bild in den Raum
Freie Mitte Lichtweg bleibt möglichst ungestört
Mittelzone Projektionsobjekt verändert Form und Verlauf des Bildes
Vorderer Bereich Projektionsfläche macht Teile des Bildes sichtbar
Seitlicher Bereich Zuschauerzone ermöglicht sicheres Betrachten



G: Ordne die Bereiche sinnvoll zu.

M: Zeichne einen zweiten möglichen Aufbau, bei dem auf zwei Flächen projiziert wird.

E: Plane einen Aufbau, bei dem Zuschauende selbst durch ihren Schatten in die Projektion eingreifen.


Raumskizze C: Interaktive Projektion

Hier sind Projektor und Kameratechnik Teil eines interaktiven Systems. Ein interaktives Werk kann auf Bewegungen der Besuchenden reagieren.

Draufsicht

+------------------------------------------------+
| Projektionswand                                |
| ████████████████████████████████████████████   |
|                                                |
|      Aktionsfläche der Person                  |
|               X                                |
|                                                |
| Kamera O                         Projektor P    |
|                                                |
| Eingang ->                                     |
+------------------------------------------------+

Denkauftrag: Warum sollten Kamera, Projektor und Aktionsfläche in einer interaktiven Installation genau geplant werden?


Raumwirkung untersuchen

Wenn Du mit Projektionen arbeitest, kannst Du sechs Gestaltungsmittel besonders gut beobachten:

  1. Farbe: Warme und kalte Farben verändern die Stimmung.
  2. Kontrast: Helle Bildteile wirken in dunkler Umgebung besonders deutlich.
  3. Größe: Eine kleine Form kann durch Projektion riesig erscheinen.
  4. Bewegung: Ein unbeweglicher Raum kann durch Animation lebendig wirken.
  5. Struktur: Reale Oberflächen und projizierte Muster überlagern sich.
  6. Perspektive: Der Blickwinkel entscheidet, wie glaubwürdig eine räumliche Illusion wirkt.


Beobachtungsmethode: Vorher – Projektion – Nachher

Fotografiere einen Gegenstand oder einen kleinen Raum zunächst ohne Projektion. Projiziere dann ein selbst gewähltes Bild darauf und fotografiere erneut aus derselben Position.

Vergleiche anschließend:

G: Welche Farben und Formen wirken anders?

M: Welche Bereiche des realen Gegenstands unterstützen oder stören das Bild?

E: Welche Bedeutung hat der Gegenstand vor und nach der Projektion? Hat sich seine Wirkung oder seine „Geschichte“ verändert?


Von der Idee zur eigenen Lichtinstallation

Eine gute Arbeit beginnt nicht mit möglichst vielen Effekten, sondern mit einer klaren Idee. Überlege zuerst, was der Raum oder Gegenstand durch das Licht werden soll.

Ein möglicher Arbeitsweg ist:

  1. Idee: Welche Stimmung, Geschichte oder Veränderung möchtest Du zeigen?
  2. Ort: Welche Wand, Ecke oder welcher Gegenstand eignet sich?
  3. Skizze: Wo stehen Projektor, Lichtquelle, Objekt und Zuschauende?
  4. Test: Probiere Helligkeit, Abstand, Winkel und Bildmotiv aus.
  5. Verbesserung: Verändere nur eine Sache nach der anderen und beobachte den Unterschied.
  6. Präsentation: Zeige Deine Arbeit aus einem sinnvollen Blickwinkel.
  7. Reflexion: Erkläre, welche Wirkung beabsichtigt war und was tatsächlich funktioniert hat.


Sicherheit und verantwortungsvolles Arbeiten

Arbeite so, dass niemand gefährdet wird. Schaue nicht direkt in den Lichtstrahl eines Beamers. Verdecke niemals Lüftungsöffnungen eines Projektors, weil Geräte heiß werden können. Verlege Kabel so, dass niemand darüber stolpert. Verwende im Unterricht keine offenen Laserstrahlen für Experimente. Dunkle Räume brauchen trotzdem sichere Laufwege.

Wenn Menschen Teil einer Projektion, eines Fotos oder Videos werden, frage vorher nach ihrem Einverständnis. Überlege außerdem, ob eine Projektion andere stören könnte. Im öffentlichen Raum dürfen Gebäude und Flächen nicht einfach ohne Erlaubnis bespielt werden.


G/M/E: Dein Projektauftrag

G – Licht verändert einen Gegenstand: Wähle einen einfachen Gegenstand. Erzeuge mindestens drei deutlich verschiedene Wirkungen durch Lichtfarbe, Richtung oder Schatten. Dokumentiere jede Variante.

M – Projektion verwandelt einen Gegenstand: Wähle einen Karton, eine Schachtel oder eine andere einfache Form. Erstelle ein passendes Bild oder eine kurze Animation. Passe das Bild so an, dass reale Kanten Teil der Gestaltung werden.

E – Rauminstallation: Plane eine kleine Installation mit mindestens zwei Projektionsflächen oder einer Kombination aus Projektion, Objekt und Schatten. Entwickle eine Raumskizze, teste verschiedene Blickwinkel und begründe Deine endgültige Anordnung.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist eine Projektion? (Ein durch Licht auf einer Fläche sichtbar gemachtes Bild) (!Eine dauerhaft aufgeklebte Bildfolie) (!Eine in Stein geritzte Zeichnung) (!Eine ausschließlich gedruckte Fotografie)




Was entsteht, wenn ein undurchsichtiger Gegenstand einen Teil des Lichts blockiert? (Ein Schatten) (!Ein Spiegelbild) (!Ein Tonsignal) (!Eine Gravur)




Was bezeichnet Projektionsmapping? (Eine an die Form einer Oberfläche angepasste Projektion) (!Das Abzeichnen einer Landkarte) (!Das Messen der Raumtemperatur) (!Das Beleuchten nur mit Tageslicht)




Welche Fläche eignet sich meist gut für eine deutlich sichtbare Projektion? (Eine helle matte Fläche) (!Eine vollständig schwarze glänzende Fläche) (!Eine durchsichtige Luftschicht) (!Eine stark spiegelnde kleine Metallkante)




Was kann geschehen, wenn ein Bild schräg auf eine Wand projiziert wird? (Das Bild kann verzerrt erscheinen) (!Das Bild wird automatisch dreidimensional) (!Der Projektor erzeugt keinen Lichtstrahl mehr) (!Die Wand wird dauerhaft eingefärbt)




Wodurch kann ein Schatten größer werden? (Durch eine passende Veränderung des Abstands zwischen Lichtquelle Objekt und Wand) (!Durch das Ausschalten jeder Lichtquelle) (!Durch das Abspielen eines Tons) (!Durch das Bemalen der Rückseite der Wand)




Warum ist eine raue Oberfläche für Projektionen interessant? (Sie verändert die sichtbare Struktur des projizierten Bildes) (!Sie macht jedes Bild automatisch unsichtbar) (!Sie erzeugt immer einen Spiegel) (!Sie ersetzt den Projektor vollständig)




Was kann Umgebungslicht mit einer Projektion machen? (Es kann den sichtbaren Kontrast der Projektion verringern) (!Es speichert die Projektion dauerhaft) (!Es verwandelt den Beamer in eine Kamera) (!Es verhindert grundsätzlich jede Schattenbildung)




Welche Aussage beschreibt eine Lichtinstallation am besten? (Licht wird bewusst als künstlerisches Gestaltungsmittel eingesetzt) (!Nur die Deckenbeleuchtung eines Raums wird eingeschaltet) (!Ein Bild wird ausschließlich mit Bleistift gezeichnet) (!Ein Gegenstand wird nur gewogen)




Was gehört zu einem sicheren Aufbau mit Projektor? (Kabel sichern und nicht direkt in den Lichtstrahl schauen) (!Lüftungsschlitze mit Stoff abdecken) (!Den Projektor während der Projektion ständig verschieben) (!Kabel quer durch Laufwege legen)





Memory

Projektor Lichtbild
Schlagschatten Lichtblockade
Projektionsfläche Bildträger
Projektionsmapping Formanpassung
Umgebungslicht Kontrastverlust
Linse Lichtbündelung
Raumwirkung Atmosphäre
Schrägprojektion Verzerrung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Kunst mit Projektionen
Projektor Lichtbild
Lichtquelle Schattenbildung
Projektionsmapping Formanpassung
Umgebungslicht Kontrastminderung
Schrägprojektion Bildverzerrung





Kreuzworträtsel

Projektor Welches Gerät wirft ein digitales Bild mit Licht auf eine Fläche?
Schatten Wie heißt der dunklere Bereich hinter einem lichtblockierenden Gegenstand?
Mapping Welcher englische Begriff bildet den zweiten Teil des Wortes Projektionsmapping?
Kontrast Wie heißt der deutliche Unterschied zwischen hellen und dunklen Bildbereichen?
Linse Welches optische Bauteil bündelt und lenkt Licht im Projektor?
Oberfläche Worauf trifft das projizierte Licht bei Wand Stoff oder Gegenstand?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Eine

macht ein Bild mithilfe von Licht auf einer Fläche sichtbar.
Wenn ein Gegenstand Licht blockiert, entsteht ein

.
Bei einer an eine reale Form angepassten Projektion spricht man von

.
Eine helle matte Wand kann als gut sichtbare

dienen.
Starkes Umgebungslicht kann den sichtbaren

eines projizierten Bildes verringern.
Trifft ein Bild schräg auf eine Fläche, kann eine optische

entstehen.
Die Farbe des Lichts kann die

eines Raumes verändern.
Ein dreidimensionaler Gegenstand kann gleichzeitig Objekt und

sein.
Durch veränderte Abstände kann sich die Größe eines

verändern.
Vor dem Arbeiten im dunklen Raum müssen Kabel und

sicher geplant werden.




Offene Aufgaben


Leicht – G

  1. Lichtspuren: Fotografiere fünf verschiedene Lichtwirkungen im Schulgebäude. Beschreibe jeweils, warum sie auffallen.
  2. Schattenfigur: Erzeuge mit Deinen Händen oder Alltagsgegenständen eine erkennbare Schattenfigur und zeichne sie ab.
  3. Farbprojektion: Projiziere mindestens drei Farben auf denselben weißen Gegenstand und notiere, wie sich seine Wirkung verändert.
  4. Vorher-Nachher-Vergleich: Fotografiere einen Gegenstand ohne und mit Projektion aus derselben Position und beschreibe die wichtigsten Unterschiede.


Standard – M

  1. Oberflächenlabor: Projiziere dasselbe Bild auf Papier, Stoff, Karton und eine strukturierte Oberfläche. Vergleiche Farbe, Schärfe und Wirkung.
  2. Würfelmapping: Gestalte einen Kartonwürfel so mit Projektion, dass mindestens zwei reale Kanten Teil des Bildmotivs werden.
  3. Schattenexperiment: Verändere systematisch die Abstände zwischen Lichtquelle, Objekt und Wand. Dokumentiere mindestens vier Ergebnisse mit Skizzen oder Fotos.
  4. Raumstimmung: Gestalte dieselbe Raumecke nacheinander freundlich, geheimnisvoll und unruhig. Nutze nur Licht, Farbe und Projektion.


Schwer – E

  1. Interaktive Raumidee: Entwickle eine Installation, bei der die Bewegung einer Person das projizierte Bild oder den Schatten sichtbar verändert. Zeichne den technischen und künstlerischen Aufbau.
  2. Anamorphotische Projektion: Entwirf eine Projektion, die nur aus einem bestimmten Blickwinkel unverzerrt erscheint. Dokumentiere den idealen Betrachtungspunkt.
  3. Mini-Projektionsmapping: Erstelle eine kurze Animation für ein Objekt mit mehreren Flächen. Passe Bildteile gezielt an Kanten, Öffnungen oder Vorsprünge an.
  4. Ausstellungskonzept Licht: Plane eine kleine Ausstellung mit drei Stationen zu Licht, Schatten und Projektion. Erstelle Grundriss, Besucherweg, Sicherheitsplan und eine kurze Begründung der Reihenfolge.




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Lernkontrolle

  1. G – Wirkungsanalyse: Du siehst zwei Fotos desselben Kartonobjekts, einmal mit frontalem weißen Licht und einmal mit farbigem Seitenlicht. Erkläre, warum der Gegenstand trotz gleicher Form unterschiedlich wirkt.
  2. G/M – Schattenplanung: Ein Schatten soll größer werden, ohne dass das Schattenobjekt selbst verändert wird. Entwickle zwei mögliche Änderungen des Aufbaus und begründe sie.
  3. M – Oberflächenvergleich: Eine Projektion soll gleichzeitig auf eine weiße Wand und auf zerknittertes Papier treffen. Prognostiziere Unterschiede in der Wirkung und erkläre sie.
  4. M – Fehleranalyse: Bei einem Projektionsmapping liegen die Bildkanten plötzlich neben den realen Kanten des Kartons. Nenne mögliche Ursachen und entwickle eine sinnvolle Reihenfolge zur Fehlerbehebung.
  5. M/E – Raumgestaltung: Ein Klassenraum soll mit Projektion „größer“ wirken. Entwickle mindestens zwei bildnerische Strategien und erkläre, wie Perspektive, Bewegung oder Farbe dabei helfen können.
  6. E – Transfer: Entwirf ein Kunstwerk, das ohne Projektion nur aus einem gewöhnlichen Gegenstand besteht, mit Projektion aber eine neue Bedeutung erhält. Beschreibe Idee, Bildmotiv, Oberfläche, Blickwinkel und gewünschte Wirkung.
  7. E – Beurteilung: Zwei Gruppen zeigen Lichtinstallationen. Gruppe A verwendet sehr viele Effekte ohne erkennbare Idee. Gruppe B nutzt nur eine Lichtquelle und einen Schatten, erzeugt aber eine klare Aussage. Entwickle Kriterien, mit denen Du beide Arbeiten fair beurteilen kannst.




Lernnachweis

Für einen überzeugenden Lernnachweis zu BK6 - Kunst mit Projektionen ist wichtig, dass Du nicht nur Fachbegriffe kennst, sondern gestalterische Zusammenhänge zeigen kannst.

  1. Du kannst erklären, wie Licht, Schatten, Projektion und Oberfläche zusammenwirken.
  2. Du kannst beschreiben, wie Abstand, Winkel, Helligkeit und Umgebungslicht die Wirkung verändern.
  3. Du kannst eine einfache Projektion oder Lichtinstallation selbst planen und sicher aufbauen.
  4. Du kannst eine Raumskizze mit Lichtquelle, Projektor, Objekt, Projektionsfläche und Zuschauerbereich erstellen.
  5. Du kannst begründen, warum Du bestimmte Farben, Bilder, Schatten oder Oberflächen eingesetzt hast.
  6. Du kannst dokumentieren, wie sich ein Gegenstand oder Raum vor und nach der Projektion verändert.
  7. Du kannst Deine Arbeit anhand von Wirkung, Idee, technischer Umsetzung und Sicherheit reflektieren.
  8. Auf M- und E-Niveau kannst Du reale Formen gezielt in ein Projektionsmapping einbeziehen.
  9. Auf E-Niveau kannst Du eine eigene künstlerische Aussage mit Projektion, Raum und gegebenenfalls Interaktion entwickeln.




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