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BK6 - Inszenierte Fotografie

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BK6 - Inszenierte Fotografie




BK6 - Inszenierte Fotografie


Einleitung

Ein Foto entsteht nicht einfach nur dadurch, dass Du auf den Auslöser drückst. Du entscheidest, was im Bild zu sehen ist, wo etwas steht, aus welcher Richtung Du fotografierst und welche Wirkung Licht, Farbe, Hintergrund und Gegenstände haben. Bei der inszenierten Fotografie wird diese Gestaltung besonders bewusst geplant.

In diesem aiMOOC für die Klasse 6 lernst Du, den Unterschied zwischen einem eher dokumentarischen Bild und einem bewusst gestalteten Foto zu erkennen. Du untersuchst Kunstfotografie, Stillleben, Bühnenbilder, Requisiten und Storyboards. Anschließend planst und fotografierst Du selbst eine kleine Szene.

Ein wichtiges Ziel lautet: Ein gestaltetes Bild erzählt nicht zufällig – es erzählt durch Entscheidungen.

Das historische Foto von Lady Clementina Hawarden zeigt Personen in Kostümen und mit bewusst gewählten Posen. Solche Entscheidungen machen sichtbar, dass Fotografie schon früh nicht nur zur Dokumentation, sondern auch zum Erfinden und Gestalten von Bildwelten genutzt wurde.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, was eine inszenierte Fotografie ist. Du kannst erkennen, welche Teile einer Szene geplant wurden, und Du kannst beschreiben, wie Bildgestaltung, Licht, Farbe, Perspektive, Hintergrund und Requisiten eine Bildwirkung verändern.

Du kannst außerdem ein eigenes Foto mit einer klaren Bildidee vorbereiten. Dazu entwickelst Du eine Aussage, zeichnest ein Storyboard, wählst Gegenstände und Hintergrund aus, bestimmst die Kameraposition und überprüfst nach dem Fotografieren, ob Deine Bildidee verständlich geworden ist.


G/M/E-Differenzierung

Die Aufgaben dieses aiMOOCs können auf drei Niveaus bearbeitet werden:

Niveau Schwerpunkt Was Du dabei leistest
G – grundlegendes Niveau Wahrnehmen und benennen Du erkennst sichtbare Gestaltungsmittel und kannst einfache Unterschiede zwischen dokumentarischen und inszenierten Bildern beschreiben.
M – mittleres Niveau Begründen und anwenden Du erklärst, warum bestimmte Gestaltungsmittel verwendet wurden, und setzt mehrere davon bewusst in einem eigenen Foto ein.
E – erweitertes Niveau Deuten, vergleichen und reflektieren Du untersuchst Bildwirkung, entwickelst eine eigene fotografische Aussage, vergleichst Varianten und begründest Deine Entscheidungen.

Du kannst auf einem Niveau beginnen und später schwierigere Aufgaben ausprobieren.


Was bedeutet inszenierte Fotografie?

Bei einer inszenierten Fotografie wird der Bildinhalt vor oder während der Aufnahme bewusst aufgebaut. Personen können bestimmte Posen einnehmen. Gegenstände werden an ausgewählte Plätze gelegt. Licht und Hintergrund werden verändert. Vielleicht wird sogar eine kleine Geschichte erfunden, bevor fotografiert wird.

Die Inszenierung ist dabei kein Selbstzweck. Sie hilft, eine bestimmte Bildaussage zu erzeugen. Ein Foto kann zum Beispiel geheimnisvoll, lustig, unheimlich, ruhig, chaotisch oder feierlich wirken.

Ein inszeniertes Foto kann sehr einfach entstehen. Schon ein einzelner Gegenstand auf einem farbigen Tuch kann geplant sein. Es kann aber auch eine ganze Szene mit Kostüm, Kulisse, Licht und mehreren Personen aufgebaut werden.


Fotografie als gestaltete Kunst

In der Kunstfotografie wird Fotografie oft genutzt, um Ideen, Gefühle oder erfundene Situationen sichtbar zu machen. Dabei kann ein Bild wie eine kleine Bühne funktionieren. Die Fotografin oder der Fotograf entscheidet, welche Elemente zusammenkommen.

Die folgende Aufnahme ist ein gutes Beispiel dafür, wie Kleidung, Pose und Umgebung eine bildnerische Wirkung erzeugen:

Frage Dich beim Betrachten: Was wurde wahrscheinlich vorbereitet, bevor die Kamera ausgelöst wurde? Achte auf Kleidung, Haltung, Blickrichtung, Möbel und Anordnung.


Dokumentarisches und gestaltetes Bild unterscheiden

Ein dokumentarisches Foto versucht in erster Linie, eine vorhandene Situation festzuhalten. Ein inszeniertes Foto verändert oder baut die Situation bewusst auf, damit eine bestimmte Aussage entsteht.

Trotzdem ist auch ein dokumentarisches Foto niemals völlig neutral. Schon die Wahl des Bildausschnitts, des Aufnahmezeitpunkts oder der Kameraposition beeinflusst, was Du später siehst. Der wichtigste Unterschied liegt deshalb in der Frage: Wurde die Situation für das Foto gezielt eingerichtet oder soll eine bereits vorhandene Situation beobachtet und festgehalten werden?

Merkmal Dokumentarisches Bild Inszeniertes Bild
Situation Eine vorhandene Situation wird beobachtet und festgehalten. Eine Situation wird für das Foto bewusst aufgebaut oder verändert.
Personen Sie werden möglichst in einer realen Situation gezeigt. Pose, Blick, Kleidung oder Handlung können vorgegeben sein.
Gegenstände Sie sind Teil der vorhandenen Situation. Sie können gezielt als Requisiten ausgewählt und platziert werden.
Hintergrund Er gehört meist zur vorgefundenen Umgebung. Er kann ausgesucht, verändert oder eigens gebaut werden.
Licht Vorhandenes Licht wird häufig genutzt. Licht kann bewusst verändert, gerichtet oder abgeschirmt werden.
Ziel Informieren, beobachten, dokumentieren Erzählen, gestalten, verdichten, eine Wirkung erzeugen

Merksatz: Ein dokumentarisches Bild fragt oft: „Was ist hier passiert oder vorhanden?“ Ein inszeniertes Bild fragt oft: „Wie kann ich eine Idee sichtbar machen?“


Bildvergleich als Detektivaufgabe

Wenn Du nicht sicher bist, ob ein Bild inszeniert wurde, suche nach Spuren. Wirken Körperhaltungen sehr bewusst? Sind Gegenstände auffällig angeordnet? Passt die Farbwahl besonders genau zusammen? Scheint das Licht extra gesetzt worden zu sein? Gibt es eine Handlung, die wie eine kleine Szene aussieht?

Manchmal kannst Du die Antwort nicht sicher wissen. Dann ist es wichtig, nicht einfach zu behaupten, sondern zu formulieren: „Dieses Merkmal spricht dafür, dass …“ oder „Es könnte inszeniert sein, weil …“


Gestaltungsmittel der inszenierten Fotografie


Motiv und Bildidee

Bevor Du fotografierst, brauchst Du nicht unbedingt eine komplizierte Geschichte. Eine klare Idee reicht. Beispiele wären „Ein Gegenstand wirkt riesig“, „Ein Frühstück sieht aus wie ein Kunstwerk“, „Eine Figur wartet auf etwas“ oder „Ein Schreibtisch erzählt von Chaos und Ordnung“.

Die Bildidee hilft Dir bei jeder weiteren Entscheidung. Frage Dich: Was soll eine andere Person beim Betrachten zuerst sehen, fühlen oder verstehen?


Stillleben: Dinge werden zu Darstellern

Ein Stillleben zeigt unbelebte Dinge. In der Fotografie kannst Du solche Dinge sehr genau arrangieren. Schon die Abstände zwischen den Gegenständen verändern die Wirkung. Auch ein einfacher Löffel, ein Apfel, ein Glas oder ein Spielzeug kann zum Hauptmotiv werden.

Bei einem inszenierten Stillleben kannst Du besonders gut üben, weil die Gegenstände stillhalten. Du kannst sie verschieben, das Licht verändern und mehrere Varianten aufnehmen.


Requisiten: Gegenstände mit Bedeutung

Eine Requisite ist ein Gegenstand, der in einer dargestellten Szene eine Funktion erhält. Ein alter Koffer kann zum Beispiel für Reise stehen. Eine Taschenlampe kann Spannung erzeugen. Ein roter Regenschirm kann ein farblicher Blickfang werden.

Wichtig ist: Eine Requisite sollte nicht nur deshalb im Bild liegen, weil sie gerade da ist. Frage Dich, welche Aufgabe sie für Deine Bildidee übernimmt.

Ein Requisitenraum zeigt, wie viele verschiedene Gegenstände für erfundene Szenen bereitgehalten werden können. Für Dein Foto reichen aber meist wenige, gut ausgewählte Dinge.


Bühnenbild und Hintergrund

Ein Bühnenbild gestaltet den Raum einer Aufführung. Ganz ähnlich kannst Du bei einer Fotografie überlegen, wie der Raum hinter und um das Motiv herum aussehen soll.

Ein Hintergrund kann Informationen geben, aber auch ablenken. Ein ruhiger Hintergrund lässt ein Motiv oft klarer erscheinen. Ein detailreicher Hintergrund kann dagegen eine Geschichte erweitern.

Du kannst mit Papier, Stoff, Karton, Möbeln oder vorhandenen Räumen arbeiten. Entscheidend ist nicht der Aufwand, sondern ob der Hintergrund zur Bildidee passt.


Licht: hell, dunkel, weich oder hart

Licht lenkt den Blick. Helles Licht kann freundlich wirken. Starke Schatten können Spannung erzeugen. Seitliches Licht lässt Formen deutlich erscheinen. Gegenlicht kann Figuren als Silhouette zeigen.

Auch Bühnenlicht zeigt, wie stark Licht die Wahrnehmung eines Raumes verändern kann. Für Deine Fotografie brauchst Du keine professionelle Lampe. Ein Fenster, eine Schreibtischlampe oder reflektiertes Licht von einem hellen Karton können schon ausreichen.

Sicherheit: Verwende keine heißen Lampen ohne Aufsicht, stelle Leuchten standsicher auf und verdecke niemals Lüftungsöffnungen.


Farbe und Kontrast

Farbe kann Stimmungen erzeugen und den Blick führen. Ähnliche Farben können ruhig wirken. Starke Gegensätze können Spannung erzeugen. Wenn fast alles grau ist und nur ein Gegenstand rot, fällt dieser Gegenstand besonders auf.

Beim Fotografieren kannst Du deshalb überlegen, welche Farben im Vordergrund, Motiv und Hintergrund vorkommen sollen.


Perspektive und Kamerastandpunkt

Die Perspektive verändert, wie groß, mächtig, klein oder ungewöhnlich etwas wirkt.

Kamerastandpunkt Mögliche Wirkung
Auf Augenhöhe ruhig, direkt, vertraut
Von oben übersichtlich, klein wirkend, geordnet
Von unten groß, stark, wichtig wirkend
Sehr nah detailreich, intensiv
Weit entfernt Umgebung wird wichtiger

Probiere nicht nur eine Aufnahme. Fotografiere dieselbe Szene aus zwei oder drei unterschiedlichen Perspektiven und vergleiche anschließend die Wirkung.


Bildausschnitt und Komposition

Mit dem Bildausschnitt bestimmst Du, was im Foto zu sehen ist und was außerhalb bleibt. Die Komposition beschreibt, wie die Bildelemente angeordnet sind.

Ein Motiv muss nicht immer genau in der Mitte stehen. Du kannst mit freien Flächen, Symmetrie, Linien oder der Drittelregel experimentieren. Regeln sind dabei Hilfen, keine Gesetze.


Vom Einfall zum Foto: Plane Deine Inszenierung

Eine gute Inszenierung beginnt vor dem Fotografieren. Du kannst den Ablauf wie bei einem kleinen Film planen.


Schritt 1: Bildaussage finden

Formuliere Deine Idee in einem Satz. Zum Beispiel: „Mein Foto soll zeigen, dass ein ganz gewöhnlicher Gegenstand geheimnisvoll wirken kann.“

Vermeide zu viele Ideen gleichzeitig. Eine klare Aussage ist leichter sichtbar zu machen.


Schritt 2: Storyboard zeichnen

Ein Storyboard ist eine Folge kleiner Zeichnungen, mit denen Du eine Bildidee vorab planst. Für eine einzelne Fotografie reichen oft schon zwei bis vier Skizzen: erste Idee, veränderte Perspektive, andere Lichtidee und geplante Endfassung.

Ein Storyboard muss nicht schön gezeichnet sein. Strichfiguren, Pfeile und kurze Notizen reichen. Wichtig ist, dass Du erkennen kannst, wo Motiv, Kamera, Licht und wichtige Gegenstände sein sollen.


Schritt 3: Requisiten und Hintergrund auswählen

Lege nur Dinge bereit, die Deine Bildidee unterstützen. Prüfe jeden Gegenstand mit der Frage: Brauche ich ihn wirklich?

Du kannst zuerst mit drei Gegenständen beginnen und danach einen Gegenstand entfernen. Oft wird ein Bild stärker, wenn weniger Ablenkung vorhanden ist.


Schritt 4: Licht testen

Mache ein Testfoto mit vorhandenem Licht. Verändere danach nur eine Sache: die Richtung einer Lampe, den Abstand zum Fenster oder einen hellen Karton als Reflektor.

Vergleiche die beiden Bilder. So lernst Du besser, welche Veränderung welche Wirkung erzeugt.


Schritt 5: Perspektive und Bildausschnitt festlegen

Markiere in Deinem Storyboard, ob Du von oben, auf Augenhöhe oder von unten fotografieren willst. Entscheide außerdem, wie viel Umgebung sichtbar sein soll.

Achte auf den Bildrand. Dort tauchen schnell Dinge auf, die Du gar nicht zeigen wolltest.


Schritt 6: Fotografieren, prüfen, verbessern

Nimm mehrere Varianten auf. Vergleiche anschließend nicht nur, welches Foto „schön“ aussieht, sondern welches Deine Idee am deutlichsten zeigt.

Nutze dafür diese Fragen:

  1. Bildaussage: Versteht man, was im Mittelpunkt steht?
  2. Licht: Unterstützt die Helligkeit die gewünschte Stimmung?
  3. Hintergrund: Hilft er der Szene oder lenkt er ab?
  4. Requisite: Hat jeder wichtige Gegenstand eine Aufgabe?
  5. Perspektive: Verstärkt der Kamerastandpunkt die Wirkung?


Planungsvorlage für Dein eigenes Foto

Planungspunkt Deine Entscheidung
Titel der Bildidee ______________________________
Gewünschte Wirkung ______________________________
Hauptmotiv ______________________________
Requisiten ______________________________
Hintergrund ______________________________
Lichtquelle und Lichtrichtung ______________________________
Kamerastandpunkt ______________________________
Bildausschnitt ______________________________
Farben ______________________________
Was soll auf keinen Fall im Bild sein? ______________________________


G/M/E-Praxisauftrag: Eine bewusst inszenierte Fotografie


G – grundlegendes Niveau

Plane ein Stillleben mit mindestens drei Gegenständen. Lege fest, welcher Gegenstand am wichtigsten ist. Wähle einen passenden Hintergrund und fotografiere die Szene aus mindestens zwei Perspektiven. Entscheide danach, welches Foto Deine Idee besser zeigt, und nenne zwei Gründe.


mittleres Niveau

Entwickle eine kurze Bildidee mit einer bestimmten Stimmung, zum Beispiel Ruhe, Spannung, Freude oder Geheimnis. Zeichne ein Storyboard, plane Licht, Hintergrund und mindestens zwei Requisiten. Fotografiere drei Varianten, bei denen Du jeweils eine gestalterische Entscheidung veränderst. Vergleiche die Varianten und begründe Deine Endauswahl.


E – erweitertes Niveau

Entwickle eine Fotografie mit einer deutlichen Bildaussage. Erstelle ein Storyboard und plane bewusst Komposition, Perspektive, Farbe, Licht, Hintergrund und Requisiten. Produziere zusätzlich ein zweites Bild zum selben Thema, das eher dokumentarisch wirkt. Vergleiche anschließend beide Bilder und erläutere, wie Deine Eingriffe die Bedeutung verändert haben.


Verantwortung beim Fotografieren

Fotografieren betrifft nicht nur Gestaltung, sondern auch andere Menschen. Wenn Personen erkennbar fotografiert werden, brauchst Du ihre Zustimmung. Besonders bei Mitschülerinnen und Mitschülern gilt: Niemand soll zu einer Pose gedrängt, bloßgestellt oder lächerlich gemacht werden.

Beachte außerdem Urheberrecht und Recht am eigenen Bild. Für eine Schulaufgabe solltest Du möglichst eigene Gegenstände, eigene Kulissen und selbst aufgenommene Fotos verwenden.

Gefährliche Gegenstände sind keine geeigneten Requisiten. Verwende keine echten Waffen, keine brennenden Kerzen ohne ausdrückliche Aufsicht und keine riskanten Kletterpositionen.


Bildbesprechung: So gibst Du hilfreiches Feedback

Ein gutes Feedback beschreibt zuerst, was tatsächlich sichtbar ist. Danach kannst Du die Wirkung deuten.

Eine hilfreiche Reihenfolge lautet:

  1. Beschreibung: Was sehe ich?
  2. Gestaltung: Welche Mittel fallen auf?
  3. Wirkung: Wie wirkt das Bild auf mich?
  4. Begründung: Wodurch entsteht diese Wirkung?
  5. Verbesserung: Welche kleine Veränderung könnte die Bildidee noch klarer machen?

Statt „Das Bild ist langweilig“ kannst Du zum Beispiel sagen: „Der Hintergrund enthält viele Gegenstände. Wenn er ruhiger wäre, würde mein Blick schneller zum Hauptmotiv gehen.“


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was kennzeichnet eine inszenierte Fotografie besonders? (Die Szene wird bewusst für die Bildaussage gestaltet) (!Die Kamera entscheidet allein über den Bildinhalt) (!Es dürfen keine Gegenstände im Bild vorkommen) (!Das Foto muss immer schwarzweiß sein)




Was ist das wichtigste Ziel eines dokumentarischen Fotos? (Eine vorhandene Situation beobachtend festzuhalten) (!Eine erfundene Kulisse möglichst aufwendig zu bauen) (!Alle Gegenstände symmetrisch anzuordnen) (!Immer mit künstlichem Licht zu fotografieren)




Wozu dient ein Storyboard? (Eine Bildidee vor der Aufnahme zu planen) (!Die Kamera technisch zu reparieren) (!Ein Foto automatisch zu veröffentlichen) (!Eine Speicherkarte zu formatieren)




Was ist eine Requisite? (Ein bewusst eingesetzter Gegenstand in einer Szene) (!Nur der Hintergrund eines Fotos) (!Der Akku einer Kamera) (!Eine zufällige Fehlbelichtung)




Welche Aufgabe kann ein Hintergrund in einer Inszenierung haben? (Er kann die Bildaussage unterstützen) (!Er muss immer weiß sein) (!Er darf niemals sichtbar sein) (!Er ersetzt das Hauptmotiv)




Wie kann Licht die Wirkung eines Fotos verändern? (Es kann Blickführung und Stimmung beeinflussen) (!Es verändert nur den Dateinamen) (!Es ist für Fotografie unwichtig) (!Es macht jede Szene automatisch dokumentarisch)




Was ist ein fotografisches Stillleben? (Eine gestaltete Aufnahme unbelebter Gegenstände) (!Eine Sportaufnahme mit schneller Bewegung) (!Eine Tonaufnahme ohne Bild) (!Eine zufällige Aufnahme einer Menschenmenge)




Was verändert sich, wenn Du die Kamera von unten auf ein Motiv richtest? (Die Perspektive und damit oft die Wirkung des Motivs) (!Die Requisite wird automatisch größer) (!Der Hintergrund verschwindet immer vollständig) (!Das Foto wird automatisch unscharf)




Was solltest Du tun, bevor Du eine erkennbare Person für Dein Foto inszenierst? (Ihre Zustimmung einholen) (!Das Bild sofort öffentlich hochladen) (!Ohne Erklärung fotografieren) (!Die Person zu einer Pose zwingen)




Warum ist es sinnvoll, mehrere Varianten derselben Szene zu fotografieren? (Du kannst Gestaltung und Wirkung vergleichen) (!Nur so funktioniert eine Kamera) (!Ein einzelnes Foto darf nicht bewertet werden) (!Jede Variante muss genau gleich aussehen)





Memory

Storyboard Planung einer Bildidee in Skizzen
Requisite Gegenstand mit Funktion in einer Szene
Perspektive Blickwinkel der Kamera
Stillleben Anordnung unbelebter Dinge
Bühnenbild bewusst gestalteter Raum einer Szene
Komposition Anordnung der Bildelemente
Dokumentarfotografie beobachtendes Festhalten einer vorhandenen Situation





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Bedeutung
Storyboard Bildidee vorab in kleinen Zeichnungen planen
Requisite Gegenstand bewusst in einer Szene einsetzen
Bühnenbild Raum und Umgebung einer Darstellung gestalten
Perspektive Blickwinkel der Kamera bestimmen
Dokumentarfoto Vorhandene Situation beobachtend festhalten




...


Kreuzworträtsel

Requisite Wie heißt ein Gegenstand, der bewusst für eine Szene ausgewählt wird?
Storyboard Wie heißt eine zeichnerische Planung für eine Bildidee?
Perspektive Wie heißt der Blickwinkel der Kamera?
Stillleben Wie heißt eine gestaltete Darstellung unbelebter Gegenstände?
Hintergrund Wie heißt der Bereich, der hinter dem Hauptmotiv sichtbar ist?
Lichtquelle Wie heißt etwas, das eine Szene beleuchtet?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Bei einer inszenierten Fotografie wird die Szene bewusst

. Ein Foto, das vor allem eine vorhandene Situation festhalten soll, nennt man eher

. Eine kleine zeichnerische Planung vor der Aufnahme heißt

. Ein bewusst eingesetzter Gegenstand in einer Szene ist eine

. Die Richtung, aus der die Kamera auf das Motiv blickt, nennt man

. Die Anordnung der Bildelemente wird als

bezeichnet. Mit

kannst Du Stimmung und Blickführung verändern. Ein fotografisches

besteht aus unbelebten Dingen. Vor dem Fotografieren einer erkennbaren Person solltest Du ihre

einholen. Nach der Aufnahme hilft der

mehrerer Varianten bei der Auswahl.




Offene Aufgaben


Leicht – G

  1. Foto-Detektiv: Suche in drei selbst ausgewählten Bildern nach Hinweisen darauf, ob die Szene eher dokumentarisch oder inszeniert wirkt, und begründe Deine Vermutung.
  2. Stillleben: Baue aus drei Alltagsgegenständen ein Stillleben und fotografiere es einmal von oben und einmal auf Augenhöhe.
  3. Requisit: Wähle einen Gegenstand aus und erfinde drei verschiedene Bedeutungen, die er in drei unterschiedlichen Fotos bekommen könnte.
  4. Hintergrund: Fotografiere dasselbe Motiv vor zwei verschiedenen Hintergründen und beschreibe, wie sich die Wirkung verändert.


Standard – M

  1. Storyboard: Zeichne für eine eigene inszenierte Fotografie ein Storyboard mit mindestens vier kleinen Bildfeldern und kurzen Notizen zu Kamera und Licht.
  2. Lichtwirkung: Fotografiere eine kleine Szene mit Licht von vorne und mit Licht von der Seite und vergleiche Schatten, Stimmung und Blickführung.
  3. Bühnenbild: Gestalte aus Karton, Papier oder Stoff eine kleine Kulisse für ein Spielzeug oder einen Alltagsgegenstand und fotografiere die Szene.
  4. Bildserie: Erstelle drei Fotos zum Thema „Ordnung und Chaos“, ohne Text in die Bilder einzufügen, und erkläre Deine gestalterischen Entscheidungen.


Schwer – E

  1. Dokumentarfotografie und Inszenierung: Fotografiere ein Thema einmal beobachtend und einmal bewusst inszeniert. Vergleiche die beiden Bilder hinsichtlich Aussage, Perspektive, Licht und Eingriff in die Situation.
  2. Visuelle Erzählung: Entwickle eine kleine Fotogeschichte aus vier bewusst inszenierten Bildern, in der sich eine erkennbare Handlung ohne erklärenden Text entfaltet.
  3. Bildanalyse: Wähle ein Kunstfoto aus einer frei zugänglichen Sammlung und untersuche, welche Hinweise auf Pose, Requisite, Licht, Hintergrund und Komposition für eine Inszenierung sprechen.
  4. Ausstellung: Plant in einer Gruppe eine Mini-Ausstellung mit dem Titel „Wirklichkeit oder Inszenierung?“. Wählt eigene Fotos aus, verfasst Bildtexte und entwickelt eine sinnvolle Reihenfolge für die Präsentation.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Bildvergleich: Du erhältst zwei Fotos desselben Motivs. Eines wurde beobachtend aufgenommen, das andere bewusst aufgebaut. Beschreibe mindestens drei Unterschiede und erkläre, wie sie die Bildaussage verändern.
  2. Planungsentscheidung: Du möchtest ein Foto zum Thema „Geheimnis“ gestalten. Entscheide Dich für Hintergrund, Licht, Perspektive und zwei Requisiten und begründe jede Entscheidung mit ihrer möglichen Wirkung.
  3. Fehleranalyse: Eine inszenierte Fotografie wirkt unübersichtlich, weil viele Gegenstände im Hintergrund sichtbar sind. Entwickle zwei unterschiedliche Verbesserungsmöglichkeiten und erkläre ihre Wirkung.
  4. Transfer: Erkläre, wie ein Gegenstand wie ein Stuhl in einem dokumentarischen Foto eine andere Funktion haben kann als in einer inszenierten Fotografie.
  5. Variantenvergleich: Beschreibe, wie sich die Aussage eines Fotos verändern könnte, wenn die Kamera statt auf Augenhöhe von unten fotografiert.
  6. Reflexion: Beurteile die Aussage „Dokumentarische Fotos zeigen die Wirklichkeit völlig neutral“. Begründe, warum diese Aussage zu einfach ist.
  7. Gestaltungsplan: Entwickle für ein vorgegebenes Thema eine kurze Planung mit Bildaussage, Storyboard-Idee, Licht, Hintergrund, Perspektive und Requisite.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Fachbegriffe kennst, sondern gestalterische Entscheidungen sichtbar anwenden und erklären kannst.

  1. Du kannst Inszenierte Fotografie und Dokumentarfotografie sinnvoll unterscheiden.
  2. Du kannst an einem Foto Gestaltungsmittel wie Licht, Farbe, Perspektive, Hintergrund, Komposition und Requisite erkennen.
  3. Du kannst eine eigene Bildidee in einem Storyboard planen.
  4. Du kannst ein bewusst inszeniertes Foto erstellen und Deine Entscheidungen begründen.
  5. Du kannst mindestens zwei Varianten einer Szene vergleichen und eine begründete Auswahl treffen.
  6. Du kannst respektvoll mit fotografierten Personen umgehen und grundlegende Regeln zum Recht am eigenen Bild beachten.
  7. Du kannst in einer Bildbesprechung zwischen Beschreibung, Wirkung und Begründung unterscheiden.




OERs zum Thema


Die frei lizenzierten Bildbeispiele in diesem aiMOOC stammen aus Wikimedia Commons. Dort findest Du weitere Beispiele zu Stillleben, Kunstfotografie, Storyboard, Bühnenbild und Requisiten.


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