BK6 - Eine interaktive Kunstausstellung auf MOOCwiki gestalten

BK6 - Eine interaktive Kunstausstellung auf MOOCwiki gestalten
BK6 - Eine interaktive Kunstausstellung auf MOOCwiki gestalten
Einleitung
Eine Kunstausstellung ist mehr als eine Reihe von Bildern. Sie erzählt eine Geschichte, ordnet Werke, schafft Verbindungen und lädt Besucherinnen und Besucher zum Entdecken ein. In diesem aiMOOC entwickelst Du mit Deiner Klasse eine digitale Kunstausstellung auf MOOCwiki. Die Ausstellung soll eigene Kunstwerke aus Klasse 6 zeigen und zugleich erklären, wie eine Ausstellung geplant, gestaltet, vermittelt und für andere zugänglich gemacht wird.
Du arbeitest dabei wie ein kleines Museumsteam: Du wählst Werke aus, bildest Werkgruppen, formulierst Ausstellungstexte, gestaltest einen digitalen Rundgang, produzierst einen Audioguide, planst kurze Videos, bindest nach Möglichkeit ein 3D-Objekt oder eine 360°-Ansicht ein und entwickelst interaktive Besucheraufgaben. Dabei lernst Du Grundideen von Ausstellungsgestaltung, Kunstvermittlung, Medienkompetenz, Urheberrecht, Creative Commons und Barrierefreiheit kennen.
Zielgruppe: Klasse 6. Die Aufgaben sind nach G, M und E differenziert:
- G – grundlegendes Niveau: Du beschreibst, ordnest und setzt klare Vorlagen um.
- M – mittleres Niveau: Du begründest Entscheidungen, verbindest Medien und entwickelst eigene Lösungen.
- E – erweitertes Niveau: Du entwickelst ein eigenständiges Ausstellungskonzept, reflektierst Wirkung, Rechte, Barrierefreiheit und Besucherführung.
Das Bild zeigt beispielhaft, wie in einer realen Galerie Werke durch Raum, Abstand, Licht und Blickachsen zueinander in Beziehung gesetzt werden. In einer digitalen Ausstellung übernimmst Du diese Aufgabe mit Seitenstruktur, Reihenfolge, Überschriften, Bildgrößen, Links, Audios, Videos und interaktiven Elementen.
Das Video „Wie entsteht eine Ausstellung? #1“ des Museums der Westlausitz gibt einen Einblick in die Entstehung einer Ausstellung. Beobachte beim Ansehen besonders, wie viele verschiedene Tätigkeiten nötig sind, bevor Besucherinnen und Besucher eine fertige Ausstellung sehen.
Lernziele
Am Ende kannst Du erklären, was eine kuratorische Idee ist, eigene Kunstwerke sinnvoll zu Werkgruppen ordnen, einen kurzen Ausstellungstext verfassen, Werkfotos für eine Website vorbereiten, einen Audioguide planen und aufnehmen, Medien rechtlich verantwortungsvoll auswählen, einen digitalen Rundgang auf MOOCwiki strukturieren und Besucherinnen und Besucher durch interaktive Aufgaben aktiv einbeziehen.
Das Projekt in einem Satz
Aus Euren Kunstwerken entsteht eine digitale Ausstellung, in der Besucherinnen und Besucher sehen, lesen, hören, entdecken, vergleichen, rätseln und selbst kreativ werden können.
Von der Kunstsammlung zur Ausstellung
Eine Sammlung zeigt zunächst nur, was vorhanden ist. Eine Ausstellung entscheidet zusätzlich, was zusammengehört, in welcher Reihenfolge etwas erscheint und welche Idee dadurch sichtbar wird. Diese ordnende und vermittelnde Aufgabe nennt man kuratieren.
Eine digitale Ausstellung braucht deshalb einen roten Faden. Der rote Faden kann ein Thema sein, eine Frage, eine Farbidee, eine Stimmung, ein Material oder eine Entwicklung. Für Klasse 6 eignen sich zum Beispiel Themen wie „Farbe verändert Stimmung“, „Fantastische Wesen“, „Stadt der Zukunft“, „Spuren und Strukturen“, „Ich und meine Welt“ oder „Aus Alltagsmaterial wird Kunst“.
Kuratorische Leitfrage
Eine gute Leitfrage ist offen genug, damit mehrere Werke dazugehören, aber klar genug, damit die Ausstellung nicht beliebig wirkt. Beispiele:
- Farbe: Wie können Farben Gefühle und Stimmungen verändern?
- Raum: Wie entsteht auf einer Fläche der Eindruck von Tiefe?
- Material: Wie kann aus einem einfachen Material etwas Überraschendes werden?
- Fantasie: Wie erfinden Künstlerinnen und Künstler Welten, die es so nicht gibt?
- Alltag: Wann wird ein alltäglicher Gegenstand zu Kunst?
G: Wähle eine Leitfrage aus einer vorgegebenen Liste und ordne passende Werke zu.
M: Formuliere eine eigene Leitfrage und begründe, warum mindestens drei Werke dazu passen.
E: Entwickle eine Leitfrage, die mehrere Perspektiven zulässt, und plane, wie Texte, Medien und Besucheraufgaben diese Frage immer wieder aufgreifen.
Werkgruppen bilden
Eine Werkgruppe besteht aus mehreren Arbeiten, die durch ein gemeinsames Merkmal verbunden sind. Das kann Motiv, Farbe, Technik, Material, Thema oder Wirkung sein. Ein Werk kann sogar zu mehreren möglichen Gruppen passen. Entscheidend ist, dass Du Deine Zuordnung erklären kannst.
| Mögliche Werkgruppe | Gemeinsames Merkmal | Mögliche Medien | Besucherfrage |
|---|---|---|---|
| Farbe und Stimmung | Farbkontraste, Farbwirkung, Ausdruck | Werkfotos, Audiokommentar, Farbvergleich | Welche Farbe verändert die Stimmung am stärksten? |
| Linie und Bewegung | Linienführung, Rhythmus, Dynamik | Detailfotos, kurzes Zeichen-Video | Wo scheint sich etwas zu bewegen? |
| Raum und Perspektive | Vordergrund, Mittelgrund, Hintergrund, Überdeckung | Werkfoto, Skizze, virtuelle Raumansicht | Wodurch entsteht Tiefe? |
| Material und Oberfläche | Collage, Relief, Recyclingmaterial, Struktur | Nahaufnahme, Geräuschaufnahme, 3D-Modell | Welche Oberfläche würdest Du gern berühren? |
| Figur und Fantasie | erfundene Figuren, Verwandlungen, Geschichten | Werkfoto, Audiofigur, Stop-Motion-Clip | Welche Geschichte könnte hier beginnen? |
Ausstellung planen: Vom Grundriss zum digitalen Rundgang
Auch eine Online-Ausstellung braucht eine Raumidee. Statt nur von oben nach unten zu scrollen, kannst Du einzelne „Räume“ oder „Stationen“ anlegen. Besucherinnen und Besucher sollen jederzeit erkennen, wo sie sind und was sie als Nächstes tun können.

Ein Grundriss hilft in einem Museum bei der Orientierung. Für MOOCwiki überträgst Du dieses Prinzip in eine digitale Navigation.
Virtueller Ausstellungsplan
| Digitaler Raum | Inhalt | Medienelement | Interaktion |
|---|---|---|---|
| Foyer | Titel, Leitfrage, Begrüßung | Titelbild oder kurzes Begrüßungsvideo | „Was erwartest Du?“ |
| Raum Farbe | Werkgruppe 1 | Werkfotos und Audioguide | Farbwirkung vergleichen |
| Raum Material | Werkgruppe 2 | Nahaufnahmen und 3D-Objekt | Material erraten |
| Raum Geschichten | Werkgruppe 3 | Audio, Video oder Stop-Motion | Geschichte weiterschreiben |
| Atelier | Entstehungsprozesse | Making-of-Fotos und kurze Clips | Technik ausprobieren |
| Gästebuch | Rückmeldungen | Text oder Symbolbewertung | Lieblingswerk begründen |
Eine einfache digitale Raumstruktur kann mit Sprunglinks umgesetzt werden. Lege dafür klare Überschriften an und verlinke von einem „Raumplan“ zu den entsprechenden Abschnitten.
Besucherführung testen
Bitte eine Person, die Eure Planung nicht kennt, die Ausstellung probeweise zu öffnen. Beobachte: Findet sie den Einstieg? Versteht sie die Reihenfolge? Weiß sie, wo sie klicken oder weitergehen soll? Werden Texte und Medien auf einem kleinen Bildschirm noch verständlich angezeigt?
G: Markiere Stellen, an denen die Testperson nicht weiterweiß.
M: Überarbeite Navigation, Überschriften und Reihenfolge anhand des Tests.
E: Vergleiche zwei mögliche Rundgänge, etwa linear und frei wählbar, und begründe, welche Form besser zu Eurer Leitfrage passt.
Eigene Werke fotografieren
Für eine digitale Kunstausstellung sind gute Fotografien zentral. Fotografiere nach Möglichkeit das Kunstwerk selbst und nicht die Person, die es geschaffen hat. So schützt Du Privatsphäre und lenkst den Blick auf die Kunst.

Achte beim Fotografieren eigener Werke auf ruhiges Licht, einen geraden Blickwinkel, einen neutralen Hintergrund und darauf, dass das Werk vollständig zu sehen ist. Bei plastischen Arbeiten sind mehrere Ansichten sinnvoll. Detailfotos können Oberfläche, Material oder Technik sichtbar machen.
Foto-Check für Klasse 6
- Gerade: Die Bildkanten des Werks sollten möglichst nicht schräg auseinanderlaufen.
- Scharf: Halte das Gerät ruhig und kontrolliere die Aufnahme.
- Hell genug: Vermeide harte Schatten und starke Spiegelungen.
- Nur was gezeigt werden darf: Keine Namenslisten, privaten Unterlagen oder erkennbaren Personen im Hintergrund.
- Dateiname: Nutze einen eindeutigen, sachlichen Namen, zum Beispiel BK6_Werkgruppe_Farbe_01.jpg.
- Alternativtext: Beschreibe knapp, was auf dem Bild zu sehen ist, damit das Werk auch ohne Bild verstanden werden kann.
Vorlage für ein Werk auf MOOCwiki
[[Datei:BK6_Werkgruppe_Farbe_01.jpg|500px|rahmenlos|center|alt=Abstraktes Schülerwerk mit warmen und kalten Farbflächen]] '''Titel:''' Beispielwerk '''Künstlername:''' Vorname, Kürzel oder vereinbarter Ausstellungsname '''Klasse:''' 6 '''Technik:''' Deckfarbe auf Papier '''Entstehung:''' Schulprojekt '''Werktext:''' Zwei bis fünf Sätze zur Idee, Gestaltung und Wirkung. '''Lizenz/Freigabe:''' Nur nach schulischer Vereinbarung veröffentlichen.
Ausstellungstexte schreiben
Ein Ausstellungstext soll helfen, genauer zu schauen. Er muss nicht alles erklären. Gute Texte geben Orientierung, nennen wichtige Beobachtungen und öffnen Fragen.
Drei Textsorten
| Textsorte | Aufgabe | Richtwert für Klasse 6 |
|---|---|---|
| Einführungstext | Erklärt Thema und Leitfrage der gesamten Ausstellung | etwa 80 bis 150 Wörter |
| Werkgruppentext | Verbindet mehrere Werke und erklärt Gemeinsamkeiten oder Unterschiede | etwa 50 bis 100 Wörter |
| Werktext | Führt zu einem einzelnen Werk und lenkt den Blick auf Gestaltung, Technik und Wirkung | etwa 40 bis 80 Wörter |
Ein Werktext kann nach dem Muster sehen – deuten – fragen aufgebaut sein: Zuerst beschreibst Du sachlich, was zu sehen ist. Danach deutest Du, welche Wirkung oder Idee entstehen könnte. Zum Schluss stellst Du eine Frage, die Besucherinnen und Besucher zum eigenen Denken einlädt.
G: Schreibe einen Werktext mit den Satzanfängen „Ich sehe …“, „Das wirkt auf mich …“, „Ich frage mich …“.
M: Verwende passende Fachbegriffe zu Farbe, Form, Linie, Raum oder Material und erkläre ihre Wirkung.
E: Schreibe einen Text, der Beobachtung und Deutung klar trennt und mehrere mögliche Lesarten zulässt.
Audioguide: Kunst mit den Ohren entdecken
Ein Audioguide erweitert die Ausstellung um Stimmen, Geräusche und Geschichten. Für Klasse 6 eignen sich kurze Beiträge von ungefähr 30 bis 90 Sekunden. Ein guter Audioguide liest nicht einfach den Wandtext vor, sondern bietet etwas Zusätzliches: eine Beobachtungsaufgabe, eine kleine Geschichte, eine Stimme aus dem Bild, ein Geräusch, ein Rätsel oder eine persönliche Entscheidung.

Die kurze freie Audiodatei demonstriert, wie eine OGG-Datei direkt im Wiki abgespielt werden kann. In Eurer Ausstellung ersetzt Ihr solche Technikbeispiele durch eigene, freigegebene Audioguide-Beiträge.
Der Kinder-Audioguide der Gemäldegalerie Berlin zeigt, wie Kunstvermittlung mit Figuren, Geschichten und Rätseln verbunden werden kann.
Audioguide-Skript
Station: Raum Farbe – Werk 2 Dauer: etwa 60 Sekunden 1. Begrüßung oder neugierig machender Einstieg 2. Eine genaue Sehfrage 3. Zwei bis drei Informationen zum Werk 4. Eine Wirkung oder Deutung 5. Eine Mitmachfrage 6. Kurzer Abschluss oder Hinweis zur nächsten Station
Beispiel: „Schau zuerst nur auf die Farben. Welche Fläche bemerkst Du sofort? Suche dann eine Stelle, an der zwei Farben direkt aufeinandertreffen. Wirkt der Übergang ruhig oder spannend? Die Künstlerin hat bewusst starke Gegensätze eingesetzt. Wenn dieses Bild ein Geräusch hätte: Wie würde es klingen?“
Audio produzieren
Nimm möglichst in einem ruhigen Raum auf. Sprich deutlich und nicht zu schnell. Schneide Versprecher heraus, aber überlade den Beitrag nicht mit Effekten. Verwende nur Musik und Geräusche, die Ihr selbst erstellt habt oder deren Lizenz die Nutzung erlaubt. Für die Veröffentlichung von Stimmen gelten die an Eurer Schule festgelegten Einwilligungs- und Datenschutzregeln.
Audioplatzhalter für Eure Ausstellung:
Ersetzt diese Platzhalter nach der Produktion durch Eure eigenen, freigegebenen Dateien.
Video: Prozesse und Ideen sichtbar machen
Videos sind besonders sinnvoll, wenn etwas geschieht: ein Zeichenprozess, ein Aufbau, eine Verwandlung, eine Materialprobe, ein Stop-Motion-Ablauf oder ein kurzes Interview über eine künstlerische Entscheidung.
Das Making-of einer Museumsausstellung zeigt, dass eine Ausstellung selbst ein Gestaltungsprozess ist. Nutze solche Einblicke als Vorbild für ein eigenes kurzes Making-of.
Videoideen für Eure Ausstellung
- G: 20- bis 30-sekündiger Clip „Vom leeren Blatt zum Detail“ mit drei bis fünf Einstellungen.
- M: 45- bis 90-sekündiges Making-of mit Anfang, Prozess und Ergebnis sowie eingeblendeter Werkbezeichnung.
- E: Kurzer kuratorischer Film, der zwei Werke vergleicht, die Leitfrage aufgreift und eine Besucherfrage stellt.
Zeigt keine Mitschülerinnen oder Mitschüler erkennbar, wenn die dafür nötige schulische Freigabe nicht vorliegt. Eine sichere Alternative ist das Filmen von Händen, Materialien, Werkzeugen und Kunstwerken ohne identifizierende Angaben.
3D-Objekte und digitale Skulpturen
Plastische Arbeiten lassen sich nicht immer mit einem einzigen Foto erklären. Mehrere Ansichten oder ein 3D-Modell können helfen, Form, Volumen und Oberfläche zu verstehen. Ein 3D-Modell kann durch Modellierungssoftware, Photogrammetrie oder einen 3D-Scan entstehen. Für den Unterricht genügt oft schon eine einfache Serie von Fotos aus verschiedenen Blickwinkeln.
Datei:Diskoskasteren (Discobolos) - KAS1549.stl
3D-Beispiel auf Wikimedia Commons öffnen
Falls MOOCwiki die interaktive 3D-Vorschau nicht direkt darstellt, nutzt Ihr den Link zur Commons-Dateiseite als Fallback.
Das Video der Staatlichen Museen zu Berlin zeigt, wie ein großes Kunstwerk digital als 3D-Modell erfasst werden kann. Für Eure Klasse gilt: Arbeitet nur mit eigenen Objekten oder mit Objekten, bei denen die Aufnahme und Veröffentlichung erlaubt ist.
Schulgeeignete 3D-Aufgabe
G: Fotografiere eine eigene Plastik aus vier festgelegten Blickrichtungen und ordne die Bilder sinnvoll an.
M: Erstelle zusätzlich eine Serie aus acht bis zwölf Ansichten und beschreibe, welche Perspektive für das Verständnis besonders wichtig ist.
E: Erprobe mit einem geeigneten schulischen Werkzeug ein einfaches 3D-Modell und dokumentiere, welche Probleme bei Form, Oberfläche, Hintergrund und Licht auftreten. Prüfe vor der Veröffentlichung Dateiformat, Lizenz und Datenschutz.
Virtuelle Räume gestalten
Ein virtueller Raum muss nicht wie ein Computerspiel aussehen. Schon eine gut geplante Wiki-Seite kann räumlich wirken, wenn Besucherinnen und Besucher zwischen Bereichen wählen, in Werkgruppen eintreten und wieder zum Übersichtsplan zurückkehren können.
Als Anschauungsbeispiel könnt Ihr den 360°-Rundgang der Gemäldegalerie Berlin untersuchen. Achtet darauf, wie Raumwechsel, Lageplan, Werkdaten, Audio und Video zusammenspielen.
Für eine weitergehende 360°- oder 3D-Lösung kann Eure Schule ein datenschutzgeprüftes Werkzeug verwenden. Bevor ein externer Dienst eingebettet wird, prüft Ihr gemeinsam mit der Lehrkraft Nutzungsbedingungen, Altersvorgaben, Datenschutz, Speicherort und Veröffentlichungsrechte. Für einen öffentlich zugänglichen MOOC ist ein einfacher, transparenter Wiki-Rundgang oft die robustere Lösung.
Beispiel für einen virtuellen Raumplan auf MOOCwiki
| Eingang | Raum A | Raum B | Raum C | Ausgang |
|---|---|---|---|---|
| Foyer | Farbe und Stimmung | Material und Oberfläche | Figur und Geschichte | Gästebuch |
Foyer
Willkommen in unserer digitalen Kunstausstellung! Unsere Leitfrage lautet: Wie können Bilder, Materialien und digitale Medien eine Idee sichtbar und erlebbar machen? Wähle einen Raum. In jedem Raum findest Du Werke, kurze Texte, mindestens ein zusätzliches Medium und eine Aufgabe für Besucherinnen und Besucher.
Werkgruppe 1 – Farbe und Stimmung
Kuratorische Idee: In dieser Werkgruppe untersuchen wir, wie warme, kalte, helle, dunkle und kontrastreiche Farben unterschiedliche Stimmungen auslösen können.
Besucherauftrag: Suche in beiden Werken eine Farbe, die besonders wichtig wirkt. Begründe Deine Wahl mit einer sichtbaren Stelle im Bild.
Werkgruppe 2 – Material und Oberfläche
Kuratorische Idee: Hier geht es um die Frage, wie Material selbst Bedeutung erzeugt. Glatt, rau, weich, hart, glänzend oder matt kann sehr unterschiedlich wirken.
Besucherauftrag: Welche Oberfläche erwartest Du beim Berühren? Beschreibe Deine Vermutung nur anhand dessen, was Du sehen kannst.
Werkgruppe 3 – Figur und Geschichte
Kuratorische Idee: Figuren können Geschichten andeuten, ohne dass alles erzählt wird. Haltung, Blickrichtung, Umgebung, Farbe und Requisiten geben Hinweise.
Besucherauftrag: Formuliere einen einzigen Satz, der unmittelbar vor oder nach der dargestellten Szene passieren könnte.
Interaktive Besucheraufgaben entwickeln
Eine interaktive Ausstellung fordert nicht nur zum Konsumieren auf. Besucherinnen und Besucher sollen vergleichen, entscheiden, suchen, hören, ordnen, kommentieren oder selbst etwas gestalten. Gute Besucheraufgaben sind kurz, verständlich und direkt mit den Werken verbunden.
Ideen für Besucherinteraktion
| Interaktion | Beispiel | Geeignet für |
|---|---|---|
| Suchauftrag | Finde drei verschiedene Arten von Linien. | G |
| Entscheidung | Welches Werk passt am besten zur Leitfrage? Begründe. | G/M |
| Vergleich | Was haben zwei Werke gemeinsam, obwohl sie unterschiedlich aussehen? | M |
| Audio-Rätsel | Höre einen Beitrag und finde das beschriebene Werk. | M |
| Kuratorische Wahl | Tausche die Reihenfolge zweier Werke. Was verändert sich? | M/E |
| Perspektivwechsel | Schreibe einen kurzen Text aus der Sicht einer Figur oder eines Gegenstands. | E |
| Ausstellungsfeedback | Nenne eine Stelle, an der Du länger verweilt hast, und erkläre warum. | E |
Barrierearm und verständlich gestalten
Eine gute digitale Ausstellung soll möglichst vielen Menschen Zugang ermöglichen. Barrierearm heißt in Klasse 6 vor allem: verständlich, übersichtlich, hör- und lesbar sowie mit Alternativen zu wichtigen Medien.
- Gib Bildern einen sinnvollen Alternativtext.
- Ergänze zu wichtigen Audios ein kurzes Transkript.
- Ergänze zu Videos Untertitel oder eine Textzusammenfassung.
- Verwende verständliche Überschriften und kurze Absätze.
- Verlasse Dich nicht nur auf Farbe, um Bedeutungen zu unterscheiden.
- Achte auf gut lesbare Schriftgrößen und ausreichende Kontraste.
- Formuliere Besucheraufgaben so, dass sie auch ohne Spezialwissen verstanden werden.

Ein Audioguide kann zusätzliche Zugänge eröffnen. Noch besser wird die Vermittlung, wenn Informationen in mehreren Formen vorliegen, etwa Bild, Text und Ton.
Medienrechte, Datenschutz und sichere Veröffentlichung
Eine öffentliche digitale Ausstellung braucht nicht nur gute Gestaltung, sondern auch einen Rechtecheck. „Im Internet gefunden“ bedeutet nicht „frei verwendbar“.
Für Medien von Wikimedia Commons gilt: Prüfe immer die konkrete Dateiseite. Dort stehen Urheberin oder Urheber, Lizenz und Bedingungen. Bei einer Lizenz wie CC BY ist eine korrekte Namensnennung nötig. Bei CC BY-SA muss bei einer Bearbeitung zusätzlich die Weitergabe unter gleichen Bedingungen beachtet werden. Gemeinfreie oder mit CC0 freigegebene Inhalte haben andere Bedingungen. Im Zweifel wählt Ihr Medien, deren Rechte eindeutig dokumentiert sind.
Hinweise von Wikimedia Commons zur Nachnutzung
Creative Commons BY-SA 4.0 verständlich erklärt
Rechtecheck vor jedem Upload
| Prüffrage | Ja | Noch klären |
|---|---|---|
| Haben wir das Werk selbst erstellt oder eine passende Nutzungserlaubnis? | □ | □ |
| Ist geklärt, wer als Urheberin oder Urheber genannt wird? | □ | □ |
| Kennen wir die Lizenz oder schulische Freigabe? | □ | □ |
| Sind keine unerlaubt veröffentlichten Personen oder privaten Daten sichtbar? | □ | □ |
| Dürfen Stimmen, Fotos und Videos öffentlich veröffentlicht werden? | □ | □ |
| Haben wir Fremdmusik, Logos und geschützte Bilder vermieden oder korrekt lizenziert? | □ | □ |
| Haben wir bei fremden freien Medien Quelle, Urheber und Lizenz geprüft? | □ | □ |
Wichtig für Klasse 6: Veröffentlicht persönliche Daten, erkennbare Personen und Stimmen nur nach den an Eurer Schule geltenden Regeln und erforderlichen Freigaben. Wenn etwas unklar ist, nehmt stattdessen eine datensparsame Variante: Kunstwerk ohne Person, Hände ohne Gesicht, selbst erzeugtes Geräusch, selbst gezeichneter Raumplan oder freies Medium mit klar dokumentierter Lizenz.
Teamarbeit im Ausstellungsteam
Eine Ausstellung entsteht leichter, wenn Aufgaben verteilt und Ergebnisse regelmäßig zusammengeführt werden.
| Rolle | Aufgabe | Ergebnis |
|---|---|---|
| Kuratorisches Team | Leitfrage, Auswahl, Reihenfolge | Werkgruppen und roter Faden |
| Textteam | Einführungs-, Werkgruppen- und Werktexte | verständliche Ausstellungstexte |
| Bildteam | Fotografieren, Zuschnitt, Dateinamen, Alternativtexte | veröffentlichbare Werkfotos |
| Audioteam | Skripte, Aufnahme, Schnitt, Transkript | Audioguide |
| Videoteam | Storyboard, Aufnahme, Schnitt, Untertitel | Making-of oder Kurzfilm |
| Raumteam | Navigation, Reihenfolge, virtuelle Räume | digitaler Rundgang |
| Interaktionsteam | Besucheraufgaben, Quiz, Gästebuch | Mitmach-Stationen |
| Rechte- und Qualitätscheck | Quellen, Lizenzen, Datenschutz, Lesbarkeit | Freigabeliste |
Arbeitsplan für die digitale Ausstellung
- Sichten: Alle eigenen Arbeiten sammeln und fotografisch dokumentieren.
- Auswählen: Leitfrage festlegen und passende Werke bestimmen.
- Gruppieren: Werkgruppen bilden und Reihenfolge erproben.
- Planen: Digitalen Raumplan und Navigation entwerfen.
- Schreiben: Einführungs-, Werkgruppen- und Werktexte verfassen.
- Produzieren: Fotos, Audio, Video und gegebenenfalls 3D-Medien erstellen.
- Interaktiv machen: Besucheraufgaben und Rückmeldemöglichkeiten entwickeln.
- Prüfen: Rechte, Datenschutz, Alternativtexte, Transkripte und technische Darstellung kontrollieren.
- Testen: Mitschülerinnen, Mitschüler oder eine andere Lerngruppe als Testpublikum einladen.
- Veröffentlichen: Erst nach dem vollständigen Freigabe- und Qualitätscheck online stellen.
- Auswerten: Rückmeldungen sammeln und die Ausstellung überarbeiten.
Qualitätsraster G/M/E
| Bereich | G – grundlegend | M – mittleres Niveau | E – erweitert |
|---|---|---|---|
| Werkgruppen | Werke nachvollziehbar geordnet | Ordnung begründet und verglichen | eigenständiges kuratorisches Konzept mit Spannungsbogen |
| Texte | verständliche Beschreibung | Fachbegriffe und Wirkung sinnvoll verbunden | differenzierte Deutung mit mehreren Perspektiven |
| Medien | mindestens Werkfoto plus ein weiteres Medium | mehrere Medien passend kombiniert | Medien bewusst aufeinander abgestimmt und reflektiert |
| Audioguide | kurzer verständlicher Beitrag | Beitrag mit Seh- oder Hörimpuls | dramaturgisch gestalteter Beitrag mit Interaktion und Transkript |
| Navigation | klare Reihenfolge | übersichtliche Räume und Rücksprünge | bewusst gestaltete alternative Wege und Besucherführung |
| Interaktion | einfache Such- oder Auswahlaufgabe | Vergleichs- oder Begründungsaufgabe | offene Transferaufgabe mit Perspektivwechsel |
| Rechtecheck | Quellen und eigene Medien gekennzeichnet | Lizenzbedingungen nachvollziehbar dokumentiert | Rechte, Datenschutz und Barrierefreiheit systematisch geprüft |
Beispielmedien als Inspiration
Die folgenden Beispiele sind nicht Eure eigentliche Ausstellung, sondern Anschauungsmaterial dafür, wie Ausstellungen Räume, Texte, Audioguides und digitale Modelle einsetzen können.

Ein kleines Schild kann einem Werk eine klare Identität geben. Übertragt dieses Prinzip auf Eure Werktexte: wenig Platz, aber wichtige Informationen.
Hier wird sichtbar, warum zu viel Text Besucherinnen und Besucher überfordern kann. Für Eure Ausstellung gilt deshalb: kurze Texte, klare Überschriften und passende Medien statt einer „Textwand“.

Ein Audioguide ist eine eigene Vermittlungsebene. Er kann Informationen geben, aber auch eine Geschichte erzählen, eine Frage stellen oder einen Suchauftrag auslösen.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was ist die wichtigste Aufgabe einer kuratorischen Leitfrage? (Sie gibt der Ausstellung einen inhaltlichen roten Faden) (!Sie ersetzt alle Werktexte) (!Sie legt nur die Bildgröße fest) (!Sie bestimmt ausschließlich die Hintergrundfarbe)
Was beschreibt eine Werkgruppe am besten? (Mehrere Werke werden durch ein nachvollziehbares gemeinsames Merkmal verbunden) (!Alle Werke müssen von derselben Person stammen) (!Alle Werke müssen gleich groß sein) (!Alle Werke müssen dieselbe Farbe besitzen)
Was sollte ein guter Werktext zuerst deutlich machen? (Was am Werk konkret beobachtet werden kann) (!Welche Note das Werk erhalten hat) (!Welche Person das Werk am besten findet) (!Wie teuer das Material war)
Was macht einen Audioguide für eine Ausstellung besonders nützlich? (Er kann zusätzliche Hörimpulse, Geschichten und Aufgaben anbieten) (!Er verhindert jede eigene Betrachtung) (!Er ersetzt grundsätzlich alle Bilder) (!Er darf nur Jahreszahlen vorlesen)
Welche Aufnahme ist für die Veröffentlichung eines Schülerwerks meist datensparsamer? (Ein Foto des Werks ohne erkennbare Personen und private Angaben) (!Ein Gruppenfoto mit vollständigen Namen) (!Ein Foto mit sichtbarer Klassenliste im Hintergrund) (!Ein Video mit privaten Kontaktdaten)
Was muss bei einem fremden Bild von Wikimedia Commons geprüft werden? (Die konkrete Lizenz und die Angaben auf der Dateiseite) (!Nur die Dateigröße) (!Nur die dominante Farbe) (!Nur ob das Bild alt aussieht)
Wozu dient ein Alternativtext bei einem Werkfoto? (Er beschreibt den wesentlichen Bildinhalt in Textform) (!Er macht die Bilddatei automatisch größer) (!Er ersetzt die Lizenzangabe) (!Er verändert die Farben des Bildes)
Welche Besucheraufgabe fördert besonders den Vergleich? (Zwei Werke auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede untersuchen) (!Die Seitennummer abschreiben) (!Den Bildschirm ausschalten) (!Alle Überschriften zählen ohne Bezug zu den Werken)
Was ist bei einem virtuellen Ausstellungsraum besonders wichtig? (Eine klare Orientierung zwischen Eingang, Werkgruppen und Rückwegen) (!Möglichst viele blinkende Effekte) (!Ein zufälliger Seitenaufbau) (!Möglichst lange Textblöcke ohne Überschrift)
Was kennzeichnet das E-Niveau dieses Projekts besonders? (Eigenständige Gestaltung mit Begründung, Reflexion und Transfer) (!Nur das Abschreiben einer Vorlage) (!Nur das Benennen einzelner Farben) (!Nur das Hochladen einer einzigen Datei)
Memory
| Kuratorische Leitfrage | Roter Faden der Ausstellung |
| Werkgruppe | Zusammengehörige Kunstwerke |
| Audioguide | Gesprochene Kunstvermittlung |
| Alternativtext | Textbeschreibung eines Bildinhalts |
| Grundriss | Orientierung im Ausstellungsraum |
| Freie Lizenz | Geregelte Nachnutzung eines Mediums |
| Transkript | Schriftliche Fassung eines Hörbeitrags |
| Besucherauftrag | Aktive Aufgabe für das Publikum |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Leitfrage | Inhaltlicher roter Faden |
| Werktext | Erläuterung zu einem einzelnen Kunstwerk |
| Audioguide | Vermittlung durch gesprochene Beiträge |
| Alternativtext | Zugängliche Beschreibung eines Bildes |
| Rechtecheck | Prüfung von Lizenz, Freigabe und Datenschutz |
Kreuzworträtsel
| Kurator | Wer plant und verantwortet inhaltlich eine Ausstellung? |
| Audioguide | Wie heißt eine gesprochene Führung durch eine Ausstellung? |
| Werkgruppe | Wie heißt eine Gruppe zusammengehöriger Kunstwerke? |
| Lizenz | Was regelt die erlaubte Nutzung eines fremden Mediums? |
| Grundriss | Was hilft bei der räumlichen Orientierung einer Ausstellung? |
| Feedback | Wie nennt man eine Rückmeldung von Besucherinnen und Besuchern? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht – G
- Werkfoto: Fotografiere ein eigenes Kunstwerk so, dass es gerade, scharf und ohne störende persönliche Informationen zu sehen ist. Formuliere einen Alternativtext mit höchstens zwei Sätzen.
- Werkgruppe: Wähle drei eigene oder freigegebene Klassenarbeiten aus und ordne sie einer gemeinsamen Werkgruppe zu. Nenne das verbindende Merkmal.
- Ausstellungstext: Schreibe zu einem Werk einen Text nach dem Muster sehen – deuten – fragen.
- Besucherauftrag: Entwickle eine kurze Suchaufgabe, die nur gelöst werden kann, wenn das Werk genau betrachtet wird.
Standard – M
- Kuratorisches Konzept: Entwickle für mindestens zwei Werkgruppen eine gemeinsame Leitfrage und begründe die Reihenfolge der Räume.
- Audioguide: Produziere einen 45- bis 90-sekündigen Audiobeitrag zu einem Werk. Baue eine Sehfrage ein und fertige ein Transkript an.
- Making-of: Erstelle ein kurzes Video über einen künstlerischen Prozess, in dem nur freigegebene Inhalte zu sehen und zu hören sind.
- Ausstellungsdesign: Entwirf einen digitalen Grundriss mit Foyer, mindestens drei Räumen und Gästebuch. Teste die Navigation mit einer anderen Person.
Schwer – E
- 3D-Modell: Dokumentiere eine eigene Plastik aus vielen Blickrichtungen oder erprobe ein schulisch freigegebenes 3D-Verfahren. Reflektiere, was die 3D-Darstellung besser und schlechter zeigt als ein Foto.
- Kunstvermittlung: Entwickle eine Besucherstation, die Bild, Text und Audio sinnvoll kombiniert und sowohl eine leichte als auch eine anspruchsvolle Aufgabe anbietet.
- Barrierefreiheit: Prüfe eine komplette Werkgruppe auf Alternativtexte, Transkripte, Verständlichkeit, Kontraste und eindeutige Navigation. Überarbeite sie anhand Deiner Ergebnisse.
- Ausstellungskritik: Führe mit mindestens drei Testbesucherinnen oder Testbesuchern kurze Gespräche. Werte die Rückmeldungen aus und begründe drei konkrete Änderungen an der Ausstellung.


Lernkontrolle
- Kuratorische Entscheidung: Zwei Werke passen zu verschiedenen Werkgruppen. Entscheide, wo Du sie platzierst, und begründe Deine Entscheidung mit Thema, Wirkung und Besucherführung.
- Medienvergleich: Ein plastisches Werk liegt als Foto, kurzer Video-Rundgang und 3D-Modell vor. Vergleiche, welche Informationen jedes Medium besonders gut vermittelt und wo Grenzen liegen.
- Audioguide-Transfer: Überarbeite einen rein beschreibenden Audiotext so, dass er eine Beobachtungsaufgabe, eine zusätzliche Information und eine offene Frage enthält.
- Rechtefall: Eine Gruppe möchte ein zufällig gefundenes Internetbild, einen bekannten Popsong und ein eigenes Werkfoto veröffentlichen. Entwickle für jedes Medium einen verantwortungsvollen Prüf- oder Ersatzweg.
- Besucherperspektive: Eine Testperson findet nach einer Werkgruppe nicht zurück zum Raumplan. Entwickle zwei unterschiedliche Lösungen und begründe, welche Du bevorzugst.
- Ausstellungswirkung: Erkläre an einem selbst gewählten Beispiel, wie die Reihenfolge von zwei Kunstwerken die Deutung verändern kann.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zählt nicht nur das Endprodukt, sondern auch, wie begründet, sorgfältig und selbstständig Du arbeitest.
- Kuratorisches Konzept: Leitfrage, Werkgruppen und Reihenfolge sind nachvollziehbar.
- Künstlerische Auswahl: Die ausgewählten Werke unterstützen die Aussage der Ausstellung.
- Texte: Einführung, Werkgruppen- und Werktexte sind verständlich und fachlich passend.
- Mediengestaltung: Fotos, Audio, Video oder 3D-Elemente sind sinnvoll eingesetzt und nicht nur Dekoration.
- Interaktivität: Besucherinnen und Besucher erhalten echte Aufgaben zum Beobachten, Vergleichen, Entscheiden oder Gestalten.
- Navigation: Der digitale Rundgang ist übersichtlich und funktioniert auf unterschiedlichen Bildschirmgrößen.
- Barrierearme Gestaltung: Wichtige Bilder haben Alternativtexte; wichtige Audio- oder Videoinhalte besitzen Textalternativen.
- Rechte und Datenschutz: Eigene und fremde Medien sind nachvollziehbar geprüft; persönliche Daten werden geschützt.
- Reflexion: Entscheidungen werden begründet und Rückmeldungen führen zu sichtbaren Verbesserungen.
- Differenzierung: Auf G-Niveau werden klare Anforderungen sicher erfüllt, auf M-Niveau Entscheidungen begründet und Medien verbunden, auf E-Niveau Zusammenhänge eigenständig reflektiert und weiterentwickelt.
OERs zum Thema
Wikimedia Commons: Exhibition planning
Wikimedia Commons: Floor plans of exhibitions
Wikimedia Commons: Audioguides
Wikimedia Commons: freie 3D-Dateien von Skulpturen
Staatliche Museen zu Berlin: Kinder-Audioguide
Staatliche Museen zu Berlin und Fraunhofer IGD: Pergamonaltar 3D
Verknüpfte Lernbereiche
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