BK6 - Ein Bild digital erweitern

BK6 - Ein Bild digital erweitern
BK6 - Ein Bild digital erweitern
Einleitung
Ein Bild endet normalerweise an seinem Rand. Aber was wäre, wenn die Landschaft weitergeht, die Straße hinter dem Bildrand eine Kurve macht, ein Tier nur halb zu sehen ist oder sich hinter einer abgeschnittenen Wand eine völlig neue Szene verbirgt? In diesem aiMOOC lernst Du, ein vorhandenes Bild digital über seinen ursprünglichen Rand hinaus zu erweitern und dabei bewusst zu entscheiden, wie die Fortsetzung aussehen soll.
Beim Erweitern eines Bildes geht es nicht nur darum, leere Fläche zu füllen. Du untersuchst Linien, Formen, Farben, Licht, Größenverhältnisse, Perspektive und Komposition. Danach entscheidest Du: Soll die Erweiterung möglichst glaubwürdig an das Original anschließen, soll sie überraschend werden oder soll sie sogar eine neue Geschichte erzählen?
Du arbeitest dabei wie eine Mischung aus Zeichnerin oder Zeichner, Bildgestalterin oder Bildgestalter und digitale Bildbearbeiterin oder digitaler Bildbearbeiter. Je nach Aufgabe kannst Du mit Pinselwerkzeugen, Ebenen, Auswahlwerkzeugen, Kopieren, Transformieren und – wenn Deine Schule ein geeignetes Werkzeug bereitstellt – auch mit generativer Bilderweiterung arbeiten.
Zielgruppe: Klasse 6
Leitfrage: Wie kann ich ein Bild so über seinen Rand hinaus erweitern, dass meine Fortsetzung gestalterisch nachvollziehbar und bewusst entschieden ist?
Differenzierung:
- G-Niveau: Du setzt deutlich erkennbare Farben, Linien, Formen und Strukturen passend fort.
- M-Niveau: Du beachtest zusätzlich Raumwirkung, Licht, Größenverhältnisse und Bildkomposition.
- E-Niveau: Du entwickelst eine eigenständige, begründete Bildidee, vergleichst Varianten und setzt Übergänge, Perspektive und Wirkung besonders bewusst ein.
Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, was ein Bildausschnitt und ein Bildrand sind. Du kannst erkennen, welche Bildelemente am Rand weitergeführt werden könnten. Du kannst einen digitalen Arbeitsbereich vergrößern, eine Skizze für die Fortsetzung anlegen und die Erweiterung mit geeigneten Werkzeugen gestalten. Du kannst außerdem beurteilen, ob eine Erweiterung zur ursprünglichen Bildwirkung passt oder bewusst mit ihr bricht.
Du lernst außerdem, dass digitale Werkzeuge und KI Vorschläge erzeugen können, die nicht automatisch die beste gestalterische Lösung sind. Entscheidend bleibt Deine Auswahl und Deine Begründung.
Vom Bildausschnitt zur Fortsetzung
Ein Bild zeigt immer nur einen Ausschnitt. Alles, was außerhalb des Bildrandes liegt, ist im Bild zunächst unsichtbar. Trotzdem gibt es oft Hinweise darauf, wie die Szene weitergehen könnte. Eine Straße, eine Mauer, ein Ast, eine Wasserlinie oder eine Schattenkante kann den Rand berühren und dadurch eine Fortsetzung nahelegen.

Bei einem Ausschnitt entsteht also eine wichtige gestalterische Frage: Was könnte außerhalb des sichtbaren Bereichs liegen? Für eine überzeugende Erweiterung untersuchst Du zunächst das vorhandene Bild, bevor Du etwas hinzufügst.
Bildrand als Entscheidung
Der Bildrand ist keine zufällige Grenze. Er beeinflusst, was Du siehst und was Du Dir vorstellen musst. In einer geschlossenen Komposition bleiben wichtige Formen vollständig im Bild. In einer offenen Komposition werden Formen am Rand angeschnitten. Dadurch kann der Eindruck entstehen, dass die dargestellte Welt außerhalb des Bildes weitergeht.
Ein Ausschnitt aus Hokusais berühmter Welle zeigt besonders deutlich, wie stark ein Bildteil wirken kann:

Das vollständige Motiv zeigt, in welchem größeren Zusammenhang die Welle steht:

Vergleiche beide Darstellungen. Beim Ausschnitt wirken bestimmte Linien und Formen besonders dominant. Im vollständigen Bild entstehen zusätzliche Beziehungen zwischen Welle, Booten, Horizont und Berg. Genau solche Beziehungen musst Du beachten, wenn Du ein Bild selbst erweiterst.
Spuren lesen: Was verrät das Original?
Bevor Du den Arbeitsbereich vergrößerst, suche nach Fortsetzungsspuren. Eine Linie, die am Rand endet, kann außerhalb des Bildes weiterlaufen. Wiederkehrende Muster können fortgesetzt werden. Größenunterschiede können zeigen, wie tief der Raum ist. Die Richtung von Licht und Schatten verrät, wo eine Lichtquelle liegen könnte.
Besonders hilfreich sind folgende Fragen: Wo liegt der Horizont? Welche Linien laufen aufeinander zu? Welche Formen werden am Rand angeschnitten? Welche Farben kommen häufig vor? Von welcher Seite kommt das Licht? Welche Bereiche sind ruhig und welche besonders detailreich? Wo soll später der Blick zuerst landen?
Komposition bewusst weiterführen
Komposition bedeutet, wie Bildteile angeordnet und aufeinander bezogen sind. Beim digitalen Erweitern vergrößerst Du nicht nur die Fläche. Du veränderst möglicherweise auch den Schwerpunkt des gesamten Bildes.
Die Drittelregel als Orientierung
Eine einfache Hilfe ist ein Raster aus drei Spalten und drei Reihen. Wichtige Bildelemente können in der Nähe der Linien oder Schnittpunkte liegen. Das ist keine Pflichtregel, sondern eine Möglichkeit, um die Wirkung einer Anordnung zu prüfen.

Wenn Du ein Bild nach links oder rechts erweiterst, kann ein vorher mittig liegendes Motiv plötzlich seitlich stehen. Genau dadurch kann die Bildwirkung interessanter werden. Prüfe deshalb nach jeder größeren Erweiterung das gesamte Bild und nicht nur den neu hinzugefügten Bereich.
Blickführung
Linien können den Blick lenken. Wege, Zäune, Dächer, Schatten oder Äste können wie unsichtbare Pfeile funktionieren. Wenn Du solche Linien fortsetzt, sollte ihre Richtung nachvollziehbar bleiben.
Du kannst die Blickführung aber auch bewusst verändern. Ein Weg könnte sich teilen, ein Ast könnte in eine neue Form übergehen oder eine Mauer könnte plötzlich eine Öffnung erhalten. Wichtig ist, dass Du diese Entscheidung absichtlich triffst.
Perspektive und Fluchtpunkt
Wenn parallele Linien in die Tiefe laufen, scheinen sie sich in einem Fluchtpunkt zu treffen. Beim Erweitern musst Du deshalb darauf achten, dass Straßenränder, Häuserkanten oder Bodenlinien nicht plötzlich in eine unpassende Richtung zeigen.

Eine gezeichnete Darstellung mit Horizont und Fluchtpunkt zeigt das Prinzip ebenfalls:

Ein kurzes Erklärvideo zur Fluchtpunktperspektive:
G-Niveau: Setze einfache Linien und Formen so fort, dass keine deutlich sichtbaren Sprünge entstehen.
M-Niveau: Prüfe Horizont, Größenabnahme und Tiefenlinien.
E-Niveau: Nutze Perspektive bewusst, um den Blick auf ein neu hinzugefügtes Element zu lenken oder eine überraschende Raumwirkung zu erzeugen.
Zeichnen vor dem digitalen Erweitern
Eine schnelle Skizze spart oft viel Zeit. Du kannst den sichtbaren Bildrand auf Papier oder auf einer neuen digitalen Ebene nachzeichnen und verschiedene Fortsetzungen ausprobieren.

Eine Skizze muss nicht schön oder fertig sein. Sie ist ein Denkwerkzeug. Zeichne zum Beispiel drei Miniaturen: eine ruhige Fortsetzung, eine überraschende Fortsetzung und eine Fortsetzung, bei der sich die Blickrichtung deutlich verändert. Wähle danach die überzeugendste Idee aus.
Drei Entwurfsfragen
- Form: Welche Linien, Flächen und Umrisse müssen am Rand weitergehen?
- Farbe: Welche Farbtöne und Helligkeiten verbinden Original und Erweiterung?
- Wirkung: Soll das fertige Bild ruhig, spannend, geheimnisvoll, lustig oder irritierend wirken?
Digitaler Werkzeugkasten
Zum Erweitern eines Bildes brauchst Du kein bestimmtes Programm. Wichtig ist, dass Dein Werkzeug eine größere Arbeitsfläche und Mal- oder Bearbeitungsfunktionen erlaubt. Viele Programme arbeiten mit Ebenen. Auf einer neuen Ebene kannst Du Änderungen ausprobieren, ohne das Original sofort zu verändern.
Ein Einsteiger-Tutorial zu GIMP zeigt typische Werkzeuge digitaler Bildbearbeitung:
Nützliche Werkzeuge
| Werkzeug | Wofür es beim Erweitern hilfreich ist | Worauf Du achten solltest |
|---|---|---|
| Arbeitsfläche vergrößern | Schafft neuen Platz außerhalb des bisherigen Bildrandes. | Vergrößere zunächst nur so viel, wie Du wirklich gestalten möchtest. |
| Ebene | Trennt Original, Skizze und Erweiterung voneinander. | Benenne Ebenen verständlich, damit Du den Überblick behältst. |
| Pinsel | Ergänzt Farben, Formen, Licht, Schatten und Details. | Wähle Pinselgröße und Deckkraft passend zur vorhandenen Bildstruktur. |
| Pipette | Nimmt vorhandene Farben aus dem Original auf. | Nutze nicht nur eine Farbe, sondern beobachte kleine Farbunterschiede. |
| Auswahl | Begrenzt Bearbeitungen auf bestimmte Bereiche. | Weiche Auswahlkanten können Übergänge erleichtern. |
| Transformieren | Verändert Größe, Lage oder Ausrichtung eingefügter Elemente. | Achte darauf, dass Gegenstände nicht unabsichtlich verzerrt wirken. |
| Klonen oder Kopieren | Überträgt vorhandene Strukturen. | Zu viele Wiederholungen können unnatürlich aussehen. |
| Radierer oder Maske | Korrigiert Übergänge. | Arbeite schrittweise statt große Bereiche sofort zu löschen. |
Schritt für Schritt: Ein Bild digital erweitern
Schritt A: Bild untersuchen
Öffne das Bild und zoome zunächst nicht zu stark hinein. Betrachte das Ganze. Markiere gedanklich oder auf einer Skizzenebene Horizont, wichtige Linien, Lichtquelle, große Farbflächen und angeschnittene Objekte.
Schritt B: Erweiterungsrichtung wählen
Entscheide, ob Du nach links, rechts, oben, unten oder in mehrere Richtungen erweiterst. Die Richtung verändert die Wirkung. Eine Erweiterung nach oben kann mehr Himmel und Weite erzeugen. Eine Erweiterung nach unten kann Vordergrund hinzufügen. Seitliche Erweiterungen können Bewegung und Erzählung verlängern.
Schritt C: Drei Ideen skizzieren
Erstelle mehrere kleine Varianten. Vermeide es, sofort die erste Idee vollständig auszuarbeiten. Varianten helfen Dir, bewusst zu entscheiden.
Schritt D: Arbeitsfläche vergrößern
Erweitere die Leinwand oder Arbeitsfläche. Lass das Original möglichst unverändert auf einer eigenen Ebene. Lege eine neue Ebene für die Erweiterung an.
Schritt E: Große Formen zuerst
Beginne mit Himmel, Boden, Wand, Wasser oder anderen großen Flächen. Danach folgen mittlere Formen und erst am Ende kleine Details. So bleibt die Komposition übersichtlich.
Schritt F: Übergang kontrollieren
Zoome auf den alten Bildrand. Prüfe, ob Linien, Farben, Muster, Licht und Texturen dort nachvollziehbar weitergehen. Zoome danach wieder heraus und kontrolliere das Gesamtbild.
Schritt G: Entscheidung begründen
Schreibe zu Deinem fertigen Bild mindestens drei Sätze: Was hast Du fortgesetzt? Was hast Du bewusst verändert? Wie soll die Erweiterung auf Betrachtende wirken?
Generative Bilderweiterung: Outpainting
Eine generative Bilderweiterung wird oft als Outpainting bezeichnet. Dabei erzeugt ein Bildmodell neue Bildbereiche außerhalb eines vorhandenen Ausschnitts. Das Werkzeug versucht, neue Bildteile so zu erzeugen, dass sie zum sichtbaren Material passen.
Wichtig: Eine KI weiß nicht, was in der wirklichen Szene tatsächlich außerhalb des ursprünglichen Bildes war. Sie erzeugt eine mögliche Fortsetzung. Deshalb musst Du ihre Vorschläge prüfen und auswählen.
Die folgende Bildfolge zeigt eine dokumentierte Kombination aus Inpainting und Outpainting. Sie eignet sich besonders gut, um zu beobachten, wie sich ein Bild Schritt für Schritt verändert.




Eine weitere Darstellung zeigt eine Outpainting-Arbeitsstufe mit DALL-E:

Eine spätere Generierungsstufe zeigt, wie sich der sichtbare Bereich verändert:

Ein deutschsprachiges Tutorial zeigt das Prinzip einer generativen Erweiterung in Photoshop:
Ein weiteres Tutorial zeigt ebenfalls, wie eine Bildfläche mit generativer Technik vergrößert werden kann:
Menschliche Entscheidung trotz KI
Wenn Dir ein Werkzeug mehrere Varianten anbietet, ist die erste Ausgabe nicht automatisch die beste. Vergleiche die Vorschläge mit Deiner eigenen Skizze. Prüfe Perspektive, Licht, Formen und Bildwirkung. Achte besonders auf merkwürdige Wiederholungen, unlogische Gegenstände oder plötzlich wechselnde Strukturen.
G-Niveau: Wähle aus mehreren Varianten diejenige aus, die am besten zum sichtbaren Original passt, und nenne einen Grund.
M-Niveau: Vergleiche mindestens zwei Varianten anhand von Übergang, Farbe, Raumwirkung und Komposition.
E-Niveau: Verändere Deinen Prompt oder Deine Skizze gezielt, vergleiche mehrere Ergebnisse und begründe, warum Du bestimmte KI-Vorschläge überarbeitest oder verwirfst.
Verantwortung und Kennzeichnung
Arbeite im Unterricht nur mit Werkzeugen, die von Deiner Lehrkraft oder Schule vorgesehen sind. Lade keine privaten Fotos anderer Personen ohne Erlaubnis hoch. Verwende nach Möglichkeit eigene Bilder oder frei nutzbare Materialien. Wenn ein Teil Deines Ergebnisses generativ erzeugt wurde, kennzeichne dies in Deiner Prozessdokumentation.
Die entscheidende Leistung besteht nicht darin, auf eine Schaltfläche zu drücken. Deine Leistung zeigt sich in Analyse, Entwurf, Auswahl, Überarbeitung und Begründung.
Gestaltungsstrategien
Strategie: Unsichtbarer Übergang
Die Erweiterung soll wirken, als hätte sie schon immer zum Bild gehört. Dafür müssen Linien, Farbtemperatur, Helligkeit, Größenverhältnisse und Texturen möglichst gut anschließen.
Strategie: Sichtbarer Bruch
Du kannst den Bildrand auch bewusst als Bruchstelle nutzen. Eine realistische Landschaft könnte sich außerhalb des Randes in eine Fantasiewelt verwandeln. Ein gezeichneter Raum könnte in ein geometrisches Muster übergehen. Der Bruch sollte deutlich als Absicht erkennbar sein.
Strategie: Geschichte weiterführen
Ein angeschnittenes Objekt kann Ausgangspunkt einer Handlung sein. Hinter dem Rand könnte eine Figur auftauchen, ein Weg zu einem Ziel führen oder ein Gegenstand seine Bedeutung verändern. Die Erweiterung wird dann zu einer kleinen Bilderzählung.
Strategie: Raum vertiefen
Du kannst Vordergrund, Mittelgrund und Hintergrund stärker ausbauen. Große, detailreiche Elemente im Vordergrund und kleinere Formen im Hintergrund können die Tiefenwirkung verstärken.
G/M/E-Arbeitsauftrag
Wähle ein geeignetes Bild mit klar erkennbarem Randanschluss. Verwende ein eigenes Foto, eine eigene Zeichnung oder ein von der Lehrkraft bereitgestelltes bzw. frei nutzbares Bild.
| Niveau | Auftrag | Mindestanforderungen |
|---|---|---|
| G | Erweitere das Bild an einer Seite so, dass Farben, Linien und große Formen nachvollziehbar fortgesetzt werden. | Mindestens eine Skizze, eine Erweiterungsseite, sichtbarer Übergang überarbeitet, kurze Begründung. |
| M | Erweitere das Bild an mindestens einer Seite und beziehe Komposition, Licht, Größenverhältnisse und Raumwirkung ein. | Mindestens zwei Skizzen, Arbeit mit Ebenen, kontrollierter Übergang, begründete Auswahl. |
| E | Entwickle mehrere mögliche Fortsetzungen und entscheide Dich bewusst für eine Variante mit eigener Bildidee. | Mindestens drei Entwürfe, komplexere Raum- oder Blickführung, Variantenvergleich, reflektierte Begründung und dokumentierte Überarbeitung. |
Kriterien für ein gelungenes Ergebnis
| Kriterium | Leitfrage |
|---|---|
| Anschluss | Passen Linien, Formen, Farben und Strukturen an der Grenze zwischen Original und Erweiterung zusammen? |
| Komposition | Ist erkennbar, dass Du den gesamten Bildaufbau bewusst gestaltet hast? |
| Raum | Sind Größenverhältnisse, Perspektive und Überlagerungen nachvollziehbar? |
| Licht | Bleiben Licht- und Schattenrichtungen schlüssig oder wird ein Bruch bewusst eingesetzt? |
| Idee | Hat die Erweiterung eine erkennbare gestalterische Absicht? |
| Technik | Sind Werkzeuge sinnvoll eingesetzt und unnötige Bearbeitungsspuren reduziert? |
| Reflexion | Kannst Du Deine wichtigsten Entscheidungen verständlich begründen? |
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was bedeutet es, ein Bild digital zu erweitern? (Die Bildfläche über den ursprünglichen Rand hinaus zu gestalten) (!Das Bild nur heller zu machen) (!Das Bild ausschließlich zu verkleinern) (!Nur den Dateinamen zu verändern)
Welche Beobachtung hilft besonders beim Fortsetzen eines angeschnittenen Weges? (Die Richtung seiner Kanten und Linien) (!Die Lautstärke des Computers) (!Die Länge des Dateinamens) (!Die Anzahl der geöffneten Programme)
Was ist ein Fluchtpunkt? (Ein Punkt, auf den Tiefenlinien perspektivisch zulaufen) (!Ein zufälliger Fleck am Bildrand) (!Ein Werkzeug zum Speichern) (!Eine besonders helle Farbe)
Wofür ist eine neue Ebene beim digitalen Erweitern nützlich? (Die Erweiterung kann getrennt vom Original bearbeitet werden) (!Das Bild wird automatisch dreidimensional) (!Die Perspektive entsteht ohne eigene Entscheidung) (!Alle Fehler verschwinden von selbst)
Warum sind mehrere kleine Skizzen vor der Ausarbeitung sinnvoll? (Man kann verschiedene Fortsetzungen vergleichen) (!Man muss danach keine Entscheidung mehr treffen) (!Das Original wird dadurch automatisch größer) (!Jede Skizze liefert dasselbe Ergebnis)
Was beschreibt Outpainting am besten? (Eine generative Erweiterung über vorhandene Bildgrenzen hinaus) (!Das Löschen aller Bildränder) (!Das Drucken eines Bildes) (!Das Umbenennen einer Bilddatei)
Was sollte bei einer glaubwürdigen Erweiterung am Übergang geprüft werden? (Linien Farben Licht und Strukturen) (!Nur die Uhrzeit) (!Nur die Bildschirmgröße) (!Nur die Anzahl der Ebenen)
Warum sollte eine KI-Erweiterung geprüft werden? (Sie kann unlogische oder gestalterisch unpassende Bildteile erzeugen) (!Sie zeigt immer die wirkliche Umgebung außerhalb des Fotos) (!Sie kennt automatisch die Absicht der Künstlerin oder des Künstlers) (!Sie erzeugt grundsätzlich nur eine einzige Lösung)
Was verändert eine seitliche Bilderweiterung möglicherweise? (Die gesamte Komposition und den Schwerpunkt des Bildes) (!Nur die Rechtschreibung) (!Nur die Dateigröße ohne sichtbare Wirkung) (!Nur den Namen der Bilddatei)
Welche Aussage passt am besten zu einer bewussten Bildfortsetzung? (Die Erweiterung wird geplant geprüft und begründet) (!Jeder freie Bereich wird zufällig gefüllt) (!Perspektive und Licht spielen nie eine Rolle) (!Die erste Idee muss immer übernommen werden)
Memory
| Bildrand | Grenze des ursprünglichen sichtbaren Bildbereichs |
| Outpainting | Generatives Erweitern außerhalb eines vorhandenen Bildes |
| Komposition | Anordnung und Beziehung der Bildteile |
| Fluchtpunkt | Zielpunkt perspektivisch verlaufender Tiefenlinien |
| Übergang | Verbindungsstelle zwischen Original und Erweiterung |
| Drittelregel | Orientierung mit einem Raster aus neun Feldern |
| Ebene | Getrennt bearbeitbare Bildschicht |
| Blickführung | Lenkung der Aufmerksamkeit durch Formen und Linien |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Horizont | Orientierungslinie für die räumliche Darstellung |
| Fluchtpunkt | Treffpunkt perspektivischer Tiefenlinien |
| Pipette | Werkzeug zum Aufnehmen einer vorhandenen Farbe |
| Ebene | Separater Bereich für unabhängig bearbeitbare Bildteile |
| Outpainting | Erweiterung eines Bildes über den ursprünglichen Rand hinaus |
| Komposition | Bewusste Anordnung der Bildelemente |
Interaktives Kompositionslabor
| Ordne die gestalterische Entscheidung dem passenden Ziel zu. | Wirkung |
|---|---|
| Horizontlinie fortsetzen | Räumliche Kontinuität erhalten |
| Neues Hauptmotiv am Drittelschnittpunkt platzieren | Blick auf einen neuen Schwerpunkt lenken |
| Große Form am Bildrand anschneiden | Offene Komposition verstärken |
| Vordergrundelement vergrößern | Tiefenwirkung steigern |
| Farbkontrast am neuen Rand erhöhen | Aufmerksamkeit gezielt in die Erweiterung lenken |
| Ruhige Fläche ergänzen | Ein dichtes Bild optisch entlasten |
Kreuzworträtsel
| Komposition | Wie nennt man die bewusste Anordnung von Bildteilen? |
| Outpainting | Wie heißt das generative Erweitern eines Bildes über seinen Rand hinaus? |
| Fluchtpunkt | Wie heißt der Punkt, auf den Tiefenlinien perspektivisch zulaufen? |
| Übergang | Wie heißt die Verbindungsstelle zwischen Original und Erweiterung? |
| Horizont | Welche gedachte Linie hilft bei vielen perspektivischen Darstellungen? |
| Bildrand | Wie heißt die sichtbare Grenze eines Bildausschnitts? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht – G-Niveau
- Bildausschnitt untersuchen: Suche ein eigenes oder frei nutzbares Bild und markiere drei Stellen, an denen Formen oder Linien den Rand berühren. Beschreibe, wie diese außerhalb des Bildes weitergehen könnten.
- Rand weiterzeichnen: Vergrößere die Arbeitsfläche an einer Seite und setze mindestens drei vorhandene Linien oder Formen digital fort.
- Farbspuren: Nimm mit der Pipette Farben aus dem Original auf und erstelle daraus eine kleine Palette für Deine Erweiterung.
- Vorher und Nachher: Exportiere eine Version vor und eine Version nach der Erweiterung und erkläre in drei Sätzen, was Du verändert hast.
Standard – M-Niveau
- Kompositionsvarianten: Zeichne zwei unterschiedliche Miniaturentwürfe für dieselbe Bilderweiterung und entscheide anschließend begründet, welche Variante Du umsetzt.
- Perspektive fortsetzen: Erweitere ein Bild mit klarer räumlicher Tiefe und kontrolliere Horizont, Größenabnahme und Fluchtlinien.
- Licht und Schatten: Ergänze mindestens ein neues Objekt so, dass Licht- und Schattenrichtung nachvollziehbar zum Original passen.
- Bildgeschichte: Entwickle aus einem angeschnittenen Motiv eine kleine visuelle Handlung, die erst in der Erweiterung sichtbar wird.
Schwer – E-Niveau
- Drei Welten: Entwirf für dasselbe Ausgangsbild drei Fortsetzungen: eine realistische, eine fantastische und eine bewusst irritierende. Vergleiche ihre Wirkung.
- Mensch gegen KI: Erstelle zunächst eine eigene Skizze und vergleiche sie anschließend mit einer schulisch bereitgestellten generativen Erweiterung. Überarbeite das Ergebnis so, dass Deine eigene Bildidee deutlich bleibt.
- Kompositionswechsel: Verändere durch die Erweiterung bewusst den Schwerpunkt des Gesamtbildes. Dokumentiere, wie sich die Blickführung zwischen Original und Endfassung verändert.
- Kuratorische Entscheidung: Erstelle mehrere Endvarianten, wähle eine für eine fiktive Ausstellung aus und verfasse einen kurzen Ausstellungstext, der Deine gestalterische Entscheidung erklärt.


Lernkontrolle
- Vergleichen und begründen: Zwei Erweiterungen desselben Bildes wirken unterschiedlich. Entwickle vier Kriterien, mit denen Du entscheiden kannst, welche gestalterisch überzeugender ist, und erkläre die Reihenfolge Deiner Kriterien.
- Fehleranalyse: In einer Bilderweiterung passen Straße, Schatten und Hausgröße nicht zum Original. Erkläre, welche räumlichen oder gestalterischen Probleme vorliegen könnten und wie Du sie verbessern würdest.
- Transfer auf ein neues Motiv: Du erhältst ein Bild, bei dem nur ein Teil eines Fahrrads am Rand sichtbar ist. Plane zwei völlig unterschiedliche Fortsetzungen und beschreibe, wie sich dadurch die Bildgeschichte verändert.
- KI kritisch auswählen: Ein generatives Werkzeug liefert vier Varianten. Entwickle ein Verfahren, mit dem Du die Varianten hinsichtlich Anschluss, Komposition, Plausibilität und eigener Absicht vergleichst.
- Komposition verändern: Beschreibe, wie Du durch eine Erweiterung aus einem ruhigen Bild ein spannungsreiches Bild machen könntest, ohne das ursprüngliche Zentrum zu löschen.
- Prozess reflektieren: Erkläre anhand eines eigenen oder erfundenen Beispiels, warum eine technisch saubere Erweiterung trotzdem gestalterisch schwach sein kann.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen, dass Du nicht nur ein fertiges Bild herstellen, sondern Deinen Gestaltungsprozess nachvollziehbar dokumentieren und begründen kannst.
| Bestandteil | Was sichtbar werden soll |
|---|---|
| Ausgangsbild | Das ursprüngliche Bild vor der Erweiterung. |
| Analyse | Hinweise zu Linien, Formen, Farben, Licht, Perspektive und angeschnittenen Bereichen. |
| Entwürfe | Je nach Niveau mindestens eine, zwei oder drei mögliche Fortsetzungen. |
| Arbeitsprozess | Zwischenstände, Ebenen oder kurze Notizen zu wichtigen Bearbeitungsschritten. |
| Endfassung | Eine bewusst ausgearbeitete Bilderweiterung. |
| Begründung | Erklärung der wichtigsten kompositorischen und technischen Entscheidungen. |
| Reflexion | Benennung einer gelungenen Stelle und einer Stelle, die Du bei mehr Zeit weiter verbessern würdest. |
| KI-Kennzeichnung | Falls generative Werkzeuge genutzt wurden, eine kurze Angabe dazu, welche Bildteile damit entstanden und was Du selbst ausgewählt oder überarbeitet hast. |
G-Niveau: Schwerpunkt auf nachvollziehbarem Anschluss und verständlicher Begründung.
M-Niveau: zusätzlich sichere Raumwirkung, Lichtbezug und bewusste Gesamtkomposition.
E-Niveau: zusätzlich Variantenvergleich, eigenständige Bildidee, differenzierte Überarbeitung und reflektierte Beurteilung von Werkzeugvorschlägen.
OERs zum Thema
Der Wikipedia-Artikel zur digitalen Bildbearbeitung bietet Hintergrundwissen zu Techniken und Einsatzbereichen:
Ergänzend sind die Themen Komposition, Bildgestaltung und Perspektive für die Gestaltung einer überzeugenden Erweiterung wichtig.
Verknüpfte Lernbereiche
aiMOOC-Projekte
MOOCwiki · Deutsch
Nach dem Lernen ist vor dem Lernen
Entdecke direkt den nächsten Lernkurs. Weitere Inhalte erscheinen, wenn Du weiter nach unten scrollst.
Zur MOOCwiki-HauptseiteMediathek
Code entdecken · Spiele & interaktive Welten →Jahresüberblicke · Fächer & Klassen →Mediathek
Mediathek wird aus dem Wiki geladen ...
Keine passenden Inhalte gefunden. Bitte ändere Suche oder Filter.
NEWSLernweltNOAH fragen