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BK6 - Collage als Kunstform

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BK6 - Collage als Kunstform



BK6 - Collage als Kunstform

Collage bedeutet: Aus bereits vorhandenen Teilen entsteht durch Auswahl, Veränderung und neue Anordnung ein neues Bild. In diesem aiMOOC für die Klasse 6 untersuchst Du besonders vier Gestaltungsmittel: Ausschneiden, Überlagern, Größenwechsel und neue Bedeutungszusammenhänge. Du arbeitest mit Papier, Zeitung, Fotografien, Verpackungen und digitalen Bildern und vergleichst historische mit zeitgenössischen Collagen.


Einleitung

Eine Collage ist gleichzeitig eine künstlerische Technik und ein Kunstwerk. Der Name hängt mit dem französischen Wort coller für „kleben“ zusammen. Typisch ist, dass verschiedene Teile – zum Beispiel Zeitungsausschnitte, farbige Papiere, Fotografien, Buchstaben, Etiketten oder Verpackungsreste – zu einem neuen Ganzen verbunden werden. Entscheidend ist nicht nur, was Du verwendest, sondern wie Du die Teile auswählst, zuschneidest, überlagerst, vergrößerst oder verkleinerst und miteinander in Beziehung setzt.

Eine Collage kann lustig, rätselhaft, kritisch, poetisch oder überraschend wirken. Ein einzelnes Bildfragment besitzt zunächst eine bekannte Bedeutung. In einer neuen Umgebung kann es jedoch etwas völlig anderes aussagen. Genau dieser Bedeutungswechsel durch neuen Zusammenhang macht die Collage zu einer besonders spannenden Kunstform.

Das Video des Metropolitan Museum of Art zeigt, wie aus unterschiedlichen Papierresten und Alltagsmaterialien Schritt für Schritt eine Collage entstehen kann.


Lernziele und Differenzierung G/M/E

Niveau Das kannst Du am Ende Schwerpunkt
G – Grundniveau Du erkennst typische Collagematerialien, kannst Formen ausschneiden oder reißen, Teile überlagern und eine einfache Collage gestalten. Material erkennen, schneiden, kleben, einfache Wirkung beschreiben
M – Mittleres Niveau Du setzt Ausschneiden, Überlagern und Größenwechsel gezielt ein und erklärst, wie dadurch eine Bildwirkung entsteht. Gestaltungsmittel bewusst auswählen und begründen
E – Erweitertes Niveau Du vergleichst historische und zeitgenössische Collagen, untersuchst neue Bedeutungszusammenhänge und entwickelst eine eigene aussagekräftige analoge oder digitale Collage. Bildanalyse, Deutung, Transfer, Medienreflexion


Was ist eine Collage?

Bei einer Collage werden bereits vorhandene Materialien und Bilder nicht einfach nur gesammelt. Sie werden aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang gelöst und in einer neuen Komposition verbunden. Dadurch können Dinge nebeneinander erscheinen, die in der Wirklichkeit nicht zusammengehören: Ein riesiges Auge kann über einer winzigen Stadt schweben, eine Zeitung kann zur Haut eines Tieres werden oder ein Verpackungslogo kann wie ein Gebäude wirken.

Bei Juan Gris’ Werk Bottle of Rum and Newspaper von 1914 treffen Zeitungspapier, gezeichnete und gemalte Elemente aufeinander. Solche frühen Collagen zeigen, dass reales Papier nicht nur Bildträger, sondern selbst Teil des Kunstwerks werden kann.


Vom Papier collé zur modernen Collage

Im Kubismus begannen Künstler zu Beginn des 20. Jahrhunderts, Zeitung, Tapete und andere Papiere direkt in Bilder einzubauen. Solche Arbeiten wurden als papier collé bezeichnet. Die Grenze zwischen „gemaltem Bild“ und „echtem Material“ wurde dadurch bewusst unsicher. Ein gedruckter Buchstabe konnte gleichzeitig Schrift, Form und Fläche sein.

Juan Gris kombinierte in The Bottle of Anís del Mono von 1914 Malerei, Collage und Grafit. Du kannst daran untersuchen, wie gemalte Formen und reale eingefügte Materialien miteinander verschmelzen. Frage Dich: Welche Teile wirken wie aufgeklebt und welche wie gemalt oder gezeichnet?


Dada, Fotomontage und Alltagsreste

Im Dadaismus wurde die Collage zu einem Mittel, Gewohntes zu zerlegen und neu zusammenzusetzen. Künstlerinnen und Künstler verwendeten Zeitungsausschnitte, Reklame, Fotografien, Tickets, Schrift und Abfallmaterialien. Besonders wichtig wurde die Fotomontage, bei der Teile verschiedener Fotografien zu einem neuen Bild verbunden werden. Hannah Höch gehörte zu den bedeutenden Künstlerinnen dieser Technik.

Kurt Schwitters verband in seinen sogenannten Merz-Arbeiten unter anderem farbige und bedruckte Papiere, Karton und andere Fundstücke. Was vorher wie ein wertloser Rest wirken konnte, wurde durch Auswahl und Anordnung zu Kunst.

Diese Collage von 1925 verbindet einen Zeitungsausschnitt mit mehreren Fotoausschnitten. Untersuche, wie Text und Fotografie zusammen eine neue Bildaussage erzeugen.

Im Video des Metropolitan Museum of Art wird eine Fotocollage aus Bildausschnitten und Papiermaterialien entwickelt. Achte besonders darauf, wie ein neues Bild aus bereits vorhandenen Motiven entsteht.


Materialien: Zeitung, Verpackung, Fotografien und Papier

Eine Collage lebt von Materialunterschieden. Dünnes Zeitungspapier wirkt anders als glänzende Verpackung, eine Fotografie anders als gerissenes Tonpapier. Material besitzt deshalb nicht nur eine Oberfläche, sondern auch eine Bedeutung. Ein Preisschild erinnert an Einkaufen, ein Zeitungsausschnitt an Nachrichten, eine Verpackung an Konsum und ein Familienfoto an persönliche Erinnerung.

Material Typische Wirkung Mögliche Gestaltungsidee
Zeitung Schrift, Spalten, Schwarz-Weiß-Kontraste, Aktualität Wörter isolieren, Überschriften zerschneiden, Flächen reißen
Verpackung kräftige Farben, Logos, Muster, Konsumwelt Logos umdeuten, Karton als Form nutzen, Etiketten überlagern
Fotografie wirkt zunächst realistisch und glaubwürdig Köpfe, Räume oder Gegenstände neu kombinieren
Papier viele Farben, Stärken, Strukturen und Kanten schneiden, reißen, falten, schichten und überkleben

Hier entsteht die Wirkung besonders durch gerissene Zeitungsschichten. Die unregelmäßigen Kanten lassen die Oberfläche lebendig und bewegt erscheinen.

Diese Collage verbindet unter anderem Papier, eigene Fotografien, Visitenkarten und Verpackungsreste. Sie zeigt, wie viele Alltagsmaterialien in einer einzigen Arbeit zusammenkommen können.

Diese zeitgenössische Papiercollage von 2023 formt ein Schwein aus Zeitungsausschnitten. Die gedruckten Wörter bleiben sichtbar und werden zugleich zu Fell, Fläche und Struktur.


Vier zentrale Gestaltungsmittel


Ausschneiden und Reißen

Mit der Schere kannst Du eine Form genau begrenzen. Eine sauber ausgeschnittene Kante wirkt kontrolliert und deutlich. Reißt Du Papier, entsteht dagegen eine unregelmäßige, weichere oder wildere Kante. Beide Verfahren verändern die Wirkung des Bildfragments.

G: Schneide drei klare Formen aus und kombiniere sie mit zwei gerissenen Formen.

M: Verwende Schnitt und Riss bewusst für unterschiedliche Wirkungen, zum Beispiel „ordentlich“ gegen „chaotisch“.

E: Nutze Schnittkante und Reißkante als Bedeutungsträger, etwa um einen Gegensatz wie „Kontrolle und Freiheit“ sichtbar zu machen.


Überlagern

Beim Überlagern liegt ein Bildteil teilweise über einem anderen. Dadurch entstehen Vordergrund und Hintergrund, Verbindungen, Verdeckungen und neue Formen. Was verdeckt wird, kann genauso wichtig sein wie das, was sichtbar bleibt.

Ein Gesicht kann zum Beispiel teilweise von Zeitungstext überdeckt werden. Dann stellt sich die Frage: Wird die Person versteckt, beschrieben, beeinflusst oder sogar „zum Text“?

Bei dieser Zeitungscollage wird der Kopf aus Papierfragmenten aufgebaut. Achte darauf, welche Teile sich überdecken und wie die Schichten gemeinsam eine neue Form ergeben.


Größenwechsel

Beim Größenwechsel wird ein bekanntes Verhältnis verändert. Ein Alltagsgegenstand kann riesig erscheinen, ein Mensch winzig. Dadurch entsteht häufig Überraschung, Humor oder Irritation.

Beispiel: Eine riesige Schere über einer kleinen Stadt könnte wie ein Werkzeug, eine Bedrohung oder ein Symbol für Veränderung wirken. Die neue Bedeutung entsteht nicht allein durch das Motiv „Schere“, sondern durch den ungewohnten Maßstab und seine Beziehung zur Stadt.

G: Vergrößere ein Motiv deutlich gegenüber einem zweiten.

M: Erkläre, wie sich die Wirkung durch den Größenunterschied verändert.

E: Verwende Größenwechsel gezielt als Symbol, zum Beispiel für Macht, Angst, Bedeutung oder Wunsch.


Neue Bedeutungszusammenhänge

Das wichtigste Experiment der Collage lautet: Was passiert, wenn ich zwei Dinge zusammenbringe, die vorher nichts miteinander zu tun hatten? Durch diese neue Nachbarschaft kann eine neue Aussage entstehen.

  1. Ein Auge auf einer Uhr kann für Zeit beobachten oder Zeitdruck stehen.
  2. Ein Fisch in einem Klassenzimmer kann eine absurde Szene erzeugen oder die Idee fremd am falschen Ort ausdrücken.
  3. Ein Verpackungslogo auf einem Baum kann eine Frage zu Konsum und Umwelt auslösen.
  4. Ein winziger Mensch vor einem riesigen Smartphone kann über Medienmacht nachdenken lassen.

Eine gute Collage muss deshalb nicht realistisch sein. Sie soll Beziehungen herstellen, die zum Nachdenken anregen.


Analoge und digitale Collage

Analoge und digitale Collagen folgen ähnlichen Gestaltungsprinzipien. Der größte Unterschied liegt im Werkzeug.

Analoge Collage Digitale Collage
Papier, Zeitung, Verpackung, Ausdrucke, Fotos Bilddateien, Scans, eigene Fotos, offene Bildsammlungen
Schere, Klebstoff, Hände Auswahlwerkzeug, Freistellen, Ebenen, Masken
Überlagerung durch reales Aufkleben Überlagerung durch digitale Ebenen
Größenwechsel durch Kopieren, Ausdrucken oder Zuschneiden Größenwechsel durch Skalieren
Fehler sind oft sichtbar und werden Teil der Arbeit Schritte können häufig rückgängig gemacht werden

Diese digitale Collage von 2021 zeigt, dass das Prinzip des Zusammenfügens auch ohne Schere und Klebstoff funktioniert. Digitale Ebenen können verschoben, skaliert, transparent gemacht und neu kombiniert werden.

Der Europeana-Workshop zeigt Möglichkeiten der digitalen Collage mit frei nutzbaren Kulturerbe-Bildern. Besonders wichtig ist dabei: Verwende möglichst eigene Fotos oder Bilder mit einer passenden offenen Lizenz und beachte die notwendigen Urheberangaben.


Bildanalyse: So liest Du eine Collage

Beim Betrachten einer Collage kannst Du Schritt für Schritt vorgehen.

  1. Material finden: Welche Papiere, Fotos, Verpackungen, Texte oder digitalen Elemente erkennst Du?
  2. Schnitt untersuchen: Sind die Kanten sauber geschnitten, gerissen, weich oder hart?
  3. Schichten lesen: Welche Teile liegen vorne, welche hinten, welche werden verdeckt?
  4. Größen vergleichen: Sind die Größen realistisch oder absichtlich verändert?
  5. Beziehungen deuten: Welche Teile stehen nun nebeneinander, obwohl sie ursprünglich nicht zusammengehörten?
  6. Aussage formulieren: Welche neue Bedeutung könnte aus diesen Entscheidungen entstehen?


Sehauftrag G/M/E

Niveau Auftrag
G Nenne fünf sichtbare Bildteile und beschreibe eine Überlagerung.
M Erkläre, wie Schnittkante, Überlagerung oder Größenwechsel die Wirkung verändern.
E Deute den neuen Bedeutungszusammenhang und belege Deine Aussage mit mindestens drei sichtbaren Gestaltungsentscheidungen.


Werkstatt: Deine eigene Collage

Wähle ein Thema, das sich durch überraschende Verbindungen darstellen lässt, zum Beispiel Schule der Zukunft, Mensch und Natur, Traumstadt, Konsum, Freundschaft oder Medienwelt.

  1. Sammle Zeitungen, alte Zeitschriften, saubere Verpackungen, Papier und eigene oder frei nutzbare Fotografien.
  2. Entscheide Dich für zwei bis vier Hauptmotive.
  3. Lege die Teile zuerst ohne Klebstoff auf den Untergrund.
  4. Probiere mindestens eine sauber ausgeschnittene und eine gerissene Form.
  5. Überlagere mindestens drei Bildteile.
  6. Verändere bei mindestens einem Motiv deutlich die Größe.
  7. Stelle mindestens einen neuen Bedeutungszusammenhang her.
  8. Prüfe die Komposition aus etwas Abstand.
  9. Klebe erst fest, wenn die Anordnung Deine Bildidee unterstützt.
  10. Gib Deinem Werk einen Titel, der nicht nur beschreibt, sondern eine Deutung anregt.

Sicherheit: Verwende im Unterricht Scheren sachgerecht. Schneidemesser oder Cutter nur nach ausdrücklicher Freigabe und unter den von der Lehrkraft vorgegebenen Sicherheitsregeln.


Werkstatt-Differenzierung G/M/E

Niveau Mindestanforderung Zusatz
G Mindestens 6 Teile, 1 Überlagerung, 1 Größenwechsel, 2 Materialarten Beschreibe in drei Sätzen, was Du verändert hast.
M Mindestens 10 Teile, 3 Überlagerungen, bewusster Größenwechsel, klare Bildidee Begründe zwei Gestaltungsentscheidungen mit ihrer Wirkung.
E Analoge oder digitale Collage mit deutlicher Aussage, bewusstem Kontextwechsel und differenzierter Komposition Vergleiche Deine Arbeit mit einer historischen oder zeitgenössischen Collage und reflektiere Wirkung sowie Medienwahl.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was geschieht bei einer Collage? (Verschiedene Elemente werden zu einem neuen Ganzen verbunden) (!Ein Bild wird nur mit einer einzigen Farbe gemalt) (!Ein Foto wird unverändert ausgedruckt) (!Ein Gegenstand wird nur abgezeichnet)




Worauf verweist das französische Wort coller? (Auf das Kleben) (!Auf das Fotografieren) (!Auf das Drucken) (!Auf das Modellieren)




Was bedeutet Überlagern in einer Collage? (Ein Bildelement liegt teilweise über einem anderen) (!Alle Bildteile liegen mit großem Abstand nebeneinander) (!Alle Teile werden gleich groß gemacht) (!Das ganze Bild wird nur gezeichnet)




Welche Wirkung kann ein deutlicher Größenwechsel erzeugen? (Ein Motiv kann überraschend wichtig oder mächtig wirken) (!Alle Formen wirken automatisch realistisch) (!Die Bildteile verlieren jede Farbe) (!Der Untergrund wird unsichtbar)




Wann entsteht ein neuer Bedeutungszusammenhang? (Wenn bekannte Bildteile in eine neue Beziehung gesetzt werden) (!Wenn alle Teile genau am ursprünglichen Ort bleiben) (!Wenn nur leeres Papier verwendet wird) (!Wenn jedes Motiv einzeln betrachtet wird)




Welches Material ist typisch für eine analoge Collage? (Zeitungsausschnitte) (!Nur flüssige Wasserfarbe) (!Nur Ton ohne Papier) (!Nur ein leerer Bildschirm)




Womit werden Bildteile in einer digitalen Collage häufig übereinander angeordnet? (Mit Ebenen) (!Mit Nägeln) (!Mit Töpferdraht) (!Mit Kreidepulver)




Was ist eine Fotomontage? (Eine Collage oder Montage aus fotografischen Bildelementen) (!Ein einzelnes unbearbeitetes Foto) (!Eine Skulptur aus Stein) (!Eine Zeichnung ohne Bildvorlage)




Was ist vor dem endgültigen Kleben besonders sinnvoll? (Die Teile zunächst probeweise anzuordnen) (!Alle Teile sofort festzukleben) (!Den Untergrund zu zerreißen) (!Jedes Bildteil gleich groß zu machen)




Welche Bildquelle ist für eine digitale Schulcollage besonders geeignet? (Eigene Fotos oder passend offen lizenzierte Bilder) (!Beliebige Bilder ohne Beachtung von Rechten) (!Nur heimlich kopierte Bilder) (!Nur Bilder ohne erkennbare Quelle)





Memory

Ausschneiden klare Kante
Überlagern Schichten
Größenwechsel Maßstab verändern
Fotomontage Fotos kombinieren
Verpackung Alltagsmaterial
Ebene digitale Schicht





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Wirkung oder Funktion
Ausschneiden kontrollierte Formkante
Reißen unregelmäßige lebendige Kante
Überlagern Vordergrund und Hintergrund verbinden
Größenwechsel Größenverhältnisse bewusst verändern
Kontextwechsel neue Bedeutung durch ungewohnte Nachbarschaft






Kreuzworträtsel

Collage Wie heißt ein Kunstwerk aus neu zusammengesetzten Bild- und Materialteilen?
Schere Welches Werkzeug erzeugt beim Papier eine klare Schnittkante?
Überlagerung Wie heißt das teilweise Übereinanderlegen von Bildteilen?
Maßstab Welcher Begriff beschreibt das Größenverhältnis von Dingen?
Fotomontage Wie heißt das Kombinieren verschiedener fotografischer Bildelemente?
Papier Welches flache Material wird besonders häufig für Collagen verwendet?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Eine Collage entsteht, wenn verschiedene Bild- und Materialteile zu einem neuen

verbunden werden. Durch

kann eine Form eine klare und kontrollierte Kante erhalten. Beim

verdeckt ein Bildelement einen Teil eines anderen. Ein bewusster

kann einen Gegenstand überraschend wichtig, mächtig oder fremd erscheinen lassen. Wenn ursprünglich getrennte Motive neu zusammengebracht werden, entsteht ein neuer

. Eine Collage aus fotografischen Bildelementen wird häufig

genannt. In einer digitalen Collage werden Bildelemente oft auf verschiedenen

angeordnet. Für digitale Arbeiten eignen sich eigene Fotos oder Bilder mit einer passenden offenen

.




Offene Aufgaben


Leicht – G

  1. Materialsammlung: Sammle aus Zeitung, Papier und sauberer Verpackung zwölf unterschiedlich wirkende Stücke und sortiere sie nach Farbe, Struktur oder Schrift.
  2. Kantenexperiment: Gestalte ein kleines Blatt nur mit geschnittenen und gerissenen Papierformen und beschreibe den Unterschied der Wirkung.
  3. Überlagerungsprobe: Lege fünf Bildteile in drei verschiedenen Varianten übereinander, fotografiere die Varianten und wähle die stärkste Komposition aus.
  4. Größenwechsel: Kombiniere einen sehr großen und einen sehr kleinen Gegenstand so, dass eine überraschende Szene entsteht.


Standard – M

  1. Zeitungscollage: Gestalte eine Collage zum Thema „Meine Woche“ und verwende Bild, Schrift, Reißkante und mindestens drei Überlagerungen.
  2. Verpackung neu gedacht: Verwandle saubere Verpackungsreste in eine Fantasielandschaft, ohne die ursprüngliche Funktion der Verpackungen einfach nachzubauen.
  3. Fotomontage: Erstelle mit eigenen Fotos eine unmögliche Szene und erkläre, welche neue Bedeutung durch die Kombination entsteht.
  4. Bildvergleich: Vergleiche eine historische und eine zeitgenössische Collage aus diesem aiMOOC hinsichtlich Material, Schnitt, Überlagerung und Aussage.


Schwer – E

  1. Konsum und Umwelt: Entwickle eine Collage, in der Verpackungsbilder und Naturmotive einen kritischen Bedeutungszusammenhang bilden, und begründe Deine Entscheidungen.
  2. Digitale Collage: Erstelle mit eigenen oder offen lizenzierten Bildern eine digitale Collage mit mindestens fünf Ebenen, zwei Größenwechseln und sichtbarer Tiefenwirkung.
  3. Collage-Interview: Befrage eine Person dazu, welche Wirkung Deine Collage auf sie hat, vergleiche ihre Deutung mit Deiner Absicht und überarbeite anschließend ein Detail.
  4. Kuratorisches Mini-Projekt: Plane eine kleine Ausstellung mit drei eigenen oder im Unterricht entstandenen Collagen, formuliere einen Ausstellungstitel und kurze Wandtexte zu Technik und Bedeutung.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Gestaltung und Wirkung: Du erhältst zwei Collagen mit ähnlichen Motiven, aber unterschiedlichen Überlagerungen. Erkläre, wie die Schichtung die Wirkung verändert, und belege Deine Aussagen mit sichtbaren Details.
  2. Maßstab und Bedeutung: Entwirf eine Skizze, in der ein Größenwechsel eine klare Aussage erzeugt. Begründe, warum normale Größenverhältnisse diese Aussage weniger deutlich machen würden.
  3. Materialwahl: Entscheide für das Thema „Konsum und Umwelt“, ob Zeitung, Verpackung, Fotografie oder digitales Bildmaterial am geeignetsten ist. Begründe Deine Auswahl und nenne eine sinnvolle Kombination.
  4. Kontextwechsel: Wähle zwei Alltagsmotive, die normalerweise nicht zusammengehören, und beschreibe mindestens zwei mögliche neue Bedeutungen, die durch ihre Verbindung entstehen könnten.
  5. Analog oder digital: Vergleiche für eine geplante Collage die analoge und digitale Arbeitsweise. Entscheide Dich für eine und begründe Deine Wahl anhand von mindestens drei Gestaltungsmöglichkeiten.
  6. Bildkritik: Formuliere zu einer fremden Collage eine begründete Rückmeldung: Benenne eine starke Gestaltungsentscheidung, eine unklare Stelle und einen konkreten Verbesserungsvorschlag.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du Gestaltung nicht nur benennen, sondern bewusst anwenden und erklären kannst.

  1. Du kannst erklären, was eine Collage ist und wie aus Fragmenten ein neues Ganzes entsteht.
  2. Du kannst die Wirkung von Ausschneiden, Reißen, Überlagern und Größenwechsel an einem Bild beschreiben.
  3. Du kannst zeigen, wie durch einen neuen Zusammenhang auch eine neue Bedeutung entsteht.
  4. Du kannst typische Materialien wie Zeitung, Verpackung, Fotografie und Papier gezielt auswählen.
  5. Du kannst analoge und digitale Collageverfahren vergleichen.
  6. Du kannst eine eigene Collage planen, gestalten und Deine Entscheidungen begründen.
  7. Du kannst Bilder anderer respektvoll analysieren und Deine Deutung mit sichtbaren Merkmalen belegen.
  8. Du kannst bei digitalen Collagen eigene oder passend lizenzierte Bilder verantwortungsvoll verwenden.




OERs zum Thema

Der Wikipedia-Artikel zur Collage bietet weitere Informationen zur Geschichte, zu Techniken und verwandten Kunstformen.

Auch die Fotomontage ist ein wichtiger verwandter Bereich.

Die im aiMOOC eingebundenen Bildbeispiele stammen aus Wikimedia Commons. Prüfe bei einer eigenen Weiterverwendung immer die Lizenzangaben der jeweiligen Dateiseite.



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