BK5 - Zeichnen nach der Natur

BK5 - Zeichnen nach der Natur
Einleitung
BK5 - Zeichnen nach der Natur ist ein aiMOOC für die Klasse 5 im Fach Bildende Kunst. Du trainierst, Pflanzen, Muscheln, Steine, Federn, Früchte und Insekten so genau zu betrachten, dass aus dem Sehen eine eigene Zeichnung entsteht. Dabei geht es nicht darum, ein Foto möglichst mechanisch zu kopieren. Du lernst, Form, Proportion, Struktur, Hell-Dunkel und Besonderheiten eines Naturgegenstands zu erfassen und anschließend bewusst zu entscheiden, wie Du ihn zeichnerisch umsetzt.
Beim Naturstudium ist Dein Auge mindestens so wichtig wie Deine Hand: Du vergleichst Längen, suchst Achsen, erkennst einfache Grundformen, beobachtest Kanten, Zwischenräume und Oberflächen und prüfst Deine Zeichnung immer wieder am Gegenstand. Fehler sind dabei nützliche Hinweise. Wenn Du bemerkst, dass eine Muschel zu breit oder ein Blattstiel zu kurz geworden ist, hast Du bereits genauer gesehen als vorher.
Beobachtungsimpuls: Schau das Blatt zuerst nur an. Wo liegt die längste Achse? Welche Hälfte ist breiter? Wo verändert sich die Kontur? Welche Linien gehören zur großen Form, welche erst zu den Details?
Lernziele
Am Ende dieses aiMOOCs kannst Du die Gesamtform eines Naturgegenstands vereinfachen, wichtige Proportionen vergleichen, Strukturen gezielt untersuchen, Tonwerte mit Linien und Flächen darstellen und eine persönliche zeichnerische Entscheidung begründen. Du kannst außerdem erklären, warum genaues Beobachten nicht dasselbe ist wie bloßes Abzeichnen.
G/M/E-Differenzierung
Die Aufgaben sind für unterschiedliche Lernwege geöffnet. G steht für grundlegendes Niveau, M für mittleres Niveau und E für erweitertes Niveau. Du darfst ein höheres Niveau ausprobieren, auch wenn Du zunächst mit G beginnst.
| Niveau | Schwerpunkt | Erfolgskriterium |
|---|---|---|
| G | Große Form, klare Kontur, wenige wichtige Strukturen | Der Gegenstand ist an Form und mindestens zwei typischen Merkmalen erkennbar. |
| M | Proportionen, Achsen, Hell-Dunkel, differenzierte Strukturen | Größenverhältnisse und Oberflächenwirkung sind nachvollziehbar beobachtet. |
| E | Verkürzung, Negativformen, differenzierte Tonwerte, bewusste persönliche Umsetzung | Beobachtungsgenauigkeit und eigene zeichnerische Entscheidungen greifen sichtbar ineinander. |
Materialien und Arbeitsplatz
Für die meisten Übungen reichen Zeichenpapier, ein gespitzter Bleistift HB oder 2B, Radiergummi und Anspitzer. Für dunklere Tonwerte kannst Du zusätzlich 4B verwenden. Ein Klemmbrett oder ein festes Buch als Unterlage hilft beim Zeichnen draußen. Farbstifte sind optional, wenn Du Farbnuancen untersuchen möchtest. Richte den Gegenstand so ein, dass Du ihn ruhig betrachten kannst, und verändere Deine Sitzposition während einer Studie möglichst wenig.
Nutze Naturmaterialien verantwortungsvoll: Beobachte lebende Tiere, ohne sie einzufangen oder zu stören. Für Insekten eignen sich deshalb besonders Fotografien oder ruhige Beobachtungen auf Abstand. Sammle Pflanzen- und Naturmaterialien nur dort, wo es erlaubt ist und wo Du keine geschützten Arten oder Lebensräume beeinträchtigst.
Genau beobachten lernen
Vom ersten Blick zur zeichnerischen Untersuchung
Beginne nicht sofort mit Details. Frage Dich zuerst: Wie groß ist das Ganze? In welche Richtung zeigt es? Welche einfache Grundform steckt darin? Ein Apfel lässt sich zunächst als leicht veränderte Kugelform verstehen, ein Blatt als flache Form mit Mittelachse, ein Stein als unregelmäßiger Körper und eine Muschel oft als Form mit Spiral- oder Rippenordnung.
Eine gute Reihenfolge ist: Gesamtform → Proportion → Achse → große Teilformen → Struktur → Hell-Dunkel → ausgewählte Details. Wenn die große Form nicht stimmt, können viele kleine Details die Zeichnung nicht retten.
Die Kontur bewusst sehen
Die Kontur ist die sichtbare Begrenzung einer Form. Naturkonturen sind selten vollkommen gleichmäßig. Ein Blatt kann gezähnte, gewellte oder glatte Ränder besitzen. Eine Muschel kann Ausbuchtungen zeigen. Ein Stein hat Kanten, Rundungen und kleine Einbrüche.
Trainiere die Kontur langsam: Bewege Deinen Blick am Rand des Gegenstands entlang und zeichne mit ruhiger Hand. Schau häufiger zum Gegenstand als auf das Papier. Besonders hilfreich ist eine Blindkontur-Übung: Für kurze Zeit zeichnest Du, ohne auf Dein Blatt zu sehen. Das Ergebnis muss nicht schön sein; es trainiert die Verbindung von Auge und Hand.
Beobachtungsimpuls: Fahre die Außenform der Muschel mit dem Blick ab. Wo ist sie rund, wo spitz, wo unregelmäßig? Zeichne zuerst nur die Silhouette, noch keine Innenlinien.
Proportionen vergleichen
Proportion bedeutet Größenverhältnis. Beim Naturzeichnen vergleichst Du zum Beispiel Länge und Breite, die Größe zweier Teilformen oder Abstände zwischen markanten Punkten. Du kannst Deinen Bleistift als einfaches Messwerkzeug benutzen: Arm ausstrecken, ein Maß mit Daumen und Stift markieren und dieses Maß mit einem anderen Abstand vergleichen. Wichtig ist, dass Armhaltung und Blickpunkt gleich bleiben.
Statt „Das Blatt ist 12 Zentimeter lang“ brauchst Du beim Zeichnen oft eher Beziehungen wie „Die Breite ist ungefähr halb so groß wie die Länge“ oder „Der Stiel ist deutlich kürzer als die Blattfläche“. Solche Vergleiche helfen Dir, die Zeichnung glaubwürdig aufzubauen.
Achsen und Richtungen
Viele Naturformen besitzen eine gut sichtbare oder gedachte Hauptrichtung. Bei einem Blatt ist das oft die Mittelrippe, bei einer Feder der Kiel, bei einem länglichen Stein die Längsachse. Zeichne diese Richtung zunächst sehr leicht. Sie hilft Dir, Neigung, Bewegung und Symmetrie zu kontrollieren.
Beobachtungsimpuls: Die Feder besteht nicht einfach aus „vielen Strichen“. Suche zuerst den Kiel als Hauptachse. Vergleiche dann die beiden Seiten: Sind sie gleich breit? Wo öffnen oder überlagern sich die Federäste?
Im Video kannst Du besonders darauf achten, wie aus Form, Linie und Hell-Dunkel der Eindruck einer Feder entsteht. Übernimm nicht jeden Schritt automatisch, sondern vergleiche die Vorgehensweise mit Deinem eigenen Beobachtungsobjekt.
Negativformen als Kontrollhilfe
Eine Negativform ist der Zwischenraum um oder zwischen sichtbaren Teilen. Bei einem Zweig sind das zum Beispiel die Lücken zwischen Blättern; bei einem Käfer können es kleine Zwischenräume zwischen Beinen und Körper sein. Wenn Du diese Leerformen beobachtest, kannst Du Proportionen kontrollieren, ohne nur auf das Objekt selbst zu starren. Das ist besonders auf E-Niveau hilfreich.
Struktur, Oberfläche und Hell-Dunkel
Struktur ist mehr als Muster
Mit Struktur ist gemeint, wie eine Form aufgebaut und gegliedert erscheint. Blattadern verzweigen sich, Muscheln zeigen Rippen oder Spiralbewegungen, Steine können Risse oder Körnungen besitzen, Federn haben feine Äste, Zapfen wiederholen schuppenartige Formen. Zeichne Struktur nicht als Dekoration über eine falsche Grundform. Sie soll sich an der Form orientieren.

Beobachtungsimpuls: Welche Adern sind kräftig, welche fein? Wo verzweigen sie sich? Zeichne nur drei Strukturstufen: Hauptader, Nebenadern, wenige ausgewählte Feinadern.
Beim Blatt-Tutorial kannst Du vergleichen, wann die große Form festgelegt wird und wann Details dazukommen. Übertrage das Prinzip anschließend auf ein echtes Blatt mit anderer Form.
Wiederholung und Rhythmus
Viele Naturformen wirken durch Wiederholung, ohne streng regelmäßig zu sein. Ein Zapfen besteht aus vielen ähnlichen Schuppen, die sich überlagern. Eine Feder zeigt zahlreiche feine Äste. Bei solchen Motiven ist wichtig, den Rhythmus zu beobachten: dichter oder lockerer, größer oder kleiner, steiler oder flacher.
Zeichenstrategie: Lege beim Zapfen zuerst die Gesamtform und die Mittelachse an. Markiere danach nur wenige große Schuppenreihen. Ergänze Details erst dort, wo sie die Form besonders gut erklären.
Steine: einfache Form, schwierige Genauigkeit
Steine wirken auf den ersten Blick einfach. Gerade deshalb eignen sie sich gut zum Beobachten. Kleine Abweichungen in Kontur, Neigung und Schatten machen jeden Stein unverwechselbar. Vergleiche mehrere Steine und suche Unterschiede statt eine allgemeine „Steinform“ zu erfinden.
Mini-Studie: Wähle drei Steine. Zeichne jeden nur zwei Minuten. Notiere unter der Zeichnung ein Merkmal, das ihn von den beiden anderen unterscheidet, zum Beispiel „flache Oberkante“, „dunkler Riss“ oder „breite Schattenseite“.
Schraffur und Tonwerte
Mit Schraffur kannst Du Helligkeiten darstellen. Engere oder mehrfach übereinanderliegende Striche wirken meist dunkler, größere Abstände heller. Entscheidend ist, dass die Strichrichtung zur Form passt. Bei einer runden Frucht können gebogene Schraffuren die Wölbung unterstützen; bei einer kantigen Steinfläche können gerichtete Striche eine Ebene betonen.

Beobachtungsimpuls: Suche an Apfel und Birne je die hellste, eine mittlere und die dunkelste Zone. Beginne mit nur drei Tonwerten, bevor Du feinere Abstufungen ergänzt.
Licht, Schatten und Körperwirkung
Hell-Dunkel hilft, Volumen sichtbar zu machen. Achte auf die Lichtseite, die Schattenseite und den Schlagschatten auf der Unterlage. Drücke nicht sofort stark mit dem Bleistift. Baue Dunkelheit in mehreren Schichten auf. So kannst Du korrigieren und Übergänge genauer steuern.

Vergleiche auf dem Foto, wie sich mehrere Früchte gegenseitig überdecken. Eine Überdeckung kann Tiefe zeigen, ohne dass Du komplizierte Perspektive berechnen musst.
Naturmotive gezielt untersuchen
Pflanzen: Blatt, Blüte und Zweig
Pflanzen eignen sich besonders für das Training von Achsen, Konturen, Verzweigungen und Wiederholungen. Starte mit einem einzelnen Blatt, bevor Du einen ganzen Zweig zeichnest. Bei einer Blüte suchst Du zunächst Mittelpunkt, Hauptachsen und die Anzahl beziehungsweise Anordnung der großen Blütenblätter, statt jedes Detail sofort einzeln auszuarbeiten.
G: Zeichne die Silhouette einer Blüte und drei charakteristische Innenformen. M: Ergänze Größenverhältnisse und überlappende Blütenblätter. E: Untersuche Verkürzungen und Negativformen zwischen den Blütenblättern.
Muscheln: Spirale, Rippen und Wachstumsrichtung
Muscheln verbinden klare Gesamtformen mit komplexer Oberfläche. Suche zuerst die größte Form und eine mögliche Spiralbewegung. Danach entscheidest Du, welche Rippen wirklich nötig sind, um die räumliche Wirkung zu erklären.
G: Konzentriere Dich auf Außenkontur und zwei große Richtungen. M: Ergänze Rippen und drei Tonwerte. E: Untersuche die Spiralbewegung, Überlagerungen und feine Oberflächenwechsel.
Federn: Leichtigkeit durch Richtung
Eine Feder wirkt glaubwürdig, wenn ihre Linien aus der Form heraus wachsen. Zeichne nicht einfach viele parallele Striche. Beobachte, wie sich die Federäste vom Kiel weg orientieren, wo sie sich spreizen und wo kleine Lücken entstehen.
Persönliche Umsetzung: Du kannst die Feder sehr fein und ruhig zeichnen oder ihre Richtungen mit stärkerem Strich betonen. Wichtig ist, dass der Charakter der beobachteten Feder erhalten bleibt.
Früchte: Volumen und kleine Abweichungen
Ein Apfel ist keine perfekte Kugel und eine Birne kein fertiges Symbol. Suche Dellen, unterschiedliche Seiten, Stielansatz und Neigungen. Gerade die kleinen Abweichungen machen die Zeichnung individuell.
Vergleiche das Video mit einer echten Frucht: Welche Lösung funktioniert bei Deinem Gegenstand, welche nicht? So lernst Du, ein Tutorial als Werkzeug statt als Vorlage zu benutzen.
Insekten: Gliederung, Symmetrie und Besonderheiten
Bei Insekten helfen große Teilformen: Kopf, Brustbereich und Hinterleib sowie die Anordnung von Beinen, Fühlern und gegebenenfalls Flügeln. Viele Insekten wirken annähernd symmetrisch, aber eine natürliche Haltung ist selten vollkommen spiegelgleich. Nutze Fotos als ruhige Beobachtungsgrundlage und störe keine lebenden Tiere.
Beobachtungsimpuls: Suche beim Käfer zuerst Mittelachse und drei große Körperbereiche. Erst danach kommen Beine, Fühler und Oberflächenstruktur.
Beim Schmetterling kannst Du prüfen, wie ähnlich und wie verschieden die beiden Flügelseiten tatsächlich erscheinen. Zeichne zuerst große Flügelformen und ordne Muster anschließend der Flügelform unter.
Eine persönliche zeichnerische Umsetzung entwickeln
Genau beobachten und trotzdem selbst entscheiden
Eine Naturstudie muss nicht in jedem Bereich gleich detailliert sein. Du kannst einen Ausschnitt vergrößern, einen Bereich sehr genau ausarbeiten und einen anderen offen lassen, Linien verstärken, Tonwerte reduzieren oder eine besondere Struktur hervorheben. Die persönliche Umsetzung wird überzeugend, wenn Deine Entscheidungen aus der Beobachtung entstehen.
Mögliche Entscheidungen sind: ein ungewöhnlicher Bildausschnitt, ein Schwerpunkt auf Linien, eine reduzierte Hell-Dunkel-Skala, eine Verbindung aus genauer Zeichnung und freien Strukturen oder eine kleine Serie desselben Gegenstands aus verschiedenen Blickwinkeln.
Vier Fragen vor dem Weiterzeichnen
Halte zwischendurch kurz inne und prüfe: Stimmt die größte Form? Stimmen die wichtigsten Größenverhältnisse? Welche Struktur ist wirklich typisch? Welche Besonderheit möchte ich sichtbar machen? Diese vier Fragen helfen Dir mehr als das vorschnelle Ergänzen weiterer Details.
Vom Naturgegenstand zur eigenen Bildidee
Für eine persönliche Arbeit kannst Du zwei Schritte verbinden. Zuerst erstellst Du eine genaue Beobachtungsstudie. Danach entwickelst Du daraus eine zweite Zeichnung, in der Du bewusst veränderst. Ein Blatt kann zum Ausgangspunkt für ein Liniennetz werden, eine Muschel für eine Spiral-Komposition, eine Feder für einen Rhythmus aus Linien oder ein Käfer für eine symmetrisch aufgebaute Fantasieform. Die zweite Zeichnung soll die erste nicht ersetzen, sondern zeigen, was Du aus genauer Beobachtung weiterentwickeln kannst.
Lernweg G/M/E
G – Grundlegendes Niveau
Auf G-Niveau arbeitest Du mit einem gut überschaubaren Gegenstand wie Blatt, Stein, Apfel oder Feder. Zeichne zuerst Achse und Gesamtform, prüfe Länge und Breite und ergänze zwei bis vier typische Strukturen. Nutze höchstens drei Tonwerte. Ziel ist eine klar erkennbare, ruhig aufgebaute Naturstudie.
Mittleres Niveau
Auf M-Niveau kombinierst Du zwei Aspekte stärker: genaue Proportionen und differenzierte Oberfläche. Wähle zum Beispiel eine Muschel, einen Zapfen oder zwei überlappende Früchte. Nutze Messvergleiche, mehrere Tonwerte und gezielte Schraffuren. Begründe am Ende in drei Sätzen, welche Beobachtung Deine Zeichnung am meisten verbessert hat.
E – Erweitertes Niveau
Auf E-Niveau wählst Du ein komplexes Motiv wie Insekt, verzweigtes Blatt, Muschel mit starker Verkürzung oder eine kleine Naturgruppe. Nutze Achsen, Negativformen, Überdeckungen und differenzierte Tonwerte. Entwickle anschließend eine zweite, persönlichere Version, in der Du eine beobachtete Besonderheit bewusst verstärkst, ohne den Charakter des Gegenstands zu verlieren.
Selbstfeedback vor der Abgabe
Lege Original und Zeichnung nebeneinander. Decke einzelne Bereiche Deiner Zeichnung kurz mit einem Blatt Papier ab und prüfe die verbleibenden Formen. Drehe die Zeichnung für einen Moment auf den Kopf: So erkennst Du Größenverhältnisse oft neu. Markiere anschließend mit kleinen Notizen eine Stelle, die besonders genau beobachtet ist, und eine Stelle, die Du noch verbessern würdest.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was solltest Du bei einer Naturstudie zuerst untersuchen? (Die Gesamtform und ihre großen Proportionen) (!Die kleinsten Oberflächendetails) (!Die Beschriftung des Gegenstands) (!Die spätere Rahmung)
Was bedeutet Proportion beim Zeichnen? (Das Größenverhältnis von Formen und Abständen) (!Die Härte des Bleistifts) (!Die Farbe des Zeichenpapiers) (!Die Anzahl der Radiergummis)
Wozu dient eine leicht gezeichnete Hauptachse? (Sie hilft Richtung und Aufbau einer Form zu kontrollieren) (!Sie ersetzt alle späteren Konturen) (!Sie macht jede Form vollkommen symmetrisch) (!Sie bestimmt automatisch den Schatten)
Was ist eine Negativform? (Ein sichtbarer Zwischenraum um oder zwischen Formen) (!Eine besonders dunkle Schraffur) (!Eine misslungene Zeichnung) (!Eine unsichtbare Rückseite des Papiers)
Wie entsteht beim Schraffieren ein dunklerer Tonwert? (Durch dichtere oder überlagerte Striche) (!Durch immer längere Konturen) (!Durch Weglassen aller Linien) (!Durch Drehen des Papiers)
Warum sollte Struktur erst nach der großen Form kommen? (Weil Details eine falsche Gesamtform nicht ausgleichen) (!Weil Struktur nur bei Insekten vorkommt) (!Weil Details grundsätzlich verboten sind) (!Weil große Formen nur mit Farbe gezeichnet werden)
Welche Beobachtung hilft besonders beim Zeichnen einer Feder? (Die Richtung der Federäste vom Kiel weg) (!Die Anzahl der Blätter am Baum) (!Die Farbe des Zeichenbretts) (!Die Größe des Klassenraums)
Was ist bei einer Zeichnung eines lebenden Insekts sinnvoll? (Das Tier nicht zu stören und gegebenenfalls ein Foto zu nutzen) (!Das Tier für lange Zeit festzuhalten) (!Das Tier nur aus Erinnerung zu erfinden) (!Das Tier mit starken Lampen zu verfolgen)
Woran erkennst Du eine persönliche zeichnerische Umsetzung? (An bewussten Entscheidungen, die aus der Beobachtung entwickelt sind) (!An möglichst vielen zufälligen Details) (!An der exakten Kopie eines Tutorials) (!An der Verwendung von nur einem Bleistift)
Welche Kontrollfrage ist beim Naturzeichnen besonders hilfreich? (Stimmen die wichtigsten Größenverhältnisse) (!Ist jede Linie gleich dunkel) (!Habe ich jede Fläche vollständig gefüllt) (!Ist mein Motiv exakt in der Blattmitte)
Memory
| Kontur | Außenbegrenzung |
| Proportion | Größenverhältnis |
| Achse | Hauptrichtung |
| Schraffur | Tonwertlinien |
| Negativform | Zwischenraum |
| Struktur | Formgliederung |
| Schlagschatten | Schattenfläche |
| Besonderheit | individuelles Merkmal |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Naturmotiv |
|---|---|
| Mittelrippe | Blatt |
| Spiralbewegung | Muschel |
| Federkiel | Feder |
| Körpergliederung | Käfer |
| Wölbung | Apfel |
Kreuzworträtsel
| Kontur | Wie heißt die sichtbare Außenbegrenzung einer Form? |
| Proportion | Welcher Begriff bezeichnet das Größenverhältnis von Teilen? |
| Schraffur | Wie heißt eine Zeichentechnik mit Linien zur Darstellung von Tonwerten? |
| Struktur | Welcher Begriff beschreibt die sichtbare Gliederung und den Aufbau einer Oberfläche? |
| Schatten | Was entsteht auf der lichtabgewandten Seite oder auf der Unterlage? |
| Beobachtung | Welcher Vorgang steht beim Zeichnen nach der Natur am Anfang? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Blattstudie: G – Sammle oder beobachte ein geeignetes Blatt und zeichne zuerst nur Achse und Kontur. Ergänze anschließend drei typische Strukturen.
- Steinzeichnung: G – Suche drei unterschiedliche Steine, zeichne jeden zwei Minuten lang und notiere jeweils ein besonderes Formmerkmal.
- Federstudie: G – Zeichne eine Feder mit Kiel, Außenform und wenigen Richtungsgruppen. Verwende noch keine feine Textur.
- Fruchtzeichnung: G – Zeichne einen Apfel oder eine Birne mit drei Tonwerten und achte besonders auf Wölbung und Schlagschatten.
Standard
- Muschelstudie: M – Zeichne eine Muschel in zwei Ansichten und vergleiche, wie sich Proportion und Spiralwirkung verändern.
- Pflanzenzeichnung: M – Zeichne einen kleinen Zweig mit mindestens drei Blättern und nutze Negativformen zur Kontrolle der Abstände.
- Naturstillleben: M – Ordne eine Frucht, einen Stein und ein Blatt zu einer kleinen Gruppe und zeichne Überdeckungen sowie gemeinsame Schatten.
- Strukturvergleich: M – Erstelle eine Doppelseite mit zwei stark unterschiedlichen Oberflächen, zum Beispiel Muschel und Feder, und entwickle für jede eine passende Schraffur.
Schwer
- Insektenstudie: E – Nutze eine gute Fotografie eines Käfers oder Schmetterlings und untersuche Achse, Gliederung, Symmetrieabweichungen und mindestens ein besonderes Detail.
- Naturserie: E – Zeichne denselben Naturgegenstand aus drei Blickwinkeln. Zeige, welche Merkmale konstant bleiben und welche sich verändern.
- Vergrößerung: E – Wähle einen kleinen Ausschnitt einer Naturform und vergrößere ihn stark. Entwickle aus der genauen Struktur eine eigenständige grafische Komposition.
- Persönliche Zeichensprache: E – Erstelle zuerst eine genaue Naturstudie und danach eine zweite Version, in der Du Linienrhythmus, Ausschnitt oder Hell-Dunkel bewusst veränderst. Begründe Deine Entscheidung schriftlich.


Lernkontrolle
- Proportionsanalyse: Du erhältst zwei Zeichnungen desselben Blattes. Erkläre anhand von mindestens drei Beobachtungskriterien, welche Zeichnung die Proportionen überzeugender erfasst und wie die andere verbessert werden könnte.
- Zeichenstrategie: Plane in sechs Arbeitsschritten, wie Du eine komplizierte Muschel zeichnen würdest. Begründe, warum Deine Reihenfolge vom Großen zum Kleinen führt.
- Strukturtransfer: Vergleiche Feder und Zapfen. Entwickle für beide unterschiedliche Linienstrategien und begründe, wie die jeweilige Strichrichtung den Charakter der Oberfläche unterstützt.
- Lichtanalyse: Ein Apfel wirkt in einer Zeichnung flach. Beschreibe drei mögliche Ursachen in Bezug auf Tonwerte, Schatten und Kontur und schlage konkrete Verbesserungen vor.
- Beobachtung und Gestaltung: Erkläre, wie eine Zeichnung gleichzeitig genau beobachtet und persönlich gestaltet sein kann. Nutze ein selbst gewähltes Naturmotiv als Beispiel.
- Motivwechsel: Übertrage die Methode Achse – Proportion – Struktur – Tonwert auf ein Naturmotiv, das im Kurs noch nicht vorkam. Zeige, welche Schritte gleich bleiben und welche angepasst werden müssen.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu BK5 - Zeichnen nach der Natur ist wichtig, dass Du nicht nur ein fertiges Bild zeigst, sondern Deinen Beobachtungs- und Entwicklungsprozess sichtbar machst.
- Beobachtungsstudie: Eine Zeichnung nach einem realen Naturgegenstand oder einer geeigneten Fotografie mit erkennbar geprüfter Gesamtform und Proportion.
- Strukturstudie: Eine zweite Arbeit, in der Oberflächenstruktur, Linienrhythmus oder Hell-Dunkel gezielt untersucht werden.
- G/M/E-Differenzierung: Eine kurze Kennzeichnung, auf welchem Niveau Du gearbeitet hast und welche zusätzliche Herausforderung Du gewählt hast.
- Persönliche Umsetzung: Eine weiterentwickelte Zeichnung, die aus genauer Beobachtung eine eigene gestalterische Entscheidung ableitet.
- Reflexion: Drei bis fünf Sätze dazu, was Du zuerst falsch eingeschätzt, anschließend genauer beobachtet und schließlich zeichnerisch verändert hast.
- Fachbegriffe: Sichere Verwendung von Kontur, Proportion, Achse, Struktur, Schraffur, Tonwert und Negativform.
OERs zum Thema
Verknüpfte Lernbereiche
Die wichtigsten Lernbereiche dieses aiMOOCs verbinden genaues Beobachten, zeichnerische Grundtechniken und eigene Gestaltung. Von der Gesamtform ausgehend prüfst Du Proportionen und Achsen, untersuchst Strukturen und Tonwerte und entwickelst anschließend eine persönliche Bildidee.
aiMOOC-Projekte
MOOCwiki · Deutsch
Nach dem Lernen ist vor dem Lernen
Entdecke direkt den nächsten Lernkurs. Weitere Inhalte erscheinen, wenn Du weiter nach unten scrollst.
Zur MOOCwiki-HauptseiteMediathek wird aus dem Wiki geladen ...
Keine passenden Inhalte gefunden. Bitte ändere Suche oder Filter.
NEWSLernweltNOAH fragen