Zum Inhalt springen

BK5 - Monotypie – jedes Bild ein Original

Aus MOOCsWiki Staging
aiMOOC-Siegel

BK5 - Monotypie – jedes Bild ein Original



BK5 - Monotypie – jedes Bild ein Original


Einleitung

Bei der Monotypie entsteht ein Druckbild durch das Übertragen feuchter Farbe von einer glatten Fläche auf Papier. Das Besondere: Die Bildanlage auf der Platte ist nur für diesen Druck vorhanden. Deshalb ist der kräftige erste Abzug ein Unikat. Ein schwächerer zweiter Abdruck, oft Geisterdruck genannt, kann noch Farbreste aufnehmen, sieht aber bereits anders aus.

In diesem aiMOOC für Klasse 5 probierst Du die Monotypie praktisch aus. Du untersuchst, was Du bewusst steuern kannst und wo Zufall ins Spiel kommt. Du lernst, unerwartete Spuren nicht sofort als Fehler zu bewerten, sondern als mögliche Gestaltungsideen zu untersuchen. So verbindest Du Malerei, Zeichnung und Druckgrafik in einem experimentellen Verfahren.

Achte beim Betrachten darauf, wie helle und dunkle Flächen, verwischte Spuren und klare Konturen zusammenwirken. Bei einer Monotypie muss nicht jede Form vorher feststehen: Gerade Übergänge, Abdrücke und Unregelmäßigkeiten können den Ausdruck eines Bildes prägen.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, warum eine Monotypie ein einmaliges Druckbild ist. Du kannst einen einfachen Druckprozess sicher durchführen, unterschiedliche Werkzeuge erproben und beschreiben, wie Farbmenge, Druck, Bewegung, Maske und Werkzeugspur das Ergebnis verändern. Du kannst außerdem zwischen Zufall und bewusster Steuerung unterscheiden und unerwartete Ergebnisse begründet weiterentwickeln.

Niveau Das schaffst Du Typischer Lernweg
G – Grundniveau Du stellst einen einfachen Monotypie-Abzug her, benennst wichtige Arbeitsschritte und beschreibst mindestens eine überraschende Bildwirkung. Einfarbig oder zweifarbig arbeiten, wenige Werkzeuge benutzen, Prozesskarten befolgen.
M – Mittleres Niveau Du planst mehrere Variablen wie Farbauftrag, Werkzeugspur und Druckstärke und vergleichst zwei Ergebnisse. Eine kleine Versuchsreihe mit bewusst veränderten Bedingungen durchführen und auswerten.
E – Erweitertes Niveau Du entwickelst eine eigene Bildidee, kombinierst Zufall und Steuerung gezielt und begründest gestalterische Entscheidungen. Mehrschichtig arbeiten, Geisterdruck oder Überarbeitung einbeziehen und die Rolle des Unerwarteten reflektieren.


Was ist eine Monotypie?

Das Wort mono bedeutet „einzig“ oder „allein“. Bei der Monotypie wird nicht wie beim Holzschnitt oder Linolschnitt eine feste Druckform hergestellt, mit der viele nahezu gleiche Abzüge möglich sind. Stattdessen malst, rollst, tupfst oder zeichnest Du mit feuchter Farbe auf einer glatten Platte. Dann legst Du Papier auf und überträgst die Farbe durch Druck.

Für den Kunstunterricht eignen sich beispielsweise Kunststoffplatten, feste Folien oder dafür vorgesehene Gel-Druckplatten. Welche Farbe und welche Unterlage verwendet werden, entscheidet die Lehrkraft passend zum Material. Wasserbasierte Druckfarben, Tempera- oder Gouachefarben sind für viele Schulversuche geeignet. Glas und scharfkantige Werkzeuge gehören nicht in selbstständige Schülerexperimente.

Wichtig ist: Beim Abheben des Papiers entsteht oft eine Spiegelung der Bildanlage. Schrift erscheint deshalb in vielen Verfahren seitenverkehrt. Genau das kannst Du als Experiment nutzen.


Ein kurzer Blick in die Kunstgeschichte

Monotypie ist keine neue Erfindung. Bereits im 17. Jahrhundert wurden einmalige Druckbilder auf glatten Platten entwickelt. Im 19. Jahrhundert experimentierte Edgar Degas intensiv mit dem Verfahren. Er nutzte unter anderem schwarze Druckfarbe, farbige Drucke und Überarbeitungen mit Pastell. Dadurch entstanden Bilder, in denen Zeichnung, Fläche, Licht und zufällige Spuren eng zusammenwirken.


Werkzeuge und Materialien

Für eine einfache Monotypie brauchst Du nur wenige Dinge. Entscheidend ist nicht eine große Materialsammlung, sondern wie bewusst Du mit den Werkzeugen Spuren erzeugst.

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:

Eine Walze verteilt Farbe schnell und kann eine gleichmäßige Fläche erzeugen. Du kannst aber auch absichtlich ungleichmäßig walzen. Ein Pinsel setzt Linien und Flecken. Ein Schwämmchen tupft Strukturen. Wattestäbchen oder die stumpfe Rückseite eines Pinsels können Farbe wieder wegnehmen. Ein Stück Karton kann schieben, kratzen oder Kanten bilden. Papiermasken oder Schablonen halten bestimmte Bereiche frei.

Paletten- und Malmesser sind typische Werkzeuge zum Mischen und Verteilen von Farbe. In Klasse 5 verwendest Du nur Werkzeuge, die von der Lehrkraft freigegeben wurden. Für Spuren reichen auch sichere, stumpfe Alternativen wie Kartonkanten, Kunststoffspatel oder Pinselstiele.


Sicher und sauber arbeiten

Arbeite mit abwaschbaren, für den Unterricht geeigneten Farben und schütze den Arbeitsplatz. Nimm nur wenig Farbe: Zu viel Farbe kann Details zusetzen, zu wenig Farbe kann sehr blass drucken. Fasse Dir während des Arbeitens nicht ins Gesicht und wasche nach dem Drucken die Hände. Benutze keine scharfen Gegenstände und keine ungesicherten Glasplatten.


Der Grundprozess

Die Monotypie lebt von einem einfachen Ablauf, bei dem viele kleine Entscheidungen möglich sind.

Schritt Was Du tust Was Du beobachten kannst
Platte vorbereiten Lege eine saubere, glatte Druckfläche bereit. Staub oder alte Farbreste können als unerwartete Spuren sichtbar werden.
Farbe auftragen Rolle, streiche oder tupfe eine dünne Farbschicht auf. Gleichmäßiger Auftrag wirkt anders als fleckiger Auftrag.
Bild gestalten Füge Farbe hinzu oder nimm sie mit sicheren Werkzeugen weg. Linien, Flächen, Punkte, Kanten und Texturen entstehen.
Papier auflegen Lege das Papier vorsichtig auf die feuchte Farbe. Verschieben kann zu Doppelkonturen oder Wischspuren führen.
Druck geben Reibe oder drücke gleichmäßig oder bewusst unterschiedlich stark. Stärkerer Druck überträgt häufig mehr Farbe.
Abziehen Hebe das Papier langsam an einer Ecke an. Jetzt wird das Ergebnis erstmals vollständig sichtbar.
Auswerten Vergleiche Plan, Platte und Druck. Welche Wirkung war geplant, welche überraschend?


Interaktive Prozesskarte 1: Vom Farbauftrag zum Original

Ordne die Prozesskarten in eine sinnvolle Reihenfolge. Handlung
Druckplatte vorbereiten Saubere glatte Fläche bereitlegen
Farbe auftragen Dünne Farbschicht rollen streichen oder tupfen
Spuren gestalten Farbe hinzufügen wegnehmen oder strukturieren
Papier auflegen Papier vorsichtig auf die feuchte Fläche legen
Druck ausüben Papier mit Hand oder geeignetem Werkzeug anreiben
Abzug betrachten Papier abheben und Ergebnis untersuchen




Zufall und bewusste Steuerung

Bei einer Monotypie kannst Du vieles planen, aber nicht alles genau vorhersagen. Genau darin liegt ein besonderer Reiz. Steuerung bedeutet, dass Du eine Bedingung bewusst festlegst. Zufall bedeutet nicht, dass „gar nichts geplant“ ist. Zufällige oder schwer vorhersehbare Wirkungen entstehen innerhalb Deiner gewählten Bedingungen.

Gestaltungsfaktor Eher bewusst steuerbar Mögliche Überraschung
Farbmenge Du entscheidest, wie viel Farbe auf die Platte kommt. Farbe quetscht seitlich heraus oder bleibt stellenweise schwach.
Druck Du drückst gleichmäßig oder betont an bestimmten Stellen. Kleine Unterschiede der Handbewegung verändern den Abdruck.
Werkzeug Du wählst Walze, Pinsel, Schwamm, Maske oder Kartonkante. Materialkanten erzeugen unerwartete Texturen.
Bewegung Du entscheidest, ob Platte und Papier ruhig liegen. Ein kleines Verrutschen kann Doppelspuren erzeugen.
Farbmischung Du setzt bestimmte Farben nebeneinander oder übereinander. Beim Drucken mischen sich Übergänge anders als erwartet.

Ein unerwartetes Ergebnis ist deshalb nicht automatisch ein Fehler. Frage zuerst: Was sehe ich? Welche Wirkung entsteht? Passt diese Wirkung zu meiner Bildidee? Kann ich sie weiterverwenden? Diese Fragen helfen Dir, künstlerisch zu entscheiden.


Interaktive Prozesskarte 2: Zufall oder Steuerung?

Ordne die passende Denkweise zu. Prozessentscheidung
Bewusste Steuerung Eine Papiermaske hält einen Bereich gezielt frei
Beobachteter Zufall Eine unerwartete Wischspur entsteht beim Abheben
Bewusste Steuerung Nur eine Ecke wird mit stärkerem Druck angerieben
Beobachteter Zufall Zwei Farben bilden an ihrer Grenze eine neue unregelmäßige Mischung
Bewusste Weiterarbeit Eine überraschende Form wird im nächsten Druck absichtlich wieder aufgegriffen
Reflexion Plan und Ergebnis werden miteinander verglichen




Zwei Grundideen: Farbe hinzufügen und Farbe wegnehmen

Bei der additiven Arbeitsweise beginnst Du mit einer eher leeren Platte und fügst Farbe gezielt hinzu. Du kannst malen, tupfen oder rollen. Bei der subtraktiven Arbeitsweise beginnst Du mit einer eingefärbten Fläche und nimmst Farbe wieder weg. Dazu eignen sich Wattestäbchen, Schwämme, Kartonkanten oder stumpfe Pinselstiele.

Du kannst beide Arbeitsweisen kombinieren: erst eine Fläche walzen, dann helle Linien herausnehmen und anschließend einzelne dunkle Stellen wieder ergänzen. So entstehen mehrere Tonwerte und eine größere Bildtiefe.


Farbe als Experiment

Farbe ist bei der Monotypie nicht nur „zum Ausmalen“ da. Sie kann Flächen trennen, Stimmungen erzeugen, Blickrichtungen lenken und beim Überdrucken neue Mischungen bilden.

Datei:RYB color model.png

Für erste Versuche reichen zwei oder drei Farben. Rot und Gelb können sich zu Orange mischen, Gelb und Blau zu Grün, Blau und Rot zu Violett. In echten Druckversuchen hängen die Mischungen zusätzlich von Pigmenten, Deckkraft, Farbmenge und Untergrund ab. Deshalb ist ein Farbversuch immer auch eine Beobachtungsaufgabe.


Farblabor für Klasse 5

Versuch Deine Entscheidung Beobachtungsfrage
Einfarbig Nutze nur eine Farbe und erzeuge Unterschiede durch Auftragen und Wegnehmen. Wie entstehen Hell und Dunkel ohne zweite Farbe?
Zweifarbig nebeneinander Lege zwei Farben mit einer Kontaktkante an. Wo bleiben sie getrennt und wo mischen sie sich?
Zweifarbig übereinander Drucke nach dem Trocknen oder nach Anweisung der Lehrkraft eine zweite Farbschicht. Welche neue Farbwahrnehmung entsteht?
Farbrest Nutze die Restfarbe für einen Geisterdruck. Wie verändert geringere Farbmenge die Stimmung?
Datei:Clevelandart 1966.177.jpg

Die farbige Monotypie zeigt, wie breite Farbfelder, weiche Übergänge und unklare Grenzen eine Landschaft eher andeuten als exakt beschreiben können. Das ist ein guter Anlass, über die Frage nachzudenken: Muss ein Bild alles genau zeigen, um eine Stimmung auszulösen?

Datei:Landscape With Smokestacks.jpg

Hier wurde eine Monotypie zusätzlich mit Pastell weiterbearbeitet. Auch Du kannst nach dem Trocknen überlegen, ob ein Druck fertig ist oder ob wenige ergänzende Linien, Flächen oder Collageelemente die Bildidee verstärken. Entscheidend ist, dass Du begründen kannst, warum Du weiterarbeitest.


Spiegelung, Druckstärke und Geisterdruck

Beim Übertragen der Farbe kehrt sich die Bildanlage häufig links und rechts um. Ein einfacher Test ist ein Pfeil oder ein einzelner Buchstabe auf der Platte. Nach dem Druck kannst Du prüfen, was sich verändert hat.

Nach dem ersten Abzug bleiben oft Farbreste auf der Platte. Ein zweiter Druck kann einen schwächeren Geisterdruck ergeben. Er ist kein identisches Doppel des ersten Blattes. Gerade Unterschiede zwischen erstem und zweitem Abzug sind für die Reflexion spannend.

Beobachtung Mögliche Ursache Nächste Idee
Sehr blasser Druck Zu wenig Farbe oder zu wenig Druck Beim nächsten Versuch nur eine Bedingung verändern
Flächen laufen zusammen Viel Farbe oder starker Druck Weniger Farbe einsetzen oder Freiflächen schaffen
Papier zeigt Wischspuren Papier wurde bewegt Bewegung verhindern oder gezielt als Effekt einsetzen
Einzelne Stellen fehlen Ungleichmäßiger Kontakt Druck dort verstärken oder die Lücke bewusst nutzen
Überraschende Mischfarbe Farben haben sich beim Kontakt vermischt Mischung dokumentieren und gezielt wiederholen


Experimentierwerkstatt: drei Druckbilder, drei Entscheidungen

Erstelle eine kleine Serie von drei Monotypien. Ändere jeweils nur wenige Bedingungen, damit Du erkennen kannst, was die Veränderung bewirkt.

Blatt Schwerpunkt Pflichtentscheidung Reflexionsfrage
Druck A Zufall zulassen Nutze eine ungewohnte Spur wie Tupfen, Abklatschen oder eine unregelmäßige Kartonkante. Welche interessante Wirkung entstand, die Du nicht geplant hattest?
Druck B Steuerung erhöhen Plane vor dem Drucken zwei Formen, einen hellen Bereich und einen dunklen Bereich. Welche Teile des Plans sind im Druck erkennbar?
Druck C Zufall weiterentwickeln Wähle eine Überraschung aus Druck A oder B und setze sie jetzt absichtlich ein. Wann wurde aus Zufall eine bewusste Gestaltungsidee?


G/M/E-Differenzierung in der Experimentierwerkstatt

Niveau Aufgabe Reflexion
G Arbeite einfarbig mit Walze und einem zusätzlichen Werkzeug. Erzeuge mindestens drei verschiedene Spuren. Benenne eine gesteuerte und eine überraschende Wirkung.
M Arbeite mit zwei Farben und zwei Werkzeugen. Verändere beim zweiten Druck genau eine wichtige Bedingung. Vergleiche die beiden Ergebnisse mit passenden Fachbegriffen.
E Entwickle eine dreiteilige Serie mit Schichtung, Maske, Geisterdruck oder gezielter Überarbeitung. Begründe, wie Du ein unerwartetes Ergebnis erkannt, bewertet und bewusst weiterentwickelt hast.


Bildgespräch: genau hinschauen statt schnell bewerten

Beim Betrachten einer Monotypie hilft eine feste Reihenfolge. Zuerst beschreibst Du, was wirklich sichtbar ist. Dann untersuchst Du Spuren, Farben, Flächen, Kontraste und Bildaufbau. Danach deutest Du mögliche Wirkungen. Erst am Ende bewertest Du, welche Entscheidungen besonders überzeugend sind.

Eine hilfreiche Satzstruktur ist: „Ich sehe … . Das könnte durch … entstanden sein. Dadurch wirkt … . Beim nächsten Druck würde ich … .“ So wird aus einem Bauchgefühl eine begründete Bildreflexion.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was macht eine Monotypie besonders? (Der kräftige Hauptabzug ist ein einzigartiges Druckbild) (!Jeder Abzug muss vollkommen gleich aussehen) (!Die Druckplatte wird immer tief eingeschnitten) (!Nur digitale Farben dürfen verwendet werden)




Worauf wird die Farbe bei einer einfachen Monotypie zuerst gestaltet? (Auf einer glatten Druckfläche) (!Nur direkt auf einer Leinwand) (!Nur auf einer Holzskulptur) (!Nur auf einer Wand)




Was kann beim Übertragen des Bildes auf Papier passieren? (Die Bildanlage erscheint seitenverkehrt) (!Das Papier wird automatisch durchsichtig) (!Alle Farben werden schwarz) (!Das Bild wird immer doppelt so groß)




Was bedeutet subtraktives Arbeiten bei der Monotypie? (Farbe wird von einer eingefärbten Fläche weggenommen) (!Papier wird in kleine Stücke gerissen) (!Nur neue Farbe wird hinzugefügt) (!Das Bild wird am Computer gelöscht)




Welche Aussage beschreibt bewusste Steuerung? (Eine Maske wird gezielt an einer bestimmten Stelle eingesetzt) (!Jede Überraschung wird sofort als Fehler verworfen) (!Das Papier wird ohne Beobachtung irgendwo hingelegt) (!Es wird grundsätzlich ohne Entscheidung gearbeitet)




Was ist ein Geisterdruck? (Ein schwächerer weiterer Abdruck aus verbliebenen Farbresten) (!Ein Druck mit unsichtbarer Tinte) (!Ein vollständig identischer Serienabzug) (!Ein Bild ohne Papier)




Warum ist ein unerwartetes Ergebnis nicht automatisch ein Fehler? (Es kann eine interessante Wirkung erzeugen und weiterentwickelt werden) (!Es muss immer übermalt werden) (!Es beweist, dass keine Gestaltung stattgefunden hat) (!Es darf nicht betrachtet werden)




Welche Veränderung eignet sich für einen guten Vergleich zweier Drucke? (Nur eine wichtige Bedingung gezielt verändern) (!Alle Bedingungen gleichzeitig verändern) (!Den ersten Druck nicht ansehen) (!Die verwendeten Materialien nicht notieren)




Welche Aufgabe hat eine Walze beim Drucken? (Sie kann Farbe auf der Druckfläche verteilen) (!Sie schneidet automatisch Motive aus) (!Sie trocknet Papier mit heißer Luft) (!Sie misst die Bildgröße digital)




Was gehört zu einer guten Reflexion des Gestaltungsprozesses? (Plan Ergebnis und unerwartete Wirkungen miteinander vergleichen) (!Nur sagen ob das Bild schön ist) (!Alle Zufallsspuren ignorieren) (!Nur die verwendeten Farbnamen aufzählen)





Memory

Monotypie einmaliges Druckbild
Druckplatte glatte Arbeitsfläche
Walze verteilt Farbe
Geisterdruck schwächerer weiterer Abdruck
Maske hält Bereiche frei
Spiegelung seitenverkehrte Bildwirkung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Prozess
Farbauftrag Farbe dünn auf die Platte bringen
Spurengestaltung Farbe hinzufügen wegnehmen oder strukturieren
Papierkontakt Papier vorsichtig auf die feuchte Bildfläche legen
Druckübertragung Papier gezielt anreiben oder andrücken
Abheben Papier langsam von der Platte lösen
Reflexion Plan Überraschung und Ergebnis vergleichen





Kreuzworträtsel

Monotypie Wie heißt das Druckverfahren bei dem ein einzigartiges Hauptbild entsteht?
Walze Welches Werkzeug verteilt Farbe rollend auf einer Fläche?
Abdruck Wie nennt man ein Bild das durch Übertragen von Farbe entsteht?
Spiegelung Wie heißt die links rechts umgekehrte Wirkung beim Druck?
Zufall Welcher Begriff bezeichnet eine nicht vollständig vorhersehbare Wirkung?
Steuerung Welcher Begriff bezeichnet eine bewusst geplante Einflussnahme?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Bei der Monotypie wird feuchte Farbe von einer glatten

auf Papier übertragen.
Der erste kräftige Abzug ist in der Regel ein

.
Beim Drucken kann die Bildanlage als

erscheinen.
Beim additiven Arbeiten wird Farbe gezielt

.
Beim subtraktiven Arbeiten wird Farbe gezielt

.
Ein schwächerer weiterer Abdruck aus Farbresten heißt

.
Eine bewusst gesetzte Maske ist ein Beispiel für

.
Eine unerwartete Spur kann als gestalterischer

untersucht werden.
Eine gute Reflexion vergleicht den Plan mit dem sichtbaren

.




Offene Aufgaben


Leicht – G-Niveau

  1. Spurensammlung: Erzeuge auf einer Testplatte mit Walze, Schwamm, Wattestäbchen und Kartonkante vier verschiedene Spuren. Drucke sie ab und beschrifte Dein Blatt mit passenden Fachbegriffen.
  2. Einfarbige Monotypie: Gestalte ein Bild nur mit einer Farbe. Nutze helle und dunkle Bereiche, indem Du Farbe aufträgst und wieder wegnimmst.
  3. Spiegeltest: Baue einen Pfeil, ein einfaches Symbol und einen Buchstaben in eine Monotypie ein. Vergleiche die Anordnung auf der Platte mit dem Druck.
  4. Zufallsfund: Wähle eine überraschende Spur aus Deinem Druck und schreibe drei Sätze dazu, wie sie entstanden sein könnte und welche Wirkung sie hat.


Standard – M-Niveau

  1. Farbduo: Erstelle zwei Monotypien mit denselben zwei Farben. Verändere beim zweiten Druck nur die Reihenfolge oder die Druckstärke und vergleiche die Wirkung.
  2. Maskenbild: Schneide einfache Papierformen als Masken aus und nutze sie, um klare freie Flächen mit unregelmäßigen Farbspuren zu verbinden.
  3. Druckvergleich: Plane zwei fast gleiche Drucke. Verändere genau eine Variable wie Farbmenge, Werkzeug oder Druck und dokumentiere den Unterschied.
  4. Bildgespräch: Tausche Deinen Druck mit einer Partnerin oder einem Partner. Beschreibt zuerst nur Sichtbares und besprecht danach mögliche Ursachen und Wirkungen.


Schwer – E-Niveau

  1. Zufall wird Plan: Erzeuge zunächst bewusst eine offene Versuchssituation. Wähle danach eine zufällige Wirkung aus und entwickle einen zweiten Druck, in dem Du genau diese Wirkung gezielt wieder aufgreifst.
  2. Druckserie: Gestalte eine Serie aus drei zusammengehörigen Monotypien zum Thema „Bewegung“. Halte Farbwahl und Format konstant, variiere aber Spur und Druck.
  3. Geisterdruck weiterdenken: Nutze einen schwächeren zweiten Abdruck als Ausgangspunkt für eine zurückhaltende Überarbeitung mit Zeichnung, Pastell oder Collage. Begründe jede Ergänzung.
  4. Kuratorisches Statement: Wähle aus mindestens drei eigenen Arbeiten ein Blatt für eine Ausstellung aus. Verfasse einen kurzen Ausstellungstext darüber, wie Steuerung, Zufall und unerwartete Ergebnisse in diesem Werk zusammenwirken.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transfer: Wetterbild: Du sollst mit Monotypie „stürmisches Wetter“ gestalten, ohne Wolken oder Regen gegenständlich zu zeichnen. Erkläre, welche Spuren, Farbkontraste und Druckbewegungen Du einsetzen würdest und warum.
  2. Fehler oder Chance: In einem Druck ist das Papier leicht verrutscht und es entstanden Doppelkonturen. Entscheide begründet, ob Du das Blatt verwerfen, weiterbearbeiten oder die Wirkung in einer Serie wiederholen würdest.
  3. Versuchsplanung: Zwei Drucke unterscheiden sich stark, aber Farbmenge, Papier, Druckstärke und Werkzeug wurden gleichzeitig verändert. Erkläre, warum der Vergleich wenig aussagekräftig ist, und plane einen besseren Versuch.
  4. Bildanalyse: Ein Druck besitzt eine große ruhige Fläche und eine kleine stark strukturierte Zone. Beschreibe mindestens zwei mögliche Wirkungen dieser Verteilung und leite eine Idee für einen Folgedruck ab.
  5. Zufall und Steuerung: Entwickle ein Beispiel, bei dem ein zufälliges Ergebnis im nächsten Arbeitsschritt zu einer bewusst gesteuerten Entscheidung wird. Erkläre den Übergang.
  6. Materialentscheidung: Für eine Bildidee mit feinen Linien und großen weichen Flächen stehen Dir Walze, Wattestäbchen, Schwamm und Kartonkante zur Verfügung. Ordne den Werkzeugen passende Aufgaben zu und begründe Deine Wahl.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass nicht nur das fertige Bild zählt, sondern auch Dein dokumentierter Gestaltungsprozess.

  1. Fachbegriffe: Du verwendest Begriffe wie Monotypie, Druckplatte, Abzug, Geisterdruck, Spiegelung, additiv, subtraktiv, Zufall und Steuerung passend.
  2. Praktische Umsetzung: Du zeigst mindestens einen technisch nachvollziehbaren Monotypie-Abzug und gehst sicher mit Material und Arbeitsplatz um.
  3. Versuchsreihe: Du kannst erklären, welche Bedingung Du verändert hast und welche Bildwirkung dadurch entstand.
  4. Gestaltungsentscheidung: Du begründest mindestens eine bewusste Entscheidung zu Farbe, Spur, Druck, Maske oder Bildaufbau.
  5. Umgang mit Unerwartetem: Du beschreibst eine überraschende Wirkung und erklärst, ob und wie Du sie weiterentwickelt hast.
  6. Reflexion: Du vergleichst Plan und Ergebnis und formulierst eine konkrete Idee für einen nächsten Druck.


Bewertungsraster G/M/E

Bereich G M E
Technik Grundablauf sicher nachvollzogen Materialeinsatz bewusst variiert Mehrere Verfahren gezielt kombiniert
Gestaltung Einfache erkennbare Bildidee Farb- und Spurentscheidungen begründet Komplexe Bildwirkung bewusst aufgebaut
Experiment Eine Überraschung erkannt Gezielter Vergleich von Varianten Zufall systematisch in neue Planung überführt
Reflexion Wirkung in einfachen Sätzen beschrieben Ursache und Wirkung miteinander verbunden Entscheidungen kritisch abgewogen und weiterführende Strategie entwickelt




OERs zum Thema

Der Wikipedia-Artikel bietet eine weiterführende Übersicht zur Technik, Geschichte und Einordnung der Monotypie.


Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte

MOOCwiki · Deutsch

Nach dem Lernen ist vor dem Lernen

Entdecke direkt den nächsten Lernkurs. Weitere Inhalte erscheinen, wenn Du weiter nach unten scrollst.

Zur MOOCwiki-Hauptseite
Inhalte werden geladen ...

Mediathek wird aus dem Wiki geladen ...