BK5 - Mein Traumraum

BK5 - Mein Traumraum
Einleitung
BK5 - Mein Traumraum ist ein Kunst- und Designprojekt für die Klasse 5. Du entwickelst einen Innenraum, der nicht nur schön aussieht, sondern ein konkretes Bedürfnis erfüllt. Dabei arbeitest Du wie eine junge Innenarchitektin oder ein junger Innenarchitekt: Du beobachtest, sammelst Ideen, zeichnest, ordnest Funktionen, entscheidest Dich für Farben und Licht, planst Möbel, baust ein Modell oder erstellst eine digitale Raumplanung und begründest Deine Entscheidungen.
Die zentrale Gestaltungsfrage lautet: Wie kann ein Raum so gestaltet werden, dass Funktion, Atmosphäre, Farbe, Licht und Einrichtung gemeinsam ein bestimmtes Bedürfnis unterstützen?
Als gemeinsames Beispiel dient ein Rückzugs- und Kreativraum für eine elfjährige Person. Der Raum ist etwa 3 m × 4 m groß. Er soll einen ruhigen Platz zum Lesen und Zeichnen bieten, konzentriertes Arbeiten ermöglichen, Platz zum Aufbewahren schaffen und trotzdem offen genug bleiben, damit gelegentlich eine Freundin oder ein Freund zu Besuch kommen kann. Du darfst dieses Bedürfnis übernehmen oder – nach Absprache – ein ähnlich klares eigenes Bedürfnis formulieren.

Betrachte den Innenraum genau: Wo kann man sitzen? Wo fällt Licht ein? Welche Wege bleiben frei? Welche Materialien und Farben prägen die Stimmung? Schon beim Betrachten merkst Du: Ein Raum wirkt als Ganzes.
Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, wie ein Raum durch Gestaltung genutzt und erlebt wird. Du kannst ein konkretes Bedürfnis in räumliche Funktionen übersetzen, eine einfache Skizze und einen Grundriss anfertigen, Farben gezielt auswählen, Lichtquellen unterscheiden, Möbel sinnvoll anordnen und Deine Raumidee als Collage, Modell oder digitale Planung darstellen. Außerdem kannst Du Deine Entscheidungen mit Fachbegriffen begründen und Verbesserungsvorschläge aus Rückmeldungen ableiten.
Der Gestaltungsauftrag
Stell Dir vor, Du bekommst einen leeren Raum. Bevor Du Möbel hineinzeichnest, klärst Du zuerst, für wen und wofür der Raum gedacht ist. Ein Traumraum ist nicht einfach ein Raum mit möglichst vielen Lieblingsgegenständen. Gute Gestaltung verbindet Wünsche mit einer nachvollziehbaren Funktion.
Dein Projekt folgt einem einfachen Designprozess: Bedürfnis klären → Ideen sammeln → Atmosphäre festlegen → Grundriss planen → Farben, Licht und Einrichtung abstimmen → Entwurf darstellen → testen → verbessern → präsentieren.

Ein Leseraum zeigt besonders deutlich, dass Einrichtung und Nutzung zusammengehören: Sitz- und Arbeitsplätze, freie Wege, Beleuchtung und Aufbewahrung müssen so angeordnet sein, dass die gewünschte Tätigkeit gut möglich ist.
Vom Wunsch zum konkreten Bedürfnis
Ein Wunsch kann lauten: „Ich möchte einen coolen Raum.“ Für eine Planung ist das noch zu ungenau. Ein Bedürfnis beschreibt genauer, was eine Person in dem Raum tun, fühlen oder erreichen soll. Beispiele sind Ruhe finden, konzentriert arbeiten, kreativ sein, gemeinsam spielen, Musik machen, Dinge sammeln oder sich bewegen.
Für den Beispielraum lautet der Bedürfnis-Satz: „Ich brauche einen ruhigen, freundlichen Raum, in dem ich lesen, zeichnen und konzentriert arbeiten kann und in dem ein Gast Platz findet.“
Dieser Satz wird zum Prüfstein. Wenn eine Idee zwar spektakulär aussieht, aber das Bedürfnis stört, sollte sie verändert werden.
Nutzerperspektive
Raumgestaltung beginnt mit der Person, die den Raum nutzt. Körpergröße, Tätigkeiten, Gewohnheiten, Bewegungsfreiheit, Vorlieben und Sicherheit beeinflussen die Planung. In Klasse 5 reicht dafür eine einfache Nutzerbeschreibung: Wer nutzt den Raum? Was soll dort passieren? Was muss leicht erreichbar sein? Was soll sich ruhig, hell, geborgen, offen oder anregend anfühlen?
Merksatz: Nicht das Möbelstück ist der Ausgangspunkt, sondern die Nutzung.
Funktion: Was muss der Raum können?
Ein Raum kann mehrere Funktionen haben. Damit sie sich nicht gegenseitig stören, kannst Du Funktionszonen planen. Für den Rückzugs- und Kreativraum sind beispielsweise eine Arbeitszone, eine Lese- und Ruhezone sowie eine Aufbewahrungszone sinnvoll. Zwischen diesen Zonen bleiben Bewegungsflächen und Wege frei.
Ein guter Grundriss beantwortet deshalb nicht nur die Frage „Wo steht was?“, sondern auch „Wie bewege ich mich durch den Raum?“ und „Welche Tätigkeit braucht welchen Platz?“.
Funktionszonen und Wege
Bei der Planung helfen drei Fragen: Wo brauche ich viel Licht? Wo brauche ich Ruhe? Wo brauche ich Stauraum? Ein Schreibtisch kann beispielsweise in Fensternähe sinnvoll sein, wenn dort blendfreies Tageslicht genutzt werden kann. Ein niedriger Sitzplatz kann in einer ruhigeren Ecke liegen. Regale dürfen wichtige Wege nicht versperren.
Bei einer guten Raumaufteilung sind Türen, Fenster und Laufwege keine Restflächen. Sie gehören zur Planung. Eine Tür muss sich öffnen lassen, ein Fenster soll erreichbar bleiben und häufig genutzte Wege sollen möglichst frei sein.
Atmosphäre: Wie soll sich der Raum anfühlen?
Atmosphäre bezeichnet die Gesamtwirkung eines Raumes. Sie entsteht nicht durch ein einzelnes Element, sondern durch das Zusammenspiel von Proportion, Ordnung, Material, Farbe, Licht, Möbeln und persönlichen Dingen. Derselbe Grundriss kann ruhig, verspielt, sachlich, warm, geheimnisvoll oder lebendig wirken.
Formuliere für Deinen Entwurf drei passende Atmosphären-Wörter, zum Beispiel ruhig – warm – kreativ. Diese Wörter helfen Dir später, Entscheidungen zu prüfen: Passt eine grelle Deckenleuchte zu „ruhig“? Unterstützt ein weicher Teppich „warm“? Passt eine frei nutzbare Zeichenwand zu „kreativ“?
Moodboard und Collage
Ein Moodboard ist eine Sammlung aus Bildern, Farben, Materialideen, Formen, Wörtern und Oberflächen. Es zeigt nicht den fertigen Raum, sondern die gewünschte Stimmung und gestalterische Richtung. Für Deinen Traumraum kannst Du Zeitschriftenausschnitte, eigene Fotos, Zeichnungen, Farbfelder, Papierstrukturen und kurze Begriffe kombinieren.

Das gezeigte Moodboard wurde von jungen Schülerinnen und Schülern zusammengestellt. Es macht sichtbar, wie unterschiedliche Bildquellen zu einer gemeinsamen Gestaltungsrichtung gebündelt werden können.
Tipp: Wähle nicht einfach alles aus, was Dir gefällt. Wähle nur Elemente, die zu Deinem Bedürfnis und Deinen Atmosphären-Wörtern passen.
Farbe: Stimmung sichtbar machen
Farben können Aufmerksamkeit lenken, Bereiche verbinden oder voneinander unterscheiden und die wahrgenommene Atmosphäre eines Raums beeinflussen. Wichtig ist: Farbwirkung ist nicht für alle Menschen völlig gleich und hängt auch von Umgebung, Licht, Material, Menge und persönlicher Erfahrung ab. Deshalb ist ein Farbkreis ein hilfreiches Modell, aber kein starres Rezept.

Im Farbkreis liegen ähnliche Farbtöne nebeneinander; Gegenfarben können starke Kontraste erzeugen. Für Klasse 5 ist besonders nützlich, zwischen einer Hauptfarbe, ein bis zwei Begleitfarben und kleinen Akzentfarben zu unterscheiden. So wird ein Raum nicht zufällig bunt, sondern bewusst gestaltet.
Beim Anschauen kannst Du beobachten, wie Farbe im Zusammenhang mit Raumwirkung erklärt wird. Prüfe Aussagen aus Videos immer an eigenen Farbkarten und an Deinem Entwurf: Entscheidend ist, ob Deine Auswahl das geplante Bedürfnis unterstützt.
Farbkonzepte für den Traumraum
Für einen ruhigen Kreativraum könntest Du zum Beispiel eine zurückhaltende Grundfarbe, eine warme Holz- oder Naturfarbe und eine kräftigere Akzentfarbe kombinieren. Für einen bewegungsreichen Spielraum könnten stärkere Kontraste sinnvoll sein. Nicht die „schönste“ Einzelfarbe entscheidet, sondern die Beziehung der Farben zueinander.
Gestaltungsprobe: Lege drei kleine Farbkarten nebeneinander. Tausche nur eine Farbe aus und beschreibe, wie sich die Gesamtwirkung verändert.
Licht: Sehen, orientieren, Stimmung erzeugen
Innenräume werden durch Tageslicht und durch künstliche Beleuchtung erhellt. Licht ermöglicht gutes Sehen, kann Bereiche betonen und beeinflusst die Atmosphäre. Fenster bringen Tageslicht in den Raum; künstliche Lichtquellen können gezielt dort eingesetzt werden, wo bestimmte Tätigkeiten stattfinden.

Achte im Foto darauf, welche Flächen hell werden und wo Schatten entstehen. Licht verändert nicht nur die Helligkeit, sondern auch die Wahrnehmung von Farben, Materialien und Formen.
Licht planen
Für Deinen Traumraum kannst Du drei Lichtaufgaben unterscheiden: Grundlicht macht den Raum allgemein nutzbar, Arbeitslicht unterstützt eine konkrete Tätigkeit wie Lesen oder Zeichnen und Stimmungslicht setzt Akzente oder schafft eine besondere Atmosphäre. In Deinem Modell musst Du keine echte elektrische Anlage bauen. Wenn im Unterricht kleine LEDs verwendet werden, geschieht das nur mit ungefährlicher Batterie- oder Kleinspannung und nach den Vorgaben der Lehrkraft.

Dieses Diagramm stammt aus der Fotografie und zeigt beispielhaft, wie Licht aus verschiedenen Richtungen unterschiedliche Aufgaben übernehmen kann. Übertrage die Grundidee auf Deinen Raum: Nicht jede Fläche muss gleich hell sein. Entscheidend ist, wo Licht gebraucht wird und welche Wirkung Du erzielen möchtest.
Einrichtung: Möbel als Werkzeuge der Nutzung
Möbel sind keine bloße Dekoration. Ein Tisch schafft Arbeitsfläche, ein Regal organisiert Dinge, ein Sessel unterstützt Ruhe, ein Teppich kann eine Zone markieren und textile Elemente verändern oft die akustische und visuelle Wirkung. Gute Einrichtung achtet auf Nutzung, Erreichbarkeit, Bewegungsraum und Maßstab.
Für den Beispielraum könnten ein kompakter Schreibtisch, ein Regal, ein Sitzkissen oder kleiner Sessel und eine flexible Ablage genügen. Mehr Möbel bedeuten nicht automatisch mehr Funktion. Manchmal verbessert das Weglassen eines Möbelstücks den Raum deutlich.
Flexibilität und Nachhaltigkeit
Ein Möbelstück kann mehrere Aufgaben erfüllen: Eine Sitzbank kann Stauraum enthalten, ein Hocker kann Sitzplatz oder Ablage sein und ein leichter Tisch lässt sich umstellen. Solche Mehrfachnutzungen sind besonders hilfreich in kleinen Räumen. Auch vorhandene oder wiederverwendete Materialien können bewusst in einen Entwurf einbezogen werden.
Prüffrage: Welche Einrichtung ist wirklich notwendig, und welches Element könntest Du weglassen oder doppelt nutzen?
Von der Idee zur Skizze
Eine Skizze hält Ideen schnell fest. Sie muss am Anfang nicht perfekt oder maßstabsgerecht sein. Wichtig ist, dass Du mehrere Möglichkeiten ausprobierst. Zeichne zum Beispiel drei Mini-Skizzen: einmal mit dem Arbeitstisch am Fenster, einmal an einer Seitenwand und einmal als klappbare Lösung. Vergleiche danach die Wege, das Licht und die Stimmung.

An einer Entwurfsskizze kannst Du erkennen: Zeichnen ist nicht nur Darstellung, sondern ein Werkzeug zum Denken. Varianten helfen, bevor Du Dich festlegst.
Der Grundriss: Raum von oben denken
Ein Grundriss zeigt Räume und wichtige Bauteile in einer Ansicht von oben. In einer Schulaufgabe kannst Du Wände, Türen, Fenster und Möbel vereinfacht darstellen. So lässt sich prüfen, ob Proportionen, Wege und Funktionszonen zusammenpassen.

Beim Beispielraum von 3 m × 4 m bietet sich für Klasse 5 der Maßstab 1:20 an. Dann werden aus 3 m in Wirklichkeit 15 cm in der Zeichnung und aus 4 m werden 20 cm. Möbel kannst Du als einfache Rechtecke, Kreise oder andere Grundformen von oben eintragen.
Grundriss-Schritte
- Raumform: Zeichne zuerst die Außenform des Raums und markiere Tür und Fenster.
- Funktionszone: Lege fest, wo Arbeiten, Lesen und Aufbewahren stattfinden.
- Möbel: Trage nur die Einrichtung ein, die das Bedürfnis wirklich unterstützt.
- Bewegungsfläche: Prüfe, ob Wege frei bleiben und sich Türen öffnen lassen.
- Lichtplanung: Markiere Tageslicht und geplante künstliche Lichtquellen.
- Farbplanung: Ergänze eine kleine Legende mit Haupt-, Begleit- und Akzentfarbe.
Das Video zeigt eine digitale Grundrisszeichnung in einem professionelleren Programm. Für Klasse 5 musst Du nicht alle Funktionen übernehmen. Beobachte stattdessen, wie Wände, Öffnungen und Raumaufteilung in einer Ansicht von oben organisiert werden.
Modellbau: Den Raum dreidimensional prüfen
Ein Architekturmodell macht eine Raumidee räumlich sichtbar. Für ein einfaches Modell eignen sich Karton, Wellpappe, Papier, Holzstäbchen, Verpackungsmaterial und wiederverwendete Reststoffe. Wichtig ist nicht teures Material, sondern ein klarer Maßstab und eine verständliche Gestaltung.

Ein Modell hilft Dir zu prüfen, was in einer Zeichnung leicht übersehen wird: Wirken Möbel zu hoch? Bleibt ein Bereich zu eng? Kommt Licht an den geplanten Arbeitsplatz? Ist die Ruhezone tatsächlich abgeschirmt?
Modell im Maßstab 1:20
Im Maßstab 1:20 entsprechen 20 cm in Wirklichkeit 1 cm im Modell. Ein 80 cm breiter Tisch wird also 4 cm breit. Für Klasse 5 genügt es, Möbel stark zu vereinfachen. Wichtig ist, dass ihre Größen zueinander plausibel sind.
Modellbau-Regel: Erst messen und planen, dann schneiden und kleben. Schneidewerkzeuge werden nur nach den Sicherheitsregeln des Unterrichts verwendet.
Digitale Raumplanung
Du kannst Deinen Entwurf auch digital weiterentwickeln. Digitale Werkzeuge erlauben es, Grundriss und 3D-Ansicht miteinander zu vergleichen, Möbel zu verschieben und Varianten schnell zu testen. Ein Beispiel ist Sweet Home 3D, eine freie Software für Innenraum- und Hausplanung.

Die Abbildung zeigt, wie eine digitale Raumplanung gleichzeitig in einer 2D-Ansicht und einer räumlichen 3D-Ansicht betrachtet werden kann.

Digitale Planung ersetzt aber nicht die Gestaltungsidee. Ein Programm kann Möbel verschieben oder Ansichten erzeugen; Du entscheidest, welches Bedürfnis der Raum erfüllt und wie Funktion, Atmosphäre, Farbe und Licht zusammenpassen.

Eine 3D-Grundrissdarstellung verbindet die Ansicht von oben mit räumlicher Wirkung. Vergleiche sie mit einem zweidimensionalen Grundriss: Welche Informationen erkennst Du in welcher Darstellung leichter?
Das Video stellt unter anderem digitale 3D-Werkzeuge und Sweet Home 3D vor. Nutze solche Programme im Unterricht nur nach Vorgabe der Lehrkraft und ohne persönliche Daten unnötig preiszugeben.
Der Designprozess: Entwerfen, prüfen, verbessern
Ein guter Entwurf entsteht selten im ersten Versuch. Gestalten bedeutet, Entscheidungen zu treffen und zu überprüfen. Lege Deinen Grundriss, Dein Moodboard und Dein Modell nebeneinander. Prüfe dann fünf Verbindungen: Unterstützt die Einrichtung die Funktion? Passt die Farbe zur Atmosphäre? Passt das Licht zu den Tätigkeiten? Bleiben Wege und Bewegungsflächen frei? Erzählen alle Darstellungen dieselbe Raumidee?
Eine einfache Rückmeldung kann mit zwei Sätzen erfolgen: „Das unterstützt Dein Bedürfnis, weil …“ und „Noch klarer würde Dein Entwurf, wenn …“. Übernimm nicht jede Rückmeldung automatisch. Entscheide begründet, welche Änderung Deinen Entwurf verbessert.
Differenzierung G/M/E
Die Niveaus helfen Dir, passend zu Deinem Lernstand zu arbeiten. G steht für grundlegendes Niveau, M für mittleres Niveau und E für erweitertes Niveau. Alle Niveaus bearbeiten dasselbe Gestaltungsproblem, aber mit unterschiedlicher Selbstständigkeit und Tiefe.
| Bereich | G – grundlegendes Niveau | M – mittleres Niveau | E – erweitertes Niveau |
|---|---|---|---|
| Bedürfnis | Formuliere mit Satzstarter ein klares Bedürfnis und nenne zwei Tätigkeiten. | Formuliere selbstständig ein Bedürfnis und leite mindestens drei Funktionen ab. | Formuliere ein Bedürfnis, berücksichtige unterschiedliche Nutzungssituationen und benenne mögliche Zielkonflikte. |
| Moodboard und Farbe | Nutze eine vorgegebene Auswahl und entscheide Dich für Haupt-, Begleit- und Akzentfarbe. | Erstelle ein eigenes Moodboard und begründe Deine Farbpalette mit Atmosphären-Wörtern. | Entwickle zwei Farbvarianten und vergleiche ihre Wirkung auf Bedürfnis und Atmosphäre. |
| Grundriss | Arbeite mit einer Raumvorlage und verschiebbaren Möbelkarten. | Zeichne den Raum im Maßstab 1:20 und plane Zonen, Möbel und Wege. | Entwickle zwei Grundrissvarianten, vergleiche sie nach Kriterien und optimiere eine davon. |
| Licht | Markiere Tageslicht sowie eine Arbeits- und eine Grundbeleuchtung. | Plane Grund-, Arbeits- und Stimmungslicht passend zu den Funktionen. | Untersuche Licht-Richtung, Schatten, Blendung und Atmosphäre und begründe eine differenzierte Lichtlösung. |
| Darstellung | Erstelle eine saubere Skizze oder ein einfaches Modell. | Verbinde Grundriss mit Modell oder digitaler 3D-Ansicht. | Erstelle eine zusammenhängende Präsentation aus Moodboard, maßstäblichem Grundriss, Modell oder 3D-Ansicht und begründeter Überarbeitung. |
| Reflexion | Nenne eine gelungene Entscheidung und eine Verbesserung. | Begründe mehrere Entscheidungen mit Fachbegriffen. | Bewerte Zielkonflikte zwischen Funktion, Atmosphäre, Platz, Licht und Einrichtung und verteidige Deinen Entwurf im Gespräch. |
Bewertungskriterien
Eine überzeugende Arbeit zeigt eine nachvollziehbare Verbindung zwischen Bedürfnis, Funktion, Atmosphäre, Farbe, Licht und Einrichtung. Bewertet werden außerdem die Verständlichkeit der Darstellung, sorgfältiges Arbeiten, sinnvolle Nutzung von Maßstab und Raum, die Fähigkeit zum Überarbeiten sowie die Begründung der eigenen Entscheidungen. Kreativität bedeutet dabei nicht „möglichst ungewöhnlich“, sondern eine eigenständige und passende Lösung für die Aufgabe.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was ist der beste Ausgangspunkt für die Gestaltung eines Traumraums? (Ein konkretes Bedürfnis der nutzenden Person) (!Eine möglichst große Zahl an Möbeln) (!Die teuerste Lampe) (!Ein zufällig gewählter Stil)
Wozu dienen Funktionszonen in einem Raum? (Sie ordnen unterschiedliche Nutzungen sinnvoll im Raum) (!Sie machen jeden Raum automatisch größer) (!Sie ersetzen Türen und Fenster) (!Sie legen nur die Wandfarbe fest)
Was zeigt ein Grundriss hauptsächlich? (Einen Raum in einer Ansicht von oben) (!Nur die Farben eines Raumes) (!Nur die Außenfassade eines Gebäudes) (!Eine Liste aller Möbelpreise)
Was bedeutet ein Maßstab von 1 zu 20? (Ein Zentimeter in der Darstellung entspricht zwanzig Zentimetern in Wirklichkeit) (!Zwanzig Zentimeter in der Darstellung entsprechen einem Zentimeter in Wirklichkeit) (!Der Raum wird zwanzigmal breiter gebaut) (!Nur zwanzig Möbel dürfen eingezeichnet werden)
Wofür wird ein Moodboard verwendet? (Um eine gewünschte Stimmung mit Bildern Farben Materialien und Begriffen sichtbar zu machen) (!Um die Raumtemperatur zu messen) (!Um Möbel zusammenzuschrauben) (!Um elektrische Leitungen zu verlegen)
Welche Aussage zur Farbe im Raum ist sinnvoll? (Farbwirkung hängt auch von Licht Umgebung Menge Material und Wahrnehmung ab) (!Jede Farbe wirkt auf alle Menschen immer genau gleich) (!Ein Raum braucht möglichst viele kräftige Farben) (!Der Farbkreis legt eine einzig richtige Raumfarbe fest)
Welche Lichtquelle gehört zum Tageslicht? (Ein Fenster mit einfallendem Sonnenlicht) (!Eine Tischleuchte) (!Eine Deckenleuchte) (!Eine LED Leiste)
Was ist eine wichtige Aufgabe von Arbeitslicht? (Eine bestimmte Tätigkeit wie Lesen oder Zeichnen gezielt zu unterstützen) (!Den Raum nur zu dekorieren) (!Alle Schatten vollständig zu beseitigen) (!Möbel optisch zu vergrößern)
Warum baut man ein Raummodell? (Um räumliche Beziehungen Proportionen und die Wirkung des Entwurfs zu prüfen) (!Damit kein Grundriss mehr nötig ist) (!Damit alle Möbel echte Materialien haben) (!Damit die Raumgröße beliebig verändert werden kann)
Was gehört zu einem guten Designprozess? (Einen Entwurf prüfen Rückmeldungen nutzen und begründet überarbeiten) (!Die erste Idee immer unverändert lassen) (!Nur nach Dekoration entscheiden) (!Möglichst schnell ohne Planung beginnen)
Memory
| Bedürfnis | Ausgangspunkt der nutzerbezogenen Planung |
| Grundriss | Ansicht eines Raumes von oben |
| Moodboard | Sammlung zur sichtbaren Darstellung einer Gestaltungsstimmung |
| Akzentfarbe | sparsam eingesetzter auffälliger Farbton |
| Tageslicht | natürliche Helligkeit durch Öffnungen wie Fenster |
| Funktionszone | Bereich für eine bestimmte Tätigkeit |
| Maßstab | Verhältnis zwischen Darstellung und Wirklichkeit |
| Modellbau | räumliches Prüfen eines Entwurfs mit Materialien |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Wirkung im Traumraum |
|---|---|
| Arbeitslicht | gezielte Helligkeit für Lesen oder Zeichnen |
| Stauraum | geordnete Aufbewahrung von Materialien und Dingen |
| Akzentfarbe | kleiner auffälliger Farbreiz innerhalb einer Palette |
| Ruhezone | Bereich für Rückzug und Entspannung |
| Bewegungsfläche | freier Raum für Wege und Positionswechsel |
Kreuzworträtsel
| Grundriss | Welche Darstellung zeigt einen Raum von oben? |
| Moodboard | Wie heißt eine Bildsammlung für Stimmung Farbe Material und Form? |
| Kontrast | Wie heißt ein deutlich wahrnehmbarer Unterschied zwischen Gestaltungselementen? |
| Tageslicht | Welches natürliche Licht gelangt durch Fenster in einen Raum? |
| Modell | Wie heißt eine verkleinerte dreidimensionale Darstellung eines Entwurfs? |
| Funktion | Welcher Begriff beschreibt wozu ein Raum oder Bereich dienen soll? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Bedürfnis-Satz: Schreibe einen Satz nach dem Muster „Ich brauche einen Raum, in dem ich … und mich dabei … fühlen kann.“ Unterstreiche die Tätigkeit und das gewünschte Gefühl.
- Atmosphäre: Wähle drei Atmosphären-Wörter für Deinen Traumraum und gestalte zu jedem Wort ein kleines Farb- und Formfeld.
- Moodboard: Erstelle aus eigenen Zeichnungen, freien Bildern, Papier, Farben und Wörtern eine Collage, die zu Deinem Bedürfnis passt.
- Möbeltest: Schneide einfache Möbelkarten aus Papier aus und probiere auf einer Raumvorlage mindestens drei Anordnungen aus. Fotografiere oder zeichne Deine beste Variante.
Standard
- Grundriss: Zeichne einen 3 m × 4 m großen Traumraum im Maßstab 1:20 und trage Tür, Fenster, Funktionszonen, Möbel und freie Wege ein.
- Farbkonzept: Entwickle eine Palette aus Hauptfarbe, Begleitfarbe und Akzentfarbe und erkläre schriftlich, wie sie Deine gewünschte Atmosphäre unterstützt.
- Lichtplanung: Markiere im Grundriss Tageslicht, Grundlicht, Arbeitslicht und Stimmungslicht. Begründe, warum jede Lichtquelle an ihrem Ort sinnvoll ist.
- Architekturmodell: Baue aus Karton und Restmaterialien ein Modell Deines Entwurfs. Prüfe danach, ob mindestens eine Stelle räumlich anders wirkt als in Deiner Zeichnung.
Schwer
- Entwurfsvarianten: Entwickle zwei unterschiedliche Grundrisse für dasselbe Bedürfnis. Vergleiche sie nach Funktion, Wegen, Licht, Atmosphäre und Flexibilität und entscheide begründet.
- Digitale Raumplanung: Übertrage Deinen Entwurf in ein geeignetes digitales Raumplanungsprogramm. Erstelle eine Ansicht von oben und eine 3D-Ansicht und beschreibe, welche Planungsfehler Du dadurch entdeckt hast.
- Nutzerinterview: Befrage eine andere Person zu ihrem Bedarf an einem Rückzugs- oder Kreativraum. Überarbeite Deinen Entwurf so, dass mindestens zwei Erkenntnisse aus dem Gespräch sichtbar werden.
- Designkritik: Präsentiere Deinen Entwurf einer kleinen Gruppe. Sammle zwei Stärken und zwei Verbesserungsideen, entscheide begründet, was Du veränderst, und dokumentiere Vorher und Nachher.


Lernkontrolle
- Nutzungsanalyse: Ein Entwurf sieht sehr ordentlich aus, aber der Schreibtisch steht in einer dunklen Ecke und der Weg zur Tür ist durch einen Sessel verengt. Erkläre, welche Gestaltungsziele miteinander in Konflikt geraten, und schlage zwei Änderungen vor.
- Farbtransfer: Ein ruhiger Leseraum soll mit sehr vielen stark gesättigten Kontrastfarben gestaltet werden. Beurteile die Idee im Hinblick auf das Bedürfnis und entwickle eine alternative Farbstrategie.
- Lichtentscheidung: Zwei Entwürfe haben denselben Grundriss. Entwurf A nutzt nur eine helle Deckenleuchte, Entwurf B kombiniert Tageslicht, Arbeitslicht und ein schwächeres Stimmungslicht. Vergleiche, welche Tätigkeiten und Atmosphären jeweils unterstützt werden.
- Raumoptimierung: Ein kleiner Raum enthält Bett, großen Tisch, zwei Sessel, drei Regale und einen Schrank. Entwickle eine Lösung, die dieselben wichtigsten Bedürfnisse mit weniger oder flexibleren Möbeln erfüllt.
- Darstellungsvergleich: Erkläre an einem eigenen Beispiel, welche Frage Du mit einer Skizze, welche mit einem Grundriss und welche mit einem Modell oder einer 3D-Ansicht am besten prüfen kannst.
- Entwurfsbegründung: Wähle eine strittige Entscheidung aus Deinem Projekt, zum Beispiel eine dunkle Wandfarbe oder ein ungewöhnliches Möbel. Begründe, unter welchen Bedingungen diese Entscheidung funktional und atmosphärisch sinnvoll sein kann.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu BK5 - Mein Traumraum ist wichtig, dass Du nicht nur ein fertiges Produkt zeigst, sondern Deinen Gestaltungsweg nachvollziehbar machst.
- Bedürfnis: Ein klar formulierter Nutzerbedarf ist erkennbar.
- Entwurfsprozess: Skizzen oder Varianten zeigen, dass Du mehrere Lösungen geprüft hast.
- Moodboard: Atmosphäre, Farben, Formen und Materialideen passen zur Gestaltungsabsicht.
- Grundriss: Raumform, Öffnungen, Möbel, Zonen und Wege sind verständlich dargestellt; auf M- und E-Niveau ist der Maßstab nachvollziehbar.
- Farbe und Licht: Farbpalette und Lichtplanung unterstützen die geplante Nutzung und Atmosphäre.
- Einrichtung: Möbel und Stauraum sind funktional, maßstäblich plausibel und sinnvoll angeordnet.
- Räumliche Darstellung: Ein Modell oder eine digitale 3D-Darstellung macht den Entwurf räumlich überprüfbar.
- Reflexion: Du kannst mindestens eine Überarbeitung erklären und Deine Entscheidungen mit passenden Fachbegriffen begründen.
- Präsentation: Du stellst Deinen Entwurf klar vor und beantwortest Rückfragen zum Zusammenhang von Funktion, Atmosphäre, Farbe, Licht und Einrichtung.
OERs zum Thema
Der Wikipedia-Artikel zur Innenarchitektur bietet weiterführende Informationen über die Gestaltung von Innenräumen, Material, Farbe, Licht und Möbel.
Der Wikipedia-Artikel zum Farbkreis zeigt, dass Farbkreise Ordnungssysteme und Modelle sind und je nach Zweck unterschiedlich aufgebaut sein können.
Verknüpfte Lernbereiche
Das Thema verbindet Kunst mit Architektur, Design, Mathematik beim Maßstab, Medienbildung bei der digitalen Raumplanung, Technik beim Modellbau und Deutsch beim Begründen und Präsentieren.
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