BK5 - Fantasietiere aus Bildteilen

BK5 - Fantasietiere aus Bildteilen
BK5 - Fantasietiere aus Bildteilen
Einleitung
In diesem aiMOOC entwickelst Du aus Tierformen, Pflanzenformen und Naturstrukturen ein eigenes Fantasietier. Du untersuchst zunächst echte Formen: Augen, Flügel, Schalen, Tentakel, Blätter, Ranken, Rinde und Blattadern. Danach schneidest, zerlegst, verschiebst, drehst, spiegelst, vergrößerst und kombinierst Du ausgewählte Bildteile. Aus einzelnen Fundstücken entsteht so eine neue, glaubwürdige oder bewusst verrückte Figur. Zum Schluss gestaltest Du einen passenden Lebensraum, der zeigt, wie und wo Dein Wesen lebt.
Das Thema verbindet Collage, Fotomontage, Zeichnung, Textur, Komposition, Farbe und Fantasie. Du lernst dabei nicht nur, Bilder auszuschneiden und zusammenzukleben. Entscheidend ist, dass Du Formen bewusst auswählst und ihnen in Deiner neuen Figur eine neue Funktion gibst: Ein Farnwedel kann zum Schwanz werden, eine Muschelform zum Panzer, Blattadern zu Flügelgerippen oder Saugnäpfe zu einer ungewöhnlichen Hautstruktur.
Leitfrage: Wie kann aus bekannten Teilen von Tieren und Pflanzen ein völlig neues Wesen entstehen, das in seinem selbst erfundenen Lebensraum überzeugend wirkt?

Betrachte die Bildsammlung nicht als fertige Lösung, sondern als Formenlager. Welche Körperformen, Oberflächen und Details könntest Du herauslösen und in einem neuen Zusammenhang verwenden?
Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du Formen und Strukturen in Naturbildern gezielt untersuchen, Bildteile nach ihrer Wirkung auswählen, eine Fantasiefigur durch Montage entwickeln und Figur sowie Lebensraum gestalterisch aufeinander beziehen. Du kannst außerdem erklären, warum bestimmte Bildteile zusammenpassen und wie Überlagerung, Größenunterschied, Wiederholung, Kontrast und Farbwahl die Bildwirkung verändern.
Differenzierung G/M/E
G – grundlegendes Niveau: Du kombinierst mindestens drei deutlich erkennbare Tier- oder Pflanzenformen, achtest auf eine klare Silhouette und gestaltest einen einfachen Lebensraum mit mindestens zwei passenden Merkmalen.
M – mittleres Niveau: Du kombinierst mindestens fünf Bildquellen, veränderst Größen und Richtungen, nutzt Überlagerungen sowie mindestens zwei unterschiedliche Texturen und entwickelst einen Lebensraum, der Fähigkeiten und Bedürfnisse Deiner Figur sichtbar macht.
E – erweitertes Niveau: Du kombinierst mindestens sieben Bildquellen, verfremdest Formen so, dass ihre Herkunft teilweise nicht mehr sofort erkennbar ist, entwickelst ein bewusstes Farb- und Raumkonzept und begründest mehrere Anpassungen Deines Fantasietiers an seinen Lebensraum.
Formen sehen: Tiere als Baukasten
Körperform und Silhouette
Eine Silhouette ist die von außen erkennbare Umrissform. Sie entscheidet oft schon aus der Entfernung, ob eine Figur gedrungen, schnell, schwer, leicht, gefährlich oder freundlich wirkt. Suche deshalb nicht nur nach ganzen Tieren. Interessanter sind einzelne Körperteile, die eine starke Form haben.

Beim Chamäleon kannst Du zum Beispiel den eingerollten Schwanz, die Greiffüße, den Kopf oder die Körperkrümmung getrennt betrachten. Probiere gedanklich aus: Was passiert, wenn der Schwanz viel größer wird als der Körper? Was, wenn er als Horn, Fühler oder Ranke verwendet wird?

Ein großes Auge kann zum Mittelpunkt einer Figur werden. Durch starke Größenunterschiede entsteht ein Blickfang. Schneidest Du ein Auge aus einem Tierfoto aus und setzt es auf einen völlig anderen Körper, verändert sich sofort der Charakter der neuen Figur.
Oberfläche und Textur
Mit Textur ist die sichtbare oder fühlbar gedachte Oberflächenwirkung gemeint. Eine Haut kann glatt, schuppig, borstig, samtig, rissig, glänzend oder gepunktet erscheinen.

Die Schuppen eines Schmetterlingsflügels wirken aus der Nähe wie ein geordnetes Muster. In einer Collage kann ein solcher Ausschnitt zu Haut, Flosse, Federkleid oder Tarnfläche werden.
Die Saugnäpfe eines Oktopusarms bilden eine wiederholte Struktur. Wiederholung erzeugt Rhythmus. Du kannst ein solches Muster in Deiner Fantasiefigur weiterführen, verkleinern, vergrößern oder nur an ausgewählten Stellen einsetzen.
Pflanzen als Formenschatz
Linien, Verzweigungen und Ranken
Pflanzen liefern besonders viele Formen, die sich für Beine, Fühler, Flügel, Schwänze, Hörner oder Rückenkämme eignen.

Blattadern bilden ein verzweigtes Liniennetz. Übertrage diese Idee auf eine Fantasiefigur: Ein solches Netz könnte Flügel stabilisieren, leuchten, Wasser transportieren oder als Tarnzeichnung dienen. Entscheidend ist, dass Du die Form nicht nur kopierst, sondern ihr eine neue Bildfunktion gibst.

Der eingerollte Farnwedel zeigt, wie spannend eine einzige Pflanzenform sein kann. Seine Spirale kann zum Schwanz, Rüssel, Greifarm oder zu einer eingerollten Schutzform werden.
Dornen, Blätter und Speicherformen
Dickfleischige, gebogene Blätter lassen sich als Panzerplatten, Ohren, Flossen oder Schuppen lesen. Bei der Gestaltung darfst Du solche Mehrdeutigkeiten nutzen: Ein Bildteil muss in Deiner Montage nicht das bleiben, was es auf dem Ausgangsfoto war.

Baumrinde liefert eine starke Naturtextur. Als Ausschnitt kann sie Haut, Panzer, Fels, Baumstamm oder Tarnung darstellen. So kann dasselbe Material Figur und Lebensraum miteinander verbinden.
Naturformen zeichnerisch untersuchen
Bevor Du schneidest oder digital montierst, lohnt sich das Zeichnen. Eine kurze Skizze zwingt Dich dazu, Linienrichtungen, Proportionen und Wiederholungen genauer zu sehen.
Die historischen Naturdarstellungen von Ernst Haeckel zeigen, wie unterschiedlich selbst verwandte Tierformen wirken können. Achte auf Schnäbel, Schwanzformen, Flügelrichtungen und Körperproportionen. Verwende solche Beobachtungen als Formideen, nicht als Vorlage zum bloßen Abzeichnen.
Auch Pflanzenzeichnungen helfen beim Erfinden: Blütenblätter können zu Krägen, Flügeln, Fächern, Hörnern oder beweglichen Schutzteilen werden. Vergleiche Tier- und Pflanzenformen und suche bewusste Übergänge zwischen beiden.
Collage, Montage und Verfremdung
Was ist eine Collage?
Bei einer Collage werden unterschiedliche Materialien oder Bildteile auf einer Fläche zusammengefügt. Für Dein Fantasietier kannst Du ausgedruckte Fotos, Kopien, selbst gezeichnete Strukturen, farbiges Papier und selbst hergestellte Texturpapiere kombinieren. Eine Montage entsteht besonders deutlich, wenn einzelne Bildelemente zu einer neuen, scheinbar zusammengehörigen Szene verbunden werden.
Das Video zur Formen-Collage zeigt eine einfache Grundidee: Formen werden ausgesucht, angeordnet und erst dann befestigt. Übertrage dieses Vorgehen auf komplexere Tier- und Pflanzenformen.
Beim Arbeiten mit Texturen wird wichtig, dass ein Bildteil nicht nur durch seine Kontur, sondern auch durch seine Oberfläche wirkt.
Sechs Montage-Operationen
- Ausschneiden: Trenne einen interessanten Bildteil möglichst bewusst von seiner ursprünglichen Umgebung.
- Skalieren: Vergrößere oder verkleinere ein Teil, damit neue Proportionen entstehen.
- Drehen: Ändere die Richtung eines Bildteils und prüfe, ob dadurch eine neue Funktion sichtbar wird.
- Spiegeln: Erzeuge Symmetrie oder überraschende Paarungen.
- Überlagern: Lege Teile übereinander und entscheide, was vorne und was hinten liegt.
- Wiederholen: Nutze ein Teil mehrfach, um Muster, Rhythmus oder Körperreihen zu gestalten.
Von der Sammlung zur neuen Figur
Lege Deine ausgeschnittenen Teile zuerst lose auf den Untergrund. Klebe noch nichts fest. Probiere mindestens drei deutlich verschiedene Anordnungen. Fotografiere Zwischenstände, wenn möglich. So kannst Du später vergleichen, welche Anordnung die stärkste Silhouette und die spannendste Figur ergibt.
Die Tiercollage im Video kann Dir zeigen, wie einzelne Papier- oder Bildformen Schritt für Schritt zu einer Tierfigur zusammengesetzt werden. Für diesen aiMOOC gehst Du weiter: Du kombinierst bewusst verschiedene Tier- und Pflanzenquellen und erfindest ein Wesen, das es so nicht gibt.
Digitale Collage und Fotomontage
Du kannst die Aufgabe auch digital bearbeiten. Verwende nur Bilder, die Du selbst aufgenommen hast oder die Du unter passenden Bedingungen weiterverwenden darfst. Bei Wikimedia Commons findest Du viele frei lizenzierte oder gemeinfreie Bilder; beachte trotzdem immer die Lizenzangaben auf der jeweiligen Dateiseite.
Digital kannst Du Bildteile freistellen, skalieren, drehen, spiegeln, vervielfältigen und in Ebenen anordnen. Für Klasse 5 genügt bereits ein einfaches Programm mit Auswahl-, Radier-, Transformations- und Ebenenfunktionen. Wichtig ist nicht die Menge der Effekte, sondern die gestalterische Entscheidung.

In einer Fotomontage kann ein Motiv mehrfach auftauchen. Überlege, wie Wiederholung Bewegung oder Entwicklung sichtbar macht. Für Dein Fantasietier könntest Du zum Beispiel mehrere Flügelstellungen, Sprungphasen oder rankenartige Bewegungen zeigen.
Achte beim Betrachten darauf, wie durch Schneiden, Schichten und Anordnen aus einzelnen Materialien eine neue Bildfläche entsteht.
Der Lebensraum als Teil der Idee
Ein Fantasietier wirkt überzeugender, wenn sein Körper und sein Lebensraum zusammenpassen. Erfinde deshalb nicht zuerst irgendeinen Hintergrund, sondern frage: Welche Fähigkeiten hat das Wesen? Wie bewegt es sich? Wovor schützt es sich? Was frisst es? Wo ruht es? Welche Farben oder Strukturen helfen ihm?
Die Spiralform eines Schneckenhauses kann zum Beispiel eine Körperidee liefern, aber auch die Architektur eines Lebensraums beeinflussen: spiralförmige Höhlen, eingerollte Pflanzen, geschwungene Wege oder Schutzräume könnten die Form wieder aufnehmen.
Figur und Lebensraum verbinden
Formbezug: Wiederhole Formen der Figur im Lebensraum. Ein Wesen mit Blattflügeln könnte zwischen großflächigen Blättern leben.
Farbbezug: Verwende verwandte Farben für Tarnung oder bewusst gegensätzliche Farben für Warnwirkung.
Texturbezug: Eine Rindenhaut wirkt besonders sinnvoll in einer Umgebung mit Bäumen oder felsigen, rissigen Oberflächen.
Funktionsbezug: Körperteile sollen etwas leisten können. Saugnäpfe passen zu glatten Felsen oder Höhlenwänden; breite Flügel zu einem offenen Luftraum; Wurzelfüße zu sumpfigem Boden.
Hauptprojekt: Dein Fantasietier
Phase A: Sammeln und Sortieren
Sammle Bildmaterial aus frei nutzbaren Quellen, eigenen Fotos, Kopien oder bereitgestellten Ausdrucken. Sortiere nicht nur nach Tierarten, sondern nach Formtypen: rund, spitz, lang, verzweigt, gefächert, spiralig, gepanzert, weich, gemustert. Markiere mindestens zwei Tierformen und zwei Pflanzen- oder Naturformen, die Du spannend findest.
Phase B: Experimentieren
Erstelle mindestens drei kleine Probe-Montagen. In jeder Probe soll ein Körperteil eine andere Funktion erhalten als im Ausgangsbild. Beispiel: Ein Blatt wird zum Ohr, ein Tentakel zum Schwanz, ein Vogelflügel zum Kopfschmuck. Entscheide danach, welche Probe Du weiterentwickelst.
Phase C: Komponieren
Baue Deine Figur aus Hauptform, Nebenformen und Details. Prüfe dabei die Silhouette. Vermeide, dass alle Teile gleich groß sind. Ein bis zwei große Formen schaffen Klarheit, kleinere Teile liefern Details. Nutze Überlagerungen, damit die Figur nicht wie eine Reihe nebeneinander geklebter Einzelteile wirkt.
Phase D: Lebensraum gestalten
Entwickle einen Ort, der zu Deinem Wesen passt. Nutze mindestens drei Hinweise auf Lebensweise oder Fähigkeiten. Du kannst Landschaft, Pflanzen, Felsen, Wasser, Himmel, Höhlen oder selbst erfundene Naturformen kombinieren. Wiederhole Farben, Formen oder Texturen aus der Figur im Hintergrund.
Phase E: Titel und Steckbrief
Gib Deinem Wesen einen Namen. Schreibe einen kurzen Steckbrief mit Lebensraum, Nahrung, Fortbewegung, besonderer Fähigkeit und einer sichtbaren Anpassung des Körpers. Der Text soll erklären, was man im Bild erkennen kann.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was bedeutet Silhouette bei einer Figur? (Die von außen erkennbare Umrissform) (!Die Farbmischung im Hintergrund) (!Die Klebstoffmenge unter dem Papier) (!Die Bildunterschrift unter einer Collage)
Welche Handlung gehört besonders zum Montieren von Bildteilen? (Bildteile verschieben drehen und überlagern) (!Nur ganze Fotos unverändert nebeneinanderlegen) (!Ausschließlich mit einem Lineal messen) (!Nur eine einzige Farbe verwenden)
Warum ist es sinnvoll vor dem Kleben mehrere Anordnungen zu testen? (Weil verschiedene Kompositionen verglichen werden können) (!Weil Klebstoff dadurch farbig wird) (!Weil Bildteile danach automatisch größer werden) (!Weil jede Figur symmetrisch sein muss)
Was kann eine Blattader in einem Fantasietier werden? (Ein verzweigtes Flügelgerippe) (!Nur ein unverändertes Blatt) (!Eine fertige Bildunterschrift) (!Ein Klebstoffrand)
Welche Wirkung hat Wiederholung in einer Gestaltung häufig? (Sie kann Rhythmus und Muster erzeugen) (!Sie entfernt automatisch alle Kontraste) (!Sie macht jedes Bild realistisch) (!Sie verhindert jede Bewegung)
Was verbindet Figur und Lebensraum besonders überzeugend? (Wiederkehrende Formen Farben oder Texturen) (!Ein völlig zufälliger Hintergrund) (!Möglichst viele unverbundene Bildteile) (!Eine leere Fläche ohne Bezug zur Figur)
Was bedeutet Skalieren bei einer Montage? (Ein Bildteil vergrößern oder verkleinern) (!Ein Bildteil nur beschriften) (!Ein Bildteil ausschließlich schwarz färben) (!Ein Bildteil festkleben ohne es zu verändern)
Wozu dient Textur in einer Fantasiefigur? (Sie gestaltet die sichtbare Oberflächenwirkung) (!Sie bestimmt ausschließlich den Namen der Figur) (!Sie ersetzt jede Körperform) (!Sie verhindert das Arbeiten mit Kontrasten)
Was ist für eine digitale Collage besonders wichtig? (Die Bildrechte und Lizenzbedingungen der verwendeten Bilder beachten) (!Jedes Bild aus dem Internet ohne Prüfung verwenden) (!Nur fremde Bilder ohne Quellen benutzen) (!Alle Ausgangsbilder unverändert lassen)
Wann wirkt eine Anpassung an den Lebensraum besonders nachvollziehbar? (Wenn ein Körpermerkmal eine erkennbare Funktion in der Umgebung hat) (!Wenn Körper und Umgebung keinerlei Bezug besitzen) (!Wenn alle Teile dieselbe Größe haben) (!Wenn der Hintergrund nur aus Schrift besteht)
Memory
| Silhouette | Außenform |
| Textur | Oberflächenwirkung |
| Schuppe | tierisches Strukturfragment |
| Blattader | pflanzliches Liniennetz |
| Tentakel | bewegliches Formelement |
| Lebensraum | Umgebung des Fantasietiers |
| Überlagerung | Teil liegt vor einem anderen |
| Kontrast | deutlicher Unterschied |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Gestalterische Funktion |
|---|---|
| Eulenauge | Blickfang |
| Farnwedel | geschwungener Schwanz |
| Blattader | verzweigtes Flügelgerippe |
| Rindenstück | raue Tarnhaut |
| Saugnapfreihe | rhythmisches Muster |
| Schneckenhaus | spiraliger Panzer |
...
Montage-Labor
Stelle Dir vor, Du hast sechs ausgeschnittene Teile vor Dir: Auge, Flügel, Blatt, Ranke, Rindenstruktur und Schneckenspirale. Lege zuerst eine ruhige Figur, danach eine bewegte Figur und schließlich eine seltsame Figur. Verändere dabei nur Lage, Größe und Überlagerung. Vergleiche anschließend: Welche Entscheidung verändert den Charakter am stärksten?
| Formteil | Neue Aufgabe in der Fantasiefigur |
|---|---|
| Blatt | Flosse |
| Ranke | Fühler |
| Flügel | Rückenkamm |
| Schneckenspirale | Brustpanzer |
| Rindenstruktur | Tarnhaut |
Kreuzworträtsel
| Collage | Wie heißt eine Technik bei der verschiedene Bildteile auf einer Fläche zusammengefügt werden? |
| Textur | Wie nennt man die sichtbare Oberflächenwirkung eines Materials? |
| Silhouette | Wie heißt die äußere Umrissform einer Figur? |
| Kontrast | Wie nennt man einen deutlich wahrnehmbaren Unterschied in einer Gestaltung? |
| Montage | Wie heißt das Zusammenfügen einzelner Bildelemente zu einer neuen Bildwirkung? |
| Lebensraum | Wie heißt die Umgebung in der ein Wesen lebt? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- G – Formensafari: Fotografiere oder zeichne fünf interessante Tier- oder Pflanzenformen aus Deiner Umgebung und markiere jeweils den spannendsten Ausschnitt.
- G – Silhouettenprobe: Baue aus drei ausgeschnittenen Formen drei verschiedene Umrisse für Fantasietiere und entscheide, welcher am klarsten wirkt.
- G – Texturkarte: Sammle oder zeichne vier Naturtexturen und notiere zu jeder eine mögliche Körperfunktion.
- G – Lebensraumskizze: Zeichne zu einer einfachen Fantasiefigur zwei unterschiedliche Lebensräume und wähle den passenderen aus.
Standard
- M – Montagevarianten: Entwickle aus mindestens fünf Tier- und Pflanzenformen drei unterschiedliche Figuren und fotografiere die Zwischenstände.
- M – Farbkonzept: Erstelle zwei Farbstudien für dasselbe Fantasietier, einmal getarnt und einmal auffällig, und begründe die Wirkung.
- M – Anpassung: Entwirf drei Körpermerkmale, die Deinem Fantasietier in seinem Lebensraum einen erkennbaren Vorteil geben.
- M – Bildgeschichte: Gestalte eine zweite Szene, in der Dein Wesen seinen Lebensraum nutzt, zum Beispiel beim Klettern, Fliegen, Tarnen oder Ruhen.
Schwer
- E – Formverfremdung: Kombiniere mindestens sieben Quellen so, dass einige Ausgangsformen nicht mehr sofort erkennbar sind, aber die Gesamtfigur klar lesbar bleibt.
- E – Digitale Montage: Erstelle eine digitale Version Deiner Figur mit Ebenen, Freistellung, Skalierung und mindestens einer wiederholten Struktur.
- E – Ökosystem: Entwickle neben Deinem Fantasietier zwei weitere erfundene Pflanzen oder Kleinstlebewesen, die mit ihm in Beziehung stehen.
- E – Kuratorischer Text: Schreibe einen kurzen Ausstellungstext, der Deine wichtigsten Entscheidungen zu Form, Textur, Komposition und Lebensraum nachvollziehbar erklärt.


Lernkontrolle
- Form und Funktion: Du erhältst vier unbekannte Naturformen. Entwickle zwei verschiedene Fantasietiere daraus und erkläre, wie dieselbe Form jeweils eine andere Funktion übernimmt.
- Kompositionsvergleich: Vergleiche zwei Anordnungen derselben Bildteile und begründe, welche durch Größenverhältnisse, Überlagerung und Blickfang überzeugender wirkt.
- Lebensraum-Transfer: Ein Fantasietier wird aus einem feuchten Wald in eine trockene Felslandschaft versetzt. Entwirf drei gestalterisch sichtbare Veränderungen am Körper und begründe sie.
- Materialentscheidung: Entscheide, welche Teile Du besser zeichnest, aus Papier collagierst oder digital montierst. Begründe Deine Wahl mit der gewünschten Bildwirkung.
- Bildanalyse: Untersuche eine fremde Fantasiefigur und beschreibe, wie Tierformen, Pflanzenformen, Texturen und Hintergrund miteinander verbunden wurden.
- Überarbeitung: Wähle eine Stelle Deiner eigenen Arbeit, die noch unklar wirkt. Plane eine gezielte Veränderung und erkläre, was dadurch verbessert werden soll.
Lernnachweis
Für den Lernnachweis ist wichtig, dass Du nicht nur ein fertiges Fantasietier zeigst, sondern Deinen Gestaltungsprozess nachvollziehbar machst.
- Ideensammlung: Zeige eine Sammlung aus Tierformen, Pflanzenformen und Naturstrukturen.
- Entwurfsphase: Dokumentiere mindestens drei unterschiedliche Probe-Anordnungen oder Skizzen.
- Gestaltungsentscheidung: Begründe, welche Formen Du ausgewählt, verändert und kombiniert hast.
- Endgestaltung: Präsentiere eine klar komponierte Fantasiefigur mit bewusst eingesetzten Texturen, Größenunterschieden und Überlagerungen.
- Lebensraum: Zeige sichtbar, wie Umgebung und Körpermerkmale der Figur zusammenpassen.
- Reflexion: Erkläre kurz, was besonders gut gelungen ist und was Du bei einer zweiten Version weiterentwickeln würdest.
- Differenzierung: Weise nach, welche Anforderungen des von Dir bearbeiteten G-, M- oder E-Niveaus Du erfüllt hast.
OERs zum Thema
Der Wikipedia-Artikel zur Collage bietet einen Überblick über die künstlerische Technik und ihre Geschichte.
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