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Automobilhandel Service und Mobilitätsangebote – Fahrzeugangebote am Bedarf ausrichten

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Automobilhandel Service und Mobilitätsangebote – Fahrzeugangebote am Bedarf ausrichten

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Automobilhandel Service und Mobilitätsangebote – Fahrzeugangebote am Bedarf ausrichten


Einleitung

Zielgruppe: Auszubildende im Automobilhandel, insbesondere Automobilkaufleute

Lernzeit: Vier kurze Lerneinheiten à 10–15 Minuten plus Praxisaufgaben

Lernziel: Du ermittelst Kundenbedürfnisse, prüfst technische Fahrzeuggrenzen, vergleichst Kosten und entwickelst ein begründetes Fahrzeug- oder Mobilitätsangebot.

Leitfrage: Welches Fahrzeug passt zum tatsächlichen Bedarf – und nicht nur zum ersten Kundenwunsch?

Bild: Autohaus als Lernimpuls. Wikideas1, Wikimedia Commons, CC0.

So lernst Du: Bilder analysieren, Videos auswerten, Beratungsgespräche führen, mit Modellwerten rechnen und Entscheidungen begründen.

Wichtiger Hinweis: Alle Personen, Autohäuser, Fahrzeugmodelle, Angebote, Preise, Verbrauchswerte, Restwerte und Geschäftsfälle dieses Kurses sind fiktiv. Die Bilder zeigen keine der erfundenen Fahrzeugmodelle. Die Zahlen dienen ausschließlich dem Unterricht und stellen weder reale Fahrzeugdaten noch verbindliche Angebote oder gesetzliche Energieverbrauchskennzeichnungen dar.


Dein Ausbildungsauftrag

Du arbeitest im vollständig fiktiven Autohaus Fahrwerk Lernmobil und unterstützt die Kundenberatung.

Deine Aufgabe ist es, für eine Kundin ein geeignetes Fahrzeug auszuwählen und eine mögliche Mobilitätsalternative zu prüfen.

Dabei gilt:

Bedarf verstehen → technische Eignung prüfen → Kosten vergleichen → Empfehlung begründen.


Lerneinheit 1: Fahrprofil und Kundenbedarf

Dauer: 10 Minuten

Bild: Geschwindigkeitsanzeige als Gesprächsimpuls. Greg L. Wright, Wikimedia Commons, CC BY 2.5.

Ein Fahrprofil beschreibt, wie ein Fahrzeug genutzt wird. Dazu gehören Fahrstrecken, Häufigkeit, Beladung, Fahrtzwecke, Standzeiten und besondere Anforderungen.

Entscheidend ist die Unterscheidung zwischen Muss-Kriterien und Wunsch-Kriterien.

Ein Muss-Kriterium ist beispielsweise eine erforderliche Anhängelast. Eine bevorzugte Lackfarbe ist dagegen gewöhnlich ein Wunsch-Kriterium.


Gesprächsmedium: Die erste Kundenberatung

Fiktiver Dialog zum Vorlesen und Vertonen

Kundin Lena Feld: „Ich interessiere mich für ein Elektroauto. Es soll günstig im Alltag sein.“

Beraterin: „Wie viele Kilometer fahren Sie ungefähr im Jahr?“

Kundin: „Etwa 17.000 Kilometer. Ich pendle regelmäßig und fahre mit meiner Familie in den Urlaub.“

Beraterin: „Welche besonderen Anforderungen haben Sie an das Fahrzeug?“

Kundin: „Wir nehmen mehrmals jährlich unseren Wohnwagen mit.“

Dein Auftrag: Übernimm die Beratung. Formuliere drei offene Anschlussfragen.

Hilfestufe 1: Frage zunächst nach der tatsächlichen Nutzung.

Hilfestufe 2: Berücksichtige Wohnwagengewicht, Sitzplätze und Lademöglichkeiten.

Hilfestufe 3: Beginne Deine Fragen mit „Wie“, „Welche“ oder „Wofür“.

Begründetes Feedback: Eine gute Bedarfsanalyse klärt zuerst die Anforderungen. Wer sofort ein bestimmtes Elektroauto empfiehlt, könnte eine unzureichende Anhängelast übersehen.


Der fiktive Kundenfall

Merkmal Angabe
Kundin Lena Feld, vollständig fiktiv
Jahresfahrleistung 17.000 km
Regelmäßiger Arbeitsweg 62 km pro Pendeltag
Personen Vier Personen
Wohnwagen 1.350 kg tatsächliche Masse im beladenen Übungszustand, gebremst
Wohnwagennutzung Sechs Wochenendausflüge pro Jahr
Laden zu Hause Kein privater Ladepunkt
Laden am Arbeitsplatz Öffentliche AC-Ladesäule gelegentlich verfügbar
Anschaffungsbudget Bis 34.000 € brutto
Planungszeitraum Vier Jahre

Basisaufgabe: Bestimme drei Muss-Kriterien und zwei offene Fragen.

Feedback zur Selbstkontrolle: Die erforderliche Anhängelast, ausreichende Sitzplätze und das Budget sind wichtige Muss-Kriterien. Zusätzlich müssen insbesondere Stützlast, zulässige Fahrzeug- und Zuggesamtmassen sowie die Fahrerlaubnis geprüft werden. Ein bestimmter Antrieb ist zunächst nur eine Präferenz der Kundin.


Lerneinheit 2: Technische Grenzen

Dauer: 15 Minuten

Bild: Auto mit Wohnwagen. Calistemon, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.


Anhängelast und Zuladung

Anhängelast: Welche Anhängermasse darf das Fahrzeug ziehen?

Stützlast: Welche senkrechte Kraft darf am Kupplungspunkt wirken?

Zuladung: Welche zusätzliche Masse darf im Fahrzeug mitgeführt werden?

Zulässige Gesamtmasse: Welche Gesamtmasse darf das beladene Fahrzeug nicht überschreiten?

Die entscheidenden Werte findest Du in den technischen Fahrzeugdaten und Genehmigungsunterlagen.

In der Zulassungsbescheinigung Teil I stehen unter anderem:

  1. O.1: Technisch zulässige Anhängelast, gebremst.
  2. O.2: Technisch zulässige Anhängelast, ungebremst.
  3. F.2: Im Zulassungsmitgliedstaat zulässige Gesamtmasse.

Auch die Fahrerlaubnis und gegebenenfalls die zulässige Zuggesamtmasse sind zu prüfen.

Merke: Ein Fahrzeug darf nicht allein deshalb einen Anhänger ziehen, weil eine Anhängerkupplung vorhanden ist.


Video: Elektroauto mit Wohnwagen

ADAC: Mit E-Auto und Wohnwagen in den Urlaub – Verbrauch und Reichweite in der Praxis.

Videoauftrag: Erkenne zwei Schwierigkeiten beim Reisen mit einem elektrischen Zugfahrzeug.

Feedback: Das Gespann benötigt häufig mehr Energie. Außerdem können Ladestationen mit angehängtem Wohnwagen schwer zugänglich sein. Das schließt Elektrofahrzeuge mit geeigneter Anhängelast jedoch nicht grundsätzlich aus.


Ladeanschlüsse und Reichweite

Grafik: Typ-2- und CCS-Anschlüsse. Mliu92, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.

Bild: AC-Ladesäule. Matti Blume, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.

AC-Laden: Laden mit Wechselstrom, in Europa bei Elektroautos typischerweise über Typ 2.

DC-Laden: Schnellladen mit Gleichstrom, bei europäischen Elektroautos häufig über CCS.

Wichtig: Eine leistungsfähige Ladesäule garantiert keine entsprechend hohe Ladeleistung. Fahrzeugtechnik, Batterietemperatur und Ladezustand begrenzen die tatsächlich erreichbare Leistung.

Bild: DC-Schnellladesäule. Asurnipal, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.


Video: Warum die Reichweite schwankt

ADAC: Erklärvideo über WLTP-Reichweitenangaben und Einflussfaktoren im Fahrbetrieb.

Der WLTP liefert standardisierte Vergleichswerte. Die tatsächlich erreichbare Reichweite verändert sich unter anderem durch Temperatur, Geschwindigkeit, Beladung, Fahrstil und Anhängerbetrieb.


Video: Reichweite bei winterlichen Bedingungen

ADAC: 25 E-Autos im Winterreichweitentest, veröffentlicht 2025.

Anwendungsfrage: Warum genügt eine angegebene elektrische Reichweite nicht als alleinige Entscheidungsgrundlage?

Feedback: Testwerte machen Fahrzeuge vergleichbar, garantieren aber keine bestimmte individuelle Reichweite. Nutzungsbedingungen und Ladestopps müssen zusätzlich betrachtet werden.


Lerneinheit 3: Fahrzeugangebote vergleichen

Dauer: 15 Minuten


Drei fiktive Fahrzeugangebote

Ausschließlich simulierte Unterrichtsdaten, Stand des Übungsfalls Oktober 2026.

Die drei Fahrzeuge sind frei erfundene Modelle. Die Verbrauchs- und Reichweitenangaben sind Modellannahmen, keine amtlichen WLTP-Werte.

Merkmal Modell E Modell H Modell K
Antrieb Elektro Vollhybrid mit Benzinmotor Benzin
Kaufpreis brutto 32.000 € 30.000 € 27.000 €
Sitzplätze 5 5 5
Anhängelast gebremst 800 kg 1.200 kg 1.600 kg
Angenommener Verbrauch 18,5 kWh/100 km 5,5 l/100 km 6,7 l/100 km
Angenommene elektrische Reichweite 340 km Nicht extern aufladbar Entfällt
Jährliche Wartungspauschale 400 € 500 € 550 €
Angenommener Verkaufserlös nach vier Jahren 17.000 € 15.000 € 13.000 €

Modellannahmen: Alle Kaufpreise und Wartungspauschalen sind als Bruttopreise einschließlich der gesetzlichen Umsatzsteuer von 19 % modelliert. Die Restwerte sind unsichere fiktive Prognosen. Ausstattungs- und Gewichtsfreigaben realer Fahrzeuge müssen stets einzeln geprüft werden.


Interaktiver Ausbildungsfall: Die Auswahlentscheidung

Frage: Welche der drei Fahrzeugvarianten erfüllt die geforderte gebremste Anhängelast von 1.350 kg?

Welches Fahrzeug erfüllt im fiktiven Fall die Anhängelastanforderung? (Modell K) (!Modell E) (!Modell H) (!Alle drei Modelle)




Feedback: Modell E liegt 550 kg unter der Anforderung. Modell H liegt 150 kg darunter. Modell K bietet im Modell 250 kg Abstand zwischen benötigter Masse und angegebener Anhängelast. Weitere technische Grenzen und die Fahrerlaubnis bleiben prüfpflichtig.

Hilfestufe 1: Vergleiche ausschließlich das Muss-Kriterium Anhängelast.

Hilfestufe 2: Stelle die geforderten 1.350 kg jeder Tabellenangabe gegenüber.

Hilfestufe 3: Streiche alle Fahrzeuge mit weniger als 1.350 kg gebremster Anhängelast.


Kaufmännischer Vergleich

Für alle Varianten gelten dieselben fiktiven Preisannahmen:

Kalkulationsgröße Modellannahme
Jahresfahrleistung 17.000 km
Strompreis 0,35 €/kWh
Benzinpreis 1,85 €/Liter
Nutzungszeitraum 4 Jahre
Umsatzsteuer 19 % Regelsteuersatz

Formel für jährliche Energiekosten:

Jahreskilometer ÷ 100 × Verbrauch je 100 km × Energiepreis

Formel für vereinfachte Vierjahreskosten:

Kaufpreis − angenommener Verkaufserlös + vier Jahre Energiekosten + vier Jahre Wartungskosten

Dieses Modell ist eine vereinfachte TCO-Betrachtung. Es enthält noch keine Versicherung, Kraftfahrzeugsteuer, Finanzierungskosten, Reparaturrisiken, Reifen, Ladeverluste oder sonstige Nebenkosten. Es ist deshalb keine vollständige Kostenprognose.


Musterrechnung für Modell K

Jährlicher Benzinbedarf:

17.000 ÷ 100 × 6,7 = 1.139 Liter

Jährliche Kraftstoffkosten:

1.139 × 1,85 € = 2.107,15 €

Vereinfachte Vierjahreskosten:

27.000 € − 13.000 € + 4 × (2.107,15 € + 550 €)

= 24.628,60 €

Monatlicher Modell-Durchschnitt über 48 Monate:

24.628,60 € ÷ 48 = 513,10 €

Wichtig: Dieser rechnerische Durchschnitt ist keine Kredit- oder Leasingrate und umfasst nicht alle tatsächlichen Fahrzeugkosten.


Ergebnis des Produktvergleichs

Kennzahl Modell E Modell H Modell K
Energiekosten jährlich 1.100,75 € 1.729,75 € 2.107,15 €
Vereinfachte Vierjahreskosten 21.003,00 € 23.919,00 € 24.628,60 €
Geforderte Anhängelast erfüllt? Nein Nein Ja

Begründetes Feedback: Im vereinfachten Kostenmodell ist das Elektrofahrzeug günstiger. Für den beschriebenen regelmäßigen Wohnwageneinsatz ist es wegen seiner fiktiven Anhängelast dennoch ungeeignet. Eine günstige Kalkulation ersetzt nicht die technische Bedarfsprüfung.


Lerneinheit 4: Mobilitätsangebote und Verkaufsgespräch

Dauer: 10 Minuten

Nicht jeder Mobilitätsbedarf muss zwingend mit dem eigenen Fahrzeug erfüllt werden.

Mögliche Mobilitätsangebote sind:

  1. Autovermietung: Ein passendes Zugfahrzeug zeitweise nutzen.
  2. Carsharing: Fahrzeuge für geeignete einzelne Fahrten nutzen.
  3. Leasing: Ein Fahrzeug nach vertraglich geregelten Bedingungen nutzen.
  4. Fahrzeugfinanzierung: Den Kaufpreis über eine Finanzierung bezahlen.
  5. Werkstattersatzwagen: Mobilität während eines Werkstattaufenthalts sichern.

Kauf, Leasing, Miete und Finanzierung haben unterschiedliche Kosten, Risiken, Eigentums- und Rückgaberegeln. Eine einfache Monatsrate erlaubt deshalb keinen vollständigen Wirtschaftlichkeitsvergleich.


Transferfall: Elektroauto plus Mietwagen

Eine weitere fiktive Lösung lautet:

Modell E für den Alltag und ein geeignetes Mietfahrzeug für Wohnwagenausflüge.

Annahme: Sechs Ausflüge pro Jahr, jeweils zwei Miettage, Mietpreis 95 € brutto pro Tag.

Jährliche Mietkosten:

6 × 2 × 95 € = 1.140 €

Vierjährige Zusatzkosten:

4 × 1.140 € = 4.560 €

Vereinfachte Vierjahreskosten der Kombination:

21.003 € + 4.560 € = 25.563 €

Feedback: Die Kombination liegt in dieser Teilrechnung 934,40 € über den Kosten von Modell K. Kraftstoff für den Mietwagen, zusätzliche Gebühren und mögliche Versicherungsleistungen sind noch nicht berücksichtigt. Vor einer Empfehlung müssen Anhängelast, Fahrerlaubnis, Verfügbarkeit und Mietbedingungen geprüft werden.

Transferfrage: Wie könnte sich die Entscheidung ändern, wenn Lena den Wohnwagen nur einmal jährlich nutzt?


Gesprächsmedium: Die begründete Empfehlung

Fiktives Rollenspiel

Kundin: „Das Elektroauto ist doch günstiger. Warum empfehlen Sie mir ein anderes Modell?“

Beraterin: „Die berechneten Nutzungskosten sind tatsächlich niedriger. Allerdings darf dieses konkrete Modell Ihren Wohnwagen nicht mit der erforderlichen Masse ziehen.“

Kundin: „Gibt es trotzdem eine elektrische Lösung?“

Beraterin: „Ja. Wir könnten nach einem anderen Elektrofahrzeug mit ausreichender Anhängelast suchen oder die Kosten eines geeigneten Mietwagens für Ihre Ausflüge vergleichen.“

Deine Aufgabe: Sprich den Dialog als Audio ein, tausche die Rollen und erweitere das Gespräch um zwei Rückfragen.

Begründetes Feedback: Gute Beratung respektiert den Wunsch der Kundin, erläutert nachvollziehbar die Grenzen des konkreten Angebots und entwickelt realistische Alternativen. Eine Antriebsart wird nicht pauschal ausgeschlossen.


Rechts- und Angebotscheck

Rechtsstand der fachlichen Quellenprüfung: 11. Oktober 2026, Deutschland.

Gesamtpreise: Nach §§ 2 und 3 Preisangabenverordnung ist bei Verbraucherangeboten grundsätzlich der Gesamtpreis einschließlich Umsatzsteuer und sonstiger Preisbestandteile auszuweisen.

Umsatzsteuer: Für den regulär besteuerten Neuwagenverkauf gilt nach § 12 Abs. 1 UStG der Regelsteuersatz von 19 %.

Energieverbrauchskennzeichnung: Die Pkw-Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung regelt für neue Pkw unter anderem Verbrauchs-, CO₂- und Energieinformationen. Je nach Angebots- oder Werbeform unterscheiden sich die konkreten Pflichtangaben. Bei der Ausstellung am Verkaufsort sind die vorgeschriebenen Hinweise und Aushänge zu beachten; die Werbung für neue Pkw unterliegt zusätzlichen Regeln.

Finanzierung: Bei Verbraucherdarlehen und entsprechender Werbung gelten besondere Informations- und Preisangabenpflichten nach §§ 16 bis 19 PAngV.

Im Übungsfall: Da die Fahrzeugmodelle frei erfunden sind und keine genehmigten fahrzeugspezifischen WLTP-Daten vorliegen, dürfen die Modelltabellen nicht als rechtskonforme Neuwagenwerbung oder vorgeschriebene Pkw-Kennzeichnung verwendet werden. Für reale Angebote sind die gültigen Fahrzeugdaten und Pflichtangaben einzuholen.


Fachquellen für die Ausbildung

  1. Preisangabenverordnung – § 3 Gesamtpreis
  2. Preisangabenverordnung – Finanzdienstleistungen und Werbung
  3. Umsatzsteuergesetz – § 12 Steuersätze
  4. Pkw-EnVKV – Kennzeichnung am Verkaufsort
  5. Pkw-EnVKV – Werbung
  6. ADAC – Anhängelast und Fahrzeugpapiere
  7. ADAC – Stützlast
  8. ADAC – Elektroautos mit Anhängelast, 2026
  9. ADAC – Ladestecker
  10. ADAC – Schnellladen

Medienrechte: Die verwendeten Wikimedia-Commons-Dateien besitzen auf ihren jeweiligen Dateiseiten ausgewiesene CC0- beziehungsweise Creative-Commons-Lizenzen. Urheber und Lizenz sind an den Bildern genannt. Bei Weiterverwendung sind die vollständigen Lizenzbedingungen und gegebenenfalls die Weitergabe unter gleichen Bedingungen zu beachten. Die ADAC-Videos sind verifizierte Originalveröffentlichungen auf YouTube und werden lediglich über den YouTube-Player eingebettet; eine freie Nachnutzung der Videodateien wird nicht behauptet. Die Verfügbarkeit einer Einbettung hängt von den Plattform- und Rechteinhabereinstellungen ab.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was beschreibt ein Fahrprofil? (Die tatsächliche Nutzung eines Fahrzeugs) (!Ausschließlich den Kaufpreis) (!Nur die Fahrzeugfarbe) (!Die Gewinnspanne des Autohauses)




Welche Kundenangabe ist im Ausbildungsfall ein entscheidendes Muss-Kriterium? (Die benötigte Anhängelast) (!Die bevorzugte Lackfarbe) (!Das Design des Fahrzeugschlüssels) (!Die Farbe der Sitznähte)




Welches fiktive Fahrzeug erfüllt die geforderte gebremste Anhängelast? (Modell K) (!Modell E) (!Modell H) (!Keines der Modelle)




Welches Feld der Zulassungsbescheinigung Teil I enthält die gebremste Anhängelast? (O.1) (!F.2) (!O.2) (!P.1)




Welcher Anschluss wird in Europa häufig für AC-Laden von Elektroautos verwendet? (Typ 2) (!HDMI) (!USB-A) (!VGA)




Welche Aussage über elektrische Reichweiten ist richtig? (Die tatsächliche Reichweite hängt von den Einsatzbedingungen ab) (!Die Reichweite bleibt bei jeder Temperatur gleich) (!Ein Wohnwagen verändert den Verbrauch grundsätzlich nicht) (!Die Ladeleistung ist immer konstant)




Wie hoch sind die berechneten jährlichen Kraftstoffkosten von Modell K? (2107,15 Euro) (!1139 Euro) (!550 Euro) (!17000 Euro)




Welche Preisangabe ist bei einem regulären Verbraucherangebot grundsätzlich erforderlich? (Gesamtpreis einschließlich Umsatzsteuer) (!Nur der Nettopreis) (!Nur der Herstellerlistenpreis) (!Nur die monatliche Betriebskostenpauschale)




Welche Kostenposition gehört zu einer umfassenden Fahrzeugkostenbetrachtung? (Der Wertverlust des Fahrzeugs) (!Die Farbe des Prospekts) (!Die Besucherzahl des Autohauses) (!Die Anzahl der Werbeplakate)




Was ist eine sinnvolle Alternative bei zeitweiligem Bedarf an hoher Anhängelast? (Einen geeigneten Mietwagen prüfen) (!Eine unzulässige Anhängelast überschreiten) (!Die technischen Fahrzeugdaten ignorieren) (!Einen nicht zugelassenen Anhänger einsetzen)




Begründetes Quiz-Feedback: Entscheidend ist die Reihenfolge von Bedarfsermittlung, technischer Prüfung und Kostenanalyse. Besonders wichtig sind die gebremste Anhängelast im Feld O.1, die Unterscheidung zwischen Test- und Praxisreichweite und die Einbeziehung des Wertverlusts. Eine rechnerisch günstige Variante ist nicht automatisch geeignet.


Memory

Fahrprofil Nutzung und Fahrstrecken
Anhängelast Zulässige gezogene Last
Stützlast Senkrechte Kraft am Kupplungspunkt
AC-Laden Wechselstrom
DC-Laden Gleichstrom
Restwert Erwarteter Verkaufserlös
Bedarfsanalyse Systematische Kundenermittlung
Gesamtpreis Endbetrag mit Preisbestandteilen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Fahrprofil Regelmäßige Pendelstrecke
Anhängelast Wohnwageneinsatz
Lademöglichkeit Arbeitsplatzladesäule
Preisangabe Verbraucherendpreis
Mobilitätsdienst Mietfahrzeug
Restwert Späterer Fahrzeugverkauf
Kundenwunsch Bevorzugte Lackfarbe





Kreuzworträtsel

Fahrprofil Wie nennt man die Beschreibung der individuellen Fahrzeugnutzung?
Anhaengelast Welche technische Grenze ist beim Ziehen eines Wohnwagens wichtig?
Stuetzlast Wie heißt die senkrechte Kraft am Kupplungspunkt?
Restwert Wie bezeichnet man den erwarteten Verkaufserlös nach der Nutzungszeit?
Gesamtpreis Welcher Preis umfasst die Umsatzsteuer und weitere Preisbestandteile?
Wallbox Wie nennt man einen typischen fest installierten Ladepunkt am Gebäude?





LearningApps

Die Einbettung öffnet eine thematische Suche bei LearningApps. Eine bereits vorhandene passende Lernanwendung ist damit nicht garantiert.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Die Beschreibung der Fahrzeugnutzung heißt

.
Im Beratungsgespräch helfen offene Fragen bei der

.
Eine unbedingt erforderliche Eigenschaft ist ein

.
Die technisch zulässige gezogene Last nennt man

.
Die senkrechte Kraft am Kupplungspunkt heißt

.
An einer typischen AC-Ladesäule wird

genutzt.
Bei einem typischen europäischen CCS-Schnellladeanschluss wird

verwendet.
Standardisierte Verbrauchs- und Reichweitenwerte werden unter anderem mit dem

ermittelt.
Der erwartete spätere Verkaufserlös heißt

.
Eine umfassende Kostenbetrachtung berücksichtigt auch den

.
Ein Verbraucherangebot muss grundsätzlich den

ausweisen.
Ein zeitweise genutztes Ersatzfahrzeug kann über eine

bereitgestellt werden.




Gestufte kaufmännische Aufgaben


Basisaufgabe: Anforderungen erkennen

Aufgabe: Entscheide, ob das bevorzugte Elektroauto im fiktiven Fall unmittelbar empfohlen werden kann.

Hilfe 1: Lies die Angaben zur Wohnwagennutzung.

Hilfe 2: Vergleiche die erforderliche Anhängelast mit Modell E.

Hilfe 3: 1.350 kg werden benötigt, aber Modell E darf im Modell nur 800 kg ziehen.

Musterfeedback: Eine unmittelbare Empfehlung wäre fachlich falsch. Das Modell verfehlt ein Muss-Kriterium. Ein anderes Elektrofahrzeug mit höherer freigegebener Anhängelast kann dennoch infrage kommen.


Anwendungsaufgabe: Vierjahreskosten berechnen

Aufgabe: Berechne die vereinfachten Vierjahreskosten von Modell H.

Hilfe 1: Beginne mit den jährlichen Kraftstoffkosten.

Hilfe 2: Verwende 170 × 5,5 × 1,85.

Hilfe 3: Addiere vier Jahre Kraftstoff und Wartung zum Kaufpreis abzüglich des angenommenen Restwerts.

Musterlösung: 1.729,75 € jährliche Kraftstoffkosten. Vierjahreskosten: 30.000 € − 15.000 € + 4 × (1.729,75 € + 500 €) = 23.919 €.

Begründetes Feedback: Die Rechnung ist unter den Annahmen korrekt. Modell H ist jedoch für den geforderten Wohnwagenbetrieb technisch ungeeignet. Der Preis allein darf daher die Entscheidung nicht bestimmen.


Transferaufgabe: Verändertes Nutzungsprofil

Aufgabe: Lena verwendet den Wohnwagen künftig nicht mehr und erhält einen verlässlich nutzbaren Ladeplatz am Arbeitsplatz. Welche Variante würdest Du jetzt näher untersuchen?

Hilfe 1: Prüfe, welche Muss-Kriterien sich verändert haben.

Hilfe 2: Vergleiche nun insbesondere Energieversorgung, Kosten und Alltagstauglichkeit.

Hilfe 3: Berücksichtige die günstigeren Modellkosten von E und die weiterhin offenen tatsächlichen Reichweiten- und Ladefragen.

Begründetes Feedback: Modell E wird unter den neuen Bedingungen zu einer plausiblen Option. Die technische Hürde entfällt. Die neue Empfehlung muss dennoch auf geklärten Ladebedingungen und einer möglichst vollständigen Kostenbetrachtung beruhen.


Offene Aufgaben


Leicht

  1. Fahrprofil: Zeichne ein einfaches Fahrprofil für die fiktive Kundin Lena Feld.
  2. Fragetechnik: Erstelle fünf offene Fragen für ein Kundenberatungsgespräch.
  3. Fahrzeugtechnik: Gestalte eine Bildkarte mit den Begriffen Anhängelast, Stützlast und Zuladung.
  4. Verkaufsgespräch: Produziere eine einminütige Audioaufnahme eines fiktiven Erstgesprächs.


Standard

  1. Produktvergleich: Erstelle eine übersichtliche Angebotsmatrix für die drei Modellfahrzeuge und kennzeichne die Ausschlusskriterien.
  2. Kostenrechnung: Berechne die jährlichen Energie- und Wartungskosten aller Varianten und erläutere mögliche Abweichungen von der Realität.
  3. Verbraucherschutz: Gestalte eine Lernkarte mit den rechtlichen Grundregeln für Gesamtpreis, Umsatzsteuer und Neuwagenkennzeichnung.
  4. Autovermietung: Vergleiche das eigene Zugfahrzeug mit einer Kombination aus Elektroauto und geeigneten Mietfahrzeugen.


Schwer

  1. Szenarioanalyse: Untersuche, wie sich die Empfehlung bei einer erforderlichen Anhängelast von nur 700 kg verändert.
  2. Sensitivitätsanalyse: Berechne, welchen Einfluss höhere Energiepreise und niedrigere Restwerte auf die Angebotsreihenfolge haben.
  3. Mobilitätskonzept: Entwickle eine kombinierte Lösung aus eigenem Fahrzeug, zeitweiliger Miete und alternativen Verkehrsmitteln.
  4. Kundenberatung: Produziere ein dreiminütiges Beratungsvideo mit fiktiven Rollen, nachvollziehbarer Rechnung, technischen Einschränkungen und einer begründeten Empfehlung.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Die Aufgaben prüfen die Anwendung des Gelernten, nicht das reine Auswendiglernen.

  1. Bedarfsgerechte Beratung: Begründe anhand eines neuen fiktiven Kundenprofils, weshalb eine zunächst gewünschte Fahrzeugvariante ungeeignet sein könnte.
  2. Technische Fahrzeugprüfung: Entwickle eine Prüfstrategie für ein Fahrzeug mit Anhängerbetrieb und beschreibe die notwendigen Fahrzeug- und Führerscheindaten.
  3. Wirtschaftlichkeit: Berechne und erläutere anhand veränderter Modellwerte, weshalb der niedrigste Kaufpreis nicht automatisch die niedrigsten Nutzungskosten bedeutet.
  4. Elektromobilität: Erkläre, wie Ladeinfrastruktur und Fahrprofil die Eignung eines Elektrofahrzeugs beeinflussen.
  5. Mobilitätsangebote: Vergleiche Kauf und zeitweise Fahrzeugmiete für zwei unterschiedlich intensive Nutzungsprofile.
  6. Verantwortungsvolle Verkaufsberatung: Formuliere eine fachlich begründete Empfehlung, die technische, wirtschaftliche und kundenbezogene Aspekte nachvollziehbar abwägt.


Bewertungsraster

Bewertungskriterium Punkte Begründetes Feedback
Bedarf erfasst 0–3 Vollständig, wenn Muss-Kriterien und offene Fragen berücksichtigt werden
Technische Grenzen geprüft 0–3 Vollständig, wenn Anhängelast, weitere Massen und erforderliche Fahrerlaubnis berücksichtigt werden
Kosten sachgerecht verglichen 0–3 Vollständig, wenn Rechenweg, Zeitraum und Modellgrenzen erkennbar sind
Empfehlung nachvollziehbar 0–3 Vollständig, wenn Vorteile, Risiken und Alternativen abgewogen werden

Maximal: 12 Punkte.

Orientierung: 10–12 Punkte = sicherer Transfer; 7–9 Punkte = überwiegend sicher; 4–6 Punkte = weitere Übung erforderlich; 0–3 Punkte = Grundlagen erneut bearbeiten.


Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis erstellst Du eine kleine digitale Beratungsmappe mit ausschließlich fiktiven Kundendaten.

  1. Dokumentiertes Fahrprofil mit Muss- und Wunsch-Kriterien.
  2. Technische Eignungsprüfung der ausgewählten Fahrzeuge.
  3. Vergleichstabelle mit mindestens drei Fahrzeugangeboten.
  4. Nachvollziehbare Beispielrechnung zu den Fahrzeugkosten.
  5. Begründete Fahrzeugempfehlung einschließlich eines möglichen Mobilitätsangebots.
  6. Kurze Reflexion über Unsicherheiten, Modellannahmen und rechtliche Pflichtangaben.
  7. Eigene Bewertung des Beratungsprozesses anhand des Bewertungsrasters.

Erfolgreicher Lernnachweis: Du kannst Deine Entscheidung erklären, rechnerisch nachvollziehen und fachlich gegen eine ungeeignete Alternative abgrenzen.




OERs zum Thema


Autohaus


Verkaufsgespräch


Total Cost of Ownership


Ergänzende freie Materialien

  1. Wikimedia Commons – Autohaus, CC0
  2. Wikimedia Commons – Tachometer und Geschwindigkeitsanzeige, CC BY 2.5
  3. Wikimedia Commons – Auto mit Wohnwagen, CC BY-SA 4.0
  4. Wikimedia Commons – Ladestecker, CC BY-SA 4.0
  5. Wikimedia Commons – AC-Ladesäule, CC BY-SA 4.0
  6. Wikimedia Commons – Schnellladestation, CC BY-SA 4.0


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