Zum Inhalt springen

Außenanlagen planen - Bautechnischer Konstrukteur - LF 13 (TVL)

Aus MOOCsWiki Staging
aiMOOC-Siegel aiMOOC

Außenanlagen planen - Bautechnischer Konstrukteur - LF 13 (TVL)

QR-Code



Einleitung

Du bearbeitest als angehende bautechnische Konstrukteurin oder angehender bautechnischer Konstrukteur der Fachrichtung Tief-, Verkehrswege- und Landschaftsbau einen öffentlichen Freiraum: Wege, ruhender Verkehr, Rampen, Außentreppen, Grün und Regenwasser müssen auf einem Gelände zusammenpassen. Ziel ist nicht eine schöne Zeichnung allein, sondern eine nachvollziehbare, sichere, barrierebewusste und ökologisch begründete Planung. Du analysierst einen fiktiven Auftrag, wertest Topografie und Bestandsdaten aus, entwickelst Varianten, berechnest ausgewählte Maße, erzeugst Lageplan und Details, prüfst die Unterlagen und dokumentierst Entscheidungen.

Das Lernfeld 13 (TVL) „Außenanlagen planen“ ist im KMK-Rahmenlehrplan vom 28.03.2025, Seite 31 dem 3. Ausbildungsjahr mit 60 Unterrichtsstunden zugeordnet. Die BIBB-Berufsbeschreibung betont digitale Planungsprozesse, Zeichnen, Berechnen, Planverwaltung, Nachhaltigkeit und Qualitätssicherung. Andere Fachrichtungen liefern Schnittstellen, sind hier aber keine zusätzlichen Pflicht-Lernfelder. Dieser Lernkurs ersetzt weder betriebliche Unterweisung noch Fachplanung, statische Nachweise, Genehmigungen oder die Prüfung einschlägiger Vorschriften. Maßgeblich bleiben betrieblicher Ausbildungsplan, Landeslehrplan und zuständige Industrie- und Handelskammer.

Lernweg: Auftrag verstehen → Grundlagen und Varianten prüfen → Lageplan sowie Schnitte und Details konstruieren → fachbezogen rechnen → ökologische und technische Qualität prüfen → Ergebnisse präsentieren und Arbeit reflektieren. Alle Orts-, Höhen- und Projektdaten des Praxisfalls sind erfunden.


Auftrag, Funktionsflächen und Gelände analysieren


Auftrag und Nutzungskonflikte erfassen

Ein Auftrag für öffentliche Außenanlagen nennt Fläche, Nutzung, Bestand, Budget und geforderte Produkte. Ordne die Teilflächen funktional: Zuwegung führt zu Eingängen, ruhender Verkehr umfasst Stellplätze und Bewegungsflächen, Erholungsflächen ermöglichen Aufenthalt, Grünflächen dienen Gestaltung, Lebensraum, Kühlung und Wasserhaushalt. Für jeden Bereich prüfst du Besuchsfrequenz, Kinder und mobilitätseingeschränkte Menschen, Wartung, Rettungswege, Lieferverkehr, Eigentumsgrenzen, Schutz vorhandener Bäume und Konflikte mit Leitungen. Formuliere messbare Kriterien: stufenlos erreichbarer Haupteingang, sichere Sichtbeziehungen, ausreichend Bewegungsraum, kontrollierte Entwässerung und geringer Versiegelungsgrad.

Eine Anforderungsmatrix unterscheidet „verbindliche Vorgabe“, „Planungsannahme“ und „noch abzuklären“. So darf eine ungeprüfte Zufahrtsbreite nicht nachträglich als verbindliche Norm ausgegeben werden. Für Stellplätze ermittelst du Verkehrsaufkommen, Ein- und Ausstiegsräume, Fahrradbügel, Lade- und Lieferzonen sowie barrierefreie Stellplätze. Hinweise bieten die FGSV-Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs (EAR 2023, Korrekturen Februar 2025); projektbezogen sind Straßenbaulastträger und die aktuelle Rechtslage zu beteiligen: FGSV-Korrekturen.


Topografie, Höhen und Bestand richtig lesen

Topografie ist die räumliche Form des Geländes. Du nutzt Vermessungspunkte mit x-, y- und z-Koordinaten, Höhenlinien, digitale Geländemodelle, Katastergrundlagen und örtlich überprüfte Bestandspläne. Bei einer Höhe von 101,00 m an der Westkante und 100,60 m an der 40 m entfernten Ostkante beträgt die mittlere Neigung (101,00 − 100,60) / 40 = 0,01 = 1 %. Dies ist ein rechnerischer Geländeverlauf und noch kein Nachweis für die Entwässerung einzelner befestigter Flächen: Bordsteine, Mulden, Türen und lokale Tiefpunkte verändern Fließwege.

Vor Beginn einer Bestandsaufnahme klärst du sichere Zugänglichkeit und die Erlaubnis zur Datenerfassung. Leitungspläne müssen bei zuständigen Betreibern abgefragt, Geltungsdatum und Unsicherheit dokumentiert werden. Verwende für Lernaufgaben ausschließlich synthetische Geländedaten und keine personenbezogenen Fotos, Adressen oder Projektakten. Eine reale Vermessung an Verkehrsflächen oder in Baustellenbereichen findet nur nach Freigabe und unter befugter Aufsicht statt; alternativ arbeitest du mit CAD-Modellen und Fotobeispielen ohne Personenbezug.


Lageplan, Maßstab und digitale Informationskette

Ein Lageplan zeigt Grundstücksgrenzen, Nordpfeil, Maßstab, Koordinatenbezug, Höhenpunkte, Verkehrsflächen, Stellplätze, Treppen, Rampen, Hangsicherung, Bäume, Oberflächenwasserführung, Legende und Planstand. Unterscheide Bestand, Rückbau und Planung durch eindeutig erläuterte Linienarten, Schraffuren und Symbole. Bei 1:200 erscheinen 40 m in Wirklichkeit als 20 cm auf dem Plan, 30 m als 15 cm. Vermerke Maße in der vereinbarten Einheit und Höhen in einem einheitlichen Höhenbezug. Schnitte und Details nutzen größere Maßstäbe, wenn ein Lageplan keine konstruktive Aussage ermöglicht.

Im digitalen Arbeitsablauf kontrollierst du georeferenzierte Bestandsdaten, Maßstäbe und Einheiten beim CAD/GIS-Import, ordnest Elemente sachgerecht auf Ebenen an, nutzt nachvollziehbare Dateinamen und versiehst Ausgaben mit Version, Datum, Prüferfeld und Status. Eine modellbasierte Kollisionsprüfung kann Pflanzgrube, Fundamente, Entwässerung und Leitungen vergleichen; sie ersetzt nicht die Bestätigung der Leitungsbetreiber. Falsche Einheiten beim Import, ungeklärte Höhenbezüge und fehlende Querverweise zwischen Schnitt und Lageplan sind typische Planungsfehler.


Wege, Stellplätze, Rampen und Außentreppen


Nutzungsgerechte Oberflächen und ruhender Verkehr

Der Oberbau eines Wegs muss Nutzung, Tragfähigkeit, Entwässerung, Frost und Unterhaltung berücksichtigen. Eine wasserdurchlässige Befestigung lässt über Belag oder Fugen Wasser passieren, sofern Bettung, Tragschichten und Untergrund dazu geeignet sind. Das ist weder automatisch vollständig unversiegelt noch in jedem Boden zulässig. Sicherheitsrelevante Verkehrsflächen benötigen geeignete Ebenheit, Rutschhemmung und ein Wartungskonzept; die geeignete Bauweise legst du mit der Fachplanung fest. Für Stellplätze planst du getrennte Fahr-, Geh- und Bewegungsflächen, sichere Querungen und Ladepunkte nur nach Vorgabe. Die 2023er EAR und die projektbezogenen Regelungen sind bei der Bemessung zu prüfen.

Bildanalyse: Wasserdurchlässige Pflasterfläche am Campus Ås. Welche Schichten und Fugen müsstest du im Schnitt zusätzlich prüfen? Bild: Alexander Henriksen, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0.


Barrierefreie Verbindungen statt bloßer Rampensymbole

Für den öffentlichen Verkehrs- und Freiraum ist insbesondere DIN 18040-3:2014-12 (bei DIN Media als aktuell ausgewiesen) einschlägig; bei öffentlich zugänglichen Gebäuden und ihren Erschließungen kommt je nach Anwendungsfall DIN 18040-1 hinzu. Prüfe immer die konkrete rechtliche Einführung, landesrechtliche Vorgaben und die örtlichen Anforderungen. Barrierefreiheit umfasst neben stufenlosen Wegen auch Orientierung, Kontraste, taktile und visuelle Informationen, sichere Querungen und Bewegungsflächen. Die Universität der Bundeswehr München erläutert für Wege nach DIN 18040-3 grundsätzlich 3 % Längsneigung und mögliche Abschnitte über 3 bis 6 % mit Zwischenpodesten; die Sonderfälle dürfen nicht pauschal angewandt werden.

Ein Rampenlauf überwindet eine Höhendifferenz mit definierter Neigung. Für eine einfache barrierefreie Rampensituation zeigen DGUV-Planungshinweise als Orientierung höchstens 6 % Neigung, wenigstens 1,20 m nutzbare Breite, höchstens 6 m Lauf und 1,50 m lange Zwischenpodeste bei mehreren Läufen; oben und unten sind Bewegungsflächen von 1,50 × 1,50 m dargestellt. Sie ersetzen keine Einzelfallprüfung nach der zutreffenden Norm.

Beispiel: Unterschied der Anschlusshöhen 0,30 m; gewählter Rampenlauf 6,00 m. Neigung = 0,30 / 6,00 × 100 = 5,0 %. Mit je 1,50 m waagerechter Bewegungsfläche an beiden Enden ergibt sich mindestens 9,00 m beanspruchte Längsfläche, wenn diese Flächen getrennt vorzuhalten sind. Prüfe Entwässerung der Podeste ohne gefährliches Quergefälle auf dem Rampenlauf, beidseitige Sicherung und Handläufe nach konkreter Anwendung, Übergänge, Beleuchtung sowie rutschhemmende Oberfläche. Eine nur 4,00 m lange Rampe ergäbe 7,5 % und wäre unter der hier angenommenen 6-%-Grenze nicht geeignet.

Bildanalyse: Eine reale Stationsrampe mit Richtungsänderungen; beurteile in einer Planskizze Bewegungsflächen, Handläufe und mögliche Engstellen statt aus dem Foto Normkonformität abzuleiten. Bild: Leimanbhradain, Wikimedia Commons, CC BY 4.0.


Außentreppe und konstruktiver Schnitt

Bei einer Außentreppe sind Steigung s (vertikaler Stufenabstand) und Auftritt a (horizontale Trittfläche) zu koordinieren. Die bekannte Schrittmaß-Näherung 2s + a ≈ 63 cm ist eine ergonomische Orientierung, kein alleiniger Normnachweis. Beispiel: Für 0,30 m Höhe könnten zwei gleiche Steigungen von je 15 cm und ein gewählter Auftritt von 33 cm die Rechenbeziehung 2 × 15 + 33 = 63 cm erfüllen. Die Zahl und genaue Anordnung der Auftritte, Podeste, Handläufe, Kontraste, Absturzschutz, Frost- und Entwässerungsdetails werden im Schnitt und mit den einschlägigen Vorschriften geklärt. DIN 18065:2020-08 betrifft Gebäudetreppen; eine beliebige öffentliche Freitreppe wird nicht ohne Prüfung ausschließlich danach bemessen.

Eine Querneigung ist der seitliche Höhenunterschied geteilt durch die Breite. Bei einer beispielhaft zulässigen, abgestimmten Querneigung von 2 % über 2,50 m Breite beträgt Δh = 0,02 × 2,50 m = 0,05 m. Prüfe dabei gesondert Wegeführung und Barrierefreiheit; Quergefälle auf einem als barrierefrei geplanten Rampenlauf sind nicht durch dieses Beispiel gerechtfertigt. Typische Fehler sind eine Entwässerungsrinne im Laufweg ohne Überrollbarkeit, fehlende Zwischenpodeste, stufige Anschlüsse oder die Führung des Oberflächenwassers zu einem Gebäudeeingang.


Hangsicherung, Bepflanzung und grüne Bauweisen


Geländeabsätze und Hangsicherung vergleichen

Wo Wege oder Aufenthaltsbereiche an einem Hang liegen, können Stahlbetonstützwand, Natursteinmauerwerk, Gabione (mit Steinen gefüllter Drahtkorb) oder ingenieurbiologische Sicherung mit Bewuchs in Betracht kommen. Vergleiche Bauhöhe, Bodeneigenschaften, Wasserbelastung, Grundflächenbedarf, Sicht, Ökologie, Rückbaubarkeit und Instandhaltung. Bewuchs kann oberflächennahe Erosion vermindern, ersetzt aber nicht automatisch die Sicherung eines statisch relevanten Geländeabsatzes. Gabionen sind ebenfalls keine konstruktiv ungeprüfte Selbstbaulösung.

Für tragende Hangsicherungen braucht die zuständige Fachplanung Bodenkennwerte und Nachweise beispielsweise zu Gleiten, Kippen, Grundbruch, Gesamtstandsicherheit und Wasserdruck nach anwendbaren Regelwerken. Zeichne im Lernprojekt nur ein prinzipielles Schnittdetail und kennzeichne Gründung, Entwässerung hinter der Wand, Höhen, Baugrund und offene Nachweise. Ohne freigegebenen Standsicherheitsnachweis darf keine reale Ausführung beginnen. Aushub, Arbeiten an Hängen und Gerätebetrieb erfolgen ausschließlich durch befugte Personen mit Gefährdungsbeurteilung, Leitungsauskunft und Sicherung; die sichere Alternative ist eine Papier-, CAD- oder Sandkasten-Simulation ohne unterhöhlte reale Hänge.

Bildanalyse: Sichtbare Gabionenwand; erkenne Körbe, Füllung und Stützwirkung, frage aber nach nicht sichtbarer Gründung und Entwässerung. Bild: Encik Tekateki, Wikimedia Commons, CC0 1.0.


Pflanzplanung als technische Zeichnung

Vegetationsflächen erfüllen gleichzeitig Aufenthalts-, Klima-, Biodiversitäts- und Gestaltungsfunktionen. Stelle Rasen und Wiesen als Flächen, Hecken als lineare Pflanzbereiche, Sträucher als Pflanzgruppen und Bäume mit Stammstandort und symbolischer Kronenprojektion dar. Erstelle Legende, Stücklisten und – nach freigegebenem Fachplan – Art, Qualität, Pflanzabstand, Pflanzfläche, Wurzelraum, Entwicklungspflege und Bewässerungskonzept. Symboldurchmesser im Lageplan sind keine verbindliche reale Kronengröße. Pflanzenauswahl erfordert Standortprüfung (Licht, Wasserversorgung, Boden, Winterdienstsalz, Wärmelast, Verkehrssicherheit, allergene und invasive Risiken); passende heimische und standortgerechte Arten können Lebensräume fördern.

Für Pflanzen und Pflanzarbeiten verweist DIN 18916:2016-06 auf die Vegetationstechnik; DIN 18920:2026-06 behandelt aktuell den Schutz von Bäumen, Pflanzenbeständen und Vegetationsflächen bei Baumaßnahmen und ersetzt die Ausgabe 2014. Lege Schutzbereiche vor Bauarbeiten fest, verhindere Lagerung und Verdichtung im Wurzelraum und dokumentiere Abstimmung mit Baumpflege-Fachleuten. Prüfe Bestandsbäume vor einer Trassenverschiebung, nicht erst beim Baustart.


Dach- und Fassadenbegrünung als Schnittstelle

Dachbegrünung und Fassadenbegrünung sind im LF 13 auch als Funktionen und zeichnerische Darstellungen zu verstehen. Sie können Verdunstung, Rückhalt und Habitatqualität fördern. Im Außenanlagenplan kennzeichnest du ihre Lage, Anschlüsse für Regenwasserbewirtschaftung und erforderliche Zuständigkeitsgrenzen. Dachlasten, Abdichtung, Wurzelschutz, Brandschutz, Windlasten, Wartung und sichere Zugänglichkeit liegen in abgestimmten Fachnachweisen und gegebenenfalls der Architektur- oder Tragwerksplanung; sie werden hier nur vergleichend betrachtet.

Bildanalyse: Schichtmodell einer Dachbegrünung; benenne Vegetation, Substrat und darunter liegende Funktionsschichten, ohne aus dem Ausstellungsstück einen Ausführungsnachweis abzuleiten. Bild: thingermejig, Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0.


Oberflächenentwässerung, Klimaanpassung und Umweltrecht


Niederschlag zurückhalten, versickern und schadlos ableiten

Bei der Oberflächenentwässerung unterscheidest du Abflussbildung (welcher Niederschlag wird oberflächlich wirksam?), Ableitung (wohin fließt er?), Retention (zeitweilige Speicherung), Versickerung (Wasser in den Boden) und Verdunstung. Entsiegelung, Mulden, bepflanzte Retentionsflächen, wasseraufnehmende Substrate, Baumpflanzungen sowie angepasste Bewässerung können die Sommerhitze vermindern und örtliche Wasserkreisläufe unterstützen. Eine Mulde ist eine flache Geländesenke; eine Rigole ist ein unterirdisches Rückhalte- beziehungsweise Versickerungselement. Eine Mulde ist kein automatischer Überflutungsschutz für alle Starkregenfälle.

Bildanalyse: Versickerungs- und Filtergarten in Singapur; leite den Fließweg vom Rand über die bepflanzte Mulde zu einem möglichen Ablauf als Skizze ab. Bild: Rogersoh, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0.

Die fachliche Planung von Versickerungsanlagen stützt sich auf das aktuelle DWA-A 138-1:2024-10; damit wurde die Ausgabe DWA-A 138:2005 zurückgezogen (DWA-Mitteilung). Notwendig sind unter anderem Bodenkennwerte, Grundwasserstand, Wasserqualität, Belastungsherkunft, Bemessungsregen, Sicherheit bei Überflutung, Pflege und Abstimmung mit der zuständigen Wasserbehörde. WHG § 55 Absatz 2 sieht ortsnahe Bewirtschaftung von Niederschlagswasser nur vor, soweit keine entgegenstehenden rechtlichen oder wasserwirtschaftlichen Belange bestehen (Gesetzestext). Lokale Satzungen, Genehmigungs- oder Erlaubnisfragen sind standortabhängig; eine aus einem Beispiel errechnete Mulde ist keine genehmigte Anlage.

Orientierende Rechenmethode für das Lernen: Ein Ereignis mit Niederschlagshöhe h = 25 mm = 0,025 m trifft 100 m² vollständig wirksame Fläche. Ohne zeitlichen Verlauf ergibt dies h × A = 2,5 m³ Niederschlagsvolumen. Mit einem nur für die Übung angenommenen Abflussfaktor von 0,80 würden 2,0 m³ oberflächlicher Zufluss angesetzt. Dies ist keine DWA-Bemessung; tatsächliche Abflussbeiwerte, Niederschlagsdaten, Filterleistung und Überlauf sind projektbezogen festzulegen. Bei belasteten Verkehrsflächen kann Vorbehandlung nötig sein.

Fachvideo 1: Stadt Düsseldorf, „Niederschlag nachhaltig nutzen durch Versickerung: Versickerungsarten“. Notiere drei Anforderungen, die das Video für ein privates Grundstück nennt, und übertrage sie nur nach Prüfung auf einen öffentlichen Bereich. Offizielle Einordnung und Videolink.

Fachvideo 2: Stadt Düsseldorf, „Niederschlag nachhaltig nutzen durch Versickerung: Antragstellung“. Erstelle eine Liste mit erforderlichen Abstimmungen. Die kommunale Genehmigungspraxis im Film gilt nicht automatisch in anderen Bundesländern. Offizielle Videoseite.


Versiegelungsgrad und Variantenvergleich

Für eine erste Ökobilanz unterscheidest du vollständig dichte Flächen, wasserdurchlässig befestigte Flächen und Vegetations- beziehungsweise Retentionsflächen. Als einfacher Versiegelungsgrad sei hier nur der Anteil vollständig dichter Flächen an der Gesamtfläche definiert: V = A_dicht / A_gesamt × 100. Diese eindeutige Übungskennzahl ist kein vollständiger hydrologischer oder ökologischer Wirkungsgrad. Vergleichstabelle: Variante A mit viel Asphalt erfordert wenig Fugenpflege, verursacht aber größere direkt abflusswirksame Anteile; Variante B kombiniert tragfähigen durchlässigen Belag mit Mulde und Bäumen, braucht jedoch geprüfte Bodendurchlässigkeit, Pflege und zusätzlichen Raum. Bewerte Kosten über Herstellung und Lebenszyklus, Materialkreisläufe, Reparaturfähigkeit, Sommerkomfort, Artenvielfalt und Zugänglichkeit. Umweltbundesamt: Schwammstadt.


Arbeitsschutz, Gesundheit und Datensicherheit

Bei Planung und Ortsterminen beachtest du Gefahren durch Verkehr, Gruben, bewegte Maschinen, elektrische Erdkabel, unsichere Böschungen, starke Sonneneinstrahlung und das Begehen von Baustellen. Für ausgeführte Bauarbeiten sind die örtlich geltende DGUV Vorschrift 38 und ergänzend DGUV Regel 101-038 relevant (DGUV; DGUV). Gräben und Leitungsbereiche niemals ohne Leitungsauskunft, Absicherung, Befugnis und Aufsicht betreten oder öffnen; unbekannte Leitungen führen zum Arbeitsstopp und zur Klärung. Fachgerechte Standsicherheit, sichere Verkehrsführung und Umweltschutz stehen vor Termin- oder Kostendruck. Als ungefährliche Alternative führst du Neigungs-, Abfluss- und Kollisionskontrollen am digitalen Modell, Tischgeländemodell oder auf Papier durch.

Sichere digitale Projektarbeit umfasst zugriffsbegrenzte Ordner, dokumentierte Planstände, Datenminimierung, keine privaten Kundendaten im Lernkurs, geprüfte Freigaben vor externer Veröffentlichung und Beachtung von Urheberrechten bei Karten sowie Fotos. Ein automatisiert erzeugter Plan ist nur nach menschlicher Fachprüfung freigabefähig.


Durchgearbeiteter Praxisauftrag: Öffentlicher Quartiersplatz


Auftragsunterlagen und Arbeitsplan

Fiktiver Auftrag: Eine Kommune lässt einen 40,00 m × 30,00 m großen Quartiersplatz mit Zuwegung, drei Stellplätzen samt Fahrgasse, Aufenthaltsflächen, Bepflanzung, sicherer Höhendifferenzüberwindung und Regenwasserrückhalt konzeptionell überplanen. Die Gesamtfläche beträgt 1.200 m². Vorher waren 850 m² vollständig dicht befestigt. Im Beispiel liegt das Geländeniveau am Westrand bei 101,00 m und 40 m weiter östlich bei 100,60 m. Ein Zugang zwischen zwei Teilbereichen soll 0,30 m überwinden; die endgültige Rampenlage ist mit Fachplanenden abzustimmen. Das Gelände, die Niederschlagsannahmen und alle Höhen sind erfunden.

Arbeitsplan und prüfbare Zwischenprodukte:

  1. Auftragsanalyse: Nutzungen, Bestand, offene Fragen, Genehmigungen, Leitungslage und Barrierefreiheit in einer Anforderungsmatrix mit Verantwortlichen erfassen.
  2. Bestandsplan: Koordinaten, Gelände, Höhenpunkte, Bestandsbäume und Randbedingungen in eine dokumentierte CAD-Datei mit richtigem Höhenbezug übernehmen.
  3. Variantenvergleich: Flächenbudget und zwei Alternativen für Wege, Stellplätze, Rampen, Grün und Retentionsraum skizzieren; Zielkonflikte kennzeichnen.
  4. Lageplan: Vorzugsvariante 1:200 mit Nordpfeil, Flächenkonturen, Bemaßung, Höhen, Legende, Maßstab und Entwässerungspfeilen zeichnen.
  5. Schnittzeichnung: Rampenlängsschnitt und schematischen Muldenquerschnitt 1:50 mit unverwechselbaren Höhenangaben und Schnittmarken erstellen.
  6. Mengenermittlung: Flächen, Neigungen, vereinfachtes Regenvolumen, Retentionsannahme und Versiegelungsgrad mit Einheiten nachrechnen.
  7. Qualitätssicherung: Plan- und Kollisionsprüfung, Vier-Augen-Kontrolle, Freigabevermerke, offene Fachnachweise und ökologische Bewertung dokumentieren.


Flächenbudget und nachprüfbare Kennzahlen

Die konzeptionelle Planung teilt die 1.200 m² so auf; „durchlässig befestigt“ bedeutet hier nicht automatisch „unversiegelt“.

Funktionsbereich Gesamtfläche Vollständig dicht Durchlässig befestigt Grün oder Mulde
Zuwegung und Aufenthalt 220 m² 140 m² 80 m² 0 m²
Stellplätze und Fahrgasse 260 m² 140 m² 120 m² 0 m²
Grünflächen mit Bäumen und Hecken 560 m² 0 m² 0 m² 560 m²
Retentions- und Versickerungsmulde 100 m² 0 m² 0 m² 100 m²
Rampen- und Treppenbereich 60 m² 60 m² 0 m² 0 m²
Summe 1.200 m² 340 m² 200 m² 660 m²

Kontrolle Flächenbilanz: 220 + 260 + 560 + 100 + 60 = 1.200 m²; Unterteilung 340 + 200 + 660 = 1.200 m². Der einfache Anteil völlig dichter Fläche sinkt von 850 / 1.200 × 100 = 70,83 % im Bestand auf 340 / 1.200 × 100 = 28,33 % im Entwurf. Das entspricht 510 m² weniger dichter Fläche beziehungsweise 42,5 Prozentpunkten Rückgang. Die 200 m² durchlässig befestigte Teilflächen sind bei einer späteren hydrologischen Berechnung ausdrücklich weiter zu berücksichtigen; diese Bilanz behauptet keine vollständige Versickerung.

Die Stellplatzfläche von 260 m² ist eine Planungshülle einschließlich Fahrgasse, kein nachgewiesenes Maß für drei einzelne Stellplätze. Markiere im Lageplan die exakten Stellplatz- und Bewegungsflächen erst nach maßlicher EAR-/Barrierefreiheitsprüfung, gegebenenfalls mit Anpassung der Aufteilung innerhalb der 260 m².


Rampe, Treppe, Gefälle und schematische Entwässerung

Rampenrechnung: Höhenunterschied 101,00 m − 100,70 m = 0,30 m. Gewählte Laufstrecke 6,00 m ergibt 0,30 / 6,00 × 100 = 5,0 % Längsneigung. Bei 1,50 m Bewegungsfläche unten und 1,50 m oben sind für das beispielhafte lineare Layout 9,00 m in Längsrichtung zu reservieren. Der 6,00-m-Lauf liegt am betrachteten DGUV-Orientierungswert; Handläufe, Podeste, seitliche Sicherung, nutzbare Breite, Oberflächen, Entwässerung sowie die tatsächlich maßgebende DIN-18040-Norm bleiben nachzuweisen. Die parallel gedachte Freitreppe ist keine barrierefreie Alternative: 0,30 / 2 = 0,15 m Steigung pro Stufe und a = 0,33 m als ergonomischer Vorentwurf, ohne Freigabe für Ausführung.

Örtliche Entwässerungsneigung: Eine abgestimmte Fläche von 2,50 m Breite mit 2,0 % Quergefälle überwindet 0,02 × 2,50 = 0,05 m. Die Abflussrichtung führt vom Gebäude weg zur Mulde; sie darf nicht durch eine Schwelle, falsch gesetzten Bordstein oder einen unzulässigen Rampenquerschnitt unterbrochen werden.

Nur didaktische Ereignisbilanz: Für ein angenommenes Regenereignis h = 25 mm = 0,025 m werden die 340 m² dichten Flächen mit dem hypothetischen Faktor 0,90 und die 200 m² durchlässig befestigten Flächen mit dem hypothetischen Faktor 0,40 angesetzt; die restlichen 660 m² seien in diesem vereinfachten Rechenbeispiel nicht zusätzlich an die Mulde angeschlossen. Abflusswirksame Rechenfläche A_eff = 340 × 0,90 + 200 × 0,40 = 306 + 80 = 386 m². Vorläufiges Zuflussvolumen = 0,025 × 386 = 9,65 m³. Für die Mulde wird in der Aufgabenstellung ein aus einem vereinfachten digitalen Geländemodell vorgegebenes nutzbares Einstauvolumen von 12,00 m³ angenommen. Rechnerische Differenz: 12,00 − 9,65 = 2,35 m³. Diese Vergleichszahl ist kein Beleg für Überflutungssicherheit, keine DWA-Dimensionierung und kein Nachweis der Versickerungsfähigkeit: Verlauf und Dauer des Regens, Zuflussganglinie, flache Böschungen, Boden-kf-Wert, Grundwasserabstand, Wasserbelastung, Überlauf, Sicherheitszuschläge und behördliche Anforderungen sind noch von Fachkundigen zu prüfen. Auch eine andere Geländemulde gleicher Grundfläche kann deutlich weniger nutzbares Volumen besitzen.


Abzugebende Planmappe und Bewertungsraster

Prüfbares Arbeitsergebnis: (A) Anforderungsmatrix mit Quellen/Annahmen; (B) Lageplan 1:200 mit Flächenbilanz, Höhen und Legende; (C) Rampenlängsschnitt und Muldenquerschnitt 1:50 mit Kennzeichnung der noch ungeprüften Nachweise; (D) Berechnungsblatt mit Formeln, Einheiten und Ergebnissen; (E) Variantenmatrix mit Nutzung, Klima, Sicherheit, Pflege und Lebenszyklus; (F) Planprüfprotokoll mit mindestens fünf Feststellungen und Versionierung; (G) Reflexion mit zwei konkreten Verbesserungen. Für eine rechtssichere reale Umsetzung wären zusätzliche Beteiligung, Genehmigungen und Fachfreigaben erforderlich.

Kriterium Punkte Prüfindikator
Auftrag und Bestandsanalyse 15 Nutzungen, Topografie, Unsicherheiten und Beteiligte korrekt erfasst
Lageplan und Schnitte 25 Maßstab, Bemaßung, Höhen, Darstellungsregeln und eindeutige Details
Zugänglichkeit und Sicherheit 15 Rampenkonzept mit Randbedingungen, sichere Verkehrsführung, offene Fachnachweise
Rechnungen und Plausibilität 20 Flächenbudget, 5-%-Rampe, 28,33-%-Anteil, 9,65-m³-Ereignisbilanz nachgerechnet
Ökologie und Nachhaltigkeit 15 Entsiegelung, Wasserhaushalt, Pflanzung, Bodenschutz und Variantenabwägung
Dokumentation und Reflexion 10 Quellen, Prüfliste, Version, nachvollziehbare Optimierung
Gesamt 100 Prüfung durch betreuende Fachlehrkraft oder Ausbildende

Typische Fehler und Gegenprobe: (1) Flächen addieren sich nicht zu 1.200 m² → Summen in CAD und Tabelle vergleichen. (2) Durchlässiges Pflaster als völlig abflussfrei behandeln → passende Oberflächenannahmen prüfen. (3) Höhenbezug wechselt unbemerkt → gemeinsame Höhenliste verwenden. (4) Rampe nur als Pfeil darstellen → Länge, Podeste und Querprofil nachweisen. (5) Eine Gabionenwand ohne Standsicherheitsnachweis freigeben → als ungeprüft kennzeichnen und Fachplanung hinzuziehen. (6) DWA-Beispielrechnung als Genehmigung ausgeben → klar zwischen Modell und Bemessung unterscheiden. (7) Bei Bäumen Leitungen oder Wurzelschutz übersehen → Koordinationsprüfung. (8) Nur ein hübsches Rendering statt bemaßter Pläne abgeben → technische Prüfprodukte priorisieren.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Prüfe dein Fachwissen

Welche Unterlage ist besonders wichtig, um die Geländeform im Lageplan richtig zu berücksichtigen? (Ein höhenbezogenes Bestandsmodell mit geprüften Vermessungspunkten) (!Eine farbige Entwurfsskizze ohne Höhenangaben) (!Ein Produktfoto eines Pflasterherstellers) (!Eine Kostenübersicht ohne Ortsbezug)




Welche Längsneigung ergibt sich bei 0,30 m Höhendifferenz über 6,00 m waagerecht gemessenen Rampenlauf? (5 Prozent) (!3 Prozent) (!6 Prozent) (!20 Prozent)




Was musst du bei einer im öffentlichen Freiraum barrierefrei geplanten Rampe zusätzlich zum Gefälle kontrollieren? (Podeste nutzbare Breite Sicherung und Oberflächen) (!Ausschließlich die Farbe des Pflasters) (!Nur die Gesamtkosten der Geländer) (!Allein die Länge des benachbarten Parkplatzes)




Wie groß ist im Praxisfall der Anteil vollständig dichter Fläche im Entwurf? (Rund 28,33 Prozent) (!Rund 70,83 Prozent) (!Genau 55 Prozent) (!Genau 42,5 Prozent)




Welche Aussage über wasserdurchlässiges Pflaster ist fachlich richtig? (Seine Wirkung hängt auch von Bettung Tragschicht und Untergrund ab) (!Jeder beliebige Boden versickert damit das gesamte Wasser) (!Bei durchlässigem Belag entfällt die Entwässerungsplanung) (!Es ist unabhängig von jeder Verkehrsbelastung einsetzbar)




Welche Besonderheit ist bei einer geplanten Gabionenstützwand entscheidend? (Erforderliche Standsicherheitsnachweise durch zuständige Fachplanung) (!Die Steinfarbe ersetzt die Baugrunduntersuchung) (!Eine freie Wahl der Wandhöhe ohne Nachweis) (!Die Entwässerung hinter der Wand ist stets bedeutungslos)




Welche Aussage zur neuen DWA-A 138-1 ist richtig? (Sie behandelt Planung Bau und Betrieb von Versickerungsanlagen) (!Sie ist ein allgemeiner Leitfaden für Dachstatik) (!Sie ersetzt die Standortprüfung von Böden) (!Sie erlaubt überall Versickerung ohne Abstimmung)




Wie groß ist das vorläufige Ereigniszuflussvolumen bei 386 Quadratmetern abflusswirksamer Rechenfläche und 25 Millimetern Niederschlag? (9,65 Kubikmeter) (!0,965 Kubikmeter) (!96,5 Kubikmeter) (!386 Kubikmeter)




Was ist ein guter Nachweis für eine fachgerechte Pflanzplanung im Lageplan? (Eindeutige Pflanzsymbole Legende und abgestimmte Pflanzliste) (!Beliebige grüne Kreise ohne Erläuterung) (!Eine reine Werbefotografie des Pflanzmaterials) (!Nur die Anzahl der Sitzbänke)




Wann ist eine digitale Außenanlagenplanung zur Weitergabe fachlich kontrolliert? (Wenn Planstand Maße Kollisionsstellen und offene Nachweise geprüft sind) (!Sobald eine beliebige Software die Datei speichert) (!Wenn der Plan ohne Prüfervermerk gedruckt ist) (!Wenn nur die Bildauflösung des Renderings hoch genug ist)





Memory

Ordne die unterschiedlichen Begriffe ihren jeweiligen präzisen Funktionen zu; die Karten sollen ohne erneute Verwendung desselben Begriffes passen.

Höhenlinie Verbindung von Punkten gleicher Geländehöhe
Retention Zeitweiliges Zurückhalten von Regenwasser
Rampenpodest Bewegungs- oder Ruhefläche zwischen geneigten Abschnitten
Gabione Drahtkorb mit mineralischer Füllung zur konstruktiven Verwendung
Pflanzplan Zeichnung mit Lage und Angaben zu vorgesehenen Pflanzen
Kollisionsprüfung Abgleich überlagerter Planungsobjekte auf Konflikte





Drag-and-drop

Ordne jeder Planungsunterlage genau den vorgesehenen Prüfzweck zu.

Gesuchter Fachbegriff Passender Prüfzweck
Bestandsaufnahme Ausgangslage und offene Geländedaten nachvollziehen
Flächenbilanz Summe aller Nutzungsbereiche gegen die Gesamtfläche prüfen
Rampenlängsschnitt Höhenanschlüsse und geneigte Laufstrecken kontrollieren
Muldenquerschnitt Einstauhöhe und vorgesehenen Speicherraum darstellen
Planprüfprotokoll Fehler Maßnahmen Zuständigkeit und Planversion festhalten





Kreuzwort

Trage jeweils das eindeutige gesuchte Fachwort ein.

Gelände Wie heißt die natürliche oder bearbeitete Erdoberfläche eines Bauortes?
Rampe Welche geneigte Konstruktion überwindet einen Höhenunterschied stufenlos?
Gabione Wie heißt der mit Steinen gefüllte Drahtkorb für eine Stützkonstruktion?
Mulde Welche flache Vertiefung kann Regenwasser oberflächlich sammeln?
Pflaster Welcher Belag besteht häufig aus einzelnen Steinen oder Platten?
Hecke Welche linienförmige Gehölzpflanzung kann Flächen gliedern?





LearningApps

Nutze die thematische Suche, wähle nur fachlich geprüfte Zuordnungsübungen und erkläre in zwei Sätzen, woran du Qualität und Quellenstand einer App erkennst.


Lückentext

Bearbeite diesen eigenständigen Fachtext ohne Einsicht in dein Berechnungsblatt.

Ergänze die wesentlichen Fachbegriffe.
Vor einer Planung müssen die Höhen des

erfasst werden.
Ein Lageplan benötigt neben dem Maßstab auch eine eindeutige

.
Eine geneigte stufenlose Verbindung heißt

.
Eine zeitweilige Speicherung von Niederschlag wird als

bezeichnet.
Eine flache bewachsene Vertiefung zur Aufnahme von Regenwasser kann eine

sein.
Ein mit Steinen gefüllter Drahtkorb heißt

.
Der Anteil vollständig dichter Flächen ist eine vereinfachte Kennzahl der

.
Für die Abstimmung verschiedener digitaler Fachmodelle ist eine

sinnvoll.
Für eine abgegebene Zeichnung muss der aktuelle

erkennbar sein.
Fachlich ungeprüfte Berechnungen dürfen nicht als

verstanden werden.




Offene Aufgaben

Die Aufgaben sind in aufsteigender Schwierigkeit angeordnet. Dokumentiere bei jeder Aufgabe Annahmen, Quellen und dein eigenes Prüfergebnis. Fachlich riskante Erkundungen werden nur als Modell durchgeführt.


Leicht

  1. Funktionsfläche: Kennzeichne auf einem fiktiven 40 × 30 m-Plan vier unterschiedliche Nutzungsflächen und formuliere zu jeder eine Anforderung an Verkehr oder Aufenthalt.
  2. Höhenplan: Berechne aus 101,00 m und 100,60 m bei 40 m Abstand die Geländeneigung; zeichne die Gefällerichtung mit beschrifteten Höhenpunkten.
  3. Bepflanzung: Erstelle eine kleine Legende mit je einem eigenen Zeichen für Rasen, Hecke, Strauch und Baum; erläutere den Unterschied zwischen Stammort und schematischer Krone.
  4. Baustellensicherheit: Ordne sechs mögliche Gefahren einer Außenanlagenbaustelle ihren Schutz- oder Klärmaßnahmen zu; nutze ausschließlich ein gedrucktes oder digitales Szenario.


Standard

  1. Rampenplanung: Zeichne eine 0,30-m-Höhendifferenz mit 6,00-m-Rampenlauf und passenden Bewegungsflächen im Längsschnitt; kennzeichne alle ungeprüften Anforderungen.
  2. Flächenberechnung: Kontrolliere die Flächentabelle des Praxisfalls, berechne beide Versiegelungsanteile und stelle die Änderung in Quadratmetern und Prozentpunkten dar.
  3. Oberflächenentwässerung: Skizziere einen Fließweg von einer befestigten Fläche zur begrünten Mulde und prüfe, welche Daten für einen DWA-Nachweis noch fehlen.
  4. Variantenstudie: Vergleiche Asphaltfläche und durchlässig befestigten Weg samt Pflanzstreifen anhand von Wartung, Befahrbarkeit, Barrierefreiheit, Wasserhaushalt und Kosten.


Schwer

  1. CAD: Erstelle einen vollständigen fiktiven Lageplan 1:200 samt Rampenschnitt und Muldenquerschnitt; gib Layerstruktur, Legende, Prüfvermerke und PDF-Ausgabe ohne personenbezogene Daten an.
  2. Retentionsraum: Rechne mit 340 m², 200 m², den vorgegebenen Übungsfaktoren und 25 mm Niederschlag einen Ereigniszufluss; erläutere präzise, warum das Ergebnis keine genehmigungsfähige Anlagenbemessung ist.
  3. Hangsicherung: Konzipiere zwei Alternativen für einen fiktiven Geländeabsatz und dokumentiere, welche geotechnischen Nachweise die befugte Fachplanung leisten muss; keine reale Stützkonstruktion bauen.
  4. Projektpräsentation: Entwickle eine fünfminütige digitale Planvorstellung mit Variantenabwägung, Klima- und Gesundheitsaspekten, offenen Genehmigungsfragen, Qualitätskontrolle und zwei Prozessverbesserungen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Bearbeite die folgenden Transferaufträge mit eigener Begründung; die Prüfkriterien stehen im Praxisraster, nicht in einer vorab veröffentlichten Musterlösung.

  1. Planungsprüfung: Eine Skizze enthält Wege und Bäume, aber keine Höhen oder Entwässerungspfeile. Formuliere eine geordnete Nachforderung und erläutere drei konkrete Risiken.
  2. Barrierefreiheit: Für 0,42 m Höhenunterschied sind nur 5 m geradlinige Rampenfläche vorgesehen. Überprüfe die Neigung und entwickle ohne fiktive Normfreigabe eine sicherere, prüfbare Planungsalternative.
  3. Wasserhaushalt: Eine Kommune möchte den gesamten Stellplatzabfluss unmittelbar versickern. Welche Angaben zur Verschmutzung, Bodenlage, Wasserrecht und Wartung benötigst du vor einer Empfehlung?
  4. Planabgleich: Im Lageplan steht die Rampenoberkante 101,00 m, im Schnitt 100,90 m. Beschreibe deine Fehlersuche, Korrektur und Versionierungsfolge.
  5. Nachhaltigkeitsbewertung: Zwei Varianten haben die gleiche Anzahl Stellplätze, aber unterschiedliche Versiegelung und Baumstandorte. Formuliere eine gewichtete Entscheidungsmatrix mit technischen und sozialen Kriterien.
  6. Arbeitsprozess: Ein Planungsbüro entdeckt kurz vor der Freigabe eine unbekannte Leitung im künftigen Pflanzbereich. Leite sichere Sofortmaßnahmen und einen fachlich nachvollziehbaren Änderungsprozess ab.




Lernnachweis

Abgabe: Reiche eine anonymisierte Projektmappe Außenanlagen aus sieben Bausteinen ein: Auftragsmatrix; bemaßter Lageplan 1:200; zwei eindeutig referenzierte Details/Schnitte 1:50; vollständiges Berechnungsblatt mit Einheiten und Selbstkontrolle; ökologischer und barrierebewusster Variantenvergleich; mindestens fünf abgezeichnete Prüfpositionen; begründete Reflexion mit zwei Verbesserungen. Nutze die 100-Punkte-Rubrik des Praxisfalls. Bei der Präsentation erläutere die vier Rechenwege (Flächenbilanz, Rampe, Neigung, hypothetischer Regenzufluss), weise jede Annahme als solche aus und benenne ausdrücklich die ausstehenden Genehmigungs-, Standsicherheits- und Versickerungsnachweise.

Selbstprüfung vor der Abgabe: Sind alle Flächen 1.200 m²? Trägt jeder Schnitt ein korrektes Planzeichen? Stimmen Höhen und Maße zwischen Zeichnung und Tabelle überein? Sind Nutzungswege verständlich und keine Bereiche versehentlich unzugänglich? Ist ersichtlich, wer offene Fragen klärt? Sind der aktuelle Planstand und die verwendeten Quellen dokumentiert? Für den Lernnachweis reichen synthetische Daten; reale persönliche, betriebliche oder kommunale Geheimdaten werden nicht erfasst. Die Bewertung im Lernkurs ist keine amtliche Abschlussprüfung und keine berufliche Ausführungsberechtigung.




OER und Wikipedia

Fach- und Rechtsquellen (geprüfte Einstiegspunkte; in den Originalquellen den aktuellen Stand kontrollieren):

  1. KMK-Rahmenlehrplan Bautechnischer Konstrukteur, Seite 31 – Lernfeld 13 (TVL), Beschluss 28.03.2025
  2. BIBB-Berufsprofil und Ausbildungsordnung vom 03.09.2025
  3. DIN Media – DIN 18040-3:2014-12, öffentlicher Verkehrs- und Freiraum, aktuell ausgewiesene Fassung
  4. DGUV – Rampen und erforderliche Bewegungsflächen
  5. FGSV – EAR 2023, Korrekturen Februar 2025
  6. DWA – DWA-A 138-1:2024-10 und Rückzug der Vorgängerfassung von 2005
  7. DIN Media – DIN 18916:2016-06, Pflanzen und Pflanzarbeiten
  8. DIN Media – DIN 18920:2026-06, Baumschutz während Baumaßnahmen
  9. WHG § 55 – Grundsätze der Abwasserbeseitigung und BauGB § 1a – Bodenschutz
  10. DGUV Vorschrift 38 – Bauarbeiten und DGUV Regel 101-038
  11. Umweltbundesamt – Schwammstadt und naturnahe Klimaanpassung
  12. Stadt Düsseldorf – amtlich bereitgestellte zwei Fachvideos und örtliche Erlaubnispraxis

Wikimedia-Commons-Mediennachweise – genaue Dateinamen entsprechen den oben eingebundenen Bildern. Die verlinkten Dateiseiten nennen jeweils den Urheber und die Lizenz. Bei einer Wiederverwendung Namensnennung, Lizenzlink und gegebenenfalls Änderungen angeben; hier wurden die Dateien nicht bearbeitet.

Commons-Datei Geprüfter Herkunftslink Urheber Lizenz
File:Permeable paving.JPG Dateiseite Alexander Henriksen CC BY-SA 3.0
File:Ramp-1000152, Leixlip, Co. Kildare, Ireland.jpg Dateiseite Leimanbhradain CC BY 4.0
File:Gabion Wall.jpg Dateiseite Encik Tekateki CC0 1.0
File:Construction sample of a green roof system.jpg Dateiseite thingermejig CC BY-SA 2.0
File:Rain garden overview.jpg Dateiseite Rogersoh CC BY-SA 3.0

Video-Nachweise: Versickerungsarten und Antragstellung, jeweils vom YouTube-Kanal der Landeshauptstadt Düsseldorf und von der städtischen Fachseite verlinkt. Für diese Videos ist keine freie OER-Lizenz belegt; sie werden lediglich über den Originalplayer eingebettet, nicht heruntergeladen oder neu lizenziert.

Wikipedia-Ergänzung (deutsch, offenes Nachschlagewerk, kein Ersatz für DIN- oder Behördenvorgaben): Schwammstadt, Landschaftsarchitektur, Regenwasserversickerung, Barrierefreiheit.



Verknüpfte Lernbereiche

Fächerübergreifender Anschluss: Mathematik (Maßstab, Prozentrechnung, Volumen), Geografie (Relief, Wasserhaushalt), Biologie (Vegetation und Biodiversität), Technik (Baugrund, Trag- und Verkehrsflächen), Politik und Recht (öffentlicher Raum, Beteiligung, Genehmigungen), Informatik (CAD, GIS, Datenverwaltung). Vergleiche mit der Fachrichtung Architektur oder Ingenieurbau können Schnittstellen erläutern, erweitern aber nicht die hier geprüften TVL-Pflichtkompetenzen.


aiMOOC Projekte

Projektidee 1 – Entsiegelte Schule: Entwerfe auf einer vollständig erfundenen Schulhoffläche ein Konzept aus nutzbaren Wegen, barrierefreien Aufenthaltszonen und begrünter Rückhaltung. Liefere Variantenvergleich, maßstäbliche Skizze und Wasserhaushaltsannahmen, ohne reale Schuldaten.

Projektidee 2 – Zugänglicher Quartiersplatz: Entwerfe für ein fiktives Gelände eine stufenlose Wegführung, separate Außentreppe und Aufenthaltsflächen. Präge die Anforderungen anhand eines CAD-Modells ein und dokumentiere die noch nötigen normativen Fachprüfungen.

Projektidee 3 – Klimaangepasster Parkplatz: Vergleiche dichte und wasserdurchlässig befestigte Stellplatzkonzepte, Baumstandorte und Pflegebedarf. Gib eine Flächenbilanz und qualitative Wirkungsbewertung ab; echte wasserrechtliche Bemessung ist nicht Teil der Übung.



Schulfach+




aiMOOCs



aiMOOC Projekte









MOOCwiki · Deutsch

Nach dem Lernen ist vor dem Lernen

Entdecke direkt den nächsten Lernkurs. Weitere Inhalte erscheinen, wenn Du weiter nach unten scrollst.

Zur MOOCwiki-Hauptseite

Mediathek

Inhalte werden geladen ...

Mediathek wird aus dem Wiki geladen ...