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Arbeitsschritte im Metallbau festlegen - Schmied

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Arbeitsschritte im Metallbau festlegen - Schmied




Arbeitsschritte im Metallbau festlegen - Schmied


Einleitung

Beim Schmieden wird ein Werkstück durch Druckkräfte umgeformt. Im Handwerk gehört diese Tätigkeit insbesondere zum Ausbildungsberuf Metallbauerin oder Metallbauer in der Fachrichtung Metallgestaltung. Fachgerechtes Schmieden beginnt nicht erst am Feuer oder am Amboss, sondern mit einer nachvollziehbaren Arbeitsplanung.

Du musst technische Unterlagen auswerten, Werkstoffe und Ausgangsabmessungen bestimmen, Arbeitsmittel auswählen, Gefährdungen beurteilen, die Reihenfolge der Fertigungsschritte festlegen und geeignete Prüfungen einplanen. Eine gute Planung beantwortet deshalb fünf Fragen: Was soll hergestellt werden? Woraus wird es gefertigt? Wie wird es gefertigt? Womit wird gearbeitet? Wie werden Sicherheit und Qualität nachgewiesen?


Lernziele

Nach diesem Lernkurs kannst Du einen Arbeitsauftrag für ein Schmiedeteil systematisch analysieren, eine fachgerechte Arbeitsfolge festlegen und die benötigten Werkzeuge, Maschinen, Prüfmittel und Schutzmaßnahmen zuordnen. Du kannst außerdem begründen, warum Kontrollpunkte, Materialausnutzung, Wärmeführung und Dokumentation bereits vor Beginn der Fertigung geplant werden müssen.


Beruflicher Kontext

Die Ausbildungsordnung der Fachrichtung Metallgestaltung umfasst unter anderem das Handhaben von Schmiedefeuern und schmiedbaren Werkstoffen, das manuelle und maschinelle Schmieden, die Herstellung von Werkzeugen und Hilfswerkzeugen sowie das Herstellen, Montieren und Befestigen gestalteter Bauteile. Die berufliche Handlung wird nach dem Prinzip Planen – Durchführen – Kontrollieren aufgebaut.

Der Begriff Schmied bezeichnet dabei die handwerkliche Tätigkeit und ihre Tradition. Im heutigen deutschen Ausbildungswesen wird das Schmieden vor allem innerhalb der Fachrichtung Metallgestaltung des Metallbauerhandwerks vermittelt.


Arbeitsauftrag analysieren

Bevor Du eine Arbeitsfolge erstellst, klärst Du den Auftrag vollständig. Dazu gehören die Funktion des Bauteils, seine Form, Maße, Toleranzen, Oberfläche, Stückzahl, Einbausituation und der gewünschte Fertigstellungstermin. Technische Zeichnungen, Skizzen, Stücklisten, Muster und Kundenangaben müssen übereinstimmen.

Unklare Maße, fehlende Werkstoffangaben oder widersprüchliche Vorgaben werden nicht eigenmächtig ergänzt. Sie müssen vor Fertigungsbeginn mit der verantwortlichen Fachkraft geklärt werden. Änderungen werden dokumentiert.


Technische Unterlagen auswerten

Wichtige Angaben sind Werkstoffbezeichnung, Rohabmessung, Fertigmaß, Maßtoleranzen, Formtoleranzen, Biegeradien, Lochpositionen, Verbindungsarten und Oberflächenanforderungen. Bei gestalteten Werkstücken kommen Proportionen, Symmetrie, Übergänge und die gewünschte handwerkliche Wirkung hinzu.

  1. Technische Zeichnung: Entnimm Maße, Ansichten, Radien, Winkel, Toleranzen und Bearbeitungshinweise.
  2. Stückliste: Prüfe Werkstoffe, Halbzeuge, Mengen und zugehörige Bauteile.
  3. Arbeitsauftrag: Kläre Funktion, Stückzahl, Termin, Qualitätsanforderungen und besondere Kundenwünsche.
  4. Prüfplan: Lege fest, was zu welchem Zeitpunkt und mit welchem Prüfmittel kontrolliert wird.


Werkstoff und Ausgangsabmessung festlegen

Schmiedbar sind unterschiedliche metallische Werkstoffe. Im Metallbau wird häufig Stahl verwendet. Die genaue Werkstoffauswahl richtet sich jedoch nach Zeichnung, Verwendungszweck, Festigkeit, Korrosionsbeanspruchung, Schweißbarkeit, Umformbarkeit und betrieblicher Vorgabe.

Die Ausgangsdimension ist so festzulegen, dass genügend Werkstoff für alle Umformschritte vorhanden ist. Beim Strecken wird ein Werkstück länger und sein Querschnitt kleiner. Beim Stauchen wird es kürzer und der Querschnitt größer. Materialzugaben können für Beschnitt, Zunderverlust, Probeschmiedung oder Nacharbeit erforderlich sein. Gleichzeitig soll unnötiger Verschnitt vermieden werden.


Grundlegende Schmiedeoperationen

Schmiedeoperation Wirkung am Werkstück Typische Anwendung
Strecken Länge nimmt zu, Querschnitt nimmt ab Spitze, Schaft oder verjüngter Übergang
Stauchen Länge nimmt ab, Querschnitt nimmt zu Kopf, Bund oder örtliche Verdickung
Absetzen Querschnitt wird an einer begrenzten Stelle verändert Schulter, Absatz oder definierter Übergang
Biegen Werkstückachse wird gekrümmt oder abgewinkelt Haken, Öse, Bogen oder Ornament
Lochen Öffnung wird durch Verdrängen des Werkstoffs hergestellt Befestigungsloch oder dekorativer Durchbruch
Tordieren Werkstück wird um seine Längsachse verdreht Zierstab oder gestaltetes Geländerelement


Arbeitsplatz, Arbeitsmittel und Sicherheit planen

Die Gefährdungsbeurteilung ist Bestandteil der Arbeitsvorbereitung. Typische Gefährdungen entstehen durch heiße Werkstücke, Funkenflug, Zunder, scharfkantige Teile, Lärm, Rauch und Gase, schwere Werkzeuge, Quetschstellen sowie bewegte Maschinen.

Vor Arbeitsbeginn werden die betriebliche Unterweisung, die Betriebsanweisungen und die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung beachtet. Je nach Tätigkeit gehören dazu insbesondere Schutzbrille oder geeigneter Gesichtsschutz, Gehörschutz, Sicherheitsschuhe, geeignete Arbeitskleidung und Schmiedeschürze. Handschutz wird nach betrieblicher Gefährdungsbeurteilung ausgewählt. An drehenden Maschinen dürfen Handschuhe wegen der Einzugsgefahr nicht getragen werden.


Arbeitsmittel auswählen und prüfen

  1. Schmiedeesse: Feuerstelle, Luftzufuhr, Brennstoff oder Gasversorgung, Absaugung und Brandschutz müssen zum Arbeitsauftrag passen.
  2. Amboss: Der Amboss muss standsicher befestigt, die Bahn intakt und die Arbeitshöhe ergonomisch geeignet sein.
  3. Schmiedehammer: Hammerkopf, Bahn, Finne, Stiel und Befestigung werden vor der Benutzung kontrolliert.
  4. Schmiedezange: Das Maul muss Form und Abmessung des Werkstücks sicher aufnehmen.
  5. Hilfswerkzeug: Setzhammer, Gesenk, Dorn, Abschrot, Durchschlag oder Biegehilfe werden passend zur geplanten Form ausgewählt.
  6. Prüfmittel: Maßstab, Messschieber, Winkel, Lehre und Schablone werden außerhalb des heißen Gefahrenbereichs bereitgelegt.


Arbeitsfolge festlegen

Eine Arbeitsfolge muss technisch sinnvoll, sicher und wirtschaftlich sein. Sie berücksichtigt, dass mehrere Umformschritte möglichst in einer nutzbaren Wärme ausgeführt werden, ohne Werkstoff oder Werkzeug zu überlasten. Die zulässige Schmiedetemperatur und Wärmeführung werden aus Werkstoffunterlagen, betrieblichen Vorgaben und Arbeitsanweisungen abgeleitet. Die Glühfarbe kann nur eine ergänzende Orientierung sein.

Arbeitsschritt Planungsinhalt Möglicher Kontrollpunkt
Auftrag klären Funktion, Form, Stückzahl, Termin und Qualitätsanforderungen prüfen Unterlagen vollständig und widerspruchsfrei
Werkstoff festlegen Werkstoff und Halbzeug nach Vorgabe auswählen Kennzeichnung und Abmessung prüfen
Ausgangslänge bestimmen Fertigvolumen, Zugaben und geplante Umformung berücksichtigen Zuschnittmaß kontrollieren
Gefährdungen beurteilen Feuer, Hitze, Lärm, Maschinen, Transport und Umgebung berücksichtigen Schutzmaßnahmen freigegeben
Arbeitsplatz einrichten Werkzeuge, Zangen, Prüfmittel und Ablageplätze anordnen Verkehrswege und Fluchtwege frei
Trennen und Vorbereiten Halbzeug zuschneiden, Kanten vorbereiten und Bezugspunkte markieren Rohteilmaß und Oberfläche prüfen
Erwärmen Erwärmungsbereich, Wärmefolge und Haltezeit planen Gleichmäßige und werkstoffgerechte Erwärmung
Umformen Schmiedeoperationen in zweckmäßiger Reihenfolge ausführen Zwischenmaße, Richtung und Symmetrie prüfen
Nacharbeiten Richten, Schleifen, Bohren, Fügen oder Wärmebehandeln nur nach Vorgabe Maße, Form und Oberfläche prüfen
Oberfläche schützen Reinigen und vorgesehenes Beschichtungs- oder Schutzverfahren anwenden Oberfläche vollständig und fehlerfrei
Endkontrolle Funktion, Maße, Form, Oberfläche und Dokumentation bewerten Freigabe oder Nacharbeit


Beispiel: Arbeitsfolge für einen geschmiedeten Zierhaken

Ein Zierhaken aus Vierkantstahl kann je nach Zeichnung mit folgender Grundfolge hergestellt werden: Rohmaterial identifizieren, Ausgangslänge berechnen, zuschneiden, ein Ende erwärmen, eine Spitze strecken, Übergänge glätten, den Haken biegen, das Befestigungsende absetzen oder breiten, ein Befestigungsloch nach Vorgabe herstellen, das Werkstück richten, kontrolliert abkühlen, reinigen, Maße und Oberfläche prüfen und den vorgesehenen Oberflächenschutz aufbringen.

Die genaue Reihenfolge hängt von Form, Werkstoff, Werkzeugausstattung und Zeichnung ab. Ein Loch kann beispielsweise geschmiedet, gebohrt oder mit einem anderen zugelassenen Verfahren hergestellt werden. Die Wahl muss technisch begründet und im Arbeitsplan festgehalten werden.


Wärmeführung und Umformstrategie

Beim Erwärmen muss der für die Umformung benötigte Bereich ausreichend und möglichst gleichmäßig erwärmt werden. Zu geringe Temperatur erhöht die erforderliche Kraft und kann Risse begünstigen. Unzulässig hohe oder zu lange Erwärmung kann die Werkstoffeigenschaften und die Oberfläche schädigen. Deshalb werden Erwärmungsdauer, Lage des Werkstücks im Feuer, Umformdauer und notwendige Zwischenwärmen geplant.

Beim Umformen arbeitest Du vom Groben zum Feinen. Zuerst wird das Volumen verteilt, anschließend werden Konturen, Übergänge und Oberflächen fertiggeschmiedet. Wiederholtes unnötiges Erwärmen kostet Zeit und Energie und erhöht den Zunderverlust.


Qualität kontrollieren und dokumentieren

Qualität wird nicht nur am Ende geprüft. Sinnvolle Zwischenprüfungen verhindern, dass sich Fehler bis zum fertigen Bauteil fortsetzen. Kontrolliert werden können Länge, Querschnitt, Winkel, Radien, Geradheit, Symmetrie, Lochlage, Übergänge, Oberflächenfehler und Funktion.

Heiße Werkstücke dürfen nur mit geeigneten Verfahren und unter Beachtung der Temperatur beurteilt und gemessen werden. Für genaue Endmaße ist zu berücksichtigen, dass sich das Werkstück beim Abkühlen zusammenzieht. Maßgebend bleiben Zeichnung, Toleranz und betrieblicher Prüfplan.

Die Dokumentation kann Arbeitsfolge, Materialcharge, eingesetzte Verfahren, Prüfergebnisse, Abweichungen, Nacharbeit, Zeitaufwand und Materialverbrauch enthalten. Aus der Auswertung lassen sich Verbesserungen für spätere Aufträge ableiten.


Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz

Eine wirtschaftliche Arbeitsplanung reduziert Leerwege, unnötige Werkzeugwechsel, Ausschuss, Verschnitt und zusätzliche Erwärmungen. Gleichzeitig müssen Sicherheit und Qualität Vorrang behalten. Brennstoff, Gas, elektrische Energie, Schleifmittel und Beschichtungsstoffe werden sparsam und nach betrieblicher Vorgabe eingesetzt.

Zunder, Metallreste, gebrauchte Schleifmittel und andere Abfälle werden getrennt gesammelt. Gefahrstoffe und Beschichtungsreste dürfen nur entsprechend Kennzeichnung, Sicherheitsdatenblatt und betrieblicher Entsorgungsregel behandelt werden.


Merkschema für die Arbeitsplanung

Leitfrage Fachliche Bedeutung
Was wird gefertigt? Funktion, Geometrie, Stückzahl und Qualitätsanforderung
Woraus wird gefertigt? Werkstoff, Halbzeug, Ausgangsabmessung und Materialzugabe
Wie wird gefertigt? Verfahren, Schmiedeoperationen, Wärmefolge und Verbindungen
Womit wird gefertigt? Esse, Amboss, Hammer, Zangen, Hilfswerkzeuge, Maschinen und Prüfmittel
Wie wird abgesichert? Gefährdungsbeurteilung, Schutzmaßnahmen, Prüfplan und Dokumentation


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welcher Schritt steht am Anfang einer fachgerechten Arbeitsplanung? (Den Arbeitsauftrag und die technischen Unterlagen prüfen) (!Das Werkstück ohne Maßkontrolle erwärmen) (!Den Oberflächenschutz auftragen) (!Die Endkontrolle unterschreiben)




Was geschieht beim Strecken eines Werkstücks? (Die Länge nimmt zu und der Querschnitt nimmt ab) (!Die Länge nimmt ab und der Querschnitt nimmt zu) (!Das Werkstück wird ausschließlich getrennt) (!Das Werkstück wird nur oberflächenbehandelt)




Was geschieht beim Stauchen eines Werkstücks? (Die Länge nimmt ab und der Querschnitt nimmt zu) (!Die Länge nimmt zu und der Querschnitt nimmt ab) (!Es entsteht immer ein Loch) (!Die Oberfläche wird beschichtet)




Warum wird die Ausgangsdimension vor dem Schmieden bestimmt? (Damit genügend Werkstoff für Form und Zugaben vorhanden ist) (!Damit keine Zeichnung benötigt wird) (!Damit jede Prüfung entfallen kann) (!Damit nur kaltes Umformen möglich ist)




Welche Aufgabe hat eine passend ausgewählte Schmiedezange? (Sie hält das Werkstück während der Bearbeitung sicher) (!Sie ersetzt die Gefährdungsbeurteilung) (!Sie misst automatisch alle Toleranzen) (!Sie löscht das Schmiedefeuer)




Wozu dienen Zwischenprüfungen? (Sie erkennen Abweichungen vor dem nächsten Fertigungsschritt) (!Sie erhöhen absichtlich den Materialverbrauch) (!Sie ersetzen technische Unterlagen) (!Sie werden nur nach der Auslieferung durchgeführt)




Welche Angabe gehört in einen Arbeitsplan? (Die Reihenfolge der Fertigungs- und Prüfschritte) (!Eine beliebige Glühfarbe ohne Werkstoffbezug) (!Eine nicht geprüfte Materialvermutung) (!Der Verzicht auf Schutzmaßnahmen)




Warum wird die Wärmeführung geplant? (Damit der Werkstoff im geeigneten Temperaturbereich umgeformt wird) (!Damit jedes Werkstück möglichst oft erwärmt wird) (!Damit der Amboss nicht befestigt werden muss) (!Damit Prüfmittel im Feuer gelagert werden können)




Welche Kontrolle gehört zur Endprüfung eines Schmiedeteils? (Maße Form Oberfläche und Funktion prüfen) (!Nur die Farbe des Hammers prüfen) (!Nur den Brennstoffverbrauch schätzen) (!Auf jede Dokumentation verzichten)




Welche Reihenfolge entspricht dem Prinzip beruflicher Handlungsfähigkeit? (Planen Durchführen Kontrollieren) (!Kontrollieren Ausliefern Planen) (!Erwärmen Raten Überspringen) (!Beschichten Trennen Zeichnen)





Memory

Strecken Länge größer und Querschnitt kleiner
Stauchen Länge kleiner und Querschnitt größer
Absetzen Örtlich begrenzte Querschnittsänderung
Schmiedezange Sicheres Halten des heißen Werkstücks
Prüfplan Festgelegte Merkmale und Kontrollzeitpunkte
Ausgangsdimension Abmessung des Rohteils vor dem Umformen
Zunder Oxidschicht auf der erhitzten Oberfläche





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Auftragsanalyse Zeichnung Funktion Stückzahl und Termin klären
Materialplanung Werkstoff Halbzeug und Ausgangsabmessung festlegen
Sicherheitsplanung Gefährdungen und Schutzmaßnahmen bestimmen
Fertigungsplanung Erwärmen Umformen Nacharbeiten und Fügen ordnen
Qualitätsplanung Zwischenprüfungen und Endkontrolle festlegen




...


Kreuzworträtsel

Arbeitsplan Wie heißt die geordnete Festlegung von Arbeitsmitteln Arbeitsschritten und Prüfungen?
Amboss Auf welcher massiven Unterlage wird beim manuellen Schmieden umgeformt?
Schmiedezange Welches Werkzeug hält ein heißes Werkstück sicher?
Strecken Welche Schmiedeoperation verlängert ein Werkstück?
Stauchen Welche Schmiedeoperation vergrößert den Querschnitt durch Verkürzen?
Zunder Wie heißt die Oxidschicht auf einer erhitzten Stahloberfläche?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Am Beginn der Arbeitsplanung wird der

geprüft. Die technische Zeichnung enthält unter anderem Maße und

. Die Abmessung des Rohteils vor dem Umformen heißt

. Beim

wird das Werkstück länger und sein Querschnitt kleiner. Beim

wird es kürzer und sein Querschnitt größer. Zum sicheren Halten eines heißen Werkstücks dient die

. Die zulässige Wärmeführung richtet sich nach dem

. Abweichungen sollen durch geplante

früh erkannt werden. Am Ende werden Maße Form Oberfläche und

kontrolliert. Prüfergebnisse und Abweichungen werden in der

festgehalten.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Werkzeugübersicht: Fotografiere oder zeichne die Werkzeuge eines Schmiedearbeitsplatzes und beschrifte ihre Funktionen.
  2. Arbeitsauftrag: Formuliere für einen einfachen geschmiedeten Haken fünf Fragen, die vor Arbeitsbeginn geklärt werden müssen.
  3. Schmiedeoperationen: Erstelle Skizzen zu Strecken, Stauchen, Absetzen und Biegen und kennzeichne die jeweilige Formänderung.
  4. Sicherheitscheck: Entwickle eine kurze Sichtprüfung für Amboss, Hammer, Zange und Arbeitsplatz.


Standard

  1. Arbeitsfolgeplan: Erstelle für einen Zierhaken eine Tabelle mit Arbeitsschritten, Arbeitsmitteln, Gefährdungen und Prüfungen.
  2. Materialbedarf: Vergleiche zwei mögliche Rohabmessungen und begründe, welche Variante weniger Verschnitt erwarten lässt.
  3. Qualitätsprüfung: Entwirf eine Prüfschablone für einen Winkel oder Biegeradius und beschreibe ihre Anwendung.
  4. Betriebsinterview: Befrage eine Fachkraft, wie in ihrem Betrieb Zwischenprüfungen und Änderungen am Arbeitsplan dokumentiert werden.


Schwer

  1. Fertigungsoptimierung: Analysiere eine bestehende Arbeitsfolge und entwickle eine sicherere oder wirtschaftlichere Reihenfolge.
  2. Gefährdungsbeurteilung: Erstelle für das manuelle Schmieden eines Bauteils eine strukturierte Gefährdungsbeurteilung mit technischen organisatorischen und persönlichen Maßnahmen.
  3. Kalkulation: Schätze Materialbedarf Arbeitszeit Energiebedarf und Prüfaufwand für eine Kleinserie und begründe Deine Annahmen.
  4. Projekt Metallgestaltung: Plane ein eigenes gestaltetes Schmiedeteil von der Entwurfsskizze über die Fertigung bis zur Endkontrolle und präsentiere den vollständigen Arbeitsplan.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Arbeitsfolge begründen: Ein Bauteil wurde mehrfach unnötig erwärmt. Analysiere mögliche Planungsfehler und entwickle eine verbesserte Arbeitsfolge.
  2. Werkstoffwechsel bewerten: Erkläre, welche Punkte eines vorhandenen Arbeitsplans geprüft werden müssen, wenn ein anderer Werkstoff eingesetzt werden soll.
  3. Qualitätsabweichung untersuchen: Ein geschmiedeter Haken ist unsymmetrisch und das Befestigungsloch liegt außerhalb der Toleranz. Bestimme sinnvolle Kontrollpunkte, an denen die Fehler früher hätten erkannt werden können.
  4. Sicherheitsentscheidung: Eine Schmiedezange greift das Werkstück nur an einer kleinen Kante. Bewerte die Situation und leite geeignete Maßnahmen ab.
  5. Wirtschaftlichkeit vergleichen: Vergleiche eine Arbeitsfolge mit vielen Einzelwärmen mit einer gebündelten Umformstrategie und berücksichtige Zeit Energie Qualität und Sicherheit.
  6. Transferaufgabe: Übertrage das Merkschema der Schmiedeplanung auf die Herstellung eines geschweißten Metallrahmens und zeige Gemeinsamkeiten und Unterschiede.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis ist wichtig, dass Du einen realistischen Arbeitsauftrag selbstständig analysierst und daraus einen vollständigen, fachlich begründeten Arbeitsplan entwickelst. Der Nachweis sollte mindestens technische Unterlagen, Werkstoff- und Rohmaßwahl, geordnete Fertigungsschritte, Arbeitsmittel, Gefährdungen, Schutzmaßnahmen, Zwischenprüfungen, Endkontrolle und Dokumentation enthalten.

Zusätzlich solltest Du erklären können, wie sich Strecken, Stauchen, Absetzen und Biegen auf die Werkstückgeometrie auswirken. Eine praktische Demonstration oder eine bebilderte Fertigungsdokumentation kann zeigen, dass Du Planung, Durchführung und Kontrolle miteinander verbindest.




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