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An meinen Kaktus - Ringelnatz, Joachim - Gedichtanalyse

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An meinen Kaktus - Ringelnatz, Joachim - Gedichtanalyse

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Einleitung

An meinen Kaktus – Ringelnatz, Joachim – Gedichtanalyse

Ein Kaktus mit Stacheln kann lustig sein. Das zeigt Joachim Ringelnatz in seinem Gedicht „An meinen Kaktus“.

Du liest das Gedicht, untersuchst seine Sprache und schreibst eigene Texte.

Zielgruppe: Klasse 7–8 · Fach: Deutsch · Thema: Gedichtanalyse

Das lernst Du: Du kannst Verse zählen, Reime erkennen, Textstellen zitieren und eine eigene Deutung begründen.

Ein echter Kaktus. Foto: VeronicaRin, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons.


Das Gedicht und seine Quelle

Joachim Ringelnatz lebte von 1883 bis 1934. Er schrieb oft ungewöhnliche und humorvolle Gedichte.

„An meinen Kaktus“ steht in seinem Gedichtband „Allerdings“ von 1928. Die historische Buchseite ist erhalten.

Buchumschlag der Ausgabe „Allerdings“, 1928. Umschlaggestaltung: Rudolf Großmann. Gemeinfrei.

Unsere Hauptquelle: Joachim Ringelnatz: Allerdings. Berlin: Ernst Rowohlt Verlag, 1928, Seite 170.

Ausgangstext bei Zeno.org

Originalseite von 1928 bei Wikimedia Commons

Wichtig: Die Seite An meinen Kaktus bei Wikisource verwendet die spätere Ausgabe 103 Gedichte von 1933, Seite 84. Wir unterscheiden diese Ausgabe vom Druck aus dem Jahr 1928.


Quellfassung: Der historische Text

Originaldruck von 1928, Seite 170. Gemeinfrei. Die Versnummern in unserer Abschrift sind zusätzliche Lernhilfen.

An meinen Kaktus

1 Du alter Stachelkaks,
2 Du bist kein Bohnerwachs,
3 Kein Gewächs, das die Liebe sich pflückt,
4 Sondern du bist nur ein bißchen verrückt.

5 Ich weiß, daß du wenig trinkst.
6 Du hast auch keinerlei Duft.
7 Aber, ohne daß du selber stinkst,
8 Saugst du Stubenmief ein wie Tropenluft.

9 Du springst niemals Menschen an oder Vieh.
10 Wer aber mit Absicht oder versehentlich
11 Sich einmal auf dich
12 Setzte, vergißt dich nie.

13 Ein betrunkener, lachender Neger
14 Schenkte dich mir, du lustiges Kleines,
15 Daß ich den Vater ersetze dir kantigem Ableger
16 Eines verrückten, stets starren Stachelschweines.

Sprachhinweis zu Vers 13: Hier steht eine rassistische Fremdbezeichnung aus dem historischen Text. Sie ist heute verletzend und sollte nicht zur Bezeichnung von Menschen verwendet werden. Wir zeigen sie ausschließlich, um den Originaltext genau zu dokumentieren. Du musst dieses Wort nicht laut vorlesen.


Lesefassung: Leichter lesen

Diese Fassung verändert nur die alte Rechtschreibung. Aus „daß“ wird „dass“, aus „bißchen“ wird „bisschen“ und aus „vergißt“ wird „vergisst“.

Das Gedicht wird nicht übersetzt. Das problematische historische Wort aus Vers 13 bleibt zur Kennzeichnung der Quelle unverändert; der Sprachhinweis oben gilt auch hier.

An meinen Kaktus – Lesefassung

1 Du alter Stachelkaks,
2 Du bist kein Bohnerwachs,
3 Kein Gewächs, das die Liebe sich pflückt,
4 Sondern du bist nur ein bisschen verrückt.

5 Ich weiß, dass du wenig trinkst.
6 Du hast auch keinerlei Duft.
7 Aber, ohne dass du selber stinkst,
8 Saugst du Stubenmief ein wie Tropenluft.

9 Du springst niemals Menschen an oder Vieh.
10 Wer aber mit Absicht oder versehentlich
11 Sich einmal auf dich
12 Setzte, vergisst dich nie.

13 Ein betrunkener, lachender Neger
14 Schenkte dich mir, du lustiges Kleines,
15 Dass ich den Vater ersetze dir kantigem Ableger
16 Eines verrückten, stets starren Stachelschweines.

Lesehilfe:

  1. Stachelkaks: Ein lustiges Wort für den Kaktus.
  2. Bohnerwachs: Ein Mittel, mit dem man früher Fußböden pflegte.
  3. Stubenmief: Schlechte, abgestandene Zimmerluft.
  4. Ableger: Ein Pflanzenteil, aus dem eine neue Pflanze wachsen kann.
  5. Kantig: Mit Ecken und Kanten.


Das Gedicht verstehen


Was passiert?

Strophe 1, Verse 1–4: Die sprechende Stimme redet den Kaktus direkt an. Sie findet ihn seltsam und lustig.

Strophe 2, Verse 5–8: Der Kaktus braucht wenig Wasser. Die Stimme beschreibt seine Beziehung zur Zimmerluft.

Strophe 3, Verse 9–12: Der Kaktus greift niemanden an. Wer sich aber auf seine Stacheln setzt, vergisst die Erfahrung nicht.

Strophe 4, Verse 13–16: Die Stimme erzählt, dass ihr der Kaktus geschenkt wurde. Am Ende wird die Pflanze mit einem Stachelschwein verglichen.

Merke: Die Stimme, die „ich“ sagt, nennt man das lyrische Ich. Sie ist nicht automatisch der Autor Joachim Ringelnatz. Das Geschenk im Gedicht ist deshalb kein Beweis für ein Erlebnis des Dichters.

Joachim Ringelnatz, fotografiert von Hugo Erfurth, um 1930. Gemeinfrei.


Form: Verse, Strophen und Reime

Das Gedicht hat 16 Verse und vier Strophen mit jeweils vier Versen.

In der ersten Strophe reimen sich zum Beispiel „Stachelkaks“ und „Bohnerwachs“. Danach passen „pflückt“ und „verrückt“ zusammen.

Das Reimschema der ersten Strophe ist aabb. In den weiteren Strophen wechseln die Reime. Manche Wörter klingen nur ungefähr gleich.

Die Verse sind unterschiedlich lang. Besonders kurz ist Vers 11: „Sich einmal auf dich“. Das verstärkt die komische Wirkung.

Mini-Auftrag: Lies Vers 10 bis 12 langsam vor. Welche Pause macht die Pointe besonders deutlich?


Sprache: So entsteht der Witz

Anrede: Die Stimme sagt „du“ zum Kaktus. Dadurch klingt das Gedicht wie ein Gespräch.

Personifikation: Der Kaktus wird als „verrückt“ bezeichnet. Er bekommt menschliche Eigenschaften.

Vergleich: „wie Tropenluft“ (Vers 8) setzt die Zimmerluft mit tropischer Luft in Beziehung.

Übertreibung: Wer auf den Kaktus fällt oder sich auf ihn setzt, „vergißt dich nie“ (Vers 12). Das ist bewusst zugespitzt.

Wortspiel: „Stachelkaks“ klingt überraschend. Dieses ungewöhnliche Wort passt zum Humor von Ringelnatz.

Deutung: Der Kaktus ist nicht besonders anschmiegsam. Trotzdem behandelt die Stimme ihn freundlich und mit Witz. Das Gedicht kann zeigen, dass gerade ungewöhnliche Dinge liebenswert sein können.

Achtung: Eine Deutung ist keine bewiesene Tatsache. Du machst sie überzeugend, indem Du passende Verse nennst.


Dichtung und Wirklichkeit

Ein Gedicht darf übertreiben. Wenn in Vers 6 steht, der Kaktus habe „keinerlei Duft“, gilt das nicht für jede echte Kaktusart. Manche Kakteen tragen sogar duftende Blüten.

Auch die Vorstellung vom „Stubenmief“ ist hier ein poetisches Bild. Daraus folgt nicht, dass der Kaktus nachweislich die Raumluft reinigt.

Blühender Kaktus. Foto: Mario Schmalfuß, CC BY-SA 3.0 DE.

Animation: Eine Kaktusblüte öffnet sich. Solarence, CC BY-SA 4.0.

Datei:RebutiaHeliosaCondorensis.webm Zeitraffer einer Kaktusblüte. Petr Vodička, CC BY-SA 4.0.

Denkfrage: Wozu darf ein Gedicht Dinge anders darstellen als ein Sachbuch?


Hören, sehen und selbst lesen


Ein anderes Ringelnatz-Gedicht hören

Hörbeispiel: „Nach dem Gewitter“ von Joachim Ringelnatz. Sprecherin: Juliane Flade, CC BY-SA 4.0. Dies ist ausdrücklich nicht „An meinen Kaktus“.

Achte beim Hören auf Pausen, Betonung und Sprechtempo. Überlege danach, wie Du „An meinen Kaktus“ lustig vorlesen würdest.


Ringelnatz als gesprochenes Gedicht

Video: „Ich habe dich so lieb“ von Joachim Ringelnatz, Film von Frank Suchland. Es behandelt ein anderes Gedicht. Die Rechte am YouTube-Video liegen bei den jeweiligen Berechtigten.

Dein Hör-Auftrag: Welche Wörter betont der Sprecher? Welche Betonung würdest Du für „Stachelkaks“ wählen?


Hilfe zur Gedichtanalyse

Video zur Gedichtinterpretation und zu Textbelegen, MOOCit. Das Video ist ein ergänzendes Lernangebot, keine Quelle für den Ringelnatz-Text.

Merksatz: Eine gute Analyse erklärt was im Text steht, wie es gesagt wird und welche Wirkung das hat.


So schreibst Du eine kurze Gedichtanalyse


Schritt für Schritt

1. Einleitung: Nenne Titel, Autor, Textart und Ausgabe.

2. Inhalt: Erkläre in zwei bis vier Sätzen, worum es geht.

3. Sprache: Untersuche eine sprachliche Besonderheit und nenne einen Vers als Beleg.

4. Deutung: Schreibe, was Du im Gedicht erkennst, und begründe Deine Meinung.

Beispiel mit Textbeleg:

„Der Kaktus wirkt lustig, weil die Stimme ihn mit dem Wort ‚Stachelkaks‘ anspricht (Vers 1). Das Wort klingt ungewöhnlich und scherzhaft.“

Drei Hilfestufen:

Hilfe 1 – Satzanfang: „In Vers ... steht ...“

Hilfe 2 – Erklärung: „Dieses Wort wirkt ..., weil ...“

Hilfe 3 – Deutung: „Daran erkennt man ..., denn ...“

Kaktusillustration: OpenClipart-Vectors, CC0.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Lies für die Antworten noch einmal die angegebenen Verse.

1. Wen spricht die Stimme in Vers 1 an? (Einen Kaktus) (!Einen Hund) (!Einen Lehrer) (!Einen Baum)




2. Was bedeutet „Bohnerwachs“ aus Vers 2? (Ein Mittel zur Fußbodenpflege) (!Ein Kaktusdünger) (!Eine tropische Frucht) (!Ein Werkzeug zum Schneiden)




3. Was sagt Vers 5 über den Kaktus? (Er trinkt wenig) (!Er braucht sehr viel Wasser) (!Er läuft schnell) (!Er spricht mit Menschen)




4. Welches sprachliche Mittel erkennst Du an „wie Tropenluft“ in Vers 8? (Einen Vergleich) (!Eine wörtliche Rede) (!Eine Frage) (!Einen Befehl)




5. Was tut der Kaktus laut Vers 9 nicht? (Er springt Menschen und Tiere an) (!Er besitzt Stacheln) (!Er steht im Zimmer) (!Er wächst als Pflanze)




6. Warum vergisst man den Kaktus nach den Versen 10 bis 12 nicht? (Weil seine Stacheln beim Hinsetzen wehtun können) (!Weil er ein lautes Lied singt) (!Weil er plötzlich wegläuft) (!Weil er jeden Tag spricht)




7. Was erfährt man in den Versen 13 und 14? (Die sprechende Stimme bekam den Kaktus geschenkt) (!Der Kaktus wurde weggeworfen) (!Die sprechende Stimme verkauft den Kaktus) (!Der Kaktus zerbricht)




8. Mit welchem Tier wird der Kaktus am Ende verglichen? (Mit einem Stachelschwein) (!Mit einer Schildkröte) (!Mit einem Elefanten) (!Mit einem Schmetterling)




9. Was bedeutet „lyrisches Ich“ bei diesem Gedicht? (Die sprechende Stimme im Gedicht) (!Immer die echte Stimme des Autors) (!Der Verlag des Buches) (!Die Person auf dem Buchumschlag)




10. Wie gehen wir mit der Bezeichnung für einen Menschen in Vers 13 um? (Wir erkennen sie als heute verletzende rassistische Fremdbezeichnung) (!Wir verwenden sie als neutrale Alltagsbezeichnung) (!Wir betrachten sie als botanischen Fachbegriff) (!Wir nehmen an, dass solche Wörter nie verletzen)





Memory

Finde die sieben passenden Begriffspaare.

Stachelkaks Lustiger Name für den Kaktus
Bohnerwachs Mittel zur Fußbodenpflege
Stubenmief Abgestandene Zimmerluft
Stachelschwein Tier aus dem Schlussvergleich
Lyrisches Ich Sprechende Stimme im Gedicht
Vers Einzelne Gedichtzeile
Strophe Gruppe von Gedichtzeilen





Drag and Drop

Ordne jedem sprachlichen Mittel die passende Erklärung zu.

Ordne die richtigen Begriffe zu. Erklärung
Anrede Die Stimme spricht die Pflanze mit du an
Personifikation Die Pflanze bekommt eine menschliche Eigenschaft
Vergleich Zwei Dinge werden durch das Wort wie verbunden
Übertreibung Eine Wirkung wird besonders stark dargestellt
Reim Wörter am Versende klingen ähnlich





Kreuzworträtsel

Ringelnatz Wie lautet der Nachname des Dichters?
Kaktus Welche Pflanze steht im Mittelpunkt des Gedichts?
Strophe Wie heißt eine Gruppe von Versen?
Bohnerwachs Welches Mittel wird in Vers 2 genannt?
Tropenluft Welches Wort steht am Ende von Vers 8?
Stachelschwein Mit welchem Tier wird der Kaktus verglichen?





LearningApps

Hier kannst Du nach weiteren Übungen suchen. Die Suchergebnisse stammen von anderen Erstellenden und müssen zum Gedicht passen.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Das Gedicht erschien 1928 in der Sammlung

.
Es besteht aus

Versen.
Vier zusammengehörige Verse bilden hier eine

.
Die Stimme spricht den Kaktus mit

an.
In Vers 8 steht das Vergleichswort

.
Das Wort Stachelkaks ist eine lustige

.
Die Pflanze wird am Ende mit einem

verglichen.
Die Stimme im Gedicht nennt man das

.
Die Lesefassung modernisiert die

.
Eine Erklärung mit genauer Versangabe enthält einen

.




Offene Aufgaben

Wichtig: Für diese Aufgaben gibt es keine automatische Bewertung. Zeige Deine Ergebnisse einer Partnerin, einem Partner oder Deiner Lehrkraft.


Leicht

  1. Vorlesen: Lies die ersten vier Verse lustig vor. Überlege, wo Du eine Pause machst. Hilfe: Betone „Stachelkaks“.
  2. Kaktusbild: Zeichne den Kaktus, wie Du ihn Dir vorstellst. Schreibe zwei passende Wörter dazu. Hilfe: Schau auf Vers 1 und Vers 4.
  3. Lieblingsvers: Wähle Deinen Lieblingsvers und erkläre in zwei Sätzen Deine Wahl. Hilfe: „Ich mag Vers ..., weil ...“
  4. Wortkarte: Erkläre „Stubenmief“ mit eigenen Worten und male ein passendes Symbol. Hilfe: Lies Vers 7 und Vers 8.


Standard

  1. Neues Gespräch: Schreibe einen Dialog zwischen Dir und einem Kaktus mit sechs kurzen Sätzen. Hilfe: Lass den Kaktus eine eigene Antwort geben.
  2. Gedicht-Comic: Gestalte einen Comic mit vier Bildern zu den vier Strophen. Hilfe: Ein Bild zeigt die Pointe aus Vers 10 bis 12.
  3. Kurzanalyse: Untersuche eine Personifikation und einen Vergleich. Verwende zwei Textbelege. Hilfe: Beginne mit Vers 4 und Vers 8.
  4. Pflanzeninterview: Befrage jemanden, der Kakteen pflegt, oder nutze ein Sachbuch. Vergleiche zwei Fakten mit dem Gedicht. Hilfe: Frage nach Wasser und Blüten.


Schwer

  1. Antwortgedicht: Schreibe ein Gedicht aus Sicht des Kaktus mit mindestens acht Versen. Hilfe: Verwende eine Anrede und einen Vergleich.
  2. Zwei Deutungen: Erkläre, warum der Kaktus zugleich lächerlich und liebenswert wirken kann. Belege beide Sichtweisen. Hilfe: Vergleiche Vers 1 mit Vers 14.
  3. Historische Sprache: Schreibe eine kurze Anmerkung für eine neue Schulausgabe. Erkläre respektvoll, warum das Wort in Vers 13 problematisch ist und warum eine historische Ausgabe es trotzdem dokumentiert. Hilfe: Unterscheide Zitat und eigenen Sprachgebrauch.
  4. Szenische Lesung: Plant zu zweit eine Lesung mit verschiedenen Stimmen. Begründet drei Stellen, an denen Ihr Betonung oder Sprechtempo verändert. Hilfe: Beachtet besonders Vers 10 bis 12.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Hier zählt Dein Denken, nicht das Auswendiglernen.

  1. Wirkung erklären: Warum ist Vers 11 so kurz? Erkläre, wie die Zeilenlänge die Pointe beeinflusst.
  2. Fassung vergleichen: Vergleiche Quellfassung und Lesefassung. Warum darfst Du die modernisierte Schreibweise nicht als Originalzitat von 1928 ausgeben?
  3. Stimme und Autor unterscheiden: Jemand behauptet, Ringelnatz habe den Kaktus wirklich geschenkt bekommen. Erkläre, warum das Gedicht allein diese Aussage nicht beweist.
  4. Dichtung und Fakten: Vergleiche Vers 6 mit dem Bild einer Kaktusblüte. Warum muss eine Aussage im Gedicht kein naturwissenschaftlicher Satz sein?
  5. Deutung begründen: Begründe mit zwei Versen, ob die Stimme den Kaktus eher mag oder ablehnt.
  6. Historische Wörter einordnen: Erkläre, wie eine heutige Klasse den Originaltext lesen kann, ohne eine rassistische Bezeichnung selbst als normale Anrede zu benutzen.


Lernnachweis

Das solltest Du am Ende zeigen können:

  1. Du nennst Titel, Autor und die historische Ausgabe von 1928.
  2. Du erkennst die vier Strophen und die 16 Verse.
  3. Du fasst den Inhalt in eigenen Worten zusammen.
  4. Du findest mindestens zwei sprachliche Mittel.
  5. Du erklärst ihre Wirkung mit Versangaben.
  6. Du unterscheidest das lyrische Ich vom wirklichen Autor.
  7. Du kannst historische Sprache kritisch und respektvoll einordnen.
  8. Du schreibst eine kurze Deutung mit Textbelegen.

Möglicher Lernnachweis: Gib eine halbe bis eine Seite Gedichtanalyse ab. Markiere zwei Textbelege und schreibe einen eigenen Schlusssatz.


OERs zum Thema


Texte und historische Quellen

  1. Ringelnatz: „Allerdings“, Originaldruck 1928, Seite 170. Autor: Joachim Ringelnatz. Gemeinfrei.
  2. Wikisource: „Allerdings“ von 1928. Sammlung und weitere Gedichte.
  3. Wikisource: „An meinen Kaktus“. Textgrundlage dieser Wikisource-Seite: „103 Gedichte“, 1933, Seite 84.
  4. Zeno.org: „An meinen Kaktus“. Ausgangslink zum Gedicht.
  5. Wikipedia: Joachim Ringelnatz. Angaben zur Person und zum Werk.

Hinweis zur Textnutzung: Ringelnatz starb 1934. Sein Werk ist in Deutschland urheberrechtlich gemeinfrei. Die Lesefassung ist als Bearbeitung der Rechtschreibung gekennzeichnet.


Bild-, Audio- und Animationsnachweise

Alle nachfolgenden Dateien stammen aus Wikimedia Commons. Die Links führen zu den vollständigen Dateiinformationen. Die eingebundenen Medien werden unverändert gezeigt.

Medium Urheber und Lizenz
Kaktusfoto VeronicaRin; CC BY-SA 4.0
Buchumschlag von 1928 Rudolf Großmann; gemeinfrei
Historische Gedichtseite Joachim Ringelnatz; gemeinfrei
Ringelnatz-Porträt Hugo Erfurth; gemeinfrei
Kaktusblüte Mario Schmalfuß; CC BY-SA 3.0 DE
Animierte Kaktusblüte Solarence; CC BY-SA 4.0
Zeitraffer einer Kaktusblüte Petr Vodička; CC BY-SA 4.0
Gedichtaufnahme „Nach dem Gewitter“ Text: Joachim Ringelnatz; Sprecherin: Juliane Flade; Aufnahme: CC BY-SA 4.0
Kaktusillustration OpenClipart-Vectors; CC0

YouTube-Hinweis: Die zwei eingebetteten Videos dienen nur als ergänzende Lernmedien. Sie werden nicht als frei lizenzierte OER ausgegeben. Es gelten die jeweiligen Rechte der Videoersteller.


Wikipedia zum Autor

Der folgende Wikipedia-Artikel behandelt Joachim Ringelnatz, nicht dieses einzelne Gedicht.


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