An eine Madonna - Baudelaire, Charles - Gedichtanalyse
An eine Madonna - Baudelaire, Charles - Gedichtanalyse
Zielgruppe: Klasse 9–10 und 11–13
Fach: Deutsch – Lyrik – Gedichtanalyse
Epochenkontext: Internationale Moderne – Wegbereiter der modernen Lyrik
Kurzbeschreibung: „Dir, Herrin, will ich baun, Madonna meiner Schmerzen,“ – 44 Verse über Liebe, Verehrung, Eifersucht und eine erschreckende Wendung. Du lernst, das Gedicht mit echten Verszitaten zu untersuchen.
Lernziele: Du kannst das lyrische Ich beschreiben, Reime und Bilder erkennen, Übersetzung und Original unterscheiden und eine Deutung mit Textstellen begründen.
Hinweis: Das Ende des Gedichts enthält eine Gewaltfantasie. Wir untersuchen diese kritisch als Teil eines literarischen Textes.
Einleitung
Charles Baudelaire (1821–1867) war ein französischer Dichter. Sein Gedicht À une Madone steht in der Ausgabe von 1861 der Sammlung Les Fleurs du Mal (Die Blumen des Bösen).
Die deutsche Übersetzung An eine Madonna von Wolf von Kalckreuth erschien 1907.
Das lyrische Ich bewundert eine Frau wie eine Heilige. Es will ihr einen Altar bauen. Doch aus Bewunderung werden Eifersucht und zerstörerische Gedanken.
Leitfrage: Wann wird Verehrung zu Besitzdenken?

Charles Baudelaire, fotografiert von Nadar, 1855. Wikimedia Commons, gemeinfrei.
Epochenkontext: Internationale Moderne
Baudelaire lebte im 19. Jahrhundert. Er gilt als wichtiger Wegbereiter der Moderne und des Symbolismus. Seine Gedichte verbinden Schönheit mit Angst, Sehnsucht und dunklen Gefühlen.
Wichtig: Baudelaire gehört zeitlich nicht zur Hochmoderne des 20. Jahrhunderts. Seine Dichtung bereitete jedoch die internationale moderne Lyrik mit vor.
Video: Un Cours de 5 Minutes – Les Fleurs du Mal. Einführung auf Französisch.
Der Gedichttext: Quelle und Lesefassung
Quellfassung: Französisches Original
Autor: Charles Baudelaire
Originaltitel: À une Madone
Untertitel: Ex-voto dans le goût espagnol – sinngemäß: ein Votivgeschenk im spanischen Stil.
Ausgabe: Les Fleurs du mal, 1861, Gedicht LVII, 44 Verse.
Verifizierte Verse 1–2:
Je veux bâtir pour toi, Madone, ma maîtresse,
Un autel souterrain au fond de ma détresse,
Verifizierte Verse 37–38:
Enfin, pour compléter ton rôle de Marie,
Et pour mêler l’amour avec la barbarie,
Vollständige historische Quellfassung:
Wikisource – À une madone, Ausgabe 1861
Originalausgabe als digitalisiertes Buch auf Wikimedia Commons
Lesefassung: Deutsche Übersetzung
Übersetzer: Wolf von Kalckreuth
Ausgabe: Die Blumen des Bösen, Insel-Verlag, Leipzig 1907.
Vorhandene Gedichtseite:
Gedicht – An eine Madonna – Baudelaire, Charles
Zusätzlicher überprüfter Textnachweis:
TextGrid Repository – An eine Madonna
Verse 1–2:
Dir, Herrin, will ich baun, Madonna meiner Schmerzen,
Verborgenen Altar in meinem tiefsten Herzen,
Verse 10–12:
In meiner Eifersucht, o sterbliche Madonne,
Will ich umkleiden dich mit starren Mantels Pracht,
Barbarisch, steif und schwer, gepanzert mit Verdacht,
Verse 37–40:
Daß du das Ebenbild der Jungfrau mögest scheinen,
Will glühnde Liebe ich mit Grausamkeit vereinen,
Todsünden wähl ich mir in heilger Siebenzahl,
Ein reuger Henker schärf ich Dolche draus von Stahl,
Vers 44:
In dein schluchzendes Herz, in dein rieselndes Herz!
Zählweise: Vers 1 beginnt mit „Dir, Herrin“. Die Versangaben dieses Kurses beziehen sich auf die nachgewiesene Kalckreuth-Fassung mit 44 Versen.
Übersetzung ist nicht Interpretation
Eine Quellfassung ist der ursprüngliche Text. Hier ist sie französisch.
Eine Übersetzung gibt einen Text in einer anderen Sprache wieder. Dabei können sich Wortwahl, Rhythmus und Klang ändern.
Eine Lesefassung ist die festgelegte Fassung, mit der Du arbeitest. In diesem Kurs ist das Kalckreuths Übersetzung von 1907.
Eine Interpretation erklärt mögliche Bedeutungen. Sie muss durch Textstellen gestützt sein.
Beispiel: Das französische „ma détresse“ wird im Deutschen als „meiner Schmerzen“ wiedergegeben. Beide Formulierungen zeigen Leiden. Sie sind aber nicht wortgleich.
Video: Lesedusche – Wie die „Blumen des Bösen“ nach Deutschland kamen. Mit einem Vergleich verschiedener Übersetzungen.
Gedichtanalyse
Das lyrische Sprechen
Das lyrische Ich spricht eine Frau direkt an: „Dir, Herrin“ (V. 1).
Es will für sie einen besonderen Ort schaffen. Dieser liegt im eigenen Herzen (V. 1–2).
Das Ich wirkt zugleich bewundernd und abhängig. Es entwirft die Frau nach seinen eigenen Vorstellungen. In Vers 10 tritt ausdrücklich „Eifersucht“ hinzu.
Deutung: Das Ich möchte Nähe, versucht aber auch, die Frau mit seinen Bildern festzulegen.
Textbeleg: Der Mantel ist in Vers 11–12 mit „Verdacht“ verbunden.
Form und Klang
Das Gedicht umfasst 44 Verse.
Die französische Fassung verwendet überwiegend klassische Alexandriner mit zwölf Silben und Paarreime. Die deutsche Übersetzung übernimmt die Paarreime weitgehend. Ihr Rhythmus muss jedoch gesondert untersucht werden.
Reimbeispiel:
Madonna meiner Schmerzen,
Verborgenen Altar in meinem tiefsten Herzen,
Die Wörter „Schmerzen“ und „Herzen“ bilden einen Reim (V. 1–2).
Wiederholung: „Mein Sehnen“ erscheint am Anfang der Verse 15 und 16.
Klangwirkung: Die wiederholten Wörter zeigen, wie stark das Ich von seinem Verlangen beschäftigt ist.
Am Ende wird das Wort „Herz“ mehrfach wiederholt (V. 43–44). Dadurch wirkt der Schluss besonders eindringlich.
Merke: Untersuche zuerst den Klang. Erkläre danach, wie er zur Bedeutung passt.
Bildsprache: Eine Frau als Madonna

Bartolomé Esteban Murillo: Immaculata-Darstellung, um 1678. Gemeinfreies Werk, Wikimedia Commons.
In der christlichen Kunst bezeichnet Madonna ein Bild der Maria, der Mutter Jesu.
Das Gedicht nutzt solche religiösen Bilder, beschreibt jedoch auch weltliche Liebe, Eifersucht und Verlangen.
Wichtige Bildmotive:
- Altar: Das Ich errichtet im Herzen einen Ort der Verehrung (V. 1–2).
- Diadem: Die Frau wird wie eine Königin geschmückt (V. 9).
- Mantel: Aus Eifersucht und Verdacht entsteht eine Art schützende, aber auch einengende Hülle (V. 10–14).
- Kleid: Das Sehnen des Ichs wird zu Kleidung (V. 15–18).
- Schlange: Ein bedrohliches Tier soll von der Frau besiegt werden (V. 25–28).
- Weihekerzen: Die Gedanken des Ichs erscheinen wie Kerzen vor einem Altar (V. 29–32).
- Dolche: Der Schluss verbindet Liebe mit einer Gewaltfantasie (V. 37–44).
Deutung: Die Bilder zeigen nicht nur Verehrung. Sie machen auch das Bedürfnis nach Kontrolle sichtbar.
Bildvergleich: Schmerz und sieben Dolche
Unbekannter mexikanischer Künstler: Our Lady of Sorrows, 1712. El Paso Museum of Art. Gemeinfrei, Wikimedia Commons.
Das Bild zeigt die religiöse Tradition der schmerzhaften Mutter Maria.
Im Gedicht werden dagegen die sieben Todsünden zu Waffen des lyrischen Ichs (V. 39–40).
Vergleichsfrage: Wie verändern sich religiöse Symbole, wenn sie mit menschlicher Eifersucht und Gewalt verbunden werden?
Hinweis: Die Bilddarstellung und das Gedicht sind unterschiedliche Werke. Eine direkte künstlerische Verbindung ist nicht nachgewiesen.
Die Kerzen: Gedanken werden sichtbar

Kerzenanimation von Qwestor. Wikimedia Commons, gemeinfrei.
In Vers 29–32 vergleicht das Ich seine Gedanken mit Kerzen vor dem Altar.
Kerzen können Verehrung, Licht und Hoffnung darstellen. Doch das Gedicht enthält auch die Vorstellung „Flammenaugen“ (V. 32).
Denkfrage: Wirkt dieses Bild auf Dich ruhig oder unheimlich? Begründe Deine Antwort.
Hörvergleich: Baudelaire als Klangdichter
Hörbeispiel: „Hymne à la beauté“ von Charles Baudelaire, gesprochen von Augustin Brunault. CC BY-SA 3.0.
Wichtig: Die Aufnahme enthält nicht „An eine Madonna“, sondern ein anderes Gedicht aus Les Fleurs du mal.
Achte beim Hören darauf, wie Pausen, Stimme und Reime die Wirkung verändern.
Die überraschende Wendung
Bis Vers 36 gestaltet das Ich eine Welt der Verehrung.
Mit Vers 37–38 ändert sich die Richtung:
Daß du das Ebenbild der Jungfrau mögest scheinen,
Will glühnde Liebe ich mit Grausamkeit vereinen,
Das Ich stellt sich am Schluss Gewalt gegen das Herz der verehrten Frau vor. Das ist eine literarische Gewaltfantasie und keine Handlung, die wir gutheißen sollen.
Deutungsmöglichkeiten:
- Übersteigerte Liebe: Das Ich verliert das Maß zwischen Nähe und Besitz.
- Kritik an Idealisierung: Wer einen Menschen nur als vollkommenes Bild betrachtet, sieht vielleicht seine Eigenständigkeit nicht mehr.
- Kunst und Zerstörung: Das Ich erschafft zuerst kunstvolle Bilder und zerstört diese Vorstellung am Ende gedanklich wieder.
Keine dieser Deutungen ist automatisch die einzig richtige. Du musst sie mit Versen begründen.
Kurzfazit
Baudelaire verbindet in „An eine Madonna“ religiöse Verehrung mit menschlicher Leidenschaft. Der strenge Reim und die kunstvollen Bilder stehen im Gegensatz zu starken, widersprüchlichen Gefühlen.
Das Gedicht kann als Warnung vor einer Liebe gelesen werden, die aus Verehrung in Kontrolle und Gewaltfantasie umschlägt.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Lesequiz mit 10 beleggestützten Fragen. Alle Versangaben beziehen sich auf die deutsche Lesefassung von Wolf von Kalckreuth.
1. Wen spricht das Ich mit „Dir, Herrin“ in Vers 1 an? (Eine als Madonna verehrte Frau) (!Einen Priester) (!Einen König) (!Ein Kind)
2. Wo soll der „Verborgenen Altar“ aus Vers 2 entstehen? (Im tiefsten Herzen des Ichs) (!Auf einem öffentlichen Platz) (!In einem Palast) (!In einem Garten)
3. Was gestaltet das Ich mit seinen „Verse[n]“ in Vers 7–8? (Einen kunstvollen Schmuck für die Madonna) (!Ein Kriegslied) (!Einen Reisebericht) (!Eine politische Rede)
4. Welches Gefühl wird in Vers 10 mit dem Mantel verbunden? (Eifersucht) (!Gleichgültigkeit) (!Freundschaft) (!Freude)
5. Was bedeutet das Bild „Mein Sehnen sei dein Kleid“ in Vers 15? (Das Verlangen des Ichs wird als Kleidung vorgestellt) (!Die Frau soll ein Kleid kaufen) (!Das Ich möchte Schneider werden) (!Die Frau trägt eine Uniform)
6. Aus welchem Gefühl entstehen die Seidenschuhe in Vers 19? (Aus Ehrfurcht) (!Aus Hass) (!Aus Angst vor Armut) (!Aus Langeweile)
7. Wohin legt das Ich die „Schlange“ in Vers 25–26? (Unter die Füße der verehrten Frau) (!Auf eine Krone) (!In eine Kiste) (!Auf seinen eigenen Kopf)
8. Was wird in Vers 29–30 mit „Weihekerzen“ verglichen? (Die Gedanken des Ichs) (!Die Häuser der Stadt) (!Die Sterne am Himmel) (!Die Kleider der Frau)
9. Was bezeichnet die „heilge Siebenzahl“ in Vers 39? (Die sieben Todsünden) (!Die sieben Wochentage) (!Sieben Dichter) (!Sieben Kirchen)
10. Welche Wendung zeigt der Schluss mit dem „schluchzenden Herz“ in Vers 44? (Die Verehrung wird zur zerstörerischen Gewaltfantasie) (!Das Ich findet inneren Frieden) (!Die Frau verlässt eine Stadt) (!Das Gedicht endet mit einer Hochzeit)
Memory
Finde passende Begriffe und Bedeutungen aus dem Gedicht.
| Altar | Ort der Verehrung |
| Mantel | Eifersucht |
| Kleid | Sehnsucht |
| Schlange | Bedrohliches Ungeheuer |
| Weihekerzen | Gedanken des Ichs |
| Dolche | Zerstörerische Gewalt |
| Paarreim | Reimende Nachbarverse |
Drag and Drop
Ordne jedes Bildmotiv seiner Bedeutung zu.
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Bedeutung |
|---|---|
| Altar | Verehrung |
| Mantel | Eifersucht |
| Schlange | Bedrohung |
| Kerzen | Gedanken |
| Dolche | Gewalt |
Kreuzworträtsel
| Madonna | Welche Gestalt wird vom lyrischen Ich verehrt? |
| Altar | Welchen Ort der Verehrung will das Ich errichten? |
| Eifersucht | Welches Gefühl wird zum Material eines Mantels? |
| Schlange | Welches Tier soll die Frau unter ihre Füße bekommen? |
| Weihekerzen | Mit welchen Gegenständen werden die Gedanken verglichen? |
| Dolche | Welche Waffen nennt die deutsche Übersetzung im Schluss? |
LearningApps
Suche nach bereits vorhandenen Übungen zu Baudelaire und zum Gedicht.
Lückentext
Gestufte Hilfen
Hilfe 1: Leicht – Verstehen
Lies zuerst die Verse 1–2, 10–12 und 37–44.
Frage Dich: Wen spricht das Ich an? Welche Gefühle nennt es? Was verändert sich am Ende?
Satzanfang: „Am Anfang möchte das lyrische Ich …“
Hilfe 2: Standard – Untersuchen
Markiere Wörter, die zu Verehrung gehören, und Wörter, die Angst oder Gewalt zeigen.
Verbinde danach eine Beobachtung mit ihrer möglichen Wirkung.
Satzanfang: „Das Bild des Mantels zeigt …, weil in Vers …“
Hilfe 3: Schwer – Deuten
Untersuche den Unterschied zwischen idealisierter Liebe und dem Wunsch nach Kontrolle.
Beziehe zusätzlich die Übersetzung ein und vergleiche mindestens eine französische mit einer deutschen Formulierung.
Satzanfang: „Der Gegensatz zwischen … und … lässt sich als … deuten.“
Offene Aufgaben
Wähle die passende Niveaustufe. In jeder Stufe gibt es eine zentrale Schreibaufgabe und drei weitere kurze Vertiefungen.
Leicht – Klasse 9–10
- Schreibaufgabe: Schreibe fünf einfache Sätze darüber, welche Gefühle das Ich am Anfang und am Ende zeigt.
- Wortfeld: Sammle je vier Wörter zu Verehrung und Bedrohung aus der deutschen Lesefassung.
- Illustration: Wähle eines der vorhandenen Commons-Bilder aus und erkläre in zwei Sätzen, wie es zum Gedicht passt.
- Sinnabschnitt: Gib den Anfang, die Mitte und den Schluss mit je einem eigenen Satz wieder.
Standard – Klasse 9–10 oder 11–13
- Schreibaufgabe: Schreibe einen Analyseabsatz mit Behauptung, Verszitat, Erklärung und Schlussfolgerung zum Mantelbild.
- Reimschema: Markiere die Reimwörter der ersten zwölf Verse und beschreibe den Klang.
- Höranalyse: Höre die verlinkte Baudelaire-Aufnahme und beschreibe zwei Wirkungen der Sprechweise.
- Bildvergleich: Vergleiche eine Madonna-Darstellung mit den religiösen Bildern des Gedichts und benenne zwei Unterschiede.
Schwer – Klasse 11–13
- Schreibaufgabe: Erörtere auf etwa einer Seite die Frage, ob die Verehrung im Gedicht schon am Anfang Züge von Kontrolle enthält. Nutze mindestens vier belegte Verse.
- Übersetzungsvergleich: Vergleiche die ersten beiden Verse und Verse 37–40 in der französischen und deutschen Fassung. Untersuche zwei Übersetzungsentscheidungen.
- Intertextualität: Vergleiche das Gedicht mit einem anderen Text über idealisierte Liebe. Arbeite Gemeinsamkeiten und Unterschiede heraus.
- Medienkritik: Prüfe zwei der verwendeten Medien hinsichtlich Herkunft, Lizenz und didaktischem Nutzen. Dokumentiere die Originaldateiseiten.
Hinweis für Kursprojekte: Nutze vorhandene Gedichtseiten und ergänze diese bei Bedarf. Erstelle keinen zweiten Lernkurs mit demselben Inhalt.


Lernkontrolle
Diese Aufgaben prüfen Zusammenhänge und eigenes Denken.
- Lyrisches Ich: Erkläre, weshalb die direkte Anrede zugleich liebevoll und besitzergreifend wirken kann.
- Symbol: Wähle Altar, Mantel oder Schlange und zeige, wie das Bild die Beziehung zwischen Ich und Frau beschreibt.
- Sprachliche Mittel: Erkläre anhand eines belegten Reims oder einer Wiederholung, wie der Klang die Aussage unterstützt.
- Literarische Moderne: Zeige, warum das Nebeneinander von Schönheit und Bedrohung zur Entwicklung moderner Lyrik passt.
- Perspektivwechsel: Beschreibe, wie sich die Situation verändern würde, wenn die angesprochene Frau selbst zu Wort käme.
- Interpretation: Entwickle eine eigene Deutung des Schlusses. Begründe sie mit zwei nachprüfbaren Verszitaten.
Lernnachweis
Für Deinen Lernnachweis erstellst Du eine kurze schriftliche Gedichtanalyse oder ein kommentiertes Lernportfolio.
Wichtig sind:
- Die korrekte Angabe von Autor, Originaltitel und verwendeter Übersetzung.
- Eine kurze Beschreibung des lyrischen Ichs und der angesprochenen Frau.
- Die Untersuchung von mindestens zwei sprachlichen oder formalen Mitteln.
- Mindestens drei richtig zugeordnete Verszitate.
- Eine verständliche Deutung der Entwicklung von Verehrung zu Gewaltfantasie.
- Eine klare Unterscheidung zwischen Textbeobachtung und eigener Interpretation.
- Eine nachvollziehbare Schlussfolgerung in Deinen eigenen Worten.
Bewertungskriterien: Texttreue, Nachvollziehbarkeit, sprachliche Klarheit, treffende Belege und eigenständiges Denken.
OERs zum Thema
Primärtexte und weiterführende Quellen
- Wikisource: Französische Originalfassung, Ausgabe 1861 – historischer Quellentext.
- TextGrid Repository: An eine Madonna – historische deutsche Übersetzung von Wolf von Kalckreuth. TextGrid-Datenbestand: CC BY 3.0 DE; der zugrunde liegende historische Text ist gemeinfrei.
- Vorhandene Gedichtseite auf MOOCwiki – zentrale deutsche Lesefassung.
- Wikisource: Einer Madonne – andere historische Übersetzung von Stefan George, 1901. Nicht mit der Lesefassung dieses Kurses verwechseln.
- Wikipedia: Charles Baudelaire – Leben und Werk.
- Wikipedia: Les Fleurs du Mal – Gedichtsammlung und literarischer Kontext.
Wikipedia zum historischen Hintergrund:
Mediennachweise und Lizenzen
Alle folgenden Dateien wurden auf Wikimedia Commons als bestehende Medien recherchiert. Der Dateilink führt zur jeweiligen Originaldatei mit Lizenzinformationen.
- Baudelaire-Porträt: Félix Nadar, Charles Baudelaire, 1855. Wikimedia Commons, Public Domain. Datei und Lizenz.
- Madonnenbild: Bartolomé Esteban Murillo, Inmaculada Concepción de los Venerables, um 1678. Gemeinfrei. Datei und Lizenz.
- Schmerzensmadonna: Unbekannter mexikanischer Künstler, Our Lady of Sorrows, 1712, El Paso Museum of Art. Gemeinfrei. Datei und Lizenz.
- Kerzenanimation: Qwestor, Animation candle flame, 2010. Vom Urheber als gemeinfrei freigegeben. Datei und Lizenz.
- Audioaufnahme: Augustin Brunault, Rezitation von Hymne à la beauté, 2007. Lizenz CC BY-SA 3.0, Lizenztext. Originalaufnahme.
- Buchscan: Charles Baudelaire, Les Fleurs du mal, Ausgabe 1861, Bibliothèque nationale de France. Historische gemeinfreie Ausgabe. Digitalisat.
YouTube-Medien: Videos von „Un Cours de 5 Minutes“ und „Lesedusche“. Die Urheber und Plattformrechte bleiben bestehen. Es werden ausschließlich bestehende Videos eingebettet, nicht kopiert oder unter einer freien Lizenz neu veröffentlicht.
Lizenzhinweis: Gemeinfreie Werke benötigen keine urheberrechtliche Erlaubnis, ihre Urheber und Quellen werden hier dennoch genannt. Bei CC-BY-SA-Medien gelten die Namensnennung und Lizenzbedingungen der jeweiligen Datei.
Verknüpfte Lernbereiche
aiMOOC-Projekte
Schulfach+


aiMOOCs


aiMOOC Projekte


MOOCwiki · Deutsch
Nach dem Lernen ist vor dem Lernen
Entdecke direkt den nächsten Lernkurs. Weitere Inhalte erscheinen, wenn Du weiter nach unten scrollst.
Zur MOOCwiki-HauptseiteMediathek
Mediathek wird aus dem Wiki geladen ...
Keine passenden Inhalte gefunden. Bitte ändere Suche oder Filter.
NEWSLernweltNOAH fragen