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An den Mond - Goethe, Johann Wolfgang - Gedichtanalyse

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An den Mond - Goethe, Johann Wolfgang - Gedichtanalyse

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Einleitung

An den Mond ist ein Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe. Du untersuchst hier die frühe Fassung mit sechs Strophen und 24 Versen. Ihr Anfang lautet: „Füllest wieder ´s liebe Tal“. Sie entstand wahrscheinlich 1776 bis 1778. Die spätere, bekanntere Fassung von 1789 hat dagegen neun Strophen und 36 Verse und beginnt anders. Beide Fassungen dürfen nicht vermischt werden.

Für wen? Klasse 9/10; die Vertiefungen eignen sich auch für Klasse 11–13. Lernziele: Du unterscheidest Textfassungen, belegst Beobachtungen mit Versnummern und deutest Naturbilder, Gefühle, Klang sowie Epochenmerkmale. Lies kurze Abschnitte und bearbeite die Aufgaben in deinem Tempo.

Vorhandene Textseite: Gedicht – An den Mond – Goethe, Johann Wolfgang. Nutze sie als internen Ausgangspunkt; überprüfe, welche Fassung sie zeigt. Dieser Kurs legt keine zweite Gedicht-Textseite an.

Bildimpuls: Thomas Cole, „Landscape (Moonlight)“, circa 1833/34. Die spätere Malerei zeigt eine mögliche Stimmung, aber nicht Goethes konkreten Schauplatz. Quelle: Wikimedia Commons; gemeinfrei.


Textgrundlage: Frühfassung und spätere Fassung


Quellfassung und Verszählung

Quellfassung: Lies die 24 Verse der frühen Fassung in der Transkription der Klassik Stiftung Weimar zu Goethes Brief an Charlotte von Stein. Die historische Handschrift schreibt unter anderem „Thal“; andere Editionen normalisieren solche Schreibungen. Eine weitere nachprüfbare Textausgabe der Erstfassung liefert TextGrid. Für das Lesequiz gilt diese Zählung: jede Strophe hat vier Verse; Strophe 1 = Verse 1–4, Strophe 2 = Verse 5–8, Strophe 3 = Verse 9–12, Strophe 4 = Verse 13–16, Strophe 5 = Verse 17–20, Strophe 6 = Verse 21–24.

Wichtig: Die Quelle ist der historische Gedichtwortlaut bzw. seine dokumentierte Edition. Die folgenden Erklärungen sind keine weiteren Verse Goethes. Beginne mit der Quellfassung; nutze erst danach die Lesehilfe.


Lesefassung: sechs Strophen einfach erklärt

Verse Sinngemäße Lesehilfe in heutiger Sprache
1–4 Der Mond erhellt das Tal. Sein Licht hilft dem sprechenden Ich, innerlich ruhiger zu werden.
5–8 Der Blick des Mondes erinnert an einen liebevollen Blick. Natur und Nähe verbinden sich.
9–12 Das Ich spricht von einem starken, schwer zu beruhigenden Gefühl. Der Fluss scheint es festzuhalten.
13–16 Der Fluss verändert sich mit den Jahreszeiten. Winter und Frühling verstärken das Bild innerer Bewegung.
17–20 Der Sprecher stellt sich einen Rückzug von der Welt mit einem nahen Menschen vor.
21–24 Das Innere des Menschen erscheint als schwer durchschaubarer Weg voller Gefühle.

Lesefassung bedeutet hier eine Lesehilfe und sinngemäße Übertragung in heutiges Deutsch, nicht einen neu erfundenen Goethe-Originaltext. Übersetzung wäre eine Übertragung in eine andere Sprache; eine solche liegt hier nicht vor. Interpretation geht weiter: Sie erklärt die mögliche Bedeutung und braucht Textbelege. Eine spätere Originalfassung ist wiederum etwas anderes als eine moderne Lesefassung.


Fassungsvergleich

Die frühe Formulierung „Wie der Liebsten Auge, mild“ (V. 7) betont eine persönliche Nähe. In der Fassung von 1789 lautet die entsprechende Stelle anders; sie nennt einen Freund. Die spätere Fassung ergänzt außerdem drei Strophen und verändert weitere Formulierungen. Lies die spätere Fassung bei Wikisource nur vergleichend; ordne ihre Verse nicht der 24-Vers-Fassung zu.

Goethe-Porträt von Joseph Karl Stieler (1828). Historische Darstellung, kein Porträt aus der Entstehungszeit des Gedichts. Quelle: Wikimedia Commons; gemeinfrei.


Lyrisches Sprechen und Gefühle


Wer spricht?

Ein lyrisches Ich spricht einen Mond an. Das ist eine Stimme im Gedicht, nicht automatisch der private Goethe. Die direkte Anrede macht den Mond zum Gegenüber. Er erscheint als stiller Zuhörer und als beruhigende Kraft. Die Wörter für Seele, Herz und Blick zeigen: Natur und Innenleben hängen eng zusammen.

Achte auf die Veränderung: Zunächst wirkt die Szene ruhig (V. 1–8). Danach kommt Unruhe hinzu (V. 9–16). Am Ende geht es um Nähe, Rückzug und Gefühle, die andere nicht sehen (V. 17–24). Diese Bewegung kann man unterschiedlich deuten. Der Text beweist nicht, dass ein bestimmtes biografisches Ereignis der alleinige Anlass war.


Blick, Nähe und Abstand

In V. 5–8 wird der Mond mit einem zärtlichen Blick verbunden. Der Vergleich ist persönlich und zugleich offen: Er kann für Liebe, Vertrauen oder Trost stehen. V. 17–20 entwirft eine Gemeinschaft außerhalb gesellschaftlicher Unruhe. Der Rückzug muss nicht Menschenfeindlichkeit bedeuten. Frage immer: Was sagt der Text wirklich? Was vermutest du zusätzlich?

Belegregel: Notiere erst eine Beobachtung, dann die passenden Verse und erst danach deine Deutung. Beispielsatz: Die Mondansprache lässt das Naturbild wie ein vertrautes Gegenüber erscheinen (vgl. V. 1–8).


Form, Rhythmus und Klang


Strophen und Reime

Die Frühfassung hat 6 vierzeilige Strophen und damit 24 Verse. Die Endreime stehen überwiegend im Kreuzreim (abab): Vers 1 passt zu Vers 3; Vers 2 zu Vers 4. Sprich die erste Strophe laut. Die Verse wechseln ungefähr zwischen vier und drei Hebungen; häufig hörst du eine fallende, trochäische Bewegung. Lies jedoch nicht mechanisch: Betonungen können sich im Vortrag verschieben.

Das Reimschema schafft Ordnung. Diese Ordnung steht neben Bildern von starken Gefühlen. Der Gegensatz ist für eine Deutung interessant: Außen entsteht Ruhe, innen bleibt Spannung. Für eine sichere Formanalyse prüfst du auch die Endungen der Verse und die Sprechpausen im konkreten Text.


Lautes Lesen und Hören

Lies Strophe 1 langsam und Strophe 3 etwas dringlicher. Welche Wirkung entsteht? Markiere Wörter für ruhige Wahrnehmung und Wörter für starke Bewegung. Beschreibe die Unterschiede, statt nur „schön“ oder „traurig“ zu schreiben.

Audio zum Vergleich – Achtung: spätere 36-Vers-Fassung! Hans-Jörg Große spricht den Wikisource-Text. Höre besonders auf Pausen und Betonung. Benutze die Aufnahme nicht als wörtlichen Nachweis für die Frühfassung.

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:

Hörfassung: Hans-Jörg Große und Christian Mantey, Berlin 2012, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons. Wiedergabe unverändert.


Bildsprache: Mond, Fluss und Inneres


Mondlicht als Beziehung

Der Mond ist nicht nur ein Himmelskörper. Seine Lichtwirkung wird zur Personifikation: Er scheint dem Ich eine Art Blick zu schenken. Das Bild verbindet die äußere Welt mit einem menschlichen Gefühl. Wichtig ist der Unterschied zwischen Beobachtung und Interpretation: Das Licht ist im Text; die Deutung als Trost folgt aus der Wortwahl.

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:

Ein wirklicher Mond als Anschauung. Foto: Fillip4you, CC BY 4.0, Wikimedia Commons; unverändert. Das Foto zeigt nicht den historischen Ort des Gedichts.


Der Fluss als Gegenbild

Die Flussbilder in V. 9–16 können Bewegung, Veränderung und innere Unruhe anzeigen. Winter und Frühling bilden einen Gegensatz. Wie die Natur zwischen Kälte und Wachstum wechselt, erlebt auch das Ich unterschiedliche Gefühle. Das ist eine Deutungsmöglichkeit, keine allein richtige Lösung.

Am Schluss wird das Innere zum „Labyrinth der Brust“ (V. 23): Ein Labyrinth hat verwinkelte Wege. So können Gefühle schwer verständlich sein. Die Metapher fordert dich auf, über sichtbare Natur und unsichtbares Erleben nachzudenken.

Animation: Mondphasen, NASA, gemeinfrei als US-Regierungswerk, Wikimedia Commons. Die Animation zeigt Astronomie; Goethes Mondbild ist eine literarische Gestaltung, keine Erklärung der Mondphasen.


Deutungen und Epochenkontext


Sturm und Drang

Die frühe Fassung entstand in Goethes Zeit des Sturm und Drang. Wichtige Merkmale sind starke Gefühle, die Bedeutung der Natur und der Ausdruck des einzelnen Menschen. Diese Merkmale kannst du in der Naturansprache (V. 1–8) und im Bild des bewegten Inneren (V. 9–16) untersuchen. Die Epoche ist aber keine Schablone: Nenne nur Merkmale, die du am Text zeigen kannst.


Klassik und spätere Umarbeitung

Die Weimarer Klassik verbindet man unter anderem mit Maß, Form und dem Nachdenken über menschliche Beziehungen. Die 1789 gedruckte Neufassung entsteht in einer anderen Schaffensphase und ändert den Wortlaut deutlich. Schon die Frühfassung zeigt ruhige Form neben intensiven Gefühlen. Deshalb darfst du Gemeinsamkeiten benennen, ohne das frühe Gedicht vorschnell der späteren Epoche zuzuweisen.

Die Klassik Stiftung Weimar erklärt die Geschichte der Handschrift und diskutiert ältere biografische Vermutungen kritisch. Unterscheide belegbare Textgeschichte von unsicheren Erklärungen über Goethes Leben.


Gestufte Hilfen für deine Gedichtanalyse

Hilfe 1 – Einstieg: Markiere in jeder Strophe ein Wort oder Motiv. Schreibe in einem Satz, was sichtbar geschieht.

Hilfe 2 – Aufbau: Verbinde Beobachtung und Beleg. Nutze die Formel: In Vers … fällt … auf; dies könnte … bedeuten.

Hilfe 3 – Vertiefung: Vergleiche zwei Deutungen. Prüfe jeweils, welche Verse sie stützen und wo sie an Grenzen kommen. Trenne dabei Quellwortlaut, Lesefassung, Übersetzung und eigene Interpretation.

Ein überprüfbarer Aufbau: Einleitung – Inhalt und Sprecher – Form und Klang – zwei sprachliche Bilder – Deutung mit Epochenbezug – kurzes Fazit. Verwende eigene Worte und genaue Versangaben.


Video: Epochen vergleichen

Begleitvideo von Textaussage: Epochenmerkmale an „An den Mond“ unterscheiden. Es behandelt die spätere 36-Vers-Fassung. Vergleiche deshalb nur Grundideen und nimm keine Versnummer daraus für die frühe Fassung. YouTube-Video lediglich eingebettet, nicht als frei lizenzierte Kursdatei ausgegeben.


Interaktive Aufgaben


Lesequiz: Teste dein Wissen

Beantworte die zehn Fragen nach der frühen 24-Vers-Fassung. Die Versnummern verweisen auf die sechs Strophen der Quellfassung. Prüfe die Belege im Original, bevor du entscheidest.

Welche erste Textbeobachtung passt zu V. 1–4 der Frühfassung? (Der Mond erhellt das Tal und wirkt beruhigend) (!Eine Stadt wird bei Sonnenaufgang beschrieben) (!Ein Wanderer verlässt ein Schloss) (!Ein Gewitter zerstört einen Garten)



Welcher Ausdruck belegt in V. 5–8 die Verbindung von Natur und Zuneigung? (Die Erwähnung des Blicks der Liebsten) (!Eine ausdrückliche Rede des Königs) (!Die Beschreibung einer Schlacht) (!Der Name eines bestimmten Dorfes)



Was wird in V. 9–12 besonders hervorgehoben? (Ein aufgewühltes Herz und das Gebundensein an den Fluss) (!Eine sachliche Mondfinsternis) (!Die Feier einer Hochzeit) (!Die Beschreibung eines Markttags)



Wozu dienen Winter und Frühling in V. 13–16 am ehesten? (Sie zeigen gegensätzliche Zustände des Flusses) (!Sie geben die Geburtsdaten des Autors an) (!Sie zählen die Monate eines Schuljahres auf) (!Sie nennen vier verschiedene Städte)



Welche Aussage lässt sich mit V. 17–20 am besten begründen? (Der Rückzug wird mit menschlicher Nähe verbunden) (!Alle Menschen sollen grundsätzlich allein leben) (!Das lyrische Ich reist in ein fernes Land) (!Der Mond wird als Gott verehrt)



Was veranschaulicht das Bild in V. 21–24? (Die schwer durchschaubaren Wege im menschlichen Inneren) (!Den genauen Grundriss eines Palastes) (!Einen astronomischen Messapparat) (!Die technische Bauweise einer Brücke)



Welche Formangabe trifft auf die hier untersuchte Frühfassung zu? (Sechs Strophen mit jeweils vier Versen) (!Neun Strophen mit jeweils vier Versen) (!Sechs Strophen mit jeweils acht Versen) (!Ein einziger Prosatext ohne Verse)



Was zeigt das Reimschema der ersten Strophe? (Kreuzreim mit der Folge abab) (!Paarreim mit der Folge aabb) (!Umarmender Reim mit der Folge abba) (!Durchgehend reimlose Zeilen)



Warum muss eine Interpretation die Ausgabe benennen? (Die frühe und die spätere Fassung unterscheiden sich im Wortlaut und Umfang) (!Goethe hat nur eine einzige Fassung verfasst) (!Jede Lesefassung ist automatisch eine Übersetzung ins Englische) (!Versnummern gelten immer für alle Fassungen zugleich)



Welche Arbeitsweise ist eine belegte Gedichtdeutung? (Eine Aussage formulieren und sie mit passenden Versen prüfen) (!Eine Vermutung ohne Textbeleg als Tatsache ausgeben) (!Einen erfundenen Vers als Zitat einsetzen) (!Eine spätere Strophe der Frühfassung zurechnen)




Memory-Spiel: Begriffe und Bedeutungen

Finde die passenden Paare. Jeder Begriff und jede Erklärung kommt nur einmal vor.

Lyrisches Ich Sprechende Stimme innerhalb des Gedichts
Kreuzreim Abwechselnde Endreime nach dem Muster abab
Personifikation Einem Naturgegenstand menschliche Eigenschaften geben
Metapher Bildlicher Ausdruck ohne wörtliche Gleichsetzung
Quellfassung Nachprüfbarer überlieferter Text einer bestimmten Ausgabe
Lesefassung Für heutiges Lesen erklärend aufbereitete Textgestalt




Drag and Drop: Bilder deuten

Ordne jeder Beobachtung die zutreffende Deutungsrichtung zu.

Beobachtung Deutungsrichtung
Mondansprache Natur wird zum vertrauten Gegenüber
Zärtlicher Blick Nähe und Trost werden angedeutet
Bewegter Fluss Das innere Erleben ist unruhig
Wechsel der Jahreszeiten Gegensätzliche Zustände treten nebeneinander
Labyrinth Gefühle sind schwer zu durchschauen




Kreuzworträtsel: Fachwörter und Textmotive

Setze jeweils das gesuchte Wort ein.

Nebelglanz Welches zusammengesetzte Wort bezeichnet das besondere Mondlicht der ersten Strophe?
Gefild Welches ältere Wort bezeichnet das Gelände des lyrischen Ichs?
Liebsten Welches Wort benennt die geliebte Person im Vergleich der zweiten Strophe?
Winternacht Welches zusammengesetzte Wort markiert eine kalte Jahreszeit in der vierten Strophe?
Labyrinth Welches Wort bezeichnet ein verwirrendes Wegesystem und wird zum Bild für das Innere?
Kreuzreim Wie heißt das Reimschema abab?




LearningApps: Weitere Übungen suchen

Externe Suchseite; prüfe bei jeder gefundenen Übung, ob sie die sechs- oder die neunstrophige Fassung behandelt.


Lückentext: Die Frühfassung verstehen

Setze jeweils einen passenden Fachbegriff ein.
Die hier untersuchte frühe Gedichtfassung umfasst

Strophen.
Jede Strophe enthält

Verse.
Die Stimme innerhalb des Gedichts nennt man lyrisches

.
Das Schema abab heißt

.
Der Mond wird durch die direkte Ansprache

.
Der Fluss kann die innere

spiegeln.
Ein bildlicher Ausdruck für schwierige innere Wege ist das

.
Eine Aussage über die Bedeutung des Gedichts ist eine

.
Eine genaue Deutung braucht passende

.
Die andere veröffentlichte Version umfasst

Strophen.



Offene Aufgaben

Bearbeite je nach Lernziel mehrere Aufgaben. Drei zentrale Schreibaufträge stehen je einmal auf leichtem, mittlerem und anspruchsvollem Niveau; die weiteren Aufgaben dienen der Vorbereitung oder Vertiefung. Nutze die Quellfassung und echte Versangaben.


Leicht

  1. Schreibauftrag A – Beschreiben: Schreibe 80–120 Wörter: Wie verändert das Mondlicht die Stimmung? Nenne mindestens zwei überprüfte Verse aus V. 1–8. Hilfe: Zuerst …; in Vers …; das wirkt …
  2. Sprecher erkennen: Erkläre in drei Sätzen, warum das lyrische Ich nicht automatisch mit Goethe gleichzusetzen ist.
  3. Strophenkarte: Lege zu den sechs Strophen je eine Karte mit Versbereich, Motiv und eigenem Stichwort an.
  4. Klangprobe: Lies die erste Strophe laut, kennzeichne ihre Reime und beschreibe die Wirkung in drei Sätzen.


Standard

  1. Schreibauftrag B – Deuten: Verfasse 180–250 Wörter über Mond und Fluss als Bilder für Gefühle. Belege mindestens drei Aussagen mit Versen und erkläre eine mögliche Gegendeutung.
  2. Bildsprache markieren: Untersuche Personifikation, Vergleich und Metapher. Halte zu jedem Befund Stelle, Wirkung und Deutung getrennt fest.
  3. Epochenplakat: Ordne drei überprüfbare Textstellen möglichen Merkmalen des Sturm und Drang zu. Vermeide unbewiesene Behauptungen über Goethes Privatleben.
  4. Vortrag vergleichen: Vergleiche deine Lesung der Frühfassung mit der Commons-Audioaufnahme der späteren Fassung. Beschreibe zwei hörbare Entscheidungen, ohne die Fassungen zu vermischen.


Schwer

  1. Schreibauftrag C – Vergleichen: Schreibe 350–500 Wörter: Inwiefern zeigen Frühfassung und Fassung von 1789 verschiedene Akzente zwischen Gefühl und Beruhigung? Nutze beide getrennten Textausgaben, belegte Textunterschiede und einen vorsichtigen Epochenbezug.
  2. Fassungsprotokoll: Vergleiche die ersten zwei Strophen in der Transkription der Klassik Stiftung und in TextGrid. Unterscheide Schreibvarianten von echten Sinnunterschieden.
  3. Deutung diskutieren: Entwickle zwei konkurrierende Interpretationen der Verse 17–24. Wäge jeweils mindestens zwei Textbelege und eine Grenze der Aussage ab.
  4. Quellenkritik: Prüfe ein Lehrvideo zur 36-Vers-Fassung. Notiere, was auf die 24-Vers-Fassung übertragbar ist und was nicht. Vermerke Urheber und Rechte.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Begründung: Erkläre mit V. 1–8, weshalb der Mond als Gegenüber und nicht nur als Gegenstand erscheint.
  2. Struktur: Beschreibe die Entwicklung zwischen V. 1–8, V. 9–16 und V. 17–24; prüfe eine alternative Gliederung.
  3. Form und Wirkung: Untersuche an einer selbst laut gelesenen Strophe Reim, Betonung und Sprechpausen; verbinde einen Befund mit einer vorsichtigen Wirkungsaussage.
  4. Historischer Bezug: Begründe zwei Sturm-und-Drang-Merkmale und erkläre, weshalb die frühe Fassung nicht einfach als Gedicht der späteren Klassik gelten muss.
  5. Fassungssicherheit: Nenne zwei Unterschiede zwischen der 24- und 36-Vers-Fassung und erläutere, weshalb Belege nur mit korrekter Verszählung funktionieren.
  6. Quellen und Rechte: Wähle ein Wikimedia-Medium aus dem Kurs, nenne seine Herkunft und überprüfe, welche Nachnutzung erlaubt ist.


Lernnachweis

Dein Lernnachweis enthält eine kurze Inhaltsübersicht der sechs Strophen, eine gekennzeichnete Quellfassung bzw. deren überprüfbaren Link, deine getrennte Lesehilfe, eine Analyse mit mindestens vier korrekten Versverweisen, eine begründete Deutung und einen kurzen Epochenvergleich. Ergänze das Ergebnis des Lesequiz und eine der drei gestuften Schreibaufgaben. Bewertet werden Texttreue, Nachvollziehbarkeit, Fachbegriffe und der Unterschied zwischen Beobachtung und Vermutung.

Selbstcheck: Habe ich 24 und 36 Verse unterschieden? Sind alle Belege im richtigen Text auffindbar? Habe ich keine moderne Erklärung als Goethe-Zitat ausgegeben? Sind fremde Medien mit Quellen und Rechten versehen?


OER und Wikipedia

Texte und Forschung:

  1. Klassik Stiftung Weimar, Elke Richter: „An den Mond“ – Goethes Gedicht im Wandel, zur Handschrift, Textgeschichte und historischen Einordnung.
  2. TextGrid Repository: „An den Mond“, Erstfassung, digital aufbereiteter Text mit Metadaten; TextGrid-Annotationen unter CC BY 3.0 DE, Goethe-Text gemeinfrei.
  3. Wikisource: „An den Mond“, 36 Verse in historischer Schreibung, mit Hörfassung; nur Vergleichstext.
  4. Wikipedia: „An den Mond“, Überblick zu beiden Fassungen und ihren Unterschieden.
  5. Textaussage: „An den Mond“ und Epochen, vertiefende Einordnung der späteren Fassung.

Bilder, Audio, Animation und Rechte: Alle folgenden Dateien sind auf ihren Wikimedia-Commons-Dateiseiten dokumentiert. Die Attributionen stehen auch bei den Medien im Kurs. Es wurden keine Medien eigens erstellt oder verändert.

Medium Nachprüfbare Datei und Quelle Urheber Lizenz und Namensnennung
Landschaftsgemälde Landscape (Moonlight).jpg Thomas Cole Public Domain Mark; Thomas Cole / Wikimedia Commons
Goethe-Porträt Goethe (Stieler 1828).jpg Joseph Karl Stieler Public Domain Mark; Joseph Karl Stieler / Wikimedia Commons
Mondfoto The full moon phase.jpg Fillip4you CC BY 4.0; Fillip4you / Wikimedia Commons
Mondphasen-Animation Moon phase animated.gif NASA Public Domain, US-Regierungswerk; NASA / Wikimedia Commons
Hörfassung der späteren Textversion J W Goethe - An den Mond - Hans-Joerg Grosse - Berlin 2012.ogg Hans-Jörg Große und Christian Mantey CC BY-SA 3.0; Namensnennung und Weitergabe unter gleichen Bedingungen
Video zur 36-Vers-Fassung Goethe „An den Mond“ – Epochenzuordnung Textaussage YouTube-Nutzungsbedingungen; eingebettet und verlinkt, keine freie Nachnutzungslizenz behauptet

Nicht verwechseln: Gemeinfreie Goethe-Verse, CC-lizenzierte moderne Tonaufnahmen und nur zum Streamen eingebettete Videos haben unterschiedliche Rechtslagen. Beim Weiterverwenden immer die jeweilige Dateiseite und Lizenzbedingungen erneut prüfen.


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