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An Wilhelm Hartlaub - Mörike, Eduard - Gedichtanalyse

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An Wilhelm Hartlaub - Mörike, Eduard - Gedichtanalyse

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An Wilhelm Hartlaub - Mörike, Eduard - Gedichtanalyse

Klasse 7–8 | Fach Deutsch | Thema: Gedichte verstehen

Kurzbeschreibung: In dem Gedicht An Wilhelm Hartlaub hört eine lyrische Stimme einem Freund beim Klavierspielen zu. Mondlicht, Musik und Bilder aus der Fantasie begleiten ihre Gedanken. Am Ende geht es besonders um Freundschaft, Dankbarkeit und einen glücklichen Augenblick.

Das Gedicht hat 34 Verse in fünf Abschnitten.


Einleitung

Eduard Mörike lebte von 1804 bis 1875. Er schrieb Gedichte und Erzählungen. Wilhelm Hartlaub (1804–1885) war ein Freund Mörikes und später evangelischer Pfarrer.

Wichtig: Das Gedicht wurde schon 1842 erstmals gedruckt. Wir beziehen uns hier auf Mörikes Ausgabe letzter Hand von 1867. 1867 ist also nicht das Entstehungsjahr.

Deine Lernziele: Du kannst die Handlung mit eigenen Worten wiedergeben. Du findest Textstellen zu Gefühlen. Du erkennst einfache Stilmittel. Und Du unterscheidest zwischen dem lyrischen Ich, dem Autor und Deiner eigenen Deutung.


Einstieg: Bilder und Klänge

Beobachte: Wie wirkt Mondlicht auf Dich? Die Animation zeigt eine Bewegung des Mondes. Sie stellt keine Szene aus dem Gedicht dar.

Vergleiche: Ein historisches Tafelklavier zeigt, wie unterschiedlich Klaviere aussehen können. Das Foto zeigt nicht Hartlaubs eigenes Instrument.

Höraufgabe: Höre Dir einen kurzen Klavierklang an. Nenne zwei passende Gefühlswörter.


Das Gedicht


Quellfassung: Historischer Gedichttext

Autor: Eduard Mörike
Titel: An Wilhelm Hartlaub
Historische Bezugsausgabe: Gedichte, vierte vermehrte Auflage, 1867.

Editionshinweis: Die folgende Arbeitsabschrift bewahrt historische Schreibweisen wie „Daß“ und „Genuß“. Sie ist anhand eines zugänglichen historischen Abdrucks von 1918 kontrolliert. Sie wurde nicht buchstabengetreu mit jeder Druckseite der Ausgabe von 1867 verglichen. Die Verszahlen und die Abschnittsabstände dienen nur dem Lernen. Für genaue Editionsvergleiche nutze die verlinkte Ausgabe von 1867.

Abschnitt 1 – Musik im Mondlicht

01 Durchs Fenster schien der helle Mond herein;
02 Du saßest am Klavier im Dämmerschein,
03 Versankst im Traumgewühl der Melodien,
04 Ich folgte dir an schwarzen Gründen hin,
05 Wo der Gesang versteckter Quellen klang
06 Gleich Kinderstimmen, die der Wind verschlang.

Abschnitt 2 – Bilder am Himmel

07 Doch plötzlich war dein Spiel wie umgewandt,
08 Nur blauer Himmel schien noch ausgespannt,
09 Ein jeder Ton ein lang' gehaltnes Schweigen.
10 Da fing das Firmament sich an zu neigen,
11 Und jäh daran herab der Sterne selig Heer
12 Glitt rieselnd in ein goldig Nebelmeer,
13 Bis Tropf' um Tropfen hell darin zerging,
14 Die alte Nacht den öden Raum umfing.

Abschnitt 3 – Die Freundschaft

15 Und als du neu ein fröhlich Leben wecktest,
16 Die Finsternis mit jungem Lichte schrecktest,
17 War ich schon weit hinweg mit Sinn und Ohr;
18 Zuletzt warst du es selbst, in den ich mich verlor.
19 Mein Herz durchzückt' mit eins ein Freudenstrahl:
20 Dein ganzer Wert erschien mir auf einmal.
21 So wunderbar empfand ich es, so neu,
22 Daß noch bestehe Freundeslieb' und Treu',
23 Daß uns so sichrer Gegenwart Genuß
24 Zusammenhält in Lebensüberfluß!

Abschnitt 4 – Freude ohne Worte

25 Ich sah dein hingesenktes Angesicht
26 Im Schatten halb und halb im klaren Licht;
27 Du ahntest nicht, wie mir der Busen schwoll,
28 Wie mir das Auge brennend überquoll.
29 Du endigtest; ich schwieg. – Ach, warum ist doch eben
30 Dem höchsten Glück kein Laut des Danks gegeben?

Abschnitt 5 – Zurück in den Alltag

31 Da tritt dein Töchterchen mit Licht herein,
32 Ein ländlich Mahl versammelt groß und klein,
33 Vom nahen Kirchturm schallt das Nachtgeläut',
34 Verklingend so des Tages Lieblichkeit.

Lesehilfe: Die Zahlen 01 bis 34 bezeichnen die Verse. „V. 19“ meint also Vers 19.

Zur historischen Ausgabe: Zeno: An Wilhelm Hartlaub, Ausgabe 1867


Lesefassung in einfacher Sprache

Diese Lesefassung ist eine freie Nacherzählung für den Unterricht. Sie ist keine Übersetzung und kein historischer Originaltext.

Verse 1–6: Mondlicht fällt in ein Zimmer. Eine Person spielt Klavier. Die zuhörende Stimme stellt sich dunkle Landschaften und singende Quellen vor.

Verse 7–14: Die Musik verändert sich. In der Fantasie erscheinen ein weiter Himmel, Sterne und ein goldenes Meer.

Verse 15–24: Die Musik wird wieder lebendig. Die zuhörende Stimme denkt nun besonders an den Menschen am Klavier. Sie empfindet große Freude über ihre Freundschaft.

Verse 25–30: Die zuhörende Stimme ist tief bewegt. Als die Musik endet, findet sie keine Worte für ihren Dank.

Verse 31–34: Die Tochter des Freundes kommt mit einem Licht herein. Die Menschen essen gemeinsam. Kirchenglocken erklingen. Der Abend geht zu Ende.

Merksatz: Aus dem Erleben von Musik wird ein Nachdenken über eine wertvolle Freundschaft.


Schwierige Wörter verstehen

  1. Dämmerschein: Schwaches Licht zwischen Helligkeit und Dunkelheit.
  2. Melodie: Folge von Tönen, die zusammengehören.
  3. Firmament: Ein anderes Wort für Himmelsgewölbe.
  4. Freundestreue: Jemandem auch über lange Zeit verbunden bleiben.
  5. Genuß: Alte Schreibung von „Genuss“.
  6. Busen: Hier die Brust als Bild für starke Gefühle.
  7. Nachtgeläut: Läuten von Kirchenglocken am Abend oder in der Nacht.

Sprachhilfe: „Daß“ schreibt man heute „dass“. „Freundeslieb'“ bedeutet hier Freundesliebe.


Gedichtanalyse


Wer spricht im Gedicht?

Der Autor heißt Eduard Mörike. Im Gedicht hören wir eine lyrische Stimme. Sie sagt „ich“, „mein“ und „mir“.

Das angesprochene „du“ wird durch den Titel mit Wilhelm Hartlaub verbunden.

Achte auf den Unterschied: Der Autor hat das Gedicht geschrieben. Die lyrische Stimme spricht im Gedicht. Sie kann Erlebnisse und Gefühle ausdrücken, ohne dass jede Einzelheit als wirklich geschehen bewiesen ist.

Beleg: „Ich folgte dir“ (V. 4) zeigt die Ich-Perspektive.

Erklärvideo: Das lyrische Ich

Aufgabe zum Video: Schreibe einen Satz: Warum darf man das lyrische Ich nicht einfach mit dem Autor gleichsetzen?


Musik und Fantasie

Die Musik ruft im Kopf der zuhörenden Stimme Bilder hervor.

Das Gemälde Zwei Männer in Betrachtung des Mondes von Caspar David Friedrich zeigt eine nächtliche Stimmung. Es ist kein Bild der im Gedicht beschriebenen Szene.

Textbeleg: „der Sterne selig Heer“ (V. 11).

Deutung: Die Sterne könnten zeigen, wie groß und besonders die Musik für die lyrische Stimme wirkt. Das ist eine mögliche Interpretation, keine bewiesene Tatsache.

Hörvergleich: Der folgende Klaviermitschnitt stammt aus Beethovens Mondscheinsonate, zweiter Satz. Er ist nur ein musikalisches Beispiel. Im Gedicht wird kein bestimmtes Musikstück genannt.

Denke nach: Welche Bilder entstehen in Deinem Kopf beim Hören? Sind es dieselben wie im Gedicht?


Gefühle und Freundschaft

Im dritten Abschnitt verändert sich der Schwerpunkt.

Textbeleg: „Dein ganzer Wert erschien mir auf einmal.“ (V. 20)

Jetzt steht nicht mehr nur die Musik im Mittelpunkt. Die lyrische Stimme erkennt, wie wichtig ihr die angesprochene Person ist.

Textbeleg: „Freundeslieb' und Treu'“ (V. 22)

Die Worte sprechen direkt von Freundschaft und Treue.

Mögliche Deutung: Musik kann Menschen näherbringen. Manchmal erkennen wir durch einen schönen Moment, wie viel uns andere bedeuten.


Warum bleibt die lyrische Stimme still?

Textbeleg: „Du endigtest; ich schwieg.“ (V. 29)

Die Stimme möchte dankbar sein. Trotzdem sagt sie nichts.

Textbeleg: „Dem höchsten Glück kein Laut des Danks“ (V. 30)

Mögliche Deutung: Manche Gefühle sind so stark, dass man nicht sofort darüber sprechen kann.

Diskussionsfrage: Kann Schweigen auch etwas Positives ausdrücken? Finde ein Beispiel aus Deinem Alltag.


Der Schluss: Zurück zum Alltag

Die Kirche von Wermutshausen gehört zu einem späteren Lebensort Mörikes. Sie ist nicht als Schauplatz des Gedichts belegt.

Am Ende treten ein Kind, ein gemeinsames Essen und Kirchenglocken auf.

Textbeleg: „Da tritt dein Töchterchen mit Licht herein“ (V. 31).

Textbeleg: „Vom nahen Kirchturm schallt das Nachtgeläut'“ (V. 33).

Deutung: Nach der großen inneren Bewegung geht das gemeinsame Leben weiter.

Hörbeispiel: Kirchenglocken aus Bologna. Diese Aufnahme entstand viel später und zeigt ein Mittagsgeläut. Sie ist keine Aufnahme des im Gedicht beschriebenen Nachtgeläuts.

Höraufgabe: Beschreibe mit drei Wörtern, welche Wirkung Glockenklänge am Schluss eines Gedichts haben können.


Form und Sprache

Das Gedicht besteht aus 34 Versen in fünf unterschiedlich langen Abschnitten.

Es gibt viele Paarreime: „herein“ und „Dämmerschein“ (V. 1–2) klingen am Versende ähnlich.

Erklärvideo: Reimschema erkennen

Drei sprachliche Mittel:

  1. Vergleich: „Gleich Kinderstimmen“ (V. 6). Der Klang wird mit Kinderstimmen verglichen.
  2. Gegensatz: „Ein jeder Ton ein lang' gehaltnes Schweigen“ (V. 9). Ton und Schweigen stehen in Spannung zueinander.
  3. Metapher: „Freudenstrahl“ (V. 19). Freude wird wie ein Lichtstrahl dargestellt.

Merke: Ein Stilmittel ist nicht nur zum Verzieren da. Es kann Gefühle und Vorstellungen verstärken.


So schreibst Du eine kleine Gedichtanalyse

Schritt 1 – Beobachten: Was steht tatsächlich im Text?

Schritt 2 – Zitieren: Suche eine kurze passende Stelle mit Versnummer.

Schritt 3 – Deuten: Erkläre, was diese Stelle bedeuten könnte.

Beispiel: In Vers 19 spricht die lyrische Stimme von einem „Freudenstrahl“. Das Bild verbindet Licht und Freude. Es könnte zeigen, wie plötzlich die Stimme den Wert der Freundschaft erkennt.

Gestufte Hilfen:

  1. Hilfe 1 – Stichwörter: Mond, Klavier, Traum, Sterne, Freundschaft, Dankbarkeit, Glocken.
  2. Hilfe 2 – Satzanfänge: „In Vers ... steht ...“ / „Das zeigt ...“ / „Vielleicht bedeutet dies ...“
  3. Hilfe 3 – Schreibmuster: „Die lyrische Stimme fühlt ... . Das erkenne ich an ‚...‘ (V. ...). Ich deute dies so: ... .“


Interaktive Aufgaben

Die folgenden Quizaufgaben prüfen Textverständnis. Deine eigenen Texte und Deutungen werden nicht automatisch bewertet.


Quiz: Teste Dein Wissen

In Vers 1 steht „der helle Mond“. Was scheint durch das Fenster? (Der Mond) (!Die Sonne) (!Eine Taschenlampe) (!Ein Blitz)




In Vers 2 steht „Du saßest am Klavier“. Was macht die angesprochene Person? (Sie spielt Klavier) (!Sie malt ein Bild) (!Sie liest einen Brief) (!Sie schläft im Garten)




In Vers 6 steht „Gleich Kinderstimmen“. Welches Stilmittel erkennst Du? (Einen Vergleich) (!Eine Aufzählung von Orten) (!Eine Frage) (!Eine direkte Rede)




Was bezeichnet „Firmament“ in Vers 10? (Den Himmel) (!Ein Musikinstrument) (!Einen Tisch) (!Ein Fenster)




Was beschreibt „der Sterne selig Heer“ in Vers 11? (Ein Bild aus der Fantasie der lyrischen Stimme) (!Eine wissenschaftliche Sternenzählung) (!Ein wirkliches Sternenexperiment) (!Einen Wetterbericht)




In Vers 19 erscheint ein „Freudenstrahl“. Welches Gefühl steht im Mittelpunkt? (Freude) (!Langeweile) (!Wut) (!Neid)




Worum geht es bei „Freundeslieb' und Treu'“ in Vers 22? (Um Freundschaft und Verbundenheit) (!Um einen sportlichen Wettkampf) (!Um ein Geschäft) (!Um eine Reisebeschreibung)




Wer sagt im Gedicht „ich schwieg“ in Vers 29? (Die lyrische Stimme) (!Der Herausgeber der Ausgabe) (!Alle Leserinnen und Leser) (!Der Kirchturm)




Warum könnte die Stimme nach Vers 29 und 30 schweigen? (Weil ihr die Worte für große Dankbarkeit fehlen) (!Weil das Klavier kaputtgegangen ist) (!Weil sie die Musik nicht gehört hat) (!Weil sie allein auf der Straße steht)




Welche drei Dinge erscheinen am Schluss in den Versen 31 bis 34? (Ein Kind und ein gemeinsames Essen und Kirchenglocken) (!Ein Schiff und ein Sturm und ein Hafen) (!Ein Pferd und ein Markt und ein Schloss) (!Ein Zug und eine Schule und ein Fußballplatz)





Memory

Finde jeweils den Begriff und seine Bedeutung.

Mond Lichtquelle zu Beginn des Gedichts
Klavier Instrument der angesprochenen Person
Firmament Himmelsgewölbe
Freundestreue Dauerhafte Verbundenheit
Töchterchen Kind am Ende des Gedichts
Nachtgeläut Klang von Kirchenglocken am Abend





Drag and Drop

Ordne den Bildern und Themen die passenden Begriffe zu.

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Mondlicht Zimmer am Anfang
Klavierklang Auslöser der Fantasie
Sternenmeer Himmelsbild im Traum
Freundesliebe Gefühl der Verbundenheit
Nachtgeläut Abschluss des Abends





Kreuzworträtsel

Hartlaub Wie lautet der Nachname des im Titel angesprochenen Freundes?
Klavier Welches Musikinstrument wird in Vers 2 genannt?
Quellen Was scheint in Vers 5 versteckt zu singen?
Firmament Welches Wort für den Himmel steht in Vers 10?
Freundschaft Welches zentrale Thema erkennen wir in den Versen 19 bis 24?
Kirchturm Woher kommt in Vers 33 das Geläut?





LearningApps

Hier findest Du eine Suche nach weiteren passenden Übungen. Die Suchergebnisse sind nicht Teil des historischen Gedichttextes.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Der Autor des Gedichts heißt Eduard

.
Der im Titel angesprochene Freund trägt den Nachnamen

.
Zu Beginn scheint der helle

in das Zimmer.
Die angesprochene Person sitzt an einem

.
Beim Zuhören entstehen Bilder in der

.
Das Wort Firmament bedeutet

.
In Vers 19 erscheint das Bild eines

.
Ein wichtiges Thema des Gedichts ist die

.
Am Ende des Klavierspiels bleibt die lyrische Stimme zunächst

.
Dann kommt das

mit Licht herein.
Von einem nahen Kirchturm erklingt das

.
Eine Erklärung des Gedichts nennt man auch

.




Offene Aufgaben

Für alle Aufgaben gilt: Es gibt mehr als eine sinnvolle Lösung. Begründe Deine Ideen. Deine Texte, Bilder, Aufnahmen und Gespräche werden nicht automatisch bewertet.


Leicht

  1. Lesetagebuch: Male ein Bild zur Anfangsszene. Schreibe zwei Sätze dazu und nenne einen passenden Vers. Hilfe: Schau auf V. 1–3.
  2. Wortschatz: Wähle vier schwierige Wörter aus dem Gedicht. Schreibe einfache Erklärungen oder zeichne kleine Symbole. Hilfe: Nutze die Worterklärungen oben.
  3. Stimmung: Schreibe fünf Gefühlswörter zur Musik im Gedicht. Entscheide Dich für zwei und begründe sie mit Versstellen. Hilfe: Lies V. 7–19.
  4. Freundschaft: Gestalte eine kleine Dankeskarte an eine Person, die Dir wichtig ist. Du musst sie nicht verschicken. Hilfe: Beginne mit „Ich schätze an Dir ...“.


Standard

  1. Innerer Monolog: Schreibe acht bis zehn Sätze aus Sicht der zuhörenden Stimme unmittelbar nach dem Klavierspiel. Verwende mindestens ein Bild aus dem Gedicht. Hilfe: „Ich wollte etwas sagen, aber ...“
  2. Bildbeschreibung: Vergleiche das Mondbild von Caspar David Friedrich mit V. 1–14. Beschreibe zwei Gemeinsamkeiten und einen Unterschied. Hilfe: Trenne Bildbeobachtung und Deutung.
  3. Gedichtvortrag: Übe einen Vortrag von sechs bis zehn Versen. Erkläre, wo Du langsam, leise oder mit einer Pause lesen würdest. Hilfe: Wähle zuerst ein Gefühlswort.
  4. Interview: Frage eine freiwillig teilnehmende Person, ob Musik sie schon einmal an Freundschaft erinnert hat. Halte die Antworten anonym fest. Hilfe: Stelle drei kurze offene Fragen.


Schwer

  1. Gedichtanalyse: Schreibe einen kurzen Analysetext mit Einleitung, zwei Zitaten und eigener Deutung. Unterscheide Autor und lyrische Stimme. Hilfe: Nutze das Muster „Beobachtung – Zitat – Deutung“.
  2. Kreatives Schreiben: Schreibe eine alternative Schlussstrophe mit vier bis sechs Versen. Erkläre anschließend, wie Dein Ende die Aussage verändert. Hilfe: Behalte Kind, Mahl oder Glocken als Motiv bei.
  3. Medienvergleich: Erstelle ein Storyboard für ein kurzes Erklärvideo zum Gedicht. Plane Bild, Text und Ton für fünf Szenen. Veröffentliche nur Material, für das Du die nötigen Rechte hast. Hilfe: Orientiere Dich an den fünf Gedichtabschnitten.
  4. Quellenkritik: Vergleiche die hier gezeigte Fassung mit der verlinkten Ausgabe von 1867 oder einem Scan. Notiere zwei Auffälligkeiten bei Schreibweise, Satzzeichen oder Zeilenanordnung. Behaupte keine Unterschiede, die Du nicht sehen kannst. Hilfe: Prüfe „Daß“, „Genuß“ und die Zeichensetzung.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Die folgenden Aufgaben prüfen Dein Verstehen und Deine Fähigkeit, Gedanken auf neue Situationen zu übertragen.

  1. Wirkung von Musik: Erkläre, warum die Musik im Gedicht mehr ist als bloßer Hintergrund. Verwende zwei kurze Zitate.
  2. Freundschaft und Dankbarkeit: Beschreibe eine andere Alltagssituation, in der ein Mensch den Wert einer Freundschaft plötzlich erkennt. Vergleiche sie mit V. 19–24.
  3. Erzählperspektive: Stelle Dir vor, Wilhelm Hartlaub erzählt denselben Abend. Welche Dinge könnte er anders wahrnehmen als die lyrische Stimme? Begründe.
  4. Schweigen: Beurteile die Aussage „Schweigen kann eine Form von Dankbarkeit sein“. Nutze V. 29–30 und ein eigenes Beispiel.
  5. Symbolik: Untersuche, welche Rolle Licht am Anfang, in der Mitte und am Schluss spielt. Unterscheide Beobachtung und mögliche Deutung.
  6. Quellenkritik: Erkläre, warum ein Gedicht in der Ausgabe von 1867 stehen kann, obwohl es bereits 1842 gedruckt wurde. Was bedeutet das für die Datierung eines Textes?

Bewertungshinweis: Es zählen nachvollziehbare Gedanken, passende Textbelege und verständliche Erklärungen. Eigene Deutungen dürfen sich unterscheiden.


Lernnachweis

Du kannst Deinen Lernnachweis in einer Mappe, als Präsentation oder als kurzen Text abgeben.

  1. Textverständnis: Du kannst die fünf Abschnitte des Gedichts mit eigenen Worten erklären.
  2. Quellenangabe: Du nennst Titel, Autor und die verwendete Ausgabe.
  3. Textbeleg: Du kannst wenigstens drei Aussagen mit passenden Versnummern belegen.
  4. Sprachliche Mittel: Du erklärst einen Vergleich, einen Gegensatz und eine Metapher.
  5. Interpretation: Du unterscheidest Textbeobachtung und eigene Deutung.
  6. Lyrisches Ich: Du unterscheidest die Sprecherstimme vom historischen Autor.
  7. Transfer: Du stellst einen verständlichen Bezug zu Freundschaft, Musik oder Dankbarkeit im Alltag her.




OERs zum Thema

Wikipedia zum Autor:

Weitere frei zugängliche Informationen:

  1. Wikipedia: Eduard Mörike
  2. Wikipedia: Wilhelm Hartlaub
  3. TextGrid: An Wilhelm Hartlaub
  4. Zeno: Ausgabe 1867
  5. Google Books: Digitalisat der Gedichte von 1867
  6. Projekt Gutenberg: Historischer Abdruck von 1918

Hinweis: Frei lesbar bedeutet nicht immer frei nachnutzbar. Achte bei fremden Bearbeitungen, Videos und Aufnahmen auf ihre Rechte.


Quellen und Medienrechte

Gedicht: Eduard Mörike starb 1875. Sein Originalgedicht ist gemeinfrei. Spätere Kommentare, Tonaufnahmen oder moderne Bearbeitungen können eigene Rechte haben. Die Lesefassung oben ist eine didaktische Nacherzählung und kein Originalzitat.

Wikimedia-Commons-Medien:

  1. Porträt Eduard Mörike: Lithografie von Bonaventura Weiss, 1851; gemeinfrei.
  2. Animated moon.gif: António Miguel de Campos; gemeinfrei. Animation einer Mondbewegung.
  3. Tafelklavier.jpg: Mortsggah; vom Urheber in die Gemeinfreiheit entlassen. Ein späteres historisches Instrument.
  4. E major piano.ogg: ROUX; CC0. Kurzes Klavierklang-Beispiel.
  5. Two Men Contemplating the Moon: Gemälde von Caspar David Friedrich; gemeinfrei. Ein Vergleichsbild, keine Illustration eines dokumentierten Ereignisses.
  6. Moonlight Sonata Allegretto.ogg: Komposition von Ludwig van Beethoven; Aufnahme von Paul Pitman, gemeinfrei; Quelle Musopen. Keine belegte Musik aus dem Gedicht.
  7. Wermutshausen kirche.JPG: Foto von Schorle; CC BY-SA 3.0. Wermutshausen ist kein nachgewiesener Schauplatz des Gedichts.
  8. Churchbells of Bologna.ogg: Aufnahme von Wittylama; CC BY-SA 4.0. Tatsächlich Mittagsglocken aus Bologna, nicht Glocken des im Gedicht genannten Kirchturms.

Namensnennung und Weiterverwendung: Urheber, Dateiquellen und Lizenzen stehen hier direkt bei den Medien. Bei einer Weiterverwendung von CC-BY-SA-Medien müssen die jeweiligen Lizenzbedingungen eingehalten werden. Die verlinkten Dateiseiten enthalten die vollständigen Lizenzinformationen.

YouTube: Die eingebundenen Erklärvideos behandeln das lyrische Ich und das Reimschema. Sie sind nicht als freie OER-Lizenzen ausgewiesen und nicht mit Aufnahmen von Mörikes Gedicht gleichzusetzen. Das Einbetten macht die Videos nicht gemeinfrei.

Stand der Quellenprüfung: Die historische Bezugsausgabe ist 1867. TextGrid nennt 1842 als Erstdruck. Für einen buchstabengetreuen Editionsvergleich muss das Originaldigitalisat herangezogen werden.



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