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An Herr Schmidten - Klopstock, Friedrich Gottlieb - Gedichtanalyse

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An Herr Schmidten - Klopstock, Friedrich Gottlieb - Gedichtanalyse

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Einleitung

Eine Freundschaft als Dichtung: Friedrich Gottlieb Klopstock (1724–1803) blickt in der Ode An Herr Schmidten auf die Nähe zu Schmidt zurück. Beide wollen Dichter werden. Freundschaft, Tränen, Glaube und der Wunsch nach Ruhm treffen aufeinander. Die Ode entstand 1747; ihr Erstdruck erfolgte erst 1880. Sie hat neun Strophen und 36 Verse.

Dein Lernziel: Du verstehst den Gedankengang, findest echte Versbelege, untersuchst Stimme, Strophenbau, Klang und Bilder und formulierst eine eigene Deutung. Der Grundweg eignet sich für Klassen 9–10, die vertiefenden Aufgaben für Klassen 11–13.

Zuerst lesen: Vorhandene Gedichtseite mit dem Originaltext. Vergleiche dort jede hier angegebene Verszahl. Der Volltext steht außerdem in der TextGrid-Edition. Der Lernkurs ersetzt diese Textseite nicht.

Klopstock um 1750; Porträt von Johann Caspar Füssli. Quelle und Gemeinfreiheit stehen im Mediennachweis.


Quellfassung und Lesefassung unterscheiden


Quellfassung: Was ist überliefert?

Quellfassung bedeutet: Wortlaut und Schreibweise einer nachgewiesenen Textausgabe. Die digitale Edition in TextGrid bietet das Gedicht mit 36 Versen; zugrunde liegt eine Ausgabe von 1962. Das Werk selbst ist gemeinfrei. TextGrid nennt 1747 als Entstehungsjahr und 1880 als Erstdruck. Eine wissenschaftlich kommentierte Ausgabe beschreibt Schmidt als Klopstocks Vetter und Studienfreund Johann Christoph Schmidt. Unterschiedliche Überlieferungen können Schreibungen und Zeichensetzung verändern. Deshalb gilt für alle Zitate in diesem Kurs die TextGrid-Ausgabe als Bezug.

So kontrollierst du ein Zitat: Öffne die Gedichtseite, zähle die Verse ab Anfang durch und vergleiche die Wörter Zeichen für Zeichen mit TextGrid. Zeilennummern gehören zum Nachweis, nicht zum originalen Wortlaut.


Lesefassung: neun einfache Lesehilfen

Lesefassung meint hier eine Strophenübersicht in heutiger Sprache, nicht eine zweite Ausgabe des Gedichts. Lies den vollständigen historischen Wortlaut auf der verlinkten Textseite und arbeite daneben mit diesem Leseweg. Der historische Text wird nicht heimlich verändert.

  1. Strophe 1, V. 1–4: Die Stimme spricht Schmidt direkt an. Beide teilen eine große Hoffnung für ihre Dichtung.
  2. Strophe 2, V. 5–8: Beide erinnern sich an Umarmungen. Die gelebte Freundschaft ist wichtiger als bloße Worte.
  3. Strophe 3, V. 9–12: Es geht um die Frage, was den Menschen vor Gott groß oder klein macht.
  4. Strophe 4, V. 13–16: Bevor der Wunsch nach Ruhm wichtig wurde, waren die Freunde im Stillen glücklich.
  5. Strophe 5, V. 17–20: Der Ruf künftigen Ruhmes war allerdings bereits zu hören.
  6. Strophe 6, V. 21–24: Ehrgeiz macht die Freunde zugleich mutig und unsicher; Tränen zeigen die Nähe.
  7. Strophe 7, V. 25–28: Freundschaft und dichterischer Ehrgeiz werden ausdrücklich miteinander verbunden. Milton erscheint als Vorbild.
  8. Strophe 8, V. 29–32: Die Dichtkunst wird mit heiligen und mythologischen Bildern erhöht.
  9. Strophe 9, V. 33–36: Das lyrische Ich spricht Schmidt einen feierlichen Segen als Dichter zu.

Keine Übersetzung: Der Ausgangstext ist bereits deutsch. Diese neun Stichpunkte sind eine moderne Inhaltsumschreibung, keine Übersetzung in eine andere Sprache. Interpretation geht weiter: Sie erklärt mögliche Bedeutungen und braucht Textbelege.


Prüffragen beim Lesen

Markiere im Original Anrede, Gefühl, Ruhm und Dichterbilder in vier Farben. Trage in eine eigene Tabelle ein: Verszahl – knappes Originalzitat – Beobachtung – mögliche Wirkung. Eine Deutung ist begründet, wenn das Zitat tatsächlich zu ihr passt.


Das lyrische Sprechen und die Freundschaft


Wer spricht zu wem?

Das lyrische Ich wendet sich an ein Du: Schmidt. Schon die Anfangsworte „Der du mir gleich bist“ (V. 1) stellen Nähe und Gleichrangigkeit her. Die direkte Anrede in V. 3 führt den Freund in den Rückblick. Du solltest das lyrische Ich nicht ohne Prüfung mit dem historischen Autor gleichsetzen. Der biografische Bezug ist plausibel, ersetzt aber keine Textanalyse.

Der Text spricht mal von mir, mal von uns. Prüfe, wann das persönliche Erleben und wann die gemeinsame Geschichte im Vordergrund steht. Formuliere zu jedem Wechsel einen Satz.


Nähe, Rückblick und Ehrgeiz

Die erinnerte Jugend ist von Umarmungen geprägt (V. 5–8). Entscheidend ist die Gegenüberstellung zwischen erlebter Freundschaft und bloß besungener Freundschaft. Das lyrische Ich bewertet echte Verbundenheit als höher.

Die Formulierung „Liebten wir uns unbemerkt und glücklich“ (V. 16) beschreibt ein früheres Glück ohne Publikum. Später wächst die Ehrbegier (V. 21). Beides muss sich nicht ausschließen: Die Freunde wünschen sich zugleich Nähe und Anerkennung.

Zwei mögliche Deutungen: Erstens stärkt der gemeinsame Traum vom Dichten die Freundschaft. Zweitens könnte der verführerische Ruhm diese Nähe gefährden. Keine Deutung ist allein durch ein schönes Wort bewiesen: Suche einen Beleg und einen möglichen Gegenbeleg.


Form, Klang und Bewegung


Neun Vierzeiler ohne Endreim

Du findest neun gleich lange Strophen mit je vier Versen. Ein festes Endreimschema ist nicht erkennbar. Trotzdem klingt der Text geordnet. Die Zeilenlängen erinnern an antike alkäische Odenstrophen. In der ersten Strophe lassen sich beim langsamen Sprechen ungefähr 11 / 11 / 9 / 10 Silben zählen. Das ist ein erster Beobachtungswert, noch keine vollständige metrische Analyse: Betonungen musst du getrennt markieren und an weiteren Strophen prüfen.

Die Zeile ist nicht immer zugleich das Ende eines Satzes. Lies V. 3–4 und V. 27–29 laut. Wo geht der Satz über die Versgrenze hinaus? Diese Zeilensprünge können den Gedanken in Bewegung halten.


Klang erzeugt Gefühl

Wiederholungen von Anrede, Erinnerung und Gefühlswörtern schaffen Nähe. Die knappen Bilder wechseln mit langen, feierlichen Satzbögen. Bei V. 21–26 verlangsamt sich die Lektüre durch die genaue Beschreibung der Tränen. Klopstocks reimloser, rhythmisch gestalteter Ode geht es hier nicht um einen Reim als Schlusssignal, sondern um Sprechbewegung.

Hörprobe aus Wikimedia Commons: (kurze Namensaussprache, keine Gedichtrezitation). Danach sprich zwei Verse aus der Originalseite selbst leise und markiere Betonungen.


Bildsprache, Mythologie und Dichterideal


Ruhm hören und als Strom erleben

Der „Silberton“ des Nachruhms (V. 13) macht künftige Anerkennung zu einem schönen Klang: ein sprachliches Bild, keine wirkliche Glocke. Der „Wirbelstrom“ (V. 15) verwandelt den Sog des Ruhmes in eine Naturkraft. Beides zeigt: Anerkennung ist attraktiv und kann Menschen mitreißen. Begründe, warum diese Bilder zugleich locken und warnen.


Olymp, Parnass und Urania

Der Olymp in V. 6 öffnet einen Bereich griechischer Götterwelt. Die genaue Gestalt wird hier nicht genannt; setze nicht einfach einen bestimmten Gott ein. Der Parnass in V. 29 steht traditionell für Dichtkunst und Musen. Urania in V. 30 und V. 33 ist mit Inspiration und himmlischer Größe verbunden. Zusammen mit den Seraphinen verbindet Klopstock antike und christliche Vorstellungswelten.

Der Parnass in Griechenland: realer Berg und im Gedicht Sinnbild für Dichtung. Foto: Electron08, CC BY-SA 3.0; Nachweis unten.


Warum erscheint Milton?

„Miltons Schatten“ (V. 28) verweist auf den englischen Dichter John Milton, bekannt durch Paradise Lost. Der Schatten ist eine ehrende Vorstellung des verstorbenen Vorbilds und kein Bericht über eine tatsächliche Begegnung. In der Deutung kann der Vergleich die Sehnsucht nach großer, religiös gefärbter Dichtung betonen.

John Milton; historische Druckgrafik. Rijksmuseum, CC0. Das Bild zeigt die genannte literarische Bezugsperson.


Aufklärung, Empfindsamkeit und Deutung


Die Zeit des Gedichts

Die Ode entsteht 1747, in der Aufklärung. Die Empfindsamkeit wird meist als Strömung innerhalb dieses Umfelds beschrieben: Gefühlsleben, persönliche Beziehungen, moralische Fragen und religiöse Innerlichkeit werden wichtig. Freundschaft ist hier nicht nur nett, sondern ein hoher Wert. Die feste Dichterrolle und die Sehnsucht nach bleibendem Ruhm zeigen außerdem ein neues Selbstbewusstsein des Schreibenden.

Video zum Epochenvergleich: EinfachSchule: Literatur der Empfindsamkeit – achte besonders auf Motive und Vertreter.

Zweites Video: MOOCit: Empfindsamkeit, Aufklärung und Sturm und Drang – nützlich, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu prüfen.


So formulierst du eine Deutung

These: Das Gedicht kann als Feier einer Freundschaft gelesen werden, in der persönliche Nähe und poetischer Ehrgeiz wachsen. Beleg: Prüfe die gemeinsame Vergangenheit (V. 1–16) und die Ehrbegier (V. 21–26). Erklärung: Beide Ziele werden nicht einfach gegeneinander ausgespielt. Gegenfrage: Droht Ruhm trotzdem, die Unbeschwertheit zu verändern?

Alternative Lesart: Die abschließende Segensgeste hebt den Freund dichterisch und fast religiös hervor (V. 33–36). Prüfe, ob dieses Ideal die Gleichrangigkeit vom Anfang bestätigt oder in ein Verhältnis von Seher und Geweihtem verändert. Unterscheide immer Beobachtung und Schlussfolgerung.


Gestufte Hilfen für deine Analyse

Hilfe A – Einstieg: Suche nur eine Stelle mit einer Anrede und beschreibe in einem Satz, wer wen anspricht.

Hilfe B – mit Textbeleg: Ergänze den Satz: „In Vers ... steht ... . Das zeigt ... , weil ... .“ Halte das Zitat kurz und überprüfe die Schreibweise.

Hilfe C – vertieft: Vergleiche zwei Verse aus unterschiedlichen Strophen. Frage nach Spannung, Bedeutung des Bildes und Gegenlesart. Kennzeichne Vermutungen ausdrücklich als Deutungen.

Hinweis zur Mediennutzung: Die Commons-Dateien und ihre Rechte sind unten einzeln belegt. Es wurde keine neue Illustration, Aufnahme oder Animation erzeugt. Eine überprüfbare, thematisch geeignete Commons-Animation wurde nicht gefunden; statt einer beliebigen Animation helfen die beiden verlinkten Erklärvideos beim Epochenverständnis.


Interaktive Aufgaben


Multiple-Choice-Quiz mit Versbelegen

Lies vor jeder Antwort den angegebenen Vers auf der Originaltextseite. Die Fragen prüfen den tatsächlichen Wortlaut, nicht erfundene Zitate.

Was macht die Anrede „Der du mir gleich bist“ in Vers 1 deutlich? (Der Sprecher sieht Schmidt als ihm verbunden an) (!Der Sprecher hält Schmidt für einen Feind) (!Der Sprecher beschreibt ein fremdes Tier) (!Der Sprecher lehnt jede Nähe ab)




An wen wendet sich das lyrische Ich laut Vers 3? (An Schmidt) (!An Friedrich den Großen) (!An den Leser Milton) (!An die Muse allein)




Welche Zeit erscheint in Vers 4 als Erinnerung? (Die gemeinsame Jugend der Freundschaft) (!Eine zukünftige Kriegszeit) (!Ein fremdes Königreich) (!Eine Schulprüfung)




Was war laut Vers 16 zunächst möglich? (Unbemerktes gemeinsames Glück) (!Berühmtheit vor Publikum) (!Eine Reise nach Amerika) (!Ein gefeierter Wettkampf)




Wofür steht der Nachruhm in Vers 13 sinngemäß? (Für späteren Ruhm nach dem Leben) (!Für einen neu gebauten Tempel) (!Für die tägliche Arbeit im Bergwerk) (!Für die Farbe eines Baumes)




Welche zwei Gefühle werden in Vers 26 ausdrücklich verknüpft? (Freundschaft und Ehrbegier) (!Angst und Hass) (!Neid und Langeweile) (!Zorn und Rache)




Wer ist mit Miltons Schatten in Vers 28 gemeint? (Der englische Dichter John Milton) (!Ein römischer Kaiser) (!Ein deutscher Maler namens Schmidt) (!Ein antiker König)




Was bedeutet der Parnass in Vers 29 im dichterischen Zusammenhang? (Ein Sinnbild der Dichtkunst) (!Ein Ort des modernen Schulunterrichts) (!Eine Erfindung der Eisenbahn) (!Ein Messgerät für Schall)




Wie ist der Schluss in Vers 33 bis 36 gestaltet? (Als feierliche Segnung des Freundes zum Dichter) (!Als Befehl zum Abbruch der Freundschaft) (!Als alltäglicher Einkaufszettel) (!Als Bericht über eine Schlacht)




Was ist eine gesicherte Beobachtung zur äußeren Form? (Neun Strophen zu je vier Versen) (!Zehn Strophen zu je fünf Versen) (!Ein einziger Prosatext) (!Zwölf gereimte Zweizeiler)






Memory: Begriffe und Bedeutungen

Ordne die fachlichen Wörter ihren Erklärungen zu. Jede Erklärung passt nur einmal.

Lyrisches Ich Sprechende Stimme im Gedicht
Ode Feierliche lyrische Gedichtform
Empfindsamkeit Literaturströmung mit Betonung von Gefühlen
Nachruhm Anerkennung über die eigene Lebenszeit hinaus
Parnass Mythisches Zeichen für Dichtkunst
Versbeleg Genau nachweisbare Textstelle mit Verszahl





Drag and Drop: Beleg und Beobachtung

Ordne die fünf Fachbegriffe zu. Arbeite danach mit der Originalseite weiter.

Passender Begriff Beobachtung am Gedicht
Direkte Anrede Die Stimme spricht Schmidt persönlich an
Rückblick Die frühere gemeinsame Jugend wird erinnert
Metapher Ruhm erscheint als mitreißender Strom
Religiöse Bildwelt Seraphinen und Segen steigern den Ton
Dichtervorbild Milton erscheint als bewunderte Gestalt





Kreuzworträtsel: Lyrik und Epochen

Freundschaft Welches enge Verhältnis zwischen den beiden steht im Mittelpunkt?
Klopstock Wie lautet der Familienname des Verfassers?
Silberton Mit welchem Klangbild erscheint der Nachruhm?
Parnass Welcher griechische Berg steht sinnbildlich für Dichtkunst?
Milton Welcher englische Dichter wird in der Ode genannt?
Urania Welcher Musenname taucht zweimal im Schlussdrittel auf?





LearningApps: passende Lernspiele finden

Suche ein bestehendes Lernspiel zu Klopstock, Empfindsamkeit und Freundschaft. Prüfe seine Antworten immer an der TextGrid-Edition.


Lückentext: Begriffe sichern

Trage pro Satz genau ein passendes Wort ein. Im Zweifel hilft dir der Lerntext darüber.

Vervollständige die Sätze.
Der Verfasser des Gedichts heißt Friedrich Gottlieb

.
Die angesprochene Person trägt im Gedicht den Namen

.
Die Ode umfasst neun gleich lange

.
Als Literaturströmung hilft dir besonders die

.
Der Wunsch nach späterem Ruhm heißt

.
Ein wichtiges Gefühl im Text ist die

.
Ein englisches dichterisches Vorbild heißt

.
Der Berg der Musen wird

genannt.
Im Schluss erhält Schmidt eine feierliche

.
Die genaue Textstelle mit Versangabe heißt

.




Offene Aufgaben

Wähle mindestens eine der drei Schreibaufgaben auf deinem Niveau. Die weiteren Aufgaben helfen dir bei Vorbereitung und Vertiefung. Nutze ausschließlich öffentliche Materialien und keine persönlichen Daten.


Leicht

  1. Schreibaufgabe 1 – Gefühle beschreiben: Schreibe fünf kurze Sätze zur Freundschaft im Gedicht. Belege einen Satz mit einem geprüften kurzen Zitat und einer Verszahl.
  2. Wer spricht?: Markiere auf der vorhandenen Textseite drei direkte Anreden und notiere, an wen sie sich richten.
  3. Gefühlswörter sammeln: Sammle aus drei Strophen Wörter zu Nähe, Ehrgeiz und Erinnerung. Ordne sie in eine Tabelle.
  4. Bild und Lizenz entdecken: Öffne das Klopstock-Porträt in Commons. Schreibe Urheber, Lizenzstatus und eine Bildunterschrift ab, ohne das Bild zu verändern.


Standard

  1. Schreibaufgabe 2 – Deutung mit Belegen: Schreibe einen Absatz von 120 bis 160 Wörtern zur Frage, ob Ruhm und Freundschaft zusammenpassen. Nutze zwei überprüfte Versbelege.
  2. Sprechweise vergleichen: Markiere in Strophe 1 die betonten Silben und prüfe, ob deine Beobachtung zu den anderen Strophen passt.
  3. Bildsprache untersuchen: Erkläre die Bilder Silberton und Wirbelstrom mit ihren Versangaben. Wo wirkt der Ruhm anziehend, wo gefährlich?
  4. Fassungen vergleichen: Vergleiche die vorhandene Gedichtseite mit TextGrid hinsichtlich Versumbrüchen, Schreibweise und Zeichensetzung. Melde nur echte Unterschiede.


Schwer

  1. Schreibaufgabe 3 – Deutungen abwägen: Verfasse 250 bis 350 Wörter zu zwei Lesarten der Schlusssegnung. Begründe beide anhand von mindestens drei Versbelegen und formuliere einen Einwand.
  2. Odenform prüfen: Untersuche die Silben- und Betonungsmuster von zwei Vierzeilern. Begründe vorsichtig, ob die alkäische Ode als Formmodell passt.
  3. Epochenvergleich: Vergleiche ein Merkmal der Aufklärung und eines der Empfindsamkeit. Prüfe beides am Gedicht und am Epochenvideo.
  4. Quellenbewertung: Stelle TextGrid, die historische Edition und die vorhandene Gedichtseite gegenüber. Trenne Editionsbefund, eigene Lesart und unbelegte Vermutung.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Belege sichern: Erkläre die Nähe des lyrischen Ichs zu Schmidt mit zwei verschiedenen Versangaben und überprüften Wörtern aus dem Text.
  2. Form und Wirkung: Zeige, wie Vierzeiler, Reimlosigkeit und rhythmische Bewegung den feierlichen Ton unterstützen können.
  3. Bilder deuten: Wähle zwei Bilder aus V. 13–15 und V. 29–33. Erkläre sowohl wörtlichen Bezug als auch mögliche Bedeutung.
  4. Historisch einordnen: Ordne das Gedicht begründet der Empfindsamkeit im Umfeld der Aufklärung zu; nenne ein Merkmal, das sich am Text zeigt.
  5. These und Gegenlesart: Formuliere eine Deutung des Schlusses mit Versbeleg und eine andere plausible Lesart. Sage, was offen bleibt.
  6. Textsorten unterscheiden: Erkläre an einem Beispiel den Unterschied zwischen Quellfassung, Lesefassung, moderner Umschreibung und Interpretation.




Lernnachweis

Das kannst du abgeben: (1) eine Übersicht der neun Strophen in eigenen Worten; (2) eine Tabelle mit mindestens vier geprüften Zitaten samt Verszahlen; (3) eine ausgefüllte Auswertung von Form und Sprachbildern; (4) die Schreibaufgabe deines Niveaus; (5) eine kurze Quellen- und Lizenzliste für tatsächlich verwendete Medien. Bewertet werden Genauigkeit, Begründung, sprachliche Klarheit und das ehrliche Unterscheiden von Textbeleg und Deutung. Es werden keine privaten Schülerdaten benötigt.




OER und Wikipedia

Verifizierter Gedichttext: TextGrid Repository, Klopstock: An Herr Schmidten. Grundlage: Ausgewählte Oden und Elegien, Ausgabe München 1962; der Text ist gemeinfrei, die TextGrid-Annotation und Metadaten stehen unter CC BY 3.0 Deutschland, Namensnennung TextGrid. Editions- und Lizenzhinweise. Entstehung: 1747; Erstdruck: 1880.

Historischer Kommentar: Vorschau einer kommentierten Ausgabe mit Hinweisen zu Johann Christoph Schmidt und der Überlieferung. Das ist eine Quelle für Hintergrundangaben, keine frei lizenzierte Mediendatei.

Literaturgeschichtlicher Überblick: Wikipedia: Friedrich Gottlieb Klopstock, Wikipedia: Empfindsamkeit und Wikipedia: Alkäische Strophe.


Mediennachweise aus Wikimedia Commons

Die folgenden Originaldateien wurden in ihren Commons-Eintragsseiten auf Bezeichnung und Rechte geprüft. Für gemeinfreie Werke wird der Schöpfer trotzdem genannt. Die Audioaufnahme spricht nur den Nachnamen aus und ist keine Lesung des Gedichts. Bei den beiden Fotos mit CC BY-SA gelten Lizenzangabe und Namensnennung, bei Bearbeitung zusätzlich die jeweiligen Weitergabebedingungen.

Eingebundene Datei Quelle und Beschreibung Urheber bzw. Bereitsteller Lizenz
File:Friedrich Gottlieb Klopstock.jpg Klopstock-Porträt von 1750 Johann Caspar Füssli Gemeinfrei, Public Domain Mark
File:Parnassos2.jpg Foto des Parnass Electron08 CC BY-SA 3.0
File:Portret van schrijver en dichter John Milton, RP-P-1910-477.jpg Historisches Milton-Porträt Giovanni Battista Cipriani / Rijksmuseum CC0 1.0
File:De-Klopstock.ogg Deutsche Aussprache des Nachnamens Jeuwre CC BY-SA 4.0

YouTube als eingebettete externe Videos: Empfindsamkeit erklärt – EinfachSchule (Kanal EinfachSchule) und Empfindsamkeit, Aufklärung, Sturm und Drang – MOOCit The Monkey Dance (Kanal MOOCit The Monkey Dance). Diese Videos sind hier nur verlinkt/eingebettet, nicht als OER mit freier Bearbeitungslizenz ausgegeben. Urheberrechte bleiben beim jeweiligen Anbieter. Es wurden keine eigenen Medien erzeugt.


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