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Am Ersten Advent - Opitz, Martin - Gedichtanalyse

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Am Ersten Advent - Opitz, Martin - Gedichtanalyse

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Am Ersten Advent - Opitz, Martin - Gedichtanalyse


Einleitung

Thema: Martin Opitz: „1. Am Ersten Advent“ – Gedichtanalyse

Zielgruppe: Klasse 9–10, Deutsch, Barockliteratur

Das lernst Du: Du liest ein Gedicht aus dem 17. Jahrhundert. Du verstehst alte Wörter, untersuchst sprachliche Bilder und erklärst Deine Deutung mit Versbelegen.

Kurzbeschreibung: Das Gedicht beginnt mit „Auff, auff, die rechte Zeit ist hier“. Es hat 28 Verse in sieben Strophen. Die sprechende Stimme fordert die Menschen auf, wachsam zu sein und ihr Verhalten zu ändern.

Ein heutiger Adventskranz. Das Foto zeigt kein Objekt aus der Zeit von Martin Opitz. Bild: Eugenio Hansen, OFS, CC BY-SA 3.0. Quellen- und Lizenzlink unten.

Einstiegsfrage: Was bedeutet „Aufwachen“, wenn damit nicht das Aufstehen am Morgen gemeint ist?


Autor, Zeit und Textgrundlage

Porträt von Martin Opitz, gemalt von Bartholomäus Strobel um 1636/1637. Gemeinfrei.

Martin Opitz lebte von 1597 bis 1639. Er war ein deutscher Dichter der Barockzeit.

Das Lied „1. Am Ersten Advent“ gehört zu seiner Sammlung „Die Episteln der Sontage und fürnembsten Fest deß gantzen Jahrs“. Der Erstdruck erschien 1628 in Breslau und Leipzig bei David Müller.

Wichtig für die Quellenarbeit: Ausgangspunkt dieses aiMOOCs ist die vom Auftrag angegebene Zeno-Seite. Der hier wiedergegebene historische Wortlaut wurde mit der Textfassung im TextGrid-Repository geprüft. TextGrid nennt als Grundlage eine Ausgabe aus Berlin und Stuttgart von 1889 und als Erstdruck 1628.

Die Quellfassung ist deshalb kein eigenständig geprüfter Abdruck einer Originalseite von 1628. Eine Abweichung zwischen historischen Druckausgaben müsste durch einen Vergleich der Originaldrucke untersucht werden.

Vor dem Gedicht stehen zwei wichtige Hinweise:

  1. „Zun Römern am 13.“: Das Lied bezieht sich auf Römer 13, besonders auf die Verse 11–14.
  2. „Auff den 9. Psalm“: Das ist ein Hinweis auf eine Psalm-Melodie. Er gehört nicht zu den 28 Liedversen.


Historischer Blick: Psalmen als Lieder

Titelseite eines französischen Psalters von 1539. Historisches Vergleichsbild, nicht die Titelseite von Opitz' Werk. Gemeinfrei.

Notenbeispiel zur Melodie des 100. Psalms aus der Genfer Psalter-Tradition. Achtung: Das ist nicht die bei Opitz angegebene Melodie des 9. Psalms. Gemeinfrei.

Martin Opitz schrieb seinen Text so, dass er nach einer bekannten Psalmweise gesungen werden konnte. Gedicht und Melodie sind also zu unterscheiden.

Denkfrage: Wie könnte sich die Wirkung ändern, wenn eine Gruppe den Text singt, statt ihn still zu lesen?


Quellfassung: 28 Verse

Martin Opitz: „1. Am Ersten Advent“

Historischer Wortlaut nach der TextGrid-Textfassung. Die Versnummern und Strophenüberschriften wurden für den Unterricht ergänzt; sie gehören nicht zum überlieferten Gedichttext.

Strophe 1 – Verse 1–4
01 Auff, auff, die rechte Zeit ist hier,
02 Die Stunde wartet für der Thür,
03 Ihr Brüder, lasset uns erwachen,
04 Vergeßt der Welt und ihrer Sachen.

Strophe 2 – Verse 5–8
05 Bezwingt den Schlaff und kompt in Eyl,
06 Denn unser Liecht und Gnadenheyl,
07 Der rechte Trost und Schutz der Seinen,
08 Ist näher als wir selber meynen.

Strophe 3 – Verse 9–12
09 Die ungestirnte schwartze Nacht,
10 Hat ihren schwären Lauff vollbracht,
11 Der vielbegehrte Tag ist kommen
12 Und hat das Leyd hinweg genommen.

Strophe 4 – Verse 13–16
13 Legt ihr auch ab den dunckeln Schein
14 Der Wercke, die verborgen seyn,
15 Zieht an deß Liechtes helle Waffen,
16 Laßt nichts als nur die Sünden schlaffen.

Strophe 5 – Verse 17–20
17 Geht auff dem Weg der Erbarkeit,
18 Denckt, daß jetzt sey die Tageszeit,
19 Laßt wilde Saufferey und Fressen,
20 Dardurch wir unser selbst vergessen.

Strophe 6 – Verse 21–24
21 Lescht auß deß Leibes schnöde Brunst,
22 Seyt feind der falschen Liebesgunst,
23 Auch liebet nicht Zorn, Haß und Zancken,
24 Entsagt den neydischen Gedancken.

Strophe 7 – Verse 25–28
25 Zieht Jesus Christ, den Herren, an,
26 Sein Leben sey deß euren Bahn;
27 Versorgt den Leib, das Theil der Erden,
28 Und laßt ihn doch zu geyl nicht werden.

Leseauftrag: Markiere die Verse 1, 3, 5, 13, 15, 19, 24 und 25. Was haben die Sätze gemeinsam?

Hilfe: Achte auf Wörter, mit denen jemand zum Handeln aufgefordert wird.


Lesefassung in heutiger Sprache

Wichtig: Die folgende Fassung ist eine sinngemäße sprachliche Übertragung für den Unterricht. Sie ist nicht von Martin Opitz und kein historischer Quellentext. Sie erklärt die Bedeutung vereinfacht und ersetzt nicht die Quellfassung.

Strophe 1
01 Auf, auf! Jetzt ist die richtige Zeit.
02 Die Stunde steht vor der Tür.
03 Ihr Menschen, wacht auf!
04 Lasst euch nicht vom Alltag ablenken.

Strophe 2
05 Überwindet die Müdigkeit und beeilt euch.
06 Denn unser Licht und die erhoffte Rettung,
07 unser Trost und unser Schutz,
08 sind näher, als wir denken.

Strophe 3
09 Die schwarze Nacht ohne Sterne
10 ist zu Ende gegangen.
11 Der lange ersehnte Tag ist da.
12 Das Leid soll nun verschwinden.

Strophe 4
13 Lasst das Dunkle hinter euch.
14 Beendet auch heimliche schlechte Taten.
15 Nutzt das Licht wie eine schützende Ausrüstung.
16 Lasst nur die Sünden schlafen.

Strophe 5
17 Handelt anständig.
18 Denkt daran: Es ist jetzt Tag.
19 Hört mit maßlosem Trinken und Essen auf.
20 Sonst verliert ihr die Kontrolle über euch selbst.

Strophe 6
21 Zügelt heftige Begierden.
22 Meidet unaufrichtige Liebe.
23 Haltet euch von Zorn, Hass und Streit fern.
24 Gebt neidische Gedanken auf.

Strophe 7
25 Nehmt Jesus Christus als Vorbild.
26 Orientiert euer Leben an seinem Leben.
27 Sorgt gut für euren Körper.
28 Lasst aber nicht jedes Verlangen bestimmen.

Sprachhilfe: „Ihr Brüder“ (V. 3) ist die historische Anrede des Originals. Die Lesefassung „Ihr Menschen“ öffnet diese Anrede bewusst. Das ist eine moderne Übertragungsentscheidung.


Alte Wörter verstehen

Wort aus dem Gedicht Bedeutung in einfacher Sprache
„für der Thür“ (V. 2) vor der Tür
„Schlaff“ (V. 5) Schlaf; im Zusammenhang auch Trägheit
„Gnadenheyl“ (V. 6) Rettung und Heil durch Gottes Gnade
„Leyd“ (V. 12) Leid
„Wercke“ (V. 14) Handlungen oder Taten
„Erbarkeit“ (V. 17) anständiges Verhalten
„Saufferey“ (V. 19) maßloses Trinken
„Brunst“ (V. 21) heftiges Verlangen
„neydischen“ (V. 24) neidischen
„geyl“ (V. 28) hier: übermäßig begehrlich; nicht einfach mit der heutigen Umgangssprache gleichsetzen

Mini-Aufgabe: Schreibe die Verse 1–4 in Deinen eigenen Worten auf. Verwende nicht einfach die Lesefassung.


Gedichtanalyse in fünf Schritten


Inhalt: Was geschieht im Gedicht?

Die sprechende Stimme ruft die Menschen zum Aufwachen auf. Danach beschreibt sie die Nacht und den kommenden Tag. Anschließend nennt sie Verhaltensweisen, die abgelegt werden sollen.

Am Schluss fordert die Stimme dazu auf, sich an Jesus Christus zu orientieren.

Textbelege: „lasset uns erwachen“ (V. 3), „Der vielbegehrte Tag ist kommen“ (V. 11), „Zieht Jesus Christ [...] an“ (V. 25).

Hilfe 1: Unterstreiche alle Aufforderungen.
Hilfe 2: Ordne die Strophen den Wörtern Weckruf – Hoffnung – Veränderung – Vorbild zu.


Form: Wie ist das Gedicht gebaut?

Das Gedicht hat sieben Strophen mit jeweils vier Versen. Viele benachbarte Verse reimen sich. Das nennt man Paarreim.

Beispiel: „erwachen“ und „Sachen“ (V. 3–4).

Achtung: Nicht alle Reime klingen für heutige Ohren gleich deutlich. Bei älteren Gedichten kann sich auch die Aussprache verändert haben.

Die vielen kurzen Aufforderungen geben dem Text einen dringenden Klang.

Hilfe: Prüfe die Endwörter der Verse 5–8. Welche gehören zusammen?


Sprache: Welche Bilder fallen auf?

Wikimedia-Commons-Video eines Sonnenaufgangs am Toten Meer. Dieses Video zeigt nicht den Schauplatz des Gedichts. Aufnahme: JezWegierski, CC BY-SA 3.0.

„Die ungestirnte schwartze Nacht“ (V. 9) und „Der vielbegehrte Tag“ (V. 11) bilden einen Gegensatz.

Mögliche Deutung: Die Nacht kann für Angst, falsches Verhalten oder eine Zeit ohne Orientierung stehen. Der Tag kann Hoffnung und einen neuen Anfang darstellen. Das ist eine Interpretation, keine wörtliche Aussage über das Wetter.

Animation des wirklichen Tag-Nacht-Wechsels auf der Erde. Im Gedicht wird derselbe Gegensatz bildlich genutzt. © Eugene Alvin Villar, 2020, CC BY-SA 4.0.

„deß Liechtes helle Waffen“ (V. 15) ist eine Metapher. Das Licht wird wie eine schützende Ausrüstung dargestellt. Gemeint sind hier keine wirklichen Waffen.

Merksatz: Erkennen – Belegen – Deuten.

Beispiel einer Analyse: In Vers 15 bezeichnet die Stimme das Licht als „helle Waffen“. Die Metapher kann zeigen, dass gutes Handeln als Schutz vor falschem Verhalten verstanden wird.


Sprechende Stimme: Wer redet?

Martin Opitz ist der Autor. Die Stimme, die im Text spricht, ist die lyrische beziehungsweise sprechende Stimme. Beides solltest Du nicht gleichsetzen.

Die Stimme spricht eine Gruppe an: „Ihr Brüder“ (V. 3). Sie verwendet auch „wir“ (V. 20).

Wichtig: Aus dem Gedicht folgt nicht, dass Martin Opitz selbst genau diese Gefühle erlebt oder die genannten Handlungen begangen hat.

Hilfe: Suche im Text alle Wörter wie „ihr“, „uns“ und „wir“. Wen beziehen sie ein?

Video: Lyrische Stimme verstehen – Studyflix

Das Video erklärt ein allgemeines Fachwort. Es behandelt nicht eigens Opitz' Adventsgedicht.


Deutung: Welche Botschaft hat der Text?

Das Gedicht lässt sich als christlicher Weckruf lesen. Die Menschen sollen erkennen, dass eine neue Zeit beginnt. Sie sollen ihr Handeln überprüfen und verändern.

Die Deutung stützt sich auf die Aufforderungen in V. 1–5, den Wechsel von Nacht zu Tag in V. 9–12 und das Vorbild Jesu in V. 25–26.

Eine mögliche Deutungshypothese: Opitz gestaltet die Adventszeit als Einladung zu Hoffnung, Wachsamkeit und verantwortlichem Verhalten.

Wichtig: Das ist eine begründete Deutung. Andere Deutungen sind möglich, wenn Du sie mit Versen erklärst.


Hintergrund: Bibel, Advent und Barock

Advent bedeutet im christlichen Zusammenhang Erwartung und Vorbereitung. In diesem Gedicht steht besonders die innere Vorbereitung im Mittelpunkt.

Der Hinweis „Zun Römern am 13.“ verbindet den Text mit Römer 13,11–14. Dort spielen das Erwachen, das Ende der Nacht und die „Waffen des Lichts“ eine wichtige Rolle.

Vergleichsfrage: Welche Bilder und Aufforderungen übernimmt Opitz aus dem biblischen Zusammenhang? Was gestaltet er als Gedicht neu?

Die Barockliteratur entstand in einer Zeit, in der viele Texte religiöse und moralische Fragen aufgriffen. Es wäre aber zu einfach, jedes Barockgedicht auf dieselbe Botschaft zu reduzieren.

Video: Barock und Barockliteratur – MOOCit

Allgemeiner Überblick zur Epoche; keine unmittelbare Quellenanalyse dieses Liedes.


Hören: Klang der Barockzeit

Hörbeispiel: Cembalowerk von Johann Jakob Froberger, Aufnahme von Richard D Siegel, CC BY-SA 4.0.

Quellenhinweis: Diese Aufnahme ist weder eine Vertonung von Opitz' Gedicht noch die angegebene Melodie des 9. Psalms. Sie dient nur dazu, ein Beispiel für Musik aus der Barockzeit zu hören.

Hörauftrag: Lies danach die Verse 1–4 laut. Welche Wörter würdest Du besonders betonen?


Lernvideo: Gedichtformen erkennen

Studyflix: allgemeiner Überblick über Gedichtformen. Untersuche bei Opitz zuerst Verszahl, Strophen und Reime, statt vorschnell eine Gedichtform zu behaupten.


So schreibst Du eine kurze Gedichtanalyse

Einleitung: Nenne Autor, Titel, Erstdruckjahr und Thema.

Hauptteil: Beschreibe zuerst den Inhalt. Untersuche dann Form und Sprache. Erkläre die Wirkung mit mindestens zwei Versbelegen.

Schluss: Formuliere Deine Deutung der Botschaft.

Satzanfänge als Hilfe:

  1. Inhalt: „Die sprechende Stimme fordert dazu auf, ...“
  2. Sprache: „Das Bild von ... in Vers ... könnte bedeuten, dass ...“
  3. Deutung: „Insgesamt lässt sich das Gedicht so verstehen, dass ...“

Prüfe: Hast Du zwischen Textbeobachtung und eigener Deutung unterschieden?


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Zitiergestütztes Lesequiz: Lies vor jeder Antwort den angegebenen Vers in der Quellfassung. Jede Frage hat genau eine richtige Antwort.

„Auff, auff“ (V. 1): Welche Wirkung hat dieser Beginn? (Ein dringender Aufruf zum Handeln) (!Eine genaue Beschreibung des Wetters) (!Eine Erzählung über eine Reise) (!Eine sachliche Jahreszahl)




„Ihr Brüder“ (V. 3): Wen spricht die Stimme an? (Eine Gruppe von Menschen) (!Nur eine einzelne Person) (!Ausschließlich den Autor selbst) (!Nur einen König)




„Bezwingt den Schlaff“ (V. 5): Was ist im Zusammenhang besonders gemeint? (Trägheit und fehlende Wachsamkeit überwinden) (!Länger im Bett bleiben) (!Ein Schlaflied singen) (!Die Nacht verlängern)




„Die ungestirnte schwartze Nacht“ (V. 9): Welches Bild steht im Mittelpunkt? (Dunkelheit) (!Ein blühender Garten) (!Ein helles Fest) (!Ein offenes Meer)




„Der vielbegehrte Tag ist kommen“ (V. 11): Welcher Gegensatz wird erkennbar? (Nacht und Tag) (!Sommer und Winter) (!Arm und Reich) (!Stadt und Dorf)




„deß Liechtes helle Waffen“ (V. 15): Welche Erklärung passt? (Ein Bild für Schutz und gutes Handeln) (!Eine genaue Beschreibung eines Schwertes) (!Ein Bericht über ein Heer) (!Eine Anleitung zum Waffenbau)




„Laßt wilde Saufferey und Fressen“ (V. 19): Was wird kritisiert? (Maßlosigkeit) (!Bescheidenheit) (!Hilfsbereitschaft) (!Geduld)




„Entsagt den neydischen Gedancken“ (V. 24): Was sollen die Angesprochenen tun? (Neid ablegen) (!Neid verstärken) (!Andere beneiden lernen) (!Neid öffentlich feiern)




„Zieht Jesus Christ, den Herren, an“ (V. 25): Was ist sinngemäß gemeint? (Sich an Jesus Christus orientieren) (!Ein bestimmtes Kleidungsstück kaufen) (!Eine Tür schließen) (!Einen Namen vergessen)




„Dardurch wir unser selbst vergessen“ (V. 20): Welche Aussage über die Textstimme ist richtig? (Die Stimme schließt sich durch wir sprachlich ein) (!Der Vers beweist eine persönliche Beichte des Autors) (!Im ganzen Gedicht spricht nur ein Ich) (!Die Stimme erzählt ausschließlich über Tiere)





Memory

Ordne die Begriffe ihren Bedeutungen zu.

Weckruf Aufforderung zum Neubeginn
Advent Zeit der Erwartung
Finsternis Bild für fehlende Orientierung
Licht Bild für Hoffnung
Imperativ Aufforderungsform
Paarreim Reim benachbarter Verse
Quellfassung Historisch überlieferter Wortlaut





Drag and Drop

Ordne die sprachlichen Bilder und Begriffe ihren Erklärungen zu.

Ordne die richtigen Begriffe zu. Bedeutung
Aufwachen Innere Wachsamkeit
Nacht Dunkelheit und fehlende Orientierung
Tag Hoffnung und Neubeginn
Lichtwaffen Bildlicher Schutz durch gutes Handeln
Christus als Vorbild Orientierung für das eigene Leben





Kreuzworträtsel

Advent Wie heißt die christliche Zeit der Erwartung vor Weihnachten?
Aufbruch Welches Wort bezeichnet einen aktiven Neubeginn?
Finsternis Wie heißt tiefe Dunkelheit mit einem anderen Wort?
Metapher Wie heißt ein sprachliches Bild mit übertragener Bedeutung?
Paarreim Wie heißt das Reimschema mit zwei aufeinanderfolgenden Reimversen?
Epistel Wie nennt man im kirchlichen Zusammenhang eine Lesung aus einem apostolischen Brief?





LearningApps

Suche nach weiteren passenden Aufgaben. Der folgende Link ist eine Themensuche, keine Behauptung über eine bereits geprüfte Einzelaufgabe.


Lückentext

Ergänze die Fachwörter. Nutze bei Bedarf den Ausgangstext und die Sprachhilfen.

Vervollständige den Text.
Martin Opitz lebte in der Epoche des

.
Der Erstdruck des Gedichts erschien im Jahr

.
Das Gedicht hat insgesamt 28

.
Die Verse sind auf sieben

verteilt.
Am Anfang steht ein dringender

.
Das Bild der schwarzen Nacht kann für fehlende

stehen.
Der ersehnte Tag lässt sich als Zeichen der

deuten.
Das Bild der hellen Waffen des Lichts ist eine

.
Viele Verse sind durch einen

verbunden.
Die sprechende Stimme ist nicht automatisch mit dem

gleichzusetzen.
Die Quellfassung wurde mit dem TextGrid-Repository

.
Die moderne Lesefassung ist eine sprachliche

.




Offene Aufgaben

Wichtig: Alle folgenden Aufgaben sind offen. Deine Texte, Bilder, Gespräche und Projekte werden nicht automatisch bewertet. Begründe Deine Entscheidungen mit dem Originaltext.


Leicht

  1. Wörterbuch gestalten: Suche fünf alte Wörter aus dem Gedicht. Schreibe zu jedem Wort eine einfache Erklärung und die Versnummer. Hilfe: Beginne mit V. 2, 5, 17, 19 und 24.
  2. Strophe umschreiben: Übertrage die Verse 1–4 selbst in heutiges Deutsch. Hilfe: Formuliere jeden Vers als eigenen kurzen Satz.
  3. Licht-und-Dunkel-Collage: Gestalte mit vorhandenen Bildern oder eigenen Zeichnungen eine Collage zu Nacht und Tag. Erkläre in drei Sätzen, wie sie zu V. 9–12 passt. Hilfe: Nutze die Wörter Hoffnung und Veränderung.
  4. Lesung vorbereiten: Lies eine Strophe laut vor und markiere Betonungen und Pausen. Hilfe: Achte besonders auf die Aufforderungen.


Standard

  1. Analyseabsatz schreiben: Untersuche den Gegensatz von Nacht und Tag in einem Absatz von etwa 100 Wörtern. Verwende zwei Versbelege. Hilfe: Beschreibe zuerst, deute danach.
  2. Interview mit der Textstimme: Schreibe fünf Fragen an die sprechende Stimme und passende Antworten aus ihrer Sicht. Hilfe: Nutze V. 3, 15, 19, 24 und 25.
  3. Zwei Fassungen vergleichen: Vergleiche vier Originalverse mit der modernen Lesefassung. Welche alten Wörter wurden erklärt und wo verändert sich der Ton? Hilfe: Trenne wörtliche Aussage und Übertragungsentscheidung.
  4. Audio-Beitrag planen: Erstelle ein kurzes Skript für einen Podcast über die Botschaft des Gedichts. Ein eigener Audiobeitrag ist freiwillig; ein Skript reicht aus. Hilfe: Baue zwei Originalzitate ein.


Schwer

  1. Bibelvergleich: Vergleiche Römer 13,11–14 mit Opitz' Gedicht. Untersuche zwei gemeinsame Bilder und einen Unterschied. Hilfe: Markiere Erwachen, Nacht, Tag und Licht.
  2. Aktualität erörtern: Diskutiere, ob der Aufruf zu Maß und Selbstkontrolle heute noch sinnvoll sein kann. Beziehe mindestens zwei Verse ein und nenne eine Gegenposition. Hilfe: Unterscheide die religiöse Botschaft von Deiner eigenen Sicht.
  3. Quellen kritisch vergleichen: Erkläre den Unterschied zwischen Erstdruck 1628, Textausgabe 1889 und heutiger Lesefassung. Erstelle dazu eine kleine Quellenübersicht. Hilfe: Frage: Wer schrieb, wer gab heraus, wer übertrug?
  4. Eigener Weckruf: Schreibe ein achtzeiliges Gedicht zum Thema Verantwortung heute. Verwende zwei Aufforderungen und ein eigenes sprachliches Bild. Erläutere anschließend, wie Du Dich von Opitz anregen ließest. Hilfe: Übernimm keine ganze Strophe.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Diese Aufgaben prüfen das Verstehen, Vergleichen und Übertragen. Sie sind offen und ohne automatische Bewertung.

  1. Deutung mit Belegen: Erkläre, weshalb „Schlaf“ in V. 5 mehr als körperliche Müdigkeit bedeuten kann. Beziehe zwei weitere Verse ein.
  2. Bildsprache übertragen: Übertrage das Bild der „hellen Waffen“ in einen heutigen, friedlichen Alltag. Erkläre, was dabei von der ursprünglichen Bedeutung erhalten bleibt.
  3. Stimme und Autor unterscheiden: Beurteile die Aussage „Martin Opitz gibt in Vers 20 seine eigenen Fehler zu“. Erkläre, was der Text belegt und was nicht.
  4. Übertragung beurteilen: Wähle zwei Stellen, an denen die moderne Lesefassung eine Entscheidung treffen musste. Bewerte, was verständlicher und was weniger genau wird.
  5. Historische Wirkung verstehen: Vergleiche zwei mögliche Lesesituationen: ein gesungenes Adventslied in einer Gemeinschaft und die heutige stille Lektüre im Unterricht. Was verändert sich?
  6. Eigene Stellungnahme: Ist die Botschaft des Gedichts eher Trost, Warnung oder beides? Begründe Deine Antwort mit mindestens drei Versbelegen.


Lernnachweis

Für einen gelungenen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:

  1. den Inhalt der sieben Strophen verständlich zusammenfassen kannst.
  2. die Quellen unterscheiden kannst: Erstdruck 1628, Textausgabe 1889 und moderne Lesefassung.
  3. Autor und sprechende Stimme nicht verwechselst.
  4. Form und Sprache mit Versnummern und kurzen Zitaten untersuchen kannst.
  5. mindestens zwei Bilder erkennst und nachvollziehbar deutest.
  6. eine eigene Deutung mit Textbelegen und einer begründeten Schlussfolgerung formulierst.
  7. die Botschaft auf eine heutige Situation übertragen und kritisch betrachten kannst.

Möglicher Lernnachweis: Verfasse eine Gedichtanalyse von ungefähr 250–350 Wörtern. Nutze mindestens drei Versbelege und kennzeichne jede eigene Interpretation als Deutung. Die Lehrkraft oder eine Lerngruppe kann dazu Rückmeldung geben.




OERs zum Thema

Wikipedia – Martin Opitz:

Frei zugängliche Textgrundlagen:

  1. Zeno.org: Ausgangspunkt „1. Am Ersten Advent“
  2. TextGrid Repository: Wortlaut des Gedichts
  3. TextGrid Repository: Editionsangaben zu 1889 und Erstdruck 1628
  4. Römer 13: biblischer Vergleichstext

Hinweis: Ein kostenlos zugänglicher Text oder ein YouTube-Video ist nicht automatisch unter einer freien Lizenz verfügbar. Beachte beim Weiterverwenden stets die Rechteangaben der jeweiligen Quelle.


Quellen, Medienrechte und Namensnennung

Historischer Text: Martin Opitz, „1. Am Ersten Advent“, Erstdruck in „Die Episteln der Sontage und fürnembsten Fest deß gantzen Jahrs“, Breslau/Leipzig 1628. Verwendete digitale Quellfassung: TextGrid. Editionsangabe: Ausgabe Berlin/Stuttgart 1889. Der historische Gedichttext ist gemeinfrei. TextGrid stellt seinen annotierten digitalen Datenbestand unter CC BY 3.0 DE mit Namensnennung von TextGrid beziehungsweise editura.de bereit.

Lesefassung: Für diesen aiMOOC neu erstellte sinngemäße Übertragung in einfache Sprache, 2026. Keine historische Ausgabe und kein Originalwortlaut von Opitz.

Wikimedia Commons – verwendete Medien:

  1. Adventskranz: Eugenio Hansen, OFS, „Advent wreath 01.jpg“, Commons-Dateiseite, CC BY-SA 3.0. Unverändert eingebunden.
  2. Opitz-Porträt: Bartholomäus Strobel, „Painting of Martin Opitz by Bartholomäus Strobel.jpg“, Commons-Dateiseite, gemeinfrei. Unverändert eingebunden.
  3. Historischer Psalter: Titelblatt von 1539, „Psautier huguenot title 1539.jpg“, Commons-Dateiseite, gemeinfrei. Vergleichsbild, nicht aus Opitz' Ausgabe.
  4. Psalmnoten: „Old100.png“, Melodie aus der Genfer Psalter-Tradition, Notensatz nach einer älteren gemeinfreien Melodie, Commons-Dateiseite, gemeinfrei. Psalm 100, nicht Psalm 9.
  5. Sonnenaufgang als Video: JezWegierski, „Sunrise masada.ogv“, Commons-Dateiseite, CC BY-SA 3.0. Unverändert eingebunden.
  6. Tag-Nacht-Animation: © Eugene Alvin Villar, 2020, „Cahill–Concialdi projection (Natural Earth I) day-night animation at June solstice.gif“, Commons-Dateiseite, CC BY-SA 4.0. Unverändert eingebunden.
  7. Cembaloaufnahme: Musik von Johann Jakob Froberger, Aufnahme Richard D Siegel, „Froberger Tombeau de Monsieur de Blancheroche.ogg“, Commons-Dateiseite, CC BY-SA 4.0. Unverändert eingebunden.

YouTube-Videos: Die eingebetteten Videos stammen von den genannten Kanälen Studyflix und MOOCit. Die Videos werden nur über ihre YouTube-Links eingebunden; es wird keine freie Nachnutzungslizenz behauptet. Es handelt sich um ergänzende Lernmedien und nicht um nachgewiesene Originalaufnahmen von Opitz' Adventslied.

Medienprüfung: Alle hier angegebenen Commons-Dateien sind über ihre Dateiseiten mit Urheberangabe und Lizenz auffindbar. Bilder, Audio und Animationen wurden nicht eigens für diesen aiMOOC erzeugt.




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