Zum Inhalt springen

Altes Fieber - Die Toten Hosen

Aus MOOCsWiki Staging
aiMOOC-Siegel

Altes Fieber - Die Toten Hosen




Einleitung

„Altes Fieber“ von Die Toten Hosen erschien zunächst am 4. Mai 2012 auf dem Album Ballast der Republik und am 5. Oktober 2012 als zweite Singleauskopplung. Die Musik stammt von Michael „Breiti“ Breitkopf und Andreas „Andi“ Meurer, den Text schrieb Campino.[1][2]

Der Song lässt sich als hymnisch angelegter Punkrock- und Rocksong über Erinnerung, Freundschaft und die eigene Bandgeschichte untersuchen. Persönliche Rückblicke werden mit einem Refrain verbunden, der auf gemeinschaftliches Mitsingen ausgerichtet ist. Gerade dadurch eignet sich das Stück für eine Verbindung von Songanalyse, Liedtextanalyse, Punkrock, Musik und Erinnerung, Live-Musik und Urheberrecht.

Die Toten Hosen 2013. Foto: Michael Schilling, Bearbeitung: Parzi, Wikimedia Commons, CC BY 3.0.

Dieser aiMOOC verwendet keinen vollständigen Songtext und keine vollständige Partitur. Kurze Textzitate dienen ausschließlich der Analyse. Die mit der MediaWiki-Erweiterung Score notierten Beispiele sind selbst erstellte didaktische Modelle und keine Transkriptionen der Originalmelodie.


Lernziele

Nach der Arbeit mit diesem aiMOOC kannst Du die Entstehung von „Altes Fieber“ in den Kontext des 30-jährigen Bandjubiläums einordnen, zentrale Themen des Textes erläutern, musikalische Mittel eines hymnischen Punkrock-Songs untersuchen, Studio- und Live-Wirkung vergleichen und zwischen urheberrechtlich geschütztem Originalmaterial und frei lizenzierten beziehungsweise selbst erstellten Lernmedien unterscheiden.


Entstehung und Veröffentlichung

Das Album Ballast der Republik erschien am 4. Mai 2012, ziemlich genau drei Jahrzehnte nach den frühen Auftritten der 1982 gegründeten Band. Die Band beschrieb das Album selbst als Werk, das zu den eigenen Wurzeln stehen und zugleich nach vorn schauen sollte.[3] Damit ist „Altes Fieber“ von Anfang an in einen Jubiläumszusammenhang eingebettet: Die Gruppe blickt zurück, ohne den Rückblick als bloßes Ende zu inszenieren.

Ein besonders aufschlussreicher Hinweis zur Entstehung stammt aus einem auf der Bandwebsite veröffentlichten Gespräch mit dem Journalisten Philipp Oehmke. Dort wird geschildert, Produzent Vincent Sorg habe angeregt, die Bauweise eines früheren großen Hosen-Songs analytisch auseinanderzunehmen. Aus diesem Arbeitsprozess sei schließlich „Altes Fieber“ hervorgegangen, obwohl das neue Stück klanglich keineswegs einfach eine Kopie des älteren Songs sei.[4] Für die Analyse ist das wichtig: Selbstreflexion findet nicht nur im Text statt, sondern bereits im Kompositionsprozess.

Die Single erschien am 5. Oktober 2012 und enthielt neben dem Titelsong vier weitere Stücke.[2] Die Albumfassung dauert ungefähr dreieinhalb Minuten; ein veröffentlichter Chorsatz nennt als Orientierungswert ein Rocktempo von etwa 130 Viertelschlägen pro Minute.[5]

Campino bei einem Konzert im Dezember 2012. Foto: Armin Kübelbeck, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0.


Das offizielle Musikvideo

Das offizielle Musikvideo wurde am Tag der Singleveröffentlichung veröffentlicht. Regie führte Johannes Grebert.[6] Grebert erinnerte sich später, Rhythmus und leichte Melancholie des Songs hätten ihn auf die Idee gebracht, die Band in eine Westernwelt zu versetzen. Die Band nahm dieses Konzept an.[7]

Medienhinweis: Offizielles Musikvideo auf dem offiziellen Artist Channel von Die Toten Hosen. Das Video ist urheberrechtlich geschützt und wird hier lediglich über den offiziellen YouTube-Player eingebettet.

Die Westernhandlung illustriert den Text nicht wörtlich. Gerade diese Distanz eröffnet eine produktive Analysefrage: Warum kann ein fiktionales Genrevideo zu einem autobiografisch wirkenden Erinnerungsstück passen? Möglich ist etwa die Deutung, dass Westernmotive wie Weggemeinschaft, Verlust, Loyalität, Gefahr und Überleben auf einer bildlichen Ebene ähnliche Themen aufrufen wie der Song.


Inhaltserschließung


Erinnerung als gemeinschaftlicher Vorgang

Der Text beginnt mit Gegenständen und Medien, die Erinnerungen auslösen: alte Kisten, Geschichten, Fotos und Musik. Erinnerung erscheint damit nicht als rein innerer Vorgang. Sie wird durch Dinge, Orte, Klänge und gemeinsam geteilte Erfahrungen aktiviert.

Besonders wichtig ist das Motiv der „dieselben Lieder“. Musik fungiert als Erinnerungsmedium. Ein alter Song kann eine vergangene Situation plötzlich wieder gegenwärtig erscheinen lassen. Psychologisch lässt sich das als Verbindung von autobiografischem Gedächtnis und musikalischem Reiz untersuchen.


Freundschaft und Zugehörigkeit

Die erzählende Stimme bewegt sich nicht nur in die Vergangenheit, sondern sucht einen vertrauten Ort und vertraute Menschen auf. Daraus entsteht ein Gefühl von Zugehörigkeit. Das zentrale „Wir“ des Liedes umfasst Freundschaft, Bandgemeinschaft und möglicherweise auch ein größeres Umfeld aus Weggefährten und Publikum.

Die Formulierung „wenn wir zusammen sind“ verdichtet diese Idee. Das namensgebende „dieses alte Fieber“ steht sinngemäß für eine Begeisterung, die durch das Wiedersehen und die gemeinsame Musik erneut ausgelöst wird.


Verlust und Erinnerung an Abwesende

Der Song bleibt nicht bei angenehmer Nostalgie. Er erinnert auch an Menschen, die nicht mehr dabei sind. Dadurch erhält das Feiern eine zweite Ebene: Gemeinschaft bedeutet nicht nur Gegenwart, sondern auch das Bewahren von Erinnerung an Verstorbene oder verlorene Weggefährten. Die Stimmung verbindet deshalb Energie mit Melancholie.


Selbstreflexion einer langjährigen Band

2012 existierten Die Toten Hosen seit rund drei Jahrzehnten. In diesem Kontext kann „Altes Fieber“ als Meta-Song über das eigene Weiterbestehen verstanden werden. Die Band macht ihre eigene Geschichte zum Thema: alte Musik, alte Geschichten, frühere Höhen und Tiefen und die Frage, warum die gemeinsame Begeisterung noch immer funktioniert.

Diese Selbstreflexion ist nicht identisch mit Selbstverherrlichung. Der Text enthält neben Stolz auch Vergänglichkeit, Verluste und das Bewusstsein dafür, dass eine lange gemeinsame Geschichte nicht selbstverständlich ist.

Campino bei einem Konzert 2009 in Jonschwil. Foto: Poiseon Bild & Text, Wikimedia Commons, CC BY 2.0.


Musikalische Analyse


Besetzung und Klangbild

Die für Die Toten Hosen typische Rockbesetzung prägt auch „Altes Fieber“: Leadgesang, zwei E-Gitarren, E-Bass und Schlagzeug. Auf dem Album sind Campino als Sänger, Andreas von Holst und Michael Breitkopf an den Gitarren, Andreas Meurer am Bass und Vom Ritchie am Schlagzeug genannt.[8]

Gitarrist Andreas von Holst 2012. Foto: Armin Kübelbeck, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0.

Gitarrist und Mitkomponist Michael Breitkopf 2012. Foto: Armin Kübelbeck, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0.

Bassist und Mitkomponist Andreas Meurer 2012. Foto: Armin Kübelbeck, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0.

Schlagzeuger Vom Ritchie 2012. Foto: Armin Kübelbeck, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0.

Das Klangbild ist auf Vorwärtsbewegung, klare rhythmische Orientierung und einen breiten Refrain ausgerichtet. Verzerrte Gitarren verdichten den Bandsound, Bass und Schlagzeug stabilisieren den Puls, während der Gesang im Refrain stärker gemeinschaftlich wirkt. Diese Kombination ist für hymnischen Punkrock besonders geeignet: musikalische Komplexität steht nicht im Vordergrund, sondern Direktheit, Energie und Wiedererkennbarkeit.


Metrum, Tempo und Puls

Ein autorisierter Chorsatz kennzeichnet das Stück als Rock im 4/4-Takt mit ungefähr 130 Viertelschlägen pro Minute.[5] Das unterstützt einen zügigen, aber noch gut mitsingbaren Charakter.

Das folgende Score-Beispiel zeigt nur einen selbst erstellten neutralen 4/4-Puls. Es ist keine Passage aus „Altes Fieber“.


\relative c' {
  \time 4/4
  \tempo 4 = 130
  c4 c c c |
  c4 c c c |
}

Ein gleichmäßig wahrnehmbarer Puls erleichtert körperliche Beteiligung: Klatschen, Springen, Mitwippen oder gemeinsames Singen können sich an klaren metrischen Schwerpunkten orientieren.


Gitarrenrhythmus und harmonische Energie

Punkrock arbeitet häufig mit kurzen harmonischen Einheiten, regelmäßigen Wechseln und dichtem Anschlag. Entscheidend ist dabei weniger eine komplizierte Akkordfolge als die rhythmische Geschlossenheit der Band.

Das nächste Beispiel ist eine frei erfundene Übung mit acht gleichmäßigen Achteln pro Takt. Die Tonhöhen und Akkordbewegungen stammen nicht aus dem Originalsong.


\relative c' {
  \key c \major
  \time 4/4
  \tempo 4 = 130
  c8 c c c c c c c |
  f8 f f f f f f f |
  g8 g g g g g g g |
  c8 c c c c c c c |
}

Du kannst daran hören, wie ein regelmäßiger Achtelpuls selbst mit sehr einfachem Tonmaterial Energie erzeugt. Übertrage diese Beobachtung anschließend auf das Original: Achte darauf, wann die Gitarren dichter wirken und wann sie dem Gesang mehr Raum lassen.


Form und Steigerung

Beim Hören lässt sich der Song als Wechsel von erzählenden Abschnitten und wiederkehrenden, zunehmend gemeinschaftlich wirkenden Refrainpassagen erfassen. Die Strophen transportieren konkrete Erinnerungsbilder. Wiederkehrende Zeilen bündeln diese Bilder zu einem allgemeinen Gedanken über Musik und Zeit. Der zentrale Refrain verdichtet schließlich das titelgebende „Fieber“ zu einer leicht wiederholbaren Aussage.

Typisch für die Wirkung ist die Steigerung durch Wiederholung: Wenn eine Refrainidee erneut erscheint, ist ihr Inhalt bereits bekannt. Das Publikum muss nicht mehr verstehen, was kommt, sondern kann aktiv teilnehmen.

Das folgende Score-Beispiel modelliert eine selbst erfundene Call-and-Response-Idee, wie sie für gemeinschaftliches Singen geeignet sein kann. Es ist keine Originalmelodie.


\relative c' {
  \key c \major
  \time 4/4
  \tempo 4 = 130
  c4 e g2 |
  r2 g4 g |
  a4 g e2 |
  d4 e c2 |
}


Gesang und Mitsingrefrain

Campinos Gesang verbindet deutliche Textartikulation mit rauer Rockstimme. Für die hymnische Wirkung ist wichtig, dass der Refrain nicht nur als solistische Demonstration funktioniert. Seine kurzen, wiederholbaren Kerngedanken und der regelmäßige Puls erleichtern das Mitsingen.

Ein Mitsingrefrain entsteht also nicht allein dadurch, dass viele Stimmen aufgenommen werden. Er beruht auf mehreren Faktoren:

  1. Wiederholung: zentrale Text- und Melodieideen kehren wieder.
  2. Rhythmus: die Phrasen liegen deutlich im Puls.
  3. Sprachrhythmus: Schlüsselwörter lassen sich leicht gemeinsam artikulieren.
  4. Dynamik: die Begleitung kann im Refrain dichter und breiter wirken.
  5. Gemeinschaft: der Inhalt selbst handelt vom Zusammensein und verstärkt dadurch die musikalische Beteiligung.


Live-Wirkung

Die offizielle Livefassung aus dem Album Der Krach der Republik dokumentiert, wie der Song aus dem Studiokontext auf die Konzertbühne übertragen wird.[9]

Medienhinweis: Offizielle Liveaufnahme auf dem offiziellen Artist Channel. Das Video bleibt urheberrechtlich geschützt und wird nur eingebettet.

Beim Vergleich mit der Studiofassung kannst Du besonders auf fünf Aspekte achten:

  1. Publikumsbeteiligung: An welchen Stellen ist gemeinsames Singen möglich oder hörbar?
  2. Dynamik: Wirken Refrains live stärker zugespitzt?
  3. Tempoempfinden: Fühlt sich die Livefassung trotz ähnlichem Grundpuls dringlicher an?
  4. Raumklang: Wie verändern Hall, Publikumsgeräusche und Bühnenlautstärke den Gesamteindruck?
  5. Kommunikation: Wie steuern Stimme, Gestik und Wiederholung die Aufmerksamkeit des Publikums?

Die Live-Wirkung passt besonders gut zum Inhalt des Songs: Ein Lied über gemeinsame Erinnerungen wird vor einer real versammelten Gemeinschaft aufgeführt. Inhalt und Aufführungssituation spiegeln sich dadurch gegenseitig.


Das Musikvideo als zweite Bedeutungsebene

Der Westernstil des offiziellen Videos ist keine historische Dokumentation der Bandgeschichte. Er schafft eine eigenständige Erzählwelt. Regisseur Johannes Grebert erklärte, dass ihn Rhythmus und Melancholie des Songs an einen Western denken ließen.[7]

Für eine Musikvideoanalyse ist deshalb zwischen drei Ebenen zu unterscheiden:

  1. Liedtext: Erinnern, Freundschaft, Verlust und Wiederbegegnung.
  2. Musik: treibender Punkrock, Steigerung und gemeinschaftlicher Refrain.
  3. Bild: fiktionale Westernhandlung mit filmischen Rollen, Konflikten und Genrezeichen.

Spannend ist gerade, dass diese Ebenen nicht dasselbe erzählen. Das Video erweitert den Song, anstatt ihn bloß zu bebildern.


Erinnerung, Nostalgie und Gegenwart

„Altes Fieber“ ist kein Lied, das ausschließlich behauptet, früher sei alles besser gewesen. Die Erinnerung wird aus einer gegenwärtigen Situation heraus aktiviert. Das „alte Fieber“ ist deshalb nicht nur Vergangenheit: Es beschreibt etwas Vergangenes, das in der Gegenwart erneut wirksam wird.

Damit eignet sich das Lied für eine Unterscheidung von Nostalgie und Erinnerungskultur:

  1. Nostalgie kann Vergangenheit emotional idealisieren.
  2. Erinnerung kann zugleich schöne und schwierige Erfahrungen enthalten.
  3. Gemeinschaftliches Erinnern entsteht, wenn mehrere Menschen Erlebnisse, Orte, Bilder oder Musik miteinander verbinden.
  4. Musik als Erinnerungsmedium kann vergangene Situationen besonders unmittelbar wieder hervorrufen.


Urheberrecht und rechtssichere Mediennutzung

Bei populärer Musik sind Songtext, Komposition, Tonaufnahme, Musikvideo und professionelle Notenausgaben in der Regel urheberrechtlich geschützt. Deshalb enthält dieser aiMOOC weder den vollständigen Liedtext noch eine vollständige Melodie- oder Akkordtranskription.

Die verwendeten Medien haben unterschiedliche Rechtslagen:

  1. Wikimedia Commons: Die eingebundenen Fotos sind unter freien Creative-Commons-Lizenzen veröffentlicht. Die konkrete Lizenz und Namensnennung ist jeweils an der Datei angegeben.
  2. YouTube: Die beiden Videos stammen vom offiziellen Artist Channel und werden nur eingebettet. Dadurch werden keine eigenen Kopien des Videos im aiMOOC bereitgestellt.
  3. Extension:Score: Die drei Notenbeispiele wurden eigens für diesen aiMOOC geschaffen. Sie illustrieren nur allgemeine musikalische Prinzipien.
  4. Zitatrecht: Aus dem Songtext werden nur sehr kurze Textteile verwendet und unmittelbar analysiert.
  5. OER: Frei lizenzierte Bilder und selbst erstellte Lernmaterialien können – unter Beachtung ihrer jeweiligen Lizenz – offen weiterverwendet werden.


Hör- und Analyseauftrag

Höre zuerst die Studiofassung im offiziellen Musikvideo und danach die Livefassung. Notiere anschließend in einer Tabelle Beobachtungen zu Strophe, Refrain, Instrumentierung, Dynamik, Stimme, Publikum und Gesamteindruck. Formuliere zu jeder Beobachtung eine Wirkungshypothese. Beispiel: „Der Refrain wird stärker wiederholt; dadurch kann sich das Publikum schneller beteiligen.“

Achte darauf, Beobachtung und Deutung zu trennen. „Mehrere Stimmen sind zu hören“ ist eine Beobachtung. „Dadurch entsteht Gemeinschaftsgefühl“ ist eine Interpretation, die Du mit weiteren Merkmalen begründen solltest.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Auf welchem Album erschien „Altes Fieber“ zuerst? (Ballast der Republik) (!Auswärtsspiel) (!Opel-Gang) (!Laune der Natur)




Wer schrieb den Text von „Altes Fieber“? (Campino) (!Vom Ritchie) (!Vincent Sorg) (!Johannes Grebert)




Wer komponierte die Musik zu „Altes Fieber“? (Michael Breitkopf und Andreas Meurer) (!Campino und Vom Ritchie) (!Vincent Sorg und Tobias Kuhn) (!Johannes Grebert und Michael Schilling)




Welches Thema steht im Zentrum des Songs? (Gemeinsame Erinnerungen und fortdauernde Verbundenheit) (!Eine Reise durch den Wilden Westen) (!Eine Anleitung zum Gitarrenspiel) (!Eine politische Wahlkampfrede)




Welche Funktion hat der wiederkehrende Refrain besonders? (Er bündelt den Song zu einer leicht mitsingbaren Gemeinschaftsaussage) (!Er ersetzt das Schlagzeug vollständig) (!Er macht den Song zu einem Instrumentalstück) (!Er erklärt die Lizenz der Fotos)




In welchem Takt lässt sich der Grundpuls des Songs beschreiben? (Viertakt mit vier Schlägen) (!Dreitakt mit drei Schlägen) (!Freier Takt ohne Puls) (!Fünftakt mit fünf Schlägen)




Welches Instrument gehört zur Kernbesetzung der Band? (E-Bass) (!Harfe) (!Fagott) (!Cembalo)




Welche Bildwelt verwendet das offizielle Musikvideo? (Western) (!Science-Fiction) (!Unterwasserfilm) (!Stummfilm über Raumfahrt)




Warum werden im aiMOOC nur kurze Liedtextzitate verwendet? (Weil der vollständige Songtext urheberrechtlich geschützt ist) (!Weil der Song keinen Text besitzt) (!Weil nur Instrumentalmusik analysiert werden darf) (!Weil Wikipedia Liedtexte grundsätzlich verbietet)




Was zeigen die Score-Beispiele in diesem aiMOOC? (Selbst erstellte Analysemodelle) (!Die vollständige Originalmelodie) (!Die originale Studiopartitur) (!Eine unveränderte Chorpartitur)





Memory

Campino Textautor
Breitkopf Mitkomponist
Meurer Bassist
Grebert Videoregisseur
Refrain Mitsingmoment
Nostalgie Rückblickgefühl





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Mitsingrefrain Gemeinschaftliche Wirkung
Strophe Erzählerische Erinnerungsbilder
Schlagzeug Stabiler Rockpuls
Westernvideo Eigenständige Bildebene
Score-Beispiel Selbst erstelltes Analysemodell






Kreuzworträtsel

Nostalgie Wie heißt ein gefühlsbetonter Rückblick auf Vergangenes?
Freundschaft Welches Beziehungsthema prägt den Song besonders?
Campino Wer schrieb den Liedtext?
Refrain Welcher Songteil lädt besonders zum Mitsingen ein?
Punkrock Welchem musikalischen Stil ist die Band eng verbunden?
Western Welches Filmgenre prägt das offizielle Musikvideo?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
„Altes Fieber“ erschien 2012 auf dem Album

.
Der Text stammt von

.
Die Musik komponierten Michael Breitkopf und Andreas

.
Ein zentrales Thema des Songs ist gemeinschaftliche

.
Die wiederkehrenden Songteile unterstützen die Wirkung als

.
Der Grundpuls steht im

.
Das offizielle Musikvideo nutzt eine

-Bildwelt.
In der Livefassung wird die Beziehung zwischen Band und

besonders deutlich.
Die Score-Beispiele des aiMOOC sind bewusst

.
Wikimedia-Commons-Fotos können unter Beachtung ihrer jeweiligen

weiterverwendet werden.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Hörprotokoll: Höre Studio- und Livefassung und notiere jeweils fünf hörbare Unterschiede.
  2. Erinnerungsgegenstand: Wähle einen Gegenstand, ein Foto oder ein Musikstück, das bei Dir Erinnerungen auslöst, und beschreibe den Mechanismus ohne private Details preiszugeben.
  3. Musikvideoanalyse: Sammle zehn typische Westernzeichen aus dem offiziellen Video und ordne sie Bild, Handlung oder Ausstattung zu.
  4. Refrain: Erfinde einen eigenen vierzeiligen Mitsingrefrain über Freundschaft, ohne Text oder Melodie des Originals zu übernehmen.


Standard

  1. Songanalyse: Erstelle eine Formskizze der Studioaufnahme und markiere Strophen, wiederkehrende Passagen und Steigerungen.
  2. Live-Musik: Vergleiche die Funktion von Gesang, Publikum und Dynamik in Studio- und Livefassung in einem kurzen Analysevideo oder Podcast.
  3. Extension:Score: Komponiere in Score einen eigenen viertaktigen 4/4-Rhythmus bei ungefähr 130 Schlägen pro Minute und erkläre seine Wirkung.
  4. Erinnerungskultur: Untersuche, wie Musik in Familien, Freundeskreisen oder Jugendkulturen Erinnerungen speichert, und präsentiere drei Beispiele.


Schwer

  1. Intertextualität: Untersuche die Aussage aus dem Oehmke-Interview zur kompositorischen Auseinandersetzung mit einem älteren Hosen-Song und erkläre, wie aus Analyse Neues entstehen kann.
  2. Musikproduktion: Entwirf einen Produktionsplan für einen eigenen hymnischen Punkrock-Song mit Strophe, Steigerung und Mitsingrefrain, ohne geschütztes Material zu übernehmen.
  3. Urheberrecht: Erstelle einen Leitfaden für eine Schulklasse, der zwischen Zitat, Einbettung, freier Lizenz, eigener Komposition und unerlaubter Kopie unterscheidet.
  4. Medienvergleich: Entwickle eine multimediale Präsentation darüber, wie Text, Studioklang, Liveaufführung und Musikvideo vier unterschiedliche Bedeutungsebenen desselben Songs erzeugen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Erinnerung und Musik: Erkläre an einem selbst gewählten Beispiel, wie ein musikalischer Reiz Erinnerungen aktivieren kann, und übertrage das Modell auf „Altes Fieber“.
  2. Form und Wirkung: Begründe, warum Wiederholung in einem Konzert gleichzeitig musikalische Struktur und soziale Beteiligung erzeugen kann.
  3. Studio und Live: Entwickle drei Kriterien, mit denen sich Studio- und Livefassung fair vergleichen lassen, und wende sie begründet an.
  4. Text und Video: Zeige, wie das Westernvideo den Song erweitert, obwohl es den Liedtext nicht wörtlich nacherzählt.
  5. Bandgeschichte: Erkläre, warum das 30-jährige Jubiläumsumfeld für die Selbstreflexion des Songs bedeutsam ist, ohne den Text nur nachzuerzählen.
  6. Urheberrecht und OER: Plane eine eigene digitale Lernseite zum Song und entscheide für jedes vorgesehene Medium, ob Du es frei lizenzieren, zitieren, einbetten oder neu erstellen würdest.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Fakten aufzählst, sondern musikalische und inhaltliche Zusammenhänge begründest.

  1. Du kannst Veröffentlichung, Autoren und Albumkontext korrekt einordnen.
  2. Du kannst Erinnerung, Freundschaft, Verlust und Selbstreflexion als zentrale Themen erläutern.
  3. Du kannst Strophe, wiederkehrende Refrainpassagen, Puls, Instrumentierung und Dynamik in ihrer Wirkung beschreiben.
  4. Du kannst die Studiofassung mit einer Livefassung anhand selbst gewählter Kriterien vergleichen.
  5. Du kannst das Westernvideo als eigenständige Bedeutungsebene analysieren.
  6. Du kannst erklären, warum ein Mitsingrefrain musikalisch und sozial funktioniert.
  7. Du kannst zwischen geschütztem Originalmaterial, kurzem Zitat, offizieller Einbettung, freier Commons-Lizenz und selbst erstelltem Score unterscheiden.
  8. Du kannst eigene Analyseergebnisse mit konkreten Hör- oder Bildbeobachtungen belegen.




OERs zum Thema

Der Wikipedia-Artikel zum Album bietet Kontext zu Veröffentlichung, Besetzung und Produktion:

Der Wikipedia-Artikel zur Band bietet einen Überblick zur Bandgeschichte:


Quellen und Mediennachweise

  1. Die Toten Hosen – offizielle Website: Diskografieeinträge „Altes Fieber“ und „Ballast der Republik“; Angaben zu Veröffentlichung, Autoren, Produktion und Versionen.
  2. Die Toten Hosen – offizieller Artist Channel auf YouTube: offizielles Musikvideo „Altes Fieber“ vom 5. Oktober 2012 sowie offizielle Livefassung aus dem Umfeld von Der Krach der Republik.
  3. Die Toten Hosen – Interview mit Philipp Oehmke: Hintergrund zur Entstehung des Songs und zur bewussten Auseinandersetzung mit der eigenen musikalischen Vergangenheit.
  4. Die Toten Hosen – Interview mit Johannes Grebert: Entstehung des Westernkonzepts für das Musikvideo.
  5. Wikipedia: „Ballast der Republik“ und „Die Toten Hosen“ für Album- und Bandkontext.
  6. Arrangement Verlag: autorisierte Probepartitur mit Tempo- und Taktangabe; hier ausschließlich als Informationsquelle genutzt, nicht reproduziert.
  7. Wikimedia Commons: „Die-Toten-Hosen 2013.jpg“, „Campino 04.jpg“, „Die Toten Hosen 1.jpg“, „Andreas von Holst 01.jpg“, „Michael Breitkopf 02.jpg“, „Andreas Meurer 01.jpg“ und „Vom Ritchie 01.jpg“; jeweilige Creative-Commons-Lizenzen stehen auf den Dateibeschreibungsseiten.
  1. Die Toten Hosen: Offizieller Diskografieeintrag „Altes Fieber“, mit Erstveröffentlichung, Komposition und Textautor.
  2. 2,0 2,1 Die Toten Hosen: Offizieller Diskografieeintrag zur Single „Altes Fieber“, Veröffentlichung 5. Oktober 2012.
  3. Die Toten Hosen: Offizieller Diskografieeintrag „Ballast der Republik“, Veröffentlichung 4. Mai 2012; Produktion Vincent Sorg und Tobias Kuhn.
  4. Die Toten Hosen: Interview mit Philipp Oehmke über Bandgeschichte und die Entstehung von „Altes Fieber“.
  5. 5,0 5,1 Arrangement Verlag: autorisierte Probepartitur „Altes Fieber“, Tempoangabe Rock, Viertel = 130. Die Partitur wird hier nicht reproduziert.
  6. Die Toten Hosen: Offizielle Videoseite „Altes Fieber“, 5. Oktober 2012.
  7. 7,0 7,1 Die Toten Hosen: Interview mit Regisseur Johannes Grebert über die Entstehung des Western-Konzepts für „Altes Fieber“.
  8. Wikipedia: Artikel „Ballast der Republik“, Besetzung und Veröffentlichungsdaten.
  9. Die Toten Hosen: „Altes Fieber (Live)“, offizielles Video; Liveveröffentlichung 2013.


Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte

MOOCwiki · Deutsch

Nach dem Lernen ist vor dem Lernen

Entdecke direkt den nächsten Lernkurs. Weitere Inhalte erscheinen, wenn Du weiter nach unten scrollst.

Zur MOOCwiki-Hauptseite
Inhalte werden geladen ...

Mediathek wird aus dem Wiki geladen ...