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Alles steht Kopf

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Alles steht Kopf




Alles steht Kopf

Zielgruppe: Kinder ab 6 Jahren

In diesem aiMOOC lernst Du die fünf Gefühle Freude, Kummer, Angst, Wut und Ekel kennen. Du übst, Gefühle bei Dir und anderen zu erkennen, sie mit Worten zu benennen und gute Wege zu finden, mit starken Gefühlen umzugehen. Der Film Alles steht Kopf hilft dabei mit einer besonderen Idee: Gefühle werden zu Figuren, die in Rileys Kopf miteinander sprechen und handeln.

Wichtig: Diese Figuren sind ein vereinfachtes Film-Modell innerer Vorgänge. In einem echten Kopf sitzen keine fünf Gefühlsfiguren an einem Schaltpult. Gefühle entstehen durch das Zusammenspiel von Gehirn, Körper, Wahrnehmung, Erinnerungen, Gedanken, Bedürfnissen und Situationen. Menschen können außerdem viel mehr als fünf Gefühle erleben. Der Film macht Unsichtbares sichtbar und bietet deshalb einen guten Gesprächsanlass.


Einleitung

Alles steht Kopf ist ein Computeranimationsfilm von Pixar aus dem Jahr 2015. Im Mittelpunkt steht Riley. Sie zieht mit ihren Eltern in eine neue Stadt. Der Umzug verändert vieles: Wohnung, Schule, Freundschaften und Alltag. Im Film begleiten fünf Gefühlsfiguren Riley: Freude, Kummer, Angst, Wut und Ekel. Sie wohnen in einer erfundenen „Kommandozentrale“ in Rileys Kopf und versuchen, ihr durch den Alltag zu helfen.

Der Film erzählt eine Geschichte über Veränderungen, Erinnerungen, Beziehungen und Gefühle. Besonders wichtig ist die Erkenntnis, dass nicht nur angenehme Gefühle eine Aufgabe haben. Auch Kummer, Angst, Wut und Ekel können Hinweise geben. Entscheidend ist, wie Du mit einem Gefühl umgehst.

Hinweis für das Lernen mit dem Film: Dieser aiMOOC verrät wichtige Teile der Handlung. Wenn Du den Film noch nicht kennst, kannst Du zuerst nur die Abschnitte über Gefühle bearbeiten und die Filmhandlung später lesen.


Der Film als Modell für das Innenleben

Ein Modell ist eine vereinfachte Darstellung von etwas, das in Wirklichkeit viel komplizierter ist. Ein Globus ist zum Beispiel ein Modell der Erde. Er zeigt vieles richtig, aber nicht jedes Haus, jeden Baum und jeden Menschen.

So ist es auch mit Alles steht Kopf: Die fünf Gefühlsfiguren helfen uns, über innere Vorgänge nachzudenken. Sie sind aber keine echte Landkarte des Gehirns. Es gibt im Gehirn keine einzelne Stelle, an der „Freude“ als gelbe Person sitzt oder „Wut“ einen Hebel bedient. Viele Bereiche des Gehirns und des Körpers arbeiten zusammen.

Du kannst Dir deshalb zwei Sätze merken:

  1. Film und Wirklichkeit: Im Film sind Gefühle Figuren. In Wirklichkeit sind Gefühle Erlebnisse und Körper-Gehirn-Prozesse.
  2. Vereinfachung: Der Film zeigt fünf besonders leicht erkennbare Gefühle. Menschen kennen jedoch viel mehr Gefühle, zum Beispiel Überraschung, Stolz, Scham, Neugier, Langeweile, Zuneigung oder Enttäuschung.


Riley und die Veränderung durch den Umzug

Riley muss sich nach dem Umzug an vieles Neues gewöhnen. Das ist für die Geschichte wichtig, weil Veränderungen verschiedene Gefühle gleichzeitig auslösen können. Man kann sich auf etwas Neues freuen und trotzdem traurig sein, weil man etwas Altes vermisst. Man kann neugierig und zugleich ängstlich sein. Solche gemischten Gefühle sind normal.

Im Film versuchen die Gefühlsfiguren zunächst oft, jeweils allein die Kontrolle zu übernehmen. Im Verlauf der Geschichte wird deutlich, dass kein einzelnes Gefühl immer „richtig“ ist. Riley braucht verschiedene Gefühle und die Verbindung zu anderen Menschen.


Die fünf Gefühle im Film


Freude

Freude fühlt sich oft angenehm, leicht, warm oder lebendig an. Vielleicht musst Du lächeln, lachen, hüpfen oder möchtest etwas mit anderen teilen. Freude kann entstehen, wenn etwas gelingt, wenn Du jemanden magst, wenn Du spielst oder wenn Du etwas Schönes entdeckst.

Im Film möchte Freude besonders gern, dass Riley glücklich bleibt. Das ist verständlich. Trotzdem zeigt die Geschichte: Niemand muss immer fröhlich sein. Wenn man Kummer wegdrückt, kann man wichtige Bedürfnisse übersehen.

Fragen an Dich: Woran merkst Du Freude in Deinem Körper? Wann teilst Du Freude gern mit anderen? Kannst Du Dich gleichzeitig freuen und aufgeregt sein?


Kummer

Die Filmfigur heißt Kummer. Im Alltag sagen wir oft auch Traurigkeit. Traurigkeit kann entstehen, wenn wir etwas oder jemanden vermissen, enttäuscht sind, uns einsam fühlen oder Abschied nehmen müssen. Manche Menschen weinen, andere werden still, suchen Nähe oder möchten eine Pause.

Kummer ist nicht „schlecht“. Er kann zeigen: Etwas ist mir wichtig. Ich brauche Trost, Ruhe oder Hilfe. Wenn Riley ihre Traurigkeit zeigen darf, können andere Menschen besser verstehen, wie es ihr geht.

Wenn Du traurig bist, kann helfen: zu einer vertrauten Person gehen, erzählen, malen, kuscheln, weinen, etwas Ruhiges tun oder gemeinsam nach einer Lösung suchen.


Angst

Angst kann uns vor Gefahr warnen. Dein Körper kann schneller atmen, Dein Herz kann klopfen, Dein Bauch kann sich komisch anfühlen oder Du möchtest weggehen. Angst kann bei echter Gefahr sehr hilfreich sein.

Manchmal meldet sich Angst aber auch, obwohl etwas nur neu oder ungewohnt ist. Dann hilft es, die Lage zu prüfen: Bin ich wirklich in Gefahr? Brauche ich Hilfe? Kann ich einen kleinen sicheren Schritt versuchen?

Bei starker Angst ist es gut, nicht allein zu bleiben. Sprich mit einer erwachsenen Person, der Du vertraust. Du musst Mut nicht dadurch beweisen, dass Du alles allein schaffst.


Wut

Wut kann entstehen, wenn etwas unfair wirkt, wenn eine Grenze überschritten wird, wenn etwas nicht klappt oder wenn Du Dich verletzt fühlst. Wut kann viel Energie geben. Diese Energie darf da sein. Aber sie ist kein Freibrief, andere zu schlagen, zu beleidigen oder Dinge kaputt zu machen.

Ein hilfreicher Satz lautet: Jedes Gefühl ist erlaubt. Nicht jedes Verhalten ist erlaubt.

Bei Wut kann helfen: stoppen, Abstand nehmen, langsam ausatmen, Hände entspannen, bis zehn zählen, stampfen ohne jemanden zu verletzen, in ein Kissen drücken, laufen, etwas sagen wie „Stopp, das möchte ich nicht“ oder Hilfe holen.


Ekel

Ekel lässt uns oft Abstand nehmen. Er kann zum Beispiel bei verdorben riechendem Essen, Schmutz oder bestimmten Körpergerüchen auftreten. So kann Ekel eine Schutzfunktion haben.

Menschen können sich jedoch vor ganz unterschiedlichen Dingen ekeln. Deshalb ist wichtig: Ekel ist ein Gefühl, aber kein Grund, andere Menschen abzuwerten. Du kannst sagen „Das mag ich nicht“ oder „Das ist nichts für mich“, ohne jemanden zu beleidigen.


Gefühle erkennen


Gesicht, Stimme, Körper und Situation

Gefühle können sich zeigen durch Mimik, Stimme, Körperhaltung, Bewegung und Verhalten. Ein Lächeln kann auf Freude hinweisen, Tränen können zu Traurigkeit passen und eine gespannte Haltung kann bei Angst oder Wut vorkommen.

Aber: Ein Gesicht ist kein sicherer Beweis für ein Gefühl. Menschen zeigen Gefühle unterschiedlich. Manche lachen, wenn sie nervös sind. Manche werden bei Wut ganz still. Manche weinen vor Freude. Darum ist eine wichtige Fähigkeit: nicht nur raten, sondern freundlich nachfragen.

Beobachtungsauftrag: Welche Gefühle glaubst Du auf den Gesichtern zu erkennen? Welche Hinweise nutzt Du? Überlege danach: Könntest Du Dich auch irren? Welche Frage könntest Du der Person stellen?


Gefühle mit Worten benennen

Wenn Du ein Gefühl benennen kannst, wird es oft leichter, darüber zu sprechen. Statt nur „Mir geht es schlecht“ kannst Du genauer sagen:

  1. Freude: „Ich freue mich, weil ich mitspielen darf.“
  2. Kummer: „Ich bin traurig, weil ich jemanden vermisse.“
  3. Angst: „Ich habe Angst, weil ich nicht weiß, was passiert.“
  4. Wut: „Ich bin wütend, weil das unfair war.“
  5. Ekel: „Ich ekle mich vor dem Geruch.“

Du kannst zusätzlich beschreiben, wie stark das Gefühl ist: ein bisschen, mittel, stark oder sehr stark. Auch Körperzeichen helfen: Herzklopfen, warme Wangen, Tränen, Zittern, Bauchkribbeln oder ein schweres Gefühl im Körper.


Mehrere Gefühle gleichzeitig

Menschen können mehrere Gefühle zur selben Zeit haben. Du kannst Dich auf den ersten Schultag freuen und gleichzeitig Angst haben. Du kannst wütend auf einen Freund sein und ihn trotzdem mögen. Du kannst traurig über einen Abschied sein und Dich zugleich auf etwas Neues freuen.

Diese Mischung ist kein Fehler. Gefühle sind nicht wie fünf Schalter, von denen immer nur einer an sein darf.


Gefühle regulieren

Emotionsregulation bedeutet: Du lernst, ein Gefühl wahrzunehmen und so damit umzugehen, dass Du Dich und andere möglichst gut schützt. Regulieren heißt nicht, ein Gefühl einfach wegzumachen. Es heißt eher: Gefühl verstehen, Körper beruhigen, passende Handlung wählen.


Die STOPP-Gefühlsampel

Du kannst Dir diese Schritte merken:

  1. Stopp: Halte kurz an. Wenn nötig, gehe aus der Situation heraus.
  2. Spüren: Was merkst Du im Körper? Herz, Bauch, Hände, Gesicht, Atmung?
  3. Benennen: Welches Gefühl könnte es sein? Wie stark ist es?
  4. Atmen: Atme langsam ein und länger aus. Wiederhole das mehrmals.
  5. Überlegen: Was brauche ich gerade? Abstand, Trost, Hilfe, Bewegung, eine Erklärung?
  6. Handeln: Wähle eine Handlung, die niemanden verletzt.
  7. Hilfe holen: Wenn das Gefühl zu stark wird, suche eine vertraute erwachsene Person.


Die Hand-Atmung

Halte eine Hand vor Dich. Fahre mit dem Finger der anderen Hand langsam an Deinen Fingern entlang. Beim Hochfahren atmest Du ein, beim Herunterfahren atmest Du aus. Fünf Finger ergeben fünf ruhige Atemzüge.

Diese Übung kann bei Aufregung, Angst oder Wut helfen. Sie ist kein Zaubertrick. Manche Gefühle brauchen mehr Zeit, Bewegung, Trost oder Unterstützung.


Gefühle sind Signale, keine Befehle

Ein Gefühl kann Dir etwas mitteilen, aber es entscheidet nicht automatisch, was Du tun musst.

Beispiel Wut: „Ich bin wütend“ ist ein Signal. „Ich schlage“ ist eine Handlung. Zwischen Gefühl und Handlung gibt es eine Wahlmöglichkeit.

Beispiel Angst: „Ich habe Angst“ ist ein Signal. Du kannst prüfen, ob eine echte Gefahr da ist, und Hilfe holen.

Beispiel Kummer: „Ich bin traurig“ kann zeigen, dass Dir etwas wichtig ist und Du Nähe brauchst.

Beispiel Ekel: „Das ist eklig für mich“ kann Dich zu Abstand bewegen. Du kannst trotzdem respektvoll bleiben.

Beispiel Freude: „Ich freue mich“ kann Dich motivieren, etwas zu teilen oder weiterzumachen.


Was der Film gut zeigt – und was er vereinfacht

Der Film kann Kindern und Erwachsenen helfen, über Gefühle zu sprechen. Besonders gut eignet er sich, um zu zeigen, dass verschiedene Gefühle wichtig sein können und dass Erinnerungen, Beziehungen und Gefühle miteinander verbunden sind.

Gleichzeitig vereinfacht der Film stark. Die Forschung kennt verschiedene Modelle von Emotionen. Es gibt keine allgemeine wissenschaftliche Regel, nach der jeder Mensch genau fünf Gefühle besitzt. Die fünf Filmfiguren sind eine erzählerische Auswahl. Auch die „Kommandozentrale“, Erinnerungs-Kugeln und Persönlichkeitsinseln sind erfundene Bilder.

Datei:Circumplex-Modell affektiver Zustände.svg

Dieses Schaubild zeigt ein anderes wissenschaftliches Modell. Für Dich ist daran vor allem wichtig: Gefühle können sich nicht nur nach ihrem Namen unterscheiden. Sie können sich auch darin unterscheiden, ob sie angenehm oder unangenehm wirken und ob sie viel oder wenig Energie im Körper auslösen. Das zeigt: Es gibt mehrere Möglichkeiten, Gefühle zu ordnen.


Medienkompetenz: Film und Wirklichkeit unterscheiden

Ein Film erzählt mit Bildern, Farben, Figuren, Musik und Fantasie. Dadurch können komplizierte Dinge verständlich werden. Gleichzeitig darfst Du fragen:

  1. Filmfigur: Was ist in der Geschichte erfunden?
  2. Gefühl: Welche echte Erfahrung steckt hinter der Filmidee?
  3. Wissenschaft: Was wissen wir über Gefühle und das Gehirn wirklich?
  4. Perspektive: Könnte ein anderer Mensch dieselbe Situation anders fühlen?
  5. Sprache: Welche Wörter helfen mir, mein eigenes Erleben zu beschreiben?

So lernst Du nicht nur etwas über Gefühle, sondern auch darüber, wie Geschichten Wissen vereinfachen und darstellen.


Gemeinsam über Gefühle sprechen

Gefühle werden leichter verständlich, wenn wir in einer sicheren Gruppe darüber sprechen. Niemand muss private Erlebnisse erzählen. Du darfst auch über erfundene Situationen, Bilder oder Filmszenen reden.

Hilfreiche Gesprächssätze sind:

  1. Ich-Botschaft: „Ich fühle mich …, weil …“
  2. Nachfragen: „Wie fühlst Du Dich gerade?“
  3. Zuhören: „Ich höre Dir zu.“
  4. Grenzen: „Stopp, das möchte ich nicht.“
  5. Hilfe: „Kannst Du mir bitte helfen?“


Wenn Gefühle sehr stark werden

Starke Gefühle gehören zum Leben. Manchmal wird ein Gefühl aber so groß, dass Du allein nicht gut damit klarkommst. Dann ist Hilfe wichtig. Sprich mit einer erwachsenen Person, der Du vertraust, zum Beispiel mit Eltern, Lehrkräften, Erzieherinnen oder Erziehern, Schulsozialarbeit oder einer anderen Bezugsperson.

Wenn Du Angst hast, dass jemand verletzt wird, oder wenn Du selbst nicht sicher bist, hole sofort Hilfe bei einer erwachsenen Person. Das ist kein „Petzen“, sondern Schutz.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was stellen Freude, Kummer, Angst, Wut und Ekel im Film dar? (Vereinfachte Figuren für Gefühle und innere Vorgänge) (!Fünf echte Personen im Gehirn) (!Fünf Muskeln im Gesicht) (!Fünf Teile eines Computers)




Warum ist das Film-Modell vereinfacht? (Menschen erleben mehr als fünf Gefühle und innere Vorgänge sind komplex) (!Weil Gefühle nur im Kino vorkommen) (!Weil Kinder keine Gefühle haben) (!Weil das Gehirn nur aus Farben besteht)




Was kann Kummer oder Traurigkeit anzeigen? (Dass etwas wichtig ist und Trost oder Unterstützung guttun kann) (!Dass man immer allein bleiben muss) (!Dass man sofort lachen muss) (!Dass man etwas kaputt machen soll)




Welche Aufgabe kann Angst haben? (Sie kann vor möglicher Gefahr warnen) (!Sie macht jede Situation wirklich gefährlich) (!Sie bedeutet immer, dass man weglaufen muss) (!Sie darf niemals vorkommen)




Was ist bei Wut besonders wichtig? (Das Gefühl darf da sein, aber niemand soll verletzt werden) (!Wut muss sofort mit Schlagen gezeigt werden) (!Wut darf nie benannt werden) (!Bei Wut soll man immer schreien)




Was kann bei Ekel hilfreich sein? (Abstand nehmen und trotzdem respektvoll bleiben) (!Andere Menschen beleidigen) (!Alles anfassen) (!Das Gefühl vor allen verstecken)




Woran kann man ein Gefühl erkennen? (An mehreren Hinweisen wie Gesicht, Stimme, Körper und Situation) (!Nur an der Haarfarbe) (!Immer sicher an einem einzigen Blick) (!Nur an der Körpergröße)




Was bedeutet Gefühle regulieren? (Ein Gefühl wahrnehmen und eine passende Handlung wählen) (!Alle Gefühle verschwinden lassen) (!Nur Freude zulassen) (!Immer tun, was das Gefühl zuerst verlangt)




Was ist bei gemischten Gefühlen möglich? (Man kann mehrere Gefühle gleichzeitig erleben) (!Es darf immer nur ein Gefühl geben) (!Freude und Angst können nie zusammen vorkommen) (!Nur Erwachsene haben gemischte Gefühle)




Was kannst Du tun, wenn ein Gefühl zu stark wird? (Eine vertraute erwachsene Person um Hilfe bitten) (!Dich absichtlich in Gefahr bringen) (!Andere verletzen) (!Das Gefühl geheim halten, egal was passiert)





Memory

Freude etwas Schönes genießen
Kummer Trost und Nähe suchen
Angst mögliche Gefahr prüfen
Wut Grenze wahrnehmen
Ekel Abstand zu etwas Unangenehmem
Mimik Gesichtsausdruck
Atmung Körper beruhigen
Hilfe vertraute Person ansprechen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Situation
Freude Du bekommst Besuch von einem Menschen, den Du sehr magst.
Kummer Ein guter Freund zieht weit weg.
Angst Du hörst nachts plötzlich ein unbekanntes lautes Geräusch.
Wut Jemand nimmt Dir absichtlich etwas weg und hört trotz Stopp nicht auf.
Ekel Ein Lebensmittel riecht verdorben.




...


Kreuzworträtsel

Freude Welches Gefühl kann entstehen, wenn etwas Schönes passiert?
Kummer Wie heißt im Film die Figur für Traurigkeit?
Angst Welches Gefühl kann vor Gefahr warnen?
Ärger Welches längere Wort passt oft zu Wut?
Ekel Welches Gefühl kann uns von verdorbenem Essen Abstand nehmen lassen?
Atmung Was kannst Du langsam werden lassen, um Deinen Körper zu beruhigen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Im Film werden Gefühle als

dargestellt. Diese Darstellung ist ein vereinfachtes

innerer Vorgänge. Riley erlebt im Film Freude, Kummer, Angst, Wut und

. Im echten Leben gibt es deutlich mehr als fünf

. Kummer kann zeigen, dass etwas wichtig ist und man

braucht. Angst kann vor möglicher

warnen. Bei Wut ist das Gefühl erlaubt, aber niemand soll

werden. Gefühle lassen sich durch Wörter besser

. Langsames Atmen kann helfen, den Körper zu

. Wenn ein Gefühl zu stark wird, ist es gut, eine vertraute Person um

zu bitten.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Gefühlsfarben: Male fünf freie Farbflächen für Freude, Kummer, Angst, Wut und Ekel. Erkläre danach: Warum müssen Deine Farben nicht dieselben sein wie im Film?
  2. Gefühlspantomime: Stelle ein Gefühl ohne Worte dar. Die anderen raten und nennen die Hinweise, die sie beobachtet haben.
  3. Gefühlswörter: Sammle zu jedem der fünf Gefühle zwei weitere passende Wörter, zum Beispiel „fröhlich“ oder „traurig“.
  4. Gefühlsampel: Gestalte eine kleine Karte mit den Schritten Stopp, Spüren, Benennen, Atmen, Überlegen, Handeln und Hilfe holen.


Standard

  1. Filmszene untersuchen: Wähle eine Szene aus dem Film und beschreibe, welche Gefühle Riley vermutlich erlebt. Begründe Deine Vermutung mit Handlung, Stimme, Körper und Situation.
  2. Gemischte Gefühle: Erfinde eine kurze Geschichte, in der eine Figur gleichzeitig zwei verschiedene Gefühle hat. Erkläre, warum beide Gefühle passen.
  3. Gefühlsinterview: Befrage eine erwachsene Person dazu, was ihr bei Wut, Angst oder Traurigkeit hilft. Vergleiche die Antworten mit Deinen eigenen Ideen.
  4. Regulationsplakat: Gestalte ein Plakat mit mindestens fünf sicheren Möglichkeiten, starke Gefühle zu regulieren, ohne andere zu verletzen.


Schwer

  1. Film-Modell prüfen: Erkläre mit eigenen Worten, welche Teile von Alles steht Kopf als Modell hilfreich sind und welche Teile die Wirklichkeit stark vereinfachen.
  2. Gefühlsforscher: Beobachte eine Woche lang an frei erfundenen oder unpersönlichen Alltagssituationen, welche Gefühle auftreten könnten. Sammle Hinweise, ohne über andere Menschen sicher zu urteilen.
  3. Stop-Motion-Gefühle: Produziere ein kurzes Stop-Motion- oder Erklärvideo, in dem eine Figur ein starkes Gefühl erkennt, benennt und sicher reguliert.
  4. Klassenrat der Gefühle: Entwickelt in einer Gruppe Regeln dafür, wie eine Klasse mit Wut, Kummer und Angst respektvoll umgehen kann. Begründet jede Regel.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transfer: Neue Schule: Stell Dir vor, ein Kind kommt neu in Deine Klasse. Es freut sich auf Neues, hat aber auch Angst und vermisst seine alte Schule. Erkläre, warum diese Gefühle gleichzeitig vorkommen können und wie Du helfen könntest.
  2. Transfer: Streit: Zwei Kinder wollen dasselbe Spielzeug. Eines wird sehr wütend. Beschreibe mindestens drei Schritte, mit denen das Kind seine Wut regulieren kann, ohne jemanden zu verletzen.
  3. Transfer: Falsches Raten: Du glaubst, ein Kind sei traurig, weil es still ist. Erkläre, warum Du Dich irren könntest und formuliere eine freundliche Frage, mit der Du nachfragen kannst.
  4. Transfer: Film und Gehirn: Ein Mitschüler sagt: „Im Gehirn sitzen wirklich fünf Figuren an einem Schaltpult.“ Erkläre kindgerecht, warum das nicht stimmt und wozu das Film-Bild trotzdem nützlich ist.
  5. Transfer: Ekel und Respekt: Jemand ekelt sich vor einem Essen, das ein anderes Kind gern mag. Entwickle zwei Sätze, mit denen die Person ihr Gefühl ausdrücken kann, ohne das andere Kind abzuwerten.
  6. Transfer: Hilfe holen: Ein Gefühl bleibt über längere Zeit sehr stark und ein Kind kann sich kaum beruhigen. Erkläre, warum Hilfe holen eine sinnvolle Regulationsstrategie ist und welche vertrauenswürdigen Personen infrage kommen.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Filmnamen auswendig kennst, sondern Zusammenhänge erklären und auf neue Situationen übertragen kannst.

  1. Gefühle erkennen: Du kannst Freude, Kummer, Angst, Wut und Ekel anhand verschiedener Hinweise beschreiben.
  2. Gefühle benennen: Du kannst passende Gefühlswörter und Körperzeichen nennen.
  3. Film-Modell erklären: Du kannst erklären, dass die Figuren ein vereinfachtes Modell innerer Vorgänge darstellen.
  4. Vereinfachung verstehen: Du weißt, dass Menschen mehr als fünf Gefühle erleben und dass Gefühle nicht als kleine Personen im Gehirn sitzen.
  5. Gefühle regulieren: Du kannst mehrere sichere Strategien nennen und anwenden.
  6. Verhalten unterscheiden: Du kannst erklären, dass ein Gefühl erlaubt sein kann, obwohl bestimmtes Verhalten Grenzen verletzt.
  7. Empathie: Du kannst nachfragen, zuhören und anerkennen, dass andere Menschen dieselbe Situation anders fühlen können.
  8. Transfer: Du kannst das Gelernte auf Streit, Umzug, Schule, Freundschaft und neue Situationen übertragen.




OERs zum Thema


Weitere freie Medien zum Weiterlernen

Die eingebundenen Wikimedia-Commons-Bilder zeigen Gefühle und das Gehirn allgemein. Sie sind keine Filmfiguren aus Alles steht Kopf. Das ist für das Lernen nützlich, weil Du dadurch Filmgestaltung und Wirklichkeit vergleichen kannst.

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