Zum Inhalt springen

Aktiv und Passiv unterscheiden 1

Aus MOOCsWiki Staging



Aktiv und Passiv unterscheiden 1




Einleitung

Aktiv und Passiv unterscheiden ist eine grundlegende Fähigkeit in der deutschen Grammatik. Du brauchst sie, um Sätze genau zu verstehen, Texte sprachlich zu untersuchen und selbst abwechslungsreich zu schreiben. Beim Aktiv steht meistens die handelnde Person oder Sache im Vordergrund: Die Schülerin liest den Text. Beim Passiv steht dagegen stärker im Vordergrund, was mit einer Person oder Sache geschieht: Der Text wird gelesen. Beide Formen beschreiben oft denselbe Sachverhalt, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte.

In diesem aiMOOC lernst Du, wie Du Aktiv und Passiv erkennst, wie Du sie umformst und wie Du typische Fehler vermeidest. Dabei helfen Dir Beispiele, Tabellen, interaktive Aufgaben und Transferaufgaben. Das Thema eignet sich besonders für den Deutschunterricht, für Sprachbetrachtung, für das Überarbeiten eigener Texte und für die Vorbereitung auf Klassenarbeiten.


Medienimpuls: Perspektive im Satz

Das Bild zeigt modellhaft, dass sich bei einer passivischen Konstruktion die Perspektive im Satz verschiebt. Für den Unterricht ist wichtig: Nicht nur die Wörter ändern sich, sondern auch die Frage, worauf der Satz die Aufmerksamkeit lenkt.

{{#ev:youtube| https://www.youtube.com/watch?v=SXC_wswsA38 |500|center}}


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du Aktiv und Passiv sicher unterscheiden. Du erkennst, ob ein Satz die handelnde Person in den Vordergrund stellt oder ob die Handlung beziehungsweise das Ergebnis betont wird. Außerdem kannst Du einfache Aktivsätze in Passivsätze umwandeln und erklären, welche Satzglieder ihre Rolle verändern.

  1. Erkennen: Du bestimmst, ob ein Satz im Aktiv, im Vorgangspassiv oder im Zustandspassiv steht.
  2. Umformen: Du wandelst geeignete Aktivsätze in Passivsätze und Passivsätze in Aktivsätze um.
  3. Begründen: Du erklärst, warum ein Text an bestimmten Stellen Passiv verwendet.
  4. Anwenden: Du nutzt Aktiv und Passiv bewusst in eigenen Texten.


Grundlagen: Aktiv und Passiv


Was bedeutet Aktiv?

Im Aktiv steht das Subjekt häufig als handelnde Person oder handelnde Sache im Vordergrund. Man fragt: Wer oder was tut etwas? Der Satz wirkt direkt, klar und handlungsorientiert.

Beispiel: Der Koch backt den Kuchen. Das Subjekt ist der Koch. Es handelt. Das Prädikat ist backt. Das Akkusativobjekt ist den Kuchen. Im Aktivsatz wird also zuerst sichtbar, wer die Handlung ausführt.

Weitere Beispiele:

  1. Aktivsatz: Die Klasse schreibt eine Arbeit.
  2. Aktivsatz: Der Sturm beschädigt das Dach.
  3. Aktivsatz: Die Redaktion veröffentlicht den Bericht.


Was bedeutet Passiv?

Im Passiv steht meistens nicht die handelnde Person im Mittelpunkt, sondern das, was geschieht oder was von einer Handlung betroffen ist. Man fragt: Was geschieht mit jemandem oder etwas? Die handelnde Person kann genannt werden, muss aber nicht genannt werden.

Beispiel: Der Kuchen wird gebacken. Hier steht der Kuchen im Mittelpunkt. Wer backt, bleibt offen. Wenn die handelnde Person wichtig ist, kann sie ergänzt werden: Der Kuchen wird vom Koch gebacken.

Typisch für das Passiv ist also ein Perspektivwechsel. Ein Satz kann denselben Vorgang beschreiben, aber eine andere Gewichtung haben:

  1. Aktiv: Der Koch backt den Kuchen.
  2. Passiv: Der Kuchen wird vom Koch gebacken.


Fachbegriffe: Agens und Patiens

In der Grammatik unterscheidet man häufig zwischen Agens und Patiens. Das Agens ist die handelnde oder verursachende Instanz. Das Patiens ist die Person oder Sache, die von der Handlung betroffen ist.

Beispiel: Der Hund jagt die Katze. Das Agens ist der Hund, weil er handelt. Das Patiens ist die Katze, weil mit ihr etwas geschieht. Im Passivsatz Die Katze wird vom Hund gejagt rückt das Patiens in die Position des Subjekts. Dadurch wird die betroffene Person oder Sache hervorgehoben.


Der wichtigste Unterschied

Der wichtigste Unterschied zwischen Aktiv und Passiv ist die Blickrichtung:

  1. Aktiv: Der Satz fragt vor allem nach der handelnden Person oder Sache.
  2. Passiv: Der Satz fragt vor allem nach der Handlung, dem Vorgang oder dem Ergebnis.
  3. Aktiv: Das Subjekt handelt häufig selbst.
  4. Passiv: Mit dem Subjekt geschieht häufig etwas.

Merksatz: Im Aktiv handelt das Subjekt meistens selbst. Im Passiv wird mit dem Subjekt meistens etwas gemacht.


Aktiv erkennen


Merkmale des Aktivs

Ein Satz steht im Aktiv, wenn die Verbform keine typische Passivbildung zeigt und das Subjekt häufig als handelnde Instanz erscheint. Das Aktiv ist im Deutschen die unmarkierte Grundform vieler Verbformen.

Beispiele:

  1. Die Schülerin erklärt die Regel. Das Subjekt die Schülerin handelt.
  2. Der Hausmeister öffnet die Tür. Das Subjekt der Hausmeister handelt.
  3. Ein Gewitter unterbricht das Spiel. Das Subjekt ein Gewitter verursacht etwas.

Nicht jedes Subjekt im Aktiv ist eine Person. Auch Dinge, Naturereignisse oder abstrakte Ursachen können im Aktiv als Verursacher auftreten: Der Fehler verändert das Ergebnis.


Prüfstrategie für Aktivsätze

Um einen Aktivsatz zu erkennen, kannst Du drei Fragen stellen:

  1. Subjektfrage: Wer oder was tut etwas?
  2. Prädikatsfrage: Was geschieht im Satz?
  3. Formfrage: Gibt es eine Form von werden oder sein zusammen mit einem Partizip II?

Wenn die handelnde Person als Subjekt vorkommt und keine typische Passivform vorliegt, handelt es sich meistens um Aktiv.


Passiv erkennen


Merkmale des Passivs

Das Passiv erkennst Du häufig an einer zusammengesetzten Verbform. Beim Vorgangspassiv steht eine Form von werden zusammen mit dem Partizip II. Beim Zustandspassiv steht eine Form von sein zusammen mit dem Partizip II.

Beispiele:

  1. Vorgangspassiv: Die Tür wird geöffnet.
  2. Zustandspassiv: Die Tür ist geöffnet.
  3. Vorgangspassiv in der Vergangenheit: Die Tür wurde geöffnet.
  4. Zustandspassiv in der Vergangenheit: Die Tür war geöffnet.

Wichtig ist, dass Du nicht nur nach einzelnen Signalwörtern suchst. Das Wort werden kann auch das Futur I bilden: Ich werde morgen lernen. Das ist kein Passiv, weil nach werde ein Infinitiv steht. Beim Vorgangspassiv steht dagegen ein Partizip II: Der Text wird gelesen.


Vorgangspassiv

Das Vorgangspassiv beschreibt einen Vorgang, also eine Handlung, die geschieht. Es wird typischerweise mit einer Form von werden und dem Partizip II gebildet.

Tempus Beispiel im Vorgangspassiv Bedeutung
Präsens Der Brief wird geschrieben. Der Vorgang läuft jetzt oder allgemein ab.
Präteritum Der Brief wurde geschrieben. Der Vorgang geschah in der Vergangenheit.
Perfekt Der Brief ist geschrieben worden. Der Vorgang ist abgeschlossen.
Plusquamperfekt Der Brief war geschrieben worden. Der Vorgang war bereits vorher abgeschlossen.
Futur I Der Brief wird geschrieben werden. Der Vorgang wird in der Zukunft geschehen.


Zustandspassiv

Das Zustandspassiv beschreibt meist das Ergebnis einer vorherigen Handlung. Es wird mit einer Form von sein und dem Partizip II gebildet.

Beispiel:

  1. Vorgangspassiv: Die Tür wird geschlossen. Der Vorgang des Schließens steht im Vordergrund.
  2. Zustandspassiv: Die Tür ist geschlossen. Das Ergebnis steht im Vordergrund.

Das Zustandspassiv ist besonders nützlich, wenn nicht der Ablauf, sondern der fertige Zustand wichtig ist. In einer Beschreibung kann der Satz Das Fenster ist geöffnet wichtiger sein als die Information, wer das Fenster geöffnet hat.

{{#ev:youtube| https://www.youtube.com/watch?v=rVfLT0enRxI |500|center}}


Vergleich: Aktiv, Vorgangspassiv und Zustandspassiv

Form Beispielsatz Schwerpunkt
Aktiv Die Lehrerin korrigiert die Arbeit. Wer handelt?
Vorgangspassiv Die Arbeit wird von der Lehrerin korrigiert. Was geschieht mit der Arbeit?
Zustandspassiv Die Arbeit ist korrigiert. In welchem Zustand ist die Arbeit?

Dieser Vergleich zeigt: Aktiv und Passiv sind keine Frage von besser oder schlechter. Es geht darum, welche Information im Satz besonders wichtig sein soll.


Aktiv in Passiv umformen


Schritt-für-Schritt-Methode

Beim Umformen eines geeigneten Aktivsatzes in einen Passivsatz verändert sich die Perspektive. Besonders einfach ist die Umformung, wenn der Aktivsatz ein Akkusativobjekt hat.

Beispiel: Der Koch backt den Kuchen.

  1. Schritt 1: Bestimme das Subjekt im Aktivsatz. Hier ist es der Koch.
  2. Schritt 2: Bestimme das Akkusativobjekt. Hier ist es den Kuchen.
  3. Schritt 3: Setze das Akkusativobjekt als neues Subjekt in den Passivsatz. Aus den Kuchen wird der Kuchen.
  4. Schritt 4: Bilde das Vorgangspassiv mit einer passenden Form von werden und dem Partizip II. Hier: wird gebacken.
  5. Schritt 5: Ergänze die handelnde Person bei Bedarf mit von. Hier: vom Koch.

Ergebnis: Der Kuchen wird vom Koch gebacken.


Was geschieht mit den Satzgliedern?

Beim typischen Vorgangspassiv verändert sich die grammatische Rolle der Satzglieder.

Aktivsatz Funktion im Aktivsatz Passivsatz Funktion im Passivsatz
Der Koch Subjekt und Agens vom Koch Ergänzung mit von
backt Prädikat wird gebacken Prädikat im Vorgangspassiv
den Kuchen Akkusativobjekt und Patiens der Kuchen Subjekt und Patiens


Von oder durch?

Im Passiv kann die handelnde oder verursachende Instanz ergänzt werden. Häufig steht sie mit von, besonders wenn eine Person, Gruppe oder Institution als Urheber gemeint ist: Der Antrag wird von der Schulleitung geprüft. Mit durch wird oft ein Mittel, eine Ursache oder ein vermittelnder Auslöser betont: Das Dach wurde durch den Sturm beschädigt.

Die Ergänzung ist im Passiv oft nicht notwendig. Der Satz Der Antrag wird geprüft ist vollständig, wenn nicht wichtig ist, wer den Antrag prüft.


Dativobjekte bleiben meist Dativobjekte

Beim Umformen wird meist das Akkusativobjekt zum Subjekt des Passivsatzes. Ein Dativobjekt bleibt dagegen häufig im Dativ.

Beispiel:

  1. Aktiv: Die Lehrerin gibt dem Schüler den Zettel.
  2. Passiv: Der Zettel wird dem Schüler von der Lehrerin gegeben.

Das Akkusativobjekt den Zettel wird zum Subjekt der Zettel. Das Dativobjekt dem Schüler bleibt erhalten.


Passiv in Aktiv umformen


Methode zum Zurückformen

Wenn Du einen Passivsatz in einen Aktivsatz umformst, suchst Du zuerst die handelnde Person oder Sache. Wenn sie im Satz genannt ist, steht sie oft mit von oder durch.

Beispiel: Der Bericht wird von der Redaktion veröffentlicht.

  1. Schritt 1: Frage nach der handelnden Instanz. Wer veröffentlicht? die Redaktion
  2. Schritt 2: Setze diese Instanz als Subjekt in den Aktivsatz.
  3. Schritt 3: Verwende das Vollverb in der passenden Zeitform. Aus wird veröffentlicht wird veröffentlicht.
  4. Schritt 4: Setze das bisherige Subjekt des Passivsatzes als Akkusativobjekt ein.

Ergebnis: Die Redaktion veröffentlicht den Bericht.


Wenn die handelnde Person fehlt

Manchmal nennt der Passivsatz nicht, wer handelt: Der Bericht wird veröffentlicht. Dann musst Du beim Umformen ins Aktiv eine passende handelnde Instanz ergänzen. Das kann je nach Zusammenhang unterschiedlich sein: Die Redaktion veröffentlicht den Bericht, Die Schule veröffentlicht den Bericht oder Jemand veröffentlicht den Bericht.

Das zeigt eine wichtige Funktion des Passivs: Es kann die handelnde Person bewusst offenlassen. Das ist sinnvoll, wenn sie unbekannt, unwichtig oder bereits aus dem Zusammenhang klar ist.


Häufige Fehler und sichere Lösungen


Fehler 1: Werden immer für Passiv halten

Nicht jeder Satz mit werden steht im Passiv. Der Satz Ich werde morgen lernen steht im Futur I, weil nach werde ein Infinitiv folgt. Der Satz Der Text wird gelernt steht im Passiv, weil eine Form von werden mit dem Partizip II verbunden ist.

Sichere Lösung: Prüfe, ob nach der Form von werden ein Partizip II steht und ob mit dem Subjekt etwas geschieht.


Fehler 2: Zustandspassiv mit Perfekt Aktiv verwechseln

Der Satz Die Tür ist geöffnet steht im Zustandspassiv, weil ein Zustand beschrieben wird. Der Satz Die Schülerin ist gelaufen steht dagegen im Perfekt Aktiv, weil gelaufen ein Bewegungsverb ist und die Schülerin selbst handelt.

Sichere Lösung: Frage, ob ein Ergebniszustand vorliegt. Die Tür ist geöffnet bedeutet: Die Tür befindet sich in einem geöffneten Zustand.


Fehler 3: Das Dativobjekt zum Subjekt machen

Aus Die Lehrerin hilft dem Schüler wird nicht korrekt Der Schüler wird geholfen. Das Verb helfen verlangt im Deutschen ein Dativobjekt. In der Standardsprache lautet eine mögliche unpersönliche Passivform: Dem Schüler wird geholfen.

Sichere Lösung: Prüfe, ob es ein Akkusativobjekt gibt. Nur dieses wird beim typischen Vorgangspassiv zum Subjekt.


Fehler 4: Passiv ohne Sinn verwenden

Passiv ist nützlich, aber zu viele Passivsätze können Texte schwerfällig machen. In einer Anleitung oder einem Bericht kann Passiv passend sein: Die Ergebnisse werden verglichen. In einer lebendigen Erzählung wirkt Aktiv oft klarer: Die Forscherinnen vergleichen die Ergebnisse.

Sichere Lösung: Wähle Aktiv, wenn die handelnde Person wichtig ist. Wähle Passiv, wenn Handlung, Vorgang oder Ergebnis wichtiger sind.


Warum verwendet man Passiv?


Sachlichkeit und Ergebnisorientierung

Das Passiv wird häufig in sachlichen Texten verwendet, zum Beispiel in Protokollen, Berichten, Versuchsbeschreibungen, Nachrichten oder Anleitungen. Dort ist oft wichtiger, was gemacht wurde, als wer es gemacht hat.

Beispiel aus einer Versuchsbeschreibung: Die Lösung wird erhitzt. Danach wird die Temperatur gemessen. Diese Sätze lenken die Aufmerksamkeit auf den Ablauf des Versuchs.


Unbekannte oder unwichtige Handelnde

Passiv ist sinnvoll, wenn die handelnde Person unbekannt ist: Das Fahrrad wurde gestohlen. Es ist auch sinnvoll, wenn die handelnde Person nicht wichtig ist: Die Straße wird gereinigt. Manchmal wird Passiv auch verwendet, um Verantwortung nicht ausdrücklich zu nennen: Es wurden Fehler gemacht. Gerade deshalb ist es wichtig, Passivsätze kritisch zu lesen.


Textwirkung untersuchen

Wenn Du Aktiv und Passiv unterscheiden kannst, erkennst Du besser, wie Texte wirken. Aktivsätze wirken oft direkter und verantwortlicher, weil sie nennen, wer handelt. Passivsätze wirken oft sachlicher, distanzierter oder stärker auf Ergebnisse bezogen. Gute Schreiberinnen und Schreiber wechseln bewusst zwischen beiden Formen.

Auch wenn dieses Satzdiagramm ein englisches Beispiel zeigt, macht es sichtbar, dass Sätze aus Bausteinen bestehen. Für Aktiv und Passiv ist entscheidend, welche Satzglieder welche Rolle übernehmen.


Zusammenfassung

Aktiv und Passiv unterscheiden sich vor allem durch ihre Perspektive. Im Aktiv handelt das Subjekt häufig selbst. Im Passiv geschieht mit dem Subjekt etwas. Das Vorgangspassiv wird meist mit werden und Partizip II gebildet. Es beschreibt einen Vorgang. Das Zustandspassiv wird mit sein und Partizip II gebildet. Es beschreibt meistens ein Ergebnis. Beim Umformen wird das Akkusativobjekt des Aktivsatzes häufig zum Subjekt des Passivsatzes. Die handelnde Person kann im Passiv mit von oder bei Ursachen und Mitteln oft mit durch ergänzt werden.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was beschreibt ein Aktivsatz am treffendsten? (Das Subjekt handelt meistens selbst) (!Mit dem Subjekt geschieht immer etwas) (!Der Satz hat immer eine Form von werden) (!Die handelnde Person fehlt immer)




Was beschreibt ein Passivsatz am treffendsten? (Mit dem Subjekt geschieht häufig etwas) (!Das Subjekt handelt immer selbst) (!Der Satz steht immer im Futur) (!Der Satz enthält nie ein Partizip)




Woraus besteht das typische Vorgangspassiv? (Form von werden und Partizip II) (!Form von haben und Infinitiv) (!Form von sein und Infinitiv) (!Form von können und Verb im Präsens)




Welcher Satz steht im Aktiv? (Die Klasse liest den Text) (!Der Text wird gelesen) (!Der Text ist gelesen) (!Der Text wurde gelesen)




Welcher Satz steht im Vorgangspassiv? (Der Text wird gelesen) (!Die Klasse liest den Text) (!Der Text ist fertig) (!Die Klasse hat gelesen)




Welcher Satz steht im Zustandspassiv? (Die Tür ist geschlossen) (!Die Tür wird geschlossen) (!Der Hausmeister schließt die Tür) (!Die Tür schließt laut)




Was wird beim typischen Umformen ins Passiv meist zum Subjekt? (Das Akkusativobjekt des Aktivsatzes) (!Das Prädikat des Aktivsatzes) (!Das Dativobjekt des Aktivsatzes) (!Die Zeitangabe des Aktivsatzes)




Welche Frage hilft besonders beim Erkennen eines Aktivsatzes? (Wer oder was tut etwas) (!Wem wird etwas gegeben) (!Wo ist etwas geschehen) (!Welche Farbe hat etwas)




Welche Ergänzung nennt im Passiv oft die handelnde Person? (von mit Dativ) (!zu mit Akkusativ) (!bei mit Genitiv) (!ohne mit Nominativ)




Warum verwendet man Passiv häufig? (Um Handlung oder Ergebnis hervorzuheben) (!Um immer kürzere Sätze zu schreiben) (!Um jedes Subjekt zu vermeiden) (!Um die Zeitform zu ersetzen)





Memory

Aktiv Subjekt handelt
Vorgangspassiv Handlung geschieht
Zustandspassiv Ergebnis ist wichtig
Agens Urheber der Handlung
Patiens Betroffene Person oder Sache
Partizip II Form wie geschrieben





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Die Schülerin löst die Aufgabe. Aktivsatz
Die Aufgabe wird gelöst. Vorgangspassiv
Die Aufgabe ist gelöst. Zustandspassiv
Der Bericht wurde geprüft. Vorgangspassiv in der Vergangenheit
Der Bericht war geprüft. Zustandspassiv in der Vergangenheit





Kreuzworträtsel

Agens Wie nennt man die handelnde Instanz einer Handlung?
Patiens Wie nennt man die betroffene Person oder Sache?
Werden Mit welchem Hilfsverb bildet man meist das Vorgangspassiv?
Zustand Was betont das Zustandspassiv besonders?
Subjekt Welches Satzglied steht im Aktiv häufig für die handelnde Person?
Partizip Welche Verbform steht im Passiv neben dem Hilfsverb?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Im

steht meist die handelnde Person oder Sache im Vordergrund. Im

wird die Handlung aus Sicht dessen dargestellt, mit dem etwas geschieht. Das typische Vorgangspassiv wird mit einer Form von

und dem Partizip II gebildet. Das Zustandspassiv beschreibt meistens das

einer Handlung. Beim Umformen wird das Akkusativobjekt häufig zum

des neuen Satzes. Die handelnde Instanz kann im Passiv mit

ergänzt werden.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Aktiv erkennen: Markiere in zehn selbst gewählten Sätzen das Subjekt und entscheide, ob es meistens selbst handelt.
  2. Passiv erkennen: Suche in einem Schulbuchtext fünf Sätze mit Formen von werden oder sein und prüfe, ob sie wirklich im Passiv stehen.
  3. Satzpaare bilden: Schreibe fünf einfache Satzpaare wie Die Katze jagt die Maus und Die Maus wird gejagt.
  4. Merksatz gestalten: Erstelle ein Lernplakat mit einem eigenen Merksatz zum Unterschied zwischen Aktiv und Passiv.


Standard

  1. Umformtraining: Wandle zehn Aktivsätze mit Akkusativobjekt in Vorgangspassiv um und unterstreiche jeweils das neue Subjekt.
  2. Zustand beschreiben: Fotografiere oder zeichne drei Gegenstände und beschreibe sie einmal im Vorgangspassiv und einmal im Zustandspassiv.
  3. Textvergleich: Vergleiche einen kurzen Bericht im Aktiv mit einer Version im Passiv und erkläre die unterschiedliche Wirkung.
  4. Fehlerwerkstatt: Sammle fünf typische Fehler beim Umformen von Aktiv in Passiv und verbessere sie mit kurzer Begründung.


Schwer

  1. Nachrichtensprache analysieren: Untersuche einen aktuellen Nachrichtenartikel darauf, wo Passiv Verantwortung nennt oder verdeckt.
  2. Versuchsbericht schreiben: Verfasse eine kurze Versuchsbeschreibung und entscheide bewusst, an welchen Stellen Passiv sachlicher wirkt.
  3. Stilüberarbeitung: Überarbeite einen eigenen Text so, dass Aktiv und Passiv gezielt wechseln und die Aussage klarer wird.
  4. Erklärvideo planen: Entwickle ein Drehbuch für ein zweiminütiges Lernvideo, das Aktiv, Vorgangspassiv und Zustandspassiv mit Alltagssätzen erklärt.



<inputbox>

type=create break=no preload=CHAT GPT TEXT HIER EINFÜGEN default= width=30 placeholder= Dein MOOC Titel buttonlabel=MOOC erstellen </inputbox>


Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Perspektivwechsel erklären: Erkläre an einem eigenen Beispiel, wie sich die Perspektive verändert, wenn ein Aktivsatz in einen Passivsatz umgeformt wird.
  2. Textwirkung beurteilen: Entscheide bei einem kurzen Sachtext, ob Aktiv oder Passiv passender ist, und begründe Deine Entscheidung mit der gewünschten Wirkung.
  3. Verantwortung sichtbar machen: Formuliere drei Passivsätze so in Aktivsätze um, dass klar wird, wer handelt oder verantwortlich ist.
  4. Grammatische Rollen vergleichen: Zeige an einem Satzpaar, wie Subjekt, Akkusativobjekt, Agens und Patiens ihre Rolle verändern.
  5. Fehleranalyse durchführen: Erkläre, warum der Satz Der Schüler wird geholfen problematisch ist, und formuliere eine korrekte Alternative.
  6. Transfer auf Fachsprache: Schreibe eine kurze naturwissenschaftliche Beobachtung einmal im Aktiv und einmal im Passiv und vergleiche die Wirkung.




Lernnachweis

Für einen überzeugenden Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen, dass Du nicht nur Formen erkennst, sondern auch ihre Wirkung verstehst. Wichtig ist, dass Du Beispiele sicher bestimmst, Umformungen korrekt ausführst und Deine Entscheidungen sprachlich begründest.

  1. Du kannst Aktiv, Vorgangspassiv und Zustandspassiv an eindeutigen Merkmalen erkennen.
  2. Du kannst erklären, welche Rolle Subjekt, Objekt, Agens und Patiens in einem Satz spielen.
  3. Du kannst geeignete Aktivsätze in Passivsätze umformen und dabei die Zeitform beachten.
  4. Du kannst Passivsätze in Aktivsätze zurückverwandeln und fehlende handelnde Personen sinnvoll ergänzen.
  5. Du kannst begründen, warum Passiv in sachlichen Texten nützlich sein kann.
  6. Du kannst kritisch prüfen, ob Passiv Verantwortung verdeckt oder den Text sachlicher macht.
  7. Du kannst eigene Texte überarbeiten und Aktiv sowie Passiv bewusst einsetzen.




OERs zum Thema

Der folgende Wikipedia-Artikel bietet vertiefende Informationen zu Aktiv und Passiv im Deutschen und kann zur Wiederholung oder Erweiterung genutzt werden.



Links


aiMOOC-Projekte





Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




aiMOOCs



aiMOOC Projekte












THE MONKEY DANCE



{{#ev:youtube | https://youtu.be/rFhZlg38Zf8?si=9KdMNZYRkRD81YTo%7C 500 | center}}

The Monkey DanceaiMOOCs

  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
  10. You You You: #Klimawandel #Klimaleugner
  11. Monkey Free: #Konformität #Macht #Kontrolle
  12. Pure Blood: #Rassismus
  13. Monkey World: #Chaos #Illusion #Manipulation
  14. Uh Uh Uh Poor You: #Kafka #BerichtAkademie #Doppelmoral
  15. The Monkey Dance Song: #Gesellschaftskritik
  16. Will You Be Mine: #Love
  17. Arbeitsheft
  18. And Thanks for Your Meat: #AntiFactoryFarming #AnimalRights #MeatIndustry


© The Monkey Dance on Spotify, YouTube, Amazon, MOOCit, Deezer, ...

{{#ev:youtube | https://youtu.be/Ob7etf9QuBo?si=t_NBA71bWg3Rq3LI%7C 500 | center}}



Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen

<inputbox>

type=create break=no preload=MOOCit Vorlage default= width=30 placeholder= Dein MOOC Titel buttonlabel=MOOC erstellen </inputbox>