Additive Fertigung und industrielle Anwendungen – Additive und konventionelle Fertigung kombinieren
Additive Fertigung und industrielle Anwendungen – Additive und konventionelle Fertigung kombinieren
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Einleitung
Additive Fertigung und industrielle Anwendungen – Additive und konventionelle Fertigung kombinieren
Zielgruppe: Auszubildende in technischen und industriellen Berufen, insbesondere Zerspanungsmechanik, Industriemechanik, Mechatronik und Technisches Produktdesign.
Lernzeit: ca. 90–120 Minuten einschließlich Simulationen und Übungen.
Ausbildungsfall: Einen Sensorhalter entwickeln, einen Prototyp prüfen, eine Montagevorrichtung gestalten und ein Metallbauteil konventionell fertigstellen.
Dein Lernziel: Du kannst additive und konventionelle Verfahren sinnvoll kombinieren, Ergebnisse beurteilen und Fertigungsschritte sicher planen.
Grundregel: Erst digital modellieren und simulieren. Reale Maschinenarbeiten erfolgen ausschließlich unter geeigneter Fachaufsicht, nach Gefährdungsbeurteilung und betrieblicher Freigabe. Keine automatische Live-Ansteuerung und keine Umgehung von Schutzeinrichtungen.
Dein Ausbildungsauftrag
Ein Betrieb benötigt einen kleinen Sensorhalter für eine Montagestation.
| Bauteil | Ausbildungsauftrag |
|---|---|
| Prototyp | Mit FFF-3D-Druck die Passform überprüfen |
| Montagehilfe | Eine einfache Positionierhilfe additiv konstruieren |
| Endbauteil | Einen Aluminiumhalter durch Fräsen und Bohren herstellen lassen |
| Nachbearbeitung | Kanten entgraten und Maße kontrollieren |
Vereinfachte Übungszeichnung: Grundplatte 60 × 40 × 5 mm, zwei Befestigungsbohrungen mit einem Mittelpunktabstand von 30,0 ± 0,2 mm. Diese Angaben sind fiktive Ausbildungswerte, keine allgemeingültigen Fertigungstoleranzen.
Wichtig: Die gedruckte Montagehilfe wird ausschließlich zur manuellen Positionierung und Sichtprüfung verwendet. Sie ist kein freigegebenes Spannmittel für eine laufende Werkzeugmaschine.
Interaktives Einstiegsmodell
3D-Modell: Addon-BoardBracket auf Wikimedia Commons
Dieses frei lizenzierte Beispielmodell zeigt einen Halter. Es ist nicht die Zeichnung unseres Sensorhalters.
Deine Aufgabe: Öffne die Dateiseite und aktiviere die interaktive 3D-Ansicht. Drehe den Halter und überlege, welche Flächen für eine Montage genau sein müssen.
Lerneinheit 1: Additiv oder konventionell?
Dauer: 8 Minuten
Additive Fertigung
Bei der Additive Fertigung wird Material gezielt hinzugefügt. Beim FFF-Verfahren entsteht das Bauteil schichtweise aus thermoplastischem Kunststoff.

Bildauftrag: Zeige auf Filamentzufuhr, Düse, Schichten und Bauplattform.

Typische Anwendungen: Anschauungsmodelle, Passformprototypen, individuelle Montagehilfen und geeignete Kleinserienteile.
Konventionelle Fertigung
Beim Fräsen und Bohren wird Material gezielt abgetragen.


Merksatz: Additiv baut auf. Zerspanung trägt ab. Beide Verfahren können einander ergänzen.
| Vergleich | Additiv | Konventionell |
|---|---|---|
| Ausgangspunkt | Digitales Modell und Ausgangsmaterial | Halbzeug oder Rohteil |
| Stärke | Komplexe Geometrien und individuelle Teile | Geeignete Funktionsflächen und reproduzierbare Bearbeitung |
| Grenze | Schichtorientierung, Oberfläche und Werkstoffeigenschaften | Werkzeugzugang, Materialabtrag und Einrichtung |
| Auswahl | Abhängig von Funktion und Stückzahl | Abhängig von Funktion und Stückzahl |
Basisaufgabe: Erkläre, weshalb eine einfache Aluminiumplatte mit präzisen Bohrungen häufig sinnvoll gefräst und gebohrt wird, während eine individuell geformte Montagehilfe für den 3D-Druck geeignet sein kann.
Feedback: Entscheidend sind Werkstoff, Funktion, Geometrie, Stückzahl, Qualität und Aufwand – nicht allein die technische Neuheit des Verfahrens.
Fachquelle: ISO/ASTM 52900:2021, 2025 bestätigt
Lerneinheit 2: Einen Prototyp digital vorbereiten
Dauer: 10 Minuten
Vom CAD-Modell zur Schichtvorschau

Ein einfaches FFF-Prototypmodell kann aus geeignetem Filament gefertigt werden. Der Slicer berechnet die vorgesehenen Druckbahnen.
Digitale Übung mit PrusaSlicer:
- Öffne ein freigegebenes Beispielmodell in PrusaSlicer.
- Vergleiche zwei Schichthöhen in der Vorschau.
- Prüfe Überhänge und erforderliche Stützstrukturen.
- Vergleiche geschätzte Druckzeit und Materialverbrauch.
- Dokumentiere die Beobachtungen, ohne einen Druckauftrag an eine Maschine zu senden.
Offizielle Prusa-Anleitung zur Schichtvorschau
Videodemonstration: PrusaSlicer 3.0 Preview, Prusa Research, September 2026.
Einordnung: Das Video zeigt eine experimentelle Softwarevorschau. Für die Ausbildungsübung genügt eine freigegebene stabile Installation mit Schichtvorschau. Die Demonstration ist kein Nachweis für die Qualität eines fertigen Bauteils.
Interaktives 3D-Testmodell
3D-Testmodell auf Wikimedia Commons öffnen
Untersuche im interaktiven Modell die Überhänge, Bohrungen und dünnen Strukturen.
Anwendungsaufgabe: Wo erwartest Du beim FFF-Druck besondere Schwierigkeiten?
Feedback: Überhänge, kleine Bohrungen und dünne Strukturen benötigen besondere Beachtung. Die Schichtvorschau hilft bei der Planung, ersetzt aber keine Maß- und Funktionsprüfung.
Lerneinheit 3: Eine Montagevorrichtung entwickeln
Dauer: 10 Minuten
Eine Vorrichtung erleichtert die wiederholbare Lagezuordnung eines Werkstücks.
Für den Ausbildungsfall soll sie den Sensorhalter bei einer manuellen Montage positionieren, ohne die endgültige Maßprüfung zu ersetzen.
Praxisdemonstration: Formlabs, „3D Printed Jigs and Fixtures“, Februar 2025.
Beobachtungsauftrag: Finde eine Montagehilfe, eine Prüfhilfe und ein Beispiel, bei dem Material- oder Belastungsanforderungen besonders wichtig sind.
Quellenkritik: Das Video stammt von einem Druckerhersteller. Die Anwendungen sind anschaulich, allgemeine Kosten- und Qualitätsvorteile müssen jedoch unabhängig geprüft werden.
Entwurfsentscheidung
| Anforderung | Konstruktive Entscheidung |
|---|---|
| Wiederholbare Lage | Definierte Anschlagflächen |
| Einfache Handhabung | Gut zugängliche Aufnahme |
| Empfindliche Oberfläche | Geeignete, überprüfte Kontaktgestaltung |
| Maßgenauigkeit | Unabhängige Messung am Metallteil |
| Sichere Verwendung | Nur freigegebener manueller Einsatz |
Anwendungsaufgabe: Zeichne eine Montagehilfe für den Sensorhalter. Markiere Anschläge, Auflage und Entnahmerichtung.
Feedback: Eine gute Vorrichtung positioniert eindeutig, lässt sich kontrollieren und besitzt einen klar definierten Verwendungsbereich. Gedruckte Kunststoffteile dürfen nicht ohne geeignete Auslegung und Freigabe als Spannmittel an Werkzeugmaschinen eingesetzt werden.
Lerneinheit 4: Konventionell fertigstellen
Dauer: 10 Minuten
Für den Sensorhalter ist im Ausbildungsfall ein Aluminium-Endbauteil vorgesehen.
Geplante Prozesskette:
| Schritt | Ergebnis |
|---|---|
| CAD | Freigegebene Geometrie |
| FFF-Prototyp | Passformprüfung |
| Konventionelle Bearbeitung | Metallischer Halter |
| Entgraten | Bearbeitete Kanten |
| Messen | Dokumentierte Maßprüfung |
| Montage | Funktionsprüfung |
Warum entgraten? Beim Bohren und Fräsen können Grate entstehen. Geeignete Nachbearbeitung verbessert Handhabung und Montage. Die erforderlichen Kantenanforderungen ergeben sich aus Zeichnung und Fertigungsunterlagen.

Messauftrag: Unterscheide Außenmessung, Innenmessung und Tiefenmessung. Wähle für jeden Prüfpunkt ein geeignetes Messverfahren. Nicht jede Lage- oder Formtoleranz lässt sich zuverlässig mit einem Messschieber prüfen.
Vertiefung: Hybride Metallfertigung
In der industriellen Hybridfertigung kann Metall additiv aufgebaut und anschließend spanend endbearbeitet werden. Beim Laserauftragschweißen wird Werkstoff örtlich aufgebracht.
Forschungsdemonstration: Fraunhofer ILT, hybride additive Fertigung durch Laserauftragschweißen an einem konventionell gefertigten Bauteil.
Vergleich: Unser Ausbildungsfall kombiniert mehrere getrennte Fertigungsschritte. Industrielle Hybridmaschinen können additive und spanende Operationen in einem integrierten System verbinden.
Merke: Auch bei hybrider Fertigung müssen Aufmaß, Aufspannung, Oberflächenqualität und Bauteilprüfung geplant werden.
Fraunhofer IWS: Laser-Fräs-Kombination
Nachbearbeitung beim Metall-3D-Druck

Forschungsdemonstration: Fraunhofer ILT, Stützstrukturen und ihre Entfernung bei Laser Powder Bed Fusion.
Transferfrage: Weshalb genügt bei anspruchsvollen additiv gefertigten Metallbauteilen das Ende des Bauprozesses häufig noch nicht?
Feedback: Stützenentfernung, Oberflächenbearbeitung, Wärmebehandlung oder Prüfung können erforderlich sein. Welche Schritte nötig sind, hängt vom Verfahren, Werkstoff und Verwendungszweck ab.
Lerneinheit 5: Digital simulieren und Qualität bewerten
Dauer: 12 Minuten
Zwei digitale Simulationsstationen
Station A – Additiv: Betrachte in PrusaSlicer ausschließlich die Modell- und Schichtvorschau.
Station B – Subtraktiv: Nutze CAMotics als lokalen 3-Achs-NC-Simulator. Untersuche nur die mitgelieferten Beispiele oder ausdrücklich freigegebene Übungsdaten.
Herstellerdemonstration: VERICUT, 2017 – Simulation additiver und spanender Bearbeitung an einer Hybridmaschine.
Wichtig: CAMotics unterstützt nur einen begrenzten G-Code-Umfang. Eine Simulation beweist weder die Sicherheit eines Maschinenprogramms noch die Fertigungsqualität. Simulierte Daten werden nicht an reale Maschinen übertragen.
Interaktives Modell: Mess- und Maßvergleich
Einfaches 3D-Volumenmodell öffnen
Drehe das Modell in der Commons-Ansicht und unterscheide sichtbare Geometrie von tatsächlicher Maßprüfung.
Virtueller Prüfauftrag:
Für den Sensorhalter gilt im Übungsfall ein Bohrungsmittelpunktabstand von 30,0 ± 0,2 mm.
| Simulierter Messwert | Entscheidung | Begründung |
|---|---|---|
| 29,9 mm | Innerhalb der Vorgabe | Im zulässigen Bereich |
| 30,2 mm | Innerhalb der Vorgabe | Am oberen Grenzwert |
| 30,3 mm | Nicht konform | Oberhalb des oberen Grenzwerts |
Feedback: Die Grenze liegt zwischen 29,8 und 30,2 mm einschließlich der Grenzwerte. Eine Abweichung darf nicht stillschweigend akzeptiert werden; die weitere Entscheidung erfolgt nach betrieblichem Prüf- und Abweichungsverfahren.
Fachquelle: NIST: Additive Manufacturing Part Qualification
Arbeitssicherheit und betriebliche Freigabe
Vor jeder realen Arbeit gelten:
- Gefährdungsbeurteilung: Arbeitsplatz, Werkstoff, Maschine und Bearbeitungsverfahren berücksichtigen.
- Unterweisung: Nur eingewiesene Personen arbeiten im freigegebenen Aufgabenbereich.
- Schutzeinrichtung: Niemals entfernen, überbrücken oder umgehen.
- Simulation: Digitale Übungen bleiben von der Maschinensteuerung getrennt.
- Fachaufsicht: Reale Bearbeitung, Entnahme, Nachbearbeitung und Prüfung nur im freigegebenen Rahmen.
- Gefahrstoff: Emissionen, heiße Oberflächen, Späne, Staub und bei Metall-3D-Druck gegebenenfalls Pulverrisiken beachten.
Stoppregel: Unklare Gefahr, fehlende Freigabe oder ungeeignete Schutzeinrichtung bedeutet: Arbeit nicht aufnehmen und die verantwortliche Fachperson informieren.
Fachquellen: DGUV/IFA – Gefahrstoffemissionen aus 3D-Druckern und DGUV – Arbeitsschutz beim 3-D-Druck.
Quellen kritisch vergleichen
| Quelle | Nutzen | Grenze |
|---|---|---|
| ISO/ASTM 52900 | Verbindliche Fachbegriffe im Normkontext | Keine Freigabe eines konkreten Bauteils |
| Fraunhofer IPK und IWS | Wissenschaftlich-technische Verfahrensbeschreibung | Forschungs- und Anwendungsbedingungen beachten |
| NIST | Qualitätsprüfung und Qualifikation | Kein Ersatz für betriebliche Prüfplanung |
| DGUV | Arbeitsschutz und Exposition | Maßnahmen hängen vom konkreten Arbeitsplatz ab |
| Herstellerdemonstration | Anschauliche Prozessbeispiele | Wirtschaftliche Aussagen unabhängig prüfen |
Quellenvergleich: Formlabs zeigt industrielle Vorteile gedruckter Vorrichtungen. NIST beschreibt Schwierigkeiten bei Maßhaltigkeit und Bauteilqualifikation. Erkläre, weshalb beide Aussagen zugleich zutreffen können.
Begründetes Feedback: Eine Vorrichtung kann Zeit sparen und trotzdem nachweisbare Grenzen bei Genauigkeit, Belastbarkeit oder Langzeitverhalten besitzen. Ein erfolgreicher Anwendungsfilm ist keine allgemeine Eignungsprüfung.
Gestufte Hilfen zum Ausbildungsfall
| Hilfestufe | Unterstützung |
|---|---|
| Hilfe 1 – Denkanstoß | Welche Funktion muss jedes Bauteil erfüllen? |
| Hilfe 2 – Prüffragen | Werkstoff? Stückzahl? Geometrie? Toleranz? Oberfläche? Risiko? |
| Hilfe 3 – Beispielentscheidung | FFF für Passformprototyp und manuelle Montagehilfe; spanende Metallbearbeitung für den Endhalter; anschließende Maß- und Funktionsprüfung |
Selbstkontrolle: Kannst Du Deine Verfahrenswahl durch Anforderungen begründen, ohne pauschal zu behaupten, 3D-Druck sei immer schneller, günstiger oder genauer?
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Wozu dient der FFF-Prototyp im Ausbildungsfall hauptsächlich? (Zur Prüfung der Passform) (!Zur endgültigen Werkstofffreigabe) (!Zum Ersatz jeder Maßprüfung) (!Zur Freigabe einer CNC-Maschine)
Was ist für das FFF-Verfahren charakteristisch? (Schichtweiser Materialauftrag) (!Spanabtrag durch einen Fräser) (!Metallumformung durch Pressen) (!Trennen mit einer Säge)
Welche Bearbeitung eignet sich für eine plane metallische Funktionsfläche? (Fräsen) (!Beliebiges Drucken ohne Prüfung) (!Ausschließlich Lackieren) (!Nur visuelle Kontrolle)
Wofür ist die gedruckte Montagehilfe hier vorgesehen? (Zur manuellen Positionierung) (!Zum ungeprüften Spannen an der CNC-Maschine) (!Zur Überbrückung einer Schutztür) (!Zur automatischen Maschinenfreigabe)
Was kannst Du in einer Slicer-Schichtvorschau untersuchen? (Geplante Druckbahnen und Überhänge) (!Die tatsächlich erreichte Metallhärte) (!Die geprüfte Zugfestigkeit des Endbauteils) (!Die endgültige betriebliche Maschinenfreigabe)
Wer entscheidet über die Freigabe realer Maschinenarbeiten? (Die dafür verantwortlichen betrieblichen Fachpersonen) (!Ein beliebiger Videokanal) (!Die Schichtvorschau allein) (!Das gedruckte Prototypmodell)
Wie ist ein Bohrungsabstand von 30,3 mm bei einer Vorgabe von 30,0 plusminus 0,2 mm zu bewerten? (Nicht konform zur Vorgabe) (!Genau auf dem oberen Grenzwert) (!Immer ohne Nachprüfung verwendbar) (!Automatisch durch den Prototyp freigegeben)
Was beschreibt eine additive und subtraktive Prozesskombination? (Material aufbauen und gezielt abtragen) (!Ausschließlich Kunststoff schmelzen) (!Nur einen Fräser wechseln) (!Ein fertiges Werkstück verpacken)
Welche Organisation ist eine geeignete Fachquelle für Fragen zum Arbeitsschutz? (DGUV) (!Ein nicht überprüfter Werbekommentar) (!Eine anonyme Produktbewertung) (!Eine unbelegte Kostenbehauptung)
Wie sollten Aussagen in einem Herstellervideo bewertet werden? (Durch unabhängige Fachquellen und Anwendungsdaten überprüfen) (!Grundsätzlich als universellen Qualitätsnachweis übernehmen) (!Ohne Sicherheitsprüfung auf Maschinen übertragen) (!Als Ersatz für Normen verwenden)
Quiz-Feedback: Die richtige Wahl ergibt sich jeweils aus dem Zusammenhang zwischen Bauteilfunktion, Fertigungsverfahren, Prüfung und Sicherheit. Besonders wichtig: Eine digitale Vorschau ersetzt keine reale Qualifikation.
Memory
| FFF | Schichtweiser Kunststoffauftrag |
| Fräsen | Spanende Flächenbearbeitung |
| Slicer | Berechnung von Druckbahnen |
| Montagelehre | Wiederholbare Lagezuordnung |
| Entgraten | Entfernen unerwünschter Grate |
| Toleranz | Zulässiger Abweichungsbereich |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Aufgabe im Fertigungsprozess |
|---|---|
| CAD-Modell | Geometrie festlegen |
| Schichtvorschau | Druckbahnen digital prüfen |
| Passformprototyp | Einbausituation untersuchen |
| Metallbearbeitung | Endbauteil herstellen |
| Maßprüfung | Abweichungen feststellen |
| Dokumentation | Ergebnisse nachvollziehbar sichern |
Kreuzworträtsel
| Filament | Wie heißt der drahtförmige Kunststoff-Ausgangswerkstoff beim FFF? |
| Slicer | Welche Software zerlegt das digitale Druckmodell in Schichten? |
| Vorrichtung | Was unterstützt die definierte Positionierung eines Werkstücks? |
| Fraesen | Welches spanende Verfahren bearbeitet Flächen mit rotierendem Werkzeug? |
| Toleranz | Wie heißt der zulässige Bereich einer Maßabweichung? |
| Entgraten | Wie heißt das Entfernen unerwünschter Grate? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Bearbeite zunächst die Basisaufgaben, anschließend die Anwendungs- und Transferaufgaben. Nutze bei Bedarf die drei Hilfestufen.
Leicht – Basisaufgaben
- Fertigungsverfahren: Beschrifte zwei Bilder mit Materialauftrag und Materialabtrag.
- Prototyp: Skizziere einen Sensorhalter und markiere die zu überprüfenden Passflächen.
- 3D-Modell: Drehe das verlinkte STL-Modell und zeichne eine Ansicht mit wichtigen Funktionsflächen.
- Medienkompetenz: Ordne drei verwendete Quellen als Norm, Forschung oder Herstellerinformation ein.
Standard – Anwendungsaufgaben
- Slicer: Vergleiche zwei Schichthöhen in der Offline-Vorschau und dokumentiere Materialbedarf, Zeit und mögliche Probleme.
- Vorrichtung: Entwickle eine manuelle Positionierhilfe und zeichne ihre Anschlag- und Auflageflächen.
- Qualitätssicherung: Bewerte die Übungsmesswerte 29,9 mm, 30,2 mm und 30,3 mm und dokumentiere Deine Entscheidungen.
- Arbeitsplanung: Erstelle einen digitalen Arbeitsplan vom Prototyp bis zur Abnahme des Metallhalters.
Schwer – Transferaufgaben
- Wirtschaftlichkeit: Vergleiche für eine Einzelfertigung und eine große Serie additive und konventionelle Varianten anhand begründeter Kostenannahmen.
- Hybridfertigung: Entwirf eine alternative Prozesskette mit metallischem Materialauftrag und anschließender spanender Endbearbeitung.
- Quellenkritik: Untersuche eine Herstelleraussage anhand einer Forschungsquelle und einer Norm oder DGUV-Veröffentlichung.
- Fertigungsoptimierung: Gestalte eine kurze Präsentation, die Verfahren, Nachbearbeitung, Qualitätsprüfung, Sicherheit und Medienrechte zusammenführt.


Begründetes Feedback zu den Aufgaben
| Niveau | Gute Lösung erkennbar an | Häufiger Denkfehler |
|---|---|---|
| Basis | Du unterscheidest Aufbau, Abtrag und Verwendungszweck | 3D-Druck als grundsätzlich überlegen darstellen |
| Anwendung | Du verknüpfst Fertigungsplanung, Maßprüfung und Sicherheit | Die Vorschau als reale Messung betrachten |
| Transfer | Du begründest die Prozesswahl mit nachprüfbaren Anforderungen und Annahmen | Werbeaussagen ohne Beleg verallgemeinern |
Zusatzfeedback: Eine besonders gute Lösung berücksichtigt nicht nur die Fertigungszeit, sondern auch Rüstaufwand, Nachbearbeitung, Ausschussrisiko, Messaufwand und betriebliche Freigaben.
Lernkontrolle
- Verfahrensauswahl: Ein Betrieb benötigt zunächst einen Prototyp und später mehrere Hundert belastbare Metallhalter. Entwickle einen begründeten Fertigungsplan und erläutere, wann Du das Verfahren wechseln würdest.
- Konstruktionsänderung: Die ursprüngliche Montagehilfe verformt sich bei der Verwendung. Leite mögliche Ursachen ab und entwickle eine geeignete Vorgehensweise zur Überprüfung.
- Fehleranalyse: Ein Bauteil passt optisch in die gedruckte Vorrichtung, liegt aber außerhalb der Zeichnungstoleranz. Begründe, welches Prüfergebnis Vorrang hat und weshalb.
- Prozessintegration: Vergleiche den getrennten Prototypen- und Fräsprozess mit einer industriellen Laser-Fräs-Kombination. Diskutiere Nutzen, Grenzen und Sicherheitsanforderungen.
- Quellenbewertung: Ein Anbieter verspricht deutliche Kosteneinsparungen durch 3D-Druck. Formuliere, welche Daten Du benötigst, um diese Aussage für Deinen Betrieb zu überprüfen.
- Sicherheitsentscheidung: Ein Maschinenprogramm wurde digital simuliert, aber nicht betrieblich freigegeben. Entwickle eine fachlich richtige Entscheidung mit Begründung.
Bewertung: Bei allen Aufgaben zählt eine nachvollziehbare Begründung mit Bezug auf Funktion, Qualität, Wirtschaftlichkeit, Quellenlage und Arbeitsschutz stärker als das bloße Nennen von Fachbegriffen.
Lernnachweis
Für Deinen Lernnachweis erstellst Du eine digitale Ausbildungsmappe mit folgenden Bestandteilen:
- Eine beschriftete Skizze des Sensorhalters.
- Einen begründeten Vergleich additiver und konventioneller Fertigung.
- Eine dokumentierte Schichtvorschau des Prototyps.
- Eine Zeichnung der manuellen Montagevorrichtung.
- Einen Prozessplan für Fertigung und Nachbearbeitung.
- Ein ausgefülltes virtuelles Maßprüfprotokoll.
- Eine Sicherheitsbewertung mit den erforderlichen Freigaben.
- Einen kritischen Vergleich mindestens dreier unterschiedlicher Fachquellen.
Erfolgskriterium: Du kannst erklären, warum Du einen bestimmten Fertigungsschritt gewählt hast, welche Prüfungen erforderlich sind und wo die Grenzen Deiner Entscheidung liegen.
OERs zum Thema
Wikipedia: 3D-Druck
Fachlich geprüfte und ergänzende Quellen
- ISO/ASTM 52900:2021 – Normative Grundlagen und Begriffe; 2025 bestätigt.
- Fraunhofer IPK – Additive und konventionelle Verfahren im Vergleich.
- Fraunhofer IWS – Industrielle Laser-Fräs-Kombinationen.
- NIST – Bauteilqualifikation und Messtechnik.
- DGUV/IFA – Untersuchung von Gefahrstoffemissionen.
- Prusa Research – Dokumentierte Schichtvorschau.
- CAMotics – Frei verfügbare 3-Achs-NC-Simulation mit begrenztem G-Code-Umfang.
Medienrechte und Nachweise
Die folgenden Dateien wurden auf Wikimedia Commons mit ausgewiesenen freien Lizenzen beziehungsweise Gemeinfreiheit gefunden. Die Dateiseiten enthalten die maßgeblichen Lizenzangaben.
| Medium auf Wikimedia Commons | Urheber | Angegebene Lizenz |
|---|---|---|
| FDM printing diagram.svg | Gringer | CC0 |
| 3D Printing.jpg | MukhtaromST | CC0 |
| CNC milling machine.jpg | Impressionmanufacturer | CC BY-SA 4.0 |
| Small milling cutter.jpg | Sevela.p | CC BY-SA 3.0 |
| Filaments PLA.jpg | Richardspa | CC0 |
| Deburring tool.jpg | Wizard191 | CC BY-SA 3.0 |
| Vernier caliper legends de.svg | Joaquim Alves Gaspar, Antilived, Sebastian Wallroth | Unter anderem CC BY 2.5 |
| Selective laser melting.jpg | Chaolin Tan und weitere | CC BY 4.0 |
| Addon-BoardBracket.stl | Rafa Couto | CC BY-SA 4.0 |
| 3D Printer test stl.stl | Marián Trpkoš | CC BY 4.0 |
| Volumen-Kalibriermodell | Paulo Kiefe | Gemeinfrei |
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