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Abwicklungen für Blechbauteile erstellen - Schmied

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Abwicklungen für Blechbauteile erstellen - Schmied




Abwicklungen für Blechbauteile erstellen - Schmied


Einleitung

Beim Herstellen von Blechteilen in der Schmiedetechnik, im Metallbau, im Behälterbau oder in der Metallgestaltung reicht es nicht, nur die räumliche Form eines Bauteils zu kennen. Vor dem Zuschneiden musst Du ermitteln, welche ebene Form die Platine besitzen muss, damit nach dem Biegen, Kanten, Rollen, Treiben, Falzen oder Fügen das gewünschte Werkstück entsteht. Diese ebene Zuschnittsform heißt Abwicklung.

Für Schmiedinnen und Schmiede ist das Thema besonders wichtig, wenn beispielsweise Hülsen, Trichter, Abdeckungen, Rosetten, Schaufelblätter, Ofenbauteile, Übergangsstücke oder dekorative Hohlkörper gefertigt werden. Eine gute Abwicklung spart Werkstoff, reduziert Nacharbeit und verbessert Maßhaltigkeit und Passung. Sie verbindet Technisches Zeichnen, Darstellende Geometrie, Blechbearbeitung, Umformen und praktische Werkstattarbeit.


Lernziele

Nach diesem Lernkurs kannst Du die Geometrie eines Blechbauteils analysieren, ein geeignetes Abwicklungsverfahren auswählen, wahre Längen übertragen, Biege- und Fügezuschläge berücksichtigen und die Abwicklung für den Zuschnitt kontrollieren. Außerdem kannst Du einfache Abwicklungen von Hand konstruieren und die Ergebnisse eines CAD-Systems fachlich prüfen.

  1. Abwicklung verstehen: Du unterscheidest räumliche Bauteilform, ebene Platine und fertiges Blechbauteil.
  2. Verfahren auswählen: Du ordnest Parallel-, Radial- und Dreiecksverfahren passenden Körperformen zu.
  3. Biegung berücksichtigen: Du beziehst Blechdicke, Innenradius, Biegewinkel und Lage der neutralen Faser ein.
  4. Ergebnis prüfen: Du kontrollierst Maße, Winkel, Nahtlage, Zugaben, Fertigbarkeit und Arbeitssicherheit.


Zentrale Fachbegriffe

Fachbegriff Bedeutung
Platine Eben zugeschnittener Blechrohling vor dem Umformen.
Abwicklung Ebene Darstellung beziehungsweise Zuschnittsform der Mantel- und Teilflächen eines räumlichen Bauteils.
Gestreckte Länge Länge eines gebogenen Werkstückabschnitts entlang der für die Berechnung festgelegten neutralen Schicht.
Neutrale Faser Gedachte Schicht in der Biegezone, deren Länge sich beim Biegen näherungsweise nicht ändert.
Biegezuschlag Länge des gebogenen Abschnitts entlang der neutralen Faser.
Biegeverkürzung Korrekturwert, der bei der Ermittlung der Platinenlänge aus Außen- oder Schenkelmaßen berücksichtigt wird.
Biegeradius Radius an der Innenseite der Biegung.
Rückfederung Elastische Winkeländerung des Blechs nach dem Entlasten.
Nahtzugabe Zusätzliches Material für eine Falz-, Überlapp-, Niet-, Löt- oder Schweißverbindung.


Vom räumlichen Körper zur ebenen Abwicklung

Eine Abwicklung entsteht, indem die abwickelbaren Flächen eines Körpers gedanklich aufgetrennt und ohne Dehnen oder Stauchen in die Ebene gelegt werden. Zylinder-, Kegel-, Prisma- und Pyramidenflächen sind geometrisch abwickelbar. Doppelt gekrümmte Flächen, etwa eine Kugelfläche, lassen sich dagegen nicht verzerrungsfrei in eine Ebene übertragen. Solche Formen werden in der Praxis segmentiert, facettiert, angenähert oder durch Treiben und Stauchen aus einem Zuschnitt hergestellt.

Bei jeder Konstruktion musst Du zuerst klären, welche Kanten echte Bauteilkanten, Biegelinien, Mantellinien, Hilfslinien oder Fügekanten sind. Erst dann kann entschieden werden, an welcher Stelle der Mantel aufgetrennt wird und wo eine Naht oder Überlappung günstig liegt.


Abwicklungsverfahren


Parallelverfahren für Prismen und Zylinder

Beim Parallelverfahren verlaufen die Mantellinien parallel. Ein gerades Prisma wird zu einer Folge von Rechtecken. Der Mantel eines geraden Kreiszylinders wird zu einem Rechteck. Seine Länge entspricht dem Umfang auf der maßgebenden Berechnungslinie, seine Breite der Zylinderhöhe.

Für einen dünnwandigen Zylindermantel gilt vereinfacht:

b=πdn+zN

Dabei ist dn der Durchmesser auf der neutralen Berechnungslinie und zN die Nahtzugabe. Ob Innen-, Mittel- oder Außendurchmesser vorgegeben ist, muss aus Zeichnung, Funktion und Fertigungsverfahren hervorgehen. Bei einem schrägen Zylinderschnitt wird der Umfang in gleiche Teile geteilt; anschließend werden die Höhen der Schnittkurve aus einer Ansicht in die Abwicklung übertragen.


Radialverfahren für Kegel und Pyramiden

Beim Radialverfahren laufen die Mantellinien in einer Spitze zusammen. Der Mantel eines Kegels wird als Kreissektor, der eines Kegelstumpfs als Kreisringsektor abgewickelt. Entscheidend sind die wahren Mantellängen. Bei einer Pyramide werden die Dreiecksflächen nacheinander um die Spitze angetragen.


Dreiecksverfahren für Übergangsstücke

Das Dreiecksverfahren, auch Triangulation genannt, eignet sich für Übergänge zwischen unterschiedlichen Querschnitten, für versetzte Anschlüsse und für unregelmäßige Flächen. Die Mantelfläche wird gedanklich in Dreiecke zerlegt. Von jedem Dreieck müssen die wahren Seitenlängen bestimmt und anschließend Zirkel für Zirkel in die Ebene übertragen werden.

Ein typisches Beispiel ist ein Übergang von rechteckig auf rund. Eine ideal glatte Rundung ist nicht exakt abwickelbar. Deshalb wird der runde Anschluss in mehrere Abschnitte geteilt und das Übergangsstück facettiert. Mit steigender Teilungszahl wird die Annäherung genauer, zugleich steigen Konstruktions- und Fertigungsaufwand.


Näherungsverfahren bei doppelt gekrümmten Flächen

Kugelige, stark gewölbte oder frei geformte Flächen lassen sich nicht ohne Verzerrung abwickeln. In der Schmiedewerkstatt werden sie häufig in Streifen oder Segmente unterteilt, als Schablone angenähert oder durch Treiben, Stauchen und Strecken geformt. Die Abwicklung ist dann nicht nur eine geometrische Konstruktion, sondern Teil einer fertigungstechnischen Planung. Materialfluss, Übermaß zum Beschneiden und die Reihenfolge der Umformschritte müssen mitgedacht werden.


Biegeabwicklung und neutrale Faser

Beim Biegen wird die Außenseite der Biegezone gedehnt und die Innenseite gestaucht. Dazwischen liegt eine neutrale Schicht, deren Länge sich näherungsweise nicht ändert. Sie liegt in der Praxis meist nicht genau in der Mitte der Blechdicke. Ihre Lage hängt unter anderem von Werkstoff, Blechdicke, Innenradius, Biegewinkel, Walzrichtung und Biegeverfahren ab.

Die Bogenlänge entlang der neutralen Schicht kann mit folgender Grundformel beschrieben werden:

lB=φ180π(ri+xs)

Dabei bezeichnet lB den Biegezuschlag, φ den tatsächlichen Biegewinkel als Richtungsänderung, ri den Innenradius, s die Blechdicke und x den Lagefaktor der neutralen Schicht zwischen Innen- und Außenseite. In Tabellenwerken und CAD-Systemen wird häufig ein k-Faktor verwendet. Vor der Rechnung musst Du prüfen, wie dieser Faktor im jeweiligen System definiert ist.


Biegezuschlag, Biegeverkürzung und Rückfederung

Der Biegezuschlag ist die Bogenlänge der neutralen Schicht in der Biegezone. Die Biegeverkürzung ist dagegen ein Abzugswert, wenn die gestreckte Länge aus äußeren Schenkelmaßen berechnet wird. Beide Begriffe dürfen nicht verwechselt werden. Für betriebliche Aufgaben sind freigegebene Biegetabellen, Versuchsbiegungen und die festgelegten Werkzeugdaten maßgebend.

Beispiel: Bei einer Biegung um 90, einem Innenradius von 3mm, einer Blechdicke von 2mm und einem angenommenen Lagefaktor x=0,4 ergibt sich:

lB=90180π(3+0,42)5,97mm

Das Ergebnis beschreibt nur den gebogenen Abschnitt. Für die gesamte Platinenlänge kommen die geraden Abschnitte hinzu. Materialstreuung, Werkzeugöffnung, Biegeradius und Rückfederung können das reale Ergebnis verändern.


Zusätzliche Zugaben und fertigungsgerechte Gestaltung

Zur reinen geometrischen Abwicklung kommen fertigungstechnische Zugaben. Dazu gehören Nahtzugaben, Falzzugaben, Bördelränder, Umschläge, Schweißspalte, Beschnittzugaben und gegebenenfalls Übermaße für das Treiben. Die Zugaben werden erst nach der geometrischen Grundkonstruktion ergänzt und eindeutig gekennzeichnet.

Biegelinien benötigen ausreichend Abstand zu Löchern, Ausschnitten und Kerben. An zusammentreffenden Biegekanten können Biegefreistiche erforderlich sein, damit das Material nicht unkontrolliert aufreißt oder sich überlappt. Scharfe Innenecken, zu kleine Radien und ungünstige Biegungen quer zur Werkstoffstruktur erhöhen die Rissgefahr.


Arbeitsablauf in der Schmiedewerkstatt

  1. Auftrag klären: Prüfe Bauteilfunktion, Zeichnung, Werkstoff, Blechdicke, Toleranzen, Stückzahl und Fügeverfahren.
  2. Bezug festlegen: Bestimme Hauptansicht, Grundlinie, Symmetrieachsen, Trennkante und spätere Nahtlage.
  3. Verfahren wählen: Entscheide zwischen Parallel-, Radial-, Dreiecks- oder Näherungsverfahren.
  4. Wahre Längen ermitteln: Konstruiere verkürzte Strecken in wahrer Größe, bevor Du sie in die Abwicklung überträgst.
  5. Biegung berechnen: Verwende betriebliche Werte für Radius, Biegeverkürzung oder k-Faktor.
  6. Zugaben ergänzen: Trage Naht-, Falz-, Bördel- und Beschnittzugaben getrennt von der Fertigkontur ein.
  7. Übertragen: Übertrage die Abwicklung mit Reißnadel, Höhenreißer, Stahllineal, Winkel, Zirkel oder Schablone auf das Blech.
  8. Zuschneiden: Schneide mit geeignetem Verfahren und beachte Schnittspalt, Schnittfuge und Materialausnutzung.
  9. Kanten bearbeiten: Entferne Grate und entschärfe Kanten vor weiteren Arbeitsgängen.
  10. Formen und Fügen: Biege, rolle, treibe, falze oder füge in einer geplanten Reihenfolge.
  11. Kontrollieren: Vergleiche Maße, Winkel, Diagonalen, Nahtlage und Passung mit Zeichnung oder Lehre.


Beispiel 1: Zylindrische Hülse

Eine dünnwandige Hülse soll einen maßgebenden Durchmesser von 120mm, eine Höhe von 180mm und eine Überlappungszugabe von 8mm erhalten. Die Rechteckbreite der Abwicklung beträgt näherungsweise:

b=π120+8384,99mm

Für die Werkstatt wird abhängig von Toleranz und Verfahren ein sinnvoller Wert festgelegt, beispielsweise 385,0mm. Vor dem Zuschnitt ist zu prüfen, ob der Durchmesser innen, außen oder auf der neutralen Schicht gelten soll. Bei dickeren Blechen ist diese Unterscheidung entscheidend.


Beispiel 2: Kegelstumpf

Ein gerader Kegelstumpf besitzt den großen Durchmesser D=200mm, den kleinen Durchmesser d=100mm und die senkrechte Höhe h=150mm. Zuerst wird die Mantellänge des Stumpfs bestimmt:

sm=h2+(Dd2)2158,11mm

Für den Kreisringsektor ergeben sich der Außenradius R, der Innenradius r und der Mittelpunktswinkel α:

R=smDDd316,23mm

r=smdDd158,11mm

α=180Ddsm113,84

Erst danach werden Naht- und Beschnittzugaben ergänzt. Für reale Bauteile müssen außerdem Blechdicke, Formverfahren und zulässige Abweichungen berücksichtigt werden.


Beispiel 3: Übergang eckig auf rund

Bei einem Übergang von Rechteck auf Kreis teilst Du den Kreis in gleich große Abschnitte. Die Eck- und Teilpunkte werden mit den Rechteckpunkten zu Dreiecken verbunden. Da viele Verbindungslinien in den Ansichten verkürzt erscheinen, müssen ihre wahren Längen mit einer Hilfskonstruktion bestimmt werden. Anschließend wird Dreieck für Dreieck in der Abwicklung angetragen. Eine Kontrollmessung der Randlängen und Diagonalen verhindert, dass sich kleine Zirkel- oder Übertragungsfehler über die gesamte Kontur aufsummieren.


Manuelle Konstruktion und CAD

Die Handkonstruktion macht geometrische Zusammenhänge sichtbar und ermöglicht eine Plausibilitätsprüfung. CAD-Systeme beschleunigen Varianten, Änderungen und die Ausgabe für CNC-Schneiden. Sie liefern aber nur dann eine brauchbare Abwicklung, wenn Blechdicke, Innenradius, Biegeregel, Reliefs, Trennfugen, Materialrichtung und Korrekturwerte richtig eingestellt sind.

Vor der Freigabe einer CAD-Abwicklung solltest Du prüfen, ob alle Biegungen tatsächlich abwickelbar sind, ob die Naht sinnvoll liegt, ob Biegefreistiche vorhanden sind und ob die exportierte DXF-Datei nur die benötigten Konturen enthält. Eine kleine Versuchsbiegung kann die hinterlegte Biegetabelle absichern.


Qualitätskontrolle

Eine fachgerechte Kontrolle beginnt vor dem Zuschnitt. Prüfe die Summenmaße, Symmetrie, Umfangslängen, wahren Längen, Winkel und Zugaben. Nach dem Umformen werden Fertigmaße, Biegeradien, Winkel, Ebenheit, Rundheit, Nahtspalt und Passung kontrolliert. Risse, Kerben, starke Druckstellen und scharfkantige Grate sind Qualitätsmängel.

Für Einzelstücke eignen sich Schablonen, Winkel, Stahllineal, Messschieber, Radiuslehren und Anreißproben. Bei Wiederholteilen können Grenzlehren, Anschläge, Prüfvorrichtungen oder digitale Messmittel sinnvoll sein. Messergebnisse müssen auf die Zeichnung und die vereinbarten Toleranzen bezogen werden.


Arbeitssicherheit und Umweltschutz

Blechkanten können schwere Schnittverletzungen verursachen. Trage beim Handhaben scharfkantiger Bleche geeigneten Schnittschutz, sofern die Gefährdungsbeurteilung und das Arbeitsverfahren dies erlauben. An angetriebenen Walzen oder anderen Maschinen mit Einzugsgefahr dürfen Handschuhe eine zusätzliche Gefahr darstellen. Halte Schutzabstände ein, nutze vorhandene Schutzeinrichtungen und bediene Maschinen nur nach Einweisung.

Beim Trennen und Schleifen sind Augen- und gegebenenfalls Gehörschutz erforderlich. Warm umgeformte Bleche müssen eindeutig als heiß gekennzeichnet werden. Beim Schweißen, Löten oder Erwärmen sind Brandschutz und wirksame Lüftung zu beachten. Scharfkantige Reststücke gehören sofort in vorgesehene Sammelbehälter.

Eine günstige Verschachtelung der Abwicklungen reduziert Verschnitt. Wiederverwendbare Schablonen, getrennte Sammlung von Metallen und die Wahl eines geeigneten Zuschnittverfahrens verbessern die Ressourceneffizienz.


Häufige Fehler und ihre Vermeidung

Fehler Folge Vermeidung
Innen-, Außen- und Neutralmaß verwechselt Falscher Umfang oder falsche Schenkellänge Maßbezug in Zeichnung und Rechnung eindeutig kennzeichnen
Verkürzte Strecke direkt übertragen Übergangsstück passt nicht Wahre Länge mit Hilfsansicht oder rechtwinkligem Dreieck ermitteln
Biegeverkürzung nicht berücksichtigt Fertigmaß wird zu groß oder zu klein Betriebliche Biegetabelle oder Versuchsbiegung verwenden
Zugaben in die Grundgeometrie eingerechnet Kontur ist schwer kontrollierbar Erst Grundabwicklung, dann Zugaben getrennt ergänzen
Ungeeignete Nahtlage Schlechte Zugänglichkeit oder sichtbare Störung Naht nach Funktion, Fertigung und Gestaltung festlegen
Zu wenige Teilpunkte Grobe Facetten und schlechte Passung Teilungszahl an Form, Größe und Toleranz anpassen


Zusammenfassung

Eine Abwicklung ist die fertigungsgerechte ebene Zuschnittsform eines räumlichen Blechbauteils. Zylinder und Prismen werden überwiegend mit dem Parallelverfahren, Kegel und Pyramiden mit dem Radialverfahren und Übergangsstücke mit dem Dreiecksverfahren konstruiert. Bei Biegeteilen müssen neutrale Faser, Biegezuschlag, Biegeverkürzung, Rückfederung und betriebliche Korrekturwerte berücksichtigt werden. Gute Ergebnisse entstehen durch eine klare Bezugssystematik, wahre Längen, getrennt eingetragene Zugaben, sichere Arbeitsabläufe und konsequente Maßkontrolle.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was bezeichnet die Abwicklung eines Blechbauteils? (Die ebene Zuschnittsform vor dem Umformen) (!Die Oberflächenbeschichtung des fertigen Bauteils) (!Die Härteprüfung des verwendeten Werkstoffs) (!Die Schweißfolge einer Baugruppe)




Für welche Körper eignet sich das Parallelverfahren besonders? (Für Prismen und Zylinder) (!Für Kugeln und Ellipsoide) (!Für beliebige doppelt gekrümmte Flächen) (!Für massive Schmiedegesenke)




Welches Verfahren wird häufig für Kegel und Pyramiden verwendet? (Das Radialverfahren) (!Das Tiefziehverfahren) (!Das Rundschleifverfahren) (!Das Strangpressverfahren)




Wozu dient das Dreiecksverfahren? (Zur Abwicklung unregelmäßiger Übergangsstücke) (!Zur Bestimmung der Werkstoffhärte) (!Zur Berechnung einer Schweißstromstärke) (!Zur Prüfung einer Oberflächenrauheit)




Was geschieht an der Außenseite einer Biegezone? (Der Werkstoff wird gedehnt) (!Der Werkstoff bleibt immer vollständig spannungsfrei) (!Der Werkstoff wird nur gestaucht) (!Der Werkstoff wird automatisch gehärtet)




Welche Größe gehört zur Berechnung des Biegezuschlags? (Der Innenradius) (!Die Farbe der Anreißlinie) (!Die Länge des Schraubstocks) (!Die Körnerspitzenbreite)




Wann werden Naht- und Falzzugaben zweckmäßig ergänzt? (Nach der geometrischen Grundabwicklung) (!Vor der Festlegung der Bauteilform) (!Erst nach dem vollständigen Fügen) (!Nur bei massiven Schmiedeteilen)




Warum müssen verkürzt dargestellte Strecken als wahre Längen konstruiert werden? (Damit sie maßrichtig in die Abwicklung übertragen werden) (!Damit das Blech automatisch weicher wird) (!Damit kein Entgraten notwendig ist) (!Damit die Walzrichtung bedeutungslos wird)




Was ist bei einem CAD-Flachmuster besonders zu prüfen? (Ob Blechdicke und Biegeregel richtig eingestellt sind) (!Ob die Bildschirmhelligkeit maximal ist) (!Ob alle Linien dieselbe Farbe besitzen) (!Ob das Modell ohne Maße gespeichert wurde)




Welche Maßnahme reduziert Werkstoffverschnitt? (Eine günstige Verschachtelung der Abwicklungen) (!Eine größere Nahtzugabe an jeder Kante) (!Das ungeplante Ausschneiden von Einzelteilen) (!Das Verdoppeln aller Beschnittzugaben)





Memory

Abwicklung Ebene Zuschnittsform
Parallelverfahren Zylindermantel
Radialverfahren Kegelmantel
Dreiecksverfahren Übergangsstück
Neutrale Faser Längenkonstante Schicht
Biegeverkürzung Korrektur der Platinenlänge
Rückfederung Winkeländerung nach Entlastung
Nahtzugabe Material für die Verbindung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Prisma Parallelverfahren
Kegel Radialverfahren
Rechteck-Rund-Übergang Dreiecksverfahren
Gebogener Schenkel Biegeverkürzung
Überlappverbindung Nahtzugabe






Kreuzworträtsel

Abwicklung Wie heißt die ebene Zuschnittsform eines räumlichen Blechbauteils?
Mantellinie Welche Linie verläuft auf der Oberfläche eines Zylinders oder Kegels?
Biegeradius Welche Größe beschreibt die Rundung an der Innenseite einer Biegung?
Blechschere Welches Handwerkzeug trennt dünnes Blech?
Triangulation Wie heißt die Zerlegung einer Fläche in Dreiecke?
Rückfederung Wie heißt die elastische Winkeländerung nach dem Entlasten?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Die ebene Zuschnittsform eines räumlichen Blechteils heißt

. Ein zylindrischer Mantel wird meist mit dem

konstruiert. Für einen Kegelmantel eignet sich das

. Unregelmäßige Übergangsstücke werden häufig durch

in Dreiecke zerlegt. Beim Biegen wird die Außenseite des Blechs

. Die gedachte längenkonstante Schicht heißt

. Der Korrekturabzug bei der Berechnung aus Schenkelmaßen wird

genannt. Zusätzliches Material für eine Verbindung heißt

. Verkürzt dargestellte Strecken müssen vor dem Übertragen als

bestimmt werden. Nach dem Zuschneiden werden scharfe Kanten durch

bearbeitet. Ein CAD-Flachmuster ist nur zuverlässig, wenn die

richtig eingestellt ist. Eine günstige Anordnung mehrerer Zuschnitte auf einer Blechtafel heißt

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Fachwortkarte: Gestalte eine Karte mit zehn Fachbegriffen, kurzen Erklärungen und einer eigenen Skizze.
  2. Papiermodell: Konstruiere die Abwicklung eines Zylinders, schneide sie aus und überprüfe den Umfang am Modell.
  3. Werkzeugerkundung: Fotografiere oder zeichne Werkzeuge zum Anreißen, Trennen, Entgraten und Biegen und beschreibe ihren sicheren Einsatz.
  4. Fehlerbild: Zeichne ein falsch abgewickeltes Blechteil und markiere mindestens vier erkennbare Fehler.


Standard

  1. Kegelstumpfmodell: Berechne und konstruiere einen Kreisringsektor für einen selbst gewählten Kegelstumpf und fertige ein Kartonmodell.
  2. Versuchsbiegung: Plane eine Biegeprobe, mit der ein betrieblicher Korrekturwert für ein ausgewähltes Blech ermittelt werden kann.
  3. Interview: Befrage eine Fachkraft zu Biegeverkürzung, Rückfederung und typischen Fehlern bei Abwicklungen und fasse die Ergebnisse zusammen.
  4. Verschachtelungsplan: Ordne mehrere gleiche Abwicklungen auf einer Blechtafel an und vergleiche zwei Varianten hinsichtlich Verschnitt.


Schwer

  1. Übergangsstück: Konstruiere einen rechteckig-runden Übergang mit mindestens acht Kreisteilungen und dokumentiere jede wahre Länge.
  2. CAD-Prüfung: Erstelle ein Blechmodell im CAD, ändere den k-Faktor und untersuche, wie sich die Flachlänge verändert.
  3. Schmiedeprojekt: Entwirf ein dekoratives Hohlbauteil aus Blech, plane Segmente, Nahtlagen, Umformfolge und Beschnitt.
  4. Lehrvideo: Produziere ein kurzes Video, in dem Du eine Abwicklung konstruierst, auf Blech überträgst und die Sicherheitsregeln erklärst.




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Lernkontrolle

  1. Verfahrensauswahl: Vergleiche einen geraden Zylinder, einen Kegelstumpf und einen versetzten Rechteck-Rund-Übergang. Begründe für jedes Bauteil das geeignete Abwicklungsverfahren.
  2. Fehlerfortpflanzung: Erkläre, wie sich ein kleiner Fehler bei einer wahren Länge auf ein trianguliertes Übergangsstück auswirken kann, und entwickle zwei Kontrollmöglichkeiten.
  3. Biegeparameter: Beurteile, warum dieselbe CAD-Abwicklung bei zwei unterschiedlichen Werkstoffen zu abweichenden Fertigmaßen führen kann.
  4. Nahtlage: Wähle für einen sichtbaren, zylindrischen Leuchtenkörper eine geeignete Nahtlage und begründe Deine Entscheidung aus fertigungstechnischer und gestalterischer Sicht.
  5. Ressourceneffizienz: Entwickle einen Arbeitsplan, der Verschnitt, Nacharbeit und Energieeinsatz bei einer Kleinserie von Blechtrichtern reduziert.
  6. Gefährdungsbeurteilung: Analysiere den Arbeitsablauf vom Blechtransport bis zum Biegen und ordne jeder Phase geeignete Schutzmaßnahmen zu.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du nicht nur Formeln anwenden, sondern eine Abwicklung vollständig planen, begründen, fertigen und kontrollieren kannst.

  1. Eine normgerechte oder eindeutig lesbare Skizze des Bauteils mit Maßen, Bezugslinien und Nahtlage
  2. Die begründete Wahl des Abwicklungsverfahrens
  3. Die nachvollziehbare Konstruktion aller wahren Längen
  4. Die Berechnung von Umfang, Mantellängen, Biegezuschlägen oder Biegeverkürzungen
  5. Die getrennte Darstellung von Grundkontur und Fertigungszugaben
  6. Eine maßstäbliche Papier-, Blech- oder CAD-Abwicklung
  7. Eine dokumentierte Maß- und Plausibilitätskontrolle
  8. Eine Reflexion zu Fehlerquellen, Arbeitssicherheit und Werkstoffausnutzung




OERs zum Thema


Freie Medien und fachliche Vertiefung

  1. Wikimedia Commons: Blechabwicklung
  2. Wikimedia Commons: neutrale Faser
  3. Wikimedia Commons: abgewickeltes Übergangsstück
  4. Wikipedia: Blechabwicklung
  5. Wikipedia: Biegeverkürzung



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