Abschied - Uhland, Ludwig - Gedichtanalyse
Einleitung
Ludwig Uhlands „Abschied“ erzählt von einem jungen Mann, der seine Heimat verlässt. Die Menschen begleiten ihn mit Musik. Er ist aber traurig. Ein Mädchen am letzten Haus beobachtet ihn. Erst am Ende erfahren wir etwas Wichtiges über ihre Gefühle.
Für dich: Klassen 9–10; zusätzliche Vertiefungen für Klassen 11–13. Du lernst, wie eine Gedichtanalyse mit sicheren Textbelegen gelingt. Du unterscheidest Erzählstimme, Figurenrede, Reim, Sprachklang, Bildsprache und Deutung. Der ganze Gedichttext umfasst 36 Verse in neun vierzeiligen Strophen.
Vorhandener Text auf MOOCwiki: Gedicht – Abschied – Ludwig Uhland. Nutze diese Textseite, statt eine zweite Gedichtseite anzulegen.

Ludwig Uhland auf einer historischen Lithografie (1847); Herkunft und Gemeinfreiheit siehe Mediennachweise.
Textgrundlage und Lesefassung
Quellfassung: das Gedicht aus dem Jahr 1815
Verbindlicher Quellentext: Abschied – Erstdruck von 1815 bei Wikisource, aus Gedichte von Ludwig Uhland, S. 177–178. Die Seite enthält die vollständige Quellfassung mit allen 36 Versen und hält die damalige Schreibweise fest. Eine vorhandene MOOCwiki-Textseite ist oben verlinkt. Lies den Text auf einer dieser Seiten und nummeriere die Verse 1 bis 36. Die Nummerierung zählt nur Gedichtzeilen; Seitenzahlen zählen nicht.
Textbeispiel (V. 1): „Was klinget und singet die Straß’ herauf?“ Die Quellfassung hat einen Auslassungsapostroph. Andere Ausgaben können Schreibungen leicht verändern. Prüfe bei jedem Zitat die benutzte Ausgabe.
Textkritik: Die Quelle ist ein überlieferter Drucktext. Die folgenden Abschnitte sind Lesefassung und Interpretation, also nicht Uhlands Originalverse. Sie ersetzen die vollständige Quellfassung nicht. Eine Übersetzung wäre eine Übertragung in eine andere Sprache; die heutige deutsche Lesehilfe ist keine solche Übersetzung.
Lesefassung: neun Strophen in einfacher Sprache
Strophe 1, V. 1–4: Eine Gruppe kommt die Straße entlang. Es wird gesungen. Junge Frauen sollen aus dem Fenster schauen. Ein junger Mann zieht fort.
Strophe 2, V. 5–8: Seine Begleiter freuen sich. Der junge Mann ist dagegen still und blass. Sein Abschied fällt ihm schwer.
Strophe 3, V. 9–12: Die Freunde trinken Wein und wollen mit ihm feiern. Der junge Mann empfindet innerlich starken Schmerz. Der Wein kann das kaum ändern.
Strophe 4, V. 13–16: Am letzten Haus schaut ein Mädchen aus dem Fenster. Sie versucht, ihre Tränen hinter Blumen zu verbergen.
Strophe 5, V. 17–20: Der junge Mann blickt kurz zu ihr. Danach schaut er weg und fasst an sein Herz. Diese Gesten zeigen seine Aufregung.
Strophe 6, V. 21–24: Die Freunde bemerken die Blumen. Sie fordern das Mädchen auf, dem jungen Mann einen kleinen Strauß zu geben.
Strophe 7, V. 25–28: Der junge Mann lehnt die Blume ab. Er sagt, dass er keine feste Geliebte habe, und denkt an das schnelle Vergehen einer Blume.
Strophe 8, V. 29–32: Der Zug zieht weiter. Das Mädchen hört ihm lange nach. Jetzt sagt sie, dass sie den Jungen heimlich geliebt hat.
Strophe 9, V. 33–36: Die Blumen sind noch bei ihr. Sie hätte dem Jungen gern alles gegeben. Er ist nun weit weg. Das Ende bleibt traurig und offen.
Arbeitsregel: Jede Aussage der Lesefassung lässt sich an den genannten Versen kontrollieren. Wenn eine Deutung unsicher ist, schreibe „möglicherweise“ oder „dies kann zeigen“.
Handlung und lyrisches Sprechen
Wer spricht?
Eine erzählende Stimme schildert den Abschied von außen. Dazu kommen mehrere direkte Reden: ein Ruf zu den Fenstern, Stimmen der Freunde, die Antwort des jungen Mannes und zuletzt die Worte des Mädchens. Es gibt daher kein einziges durchgehend sprechendes „Ich“. Unterscheide lyrisches Sprechen von den Figuren, deren Worte der Text wiedergibt.
In V. 5–8 steht der junge Mann zwischen fröhlichen Begleitern. Er bleibt „still und bleich“ (V. 8). Dies ist eine überprüfbare Beobachtung, kein Beweis dafür, dass wir bereits den Grund seiner Trauer kennen.
Der dramatische Gegensatz
Beim „allerletzten Haus“ (V. 13 und 17) treffen die Blicke beinahe aufeinander. Die räumliche Schwelle macht den Abschied besonders deutlich. Der junge Mann wirkt betroffen (V. 17–20). Später sagt er: „Ich hab’ ja kein liebes Liebchen“ (V. 26). Die junge Frau gesteht dagegen: „Den ich stille geliebet habe“ (V. 32). Das Publikum erfährt mehr über ihre Gefühle als die beiden offenbar voneinander wissen. Wichtig: Dass der junge Mann sie ebenfalls liebt, wird nicht ausdrücklich gesagt.
| Versbereich | Beobachtung | Mögliche Wirkung |
|---|---|---|
| 1–12 | Lautes Geleit und stiller Abschiednehmender | Die Gruppe und der Einzelne wirken gegensätzlich. |
| 13–20 | Mädchen hinter Blumen; Blick und Hand am Herzen | Das unausgesprochene Gefühl wird sichtbar. |
| 21–28 | Angebot eines Straußes und Ablehnung | Eine mögliche Verbindung bleibt ungenutzt. |
| 29–36 | Der Zug entfernt sich; das Mädchen bleibt zurück | Der Verlust wird endgültiger. |
Form, Reim und Sprachklang
Wie ist das Gedicht gebaut?
Der Text hat neun Strophen mit jeweils vier Versen. Häufig stehen zwei Endreime direkt nacheinander: ein Paarreim mit der Tendenz AABB. So reimen die Endwörter der ersten beiden Verse aufeinander. Nicht alle Reimpaare sind vollkommen rein: Vergleiche selbst V. 17 und 18. Deshalb ist „meist paarweise gereimt“ genauer als „überall reiner Paarreim“.
Auch die Verslängen wechseln. Ein starres, immer identisches Versmaß solltest du nicht ohne Silbenzählung behaupten. Sprich zwei Strophen laut und markiere die betonten Silben. Prüfe, wie sich der Rhythmus beim Wechsel von Bewegung und Schmerz verändert.
Hören und Wiederholen
Die wiederkehrenden Wörter für Singen, Klingen und Hören lassen die Szene wie einen Liedzug wirken. V. 29 enthält „Sang und mit Klang“. Die Wiederholung des Fortgehens in der vorletzten Strophe betont, dass niemand den Abschied aufhält. Dem lauten Fest draußen steht die stille Trauer gegenüber.

Animation zur Entstehung von Schall: Nutze sie als Anlass, einen gelesenen Vers auf Lautstärke, Betonung und Pause hin zu untersuchen. Sie zeigt nicht das Gedicht selbst.
Hörübung: Lies V. 1–4 zuerst lebhaft, dann ruhig. Lies anschließend V. 29–36 mit längeren Pausen. Notiere zwei Wirkungsunterschiede. Eine eigene Aufnahme musst du nicht erstellen.
Vorhandene Hörquelle zu Uhland, nicht zum Gedicht: Schwäbische gesprochene Biografie über den Dichter. Es ist ausdrücklich keine Lesung von „Abschied“.
Bilder, Gefühle und romantische Motive
Straße, Haus, Fenster und Blumen
Die Straße steht für den Weg in die Ferne. Das letzte Haus ist ein Übergang zwischen Bleiben und Fortgehen. Das Fenster ermöglicht Nähe durch einen Blick, schafft aber auch Abstand. Blumen sind echte Gegenstände und zugleich mögliche Zeichen für Liebe, Hoffnung oder Vergänglichkeit. Die Bilddeutung ist ein Vorschlag, keine feste Übersetzung der Symbole.

Rose als bildlicher Zugang zur Blumensymbolik; das Foto zeigt nicht den historischen Schauplatz.

Gelb blühende Gartenpflanze als Anschauungsbild. Aus dem historischen Wort „Gelbveiglein“ allein lässt sich keine eindeutige botanische Bestimmung dieser abgebildeten Art ableiten.
In V. 25–28 denkt der junge Mann an das Vergehen und Verwehen von Blumen. Der Strauß kann daher auch für eine zerbrechliche Beziehung stehen. Das Mädchen dagegen verbindet die Blumen mit ihrem unausgesprochenen Gefühl.
Die Romantik und ihre Grenzen
Ludwig Uhland (1787–1862) gehört in den Umkreis der deutschen Romantik. Seine Sammlung mit diesem Gedicht erschien 1815. Für romantische Literatur sind etwa Gefühl, Sehnsucht, Volksliedklang und Aufbruch wichtige Themen. Diese Begriffe erklären aber nicht jedes Detail des Gedichts.

Caspar David Friedrich, „Wanderer über dem Nebelmeer“, um 1818. Das Gemälde ist ein Vergleichsbild zum Motiv des Unterwegsseins, keine Illustration zu Uhlands konkreter Handlung.
Video für den Einstieg: „Die Romantik“ von musstewissen Deutsch / funk (2018). Untersuche anschließend, welche genannten Epochenmerkmale du tatsächlich im Gedicht belegen kannst.
Video für die Vertiefung: „Planet Wissen: Die Epoche der Romantik“ (historische Fernsehsendung, auf YouTube bereitgestellt). Wähle daraus nur einen für die Aufgabe passenden kurzen Ausschnitt.
Deuten mit Belegen
Drei mögliche Lesarten
Lesart A – heimliche Liebe: Ein Gefühl wird nicht offen ausgesprochen. Der Schluss macht das besonders deutlich, weil das Mädchen ihr Schweigen erst nach dem Weggang erkennen lässt.
Lesart B – Abschied als Verlust: Das fröhliche Geleit verstärkt die Einsamkeit des Jungen. So zeigt der Text, dass ein gesellschaftliches Fest nicht dieselbe Bedeutung für alle haben muss.
Lesart C – versäumte Kommunikation: Die Freunde sehen Blumen und empfehlen eine Geste. Die beiden Hauptfiguren sprechen aber nicht direkt über ihre Gefühle. Vielleicht hätte eine offene Aussprache etwas geändert; sicher wissen wir das nicht.
Merksatz: Eine gute Interpretation erklärt eine Beobachtung und nennt konkrete Verse. Sie unterscheidet das Belegte vom Vermuteten.
Beispiel für einen Belegsatz
Beobachtung: Der Text schildert den Jungen als traurig. Beleg: V. 5–8 zeigen sein Verhalten im Gegensatz zu den anderen. Deutung: Der äußere Jubel lässt seine innere Anspannung besonders stark wirken. Prüfe den Befund selbst an der verlinkten Quellfassung.
Drei Hilfestufen: Hilfe 1: Suche erst eine Handlung oder ein Bild. Hilfe 2: Gib die Versnummer an und notiere das genaue Wort aus der Quelle. Hilfe 3: Erkläre mit „Das könnte zeigen, dass …“, was der Beleg für deine Aussage bedeutet.
Interaktive Aufgaben
Multiple-Choice-Quiz: Text genau lesen
Was geschieht zu Beginn des Gedichts in V. 1–4? (Ein junger Mann verlässt unter musikalischem Geleit den Ort) (!Ein alter Mann kehrt ohne Begleitung zurück) (!Eine Hochzeit beginnt im Garten) (!Ein Mädchen fährt mit dem Schiff davon)
Wie wirkt der junge Mann im Gegensatz zu seinen Begleitern in V. 5–8? (Still und traurig) (!Laut und übermütig) (!Wütend auf alle Fenster) (!Unbekümmert und lachend)
Warum ist die Weinszene in V. 9–12 wichtig? (Sie zeigt den Gegensatz zwischen äußerem Feiern und innerem Schmerz) (!Sie beweist, dass die ganze Gesellschaft Angst vor Regen hat) (!Sie erklärt, warum alle gleich glücklich sind) (!Sie verrät den Namen des Reiseziels)
Wo befindet sich das Mädchen in V. 13–16? (Am Fenster des letzten Hauses) (!Auf einem Berg außerhalb der Stadt) (!In der Mitte des festlichen Zuges) (!An einer Brücke über einem Fluss)
Welche Handlung des Jungen zeigt in V. 17–20 seinen Schmerz? (Er senkt den Blick und legt die Hand ans Herz) (!Er reißt die Blumen aus dem Garten) (!Er läuft lachend ins Haus zurück) (!Er wirft den Freunden ihre Hüte weg)
Wozu fordern die Freunde in V. 21–24 das Mädchen auf? (Sie soll dem jungen Mann einen Blumenstrauß geben) (!Sie soll die Fenster schließen) (!Sie soll ein neues Lied vorsingen) (!Sie soll den Wein verstecken)
Was behauptet der junge Mann in V. 25–28? (Er habe keine geliebte Partnerin wie die anderen) (!Er werde morgen sofort zurückkommen) (!Er wolle den Blumenstrauß unbedingt kaufen) (!Er kenne das Mädchen schon seit Kindheitstagen)
Welche neue Information erhält man in V. 29–36? (Das Mädchen hat den jungen Mann heimlich geliebt) (!Die Freunde haben den Jungen absichtlich getäuscht) (!Der Junge hat heimlich einen Brief geschrieben) (!Die Reise war nur ein Traum)
Wie ist der Text gegliedert? (In neun Strophen mit je vier Versen) (!In vier Strophen mit je neun Versen) (!In zwölf Strophen mit je drei Versen) (!In sechs Strophen mit je sechs Versen)
Welche Aussage zur Deutung ist methodisch richtig? (Eine Behauptung braucht einen Textbeleg und eine begründete Erklärung) (!Jede romantische Figur muss eindeutig verliebt sein) (!Die Bedeutung aller Blumen ist immer zweifelsfrei festgelegt) (!Eine Interpretation darf beliebige Verse erfinden)
Memory: Begriff und Bedeutung
Finde jeweils den passenden Fachbegriff und seine Erklärung.
| Erzählende Stimme | Beschreibt den Vorgang außerhalb direkter Figurenrede |
| Figurenrede | Wörtliche Äußerung einer Person im Gedicht |
| Strophe | Zusammengehörige Gruppe von Gedichtzeilen |
| Paarreim | Zwei direkt aufeinanderfolgende Zeilenenden klingen ähnlich |
| Textbeleg | Nachprüfbare Stelle mit Versangabe |
| Lesefassung | Sprachlich vereinfachte Verständnishilfe zum Original |
Drag and Drop: Beobachtung und Analyse
Ordne die Erklärung dem richtigen Analysebegriff zu.
| Passender Begriff | Erklärung |
|---|---|
| Abschiedsszene | Öffentlicher Zug und Weggehen des Jungen |
| Gefühlskontrast | Fröhliche Begleiter stehen einer traurigen Person gegenüber |
| Fenstermotiv | Eine Blickverbindung mit räumlichem Abstand |
| Blumensymbol | Möglicher Hinweis auf Zuneigung und Vergänglichkeit |
| Offenes Ende | Nicht alle Gefühle und zukünftigen Ereignisse sind geklärt |
Kreuzworträtsel: Fachwörter und Motive
| Abschied | Welches Ereignis ist das zentrale Thema des Gedichts? |
| Fenster | Von welchem Bauteil blickt das Mädchen auf die Straße? |
| Rosen | Welche Blumen werden im Text ausdrücklich genannt? |
| Romantik | In welchem literarischen Epochenkontext wird der Text behandelt? |
| Reim | Wie heißt die Ähnlichkeit von Zeilenenden im Klang? |
| Sehnsucht | Welches starke Verlangen nach Nähe oder Ferne ist ein mögliches romantisches Motiv? |
LearningApps
Suche eine passende bestehende Übung zu Uhland und Gedichtanalyse. Prüfe, ob ihre Antworten mit dem Originaltext übereinstimmen.
Lückentext: Das Wichtigste sichern
Offene Aufgaben
So arbeitest du: Verwende die vorhandene Textseite und prüfe jede zitierte Stelle in der Quellfassung. Gestufte Hilfe: (1) Nenne die Beobachtung. (2) Finde eine genaue Versstelle. (3) Erkläre die Bedeutung. Du darfst Hilfen nacheinander nutzen. Drei Schreibaufgaben sind ausdrücklich hervorgehoben: eine auf jedem Niveau.
Leicht
- Schreibaufgabe leicht – Inhaltsangabe: Schreibe fünf kurze Sätze zur Handlung. Nenne V. 1–4, 13–20 und 29–36 als Orientierung. Hilfe: Wer geht? Wer bleibt? Was wird erst am Schluss klar?
- Textdetektive: Markiere in der verlinkten Quellfassung eine Stelle zum Jubel und eine zur Trauer. Schreibe die Versnummern auf und erkläre den Unterschied in zwei Sätzen.
- Szenen lesen: Lest V. 21–32 mit verteilten Rollen. Bestimmt die Figurenstimmen und achtet auf deutliche Pausen. Verwendet nur den vorhandenen Text; ihr müsst keine Aufnahme erstellen.
- Alte Wörter verstehen: Erstelle eine kleine Tabelle mit vier Wörtern aus der Quellfassung und eigenen heutigen Erklärungen. Hilfe: Nutze den Satzkontext, nicht nur ein Wörterbuch.
Standard
- Schreibaufgabe mittel – Analyseabsatz: Verfasse etwa 120 Wörter über den Gegensatz von Feier und Schmerz. Belege deine Deutung mit zwei genauen Versstellen. Hilfe: Beobachtung, Beleg, Wirkung.
- Reime untersuchen: Markiere die Reimwörter in zwei selbstgewählten Strophen. Kennzeichne Paarreim und mögliche Abweichungen. Hilfe: Lies die Endwörter laut und prüfe den Klang.
- Romantik im Text: Wähle zwei Epochenmerkmale aus dem Video. Untersuche, ob sie durch Verse des Gedichts gestützt werden. Schreibe auch ein Merkmal auf, das hier nicht deutlich ist.
- Bildvergleich: Vergleiche die Blumen im Gedicht mit dem Commons-Rosenfoto oder Friedrichs Wandererbild. Stelle zwei Gemeinsamkeiten und einen Unterschied dar. Erfinde keine historische Verbindung der Werke.
Schwer
- Schreibaufgabe schwer – Deutungserörterung: Schreibe etwa 250 Wörter zur Frage, ob die Trennung vor allem durch heimliche Liebe oder fehlende Kommunikation schmerzt. Formuliere eine Gegenposition und nutze drei belegte Versstellen. Hilfe: These, Beleg, Gegenlesart, Urteil.
- Sprecherwechsel untersuchen: Prüfe alle direkten Reden im Gedicht. Ordne sie zu und zeige, wie das wechselnde Wissen Spannung erzeugt. Unterscheide Aussagen der Figuren von Erzählerangaben.
- Historische und heutige Sprache: Vergleiche fünf Schreibweisen aus Wikisource mit deiner Lesefassung. Begründe, welche sprachlichen Anpassungen den Sinn erhalten und wo Nuancen verloren gehen.
- Vergleich mit einer anderen Abschiedsdichtung: Wähle einen bereits vorhandenen Text aus dem Themenfeld Romantik. Vergleiche Abschied, Klang und Darstellung von Gefühlen anhand konkreter Verse beider Werke. Verlinke die Quellen, statt einen zweiten Kurs zu erzeugen.


Lernkontrolle
- Handlung und Perspektiven: Erkläre anhand von zwei Strophen, warum die Stimmung des Zuges nicht die Stimmung aller Figuren zeigt.
- Belege überprüfen: Suche drei eigene Aussagen zur Gedichtdeutung. Prüfe für jede, ob die angegebene Textstelle die Aussage tatsächlich stützt.
- Form und Bedeutung: Erkläre mit einem Reimbeispiel und einer Abweichung, warum die Beschreibung des Reimschemas sorgfältig sein muss.
- Epochenzuordnung: Untersuche mit zwei belegten Motiven, was für eine romantische Lesart spricht und was die Zuordnung allein nicht beweist.
- Deutungen abwägen: Vergleiche die Lesarten heimliche Liebe und verpasste Verständigung. Nenne Textbelege und eine offene Frage.
- Medien kritisch verwenden: Begründe, warum ein biografischer Audiotext über Uhland keine Aufnahme des Gedichts ist und warum historische Bilder keine Originalillustrationen sein müssen.
Lernnachweis
Am Ende kannst du Quellfassung, Lesefassung, Übersetzung und Deutung voneinander unterscheiden. Du findest Verse im Originaltext, erkennst die wechselnden Stimmen, beschreibst Aufbau, Reime, Klang und Symbole und prüfst Deutungen kritisch. Zeige dein Können mit einem kurzen Analyseabsatz und einer längeren begründeten Interpretation. Ein guter Lernnachweis enthält Versnummern, richtige Zitate, sachliche Erklärungen und die bewusste Kennzeichnung von Vermutungen. Bewerte deine Arbeit selbst: Was ist sicher belegt? Was ist nur möglich?
OER und Wikipedia
Primärquelle: Wikisource: „Abschied“ (1815), historischer Volltext. Die dortige Schreibweise ist für die Versbelege maßgeblich. LiederNet: alternative Textdarstellung zeigt einzelne Schreibungsvarianten. Zum Autor: Wikipedia: Ludwig Uhland. Zum Epochenkontext: Hamburger Bildungsserver: Literatur um 1800 – Romantik.
Medien, Urheber und Lizenzen
Diese Medien sind bereits bestehende Dateien auf Wikimedia Commons, keine neu erzeugten Bilder oder Tondateien. Alle genannten Dateinamen wurden auf Commons als eigene Dateiseiten geprüft. Bildmotive sind Anschauungshilfen und keine Belege dafür, was historisch genau am Haus des Gedichts geschah.
| Eingebettete Datei oder Video | Quelle | Urheber bzw. Sprecher | Lizenz oder Rechtehinweis |
|---|---|---|---|
| File:Ludwig Uhland.jpg | Commons – historisches Bild | Lithografische Anstalt J. G. Bach, Leipzig, 1847 | Gemeinfrei |
| File:Caspar David Friedrich - Wanderer above the Sea of Fog.jpeg | Commons – Gemälde | Caspar David Friedrich, um 1818 | Gemeinfrei |
| File:Rosa gallica.jpg | Commons – Rosenfoto | Guidosardella | CC BY-SA 3.0 |
| File:Erysimum cheiri.jpg | Commons – gelbe Blüten | Dominicus Johannes Bergsma | CC BY-SA 3.0 |
| File:Sound wave animation.gif | Commons – Animation | KyleThayer | CC0 1.0 |
| File:Als-Ludwig Uhland.ogg | Commons – schwäbische gesprochene Biografie | Sprecherin Margrit Braig-Kienzle; Bereitsteller Terfili | CC BY-SA 3.0 |
| https://www.youtube.com/watch?v=JRFvJR8oQBk | YouTube – Die Romantik | musstewissen Deutsch / funk | Urheberrechte beim Videoanbieter; Einbettung, keine freie Nachnutzung zugesichert |
| https://www.youtube.com/watch?v=8gJbG2gE9HU | YouTube – Planet Wissen: Romantik | Planet Wissen; auf dem Kanal Gedichte des Aliwi bereitgestellt | Rechte der Filmproduktion nicht als offene Lizenz nachgewiesen; nur Verweis und Einbettung |
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