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Abschied - Storm, Theodor - Gedichtanalyse

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Abschied - Storm, Theodor - Gedichtanalyse

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Abschied - Storm, Theodor - Gedichtanalyse

Kurzbeschreibung: In Theodor Storms Gedicht „Abschied“ spricht eine lyrische Stimme über einen schmerzhaften Abschied von der Heimat. Das Gedicht umfasst 40 Verse. Es entstand 1853. Für diesen aiMOOC ist die Fassung aus Storms „Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 7. Ausgabe, Gebr. Paetel, Berlin 1885“ maßgeblich. Du arbeitest mit einer Quellfassung in historischer Rechtschreibung und mit einer vorsichtig modernisierten Lesefassung.

Bildhinweis: Theodor Storm, Fotografie von 1886. Wikimedia Commons, gemeinfrei. Das Bild zeigt den Autor. Die sprechende Stimme im Gedicht ist trotzdem nicht automatisch mit dem Autor gleichzusetzen.


Einleitung

Theodor Storm lebte von 1817 bis 1888. Er war Jurist und Schriftsteller. Besonders eng war er mit Husum verbunden.

1852 verlor Storm seine Zulassung als Rechtsanwalt, weil er keine Loyalitätserklärung gegenüber der dänischen Krone abgeben wollte. 1853 verließ er mit seiner Familie Husum. In diesem historischen Zusammenhang entstand das Gedicht „Abschied“. Deshalb ist eine autobiografische Deutung gut begründbar. Trotzdem gilt beim Analysieren: Autor und lyrische Stimme sind nicht dasselbe.

Das Gedicht zeigt Abschied, Schmerz, Heimatbindung, Familie und Hoffnung. Besonders wichtig sind Bilder vom Meer, vom Haus, vom Boden und vom Herzschlag.

Medienhinweis: Das Foto zeigt den Hafen von Husum in neuerer Zeit. Es ist keine Aufnahme aus Storms Zeit. Es hilft Dir nur, den Küstenraum zu sehen, auf den das Gedicht mit Strand, Flut, Meer und Möwen verweist.

Hörauftrag: Höre das Meeresrauschen. Lies danach V. 17–20. Welche Wörter im Gedicht erzeugen zusätzlich eine Klangvorstellung?

Hörfassung: Rezitation von „Abschied“ durch „Jan Terstiege – Literatur zum Hören“. Die Einbettung verweist auf YouTube. Das Video ist keine freie OER-Datei dieses Kurses; die Rechte verbleiben beim jeweiligen Anbieter.


Die historische Ausgabe von 1885

Die hier verwendete Textgrundlage ist Storms Ausgabe letzter Hand. TextGrid weist sie als „Gedichte, 7. Ausgabe, Berlin, Gebr. Paetel, 1885“ nach. Das Gedicht steht dort im Ersten Buch.

Die Schreibweise von 1885 unterscheidet sich teilweise von der heutigen Rechtschreibung. Beispiele sind „Heimath“, „That“, „theuer“, „Brod“, „Fluth“ und „Mövenschrei“.

Wichtig: Die Quellfassung wird nicht still modernisiert. Die Lesefassung darunter ist eine Lernhilfe. Sie ist keine Übersetzung und keine historische Quelle.


Quellfassung nach der Ausgabe von 1885

Theodor Storm: Abschied

1853.

1 Kein Wort, auch nicht das kleinste, kann ich sagen,
2 Wozu das Herz den vollen Schlag verwehrt;
3 Die Stunde drängt, gerüstet steht der Wagen,
4 Es ist die Fahrt der Heimath abgekehrt.

5 Geht immerhin – denn eure That ist euer –
6 Und widerruft, was einst das Herz gebot;
7 Und kauft, wenn dieser Preis euch nicht zu theuer,
8 Dafür euch in der Heimath euer Brod!

9 Ich aber kann des Landes nicht, des eignen,
10 In Schmerz verstummte Klagen mißverstehn;
11 Ich kann die stillen Gräber nicht verleugnen,
12 Wie tief sie jetzt in Unkraut auch vergehn. –

13 Du, deren zarte Augen mich befragen, –
14 Der dich mir gab, gesegnet sei der Tag!
15 Laß nur dein Herz an meinem Herzen schlagen,
16 Und zage nicht! Es ist derselbe Schlag.

17 Es strömt die Luft – die Knaben stehn und lauschen,
18 Vom Strand herüber dringt ein Mövenschrei;
19 Das ist die Fluth! Das ist des Meeres Rauschen;
20 Ihr kennt es wohl; wir waren oft dabei.

21 Von meinem Arm in dieser letzten Stunde
22 Blickt einmal noch ins weite Land hinaus,
23 Und merkt es wohl, es steht auf diesem Grunde,
24 Wo wir auch weilen, unser Vaterhaus.

25 Wir scheiden jetzt, bis dieser Zeit Beschwerde
26 Ein andrer Tag, ein besserer, gesühnt;
27 Denn Raum ist auf der heimathlichen Erde
28 Für Fremde nur, und was den Fremden dient.

29 Doch ist’s das flehendste von den Gebeten,
30 Ihr mögt dereinst, wenn mir es nicht vergönnt,
31 Mit festem Fuß auf diese Scholle treten,
32 Von der sich jetzt mein heißes Auge trennt! –

33 Und du mein Kind, mein jüngstes, dessen Wiege
34 Auch noch auf diesem theuren Boden stand,
35 Hör’ mich! – denn alles Andere ist Lüge –
36 Kein Mann gedeihet ohne Vaterland!

37 Kannst du den Sinn, den diese Worte führen,
38 Mit deiner Kinderseele nicht verstehn,
39 So soll es wie ein Schauer dich berühren,
40 Und wie ein Pulsschlag in dein Leben gehn!

Textquelle: Theodor Storm: Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 7. Ausgabe, Gebr. Paetel, Berlin 1885. Digitale Vergleichsgrundlage: Zeno.org und TextGrid Repository. Zeilennummern wurden für den Unterricht ergänzt.


Lesefassung in heutigerer Schreibweise

Diese Fassung ändert nur auffällige ältere Schreibweisen. Inhalt und Versfolge bleiben gleich. Sie ist keine Übersetzung.

Kein Wort, auch nicht das kleinste, kann ich sagen,
Wozu das Herz den vollen Schlag verwehrt;
Die Stunde drängt, gerüstet steht der Wagen,
Es ist die Fahrt der Heimat abgekehrt.

Geht immerhin – denn eure Tat ist euer –
Und widerruft, was einst das Herz gebot;
Und kauft, wenn dieser Preis euch nicht zu teuer,
Dafür euch in der Heimat euer Brot!

Ich aber kann des Landes nicht, des eignen,
In Schmerz verstummte Klagen missverstehn;
Ich kann die stillen Gräber nicht verleugnen,
Wie tief sie jetzt in Unkraut auch vergehn. –

Du, deren zarte Augen mich befragen, –
Der dich mir gab, gesegnet sei der Tag!
Lass nur dein Herz an meinem Herzen schlagen,
Und zage nicht! Es ist derselbe Schlag.

Es strömt die Luft – die Knaben stehn und lauschen,
Vom Strand herüber dringt ein Möwenschrei;
Das ist die Flut! Das ist des Meeres Rauschen;
Ihr kennt es wohl; wir waren oft dabei.

Von meinem Arm in dieser letzten Stunde
Blickt einmal noch ins weite Land hinaus,
Und merkt es wohl, es steht auf diesem Grunde,
Wo wir auch weilen, unser Vaterhaus.

Wir scheiden jetzt, bis dieser Zeit Beschwerde
Ein andrer Tag, ein besserer, gesühnt;
Denn Raum ist auf der heimatlichen Erde
Für Fremde nur, und was den Fremden dient.

Doch ist’s das flehendste von den Gebeten,
Ihr mögt dereinst, wenn mir es nicht vergönnt,
Mit festem Fuß auf diese Scholle treten,
Von der sich jetzt mein heißes Auge trennt! –

Und du mein Kind, mein jüngstes, dessen Wiege
Auch noch auf diesem teuren Boden stand,
Hör mich! – denn alles andere ist Lüge –
Kein Mann gedeihet ohne Vaterland!

Kannst du den Sinn, den diese Worte führen,
Mit deiner Kinderseele nicht verstehn,
So soll es wie ein Schauer dich berühren,
Und wie ein Pulsschlag in dein Leben gehn!


Was passiert im Gedicht?

Zu Beginn kann die lyrische Stimme kaum sprechen. Der Abschied ist so schmerzhaft, dass Worte fehlen. Ein Wagen steht bereit. Die Fahrt führt weg von der Heimat.

Danach grenzt sich die Stimme von anderen Menschen ab. Sie wirft ihnen vor, ihre frühere Haltung aufgegeben zu haben. Das ist eine starke und wertende Aussage.

Dann wendet sich die Stimme an eine nahestehende Person und an Kinder. Herz, Meer, Haus und Boden werden zu Zeichen der Verbundenheit.

Am Ende wird der Gedanke an Heimat besonders stark. Die Aussage „Kein Mann gedeihet ohne Vaterland!“ in V. 36 ist sehr absolut. Du solltest sie historisch einordnen und zugleich kritisch untersuchen. Eine Gedichtanalyse muss diese Aussage nicht übernehmen.


Historischer Hintergrund in einfacher Sprache

Storm engagierte sich für die schleswig-holsteinische Sache. Nach dem politischen Scheitern der Erhebung verlor er 1852 seine anwaltliche Zulassung. 1853 ging er nach Preußen. Später arbeitete er in Potsdam und Heiligenstadt.

Dieser Hintergrund passt sehr deutlich zu Motiven des Gedichts: Wagen, Abschied, Heimat, Fremde, Boden und die Hoffnung auf Rückkehr.

Aber: Aus dem historischen Zusammenhang folgt nicht, dass jedes „Ich“ im Gedicht wörtlich Theodor Storm selbst ist. In einer Analyse sprichst Du deshalb zuerst von der lyrischen Stimme oder vom lyrischen Ich.

Bildhinweis: Storms Geburtshaus in Husum. Das Bild zeigt einen realen Ort aus Storms Biografie. Es zeigt nicht das „Vaterhaus“ des Gedichts und darf nicht als direkte Illustration eines einzelnen Verses ausgegeben werden.


Aufbau und Form

Das Gedicht hat 40 Verse. Es besteht aus zehn vierzeiligen Abschnitten.

Viele Verse sind durch Paarungen im Klang verbunden. Häufig wirkt der Rhythmus regelmäßig und getragen. Das passt zur ernsten Abschiedssituation.

Auffällig sind Ausrufe, Gedankenstriche, direkte Anreden und Wiederholungen. Dadurch klingt der Text wie eine bewegte Abschiedsrede.


Sprache und Bilder

Herz und Pulsschlag: In V. 15–16 schlagen zwei Herzen im „selben Schlag“. In V. 40 wird der „Pulsschlag“ noch einmal aufgenommen. Das verbindet Gefühl, Familie und Erinnerung.

Meer und Möwe: In V. 17–20 werden Luft, Möwenschrei, Flut und Meeresrauschen hörbar. Die Landschaft wird nicht nur gesehen, sondern auch gehört.

Haus und Boden: „Vaterhaus“, „Scholle“ und „Boden“ machen Heimat körperlich und räumlich.

Gebet: V. 29–32 wirken wie eine dringende Bitte. Die Stimme hofft, dass die Kinder später zurückkehren können.

Gegensätze: Heimat und Fremde, Bleiben und Scheiden, Gegenwart und Zukunft stehen einander gegenüber.

Datei:墾丁白沙灣的海浪.webm

Medienhinweis: Dieses freie Commons-Video zeigt Meereswellen. Es wurde nicht an der Nordsee aufgenommen und ist deshalb nur ein Symbolmedium für das Motiv „Meeres Rauschen“.


Eine mögliche Deutung

Eine gut begründete Deutung lautet: Das Gedicht zeigt einen unfreiwilligen Abschied, bei dem persönliche Gefühle und politische Erfahrungen zusammenkommen. Die lyrische Stimme versucht, den Kindern eine starke Bindung an den Herkunftsort mitzugeben.

Dafür sprechen unter anderem V. 1–4 mit dem bereitstehenden Wagen, V. 17–24 mit Meer und „Vaterhaus“ sowie V. 29–40 mit Gebet, „Scholle“, Kind und „Pulsschlag“.

Eine andere Frage ist, wie wir heute auf den Begriff „Vaterland“ schauen. Im historischen Kontext bezeichnet er hier eine sehr starke Bindung an Heimat und politische Zugehörigkeit. Heute kann der Begriff verschieden verstanden und auch kritisch diskutiert werden. Eine gute Analyse trennt Textbeleg, historischen Kontext und eigene Bewertung.


So schreibst Du eine kurze Gedichtanalyse

  1. Einleitung: Nenne Autor, Titel, Textsorte, Entstehungsjahr und Thema.
  2. Inhalt: Fasse den Gedankengang knapp zusammen.
  3. Form: Beschreibe Verse, Strophen und auffälligen Klang.
  4. Sprache: Untersuche Bilder, Wiederholungen, Anreden und Gegensätze.
  5. Deutung: Formuliere eine Deutung und belege sie mit Versangaben.
  6. Schluss: Fasse zusammen und formuliere bei Bedarf eine begründete Bewertung.


Gestufte Hilfen

Hilfe 1 – leicht: Suche zuerst Wörter zu Abschied, Familie und Heimat.

Hilfe 2 – mittel: Verbinde ein sprachliches Mittel mit einer Wirkung. Beispiel: Der „Pulsschlag“ verbindet körperliches Leben mit Erinnerung.

Hilfe 3 – anspruchsvoll: Prüfe, ob Deine Deutung wirklich durch Verse gestützt wird. Schreibe nicht nur, was Du fühlst, sondern nenne passende Textstellen.

Satzstarter: „In V. … fällt auf, dass …“ – „Das Bild von … kann zeigen, dass …“ – „Im historischen Zusammenhang lässt sich dies so deuten: …“


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was steht nach V. 3 schon bereit? (Der Wagen) (!Ein Schiff) (!Ein Zug) (!Ein Pferd)




Welches Gefühl wird in V. 1 bis 4 besonders deutlich? (Schmerzlicher Abschied) (!Ausgelassene Freude) (!Langeweile) (!Neugier auf ein Fest)




Welcher Klang wird in V. 18 ausdrücklich genannt? (Ein Möwenschrei) (!Ein Glockenschlag) (!Ein Lied) (!Ein Donnerschlag)




Welches Naturereignis nennt V. 19? (Die Flut) (!Den Schnee) (!Ein Gewitter) (!Die Dürre)




Welcher Ort wird in V. 24 genannt? (Das Vaterhaus) (!Die Schule) (!Der Hafen) (!Das Gericht)




Worum bittet die Stimme in V. 29 bis 32? (Um eine spätere Rückkehr auf den heimatlichen Boden) (!Um eine Reise über das Meer) (!Um Geld für die Fahrt) (!Um ein neues Haus in Berlin)




An wen richtet sich die Stimme in V. 33 besonders? (An das jüngste Kind) (!An einen Richter) (!An einen König) (!An einen Freund in Berlin)




Welches Bild aus dem Schluss nimmt ein früheres Motiv wieder auf? (Der Pulsschlag) (!Der Wagen) (!Das Unkraut) (!Das Brot)




Warum sollte man lyrische Stimme und Autor unterscheiden? (Weil ein Gedicht eine gestaltete Sprecherrolle haben kann) (!Weil Gedichte keinen Autor haben) (!Weil Storm das Gedicht nicht geschrieben hat) (!Weil historische Texte immer anonym sind)




Welche Aussage zur Lesefassung ist richtig? (Sie modernisiert einzelne Schreibweisen und ist keine Übersetzung) (!Sie ersetzt die Quellfassung vollständig) (!Sie ist eine Übersetzung aus dem Dänischen) (!Sie verändert den Inhalt frei)





Memory

Wagen bevorstehende Abreise
Möwenschrei hörbare Küstenlandschaft
Vaterhaus Bindung an Herkunft und Familie
Scholle heimatlicher Boden
Pulsschlag fortwirkende Erinnerung
Gebet dringende Hoffnung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Abreise Wagen
Küste Möwenschrei
Familie Vaterhaus
Heimat Scholle
Erinnerung Pulsschlag





Kreuzworträtsel

Wagen Was steht zu Beginn für die Abreise bereit?
Möwenschrei Welcher Laut kommt vom Strand herüber?
Vaterhaus Welches Haus wird als bleibender Bezugspunkt genannt?
Scholle Welches Wort bezeichnet den heimatlichen Boden?
Pulsschlag Welches Körperbild steht am Ende für bleibende Wirkung?
Abschied Welches Grundthema bestimmt das ganze Gedicht?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Das Gedicht „Abschied“ entstand

. Die verwendete Ausgabe letzter Hand erschien

. Das Gedicht umfasst

Verse. Die sprechende Instanz wird in der Analyse als

bezeichnet. In Vers 18 ist ein

zu hören. Das Bild des

verbindet Ort und Familie. Am Ende erscheint der

als Bild für eine Erinnerung, die weiterwirkt. Die modernisierte Fassung ist keine

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Wortfeld: Sammle zehn Wörter aus dem Gedicht, die zum Thema Abschied passen. Ordne sie nach traurig, hoffnungsvoll und neutral.
  2. Klangkarte: Markiere alle Stellen, die man hören könnte. Erkläre zu zwei Stellen die Wirkung.
  3. Vergleich: Finde acht Unterschiede in der Schreibweise zwischen Quellfassung und Lesefassung.
  4. Standbild: Gestalte zu V. 1–4 ein Standbild mit drei Personen. Notiere, welche Körperhaltung zu welcher Textstelle passt.


Standard

  1. Belegkette: Formuliere die Aussage „Die Stimme ist stark an ihre Heimat gebunden“ und belege sie mit drei Versstellen.
  2. Sprecherrolle: Schreibe einen kurzen Absatz dazu, warum man nicht einfach „Storm sagt“ schreiben sollte.
  3. Brief: Schreibe einen Brief aus der Perspektive eines Kindes nach der Abreise. Beziehe mindestens drei Motive aus dem Gedicht ein.
  4. Hörvergleich: Höre die eingebettete Rezitation und lies selbst V. 17–24. Vergleiche Tempo, Pausen und Betonung.


Schwer

  1. Kontextprüfung: Recherchiere mit zwei zuverlässigen Quellen, warum Storm 1853 Husum verließ. Trenne sicher belegte Fakten von Vermutungen.
  2. Begriffskritik: Untersuche V. 36. Erkläre zuerst die Funktion im Gedicht und formuliere danach eine heutige kritische Einordnung.
  3. Deutungshypothesen: Entwickle zwei unterschiedliche Deutungen des „Pulsschlags“ in V. 40. Entscheide, welche stärker belegt ist.
  4. Analyse: Schreibe eine vollständige Gedichtanalyse von etwa 500 Wörtern. Nutze mindestens sechs genaue Versangaben.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Textbelege: Erkläre, wie sich der Wechsel von Sprachlosigkeit am Anfang zu eindringlicher Ansprache am Ende entwickelt.
  2. Motivnetz: Zeige, wie Herz, Haus und Boden zusammen ein Bild von Zugehörigkeit bilden.
  3. Kontext: Begründe, welche Stellen besonders verständlich werden, wenn man Storms Abschied aus Husum 1853 kennt.
  4. Kritik: Untersuche, ob V. 36 eher als persönliche Überzeugung, als historische Aussage oder als sprachliche Zuspitzung gelesen werden kann. Begründe.
  5. Quellenvergleich: Erkläre, warum eine historische Quellfassung und eine modernisierte Lesefassung unterschiedliche Aufgaben haben.
  6. Medienprüfung: Wähle ein eingebettetes Medium. Erkläre, was es zum Lernen beiträgt und welche falsche Vorstellung entstehen könnte, wenn man es unkritisch als historische Abbildung versteht.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen können, dass Du den Gedankengang des Gedichts verstehst, die wichtigsten Motive benennst und Deutungen mit Versangaben belegst. Du solltest die historische Ausgabe von 1885 von der Lesefassung unterscheiden können. Wichtig ist außerdem die Unterscheidung zwischen Autor und lyrischer Stimme. Beim historischen Hintergrund sollst Du erklären können, warum Storm 1853 Husum verließ, ohne jede Gedichtaussage automatisch als biografischen Tatsachenbericht zu behandeln. Eine gute Leistung verbindet Textbeleg, sprachliche Beobachtung, historischen Kontext und eine begründete eigene Bewertung.




Medien- und Quellenprüfung

Medium oder Quelle Verwendung Rechte und Hinweis
Autorenporträt Wikimedia Commons; gemeinfrei
heutiger Eindruck von Husum Wikimedia Commons; Urheber Colocho; CC BY-SA 2.5
biografischer Ort Wikimedia Commons; Alexander Dreyer; auf Commons als frei nutzbar ausgewiesen
Hörimpuls zu V. 17–20 Wikimedia Commons; L. Ginzkey / Forschungsanstalt der Bundeswehr für Wasserschall und Geophysik; CC BY 2.5
Datei:墾丁白沙灣的海浪.webm Symbolvideo für Meereswellen Wikimedia Commons; FireFeather; CC BY-SA 4.0; Aufnahme nicht an der Nordsee
YouTube-Rezitation Q3ALBdjJqvI Hörvergleich Einbettung von YouTube; keine Übernahme als freie Datei; Rechte beim jeweiligen Rechteinhaber

Textquellen:

  1. Zeno.org: Theodor Storm, Abschied, Ausgabe 1885
  2. TextGrid Repository: Gedichte, Ausgabe 1885
  3. TextGrid Repository: Abschied
  4. Theodor-Storm-Gesellschaft: 1843–1852
  5. Theodor-Storm-Gesellschaft: 1853–1864
  6. Literaturland Schleswig-Holstein: Theodor Storm


OERs zum Thema

Hinweis zur Wikisource-Fassung: Wikisource nutzt für „Abschied“ eine spätere Druckausgabe von 1889. Sie eignet sich zum Vergleich, ist aber nicht die hier festgelegte Hauptquelle von 1885.


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