Abends - Heym, Georg - Gedichtanalyse
Abends - Heym, Georg - Gedichtanalyse
Fach: Deutsch | Niveau: Klasse 9–10, Vertiefung Klasse 11–13 | Epoche: Moderne und Expressionismus
Lernziel: Du untersuchst ein Gedicht mit Verszitaten. Du erkennst sprachliche Bilder, Klang, Form und verschiedene Deutungen.
Einleitung
Georg Heyms Gedicht „Abends“ beginnt mit den Worten „Es ist ganz dunkel. Und die Küsse fallen“. Es beschreibt eine körperliche Begegnung in einem dunklen Zimmer.
Dabei treffen Nähe, Leidenschaft und Unsicherheit aufeinander. Die Sprache wirkt stellenweise schön, aber auch unruhig und bedrohlich.
Das Gedicht hat 20 Verse in fünf Strophen.
Wichtig: „Abends“ ist nicht mit Heyms anderem Gedicht „Der Abend“ zu verwechseln.
Die Darstellung enthält deutliche sexuelle und teilweise bedrohliche Körperbilder. Im Unterricht kannst Du diese respektvoll und aus unterschiedlichen Blickwinkeln untersuchen.

Georg Heym (1887–1912). Quelle: Wikimedia Commons, gemeinfrei gekennzeichnet.
Gedichttext: Quellen und Lesefassung
Quellfassung
Vorhandene Textseite: Gedicht - Abends - Heym, Georg
Textabgleich: Georg Heym: Abends – Kassiber
Editionshinweis: Der verlinkte Online-Abdruck enthält den Wortlaut des Gedichts, weist aber keine genaue historische Druckvorlage aus. Er ist deshalb nicht mit einer überprüften Handschrift oder einem Erstdruck gleichzusetzen.
Eine wissenschaftliche Grundlage für die Prüfung unterschiedlicher Fassungen ist:
Georg Heym: Gedichte 1910–1912. Historisch-kritische Ausgabe aller Texte in genetischer Darstellung. Herausgegeben von Günter Dammann, Gunter Martens und Karl Ludwig Schneider. Zwei Bände, Tübingen 1993.
Informationen zur historisch-kritischen Ausgabe
Die folgende Lesefassung wurde mit den vollständigen Abdrucken bei Kassiber und Dichtungen und Schriften – Onlineabdruck abgeglichen. Eine vollständige Prüfung aller historischen Textvarianten ist damit nicht verbunden.
Lesefassung mit Verszählung
Die Lesefassung übernimmt die Schreibweise und Zeichensetzung des abgeglichenen Textes. Nur die Versnummern und die Strophengliederung dienen der Orientierung.
Georg Heym: Abends
1 Es ist ganz dunkel. Und die Küsse fallen
2 Wie heißer Tau im dämmernden Gemach.
3 Der Wollust Fackeln brennen auf und wallen
4 Mit roter Glut dem dunklen Abend nach.
5 Das Fieber jagt ihr Blut mit weißem Brand,
6 Daß sie sich halb schon seinem Durst gewährt.
7 Sie bebt auf seinem Schoß, da seine Hand
8 In ihrem Hemd nach ihren Brüsten fährt.
9 Hinten, im Vorhang, in der Dunkelheit
10 Steht auf das Bett, der Hafen ihrer Gier.
11 Wie Wolken auf dem Meere lagert breit
12 Darauf der Dunst von schwarzem Elixier.
13 Wie wird es sein? Sie friert in seinem Arm,
14 Der ihren nackten Leib hinüberträgt.
15 Es zittert auf in ihrem Schoße warm,
16 Um den er wild die beiden Arme schlägt.
17 Ihr blondes Haar brennt durch die Nacht, darein
18 Die tiefe Hand des feuchten Dunkels wühlt.
19 Der Sturm der Wollust läßt sie leise schrein,
20 Da seinen Biß sie in den Brüsten fühlt.
Leseauftrag: Lies das Gedicht zunächst leise. Markiere Wörter für Wärme und Wörter für Unsicherheit. Lies danach die Verse 1, 5 und 13 laut. Achte auf die Satzpausen.
Übersetzung, Worterklärung und Interpretation
Übersetzung: Das Gedicht wurde auf Deutsch geschrieben. Du brauchst deshalb keine Übersetzung aus einer Fremdsprache.
Worterklärungen in heutigem Deutsch:
- Gemach: Ein Zimmer oder ein Raum.
- Wollust: Sehr starke körperliche Begierde.
- Elixier: Eine geheimnisvolle oder besondere Flüssigkeit.
- Schoß: Je nach Zusammenhang der Bereich des Unterleibs oder die Oberschenkel einer sitzenden Person.
- gewährt: Hier sinngemäß: sich einem körperlichen Verlangen teilweise hingeben.
Diese Erklärungen sind keine neue Gedichtfassung.
Interpretation: Eine Interpretation erklärt, welche Bedeutung die sprachlichen Bilder haben könnten. Sie unterscheidet zwischen dem Wortlaut des Gedichts und einer begründeten Vermutung.
Georg Heym und der Expressionismus
Georg Heym lebte von 1887 bis 1912. Er gilt als wichtiger Vertreter des frühen literarischen Expressionismus.
Diese Kunst- und Literaturströmung entstand am Beginn des 20. Jahrhunderts. Viele Werke verwenden starke Gefühle, ungewöhnliche Farben und übersteigerte Bilder.
In „Abends“ wird eine Begegnung nicht ruhig und sachlich beschrieben. Das Gedicht verbindet Hitze, Dunkelheit, Kälte und Bewegung.

Ernst Ludwig Kirchner: Die Straße, 1913. Das Gemälde zeigt die ausdrucksstarke Bildsprache des Expressionismus, nicht den Schauplatz des Gedichts. Quelle: Wikimedia Commons, gemeinfrei.
Video: Expressionistische Gedichte erkennen und untersuchen. Studyflix.
Frage zum Video: Welche Merkmale des Expressionismus findest Du tatsächlich in „Abends“? Belege zwei davon mit Versangaben.
Gedichtanalyse
Inhalt und lyrisches Sprechen
Das Gedicht schildert eine körperliche Begegnung zwischen zwei Personen.
Die sprechende Instanz beschreibt die Personen von außen. Ein ausdrückliches lyrisches Ich tritt nicht auf.
Die Innenwelt der beschriebenen Frau bleibt teilweise offen. Besonders deutlich ist das in Vers 13:
„Wie wird es sein? Sie friert in seinem Arm,“
Die Frage zeigt Unsicherheit. Wer genau die Frage stellt oder empfindet, ist nicht ausdrücklich gekennzeichnet.
Merke: Die Stimme im Gedicht ist nicht automatisch mit dem Autor gleichzusetzen.
Video: Was ist das lyrische Ich? – musstewissen Deutsch / funk.
Form und Reim
Das Gedicht besteht aus fünf vierzeiligen Strophen.
In jeder Strophe wechseln sich zwei Endreime ab. Das nennt man Kreuzreim.
Beispiel aus der ersten Strophe:
| Vers | Versende | Reim |
|---|---|---|
| 1 | fallen | A |
| 2 | Gemach | B |
| 3 | wallen | A |
| 4 | nach | B |
Das Reimschema lautet ABAB.
Viele Verse lassen sich mit einem überwiegend jambischen Rhythmus lesen. Satzpausen und wechselnde Betonungen machen den Klang aber lebendig.
Deutungsmöglichkeit: Die feste Reimform steht im Gegensatz zu den heftigen Gefühlen.
Klang und Satzbau
Gleich zu Beginn steht:
„Es ist ganz dunkel. Und die Küsse fallen“ (V. 1)
Der Punkt mitten im Vers erzeugt eine deutliche Pause.
In Vers 19 treffen Wörter mit unterschiedlichen Klängen aufeinander:
„Der Sturm der Wollust läßt sie leise schrein,“
Das Wort „Sturm“ klingt kraftvoll. „leise“ wirkt dagegen zurückhaltend.
Deutungsmöglichkeit: Der Gegensatz verstärkt die Spannung zwischen Heftigkeit und Zurückhaltung.
Bildsprache und Gefühle
Das Gedicht verwendet viele Metaphern und Vergleiche.
| Textbeleg | Sprachliches Mittel | Mögliche Wirkung |
|---|---|---|
| „Wie heißer Tau“ (V. 2) | Vergleich | Nähe wird mit Wärme verbunden. |
| „Der Wollust Fackeln“ (V. 3) | Metapher | Begierde erscheint als Feuer. |
| „mit weißem Brand“ (V. 5) | Farbbild und Metapher | Gefühle erscheinen besonders heftig. |
| „der Hafen ihrer Gier“ (V. 10) | Metapher | Das Bett wird zum möglichen Ziel des Verlangens. |
| „Ihr blondes Haar brennt“ (V. 17) | Metapher | Der Eindruck von Hitze und Intensität nimmt zu. |
Achte auf den Gegensatz: Das Gedicht verbindet wiederholt Hitze mit Kälte. Auf die Feuerbilder folgt etwa „Sie friert“ (V. 13).

Edvard Munch: Der Kuss, 1897. Quelle: Wikimedia Commons / Munchmuseet, gemeinfrei.
Bildaufgabe: Vergleiche Munchs Gemälde mit Heyms Gedicht. Welche Rolle spielen Nähe, Dunkelheit und die Darstellung der Körper?
Nähe, Unsicherheit und Macht
Eine wichtige Textstelle lautet:
„Daß sie sich halb schon seinem Durst gewährt.“ (V. 6)
Das Wort „halb“ lässt eine gewisse Zurückhaltung erkennen. Die Formulierung beschreibt jedoch nicht eindeutig, was die Person selbst möchte.
Auch die Wörter „friert“ (V. 13), „wild“ (V. 16) und „Biß“ (V. 20) können bedrohlich wirken.
Daraus lässt sich keine eindeutige Aussage über Einverständnis oder den tatsächlichen Ablauf der Begegnung ableiten.
Deutungsmöglichkeit: Das Gedicht zeigt leidenschaftliche Nähe, aber zugleich Unsicherheit und möglicherweise ungleiche Machtverhältnisse.
Diskussionsfrage: Wessen Gefühle und Handlungen werden ausführlich beschrieben? Wessen eigene Stimme hörst Du nicht?
Verschiedene Deutungen
Deutung A – Leidenschaft: Die Feuerbilder und das schnelle Geschehen können für starke körperliche Anziehung stehen.
Deutung B – Bedrohung: Die Kälte, das „wild“ und der „Biß“ können Unsicherheit und Gewaltvorstellungen anklingen lassen.
Deutung C – Widersprüchliche Gefühle: Wärme und Kälte stehen nebeneinander. So könnte das Gedicht eine Mischung aus Verlangen und Angst ausdrücken.
Eine gute Interpretation prüft, welche Deutung durch möglichst viele Textstellen gestützt wird.

Ernst Ludwig Kirchner: Moonrise: Soldier and Maiden, 1905. Quelle: Wikimedia Commons / Museum of Fine Arts, Houston, gemeinfrei.
Bildvergleich: Das Gemälde zeigt ein Paar in einer Abendlandschaft. Was wirkt hier anders als in Heyms Gedicht?
Medienwerkstatt: Sehen und Hören
Animation: Abend und Dunkelheit

Animation der Tag-Nacht-Grenze über Mitteleuropa und ihrer jahreszeitlichen Veränderung. Boobarkee, 2009. Wikimedia Commons, gemeinfrei.
Denkfrage: Die Animation zeigt den Abend als Naturvorgang. Warum stehen in Heyms Gedicht dagegen das Zimmer, die Körper und die Gefühle im Mittelpunkt?
Audio: Der Name Georg Heym
Aussprache des Autorennamens, keine Gedichtrezitation. Sprecher und Urheber: Jeuwre, 2026. Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. Unveränderte Einbindung.
Hörübung: Höre die Aussprache und lies anschließend die erste Strophe selbst. Setze kurze Pausen an Satzzeichen.
Video: Eine Gedichtanalyse schreiben
Quelle: musstewissen Deutsch / funk, „Wie schreibe ich eine Gedichtanalyse?“ (2017).
Beobachtungsauftrag: Notiere drei Schritte für Deine eigene Gedichtanalyse.
Gestufte Hilfen
Hilfe 1 – Einstieg
Lies zuerst nur die erste und vierte Strophe.
Unterstreiche „dunkel“, „heißer“, „friert“ und „warm“.
Frage Dich: Warum stehen Wörter für Wärme und Kälte so nah beieinander?
Hilfe 2 – Textbelege finden
Verwende beim Schreiben diesen Satzanfang:
„In Vers ... steht ... . Das sprachliche Bild könnte bedeuten, dass ... .“
Beispiel: In Vers 13 steht „Sie friert“. Die Kälte könnte Unsicherheit ausdrücken.
Hilfe 3 – Anspruchsvolle Interpretation
Untersuche, ob die regelmäßige Form und die unruhigen Bilder einen Gegensatz bilden.
Unterscheide dabei zwischen Beobachtung, sprachlichem Mittel, möglicher Wirkung und Deiner Interpretation.
Prüfe immer auch eine alternative Deutung.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Lesequiz mit überprüfbaren Verszitaten. Nutze bei Bedarf die Textseite.
1. Wie beginnt das Gedicht in Vers 1? (Es ist ganz dunkel. Und die Küsse fallen) (!Versunken ist der Tag in Purpurrot) (!Die Nacht ist hell und voller Sterne) (!Ein Schiff fährt durch den Abend)
2. Welches sprachliche Mittel enthält „Wie heißer Tau“ in Vers 2? (Vergleich) (!Personifikation) (!Wiederholung) (!Ironie)
3. Was wird in Vers 3 mit „Fackeln“ bildlich verbunden? (Körperliche Begierde) (!Eine Straßenbeleuchtung) (!Eine religiöse Feier) (!Ein gewöhnliches Lagerfeuer)
4. Welcher Gegensatz prägt die Bilder „weißem Brand“ und „Sie friert“? (Hitze und Kälte) (!Laut und leise) (!Stadt und Land) (!Vergangenheit und Zukunft)
5. Was macht das Wort „halb“ in Vers 6 deutlich? (Die beschriebene Hingabe bleibt eingeschränkt) (!Die Begegnung ist bereits beendet) (!Die beiden Personen verabschieden sich) (!Die Frau spricht eine ausdrückliche Liebeserklärung)
6. Als was wird das Bett in Vers 10 bildlich beschrieben? (Als Hafen) (!Als Berg) (!Als Garten) (!Als Kirche)
7. Was steht in Vers 11 nach den Worten „Wie Wolken“? (auf dem Meere) (!an dem Fenster) (!über den Dächern) (!unter den Sternen)
8. Welcher Vers enthält die Frage „Wie wird es sein?“? (Vers 13) (!Vers 3) (!Vers 9) (!Vers 20)
9. Was wird in Vers 17 mit einem brennenden Gegenstand verglichen? (Ihr blondes Haar) (!Das Fenster) (!Der Vorhang) (!Die Straße)
10. Welches Bild steht am Ende des Gedichts in Vers 20? (Ein Biss) (!Ein Sonnenaufgang) (!Eine geöffnete Tür) (!Eine zerbrochene Uhr)
Memory
Finde die passenden Begriffe und Erklärungen.
| Kreuzreim | Wechselnde Endreime im Muster ABAB |
| Metapher | Bildlicher Ausdruck ohne direktes Vergleichswort |
| Vergleich | Verbindung zweier Vorstellungen mit wie |
| Lyrisches Sprechen | Stimme oder Perspektive des Gedichts |
| Strophe | Zusammengehörige Gruppe von Versen |
| Deutungshypothese | Begründbare Vermutung über die Aussage |
Drag and Drop
Ordne die sprachlichen Mittel und Beobachtungen ihren Wirkungen zu.
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Wirkung im Gedicht |
|---|---|
| Feuermetapher | Vermittelt starke Erregung und Intensität |
| Kältebild | Kann Unsicherheit ausdrücken |
| Kreuzreim | Erzeugt eine regelmäßige Ordnung |
| Satzpause | Unterbricht den Lesefluss |
| Frage | Lässt die Zukunft der Begegnung offen |
Kreuzworträtsel
| Heym | Wie lautet der Nachname des Dichters? |
| Dunkel | Welches Substantiv bezeichnet fehlendes Licht? |
| Kreuzreim | Wie heißt ein Reimschema mit abwechselnden Endreimen? |
| Metapher | Wie heißt ein sprachliches Bild ohne direktes Vergleichswort? |
| Fackeln | Welche brennenden Gegenstände erscheinen bildlich in der ersten Strophe? |
| Hafen | Mit welchem Ort wird das Bett verglichen? |
LearningApps
Suche nach bereits vorhandenen Lernübungen zu Georg Heyms Gedicht.
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Wärme und Kälte: Schreibe einen kurzen Text mit fünf Sätzen. Erkläre, wie die beiden Gegensätze die Stimmung verändern. Verwende ein genaues Verszitat.
Standard
- Ein sprachliches Bild untersuchen: Wähle „Wie heißer Tau“ oder „der Hafen ihrer Gier“. Verfasse einen Analyseabsatz von etwa 120 bis 150 Wörtern. Benenne das Stilmittel, erkläre seine Wirkung und belege Deine Deutung.
Schwer
- Zwei Deutungen vergleichen: Schreibe eine Interpretation von etwa 250 bis 350 Wörtern. Prüfe, ob das Gedicht eher leidenschaftliche Nähe oder bedrohliche Unsicherheit betont. Verwende mindestens drei unterschiedliche Versbelege und begründe Dein Ergebnis.


Lernkontrolle
- Perspektive wechseln: Erkläre, wie sich die Wirkung ändern könnte, wenn die beschriebene Frau selbst sprechen würde. Unterscheide dabei klar zwischen dem Originaltext und Deiner Vermutung.
- Bildfelder vergleichen: Untersuche, wie Feuer- und Kältebilder zusammenwirken. Zeige an zwei Versstellen, welche Spannungen entstehen.
- Form und Inhalt: Erkläre, warum ein regelmäßiger Kreuzreim zu einer Darstellung heftiger Gefühle passen oder im Gegensatz zu ihr stehen könnte.
- Deutungen prüfen: Vergleiche zwei mögliche Deutungen des Schlusses. Erkläre, was die Wortwahl stützt und welche Fragen offenbleiben.
- Epochenbezug: Vergleiche das Gedicht mit einem der gezeigten Kunstwerke. Erkläre mit konkreten Beispielen, wie beide Gefühle durch starke Bilder darstellen.
Lernnachweis
Für einen gelungenen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:
- das Gedicht und seinen Autor richtig benennst.
- die 20 Verse und fünf Strophen erkennst.
- lyrisches Sprechen und Autor unterscheidest.
- das Reimschema erklärst und Besonderheiten des Klangs beschreibst.
- mindestens drei sprachliche Bilder richtig untersuchst.
- jeden wichtigen Textbeleg mit einer korrekten Versnummer angibst.
- Beobachtungen von Interpretationen unterscheidest.
- mindestens eine alternative Deutung ernsthaft prüfst.
- den Expressionismus mit passenden Textmerkmalen verknüpfst.
- Deine Analyse klar und verständlich formulierst.
Bewertungshinweis: Besonders wichtig sind die Genauigkeit der Verszitate und die Begründung Deiner Aussagen. Es genügt nicht, nur Stilmittel aufzuzählen.
OERs zum Thema
Bestehende Texte und weiterführende Lernmaterialien:
- Vorhandene Gedichttextseite auf moocwiki
- Georg Heym: Abends – vollständiger Onlineabdruck
- Historisch-kritische Edition – Informationen
- ZDF goes Schule: Lyrisches Ich
- Studyflix: Gedichtanalyse
- Sommers Weltliteratur: Expressionismus – Epochenvideo
Die externen Lernvideos sind nicht automatisch offen lizenziert. Sie werden hier als vorhandene Ressourcen verlinkt oder eingebettet, nicht als frei nachnutzbare OER ausgegeben.
Wikipedia-Hintergrund zum Autor:
Wikipedia-Hintergrund zum Expressionismus:
Quellen und Mediennachweise
Text und Forschung:
- Gedicht: Georg Heym, „Abends“, abgeglichen anhand der vollständigen Onlineabdrucke von Kassiber und „Dichtungen und Schriften“. Die historischen Editionsverhältnisse sind damit nicht abschließend geklärt.
- Edition: Günter Dammann, Gunter Martens und Karl Ludwig Schneider (Hrsg.): Georg Heym: Gedichte 1910–1912, Tübingen 1993.
- Urheberrecht: Der Gedichttext Georg Heyms ist in Deutschland gemeinfrei. Das gilt nicht automatisch für moderne Kommentare, Bearbeitungen oder neu erstellte Lesungen.
Wikimedia-Commons-Medien:
- Porträt Georg Heym: Dateiseite. Historische Fotografie, Urheber nicht eindeutig genannt, auf Commons als gemeinfrei gekennzeichnet.
- Edvard Munch – The Kiss: Dateiseite. Künstler: Edvard Munch, 1897. Quelle: Munchmuseet. Gemeinfrei.
- Ernst Ludwig Kirchner – Die Straße: Dateiseite. Künstler: Ernst Ludwig Kirchner, 1913. Gemeinfrei.
- Ernst Ludwig Kirchner – Moonrise: Soldier and Maiden: Dateiseite. Künstler: Ernst Ludwig Kirchner, 1905. Quelle: Museum of Fine Arts, Houston. Gemeinfrei.
- Animation der Tag-Nacht-Grenze: Dateiseite. Urheber: Boobarkee, 2009. Gemeinfrei.
- Aussprache Georg Heym: Dateiseite. Urheber und Sprecher: Jeuwre, 2026. Lizenz: CC BY-SA 4.0. Keine Bearbeitung vorgenommen.
YouTube-Videos:
- Expressionismus Gedichte: Studyflix, 2022. Originalvideo
- Lyrisches Ich: musstewissen Deutsch / funk, 2018. Originalvideo
- Wie schreibe ich eine Gedichtanalyse?: musstewissen Deutsch / funk, 2017. Originalvideo
Rechtehinweis: Alle genannten Bilder, die Animation und die Audiodatei besitzen auf Wikimedia Commons dokumentierte Rechteangaben. Bei den externen YouTube-Videos ist keine freie Nachnutzungslizenz nachgewiesen. Deshalb werden nur Verweise und Einbettungen der Originalvideos verwendet. Ein Herunterladen, Verändern oder erneutes Hochladen ist nicht Bestandteil dieses Kurses.
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