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ABI LF - Umkehrfunktionen systematisch bestimmen

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ABI LF - Umkehrfunktionen systematisch bestimmen

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ABI LF - Umkehrfunktionen systematisch bestimmen

Mini-Beschreibung: Prüfe Umkehrbarkeit über strenge Monotonie, bestimme Definitions- und Wertemengen und ermittle in geeigneten Fällen den Term der Umkehrfunktion. Du arbeitest mit Graphspiegelungen an y=x, Funktionsverkettungen und mehrschrittigen Begründungen auf Leistungsfachniveau.

Zielgruppe: Mathematik Leistungsfach, gymnasiale Oberstufe, Vorbereitung auf das schriftliche Abitur in Baden-Württemberg.

Prüfungsstand: Abiturjahrgang 2027. Der Facherlass Baden-Württemberg setzt im Leistungsfach grundlegende Kenntnisse zu Umkehrfunktionen voraus, insbesondere zu Definitions- und Wertemenge, Graph und Funktionsterm. Für die schriftliche Prüfung gelten die jeweils aktuellen Vorgaben des konkreten Prüfungsjahrgangs. Digitale Werkzeuge auf dieser Seite dienen dem Üben und sind nicht automatisch zugelassene Prüfungshilfsmittel.

Wichtig: KI-Ausgaben können beim Üben helfen, müssen aber mathematisch geprüft werden. Eine KI-Antwort ersetzt keinen Beweis und keine saubere Begründung.

Offizielle Abiturinformationen Baden-Württemberg


Einleitung

Eine Umkehrfunktion macht eine Zuordnung rückgängig. Aus

y=f(x)

soll wieder

x=f−1(y)

werden.

Der entscheidende Punkt ist nicht das Umstellen allein: Zuerst musst Du klären, ob die Funktion auf der betrachteten Definitionsmenge überhaupt umkehrbar ist.

Die Animation zeigt die zentrale geometrische Idee: Beim Übergang zur Umkehrfunktion werden die Koordinaten vertauscht. Der Graph wird an

y=x

gespiegelt.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du ...

  1. Umkehrbarkeit: auf Intervallen mit strenger Monotonie begründen, dass eine Funktion umkehrbar ist.
  2. Definitionsmenge: Df und Df−1 korrekt unterscheiden.
  3. Wertemenge: Wf bestimmen und als Definitionsmenge der Umkehrfunktion verwenden.
  4. Umkehrfunktion: einen passenden Funktionsterm f−1 durch algebraisches Auflösen bestimmen.
  5. Graph einer Funktion: die Spiegelung an y=x deuten.
  6. Funktionsverkettung: mit f−1∘f und f∘f−1 eine Umkehrung prüfen.
  7. Monotonie: Ableitungen als Werkzeug nutzen, ohne aus f′(x)=0 vorschnell auf fehlende strenge Monotonie zu schließen.
  8. Mathematischer Beweis: mehrschrittige Argumentationen auf Leistungsfachniveau prüfen und selbst formulieren.


Vorwissen-Check

Beantworte zunächst ohne Hilfsmittel:

  1. Kannst Du aus dem Vorzeichen von f′ Monotonie folgern?
  2. Kannst Du eine Gleichung wie y=3x−2 nach x auflösen?
  3. Kennst Du den Unterschied zwischen Definitionsmenge und Wertemenge?
  4. Weißt Du, warum x2 auf ℝ nicht streng monoton ist?
  5. Kannst Du Verkettungen wie g(f(x)) berechnen?

Selbstcheck

Wenn mindestens drei Punkte unsicher sind, wiederhole zuerst Monotonie, Ableitung, Definitionsmenge und Funktionsverkettung.


Kernidee: Wann ist eine Funktion umkehrbar?

Für eine Funktion

f:Df→Wf

muss jeder Funktionswert genau zu einem Argument gehören. Wird als Zielmenge die tatsächliche Wertemenge Wf verwendet, bedeutet das: f muss injektiv sein.

Auf einem Intervall ist strenge Monotonie ein besonders wichtiges Kriterium:

Merksatz: Ist f auf einem Intervall I streng monoton, dann ist

f:I→f(I)

umkehrbar.

Für differenzierbare Funktionen liefern die Bedingungen

f′(x)>0

für alle inneren Stellen des Intervalls eine streng wachsende Funktion und

f′(x)<0

eine streng fallende Funktion.

Aber: f′(x)>0 ist hinreichend, nicht notwendig.

Beispiel:

f(x)=x3

ist auf ℝ streng wachsend, obwohl

f′(0)=0

gilt.


Horizontalen-Test

Grafisch gilt: Jede waagerechte Gerade darf den Graphen höchstens einmal schneiden.

Das ist die grafische Form der Injektivität.

Denkfrage

Warum ist f(x)=x2 auf ℝ nicht umkehrbar?

Feedback: Für jeden Wert y>0 gibt es zwei Urbilder, nämlich y und −y.


Definitions- und Wertemengen tauschen ihre Rollen

Ist f umkehrbar, dann gilt

Df−1=Wf

und

Wf−1=Df.

Aus

f(a)=b

folgt

f−1(b)=a.

Die Punktkoordinate

(a,b)

wird also zu

(b,a).


Graphische Bestimmung

Der Graph von f−1 ist die Spiegelung des Graphen von f an der ersten Winkelhalbierenden

y=x.

Interaktives Modell: Ziehe am Regler und beobachte, wie der Graph an y=x gespiegelt wird.

Arbeitsauftrag:

  1. Gib eine streng wachsende Funktion ein.
  2. Beobachte die Spiegelung.
  3. Wähle einen Punkt P(a,b).
  4. Kontrolliere, dass der Spiegelpunkt die Koordinaten P′(b,a) besitzt.
  5. Teste anschließend f(x)=x2 und erkläre, warum die gespiegelte Kurve auf ganz ℝ keinen Funktionsgraphen darstellt.


Systematisches Verfahren

Für eine umkehrbare Funktion gehst Du in dieser Reihenfolge vor:

Schritt Prüfung
1 Df festlegen
2 Umkehrbarkeit begründen
3 Wf bestimmen
4 y=f(x) nach x lösen
5 Variablenbezeichnung tauschen
6 Df−1=Wf angeben
7 Verkettung oder Graph prüfen

Achtung:

f−1(x)

bedeutet Umkehrfunktion und nicht

1f(x).


Beispiel 1: Lineare Funktion

Gegeben sei

f(x)=3x−2

mit Df=ℝ.

Da

f′(x)=3>0

gilt, ist f streng wachsend und damit umkehrbar.

Visueller Rechenweg:

Schritt Rechnung
Ausgang y=3x−2
Addiere 2 y+2=3x
Teile durch 3 x=y+23
Umbenennen f−1(x)=x+23

Da Wf=ℝ, gilt

Df−1=ℝ.

Probe durch Verkettung:

f−1(f(x))=(3x−2)+23=x.


Beispiel 2: Quadratische Funktion mit eingeschränkter Definitionsmenge

Betrachte

f(x)=x2−4.

Auf ℝ ist die Funktion nicht umkehrbar.

Beschränken wir aber auf

Df=[0,∞),

so gilt für x>0

f′(x)=2x>0.

Zusammen mit dem Randpunkt ist f auf [0,∞) streng wachsend.

Die Wertemenge ist

Wf=[−4,∞).

Nun:

y=x2−4

y+4=x2

Wegen x≥0 ist nur die positive Wurzel zulässig:

x=y+4.

Damit

f−1(x)=x+4

mit

Df−1=[−4,∞).

Typischer Fehler:

f−1(x)=±x+4

ist keine Funktion. Die Definitionsbeschränkung entscheidet über den richtigen Ast.


Interaktive Übung: Quadratische Funktion

Teste nacheinander:

f(x)=x2,

f(x)=x3,

f(x)=ex.

Hilfe

Achte nicht nur auf den Term. Entscheidend sind Definitionsmenge, Wertemenge und Eindeutigkeit der Zuordnung.

Feedback

x2 ist auf ℝ nicht umkehrbar. x3 und ex sind auf ℝ streng wachsend.


Beispiel 3: Exponentialfunktion und Logarithmus

Gegeben sei

f(x)=e2x−3.

Es gilt

f′(x)=2e2x>0.

Damit ist f auf ℝ streng wachsend.

Außerdem ist

Wf=(−3,∞).

Bestimme die Umkehrfunktion:

y=e2x−3

y+3=e2x

ln⁡(y+3)=2x

x=12ln⁡(y+3).

Also

f−1(x)=12ln⁡(x+3)

mit

Df−1=(−3,∞).


Funktionsverkettungen als Beweiswerkzeug

Für eine Umkehrfunktion gelten zwei Identitäten:

f−1∘f=idDf

und

f∘f−1=idWf.

Ausgeschrieben:

f−1(f(x))=x

für x∈Df

und

f(f−1(y))=y

für y∈Wf.

Wichtig: Die Mengenangaben gehören zur Aussage. Eine algebraisch richtige Formel kann außerhalb ihrer zulässigen Definitionsmenge bedeutungslos sein.


Interaktives Beispiel mit Verkettung

Sei

f(x)=2x+5.

Vermutung:

g(x)=x−52.

Prüfe:

g(f(x))=2x+5−52=x

und

f(g(x))=2⋅x−52+5=x.

Damit ist

g=f−1.

Transfer

Warum müssen beide Verkettungen betrachtet werden, wenn Definitions- und Zielmengen nicht von vornherein sauber festgelegt sind?

Feedback: Die Verkettungen prüfen die Rückgängigmachung in beiden Richtungen. Dabei werden auch mögliche Mengenprobleme sichtbar.


Leistungsfach-Beispiel mit Parameter

Untersuche

fa(x)=x3+ax

auf ℝ.

Die Ableitung lautet

fa′(x)=3x2+a.

Für a>0 gilt

fa′(x)>0

für alle x. Also ist fa streng wachsend und umkehrbar.

Für a=0 gilt

f0(x)=x3.

Obwohl

f0′(0)=0

ist f0 streng wachsend. Also ist auch dieser Fall umkehrbar.

Für a<0 nimmt die Ableitung sowohl negative als auch positive Werte an. Die Funktion besitzt dann lokale Extremstellen und ist auf ganz ℝ nicht streng monoton.

Ergebnis:

fa ist auf ℝ für

a≥0

umkehrbar.

Prüffrage

Warum reicht die Aussage „f′(0)=0, also nicht umkehrbar“ nicht aus?

Feedback: Eine einzelne waagerechte Tangente verhindert strenge Monotonie nicht. x3 ist das Standardgegenbeispiel.


Fehleranalyse

Fehler 1: Sofort nach x auflösen.

Korrektur: Erst Umkehrbarkeit und Mengen klären.

Fehler 2: f−1(x) mit 1/f(x) verwechseln.

Korrektur: Umkehrfunktion bedeutet Rückgängigmachen der Zuordnung.

Fehler 3: Bei einer Quadratfunktion beide Wurzeläste übernehmen.

Korrektur: Die gewählte Definitionsmenge bestimmt den zulässigen Ast.

Fehler 4: Aus f′(x)≥0 ohne weitere Prüfung direkt strenge Monotonie behaupten.

Korrektur: Strenge Monotonie muss sauber begründet werden.

Fehler 5: Definitions- und Wertemenge vergessen.

Korrektur:

Df−1=Wf

und

Wf−1=Df.

Fehler 6: Eine CAS-, GeoGebra- oder KI-Ausgabe als Beweis behandeln.

Korrektur: Digitale Ausgaben dienen als Kontrolle oder Exploration. Die mathematische Begründung musst Du selbst liefern.


Übungen mit Hilfen und Feedback


Übung A: Monotonie und Umkehrbarkeit

Untersuche

f(x)=x3−6x2+12x

auf ℝ.

Hilfe

Bestimme f′(x) und faktorisiere.

Feedback

f′(x)=3x2−12x+12=3(x−2)2≥0.

Die Ableitung verschwindet nur bei x=2. Die Funktion ist dennoch streng wachsend. Eine mögliche Begründung nutzt

f(x)=(x−2)3+8.

Damit ist f auf ℝ umkehrbar.


Übung B: Definitionsbeschränkung

Bestimme eine Definitionsmenge, auf der

f(x)=(x−1)2+2

streng monoton und umkehrbar ist.

Hilfe

Der Scheitel liegt bei x=1.

Feedback

Zum Beispiel

Df=[1,∞)

oder

Df=(−∞,1].

Die beiden Einschränkungen führen zu verschiedenen Umkehrfunktionen.


Übung C: Term bestimmen

Für

f(x)=x−1x+2

mit

Df=ℝ∖{−2}

bestimme den möglichen Term der Umkehrfunktion.

Hilfe

Setze y=x−1x+2, multipliziere mit x+2 und sammle alle Terme mit x.

Feedback

yx+2y=x−1

x(y−1)=−(1+2y)

x=1+2y1−y.

Daher

f−1(x)=1+2x1−x

mit

Df−1=ℝ∖{1}.


Selbstkontrolle

Aussage Check
Ich prüfe zuerst die Umkehrbarkeit. □
Ich nenne Df und Wf. □
Ich löse algebraisch eindeutig nach der Eingangsvariablen. □
Ich beachte notwendige Ast- oder Intervallbeschränkungen. □
Ich prüfe meine Lösung durch Verkettung oder Spiegelung. □
Ich begründe auf Leistungsfachniveau und nicht nur rechnerisch. □


Transfer

Ein Messgerät beschreibt eine streng wachsende Kalibrierfunktion

U=f(c),

wobei c die Konzentration und U die gemessene Spannung ist.

Die Umkehrfunktion

c=f−1(U)

macht aus der gemessenen Spannung wieder eine Konzentration.

Transferfrage: Warum ist strenge Monotonie für eine Kalibrierfunktion besonders wichtig?

Feedback

Nur bei eindeutiger Zuordnung kann aus einem Messwert genau eine Konzentration bestimmt werden. Ohne Injektivität wäre die Rückrechnung mehrdeutig.


Kompetenzcheck

Bearbeite ohne digitale Hilfe:

  1. Zeige, dass f(x)=ex+x auf ℝ umkehrbar ist.
  2. Erkläre, warum ein geschlossener Term für f−1 nicht immer elementar verfügbar sein muss.
  3. Bestimme für f(x)=x2+6x+11 eine geeignete Definitionsbeschränkung und die zugehörige Umkehrfunktion.
  4. Prüfe das Ergebnis durch eine Verkettung.
  5. Skizziere f, f−1 und y=x in ein gemeinsames Koordinatensystem.
  6. Formuliere eine vollständige Begründung mit Definitions- und Wertemengen.

Kurzfeedback

Für ex+x gilt f′(x)=ex+1>0. Beim quadratischen Beispiel ist eine Beschränkung auf eine Seite des Scheitels nötig.


Reflexion

Beantworte in zwei bis vier Sätzen:

  1. Welche Information brauchst Du vor dem algebraischen Umstellen?
  2. Welche Rolle spielt die strenge Monotonie?
  3. Warum sind Definitions- und Wertemengen Teil der Lösung und kein Zusatz?
  4. Welche Kontrolle findest Du stärker: Graphspiegelung oder Funktionsverkettung? Begründe.


Folgekurs

Als nächstes bietet sich an:

  1. ABI LF - Umkehrfunktionen ableiten und Anwendungen untersuchen: Zusammenhang zwischen den Steigungen von f und f−1.
  2. ABI LF - Exponential- und Logarithmusfunktionen sicher verknüpfen: Umkehrung zwischen Exponentialfunktion und Logarithmus.
  3. ABI LF - Monotonie und Extremstellen beweissicher untersuchen: präzise Monotoniebegründungen mit und ohne Ableitung.
  4. ABI LF - Funktionsverkettungen in Analysis modellieren: mehrschrittige Modelle und Rückkopplungen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Aussage genügt auf einem Intervall zur Umkehrbarkeit? (Die Funktion ist streng monoton) (!Die Funktion besitzt eine Nullstelle) (!Die Funktion ist gerade) (!Die Funktion ist periodisch)




Was gilt für Definitions- und Wertemenge einer Umkehrfunktion? (Definitions- und Wertemenge tauschen ihre Rollen) (!Beide Mengen bleiben immer unverändert) (!Nur die Definitionsmenge verschwindet) (!Nur die Wertemenge wird gespiegelt)




An welcher Geraden werden die Graphen einer Funktion und ihrer Umkehrfunktion gespiegelt? (y gleich x) (!y gleich null) (!x gleich null) (!y gleich minus x)




Welche Umkehrfunktion gehört zu f von x gleich 3x minus 2? (x plus 2 geteilt durch 3) (!3x plus 2) (!x minus 2 geteilt durch 3) (!1 geteilt durch 3x minus 2)




Warum ist x Quadrat auf den reellen Zahlen nicht umkehrbar? (Verschiedene Argumente können denselben Funktionswert besitzen) (!Die Funktion besitzt keine Ableitung) (!Die Funktion besitzt keine Wertemenge) (!Die Funktion ist überall fallend)




Welche Definitionsbeschränkung macht x Quadrat umkehrbar? (x größer oder gleich null) (!Alle reellen Zahlen) (!Nur x ungleich null) (!Nur negative und positive Zahlen gleichzeitig)




Was zeigt die Verkettung f hoch minus eins von f von x gleich x? (Die Umkehrfunktion macht f auf der Definitionsmenge rückgängig) (!Die Funktion ist periodisch) (!Die Ableitung ist immer eins) (!Die Funktion besitzt keine Nullstelle)




Welche Aussage zu f hoch minus eins ist richtig? (Es bezeichnet die Umkehrfunktion) (!Es bezeichnet immer den Kehrwert von f) (!Es bezeichnet die erste Ableitung) (!Es bezeichnet eine Stammfunktion)




Warum widerlegt f Strich von null gleich null nicht automatisch strenge Monotonie? (Eine einzelne waagerechte Tangente kann bei einer streng monotonen Funktion auftreten) (!Jede Ableitung ist an null gleich null) (!Strenge Monotonie hängt nie von der Funktion ab) (!Eine Nullstelle der Ableitung macht jede Funktion konstant)




Welche Umkehrfunktion gehört zu e hoch 2x minus 3? (Ein halb mal natürlicher Logarithmus von x plus 3) (!e hoch x plus 3) (!Natürlicher Logarithmus von 2x minus 3) (!Ein halb mal e hoch x plus 3)





Memory

strenge Monotonie hinreichendes Kriterium für Umkehrbarkeit auf einem Intervall
Spiegelachse y gleich x
Definitionsmenge der Umkehrfunktion Wertemenge der Ausgangsfunktion
Wertemenge der Umkehrfunktion Definitionsmenge der Ausgangsfunktion
Funktionsverkettung algebraische Kontrolle der Umkehrung
Horizontalen-Test grafische Prüfung der Injektivität





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Definitionsmenge festlegen erster Prüfschritt
Monotonie untersuchen Umkehrbarkeit begründen
Wertemenge bestimmen spätere Definitionsmenge der Umkehrfunktion
Nach Eingangsvariable auflösen Funktionsterm bestimmen
Verkettung prüfen Ergebnis kontrollieren





Kreuzworträtsel

Monotonie Welche Eigenschaft wird häufig zur Begründung der Umkehrbarkeit untersucht?
Spiegelung Welche geometrische Operation führt vom Graphen einer Funktion zu dem ihrer Umkehrfunktion?
Wertemenge Welche Menge wird zur Definitionsmenge der Umkehrfunktion?
Injektiv Wie heißt eine Funktion, wenn verschiedene Argumente verschiedene Funktionswerte besitzen?
Verkettung Womit lässt sich eine Umkehrfunktion algebraisch kontrollieren?
Logarithmus Welche Funktion ist die Umkehrfunktion einer Exponentialfunktion?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Eine auf einem Intervall streng

Funktion ist dort umkehrbar. Beim Übergang zur Umkehrfunktion tauschen

und Wertemenge ihre Rollen. Der Graph wird an der Geraden

gespiegelt. Zur Termbestimmung schreibt man zunächst

und löst nach der Eingangsvariablen auf. Bei einer quadratischen Funktion muss häufig die

eingeschränkt werden. Für f(x)=x2 auf nichtnegativen Zahlen lautet die Umkehrfunktion

. Eine algebraische Kontrolle gelingt mit der

. Der Ausdruck f−1 ist nicht der

von f. Eine einzelne Nullstelle der Ableitung schließt strenge

nicht automatisch aus. Digitale Werkzeuge können Ergebnisse prüfen, ersetzen aber keine mathematische

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Graphspiegelung: Zeichne einen streng monotonen Funktionsgraphen und konstruiere den Graphen der Umkehrfunktion durch Spiegelung an y=x.
  2. Punktetausch: Wähle fünf Punkte eines Funktionsgraphen und notiere jeweils die gespiegelten Koordinaten.
  3. Fehlerkarte: Gestalte eine Lernkarte zum Unterschied zwischen f−1(x) und 1/f(x).
  4. Definitionsmenge: Finde zwei verschiedene Definitionsbeschränkungen für eine Parabel, die jeweils zu einer Umkehrfunktion führen.


Standard

  1. Rechenweg erklären: Nimm eine lineare, eine quadratische und eine exponentielle Funktion und dokumentiere jeweils alle Schritte zur Umkehrfunktion.
  2. GeoGebra: Erstelle ein dynamisches Modell mit f, f−1 und y=x und beschreibe drei Beobachtungen.
  3. Fehleranalyse: Erfinde eine falsche Lösung zur Umkehrfunktion einer Quadratfunktion und kommentiere jeden Fehler.
  4. Funktionsverkettung: Entwickle zwei Aufgaben, in denen eine vermutete Umkehrfunktion durch beide Verkettungen geprüft werden muss.


Schwer

  1. Parameterfunktion: Untersuche eine selbst gewählte Schar fa auf Umkehrbarkeit und bestimme die zulässigen Parameterwerte.
  2. Modellierung: Entwickle eine Kalibrierfunktion aus einem realistischen Messkontext und erkläre, warum ihre Umkehrbarkeit wichtig ist.
  3. Beweisprüfung: Vergleiche zwei unterschiedliche Begründungen für strenge Monotonie und entscheide, welche logisch vollständig ist.
  4. KI und Mathematik: Lass eine KI eine Umkehrfunktion bestimmen, prüfe jeden Schritt eigenständig und dokumentiere mindestens eine mögliche Fehlerquelle, ohne personenbezogene Daten einzugeben.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Begründung Umkehrbarkeit: Begründe für f(x)=x+ex ohne Graphen, dass eine Umkehrfunktion existiert. Diskutiere, warum ein elementarer geschlossener Term nicht zwingend folgen muss.
  2. Definitionsbeschränkung: Bestimme für f(x)=x2−4x+7 zwei maximale Intervalle, auf denen f umkehrbar ist, und ermittle die jeweils zugehörige Umkehrfunktion.
  3. Verkettung und Mengen: Gegeben sind f(x)=x+2 und g(x)=x2−2. Untersuche präzise, unter welchen Definitionsmengen f und g Umkehrfunktionen voneinander sind.
  4. Parameteranalyse: Untersuche fa(x)=x3+ax auf Umkehrbarkeit und begründe die Grenzfälle besonders sorgfältig.
  5. Modellkritik: Ein Modell ordnet einer Messgröße mehrere mögliche Ursachenwerte zu. Erkläre, warum eine globale Umkehrfunktion ungeeignet ist und wie eine sinnvolle Bereichseinschränkung helfen kann.
  6. Beweisbewertung: Prüfe die Aussage „Wenn f′(x)≥0 gilt, dann ist f streng wachsend“ kritisch und formuliere eine mathematisch belastbare Ersatzformulierung.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du nicht nur Terme umstellen kannst, sondern den gesamten Entscheidungsweg beherrschst:

  1. Du bestimmst relevante Definitions- und Wertemengen.
  2. Du begründest Umkehrbarkeit mit strenger Monotonie oder einem gleichwertigen Argument.
  3. Du bestimmst einen Umkehrterm nur auf einer passenden Definitionsmenge.
  4. Du interpretierst die Spiegelung an y=x.
  5. Du prüfst Ergebnisse mit Funktionsverkettungen.
  6. Du erkennst typische Fehlargumente.
  7. Du formulierst Begründungen formal präzise und prüfungstauglich.
  8. Du unterscheidest Übungswerkzeuge von zugelassenen Prüfungshilfsmitteln.




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Interaktive Lernmedien: Die GeoGebra-Einbettungen dienen der Exploration. Gib dort keine personenbezogenen Daten ein.

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