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ABI LF - Teil A und Teil B methodisch unterscheiden

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ABI LF - Teil A und Teil B methodisch unterscheiden

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ABI LF - Teil A und Teil B methodisch unterscheiden


Einleitung

Mini-Beschreibung: Entwickle bewusst unterschiedliche Arbeitsstrategien für Teil A und Teil B des Mathematik-Abiturs im Leistungsfach Baden-Württemberg: hilfsmittelfrei exakt denken, sinnvoll schätzen, im passenden Moment den WTR einsetzen und das IQB-Formeldokument zielgerichtet nutzen.

Prüfungsbezug: Stand September 2026 orientiert sich dieser Kurs am Abiturjahrgang 2027. Der amtliche Facherlass nennt für das Leistungsfach 300 Minuten einschließlich Auswahlzeit. Teil A wird ohne WTR und ohne IQB-Formeldokument bearbeitet und spätestens nach 110 Minuten abgegeben. Danach erhältst Du für Teil B das Formeldokument und den im Kurs eingeführten zulässigen wissenschaftlichen Taschenrechner. Geodreieck ohne Schablonen, Zirkel und ein Nachschlagewerk zur deutschen Rechtschreibung dürfen nach dem Facherlass während der gesamten Prüfung verwendet werden.

Wichtig: GeoGebra, Videos, KI-Systeme und andere digitale Werkzeuge auf dieser Lernseite sind Übungswerkzeuge. Sie sind nicht automatisch Prüfungshilfsmittel. Prüfe für Deinen Prüfungsjahrgang immer den aktuellen Facherlass und die Hinweise Deiner Schule.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du:

  1. Teil A: kurze Aufgaben ohne WTR und Formeldokument strukturiert, exakt und zeitsparend lösen.
  2. Teil B: längere Modellierungsaufgaben planen, Hilfsmittel gezielt einsetzen und Ergebnisse fachlich deuten.
  3. Exakte Rechnung: erkennen, wann ein symbolisches Ergebnis wie 32, 5 oder ln⁡2 erhalten bleiben sollte.
  4. Schätzung: Größenordnungen vor oder nach einer Rechnung zur Plausibilitätskontrolle nutzen.
  5. WTR: numerische Rechnungen beschleunigen, ohne Ansatz und Begründung zu ersetzen.
  6. IQB-Formeldokument: Formeln nach Voraussetzungen auswählen statt mechanisch abzuschreiben.
  7. Beweise und Begründungen: Rechenwege prüfen und KI-Ausgaben nicht mit Beweisen verwechseln.


Prüfungsrahmen 2027

Phase Methodischer Kern
Teil A Ohne WTR und IQB-Formeldokument; vier Pflichtaufgaben P1 bis P4 und zwei Wahlaufgaben aus W1 bis W6; Abgabe spätestens nach 110 Minuten
Teil B Nach Abgabe von Teil A mit zugelassenem WTR und IQB-Formeldokument; je eine von der Lehrkraft ausgewählte Aufgabe aus Analysis, Analytischer Geometrie und Stochastik

Für Deine Zeitplanung gilt mit der tatsächlich genutzten Teil-A-Zeit tA:

0<tA≤110

tB=300−tA

Bei tA=100 bleiben beispielsweise

tB=300−100=200

Minuten für Teil B.

Amtliche Grundlage:

  1. Kultusministerium Baden-Württemberg: Termine und Informationen zum Abitur
  2. Facherlass für die Abiturprüfung 2027


Methodenkompass: Welche Strategie wann?

Situation Sinnvolle Strategie
Ergebnis lässt sich sauber symbolisch bestimmen Exakt rechnen, zum Beispiel x=32
Größenordnung ist entscheidend Schätzen, dann Ergebnis prüfen
Numerischer Wert ist aufwendig In Teil B WTR nutzen, Ansatz vorher notieren
Formel ist nicht sicher abrufbar In Teil B IQB-Formeldokument gezielt durchsuchen
Begründung oder Beweis ist verlangt Mathematik argumentativ darstellen; Rechnerwert allein genügt nicht

Merksatz: Teil A trainiert Verdichtung: wenige Schritte, sichere Grundideen, exakte Kontrolle. Teil B trainiert Vernetzung: Modell bilden, Verfahren wählen, Hilfsmittel kontrolliert einsetzen, Ergebnis deuten.


Entscheidungsfolge in vier Schritten

  1. Verstehen: Was ist gesucht – exakter Wert, Näherungswert, Begründung oder Modell?
  2. Planen: Welches Verfahren löst das Problem mit möglichst wenig Fehlerrisiko?
  3. Werkzeug wählen: Hilfsmittelfrei, Schätzung, WTR oder Formeldokument?
  4. Prüfen: Vorzeichen, Größenordnung, Einheit, Definitionsbereich und Sachkontext kontrollieren.


Vorwissen-Check

Löse zuerst ohne digitales Werkzeug.

  1. f(x)=x3−3x: Bestimme f′(x) und die stationären Stellen.
  2. Prüfe mit dem Skalarprodukt, ob a→=(1,2,−1) und b→=(2,−1,0) orthogonal sind.
  3. Für X∼B(20;0,3): Bestimme E(X).
  4. Schätze 50, bevor Du einen Näherungswert bestimmst.
  5. Erkläre, warum aus einem Rechnerwert noch keine mathematische Begründung folgt.

Selbstkontrolle anzeigen f′(x)=3x2−3, also x=±1. Das Skalarprodukt ist 1⋅2+2⋅(−1)+(−1)⋅0=0. Es gilt E(X)=20⋅0,3=6. Wegen 72=49 ist 50 etwas größer als 7.


Teil A: hilfsmittelfrei verdichten

In Teil A zählt nicht ein langer Lösungsweg, sondern ein nachvollziehbarer Kernweg. Suche nach Struktur: faktorisieren, Symmetrie nutzen, bekannte Ableitungen erkennen, einfache Gleichungen exakt lösen, Skalarprodukte oder Grundwahrscheinlichkeiten sicher anwenden.


Beispiel A1: Exakt statt dezimal

Gegeben ist

f(x)=x3−3x.

Dann

f′(x)=3x2−3=3(x−1)(x+1).

Für stationäre Stellen:

f′(x)=0⟺x=±1.

Die Funktionswerte sind

f(−1)=2

und

f(1)=−2.

Methodenentscheidung: Hier bringt ein WTR keinen methodischen Gewinn. Die exakte Rechnung ist kürzer, kontrollierbarer und zeigt die Struktur.


Beispiel A2: Schätzen als Kontrolle

Ohne Rechner soll 50 eingeordnet werden.

72=49<50<64=82

also

7<50<8.

Da 50 nur knapp über 49 liegt, erwartest Du einen Wert knapp über 7. Diese Schätzung ist auch in Teil B nützlich: Sie erkennt Tipp- und Eingabefehler.


Beispiel A3: Integralidee sichtbar machen

Ein bestimmtes Integral kann vorzeichenbehaftete Flächenbilanz beschreiben:

∫abf(x)dx.

Der Graph hilft Dir, ein Vorzeichen oder eine Größenordnung zu erwarten. Die Skizze ersetzt aber nicht die Rechnung.


Teil B: modellieren, rechnen, interpretieren

Teil B ist kein „Rechnerteil“ im Sinn von Knöpfedrücken. Der typische Ablauf ist:

Sachkontext → mathematisches Modell → Verfahren → WTR/Formeldokument → Kontrolle → Interpretation


Interaktives Modell: Analysis

Nur zum Üben: Verändere Funktionen und Parameter dynamisch. Beobachte, wie Nullstellen von f′ mit Extremstellen von f zusammenhängen.

Prüfungsregel: GeoGebra ist hier Lernmedium, nicht automatisch zugelassenes Prüfungshilfsmittel.


Beispiel B1: Erst Modell, dann WTR

Ein Bestand werde modelliert durch

B(t)=1200e0,08t.

Gesucht ist der Zeitpunkt, an dem sich der Bestand verdoppelt:

1200e0,08t=2400.

Zuerst modellierst und formst Du um:

e0,08t=2

0,08t=ln⁡2

t=ln⁡20,08.

Erst jetzt ist ein Näherungswert sinnvoll:

t≈8,66.

Methodenentscheidung: Das exakte Ergebnis zeigt die mathematische Struktur. Der WTR liefert den für den Kontext brauchbaren Näherungswert.


Interaktives Modell: Analytische Geometrie

Verändere eine Gerade und eine Ebene. Prüfe visuell und algebraisch, ob sie sich schneiden, parallel sind oder ob eine Gerade in einer Ebene liegt.


Beispiel B2: Geometrie mit doppelter Kontrolle

Gegeben seien

g:x→=(102)+t(21−1)

und

E:x+y+z=4.

Einsetzen von g in E:

(1+2t)+t+(2−t)=4.

Daraus folgt

3+2t=4

und damit

t=12.

Der Schnittpunkt ist

S=(21232).

Kontrolle:

2+12+32=4.

Leistungsfach-Standard: Nicht nur Koordinaten nennen, sondern Ansatz, Rechnung und geometrische Bedeutung absichern.


Interaktives Modell: Stochastik

Für X∼B(n;p) gilt

E(X)=np

und

σ=np(1−p).

Im Modellierungsprozess entscheidest Du zuerst, ob eine Binomialverteilung überhaupt sachgerecht ist. Erst danach lässt Du den WTR Wahrscheinlichkeiten numerisch bestimmen.


WTR sinnvoll einsetzen

Gute Nutzung:

  1. Ansatz selbst formulieren.
  2. Eingabe mit Schätzung oder Grenzfall kontrollieren.
  3. Ergebnis mit sinnvoller Genauigkeit angeben.
  4. Wert im Sachkontext deuten.

Schlechte Nutzung: Eine Zahl aus dem Display übernehmen, ohne zu zeigen, welche Größe berechnet wurde.


Mini-Beispiel: Näherungswert mit Plausibilität

Für

t=ln⁡20,08

kannst Du vor der Eingabe grob abschätzen: ln⁡2≈0,7, also

t≈0,70,08≈8,75.

Ein WTR-Ergebnis nahe 8,7 ist plausibel. Ein Displaywert 87 wäre ein Warnsignal.


IQB-Formeldokument sinnvoll einsetzen

Nutze das Formeldokument nicht als Suchmaschine für jeden Schritt. Kläre zuerst das Sachgebiet und die gesuchte Größe.

Beispiel Stochastik:

σ=np(1−p)

Bevor Du einsetzt, musst Du wissen, was n und p im Modell bedeuten. Eine Formel ohne passende Modellannahmen ist keine Lösung.


Übungen mit Hilfen und Feedback


Übung 1: Teil A oder Teil B?

Ordne methodisch zu.

Aufgabe: Bestimme die Nullstellen von x2−5x+6.

Hilfe: Suche zwei Zahlen mit Produkt 6 und Summe −5.

Feedback: x2−5x+6=(x−2)(x−3), also x=2 oder x=3. Exakte Rechnung ist hier schneller als numerisches Lösen.


Übung 2: WTR mit Begründung

Aufgabe: Ein Modell lautet N(t)=500e0,12t. Bestimme den Zeitpunkt für N(t)=1000.

Hilfe: Teile zuerst durch 500, logarithmiere danach.

Feedback: e0,12t=2, also t=ln⁡20,12≈5,78. Der WTR ist erst beim Näherungswert nötig.


Übung 3: Modell vor Rechner

Aufgabe: Eine Münze mit Trefferwahrscheinlichkeit p=0,4 wird 20-mal unabhängig geworfen. Formuliere die Zufallsvariable für die Trefferzahl.

Hilfe: Prüfe feste Versuchszahl, zwei Ausgänge, konstantes p und Unabhängigkeit.

Feedback: X∼B(20;0,4). Erst nach dieser Modellentscheidung ist eine WTR-Berechnung von Wahrscheinlichkeiten sinnvoll.


Fehleranalyse

Fehler Gegenstrategie
Dezimalzahl statt exaktem Wert Erst prüfen, ob ab, Wurzel oder Logarithmus exakt bleiben kann
WTR sofort benutzen Erst Ansatz und erwartete Größenordnung notieren
Formel blind übernehmen Voraussetzungen und Bedeutung der Variablen prüfen
Graph als Beweis verwenden Graph als Hinweis nutzen, Aussage algebraisch begründen
KI-Ausgabe übernehmen Jeden Schritt unabhängig prüfen; KI ersetzt keinen Beweis


Selbstkontrolle

Markiere nach einer echten Aufgabe:

Kompetenz Status
Ich löse Standardumformungen ohne WTR. □ sicher □ teilweise □ üben
Ich kann vor einer WTR-Eingabe schätzen. □ sicher □ teilweise □ üben
Ich dokumentiere den Ansatz vor dem Zahlenwert. □ sicher □ teilweise □ üben
Ich wähle Formeln nach Voraussetzungen aus. □ sicher □ teilweise □ üben
Ich kontrolliere Ergebnisse unabhängig. □ sicher □ teilweise □ üben


Transfer

Transferfall: Ein Modell liefert nach WTR-Einsatz t=−3,4 Stunden, obwohl laut Kontext erst ab t=0 beobachtet wird.

Deine Prüfung:

  1. Liegt t=−3,4 im zulässigen Definitionsbereich des Modells?
  2. Ist das algebraische Ergebnis korrekt, aber sachlich unbrauchbar?
  3. Muss das Modell, der betrachtete Zeitraum oder die Interpretation angepasst werden?

Leistungsfach-Ziel: Ein rechnerisch korrektes Ergebnis kann im Sachkontext trotzdem verworfen werden müssen.


Kompetenzcheck

Du bist für den Methodenwechsel gut vorbereitet, wenn Du alle Aussagen mit einer selbst gelösten Aufgabe belegen kannst:

  1. Ich erkenne Aufgaben, die exakt und hilfsmittelfrei effizienter sind.
  2. Ich nutze Schätzungen als Fehlerfilter.
  3. Ich setze den WTR erst nach einem mathematischen Ansatz ein.
  4. Ich finde passende Formeln und prüfe ihre Voraussetzungen.
  5. Ich kann Modellannahmen nennen und Grenzen eines Modells erklären.
  6. Ich unterscheide numerische Evidenz, plausible Beobachtung und mathematischen Beweis.
  7. Ich kann einen mehrschrittigen Lösungsweg so darstellen, dass jede wesentliche Entscheidung nachvollziehbar ist.


Reflexion

  1. Methodenwahl: Bei welchem Aufgabentyp greifst Du zu schnell zum Rechner?
  2. Exaktheit: Welche Ergebnisse rundest Du manchmal zu früh?
  3. Plausibilitätsprüfung: Welche Schätzung kannst Du vor einer Rechnung einbauen?
  4. Begründungskompetenz: Wo schreibst Du bisher nur Ergebnisse statt Begründungen?
  5. Prüfungsstrategie: Welche Teil-A-Aufgaben würdest Du bei einer Sackgasse bewusst später bearbeiten?


KI als Lernhilfe kritisch prüfen

KI kann alternative Lösungswege, Übungsaufgaben oder Erklärungen erzeugen. Prüfe jedoch immer:

  1. Ist die Aufgabenstellung vollständig verstanden?
  2. Sind Voraussetzungen und Definitionsbereiche beachtet?
  3. Ist jeder Umformungsschritt mathematisch zulässig?
  4. Passen Einheit, Vorzeichen und Größenordnung?
  5. Ist eine behauptete Begründung tatsächlich ein Beweis?

Datenschutz: Verwende beim Üben keine personenbezogenen Daten. Für mathematische Rückfragen genügen anonymisierte Aufgabenstellungen und eigene Rechenschritte.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist in Teil A des Leistungsfach-Abiturs 2027 nicht verfügbar? (Der WTR und das IQB-Formeldokument) (!Geodreieck ohne Schablonen und Zirkel) (!Ein Nachschlagewerk zur deutschen Rechtschreibung) (!Die Aufgaben des Teils B)




Bis wann muss Teil A spätestens abgegeben werden? (110 Minuten nach Prüfungsbeginn) (!90 Minuten nach Prüfungsbeginn) (!120 Minuten nach Prüfungsbeginn) (!Erst nach 300 Minuten)




Welche Darstellung ist für ein exakt lösbares Ergebnis meist vorzuziehen? (Ein exakter Term wie drei Halbe) (!Eine früh gerundete Dezimalzahl) (!Nur ein Graph ohne Rechnung) (!Nur die WTR-Anzeige)




Wozu dient eine Schätzung besonders gut? (Zur Plausibilitätskontrolle) (!Zum Ersetzen jeder exakten Rechnung) (!Zum Beweisen jeder Aussage) (!Zum Umgehen des Modells)




Wann ist der WTR methodisch sinnvoll eingesetzt? (Nachdem der mathematische Ansatz feststeht) (!Bevor die Aufgabe gelesen wurde) (!Als Ersatz für jede Begründung) (!Nur zum Abschreiben einer Zahl)




Was musst Du beim Formeldokument zuerst prüfen? (Ob die Formel zur Situation und ihren Voraussetzungen passt) (!Ob die Formel besonders lang ist) (!Ob sie viele Variablen enthält) (!Ob sie auf derselben Seite wie eine Skizze steht)




Welche Aussage zu einem dynamischen Graphen ist korrekt? (Er kann Vermutungen und Kontrollen unterstützen) (!Er beweist automatisch jede sichtbare Aussage) (!Er ersetzt im Abitur jede Rechnung) (!Er ist automatisch als Prüfungshilfsmittel zugelassen)




Was gehört zu einer belastbaren Teil-B-Lösung? (Modell, Verfahren, Rechnung, Kontrolle und Interpretation) (!Nur ein Zahlenwert) (!Nur eine Skizze) (!Nur die verwendete Formel)




Wie ist eine KI-Ausgabe mathematisch zu behandeln? (Sie muss unabhängig geprüft werden) (!Sie gilt automatisch als Beweis) (!Sie ersetzt den eigenen Rechenweg) (!Sie ist automatisch fehlerfrei)




Welche Aussage beschreibt den Methodenunterschied am besten? (Teil A verdichtet Grundideen, Teil B vernetzt Modellierung und Hilfsmittel) (!Teil A besteht nur aus Schätzungen) (!Teil B besteht nur aus Taschenrechnereingaben) (!Beide Teile verlangen immer dieselbe Arbeitsweise)





Memory

Teil A hilfsmittelfreies mathematisches Denken ohne WTR und Formeldokument
Teil B modellierendes Arbeiten mit zugelassenen Hilfsmitteln
Exaktheit symbolisches Ergebnis erhalten
Schätzung Größenordnung kontrollieren
WTR numerischen Wert effizient bestimmen
Formeldokument passende Beziehung nachschlagen
Plausibilität Ergebnis kritisch prüfen
Beweis Aussage logisch absichern





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Arbeitsstrategie
Exakte Rechnung Struktur ist symbolisch gut beherrschbar
Schätzung Größenordnung soll vorab kontrolliert werden
WTR-Einsatz numerischer Näherungswert ist aufwendig
Formeldokument Formel muss zielgerichtet gefunden werden
Gegenprobe Ergebnis soll unabhängig abgesichert werden
Interpretation mathematischer Wert wird in den Sachkontext zurückübersetzt






Kreuzworträtsel

Überschlag Welche Strategie prüft eine Größenordnung vor der exakten Rechnung?
Ableitung Welcher Begriff bezeichnet die lokale Änderungsrate einer Funktion?
Modellierung Wie heißt das Übersetzen einer Realsituation in Mathematik?
Stammfunktion Welche Funktion wird beim Rückwärtsdenken zur Ableitung gesucht?
Skalarprodukt Welches Rechenobjekt hilft beim Prüfen von Orthogonalität?
Plausibilität Wie heißt die Prüfung, ob ein Ergebnis vernünftig zur Situation passt?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Teil A wird ohne

bearbeitet. Nach der Abgabe von Teil A steht in Teil B das

zur Verfügung. Bei symbolisch gut lösbaren Aufgaben ist eine

Rechnung oft sinnvoller als frühes Runden. Eine grobe Größenordnung erhältst Du durch eine

. Vor einer numerischen Eingabe notierst Du zuerst den mathematischen

. Ein Rechnerwert wird durch eine unabhängige

abgesichert. In einer Sachaufgabe wird das Ergebnis anschließend

. Eine KI-Antwort ersetzt keinen mathematischen

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Methodenkarten: Erstelle vier Karten mit den Überschriften Exakt, Schätzen, WTR und Formeldokument und ergänze je ein eigenes Beispiel.
  2. Fehlerfoto ohne Personen: Fotografiere oder zeichne einen anonymisierten Rechenweg mit einem typischen Rundungsfehler und verbessere ihn.
  3. Schätztraining: Formuliere fünf Rechnungen, bei denen Du zuerst eine Größenordnung vorhersagst und erst danach exakt oder numerisch rechnest.
  4. Teil-A-Miniübung: Entwickle drei kurze hilfsmittelfreie Aufgaben aus Analysis, Geometrie oder Stochastik und notiere jeweils den kürzesten sauberen Lösungsweg.


Standard

  1. Werkzeugentscheidung: Nimm sechs gemischte Aufgaben und begründe für jede, ob exakte Rechnung, Schätzung, WTR oder Formeldokument die Hauptstrategie ist.
  2. GeoGebra-Vergleich: Untersuche eine Funktion dynamisch und vergleiche graphische Vermutung mit algebraischem Nachweis.
  3. WTR-Protokoll: Löse eine Teil-B-Aufgabe und notiere getrennt, was Du selbst modelliert hast und was der WTR numerisch berechnet hat.
  4. Begründungscheck: Markiere in einem eigenen Lösungsweg jeden Schritt als Rechnen, Begründen, Kontrollieren oder Interpretieren.


Schwer

  1. Modellvergleich: Löse eine komplexe Sachaufgabe mit zwei unterschiedlichen Modellen oder Verfahren und diskutiere Voraussetzungen und Grenzen.
  2. Beweisprüfung: Analysiere einen vorgegebenen oder KI-erzeugten Beweisversuch, finde Lücken und formuliere eine mathematisch tragfähige Version.
  3. Prüfungssimulation: Simuliere Teil A und Teil B mit getrennten Werkzeugregeln und protokolliere Zeit, Methodenwechsel und Fehlerkontrollen.
  4. Transferprojekt: Entwickle eine mehrschrittige Abituraufgabe, in der exakte Rechnung, Schätzung, WTR-Näherung und Interpretation sinnvoll zusammenspielen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Strategiewechsel: Vergleiche zwei Lösungswege derselben Aufgabe, einen vollständig exakten und einen früh numerischen, und begründe, wann welcher robuster ist.
  2. Modellkritik: Prüfe ein Wachstumsmodell auf Definitionsbereich, Einheiten und sinnvolle Interpretation eines berechneten Zeitpunkts.
  3. Hilfsmittelkompetenz: Erkläre an einem selbst gewählten Beispiel, welche Denkleistung vor dem WTR-Einsatz erbracht werden muss.
  4. Argumentation: Zeige an einer Funktionsaussage, warum ein Graph eine Vermutung unterstützen, aber einen geforderten Beweis nicht ersetzen kann.
  5. Fehlerdiagnose: Analysiere einen Lösungsweg mit einem plausibel aussehenden falschen Ergebnis und entwickle mindestens zwei unabhängige Kontrollen.
  6. Prüfungsplanung: Entwirf eine persönliche Regel dafür, wann Du in Teil A eine Aufgabe vorübergehend verlässt und wie Du in Teil B Zeit für Schlusskontrollen sicherst.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen:

  1. Du kannst Teil A und Teil B methodisch klar unterscheiden.
  2. Du löst zentrale Grundaufgaben ohne WTR sicher und exakt.
  3. Du setzt Schätzungen gezielt zur Plausibilitätsprüfung ein.
  4. Du nutzt WTR und Formeldokument in Teil B begründet statt mechanisch.
  5. Du modellierst mehrschrittig und interpretierst Ergebnisse im Kontext.
  6. Du dokumentierst Rechenwege so, dass wesentliche Entscheidungen nachvollziehbar sind.
  7. Du prüfst Begründungen, Beweise und KI-Ausgaben unabhängig.
  8. Du beachtest den Facherlass Deines Prüfungsjahrgangs und unterscheidest Übungswerkzeuge von zugelassenen Prüfungshilfsmitteln.




OERs zum Thema

Weitere offene und amtliche Ressourcen:

  1. Wikimedia Commons für frei lizenzierte mathematische Visualisierungen
  2. GeoGebra für dynamische Übungsmodelle
  3. Kultusministerium Baden-Württemberg für den aktuellen Prüfungsrahmen

Medienhinweis: Die eingebundenen Bilder stammen aus Wikimedia Commons; Lizenz- und Urheberangaben stehen auf den jeweiligen Dateiseiten. YouTube-Videos werden über den Plattform-Player eingebettet. Externe Medien können eigene Datenschutzbedingungen haben.


Folgekurs

  1. ABI LF - Teil A systematisch trainieren: kurze hilfsmittelfreie Aufgaben unter Zeitdruck.
  2. ABI LF - Teil B modellieren und kontrollieren: mehrschrittige Sachaufgaben mit WTR und Formeldokument.
  3. ABI LF - Mathematik-Abitur 2027 Prüfungssimulation: beide Teile unter realistischen Bedingungen verbinden.
  4. ABI LF - Beweise und Begründungen prüfen: Argumentationsqualität im Leistungsfach vertiefen.


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