ABI - Funktionseigenschaften systematisch untersuchen

ABI - Funktionseigenschaften systematisch untersuchen
ABI - Funktionseigenschaften systematisch untersuchen
Mini-Beschreibung: Untersuche Definitionsmenge, Wertemenge, Nullstellen, Symmetrie, Monotonie, Extrempunkte, Wendepunkte und Grenzverhalten systematisch. Du trainierst, welche Aussagen rechnerisch begründet werden müssen und was ein Graph nur vermuten lässt. Der Kurs richtet sich gemeinsam an Basisfach und Leistungsfach im Mathematik-Abitur Baden-Württemberg.

Einleitung
Bei einer Funktionsuntersuchung geht es nicht darum, möglichst viele Rechnungen hintereinander auszuführen. Du sollst aus Term, Ableitungen und Graph ein begründetes Gesamtbild einer Funktion entwickeln.
Als Leitbeispiel verwenden wir
Der Graph liefert Orientierung. Die Rechnung liefert die Begründung.

Abiturbezug Baden-Württemberg
Stand: 27.09.2026. Maßgeblich ist immer der Facherlass Deines eigenen Prüfungsjahrgangs. Für das Abitur 2027 verweist der Mathematik-Facherlass auf die Inhalte und Kompetenzen des Bildungsplans 2016. Im Leistungsfach beträgt die schriftliche Prüfungszeit 300 Minuten einschließlich Auswahlzeit; der erste Prüfungsteil wird zunächst ohne Hilfsmittel bearbeitet, danach werden die vorgesehenen Hilfsmittel eingesetzt. Für das Basisfach sind insbesondere die Vorgaben zur mündlichen Prüfung relevant.
Offizielle Abiturinformationen Baden-Württemberg
Bildungsplan: Funktionaler Zusammenhang im Basisfach
Wichtig: GeoGebra, dynamische Graphen, Lernapps und KI sind hier Übungswerkzeuge. Daraus folgt nicht, dass sie in Deiner konkreten Abiturprüfung zugelassen sind. Prüfe den Facherlass Deines Prüfungsjahrgangs.
Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du
- Definitionsmenge und Wertemenge passend zum Funktionstyp bestimmen oder begründet eingrenzen.
- Nullstellen rechnerisch bestimmen und graphisch kontrollieren.
- Symmetrie mit Funktionstermen prüfen.
- Monotonie aus dem Vorzeichen der ersten Ableitung begründen.
- Extrempunkte und Wendepunkte mit notwendigen und hinreichenden Kriterien untersuchen.
- Grenzverhalten mit Limes-Schreibweise beschreiben.
- zwischen graphischer Vermutung und mathematischer Begründung unterscheiden.
- im Basisfach Verfahren verständig anwenden und anschaulich erläutern.
- im Leistungsfach stärker formalisieren, begründen, verallgemeinern und modellieren.
Vorwissen-Check
1. Ableiten
Bestimme für die erste Ableitung.
Lösung anzeigen
2. Gleichung lösen
Löse .
Lösung anzeigen
Mit dem Satz vom Nullprodukt erhältst Du , und .
3. Vorzeichen lesen
Wenn in einem Intervall gilt, ist dort streng monoton steigend.
4. Zweite Ableitung deuten
Das bloße Ergebnis beweist noch keinen Wendepunkt.
Die systematische Reihenfolge
Eine sinnvolle Reihenfolge ist:
- Definitionsmenge prüfen.
- Symmetrie prüfen.
- Nullstellen und Achsenschnittpunkte bestimmen.
- Grenzverhalten untersuchen.
- Erste und zweite Ableitung bilden.
- Monotonie untersuchen.
- Extrempunkte bestimmen.
- Krümmung und Wendepunkte untersuchen.
- Wertemenge aus allen Ergebnissen begründen.
- Graph mit den Rechnungen abgleichen.
Rechnerisch oder graphisch?
| Eigenschaft | Sichere Begründung |
|---|---|
| Definitionsmenge | Aus dem Funktionsterm und seinen Einschränkungen |
| Wertemenge | Aus Verlauf, Extrema, Grenzwerten und gegebenenfalls Stetigkeit |
| Nullstellen | Gleichung |
| Symmetrie | Vergleich von mit oder |
| Monotonie | Vorzeichen von |
| Extrempunkte | Kandidaten über , danach hinreichendes Kriterium |
| Wendepunkte | Krümmungswechsel, zum Beispiel über Vorzeichenwechsel von |
| Grenzverhalten | Grenzwerte für Randstellen oder |
Prüfungsregel: Ein Graph kann eine Aussage sichtbar machen. Wenn die Aufgabe „begründen“, „nachweisen“ oder „zeigen“ verlangt, reicht bloßes Ablesen normalerweise nicht.
Definitionsmenge
Die Definitionsmenge enthält alle erlaubten Eingabewerte.
Ganzrationale Funktionen:
Gebrochenrationale Funktionen: Nenner darf nicht null sein.
Bei
gilt
Wurzelfunktionen: Unter einer reellen Quadratwurzel muss gelten:
Leistungsfach-Vertiefung: Bei logarithmischen Termen muss das Argument positiv sein:
Dynamischer Check: Definitionsbereich und Kurvenverlauf
Denkfrage: Welche sichtbaren Teile eines Graphen verschwinden, wenn bestimmte -Werte nicht zur Definitionsmenge gehören?
Wertemenge
Die Wertemenge enthält alle tatsächlich angenommenen Funktionswerte.
Für gilt wegen des Verhaltens für große positive und negative :
Bei Funktionen mit globalem Maximum oder Minimum kann die Wertemenge durch diese Extremwerte begrenzt sein.
Achtung: Die Wertemenge ist oft kein früher Rechenschritt. Häufig lässt sie sich erst nach Extrema und Grenzverhalten sicher angeben.
Nullstellen
Nullstellen erfüllen
Für unser Leitbeispiel:
Daraus folgen
Graphisch sind dies die Schnittpunkte mit der -Achse. Rechnerisch sind es die Lösungen der Gleichung.
Symmetrie
Für Achsensymmetrie zur -Achse prüfst Du:
Für Punktsymmetrie zum Ursprung prüfst Du:
Beim Leitbeispiel:
Also ist der Graph punktsymmetrisch zum Ursprung.

Grenzverhalten
Beim Leitbeispiel dominiert für große Beträge von der Term .
und
Bei gebrochenrationalen Funktionen können zusätzlich Polstellen und waagrechte oder schiefe Asymptoten auftreten.

Ableitungen als Untersuchungswerkzeug
Für das Leitbeispiel gilt:
Die erste Ableitung beschreibt die lokale Änderungsrate. Die zweite Ableitung hilft beim Krümmungsverhalten.

Dynamisches Modell: Funktion und Ableitungen
Arbeitsauftrag: Blende nacheinander Eigenschaften von und ein. Formuliere zu jedem Extrempunkt von die passende Aussage über .
Monotonie
Zuerst löst Du
Also:
Nun untersuchst Du das Vorzeichen von .
| Intervall | Vorzeichen von | Verhalten von |
|---|---|---|
| positiv | streng steigend | |
| negativ | streng fallend | |
| positiv | streng steigend |
Begründungsmuster: Weil im Intervall gilt, ist dort streng monoton steigend.
Extrempunkte
Notwendige Bedingung für einen inneren Extrempunkt einer differenzierbaren Funktion:
Das allein reicht nicht.
Für gilt:
Also liegt ein lokales Maximum vor.
Damit:
Für gilt:
Also liegt ein lokales Minimum vor.
Damit:
Basisfach und Leistungsfach unterscheiden
Basisfach: Du solltest das Verfahren sicher anwenden und erklären können, warum das Vorzeichen der Ableitung Monotonie und Extremstellen beschreibt.
Leistungsfach: Du solltest notwendige und hinreichende Bedingungen sauber unterscheiden, Sonderfälle erkennen und Begründungen auch bei Funktionsscharen oder Modellierungsaufgaben formulieren.
Wendepunkte
Ein Wendepunkt ist ein Punkt, an dem sich das Krümmungsverhalten ändert.
Ein häufiger Kandidat entsteht aus
Beim Leitbeispiel:
also
Zur Absicherung kann hier verwendet werden:
Damit liegt ein Wendepunkt vor:
Fehlerwarnung: Aus allein folgt noch kein Wendepunkt. Bei gilt zwar , aber die Krümmung wechselt dort nicht.

Dynamisches Modell: Extremum, Sattelpunkt, Wendepunkt
Leistungsfach-Frage: Warum ist in vielen Standardfällen ein hinreichendes Wendekriterium, während allein nur eine notwendige Kandidatenbedingung ist?
Gesamtergebnis zum Leitbeispiel
Für
erhältst Du:
- Nullstellen: , ,
- Punktsymmetrie zum Ursprung
- steigend auf und
- fallend auf
- Hochpunkt
- Tiefpunkt
- Wendepunkt
- für
- für
Interaktives Beispiel
Untersuche
Schritt 1: Symmetrie
Berechne .
Feedback
. Der Graph ist achsensymmetrisch zur -Achse.
Schritt 2: Nullstellen
Hilfe
Klammere zuerst aus.
Feedback
. Die Nullstellen sind , und .
Schritt 3: Extrempunkte
Hilfe
Die Kandidaten sind und . Prüfe sie mit .
Feedback
Bei ist : lokales Maximum. Bei ist : lokale Minima.
Übungen mit Hilfen und Feedback
Übung 1: Graph oder Rechnung?
Entscheide, ob die Aussage als sichere Begründung genügt:
„Der Graph sieht symmetrisch aus, also ist die Funktion gerade.“
Feedback
Als Vermutung ist das sinnvoll. Für einen rechnerischen Nachweis prüfst Du .
Übung 2: Wendepunktfalle
Gegeben ist . Eine Person behauptet: „Weil , ist der Ursprung ein Wendepunkt.“
Feedback
Die Behauptung ist falsch. ist links und rechts von nicht negativ, sondern positiv. Es gibt keinen Krümmungswechsel.
Übung 3: Monotonie aus der Ableitung
Gegeben sei
Bestimme die Monotonieintervalle von .
Hilfe
Prüfe das Vorzeichen von in den Intervallen , und .
Feedback
außerhalb der beiden Nullstellen und dazwischen. Also steigt , fällt anschließend und steigt danach wieder.
Fehleranalyse
| Typischer Fehler | Korrektur |
|---|---|
| wird sofort als Extrempunkt bezeichnet. | Erst hinreichendes Kriterium oder Vorzeichenwechsel prüfen. |
| wird sofort als Wendepunkt bezeichnet. | Krümmungswechsel oder geeignetes hinreichendes Kriterium prüfen. |
| Die Definitionsmenge wird aus dem Graphen geraten. | Einschränkungen des Funktionsterms untersuchen. |
| Monotonie wird nur mit Pfeilen im Graphen begründet. | Vorzeichen von angeben. |
| Eine numerische Näherung wird als exakte Nullstelle ausgegeben. | Zwischen exakter und näherungsweiser Lösung unterscheiden. |
Transfer: Mathematik und Modell
Ein vereinfachtes Höhenmodell lautet
Im mathematischen Sinn ist der Term für alle reellen definiert. Im Modell kann aber ein Zeitintervall vorgegeben sein, zum Beispiel
Damit unterscheiden sich mathematische Definitionsmenge und sinnvolle Modellmenge.
Bestimme im Intervall den höchsten Wert.
Da zusätzlich die Randwerte geprüft werden,
und
ist der globale Maximalwert im Modellintervall.
Transferfrage: Warum wäre es unvollständig, bei einer Aufgabe auf einem abgeschlossenen Intervall nur die inneren Extremstellen zu prüfen?
Selbstkontrolle
Bewerte Dich selbst:
- Ich kann aus einem Funktionsterm Einschränkungen der Definitionsmenge erkennen.
- Ich kann Nullstellen exakt oder begründet näherungsweise bestimmen.
- Ich kann Symmetrie rechnerisch nachweisen.
- Ich kann aus Monotonie begründen.
- Ich unterscheide notwendige und hinreichende Bedingungen für Extrempunkte.
- Ich kann einen Wendepunkt durch einen Krümmungswechsel begründen.
- Ich kann Grenzverhalten mit Limes-Schreibweise formulieren.
- Ich erkenne, wann ein Graph nur eine Vermutung liefert.
- Ich prüfe bei Modellen auch Randpunkte und sinnvolle Definitionsbereiche.
KI sinnvoll einsetzen
KI kann Dir Varianten von Aufgaben erzeugen, Rechenwege erklären oder einen Gegencheck liefern. Du solltest jede Ausgabe mathematisch prüfen.
Regel: Eine KI-Antwort ersetzt keinen Nachweis.
Prüfe insbesondere:
- Sind Definitionsmenge und Randbedingungen berücksichtigt?
- Wurde aus einer notwendigen Bedingung fälschlich eine hinreichende gemacht?
- Stimmen Ableitungen und Vorzeichen?
- Sind exakte und gerundete Werte klar getrennt?
- Passt die Begründung zum Operator der Aufgabe?
Verwende bei Lernwerkzeugen keine personenbezogenen Daten, die für die Mathematik nicht erforderlich sind.
Kompetenzcheck
Basisfach
Du bist auf gutem Weg, wenn Du Standardfunktionen systematisch untersuchen, Ergebnisse erläutern und Graphen sinnvoll zur Kontrolle verwenden kannst.
Leistungsfach
Zusätzlich solltest Du Kriterien präzise formulieren, Sonderfälle prüfen, Funktionsscharen untersuchen, Modellannahmen reflektieren und Ergebnisse argumentativ absichern können.
Prüfungssprache
Achte auf Operatoren:
- bestimmen: Ergebnis mit geeignetem Verfahren ermitteln.
- begründen: nachvollziehbare mathematische Argumente angeben.
- nachweisen: geforderte Aussage durch Rechnung oder logische Argumentation bestätigen.
- interpretieren: mathematisches Ergebnis in den Sachzusammenhang übertragen.
Reflexion
Beantworte nach der Bearbeitung drei Fragen:
- Welche Funktionseigenschaft erkennst Du am Graphen schnell, musst sie aber rechnerisch absichern?
- Bei welchem Schritt hilft Dir eine Vorzeichentabelle am meisten?
- Welche Bedingung für Extrem- oder Wendepunkte hast Du früher möglicherweise zu schnell verwendet?
Folgekurs
Als nächste Themen eignen sich:
- ABI - Funktionenscharen untersuchen
- ABI - Extremwertprobleme
- ABI - Integralrechnung und Flächen
- ABI - Modellieren mit Funktionen
- ABI - Ableitungsgraphen zuordnen
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche Gleichung verwendest Du zur rechnerischen Bestimmung von Nullstellen? (f von x gleich null) (!f Strich von x gleich null) (!f Doppelstrich von x gleich null) (!f von x gleich eins)
Welche Beziehung weist Achsensymmetrie zur y-Achse nach? (f von minus x gleich f von x) (!f von minus x gleich minus f von x) (!f Strich von x gleich null) (!f Doppelstrich von x gleich null)
Was folgt aus f Strich größer null auf einem Intervall? (Die Funktion ist dort streng monoton steigend) (!Die Funktion besitzt dort zwingend einen Wendepunkt) (!Die Funktion ist dort achsensymmetrisch) (!Die Funktion besitzt dort zwingend eine Nullstelle)
Welche Aussage über f Doppelstrich gleich null ist korrekt? (Es entsteht zunächst nur ein möglicher Kandidat für einen Wendepunkt) (!Es liegt immer ein Wendepunkt vor) (!Es liegt immer ein Hochpunkt vor) (!Die Funktion besitzt keine Krümmung)
Welche Ableitung wird zuerst für Extremstellen untersucht? (Die erste Ableitung) (!Die zweite Ableitung) (!Die dritte Ableitung) (!Keine Ableitung)
Welche Eigenschaft muss bei einem gebrochenrationalen Term zuerst beachtet werden? (Der Nenner darf nicht null werden) (!Der Zähler muss positiv sein) (!Die Ableitung muss überall null sein) (!Der Graph muss symmetrisch sein)
Was beschreibt das Grenzverhalten? (Das Verhalten einer Funktion an Randstellen oder für sehr große Beträge der Variablen) (!Nur die Lage ihrer Nullstellen) (!Nur die Anzahl ihrer Extrempunkte) (!Nur den y Achsenabschnitt)
Welche Aussage ist für einen inneren Extrempunkt einer differenzierbaren Funktion notwendig? (Die erste Ableitung ist dort null) (!Die zweite Ableitung ist dort immer null) (!Der Funktionswert ist dort null) (!Die Definitionsmenge endet dort)
Warum reicht ein Graph allein häufig nicht als Begründung? (Weil er Eigenschaften nur sichtbar oder näherungsweise zeigen kann) (!Weil Graphen keine Funktionswerte enthalten) (!Weil Ableitungen nie graphisch dargestellt werden können) (!Weil Nullstellen nur bei Geraden vorkommen)
Was muss bei einem Modell zusätzlich zur mathematischen Definitionsmenge geprüft werden? (Der sachlich sinnvolle Bereich) (!Nur die Symmetrie) (!Nur die dritte Ableitung) (!Nur die Anzahl der Nullstellen)
Memory
| Definitionsmenge | erlaubte Eingabewerte |
| Wertemenge | tatsächlich angenommene Ausgabewerte |
| Nullstelle | Schnitt mit der x Achse |
| Monotonie | Steigen oder Fallen auf Intervallen |
| Extrempunkt | lokales oder globales Maximum beziehungsweise Minimum |
| Wendepunkt | Wechsel des Krümmungsverhaltens |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| f von minus x gleich f von x | Achsensymmetrie |
| f Strich positiv | Steigen |
| f Strich wechselt von plus nach minus | Hochpunkt |
| f Doppelstrich wechselt das Vorzeichen | Wendepunkt |
| f von x gleich null | Nullstelle |
Kreuzworträtsel
| Definitionsmenge | Wie heißt die Menge aller erlaubten Eingabewerte? |
| Nullstelle | Wie heißt eine Stelle mit Funktionswert null? |
| Symmetrie | Wie heißt eine Eigenschaft bei Spiegelung oder Punktspiegelung? |
| Monotonie | Wie heißt das systematische Steigen oder Fallen einer Funktion? |
| Wendepunkt | Wie heißt ein Punkt mit Wechsel des Krümmungsverhaltens? |
| Grenzwert | Wie heißt der Wert oder das Verhalten, dem sich eine Funktion annähert? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Funktionsgraph: Zeichne zu einen Graphen und markiere Nullstellen, Extrempunkte und Wendepunkt.
- Symmetrie: Finde je eine gerade und eine ungerade Funktion und weise die jeweilige Symmetrie rechnerisch nach.
- Ableitung: Erstelle eine Karte, auf der Du den Zusammenhang zwischen dem Vorzeichen von und dem Verlauf von visualisierst.
- Fehleranalyse: Erfinde eine falsche Begründung zu einem Wendepunkt und korrigiere sie nachvollziehbar.
Standard
- Kurvendiskussion: Untersuche vollständig und ordne jeden Rechenschritt einer Funktionseigenschaft zu.
- Monotonie: Entwickle eine Vorzeichentabelle zu einer Funktion Deiner Wahl und erkläre sie in einem kurzen Lernvideo.
- Wertemenge: Vergleiche die Wertemengen einer quadratischen, kubischen und exponentiellen Funktion anhand selbst erstellter Graphen.
- Modellierung: Erstelle ein realistisches Modell mit eingeschränktem Definitionsbereich und erkläre den Unterschied zur rein mathematischen Definitionsmenge.
Schwer
- Wendepunkt: Finde ein Beispiel, bei dem gilt, aber kein Wendepunkt vorliegt, und beweise Deine Aussage.
- Funktionsschar: Untersuche eine Schar darauf, wie sich Extrem- und Wendepunkte mit dem Parameter verändern.
- Beweis: Formuliere einen nachvollziehbaren Beweis dafür, warum ein Vorzeichenwechsel von von positiv nach negativ ein lokales Maximum kennzeichnet.
- Digitale Mathematik: Baue in GeoGebra ein interaktives Modell, das , und gleichzeitig zeigt, und ergänze Prüfaufträge für Mitschülerinnen und Mitschüler.


Lernkontrolle
- Begründung: Erkläre an einem selbst gewählten Beispiel den Unterschied zwischen „am Graphen erkennen“ und „rechnerisch nachweisen“.
- Extrempunkt: Untersuche eine Funktion mit mindestens zwei stationären Stellen und entscheide mit geeigneten Kriterien, welche davon Extrempunkte sind.
- Wendepunkt: Vergleiche zwei Funktionen mit , von denen nur eine bei einen Wendepunkt besitzt.
- Modellierung: Begründe, warum in einem Modell auf einem abgeschlossenen Intervall auch Randwerte für globale Extrema geprüft werden müssen.
- Transfer: Du erhältst nur den Graphen von . Rekonstruiere daraus Monotonie und mögliche Extremstellen von .
- Argumentation: Formuliere eine vollständige Begründungskette von und zum lokalen Verlauf von .
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig:
- Du kannst eine Funktion systematisch statt nur schematisch untersuchen.
- Du kannst Definitionsmenge, Nullstellen, Symmetrie, Monotonie, Extrema, Wendepunkte, Wertemenge und Grenzverhalten unterscheiden.
- Du setzt Ableitungen zielgerichtet ein.
- Du kennzeichnest Kandidatenbedingungen und hinreichende Kriterien korrekt.
- Du formulierst mathematische Begründungen passend zu Operatoren.
- Du kannst graphische Beobachtungen rechnerisch überprüfen.
- Du berücksichtigst bei Modellen sinnvolle Bereiche und Randwerte.
- Du kannst Basisfach-Verfahren sicher anwenden und im Leistungsfach vertiefend argumentieren.
OERs zum Thema
Weitere freie bzw. offene Lernmedien im Kurs: Die eingebundenen Diagramme stammen aus Wikimedia Commons. Die dynamischen Modelle sind über GeoGebra verknüpft. Prüfe bei Weiterverwendung jeweils die dort angegebene Lizenz und Urheberschaft.
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