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ABI - Das kann ich im Mathematik-Abitur – Analysis

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ABI - Das kann ich im Mathematik-Abitur – Analysis




ABI - Das kann ich im Mathematik-Abitur – Analysis

Mini-Beschreibung: Diagnostiziere Funktionen, Differentialrechnung, Exponentialfunktionen, Modellierung, Integralrechnung und anwendungsbezogene Analysis. Du arbeitest mit kurzen Aufgaben aus AFB I bis III und leitest daraus konkrete Wiederholungskurse ab.

Zielgruppe: Kursstufe in Baden-Württemberg, gemeinsamer Kurs für Basisfach und Leistungsfach.


Kurzer Einstieg

Analysis verbindet drei Grundideen:

  1. Funktion: Wie verhält sich eine Größe?
  2. Differentialrechnung: Wie schnell ändert sie sich?
  3. Integralrechnung: Wie viel sammelt sich insgesamt an?

Die Ableitung beschreibt lokal die Steigung einer Funktion. Das bestimmte Integral beschreibt unter passenden Bedingungen eine orientierte Flächenbilanz bzw. eine aufsummierte Änderung.

f′(x0)=limh→0f(x0+h)−f(x0)h

∫abf(x)dx=F(b)−F(a)

Prüfungshinweis Baden-Württemberg, Stand Abitur 2027: Für das Leistungsfach nennt der Facherlass 2027 eine schriftliche Prüfung mit 300 Minuten einschließlich Auswahlzeit. Teil A wird ohne Formelsammlung und WTR bearbeitet und spätestens nach 110 Minuten abgegeben; anschließend werden Formelsammlung und zugelassener WTR für Teil B ausgegeben. Im Basisfach ist Mathematik als mündliche Prüfung geregelt; Analysis ist dabei eines der verbindlichen Sachgebiete. Verbindlich sind immer die Vorgaben des konkreten Prüfungsjahrgangs.

Kultusministerium Baden-Württemberg: Termine und Informationen zum Abitur

IQB: Begleitende Dokumente Mathematik

Wichtig: GeoGebra, LernApps und andere Werkzeuge dieses Kurses dienen dem Lernen. Sie sind nicht automatisch zugelassene Prüfungshilfsmittel. Prüfe für Deinen Jahrgang Facherlass, Hilfsmittelregelung und zugelassene Taschenrechnermodelle.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du

  1. Funktionen diagnostizieren: Nullstellen, Extremstellen, Wendestellen, Monotonie und Krümmung verbinden.
  2. Ableitungen deuten: Steigung, Änderungsrate und Tangente sicher verknüpfen.
  3. Exponentialfunktionen analysieren: Wachstum und Zerfall modellieren und Parameter interpretieren.
  4. Modelle prüfen: Annahmen, Einheiten und Gültigkeitsbereiche beurteilen.
  5. Integrale deuten: orientierte Flächen, Bestandsänderungen und Flächeninhalte unterscheiden.
  6. AFB I bis III: rechnen, Zusammenhänge herstellen, argumentieren und transferieren.

Basisfach: Schwerpunkt auf verständigen Verfahren, graphischer Deutung und klarer Argumentation.

Leistungsfach: zusätzlich vertiefte Formalisierung, Parameteruntersuchungen, komplexere Modellierung und tragfähige Begründungen.


Vorwissen-Check

Bearbeite zuerst ohne Hilfsmittel. Markiere jede Aufgabe mit sicher, unsicher oder offen.

1 – AFB I: Leite ab.

f(x)=3x4−5x2+2

Feedback: f′(x)=12x3−10x. Wenn Potenz- oder Faktorregel unsicher sind, beginne später mit Wiederholungskurs A.

2 – AFB I: Bestimme eine Stammfunktion.

g(x)=6x2−4

Feedback: G(x)=2x3−4x+C. Wenn der Exponent beim Integrieren nicht sicher erhöht wird, plane Wiederholungskurs D.

3 – AFB II: Eine Funktion besitzt bei x=2 ein lokales Maximum. Welche beiden Aussagen sind bei hinreichender Differenzierbarkeit typisch?

Feedback: f′(2)=0 und ein Vorzeichenwechsel von f′ von positiv zu negativ. f″(2)<0 ist ein häufig verwendbares hinreichendes Kriterium.

4 – AFB II: Deute N′(5)=120, wenn N(t) die Anzahl von Bakterien und t die Zeit in Stunden beschreibt.

Feedback: Zum Zeitpunkt t=5 wächst der Bestand momentan mit etwa 120 Bakterien pro Stunde.

5 – AFB III: Eine Software liefert für eine Flächenaufgabe den Wert −8. Kann der geometrische Flächeninhalt negativ sein?

Feedback: Nein. Ein bestimmtes Integral kann negativ sein, weil es orientierte Flächen bilanziert. Ein geometrischer Flächeninhalt wird nicht negativ angegeben.


Diagnose 1: Funktionen verstehen

Für

f(x)=x3−3x

gilt

f′(x)=3x2−3

f″(x)=6x

Die Nullstellen erhältst Du aus

x(x2−3)=0

also

x=−3,x=0,x=3.

Kritische Stellen folgen aus

f′(x)=0

und damit

x=−1,x=1.

Es gilt

f(−1)=2

und

f(1)=−2.

Denkfrage: Warum reicht f′(x)=0 allein noch nicht als Beweis für ein Extremum?

Hilfe: Eine waagerechte Tangente kann auch an einer anderen besonderen Stelle auftreten. Prüfe zusätzlich Vorzeichenwechsel oder zweite Ableitung.

Visuelle Diagnose: Ordne an einem Graphen von f Stellen mit positiver Steigung, negativer Steigung und waagerechter Tangente den Vorzeichen von f′ zu.


Dynamischer Graph: Funktion und Ableitungen

Auftrag: Verschiebe den Punkt entlang des Graphen. Beobachte gleichzeitig Tangente, f′(x) und f″(x). Formuliere drei Wenn-dann-Aussagen.


Diagnose 2: Differentialrechnung

Bei einer Tangente im Punkt x0 gilt

m=f′(x0).

Die Tangentengleichung lautet

y=f′(x0)(x−x0)+f(x0).

Beispiel:

g(x)=xe−0.5x

Mit Produkt- und Kettenregel:

g′(x)=e−0.5x−0.5xe−0.5x

g′(x)=e−0.5x(1−0.5x)

Da e−0.5x>0 für alle reellen x, entscheidet der Faktor

1−0.5x

über das Vorzeichen von g′(x). Damit liegt die kritische Stelle bei

x=2

und

g(2)=2e.

AFB I: Bestimme g′(x).

AFB II: Begründe anhand des Vorzeichens von g′, dass bei x=2 ein Maximum vorliegt.

AFB III Leistungsfach: Ersetze 0.5 durch einen Parameter a>0 und untersuche die Lage des Maximums von

ga(x)=xe−ax.

Feedback Leistungsfach: ga′(x)=e−ax(1−ax). Die kritische Stelle liegt bei x=1a. Das Maximum hat den Wert 1ae.


Diagnose 3: Exponentialfunktionen

Die natürliche Exponentialfunktion erfüllt

ddxex=ex.

Allgemeiner:

f(x)=cekx

f′(x)=kcekx=kf(x).

Damit ist die momentane Änderungsrate proportional zum aktuellen Bestand.

Wachstum: k>0

Zerfall: k<0

Beispiel:

N(t)=500e0.18t

Dann gilt

N′(t)=0.18N(t).

Die Verdopplungszeit T erfüllt

e0.18T=2

also

T=ln⁡20.18≈3.85.

AFB II: Deute den Faktor 0.18 im Kontext.

Feedback: Es handelt sich um die kontinuierliche relative Wachstumsrate pro Zeiteinheit.


Interaktives Modell: Wachstum und Zerfall

Auftrag: Verändere Anfangswert und Verdopplungs- bzw. Halbwertszeit. Beschreibe, welche Parameter die Lage und welche die Form des Graphen beeinflussen.


Diagnose 4: Modellierung

Ein Abkühlungsmodell sei

T(t)=20+80e−0.25t.

Dabei ist T die Temperatur in Grad Celsius und t die Zeit in Minuten.

Schritt 1 – Startwert prüfen:

T(0)=100.

Schritt 2 – Langzeitverhalten prüfen:

limt→∞T(t)=20.

Schritt 3 – Zeitpunkt für 40 Grad bestimmen:

20+80e−0.25t=40

e−0.25t=0.25

t=ln⁡40.25≈5.55.

AFB III: Beurteile das Modell, wenn die reale Umgebungstemperatur während des Versuchs deutlich schwankt.

Feedback: Das Modell setzt hier eine konstante Grenztemperatur von 20 Grad voraus. Starke Schwankungen der Umgebungstemperatur verletzen diese Modellannahme.

Modellierungszyklus: Situation verstehen → Größen festlegen → Modell aufstellen → mathematisch arbeiten → Ergebnis interpretieren → Modell prüfen.


Diagnose 5: Integralrechnung

Das Integral entsteht als Grenzwert immer feinerer Summen.

Für eine Stammfunktion F von f gilt

∫abf(x)dx=F(b)−F(a).

Merke: Ein Integral ist eine Bilanz. Ein geometrischer Flächeninhalt verlangt gegebenenfalls eine Zerlegung an Nullstellen.


Dynamische Riemann-Summen

Auftrag: Erhöhe die Zahl der Rechtecke. Beobachte, wie sich die Summe dem Integralwert nähert.


Beispiel: Geschwindigkeit und Weg

Gegeben ist die Geschwindigkeit

v(t)=3t2−12t+9

für 0≤t≤4.

Eine Stammfunktion ist

V(t)=t3−6t2+9t.

Die Ortsänderung ist

∫04v(t)dt=V(4)−V(0)=4.

Aber v(t) wechselt bei t=1 und t=3 das Vorzeichen.

Für die tatsächlich zurückgelegte Strecke musst Du daher die Beträge der Teiländerungen addieren:

|V(1)−V(0)|+|V(3)−V(1)|+|V(4)−V(3)|

=4+4+4=12.

AFB II: Erkläre den Unterschied zwischen den Ergebnissen 4 und 12.

Feedback: 4 beschreibt die Netto-Ortsänderung. 12 beschreibt die gesamte zurückgelegte Strecke.


Interaktive Beispiele mit Hilfen und Feedback


Beispiel A – Graph lesen

Eine Funktion fällt, besitzt dann eine waagerechte Tangente und steigt anschließend.

Frage: Welche Vorzeichenfolge erwartest Du für f′?

Hilfe 1: Fallen bedeutet negative Steigung.

Feedback: Typisch ist f′<0, dann f′=0, danach f′>0. Das spricht für ein lokales Minimum.


Beispiel B – Kettenregel

h(x)=e3x−2

Hilfe 1: Äußere Funktion bleibt eine Exponentialfunktion.

Hilfe 2: Multipliziere mit der Ableitung des Exponenten.

Feedback: h′(x)=3e3x−2.


Beispiel C – Integral mit Vorzeichen

f(x)=x−2 auf [0,4].

Hilfe: Die Nullstelle liegt bei x=2. Links davon ist f negativ, rechts positiv.

Feedback: ∫04(x−2)dx=0. Die beiden orientierten Flächen heben sich auf. Der geometrische Flächeninhalt beträgt dagegen 4.


Fehleranalyse

Fehler 1: Aus f′(x0)=0 wird sofort „Extrempunkt“ geschlossen.

Korrektur: Prüfe zusätzlich Vorzeichenwechsel von f′ oder ein geeignetes Kriterium mit höheren Ableitungen.

Fehler 2: Bei eu(x) wird die innere Ableitung vergessen.

Korrektur:

ddxeu(x)=u′(x)eu(x).

Fehler 3: Ein Integralwert wird automatisch als Flächeninhalt bezeichnet.

Korrektur: Prüfe Nullstellen und Vorzeichen des Integranden.

Fehler 4: Ein Modellwert wird ohne Einheit angegeben.

Korrektur: Schreibe Ergebnis und Interpretation im Kontext.

Fehler 5: Ein digitaler Graph wird als Beweis benutzt.

Korrektur: Nutze Graphen zum Erkunden und Kontrollieren. Eine mathematische Begründung oder ein Beweis muss unabhängig nachvollziehbar sein.

KI-Check: KI-Ausgaben können Rechen-, Modellierungs- oder Begründungsfehler enthalten. Prüfe mindestens Termumformungen, Ableitungen, Einheiten, Definitionsbereich und Plausibilität. KI ersetzt keinen Beweis.


Selbstkontrolle: 12-Minuten-Check

Aufgabe 1 – AFB I:

f(x)=2x3−6x

Bestimme f′(x).

Aufgabe 2 – AFB I:

g(x)=4e−0.2x

Bestimme g′(x).

Aufgabe 3 – AFB II: Erkläre die Bedeutung von f″(x)>0 für die lokale Krümmung.

Aufgabe 4 – AFB II: Berechne

∫02(3x2+1)dx.

Aufgabe 5 – AFB III: Ein Wachstumsmodell liefert nach langer Zeit unrealistisch große Werte. Nenne eine mathematisch sinnvolle Modellkritik.

Lösungen: 1: f′(x)=6x2−6. 2: g′(x)=−0.8e−0.2x. 3: Der Graph ist dort linksgekrümmt bzw. konvex. 4: 10. 5: Exponentielles Wachstum besitzt keine Sättigungsgrenze; bei begrenzten Ressourcen kann ein anderes Modell geeigneter sein.


Aus der Diagnose konkrete Wiederholungskurse ableiten

Wiederholungskurs A – Funktionsdiagnose Wähle ihn, wenn Du bei Nullstellen, Extremstellen, Wendestellen, Monotonie oder dem Zusammenhang von f, f′ und f″ unsicher bist.

Wiederholungskurs B – Differentialrechnung Wähle ihn, wenn Produktregel, Kettenregel, Tangenten oder Änderungsraten Fehlerquellen sind.

Wiederholungskurs C – Exponentialfunktionen und Modellierung Wähle ihn, wenn Parameter, Verdopplungszeit, Halbwertszeit, Logarithmen oder Modellannahmen unsicher sind.

Wiederholungskurs D – Integralrechnung Wähle ihn, wenn Stammfunktionen, Hauptsatz, Flächenbilanz oder Bestandsänderungen unsicher sind.

Wiederholungskurs E – Leistungsfach-Vertiefung Wähle ihn zusätzlich, wenn Parameteraufgaben, formale Begründungen, Modellvergleich oder komplexe AFB-III-Aufgaben noch nicht sicher gelingen.


Transfer

Situation: Medikamentenkonzentration

Ein vereinfachtes Modell sei

C(t)=12te−0.4t.

  1. Bestimme die Anfangskonzentration.
  2. Ermittle rechnerisch den Zeitpunkt der maximalen Konzentration.
  3. Deute C′(t) im Sachzusammenhang.
  4. Diskutiere, warum das Modell nicht für beliebig große Zeiten und jede reale Person ungeprüft verwendet werden darf.

Hinweis: C′(t)=12e−0.4t(1−0.4t). Die maximale Konzentration liegt bei t=2.5.


Kompetenzcheck

Bewerte Dich jeweils mit sicher, teilweise oder noch üben.

  1. Ich kann aus einem Funktionsterm relevante Eigenschaften ableiten.
  2. Ich kann Graphen von f, f′ und f″ verknüpfen.
  3. Ich kann Produkt- und Kettenregel korrekt anwenden.
  4. Ich kann Exponentialmodelle aufstellen und Parameter deuten.
  5. Ich kann mit Logarithmen Zeitpunkte bestimmen.
  6. Ich kann bestimmte Integrale berechnen und interpretieren.
  7. Ich kann Integralwert und geometrischen Flächeninhalt unterscheiden.
  8. Ich kann Ergebnisse mit Einheit und Kontext formulieren.
  9. Ich kann Modellannahmen kritisch prüfen.
  10. Ich kann im Leistungsfach zusätzlich komplexere Begründungen und Parameteruntersuchungen durchführen.


Reflexion

Beantworte kurz:

  1. Welche drei Aufgabentypen kosten Dich aktuell am meisten Zeit?
  2. Welche Fehler wiederholen sich?
  3. Welche Rechnung kannst Du zwar durchführen, aber noch nicht gut erklären?
  4. Welche Aufgabe gelingt ohne Hilfsmittel?
  5. Welcher Wiederholungskurs A bis E ist Dein nächster Schritt?


Folgekurs

Arbeite nicht einfach alles noch einmal durch. Nutze Deine Diagnose.

Wenn A dominiert: ABI - Das kann ich im Mathematik-Abitur – Funktionsuntersuchung

Wenn B dominiert: ABI - Das kann ich im Mathematik-Abitur – Differentialrechnung

Wenn C dominiert: ABI - Das kann ich im Mathematik-Abitur – Exponentialfunktionen und Modellierung

Wenn D dominiert: ABI - Das kann ich im Mathematik-Abitur – Integralrechnung

Wenn E dominiert: ABI - Das kann ich im Mathematik-Abitur – Analysis Leistungsfach Vertiefung


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was beschreibt die erste Ableitung an einer Stelle? (Die lokale Änderungsrate) (!Den gesamten Flächeninhalt) (!Nur den Funktionswert) (!Die Anzahl der Nullstellen)




Welche Bedingung ist für eine lokale Extremstelle häufig notwendig? (f Strich von x ist null) (!f von x ist immer null) (!f Strich Strich von x ist immer null) (!Das Integral ist null)




Wie lautet die Ableitung von e hoch 3x? (3 mal e hoch 3x) (!e hoch 3x) (!3x mal e hoch 3x) (!e hoch x)




Was kennzeichnet exponentiellen Zerfall bei c mal e hoch kx? (k ist negativ) (!k ist positiv) (!c ist immer negativ) (!x ist immer negativ)




Welche Aussage zum bestimmten Integral ist richtig? (Es kann eine orientierte Flächenbilanz beschreiben) (!Es ist immer positiv) (!Es ist immer ein geometrischer Flächeninhalt) (!Es hat nie eine Einheit)




Was muss bei einem geometrischen Flächeninhalt beachtet werden? (Vorzeichenwechsel und Nullstellen) (!Nur die zweite Ableitung) (!Nur der y Achsenabschnitt) (!Nur die Definitionsmenge)




Was bedeutet f Strich von 5 gleich 120 in einem Bestandsmodell? (Der Bestand ändert sich momentan mit 120 Einheiten pro Zeiteinheit) (!Der Bestand beträgt immer 120) (!Der Bestand war vor fünf Stunden 120) (!Die Gesamtänderung beträgt immer 120)




Welche Regel brauchst Du bei e hoch u von x? (Die Kettenregel) (!Nur die Summenregel) (!Nur die Faktorregel) (!Die Mitternachtsformel)




Was ist bei einem mathematischen Modell zusätzlich zum Rechnen wichtig? (Annahmen und Gültigkeitsbereich prüfen) (!Jeden Wert ungeprüft übernehmen) (!Einheiten weglassen) (!Nur den Graphen betrachten)




Welche Aussage zu digitalen Werkzeugen im Abitur ist richtig? (Die Zulassung richtet sich nach den offiziellen Prüfungsregeln) (!Jedes Lernwerkzeug ist automatisch erlaubt) (!GeoGebra ist immer vorgeschrieben) (!Hilfsmittelregeln gelten nur im Unterricht)





Memory

Ableitung lokale Änderungsrate
Stammfunktion Rückwärtsweg zum Ableiten
Extremstelle Vorzeichenwechsel der Steigung
Wendestelle Wechsel des Krümmungsverhaltens
Exponentialmodell relative Änderungsrate
Bestimmtes Integral orientierte Flächenbilanz





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Steigung Differentialrechnung
Aufsummierte Änderung Integralrechnung
Verdopplungszeit Exponentialwachstum
Modellannahme Modellierung
Krümmungswechsel Wendestelle






Kreuzworträtsel

Tangente Welche Gerade berührt den Graphen lokal und besitzt dort dieselbe Steigung?
Ableitung Welcher Begriff bezeichnet die lokale Änderungsrate einer Funktion?
Integral Welcher Begriff steht für eine aufsummierte Änderung?
Wendestelle Wie heißt eine Stelle mit Wechsel des Krümmungsverhaltens?
Exponentialfunktion Welche Funktionsart modelliert konstante relative Änderungsraten?
Stammfunktion Wie heißt eine Funktion, deren Ableitung die Ausgangsfunktion ist?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Die erste Ableitung beschreibt die lokale

einer Funktion. An einer typischen Extremstelle gilt zunächst

. Bei der Ableitung einer verketteten Exponentialfunktion brauchst Du die

. Ein Modell der Form cekx beschreibt bei positivem k exponentielles

. Ein bestimmtes Integral kann als orientierte

interpretiert werden. Für einen geometrischen Flächeninhalt müssen mögliche

im Integrationsintervall beachtet werden. Ergebnisse aus Sachaufgaben werden mit einer passenden

interpretiert. Digitale Werkzeuge unterstützen die Kontrolle, ersetzen aber keine mathematische

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Ableitungs-Puzzle: Erstelle sechs Funktionskarten und sechs passende Ableitungskarten und tausche sie mit einer Lernpartnerin oder einem Lernpartner.
  2. Graphen-Skizze: Zeichne zu einer selbst gewählten kubischen Funktion den Graphen und markiere Nullstellen, Extremstellen und Wendestelle.
  3. Fehlerprotokoll Analysis: Sammle drei eigene typische Rechenfehler und schreibe jeweils eine konkrete Prüffrage dazu.
  4. Exponentialfunktion im Alltag: Suche ein seriöses Beispiel für Wachstum oder Zerfall und erkläre, welche Größen im Modell vorkommen.


Standard

  1. GeoGebra-Experiment: Erstelle oder verändere einen dynamischen Graphen zu Funktion, Ableitung und Tangente und formuliere fünf Beobachtungen.
  2. Modellierungsaufgabe: Entwickle eine kurze Sachaufgabe zu cekt, löse sie und prüfe die Plausibilität des Ergebnisses.
  3. Integral-Visualisierung: Erstelle eine Grafik, Animation oder Papierfolge, die erklärt, warum feinere Riemann-Summen einen Flächenwert annähern.
  4. Erklärvideo Analysis: Produziere ein höchstens dreiminütiges Video zum Unterschied zwischen Integralwert und Flächeninhalt, ohne personenbezogene Daten zu veröffentlichen.


Schwer

  1. Parameteruntersuchung: Untersuche fa(x)=xe−ax für a>0 und begründe Lage und Wert des Maximums.
  2. Modellvergleich: Vergleiche exponentielles Wachstum mit einem Modell mit Sättigung und erläutere, welches in einer begrenzten Situation plausibler ist.
  3. Abitur-Mini-Set: Entwirf drei zusammenhängende Analysis-Aufgaben aus AFB I, II und III mit Erwartungshorizont.
  4. Begründungscheck: Lass Dir von einer KI zwei verschiedene Lösungswege zu einer Analysis-Aufgabe erzeugen, prüfe jeden mathematisch und dokumentiere jeden gefundenen Fehler oder jede unbelegte Behauptung.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Graph und Ableitung verknüpfen: Du erhältst nur den Graphen von f′. Rekonstruiere qualitativ Monotonie und mögliche Extremstellen von f und begründe Deine Aussagen.
  2. Modell kritisch prüfen: Ein exponentielles Wachstumsmodell passt für die ersten fünf Messwerte. Erkläre, warum daraus noch nicht folgt, dass es langfristig geeignet ist.
  3. Integral im Kontext: Erkläre an einem Geschwindigkeitsgraphen, warum Ortsänderung und zurückgelegte Strecke verschiedene Werte besitzen können.
  4. Parameter deuten: Vergleiche zwei Modelle N1(t)=aekt und N2(t)=bemt. Beschreibe, welche Parameter Startwert und Wachstum beeinflussen und wie Du Schnittpunkte untersuchen würdest.
  5. Begründung statt Werkzeug: Ein Graphikprogramm zeigt scheinbar einen Extrempunkt. Beschreibe einen rechnerischen Weg, mit dem Du die Aussage unabhängig überprüfst.
  6. Transfer zwischen Darstellungen: Übersetze eine Sachsituation nacheinander in Text, Funktionsterm, Graph und Ableitung und erkläre, welche Information jede Darstellung besonders gut sichtbar macht.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig:

  1. Du kannst zentrale Eigenschaften von Funktionen rechnerisch und graphisch bestimmen und miteinander verknüpfen.
  2. Du kannst Ableitungen bilden, deuten und für Extrem- sowie Änderungsratenprobleme verwenden.
  3. Du kannst Exponentialfunktionen und Logarithmen in Wachstums- und Zerfallsmodellen einsetzen.
  4. Du kannst Modellannahmen, Einheiten und Gültigkeitsbereiche prüfen.
  5. Du kannst Stammfunktionen und bestimmte Integrale sicher verwenden.
  6. Du kannst Integralwert, Flächeninhalt und Bestandsänderung unterscheiden.
  7. Du kannst Rechenwege nachvollziehbar darstellen und Entscheidungen mathematisch begründen.
  8. Du kannst zwischen Basisfach-Anforderungen und zusätzlicher Leistungsfach-Vertiefung unterscheiden.
  9. Du prüfst KI- und Werkzeugergebnisse mathematisch und behandelst Visualisierungen nicht als Ersatz für Beweise.




OERs zum Thema

Wikimedia Commons: Calculus

GeoGebra: Exponentialfunktion und Ableitungsfunktion

GeoGebra: Riemannsumme

IQB: Mathematik – Begleitende Dokumente

Kultusministerium Baden-Württemberg: Abitur


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