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Älter werden - Baden-Württemberg

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Älter werden - Baden-Württemberg




Einleitung

Älter werden gehört zum Leben. Aber Menschen altern sehr unterschiedlich. Manche sind mit 80 Jahren noch sehr selbstständig, andere brauchen schon früher Unterstützung. Deshalb ist es wichtig, nicht nur auf das Lebensalter zu schauen. Entscheidend sind auch Gesundheit, Wohnen, Einkommen, Bildung, soziale Kontakte, Mobilität und die Möglichkeit, das eigene Leben mitzubestimmen.

In diesem aiMOOC erfährst Du, wie sich die Bevölkerung in Baden-Württemberg verändert, warum demografischer Wandel für Pflege, Wohnen, Arbeit und Bildung wichtig ist und wie ein selbstbestimmtes Leben im Alter unterstützt werden kann. Du beschäftigst Dich außerdem mit Pflege, Pflegeausbildung, lebenslangem Lernen, Digitalisierung, Barrierefreiheit und gesellschaftlicher Teilhabe.


Älter werden in Baden-Württemberg


Was bedeutet demografischer Wandel?

Demografie beschreibt die Bevölkerung eines Gebietes. Dabei wird zum Beispiel untersucht, wie viele Menschen dort leben, wie alt sie sind, wie viele Kinder geboren werden und wie viele Menschen zu- oder wegziehen.

Demografischer Wandel bedeutet, dass sich solche Merkmale über längere Zeit verändern. Für Baden-Württemberg sind besonders drei Entwicklungen wichtig: Viele geburtenstarke Jahrgänge erreichen das Rentenalter, die Menschen leben im Durchschnitt länger und Zuwanderung verändert Größe und Altersstruktur der Bevölkerung.

Ende 2023 lebten in Baden-Württemberg rund 2,38 Millionen Menschen im Alter von 65 Jahren oder älter. Das waren etwa 21 Prozent der Bevölkerung. Nach einer Vorausberechnung des Statistischen Landesamtes könnte ihre Zahl bis 2040 um rund 550.000 steigen. Ihr Anteil könnte dann bei etwa 25 Prozent liegen.[1]

Eine Vorausberechnung ist keine sichere Vorhersage. Sie zeigt, wie sich die Bevölkerung entwickeln könnte, wenn bestimmte Annahmen zu Geburten, Lebenserwartung und Wanderung eintreffen. Gerade Zuwanderung kann die Bevölkerungsentwicklung deutlich verändern.[2]

Kennzahl Stand beziehungsweise Vorausberechnung Bedeutung
Menschen ab 65 Jahren rund 2,38 Millionen Ende 2023 ältere Menschen bilden einen wachsenden Teil der Bevölkerung
Anteil ab 65 Jahren rund 21 Prozent Ende 2023 etwa jede fünfte Person gehörte zu dieser Altersgruppe
Anteil ab 65 Jahren 2040 voraussichtlich etwa 25 Prozent Kommunen müssen mehr altersgerechte Angebote einplanen
Menschen ab 85 Jahren rund 370.000 im Basiszeitraum der Vorausberechnung die Zahl Hochbetagter steigt besonders stark


Warum betrifft das die ganze Gesellschaft?

Wenn mehr Menschen ein hohes Alter erreichen, verändert sich nicht nur die Pflege. Auch Wohnungsbau, Verkehr, Gesundheitsversorgung, Arbeitswelt, Bildung und Freizeitangebote müssen angepasst werden.

In Städten kann zum Beispiel barrierefreier öffentlicher Verkehr besonders wichtig sein. In ländlichen Regionen können lange Wege zu Arztpraxen, Geschäften oder Bildungsangeboten eine größere Rolle spielen. Deshalb ist Kommunalpolitik beim Thema Alter besonders wichtig.

Eine ältere Bevölkerung bedeutet auch nicht automatisch eine schwächere Gesellschaft. Viele ältere Menschen arbeiten ehrenamtlich, helfen in Familien, unterstützen Vereine, engagieren sich in Seniorenräten oder bringen Berufserfahrung in Projekte ein. Gleichzeitig müssen Politik und Gesellschaft darauf achten, Menschen nicht wegen ihres Alters zu benachteiligen. Solche Benachteiligungen werden als Altersdiskriminierung bezeichnet.

Wichtig: Ältere Menschen sind keine einheitliche Gruppe. Lebenslagen können sich stark unterscheiden. Einkommen, Bildung, Geschlecht, Behinderung, Herkunft, Wohnort und Gesundheit beeinflussen die Möglichkeiten im Alter.


Pflege und selbstbestimmtes Leben


Pflegebedürftigkeit verstehen

Pflegebedürftigkeit bedeutet, dass ein Mensch wegen gesundheitlicher Beeinträchtigungen dauerhaft Hilfe benötigt. Dabei geht es nicht nur um körperliche Unterstützung. Auch Orientierung, Kommunikation, Alltagsgestaltung und der Umgang mit Erkrankungen können eine Rolle spielen.

Im Dezember 2023 erhielten in Baden-Württemberg rund 625.000 Menschen Leistungen der Pflegeversicherung. Etwa 85 Prozent der Pflegebedürftigen wurden überwiegend zu Hause versorgt. Besonders viele erhielten Unterstützung durch Angehörige.[3]

Diese Zahlen zeigen zwei Dinge: Pflege ist ein wichtiges gesellschaftliches Thema und ein großer Teil der Pflege findet im privaten Umfeld statt. Pflegende Angehörige übernehmen deshalb sehr viel Verantwortung.


Selbstbestimmung heißt nicht, alles allein machen zu müssen

Selbstbestimmung bedeutet, möglichst viele Entscheidungen über das eigene Leben selbst treffen zu können. Dazu gehören Fragen wie: Wo möchte ich wohnen? Welche Unterstützung möchte ich? Wer soll mich pflegen? Welche Kontakte sind mir wichtig? Wie möchte ich meinen Alltag gestalten?

Unterstützung und Selbstbestimmung sind kein Widerspruch. Ein Mensch kann viel Hilfe benötigen und trotzdem selbst entscheiden, was ihm wichtig ist. Gute Pflege soll deshalb nicht nur sicher versorgen, sondern auch Wünsche, Gewohnheiten, Privatsphäre und Teilhabe beachten.

Mögliche Wohn- und Unterstützungsformen sind zum Beispiel die eigene Wohnung mit ambulanter Hilfe, gemeinschaftliche Wohnformen, betreutes Wohnen oder eine stationäre Pflegeeinrichtung. Welche Lösung passt, hängt von der persönlichen Situation ab.

Seit 2026 gilt in Baden-Württemberg das Teilhabe- und Pflegequalitätsgesetz (TPQG). Es regelt den Schutz von Menschen mit Pflegebedarf oder Behinderungen in bestimmten unterstützten Wohn- und Einrichtungsformen und stellt Teilhabe und Pflegequalität in den Mittelpunkt.[4]


Barrierefreiheit und altersgerechtes Wohnen

Eine Wohnung kann im Alter zum Problem werden, wenn Treppen, schmale Türen oder ein ungeeignetes Bad die Selbstständigkeit einschränken. Barrierefreiheit bedeutet, Räume, Wege, Informationen und Angebote so zu gestalten, dass sie möglichst viele Menschen ohne zusätzliche Hindernisse nutzen können.

Dazu können Aufzüge, gut erreichbare Haltestellen, abgesenkte Bordsteine, verständliche Beschilderung, Sitzgelegenheiten und barrierefreie digitale Angebote gehören.

Selbstbestimmtes Wohnen hängt außerdem vom Wohnumfeld ab. Einkaufsmöglichkeiten, medizinische Versorgung, Nachbarschaft, Begegnungsorte und öffentliche Verkehrsmittel können darüber entscheiden, wie lange Menschen selbstständig leben können.


Beratung und kommunale Verantwortung

Bei Pflegefragen gibt es viele Entscheidungen. Deshalb sind unabhängige und verständliche Informationen wichtig. Beratung bieten unter anderem Pflegestützpunkte, Pflegekassen und kommunale Stellen.

Baden-Württemberg unterstützt außerdem kommunale Pflegekonferenzen. Dort beraten Kommunen, Pflegeeinrichtungen, Dienste und weitere Beteiligte darüber, welche Angebote vor Ort gebraucht werden.[5]


Ausbildung und lebenslanges Lernen


Pflegeberufe werden wichtiger

Eine alternde Bevölkerung erhöht den Bedarf an qualifizierten Fachkräften in Pflege und Gesundheit. Die generalistische Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann verbindet seit 2020 Bereiche, die früher stärker getrennt waren.

Ende 2025 befanden sich in Baden-Württemberg 18.959 Menschen in der generalistischen Pflegeausbildung. Das waren 6,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Jahr 2025 bestanden 4.670 Personen erfolgreich ihre Abschlussprüfung.[6]

Pflegeberufe verlangen Fachwissen, Kommunikation, Verantwortungsbewusstsein und Teamarbeit. Auch technische und digitale Kompetenzen werden wichtiger, zum Beispiel bei Dokumentation, Assistenzsystemen und digitaler Gesundheitsversorgung.


Lernen endet nicht mit Schule oder Beruf

Lebenslanges Lernen bedeutet, dass Menschen während ihres ganzen Lebens Neues lernen können. Das kann beruflich nötig sein, aber auch aus persönlichem Interesse geschehen.

Ältere Menschen lernen zum Beispiel Sprachen, digitale Anwendungen, Geschichte, Musik oder Gesundheitswissen. Sie besuchen Volkshochschulen, Bibliotheken, Vereine, Hochschulen oder digitale Lernangebote. Lernen kann Selbstständigkeit stärken, Kontakte schaffen und gesellschaftliche Teilhabe erleichtern.

Im Wintersemester 2024/25 waren in Baden-Württemberg 252 Personen im Alter von mindestens 65 Jahren als reguläre Studierende an Hochschulen eingeschrieben. Zusätzlich gab es 1.917 Gasthörende ab 65 Jahren, darunter 256 Menschen im Alter von mindestens 80 Jahren.[7]

Baden-Württemberg arbeitet im Bündnis für Lebenslanges Lernen mit Bildungsorganisationen, Kommunen, Wirtschaft und weiteren Partnern zusammen. Die Vereinbarung für 2026 bis 2030 nennt unter anderem Demokratiebildung, Fachkräftesicherung und gesellschaftliche Teilhabe als wichtige Felder der Weiterbildung.[8]


Digitale Teilhabe im Alter

Smartphone, Online-Banking, Fahrkarten-Apps, Videotelefonie und digitale Behördenangebote können den Alltag erleichtern. Wer digitale Angebote nicht nutzen kann, kann jedoch ausgeschlossen werden.

Deshalb bedeutet digitale Teilhabe nicht, dass alle Menschen alles online erledigen müssen. Gute Angebote brauchen verständliche Lernmöglichkeiten und weiterhin analoge Wege für Menschen, die digitale Angebote nicht nutzen können oder möchten.

Das Sozialministerium Baden-Württemberg ist Partner des DigitalPakts Alter. Ziel ist es, digitale und soziale Teilhabe älterer Menschen zu stärken und passende Lern- und Beratungsangebote zu fördern.[9]


Gesellschaft und Zusammenleben


Generationen voneinander lernen lassen

Eine Gesellschaft mit mehr älteren Menschen braucht gute Beziehungen zwischen den Generationen. Jüngere Menschen können ältere Menschen bei digitalen Fragen unterstützen. Ältere Menschen können Erfahrungen, Wissen und Zeit weitergeben. Solche Projekte funktionieren besonders gut, wenn beide Seiten etwas beitragen können.

Beispiele sind gemeinsame Medienprojekte, Reparaturcafés, Lesepatenschaften, Nachbarschaftshilfe oder generationenübergreifende Wohnformen. Ziel ist nicht, Menschen nach Alter zu trennen, sondern Begegnungen zu ermöglichen.


Einsamkeit und soziale Teilhabe

Alleinleben und Einsamkeit sind nicht dasselbe. Ein Mensch kann allein wohnen und viele soziale Kontakte haben. Umgekehrt kann man sich auch in einer Gruppe einsam fühlen.

Für gesellschaftliche Teilhabe sind erreichbare Treffpunkte, Vereine, Kultur, Bildung, Mobilität und digitale Kommunikation wichtig. Kommunen können durch Begegnungsorte und Beteiligungsmöglichkeiten dazu beitragen, dass ältere Menschen sichtbar und aktiv bleiben.

Auch Seniorenräte können eine wichtige Rolle spielen. Sie vertreten Interessen älterer Menschen und bringen Erfahrungen in kommunale Entscheidungen ein.


Altersbilder kritisch prüfen

In Medien wird Alter manchmal einseitig dargestellt: entweder nur als Krankheit und Belastung oder nur als besonders aktive und fitte Lebensphase. Beides greift zu kurz.

Ein realistisches Altersbild erkennt Unterschiede an. Manche Menschen brauchen viel Unterstützung, andere kaum. Manche haben ein hohes Einkommen, andere sind von Altersarmut bedroht. Manche sind digital sehr erfahren, andere nicht. Gute Politik muss deshalb unterschiedliche Lebenslagen berücksichtigen.


Zentrale Zusammenhänge

  1. Demografischer Wandel: Mehr ältere und hochbetagte Menschen verändern den Bedarf an Wohnen, Pflege, Gesundheit, Mobilität und Bildung.
  2. Pflege: Die meisten Pflegebedürftigen in Baden-Württemberg werden überwiegend zu Hause versorgt; Angehörige spielen dabei eine große Rolle.
  3. Selbstbestimmung: Hilfe soll Menschen unterstützen, eigene Entscheidungen zu treffen und am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.
  4. Pflegeausbildung: Mehr Pflegebedürftige erhöhen langfristig den Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften.
  5. Lebenslanges Lernen: Bildung bleibt in jedem Alter möglich und kann Selbstständigkeit, Teilhabe und persönliche Entwicklung fördern.
  6. Digitalisierung: Digitale Angebote können Chancen schaffen, dürfen aber keine neuen Barrieren erzeugen.
  7. Gesellschaftliche Teilhabe: Altersfreundliche Kommunen brauchen Begegnungsorte, Mobilität, Barrierefreiheit und Beteiligung.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Wie viele Menschen ab 65 Jahren lebten Ende 2023 ungefähr in Baden-Württemberg? (Rund 2,38 Millionen) (!Rund 238000) (!Rund 5 Millionen) (!Rund 9 Millionen)




Welchen Anteil an der Bevölkerung könnten Menschen ab 65 Jahren im Jahr 2040 ungefähr haben? (Etwa 25 Prozent) (!Etwa 5 Prozent) (!Etwa 50 Prozent) (!Etwa 75 Prozent)




Was beschreibt der Begriff demografischer Wandel? (Langfristige Veränderungen der Bevölkerungsstruktur) (!Nur Veränderungen des Wetters) (!Nur die Entwicklung von Schulnoten) (!Nur den Bau neuer Straßen)




Wo wurde 2023 der größte Teil der Pflegebedürftigen in Baden-Württemberg überwiegend versorgt? (Zu Hause) (!Nur in Krankenhäusern) (!Nur in Rehakliniken) (!Nur in Pflegeheimen)




Was bedeutet Selbstbestimmung im Pflegekontext besonders? (Eigene Wünsche und Entscheidungen sollen berücksichtigt werden) (!Andere entscheiden grundsätzlich alles) (!Unterstützung ist grundsätzlich verboten) (!Pflege darf nur zu Hause stattfinden)




Wie heißt das baden-württembergische Gesetz für Teilhabe und Pflegequalität seit 2026? (Teilhabe- und Pflegequalitätsgesetz) (!Schulqualitätsgesetz) (!Straßenverkehrsgesetz) (!Hochschulzulassungsgesetz)




Was bedeutet lebenslanges Lernen? (Lernen ist in allen Lebensphasen möglich) (!Lernen endet mit der Schule) (!Lernen ist nur im Beruf erlaubt) (!Lernen ist nur für junge Menschen wichtig)




Wie viele reguläre Studierende ab 65 Jahren gab es im Wintersemester 2024 25 an Hochschulen in Baden-Württemberg? (252) (!25) (!2520) (!25200)




Wie viele Menschen befanden sich Ende 2025 ungefähr in der generalistischen Pflegeausbildung in Baden-Württemberg? (Rund 19000) (!Rund 1900) (!Rund 190000) (!Rund 500)




Was unterstützt digitale Teilhabe im Alter besonders? (Verständliche Lernangebote und erreichbare Alternativen) (!Ausschließlich digitale Behördenwege) (!Das Abschaffen persönlicher Beratung) (!Ein Verbot analoger Angebote)





Memory

Demografischer Wandel Veränderung der Bevölkerungsstruktur
Pflegebedürftigkeit Dauerhafter Unterstützungsbedarf
Selbstbestimmung Eigene Entscheidungen treffen
Lebenslanges Lernen Bildung in allen Lebensphasen
Barrierefreiheit Hindernisse möglichst vermeiden
Teilhabe Am gesellschaftlichen Leben mitwirken





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Wohnraumanpassung Selbstständiges Wohnen
Pflegeausbildung Fachkräftesicherung
Volkshochschule Weiterbildung
Seniorenrat Beteiligung
Barrierefreie Haltestelle Mobilität





Kreuzworträtsel

Demografie Wie heißt die Wissenschaft von Bevölkerung und Bevölkerungsentwicklung?
Teilhabe Wie nennt man die aktive Beteiligung am gesellschaftlichen Leben?
Pflegegrad Welcher Begriff beschreibt in der Pflegeversicherung das Ausmaß beeinträchtigter Selbstständigkeit?
Barrierefreiheit Wie heißt die Gestaltung ohne unnötige Hindernisse?
Weiterbildung Wie nennt man Lernen nach einer ersten Bildungsphase?
Seniorenrat Wie heißt ein kommunales Gremium, das Interessen älterer Menschen vertreten kann?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Der langfristige Wandel der Bevölkerungsstruktur wird als

bezeichnet.
Ende 2023 lebten in Baden-Württemberg rund

Menschen im Alter von mindestens 65 Jahren.
Die meisten Pflegebedürftigen wurden 2023 überwiegend

versorgt.
Gute Pflege soll die

eines Menschen möglichst erhalten.
Hindernisarme Räume und Angebote werden mit dem Begriff

verbunden.
Bildung in allen Lebensphasen heißt

.
Die Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann wird als

bezeichnet.
Digitale Kompetenzen können die gesellschaftliche

älterer Menschen stärken.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Altersbilder: Sammle fünf Aussagen über ältere Menschen aus Werbung, Fernsehen oder sozialen Medien und prüfe, ob sie eher vielfältig oder stereotyp sind.
  2. Barrierefreiheit: Fotografiere oder beschreibe drei barrierearme und drei problematische Stellen in Deiner Umgebung. Formuliere Verbesserungsvorschläge.
  3. Lebenslanges Lernen: Finde ein Bildungsangebot in Deiner Region, das auch für ältere Erwachsene geeignet ist, und erkläre, was daran zugänglich oder schwierig sein könnte.
  4. Generationen: Führe ein kurzes Gespräch mit einer älteren Person darüber, was sie heute gern neu lernen würde. Fasse die wichtigsten Punkte anonymisiert zusammen.


Standard

  1. Demografischer Wandel: Vergleiche zwei Gemeinden in Baden-Württemberg. Überlege, welche Folgen unterschiedliche Altersstrukturen für Verkehr, Wohnen und Freizeit haben könnten.
  2. Pflege: Erstelle ein Schaubild, das zeigt, welche Personen und Einrichtungen eine Familie bei plötzlich auftretendem Pflegebedarf beraten oder unterstützen könnten.
  3. Digitale Teilhabe: Entwickle eine leicht verständliche Anleitung für eine digitale Alltagsaufgabe, zum Beispiel eine Fahrplanauskunft oder einen Videoanruf.
  4. Pflegeberuf: Produziere einen kurzen Podcast oder ein Plakat über Chancen und Belastungen eines Pflegeberufs. Nutze mindestens zwei verlässliche Quellen.


Schwer

  1. Kommunalpolitik: Entwickle einen Plan für ein altersfreundliches Wohnviertel mit Wohnen, Mobilität, Gesundheit, Begegnung und Bildung. Begründe jede Maßnahme.
  2. Gesellschaftliche Teilhabe: Plane ein generationenübergreifendes Projekt, bei dem jüngere und ältere Menschen voneinander lernen. Beschreibe Ziele, Ablauf und mögliche Barrieren.
  3. Pflege und Ethik: Untersuche einen Fall, in dem Sicherheit und Selbstbestimmung miteinander in Konflikt geraten. Entwickle mindestens zwei vertretbare Lösungen.
  4. Zukunft der Pflege: Entwirf ein Szenario für Baden-Württemberg im Jahr 2040. Zeige, welche Folgen mehr ältere Menschen für Pflegepersonal, Angehörige, Kommunen und Ausbildung haben könnten.




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Lernkontrolle

  1. Demografische Planung: Eine Gemeinde erwartet bis 2040 deutlich mehr Einwohnerinnen und Einwohner über 80 Jahre. Entwickle drei Maßnahmen und erkläre, warum sie zusammenwirken müssen.
  2. Selbstbestimmung in der Pflege: Eine pflegebedürftige Person möchte zu Hause bleiben, die Familie ist jedoch stark belastet. Entwickle einen Lösungsweg, der beide Seiten berücksichtigt.
  3. Bildung im Alter: Entwirf einen Kurs für ältere Lernende, der digitale und analoge Teilnahme ermöglicht. Begründe Deine Entscheidungen zu Sprache, Tempo und Unterstützung.
  4. Altersbilder: Beurteile die Aussage „Eine alternde Gesellschaft ist vor allem eine Belastung“. Nenne Argumente dafür und dagegen und formuliere ein begründetes Urteil.
  5. Stadt und Land: Vergleiche, welche Herausforderungen ältere Menschen in einem Stadtzentrum und in einer ländlichen Gemeinde haben können. Entwickle passende Lösungen.
  6. Pflegefachkräfte: Erkläre, warum mehr Pflegeauszubildende allein den Fachkräftebedarf nicht automatisch lösen. Beziehe Arbeitsbedingungen, Berufsverbleib und demografische Entwicklung ein.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du Zusammenhänge erklären und nicht nur einzelne Zahlen auswendig wiedergeben kannst.

  1. Demografischer Wandel: Du kannst erklären, warum mehr ältere Menschen Auswirkungen auf Pflege, Wohnen, Mobilität und Bildung haben.
  2. Pflege: Du kannst zwischen Pflegebedarf, Pflegeformen und gesellschaftlicher Verantwortung unterscheiden.
  3. Selbstbestimmung: Du kannst zeigen, wie Unterstützung und eigene Entscheidungen zusammengehören.
  4. Lebenslanges Lernen: Du kannst die Bedeutung von Bildung und digitaler Teilhabe im Alter erläutern.
  5. Pflegeausbildung: Du kannst den Zusammenhang zwischen Bevölkerungsentwicklung und Fachkräftebedarf darstellen.
  6. Gesellschaft: Du kannst unterschiedliche Altersbilder kritisch prüfen und die Vielfalt älterer Menschen berücksichtigen.
  7. Transfer: Du kannst für eine konkrete Gemeinde oder Lebenssituation begründete Lösungen entwickeln.




Quellen und weiterführende Informationen

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Immer mehr ältere Menschen
  2. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Pflegestatistik 2023
  3. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Pflegeausbildung 2025
  4. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Lebenslanges Lernen
  5. Sozialministerium Baden-Württemberg: Ältere Menschen
  6. Sozialministerium Baden-Württemberg: Teilhabe- und Pflegequalitätsgesetz
  7. Baden-Württemberg.de: Bündnis für Lebenslanges Lernen


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