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Weltliteratur verstehen - Nikomachische Ethik - Aristoteles

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Weltliteratur verstehen - Nikomachische Ethik - Aristoteles

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Einleitung

Weltliteratur verstehen - Nikomachische Ethik - Aristoteles

Zielgruppe: Klasse 11–13 | Epoche: Antike | Fächer: Deutsch, Philosophie, Ethik

Was macht ein Leben wirklich gut? Ist Glück nur ein schönes Gefühl? Und wie lernen wir, verantwortlich zu handeln?

Diese Fragen untersucht Aristoteles in seiner Nikomachischen Ethik. Er erklärt, warum Tugend, Vernunft, gute Gewohnheiten und Freundschaft wichtig sind.

Das Besondere: Aristoteles will nicht nur erklären, was gutes Handeln ist. Er fragt auch, wie Du es lernen kannst.

Buchgrundlage: Buch - Nikomachische Ethik - Aristoteles. Dieser Kurs ergänzt die Buchseite. Er legt keine neue Buchausgabe an.

Aristoteles-Büste: Ktrepas, CC0 1.0. Quelle und Lizenz. Die Büste ist eine spätere Darstellung, kein zeitgenössisches Porträt.


Lernziele

Nach diesem Kurs kannst Du die Hauptgedanken des Werkes erklären, seine Argumente an Textstellen zeigen, griechische Begriffe mit deutschen Übersetzungen vergleichen und seine Ethik auf heutige Entscheidungen anwenden.


Epochenkontext: Antike und frühe Literaturtraditionen

Aristoteles lebte von 384 bis 322 v. Chr. in der griechischen Antike. Er lernte an Platons Akademie und gründete später in Athen seine eigene Schule, das Lykeion.

Die Nikomachische Ethik entstand im Umfeld seines philosophischen Wirkens im 4. Jahrhundert v. Chr.. Ihre erhaltene Gestalt und Zusammenstellung werfen Fragen der Textüberlieferung auf.

Karte des klassischen Griechenlands: Sette-quattro, nach Popadius und einer Vorlage der United States Military Academy, CC BY-SA 3.0. Quelle und Lizenz.

Video: Griechische Philosophie im Überblick

Study History: Überblick über die griechischen Philosophen. Achte besonders auf Platon und Aristoteles.

Archäologische Stätte des Lykeions in Athen: Carole Raddato, CC BY-SA 2.0. Quelle und Lizenz.


Antike ist mehr als Griechenland

Zur frühen Weltliteratur gehören auch philosophische und religiöse Texte anderer Kulturen.

  1. Griechenland: Platon und Aristoteles untersuchen Erkenntnis, Politik und das gute Leben.
  2. Rom: Cicero behandelt in De officiis Fragen des pflichtgemäßen Handelns.
  3. China: Die Gespräche des Konfuzius behandeln Lernen, gutes Verhalten und menschliche Beziehungen.
  4. Indien: Die Bhagavad Gita fragt unter anderem nach Pflicht, Handeln und verantwortlicher Entscheidung.

Diese Texte stammen aus unterschiedlichen historischen und kulturellen Zusammenhängen. Ihre Begriffe dürfen nicht einfach gleichgesetzt werden. Auch die Datierung ihrer Entstehung kann umstritten sein.

Indische Bhagavad-Gita-Handschrift aus dem 19. Jahrhundert, unbekannter Urheber, Library of Congress, gemeinfrei. Quelle und Rechtsstatus. Die Handschrift ist wesentlich jünger als der zugrunde liegende antike Text.

Merke: Das Alter einer Handschrift oder Übersetzung ist nicht automatisch das Entstehungsdatum eines Werkes.


Historische Bilder verstehen

Animation zum Zustand des Parthenons vor und nach Restaurierungsarbeiten: Jordi Payà, Animation Fallschirmjäger, CC BY-SA 2.0. Quelle und Lizenz. Sie zeigt eine moderne Restaurierung, nicht das antike Gebäude zur Lebenszeit des Aristoteles.

Denkfrage: Was können moderne Bilder und Rekonstruktionen über die Antike zeigen? Was können sie nicht beweisen?


Inhalt und Argumentation


Das gute Leben: Eudaimonia

Aristoteles fragt nach dem höchsten Ziel menschlichen Handelns. Er nennt es Eudaimonia.

Das Wort wird häufig mit Glückseligkeit übersetzt. Gemeint ist mehr als ein kurzer Glücksmoment: ein insgesamt gelingendes Leben.

Menschen verfolgen viele Ziele, etwa Wissen, Gesundheit oder Anerkennung. Aristoteles fragt, welchem übergeordneten Ziel sie dienen.

Textstelle: Nikomachische Ethik, Buch I, Kapitel 1 und 7, besonders 1094a und 1097b–1098a.


Tugend entsteht durch Übung

Arete bedeutet Tugend oder Vortrefflichkeit.

Aristoteles unterscheidet Wissen über gutes Handeln und einen guten Charakter. Wer gerecht handeln will, muss gerechtes Handeln einüben.

Durch wiederholtes Handeln entwickeln wir eine gefestigte Haltung. Dafür verwendet Aristoteles den Begriff Hexis.

Textstelle: Buch II, Kapitel 1, 1103a–1103b.


Die richtige Mitte: Mesotes

Bei vielen Tugenden liegt das richtige Handeln zwischen einem Zuwenig und einem Zuviel.

Beispiel:

Mangel Tugend Übermaß
Feigheit Tapferkeit Tollkühnheit

Die richtige Mitte ist kein mathematischer Durchschnitt. Sie hängt von der Person und der Situation ab.

Textstellen: Buch II, Kapitel 6–7, 1106b–1107b.


Vernunft und Verantwortung

Phronesis bedeutet praktische Klugheit.

Sie hilft Dir, in einer konkreten Situation richtig zu urteilen. Du musst überlegen, welche Folgen möglich sind, welche Werte betroffen sind und welches Handeln angemessen ist.

Für Aristoteles gehören Charakter und vernünftiges Entscheiden eng zusammen.

Textstelle: Buch VI, besonders Kapitel 5, 1140a–1140b.

Video: Die Nikomachische Ethik

Tobias Huhn TV: ARISTOTELES Nikomachische Ethik. Arbeitsauftrag: Notiere den Unterschied zwischen einem angenehmen Moment und einem gelingenden Leben.


Freundschaft als Teil des guten Lebens

Aristoteles unterscheidet drei Gründe für eine Freundschaft:

  1. Nutzen: Menschen helfen einander und ziehen Vorteile daraus.
  2. Freude: Menschen verbringen gern Zeit miteinander.
  3. Charakter: Menschen schätzen den anderen um seiner selbst willen und wünschen ihm Gutes.

Die dritte Form gilt ihm als besonders wertvoll.

Textstelle: Buch VIII, Kapitel 3, 1156a–1156b; weitere Überlegungen in Buch IX.


Aufbau und Sprache

Die Nikomachische Ethik besteht in ihrer überlieferten Form aus zehn Büchern.

Am Anfang steht die Frage nach dem höchsten Gut. Danach untersucht Aristoteles Tugenden, Gerechtigkeit und vernünftiges Entscheiden. Die Bücher VIII und IX behandeln Freundschaft. Buch X kehrt zur Glücksfrage zurück und betont auch das betrachtende Leben.

Das Werk hat keine erfundene Handlung mit Romanfiguren. Im Mittelpunkt stehen Begriffe, Beispiele, Einwände und Argumente.

Aristoteles schreibt sachlich und unterscheidet Begriffe genau. Er arbeitet mit Alltagsbeobachtungen, Gegensätzen und Begründungen.


Kritischer Blick

Aristoteles denkt in der Gesellschaft seiner Zeit. Seine Vorstellungen von politischen Rollen und sozialer Ordnung entsprechen nicht heutigen Ideen gleicher Rechte für alle.

Prüfe deshalb zwei Dinge getrennt: Was behauptet Aristoteles? Und überzeugt sein Argument aus heutiger Sicht?

Platon und Aristoteles in Raffaels Schule von Athen, frühes 16. Jahrhundert, gemeinfrei. Quelle und Rechtsstatus. Das Bild zeigt eine Darstellung der Renaissance, nicht eine Szene aus der antiken Lebenszeit der Philosophen.


Originaltext, Übersetzung und Überlieferung


Ein Satz im Vergleich

Griechischer Originaltext – Beginn von Buch I, 1094a1:

Πᾶσα τέχνη καὶ πᾶσα μέθοδος

Historische deutsche Übersetzung von Eugen Rolfes, Ausgabe 1911:

Jede Kunst und jede Lehre

Quellen: Griechischer Text, Buch I, 1094a1, Universität Kassel und Eugen Rolfes, Nikomachische Ethik, Erstes Buch.

Das griechische Wort technē bezeichnet eine erlernbare Fertigkeit oder ein fachliches Können. Das deutsche Wort „Kunst“ hatte in der älteren Übersetzung eine weitere Bedeutung als heute.

Deine Analyse: Erkläre, warum die Übersetzung „Kunst“ missverstanden werden könnte. Formuliere anschließend eine eigene moderne Wiedergabe und kennzeichne sie ausdrücklich als eigene Übersetzung.


Entstehung ist nicht Überlieferung

Beginn von Buch VI in einer griechischen Handschrift des späten 15. Jahrhunderts. Österreichische Nationalbibliothek, Cod. phil. gr. 4, fol. 45v, gemeinfrei. Quelle und Rechtsstatus.

Erste Seite einer griechischen Druckausgabe von 1837, gemeinfrei. Quelle und Rechtsstatus.

Du siehst zwei Zeugnisse der Überlieferung. Die Handschrift stammt aus dem 15. Jahrhundert, die Druckausgabe aus dem Jahr 1837. Beides ist viel jünger als die Entstehung des Werkes.

Auch die deutsche Übersetzung von 1911 stammt nicht aus der Antike.

Wichtig beim Zitieren: Nenne das Buch, die Textstelle nach der üblichen Bekker-Zählung und bei einem deutschen Zitat die verwendete Übersetzung. Verwechsle niemals den griechischen Quellentext mit Deiner eigenen Interpretation.


Hörbeitrag: Glück bei Aristoteles

Englischer Audiobeitrag von Sara Sgarlata, 2020, 24 Minuten, CC BY-SA 4.0. Audioquelle und Lizenz. Thema: Glück in den Büchern I und X.

Hörauftrag: Welche Unterschiede werden zwischen praktischem und betrachtendem Leben angesprochen?

Video zur Vertiefung: Tugendethik und Eudaimonia

Cogitamus Podcast: Aristoteles' Tugendethik, Teil 1. Besonders geeignet ist der Abschnitt über die Nikomachische Ethik ab etwa Minute 19.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist eine zentrale Frage der Nikomachischen Ethik? (Wie ein Mensch ein gutes Leben führen kann) (!Wie die Erde um die Sonne kreist) (!Wie ein Staat Steuern berechnet) (!Wie man historische Handschriften restauriert)




In welcher Sprache wurde die Nikomachische Ethik ursprünglich verfasst? (Altgriechisch) (!Latein) (!Sanskrit) (!Altchinesisch)




Was bedeutet Eudaimonia bei Aristoteles am ehesten? (Ein insgesamt gelingendes Leben) (!Ein kurzer Moment der Freude) (!Ausschließlich materieller Wohlstand) (!Ein Leben ohne jede Schwierigkeit)




Wie entstehen ethische Tugenden nach Aristoteles? (Durch wiederholtes und eingeübtes Handeln) (!Allein durch das Lesen von Gesetzen) (!Ausschließlich durch angeborene Begabung) (!Durch das Vermeiden jeder Entscheidung)




Was meint die Mesotes-Lehre? (Die situationsgerechte Mitte zwischen Mangel und Übermaß) (!Immer die rechnerische Mitte wählen) (!Alle Gefühle grundsätzlich unterdrücken) (!Jede extreme Handlung vermeiden ohne die Situation zu prüfen)




Zwischen welchen Fehlhaltungen liegt Tapferkeit? (Feigheit und Tollkühnheit) (!Neid und Großzügigkeit) (!Geiz und Verschwendung) (!Trägheit und Ehrgeiz)




Was bezeichnet Phronesis? (Praktische Klugheit beim Entscheiden) (!Reines mathematisches Rechnen) (!Den Besitz von möglichst vielen Dingen) (!Das Auswendiglernen historischer Daten)




Welche Freundschaft bewertet Aristoteles besonders hoch? (Freundschaft aufgrund des guten Charakters) (!Freundschaft nur wegen eines Vorteils) (!Freundschaft ausschließlich wegen gemeinsamer Unterhaltung) (!Freundschaft aufgrund gesellschaftlicher Stellung)




Wie viele Bücher umfasst die überlieferte Nikomachische Ethik? (Zehn) (!Drei) (!Sieben) (!Zwölf)




Was bedeutet das Erscheinungsjahr 1911 bei der Übersetzung von Eugen Rolfes? (Es bezeichnet eine historische deutsche Ausgabe) (!Es bezeichnet die Entstehung des griechischen Werkes) (!Es ist das Geburtsjahr des Aristoteles) (!Es bezeichnet das Datum der ältesten erhaltenen Handschrift)





Memory

Ordne jedem philosophischen Begriff seine Bedeutung zu.

Eudaimonia Gelingendes Leben
Arete Tugend und Vortrefflichkeit
Mesotes Angemessene Mitte
Phronesis Praktische Klugheit
Hexis Gefestigte Haltung
Philia Freundschaft





Drag and Drop

Ordne die philosophischen Begriffe den passenden Erklärungen zu.

Ordne die richtigen Begriffe zu. Erklärung
Feigheit Mangel an angemessenem Mut
Tapferkeit Angemessener Umgang mit Gefahr
Tollkühnheit Unvernünftig übersteigerter Mut
Gewöhnung Bildung des Charakters durch Übung
Vernunft Fähigkeit zum Prüfen von Gründen





Kreuzworträtsel

Finde die sechs gesuchten Begriffe.

Aristoteles Welcher Philosoph verfasste die Nikomachische Ethik?
Eudaimonia Welcher griechische Begriff bezeichnet das gelingende Leben?
Mesotes Wie heißt die Lehre von der angemessenen Mitte?
Tugend Wie nennt man eine sittlich gute und gefestigte Eigenschaft?
Freundschaft Welche menschliche Beziehung untersucht Aristoteles besonders in Buch VIII und IX?
Klugheit Welche Fähigkeit hilft beim angemessenen Entscheiden?





LearningApps

Hier kannst Du weitere Zuordnungs- und Übungsaufgaben zum Thema suchen.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Die Nikomachische Ethik wurde ursprünglich auf

verfasst.
Der Verfasser des Werkes heißt

.
Das höchste menschliche Ziel nennt er

.
Die griechische Bezeichnung für Tugend lautet

.
Die Lehre von der angemessenen Mitte heißt

.
Ethische Tugenden entstehen wesentlich durch

.
Praktische Klugheit nennt Aristoteles

.
Die wertvolle Beziehung zwischen guten Menschen heißt

.
Die deutsche Übersetzung von Eugen Rolfes erschien in der hier verwendeten Ausgabe im Jahr

.




Offene Aufgaben

Wähle eine Aufgabe passend zu Deinem Lernstand oder bearbeite alle drei.


Leicht

  1. Mein gutes Leben: Gestalte eine kleine Begriffskarte mit Eudaimonia, Tugend und Freundschaft. Erkläre jeden Begriff in einem eigenen Satz. Ergänze ein Beispiel aus dem Schulalltag.


Standard

  1. Die Mitte finden: Beschreibe einen Konflikt aus Schule, Sport oder sozialen Medien. Zeige an diesem Beispiel, was zu wenig, was zu viel und was angemessenes Handeln sein könnte. Beziehe Dich auf Buch II, Kapitel 6–7.


Schwer

  1. Aristoteles kritisch prüfen: Analysiere den Gedanken des höchsten Gutes anhand von Buch I, Kapitel 1 und 7. Vergleiche eine belegte Aussage aus dem griechischen Text mit einer deutschen Übersetzung. Beurteile, ob Aristoteles' Glücksverständnis auch für heutige Jugendliche überzeugend ist. Unterscheide Textbefund, Deutung und eigene Meinung.


Gestufte Hilfen

Hilfestufe 1 – Den Einstieg finden: Frage Dich: Was will Aristoteles erklären? Welche Erfahrung aus Deinem Alltag passt zu seinem Gedanken?

Hilfestufe 2 – Ein Argument entwickeln: Nutze die Reihenfolge Behauptung – Erklärung – Textbeleg – Beispiel. Bei der Mesotes-Lehre kannst Du zusätzlich die Gegensätze Mangel – Tugend – Übermaß verwenden.

Hilfestufe 3 – Einen Text schreiben: Beginne beispielsweise so: „Aristoteles behauptet in Buch ..., dass ... . Das bedeutet in eigenen Worten ... . Ein Beispiel dafür ist ... . Ich beurteile das Argument als ..., weil ... .“

Hinweis: Verwende für Zitate nur Textstellen, die Du in einer angegebenen Ausgabe tatsächlich nachlesen kannst. Verändere Zitate nicht ohne Kennzeichnung.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Bearbeite die Aufgaben schriftlich. Begründe Deine Antworten und nutze nach Möglichkeit konkrete Textstellen.

  1. Glück oder Erfolg?: Eine Person ist finanziell erfolgreich, fühlt sich aber einsam. Untersuche mit Aristoteles, ob Erfolg allein ein gelingendes Leben ausmacht.
  2. Mut im Alltag: Eine Freundin wird online beleidigt. Erkläre, weshalb weder feiges Schweigen noch unüberlegte Aggression eine gute Lösung sein muss.
  3. Freundschaft prüfen: Vergleiche eine Beziehung aus gegenseitigem Nutzen mit einer Freundschaft, die auf Vertrauen und Charakter beruht. Erkläre die Unterschiede mithilfe von Buch VIII.
  4. Original und Übersetzung: Vergleiche den griechischen Begriff technē mit der Übersetzung „Kunst“. Zeige, wie eine Übersetzung das Verständnis beeinflussen kann.
  5. Antike und Gegenwart: Diskutiere, welche Gedanken der Nikomachischen Ethik heute hilfreich sind und wo ihre historischen Voraussetzungen kritisch hinterfragt werden müssen.


Lernnachweis

Für einen erfolgreichen Lernnachweis solltest Du folgende Leistungen zeigen können:

  1. Inhalt: Die zentrale Frage nach dem guten Leben verständlich erklären.
  2. Begriffe: Eudaimonia, Arete, Hexis, Mesotes und Phronesis korrekt verwenden.
  3. Argumentation: Den Zusammenhang von Gewöhnung, Tugend, Vernunft und gutem Handeln zeigen.
  4. Textarbeit: Zwei passende Textstellen mit Buch und Bekker-Stellenangabe belegen.
  5. Übersetzung: Griechischen Originaltext, historische deutsche Übersetzung und eigene Interpretation unterscheiden.
  6. Historischer Kontext: Entstehungszeit, Handschrift, Druckausgabe und Übersetzungsdatum nicht verwechseln.
  7. Transfer: Einen aktuellen Konflikt mit der aristotelischen Tugendethik untersuchen.
  8. Urteil: Eine begründete eigene Position mit mindestens einem Gegenargument formulieren.

Mögliche Abgabe: Eine zweiseitige Textanalyse oder eine kurze Präsentation mit schriftlicher Begründung. Entscheidend sind überprüfbare Textbelege, verständliche Argumentation und eigenständiges Denken.


OERs zum Thema

Wikipedia: Nikomachische Ethik

Weitere Quellen und Lernangebote:

  1. MOOCwiki-Buchseite: Nikomachische Ethik – Aristoteles
  2. Nikomachische Ethik – historische deutsche Übersetzung von Eugen Rolfes, Ausgabe 1911
  3. Griechischer Text und wissenschaftlich erläuterte Teilübersetzung – Universität Kassel
  4. Wikimedia Commons – Medien zur Nikomachischen Ethik
  5. Tugendethik auf MOOCwiki
  6. Freundschaft und Ethik auf MOOCwiki

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Historische Textzitate sind von vereinfachenden Erklärungen und eigenen Interpretationen zu unterscheiden. Aktuelle Übersetzungen können eigene Urheberrechte haben.


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