Zum Inhalt springen

UEFA Europameisterschaft 2000

Aus MOOCsWiki Staging
Die Druckversion wird nicht mehr unterstützt und kann Darstellungsfehler aufweisen. Bitte aktualisiere deine Browser-Lesezeichen und verwende stattdessen die Standard-Druckfunktion des Browsers.
aiMOOC-Siegel aiMOOC

UEFA Europameisterschaft 2000

QR-Code



Einleitung

Zeitgenössisches Bild der Nationalmannschaften von Italien und Frankreich vor dem Finale am 2. Juli 2000 in Rotterdam. Quelle: Präsidentschaft der Italienischen Republik, Wikimedia Commons.
Zeitgenössisches Bild der Nationalmannschaften von Italien und Frankreich vor dem Finale am 2. Juli 2000 in Rotterdam. Quelle: Präsidentschaft der Italienischen Republik, Wikimedia Commons.

Was geschieht, wenn wenige Sekunden den Unterschied zwischen einem Titel und einer Niederlage ausmachen? Am 2. Juli 2000 führte Italien im Endspiel der Fußball-Europameisterschaft gegen Frankreich, bis Sylvain Wiltord in der Nachspielzeit ausglich. In der Verlängerung entschied David Trezeguet die Begegnung mit einem Golden Goal. Diese drei Ereignisse sind der Einstieg in einen Wettbewerb, der nicht nur durch sein Finale, sondern auch durch außergewöhnliche Aufholjagden, verschiedene Spielstile und die erstmalige gemeinsame Ausrichtung durch zwei Länder geprägt war.

Video-Beobachtungsauftrag: Sieh dir die vom verifizierten UEFA-Kanal 2015 veröffentlichten Finalhöhepunkte an. Notiere bei den drei Treffern Spielstand, Spielsituation, beteiligte Spieler und die Frage, was der kurze Zusammenschnitt über die gesamte Partie gerade nicht verrät. Das Video zeigt Aufnahmen des Spiels von 2000; seine YouTube-Veröffentlichung stammt aus einem späteren Jahr.

Dieser Kurs porträtiert die 11. Endrunde der Fußball-Europameisterschaft der Männer, die vom 10. Juni bis 2. Juli 2000 in Belgien und den Niederlanden stattfand. Die UEFA bezeichnet die Ausgabe als UEFA EURO 2000; der offizielle Wettbewerbsname lautet UEFA European Championship beziehungsweise UEFA-Fußball-Europameisterschaft. Der Vorläufer hieß zunächst European Nations' Cup (Europapokal der Nationen), bevor ab 1968 die Bezeichnung Europameisterschaft verwendet wurde. Gemeint sind hier Nationalmannschaften der Männer, nicht die Frauen-EM, die U21-EM oder ein Vereinswettbewerb.

Du kannst auf drei Wegen lernen: Einstieg (Regeln, Karte und Zeitleiste), Standard (Spielverläufe und Entscheidungen) sowie anspruchsvolle Analyse (Taktik, Belege, Unsicherheit und Quellenkritik). Die nummerierten Beobachtungs- und Projektaufträge funktionieren auch ohne eine Videowiedergabe. Der Quellenstand wurde am 5. November 2026 für dieses historische Turnier geprüft.


Austragung, Zeitgeschichte und Spielorte


Zwei Gastgeber und acht Stadien

Belgien und die Niederlande organisierten die EM erstmals als zwei gemeinsame Gastgeber. Beide Nationalteams waren automatisch qualifiziert. Das Eröffnungsspiel fand im König-Baudouin-Stadion in Brüssel statt, das Endspiel im Stadion Feijenoord (De Kuip) in Rotterdam. Die weiteren belgischen Spielorte waren Brügge, Charleroi und Lüttich; in den Niederlanden wurden auch Amsterdam, Eindhoven und Arnheim bespielt. Damit ergaben sich jeweils vier Stadien pro Gastgeberland.

Karte der acht Spielorte. Kartenerstellung durch Luctor 2008: eine nachträgliche Darstellung, keine Karte aus dem Jahr 2000.
Karte der acht Spielorte. Kartenerstellung durch Luctor 2008: eine nachträgliche Darstellung, keine Karte aus dem Jahr 2000.

Kartenauftrag: Suche auf der Karte die vier niederländischen und die vier belgischen Städte. Erkläre, warum ein gemeinsames Turnier Reisewege, Spielansetzungen, Sicherheitsplanung und Kommunikation zwischen den Verbänden koordinieren muss. Die Karte wurde 2008 erstellt; sie dokumentiert die Orte von 2000, aber nicht die damalige Gestaltung der Stadien.


Europa um das Jahr 2000

Die Endrunde folgte auf Frankreichs Gewinn der Weltmeisterschaft 1998. Im Teilnehmerfeld waren neben etablierten Fußballnationen auch die eigenständigen Nationalmannschaften Sloweniens und Tschechiens vertreten. In amtlichen damaligen Ergebnissen erscheint Jugoslawien: Gemeint ist die 2000 unter diesem Namen startende Bundesrepublik Jugoslawien, nicht eine heutige Nationalmannschaft. Spätere UEFA-Datenbanken ordnen historische Daten teils unter Nachfolgestaaten ein. Du musst für eine historische Darstellung den damaligen Mannschaftsnamen und den modernen Archiv-Eintrag unterscheiden.

Sport findet nie außerhalb der Gesellschaft statt. Nationalflaggen und Rivalitäten können Gemeinschaft stiften, dürfen aber nicht zu pauschalen Aussagen über Bevölkerungen führen. Wenn du über politische Konflikte, Gewalt oder Diskriminierung jener Zeit sprichst, verwende belegte Ereignisse und respektvolle Sprache; ein Fußballergebnis erklärt keine politische Geschichte.


Die Besonderheit des Titels

Frankreich wurde 2000 als amtierender Weltmeister Europameister. Das war eine besondere Reihenfolge der Titelgewinne: erst Weltmeister 1998, danach Europameister 2000. Trainer Roger Lemerre übernahm nach der WM von Aimé Jacquet; Kapitän Didier Deschamps gab dem Mittelfeld Struktur. Diese Angaben sind biografische Fakten. Ob einzelne taktische Entscheidungen einen Sieg verursachten, ist eine getrennte Analysefrage und verlangt Spielszenen statt nur Titelstatistiken.

Quellenbasis: UEFA-Turnierüberblick und UEFA-Historie.


Qualifikation, Teilnehmer und Turniermodus


Der Weg in die Endrunde

49 UEFA-Mitgliedsverbände nahmen an der Qualifikation teil; die beiden Gastgeber waren davon ausgenommen. Die Qualifikationsspiele wurden in neun Gruppen ausgetragen. Direkt qualifizierten sich die neun Gruppensieger und der bestplatzierte Gruppenzweite Portugal. Acht weitere Gruppenzweite ermittelten in vier Entscheidungspaarungen die verbleibenden Endrundenplätze; England, Dänemark, Slowenien und die Türkei gewannen diese Play-offs. Qualifikation und Endrunde sind daher nicht dieselbe Menge an Spielen oder Mannschaften. Das Turnierjahr 2000 ist keine Vereins-Saison 1999/2000 und keine Aussage über das Kalenderjahr jedes Qualifikationsspiels.


Alle 16 Teilnehmer im damaligen Gruppensystem

Gruppe Teilnehmer Qualifiziert für das Viertelfinale
A Portugal, Rumänien, England, Deutschland Portugal und Rumänien
B Italien, Türkei, Belgien, Schweden Italien und Türkei
C Spanien, Jugoslawien, Norwegen, Slowenien Spanien und Jugoslawien
D Niederlande, Frankreich, Tschechien, Dänemark Niederlande und Frankreich

In jeder Vierergruppe spielte jede Auswahl einmal gegen die drei anderen. Sieg = 3 Punkte, Unentschieden = 1 Punkt, Niederlage = 0 Punkte. Jeweils die ersten beiden Teams zogen ins Viertelfinale ein. Danach folgten vier Viertelfinals, zwei Halbfinals und das Endspiel: 24 Gruppenspiele + 4 + 2 + 1 = 31 Endrundenspiele. In diesen 31 Partien fielen 85 Tore (85 geteilt durch 31 ergibt gerundet 2,74 Tore pro Spiel). Die Torezahl stammt aus der ausdrücklich auf die Endrunde bezogenen UEFA-Auswertung. Vermische sie nicht mit Qualifikationszahlen oder automatisch aktualisierten Statistikansichten.

Rückblickende Europakarte der Platzierungen mit Gastgeberkennzeichnung; erstellt von Parutakupiu 2007 und später überarbeitet, also keine zeitgenössische Grafik.
Rückblickende Europakarte der Platzierungen mit Gastgeberkennzeichnung; erstellt von Parutakupiu 2007 und später überarbeitet, also keine zeitgenössische Grafik.

Rechenbeispiel 1 – reale Tabelle: Portugal gewann drei Spiele in Gruppe A: 3 × 3 = 9 Punkte. Deutschland kam durch ein Remis und zwei Niederlagen auf 1 × 1 + 2 × 0 = 1 Punkt. Beide Tabellenwerte lassen sich gegen das UEFA-Gruppenarchiv kontrollieren.

Rechenbeispiel 2 – fiktiver Transfer: In einer erfundenen Vierergruppe erzielt Team Blau einen Sieg, ein Remis und eine Niederlage. Die Punktzahl beträgt 3 + 1 + 0 = 4. Das ist nur ein Regelbeispiel und kein Ergebnis der EM 2000.


Gleichstand und die K.-o.-Phase

Bei Punktgleichheit musste die damalige Reihenfolge der Entscheidungskriterien beachtet werden; besonders der direkte Vergleich war bedeutsam. In Gruppe C hatten Jugoslawien und Norwegen jeweils vier Punkte, Jugoslawien belegte dennoch den zweiten Platz. Die bloße Punktzahl reichte also nicht zur Rangbestimmung. Ab dem Viertelfinale bedeutete eine Niederlage das Ausscheiden; bei Gleichstand nach 90 Minuten folgte die Verlängerung und gegebenenfalls ein Elfmeterschießen. 2000 galt in der Verlängerung die Golden-Goal-Regel: Das erste reguläre Tor beendete die Partie sofort. Dieses historische Regelwerk darf nicht stillschweigend durch heutige Regeln ersetzt werden.

Quellenbasis: UEFA-Gruppen und Dokumentation Gruppe C sowie UEFA-Endrunden-Torstatistik.


Gruppenphase und nachvollziehbare Zeitleiste


Wichtige Daten

Datum Belegtes Ereignis Bedeutung
10. Juni 2000 Belgien schlägt Schweden 2:1 in Brüssel. Turnierauftakt bei einem Gastgeber.
12. Juni 2000 Portugal dreht ein 0:2 gegen England zum 3:2. Spielaufbau und Reaktion auf Rückstand.
13. Juni 2000 Jugoslawien holt gegen Slowenien nach 0:3 noch ein 3:3. Ein deutlicher Rückstand bleibt veränderbar.
21. Juni 2000 Spanien schlägt Jugoslawien 4:3 mit zwei späten Treffern. Entscheidung in der Nachspielzeit und Gruppendynamik.
24. und 25. Juni 2000 Vier Viertelfinalbegegnungen. Übergang von der Gruppen- zur K.-o.-Phase.
28. Juni 2000 Frankreich schlägt Portugal 2:1 durch Golden Goal. Verlängerungsregel bestimmt das Ende.
29. Juni 2000 Italien übersteht gegen die Niederlande ein 0:0 und gewinnt 3:1 im Elfmeterschießen. Unterzahl, Chancen und Entscheidung vom Punkt.
2. Juli 2000 Frankreich schlägt Italien 2:1 durch Golden Goal. Europameister steht fest.


Analysebeispiel: Portugal gegen England

Ausgangslage: Am 12. Juni in Eindhoven führte England durch Paul Scholes und Steve McManaman früh mit 2:0. Luís Figo verkürzte, João Pinto glich aus, Nuno Gomes erzielte den Siegtreffer zum 3:2. Die UEFA beschreibt unter anderem die Vorlagen von Rui Costa sowie das Spiel über die rechte und zentrale Angriffszone. Für eine eigene Beobachtung ist die Reihenfolge entscheidend: Ein 0:2-Rückstand in der Gruppenphase führt nicht automatisch zum Ausscheiden, und erfolgreiche Angriffe können aus unterschiedlichen Ausgangspunkten entstehen.

Video-Beobachtungsauftrag: UEFA veröffentlichte diesen Zusammenschnitt 2016. Ordne die fünf Tore chronologisch und achte bei den portugiesischen Treffern auf den Raum vor dem Strafraum, Flanken und den letzten Pass. Musteranalyse: Figos Distanzabschluss veränderte den Spielstand; Rui Costas Vorbereitung eröffnete weitere Abschlusssituationen. Grenze der Aussage: Ein Highlightvideo zeigt nicht alle Ballverluste oder Pressingphasen. Die Behauptung, Portugal habe durchgängig mehr Ballbesitz gehabt, lässt sich aus dem Video allein nicht belegen.


Analysebeispiel: Spanien gegen Jugoslawien

Im letzten Gruppenspiel am 21. Juni gewann Spanien in Brügge 4:3. Jugoslawien lag mehrfach vorn; Spanien traf in der Nachspielzeit noch zweimal und erreichte das Viertelfinale. Gerade bei einem späten Spielstand entscheidet nicht nur die aktuelle Tordifferenz, sondern auch, ob die andere Gruppenpartie und der direkte Vergleich den Tabellenrang beeinflussen.

Arbeitsmethode: Halte das Video an, bevor die letzten zwei Treffer fallen. Notiere eine plausible Entscheidung für ein führendes Team: tiefer verteidigen oder weiter den Ball sichern? Prüfe anschließend, was die Bilder tatsächlich zeigen. Musterlösung: Beide Strategien können Vor- und Nachteile haben; das nachgewiesene Ergebnis belegt den späten Umschwung, nicht automatisch einen einzigen taktischen Fehler.


Analysebeispiel: Jugoslawien und Slowenien

Am 13. Juni führte Slowenien 3:0. Auch nach einem Platzverweis gegen Siniša Mihajlović gelang Jugoslawien noch der Ausgleich zum 3:3. Als Beobachtungsaufgabe kannst du Zeitdruck, Wechsel, defensive Zuordnung und Konzentration vergleichen. Sachliche Deutung: Die Aufholjagd belegt, dass Spielstände keine sicheren Prognosen sind. Ohne vollständiges Bildmaterial sollte man einzelne Spielende nicht pauschal für die drei Gegentore verantwortlich machen.

Quellenbasis: UEFA-Turnierarchiv, UEFA-Analyse Portugal–England und Spanischer Verband zum Spiel gegen Jugoslawien.


K.-o.-Spiele, Halbfinals und Endspiel


Der Weg zum Finale

Die vier Viertelfinals endeten Portugal–Türkei 2:0, Italien–Rumänien 2:0, Niederlande–Jugoslawien 6:1 und Frankreich–Spanien 2:1. Damit trafen im Halbfinale Frankreich und Portugal sowie Italien und die Niederlande aufeinander. Alle Angaben beziehen sich ausschließlich auf die Endrunde der Männer 2000.


Italien gegen die Niederlande: 0:0, danach 3:1 nach Elfmeterschießen

Das Halbfinale am 29. Juni in Amsterdam ist ein Gegenbeispiel zur Behauptung, eine Mannschaft mit mehr Angriffschancen müsse gewinnen. Italien spielte nach dem Platzverweis gegen Gianluca Zambrotta in der 34. Minute in Unterzahl. Die Niederlande vergaben zwei Strafstöße während der Spielzeit; nach 120 Minuten stand es 0:0. Im Elfmeterschießen gewann Italien 3:1. Francesco Toldo hielt einen Strafstoß in der regulären Spielzeit und zwei im Elfmeterschießen; ein weiterer niederländischer Versuch der regulären Spielzeit traf den Pfosten. Deshalb ist die Formulierung „fünf gehaltene Strafstöße“ falsch.

Ausgearbeitete Analyse: Ausgangsdaten sind Platzverweis, Remis und Strafstöße. Daraus lässt sich begründet die Hypothese ableiten, dass Italiens Organisation ohne Ball eine wichtige Rolle spielte. Es ist aber ohne vollständige Spielbeobachtung unzulässig, jede erfolgreiche Abwehraktion ausschließlich dem Torwart zuzuschreiben. Die genaue Trennung zwischen einem Fehlschuss und einem gehaltenen Schuss ist ein Beispiel für statistische Quellenkritik. Ergebnis, Ursache und Bewertung sind drei verschiedene Ebenen.


Frankreich gegen Portugal: der späte Strafstoß

Am 28. Juni ging Portugal in Brüssel durch Nuno Gomes in Führung; Thierry Henry glich aus. In der 117. Minute entschied Zinédine Zidane per Strafstoß zum 2:1. Weil das Tor in der Verlängerung fiel, war es ein Golden Goal; die Partie endete unmittelbar. Die Elfmetersituation nach einem von der Schiedsrichterentscheidung als Handspiel gewerteten Kontakt von Abel Xavier wurde diskutiert. Unterscheide deshalb die belegte Entscheidung des Schiedsrichters von der persönlichen Beurteilung, ob man dieselbe Szene heute ebenso pfeifen würde.


Frankreich gegen Italien: drei Treffer, zwei Wendepunkte

Zeitgenössische Aufnahme der Finalatmosphäre am 2. Juli 2000 in Rotterdam; Quelle: Präsidentschaft der Italienischen Republik.
Zeitgenössische Aufnahme der Finalatmosphäre am 2. Juli 2000 in Rotterdam; Quelle: Präsidentschaft der Italienischen Republik.

Spielablauf: Das Finale fand am 2. Juli in Rotterdam (De Kuip) statt. Marco Delvecchio brachte Italien in der 55. Minute mit 1:0 nach vorn. Sylvain Wiltord erzielte in 90.+4 den Ausgleich. David Trezeguet traf in der 103. Minute zum 2:1 und beendete mit dem Golden Goal das Spiel. Das ist ein anderes Ende als ein heutiges Verlängerungsspiel, das nach einem Tor grundsätzlich weiterläuft.

Ausgearbeitetes taktisches Beispiel: Beobachte den Siegtreffer in den UEFA-Highlights aus der Einleitung. Robert Pirès dringt auf der linken Seite vor und legt den Ball zurück; Trezeguet schließt direkt ab. Das Muster lautet Raumgewinn auf der Außenbahn – Rückpass in den gefährlichen Raum – Abschluss ohne zusätzlichen Kontakt. Es ist eine aus dieser belegten Situation gewonnene Spielidee, kein behaupteter Nachweis, Frankreich habe ausschließlich auf diese Weise angegriffen.

Transfer ins Training: Markiere auf einem Spielfeld drei Zonen: Außenbahn, Rückraum und Torraum. Eine Gruppe versucht einen Rückpass von der Grundlinie in die Mitte zu spielen; eine zweite Gruppe verteidigt Passweg und Rückraum. Bewertet werden Entscheidung, Timing und Absicherung. Das ist eine selbst entwickelte Übungsform, keine originale Trainingseinheit der französischen Mannschaft von 2000.

Quellenbasis: UEFA-Halbfinale Niederlande–Italien, UEFA-Halbfinale Portugal–Frankreich, UEFA-Finalchronik sowie Französischer Fußballverband.


Spielideen, Persönlichkeiten und Analysewerkzeuge


Unterschiedliche Wege zu Torchancen

Portugal: Luís Figo konnte über Schüsse und Dribblings wirken; Rui Costa strukturierte Pässe und lieferte im Spiel gegen England Vorlagen. Frankreich: Zinédine Zidane verband Spielkontrolle und kreative Aktionen; Didier Deschamps organisierte zentrale Räume, während Henry und Trezeguet verschiedene Möglichkeiten für Abschlüsse boten. Italien: Das Team von Dino Zoff zeigte gegen die Niederlande die Bedeutung kompakter Verteidigung in Unterzahl und die Rolle von Torhüter Toldo. Niederlande: Patrick Kluivert gehörte mit fünf Toren zu den beiden besten Torschützen; ebenfalls fünf erzielte Savo Milošević für Jugoslawien. Die UEFA zeichnete Zidane als Spieler des Turniers aus.

Diese Charakterisierungen sind Beobachtungshypothesen zu konkreten Spielen, keine Behauptung eines einzigen unveränderlichen Systems. Für eine genaue Formation braucht man Aufstellungen, Positionsdaten oder längere Aufnahmen. Ein Standfoto allein ist dafür kein Beweis.


Ein einfaches Taktikmodell

Zone Angriffsidee Verteidigungsidee Beobachtungsfrage
Außenbahn Gegner nach außen ziehen, dann Rückpass. Passwinkel schließen und Rückraum sichern. Wer öffnet den Weg in die Mitte?
Zentrum Zwischenräume durch Pässe nutzen. Abstand zwischen den Mannschaftsteilen klein halten. Wo kann ein Spieler frei annehmen?
Strafraum Laufweg und Abschluss zeitlich abstimmen. Ball und Gegenspieler gleichzeitig wahrnehmen. Welcher Kontakt führt zum Abschluss?

Dieses Schema ist eine didaktische Eigenkonstruktion von 2026, kein aus dem Jahr 2000 überliefertes Trainerdiagramm. Es hilft dir, eine Szene zu beschreiben, aber nicht, ohne weitere Belege die Ursachen aller 85 Tore zu erklären.


Analyse in fünf Schritten

  1. Fragestellung: Beispiel „Warum entstand die Torchance vor Trezeguets Golden Goal?“
  2. Beobachtung: Benenne sichtbare Passfolge, Richtung, Laufwege und Zeit im Video.
  3. Quelle: Gleiche Datum, Ergebnis und beteiligte Spieler mit der UEFA und einem zweiten Archiv ab.
  4. Deutung: Formuliere „Der Rückpass könnte den Abschluss erleichtert haben“, nicht „Dies war die einzige Ursache“.
  5. Gegenprobe: Prüfe, welche Abwehrbewegung die Szene anders hätte enden lassen und welche Information im Ausschnitt fehlt.

Musterantwort: Beim Finaltreffer ist die Vorbereitung über Pirès und Trezeguets direkter Abschluss dokumentiert. Daraus folgt ein nachvollziehbares Muster für Angriffstraining. Aus der Szene allein folgen dagegen keine belastbaren Aussagen über Frankreichs Ballbesitzquote oder das gesamte Spielsystem.


Fußballkultur, Medien und Quellenkritik


Atmosphäre und die Grenzen des Erinnerns

Italienische Fans beim Finale in Rotterdam am 2. Juli 2000; zeitgenössisches Foto der Präsidentschaft der Italienischen Republik.
Italienische Fans beim Finale in Rotterdam am 2. Juli 2000; zeitgenössisches Foto der Präsidentschaft der Italienischen Republik.
Rotterdam am Finaltag, 2. Juli 2000. Zeitgenössisches privates Digitalfoto von Someone Not Awful, später auf Commons veröffentlicht.
Rotterdam am Finaltag, 2. Juli 2000. Zeitgenössisches privates Digitalfoto von Someone Not Awful, später auf Commons veröffentlicht.

Bildvergleich: Das erste Foto zeigt die Perspektive italienischer Anhänger beim Finale; das zweite zeigt Rotterdam am selben Datum. Beschreibe zunächst nur sichere Bildinhalte. „Die gesamte Stadt war begeistert“ lässt sich aus einem einzelnen Ausschnitt nicht beweisen. Fragen nach Sicherheit und Diskriminierung müssen gesondert und anhand geeigneter seriöser Zeitquellen untersucht werden.


Ein Quellenprüfraster für Fußballgeschichte

Quellentyp Was sich gut prüfen lässt Typische Grenze
UEFA-Spielbericht Ergebnis, Datum, Wettbewerbsbezug, Tore, offizielle Einordnung. Ein Verbandsbericht ist nicht jede denkbare Interpretation.
Nationalverbandsarchiv oder DFB-Datencenter Mannschaften, Auswechslungen, Spielverlauf und unabhängige Abgleichpunkte. Minutenangaben und Namen können je nach Darstellungsweise abweichen.
UEFA-YouTube-Highlights Sichtbare Passfolgen und ausgewählte Spielmomente. Auswahl, Schnitt und Ton erzeugen eine Perspektive.
Wikimedia-Commons-Dateiseite Aufnahmedatum, Urheberschaft, Ursprung und konkret genannte Lizenz. Hochladedatum kann viel später liegen als der Aufnahmezeitpunkt.
Rückblickende Karte Räumliche Lage und Endrundenplatzierungen. Die Kartengrafik selbst ist keine historische Quelle von 2000.

Beispiel für saubere Datierung: Die Datei „Euro 2000.png“ wurde ab 2007 hergestellt und später überarbeitet. Sie illustriert Endrundenplatzierungen aus dem Jahr 2000, ist aber keine originale Turniergrafik. Dagegen tragen die Fotos vom Finale das Aufnahmedatum 2. Juli 2000, auch wenn ihr Commons-Upload viel später erfolgte.

Quellenregel: Notiere für jede strittige Zahl möglichst zwei voneinander unabhängige Nachweise. Für den Finalstand eignen sich UEFA und das Archiv des französischen Fußballverbands; für Spanien–Jugoslawien zusätzlich der spanische Verband. Die Datensätze von UEFA, DFB und Wikipedia können dieselbe historische Partie abweichend indexieren; verwende den damaligen Wettbewerbs- und Teamnamen in deiner Erläuterung.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste dein Wissen

Welche beiden Länder veranstalteten die Endrunde 2000 gemeinsam? (Belgien und die Niederlande) (!Frankreich und Italien) (!Portugal und Spanien) (!Deutschland und Österreich)




Wie viele Nationalmannschaften spielten in der Endrunde? (16) (!8) (!24) (!32)




Welches Team gewann den Titel? (Frankreich) (!Italien) (!Portugal) (!Niederlande)




Wie endete das Finale nach Golden Goal? (Frankreich 2 zu 1 Italien) (!Italien 2 zu 1 Frankreich) (!Frankreich 1 zu 0 Italien) (!Frankreich 3 zu 2 Italien)




Wer erzielte das entscheidende Tor im Finale? (David Trezeguet) (!Zinedine Zidane) (!Francesco Toldo) (!Luís Figo)




Was bedeutete Golden Goal im Jahr 2000? (Das erste Tor in der Verlängerung beendete sofort das Spiel) (!Jedes Tor in der Gruppenphase zählte doppelt) (!Das letzte Tor nach Ablauf aller Spielminuten entschied) (!Es gab grundsätzlich keine Elfmeterschießen)




Welche Partie gewann Portugal nach einem Rückstand von zwei Toren? (Portugal gegen England) (!Portugal gegen Italien) (!Portugal gegen Belgien) (!Portugal gegen Dänemark)




Welches Team schied im Halbfinale gegen Italien nach Elfmeterschießen aus? (Die Niederlande) (!Spanien) (!Rumänien) (!England)




Wie viele Endrundenspiele gab es insgesamt? (31) (!24) (!36) (!49)




Welche zwei Spieler erzielten je fünf Tore bei der Endrunde? (Patrick Kluivert und Savo Milošević) (!Thierry Henry und David Trezeguet) (!Luís Figo und Rui Costa) (!Francesco Totti und Zinedine Zidane)





Memory: Begriff und Bedeutung

Golden Goal Ein Tor beendet die Verlängerung sofort
De Kuip Finalstadion in Rotterdam
Roger Lemerre Trainer des europäischen Titelträgers Frankreich
Francesco Toldo Italienischer Torwart im Halbfinale gegen die Niederlande
Rui Costa Portugiesischer Spielgestalter mit Vorlagen gegen England
Kluivert Niederländischer Stürmer mit fünf Endrundentoren





Drag and Drop: Ordne zu

Ordne den passenden Begriff zu. Historischer Sachverhalt
Belgien und Niederlande Gemeinsame Gastgeberländer
Spanien gegen Jugoslawien Sieben-Tore-Spiel mit spätem Umschwung
Italien gegen Niederlande Halbfinale mit Entscheidung im Elfmeterschießen
Frankreich gegen Portugal Halbfinale mit Zidanes Golden Goal
Frankreich gegen Italien Finale mit Trezeguets Golden Goal





Kreuzworträtsel

Rotterdam In welcher Stadt fand das Finale statt?
Belgien Welches Gastgeberland hatte Brüssel als Spielort?
Trezeguet Wer erzielte das Golden Goal im Endspiel?
Portugal Welche Mannschaft besiegte England nach einem Rückstand?
Toldo Welcher italienische Torhüter war im Halbfinale besonders wichtig?
Verlängerung In welchem Spielabschnitt galt die Golden-Goal-Regel?





LearningApps

Arbeitsauftrag: Suche eine passende Übung, überprüfe die dortigen Angaben mit der UEFA-Chronik und notiere gegebenenfalls Fehler. Die Suchseite selbst ist keine Bestätigung, dass jede fremde Übung richtig ist.


Lückentext

Ergänze die historischen Begriffe.
Die Endrunde des Jahres 2000 hatte

Mannschaften.
Ein Gastgeberland war

.
Der zweite Gastgeber waren die

.
Das Endspiel fand in

statt.
Der französische Titelgewinner wurde von Roger

trainiert.
Im Finale traf Sylvain

zum späten Ausgleich.
Den Siegtreffer erzielte David

.
Ein Treffer in der Verlängerung konnte damals als

das Spiel sofort beenden.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Zeitleiste: Erstelle eine Zeitleiste von Turnierbeginn bis Finale mit mindestens sechs verifizierten Daten und einem Satz pro Ereignis.
  2. Spielorte: Zeichne eine einfache Karte und kennzeichne alle acht Austragungsstädte; erläutere die Bedeutung gemeinsamer Gastgeber.
  3. Regelkarte: Erkläre die Golden-Goal-Regel mit einem selbst erfundenen Beispiel und unterscheide es ausdrücklich vom historischen Finale.
  4. Personenporträt: Wähle Zidane, Deschamps, Trezeguet oder Toldo und schreibe einen kurzen Steckbrief nur mit überprüften Angaben.


Standard

  1. Szenenanalyse: Untersuche eine UEFA-Videoszene mit den Kategorien Raumgewinn, Passweg, Verteidigung und Abschluss; halte Beobachtung und Deutung getrennt.
  2. Tabellenwerkstatt: Rekonstruiere eine Gruppe mit Spielen, Punkten und direktem Vergleich; dokumentiere die verwendeten Quellen.
  3. Interviewprojekt: Entwickle fünf respektvolle Fragen an freiwillige erwachsene Zeitzeugen zur Medienerinnerung an 2000; veröffentliche keine persönlichen Daten.
  4. Bildvergleich: Vergleiche zwei geprüfte Commons-Dateien nach Motiv, Datum, Urheber, Lizenz und Aussagegrenze und gestalte eine lizenzkorrekte Bildtafel.


Schwer

  1. Trainingsdesign: Entwickle aus der Vorbereitung des Finaltreffers eine eigene Übung zu Außenbahn und Rückpass mit Progression und Beobachtungsbogen.
  2. Archivkritik: Prüfe drei Berichte zum Halbfinale Italien–Niederlande und erkläre präzise den Unterschied zwischen gehaltenen und verschossenen Strafstößen.
  3. Historischer Essay: Diskutiere die Bedeutung von Frankreichs Titelfolge 1998 und 2000, ohne Erfolg auf einzelne Personen zu reduzieren.
  4. Mini-Dokumentation: Produziere ein eigenes drei- bis fünfminütiges Erklärvideo mit selbst erstelltem Taktikmodell, Quellenverzeichnis und ausschließlich nutzbaren Medien.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Struktur erklären: Begründe anhand einer Rechnung, warum bei vier Vierergruppen und der beschriebenen K.-o.-Runde 31 Endrundenspiele entstehen.
  2. Historische Regel anwenden: Erkläre, weshalb das Finale 2000 nach Trezeguets Treffer sofort endete, und kontrastiere dies mit einer Verlängerung ohne Golden Goal.
  3. Fakten prüfen: Eine Behauptung lautet „Toldo hielt fünf Elfmeter gegen die Niederlande“. Überprüfe sie und unterscheide gehaltene Schüsse von Fehlschüssen.
  4. Tor analysieren: Beschreibe die belegbare Passfolge vor Trezeguets Treffer und gib eine mögliche alternative Abwehrreaktion an.
  5. Tabelle erklären: Begründe, weshalb zwei Mannschaften dieselbe Punktzahl haben konnten, aber nur eine weiterkam, am Beispiel Gruppe C.
  6. Bildquelle beurteilen: Eine 2007 angefertigte Platzierungskarte ist mit „Originalfoto von 2000“ beschriftet. Korrigiere die Bildunterschrift und begründe deine Kritik.


Musterlösungen und Erwartungshorizont

Zu 1: Vier Gruppen mit je sechs Begegnungen ergeben 24 Gruppenspiele. Vier Viertelfinals, zwei Halbfinals und ein Finale addieren sich zu 31.

Zu 2: Die Golden-Goal-Regel ließ die Partie beim ersten Treffer in der Verlängerung sofort enden. Trezeguet traf in Minute 103 zum 2:1; bei einer normalen, vollständig auszuspielenden Verlängerung wäre das Spiel danach weitergelaufen.

Zu 3: Toldo parierte nach UEFA-Angaben drei Strafstöße insgesamt: einen während des Spiels und zwei im Elfmeterschießen. Außerdem wurden weitere niederländische Versuche vergeben, unter anderem ein Pfostenschuss. „Fünf gehalten“ ist daher falsch.

Zu 4: Pirès setzte sich links durch, sein Rückpass erreichte Trezeguet, der direkt abschloss. Eine mögliche Abwehrreaktion wäre, den Rückpassweg abzudecken; das ist eine Trainingshypothese und keine Behauptung über die tatsächlichen Gedanken der Verteidiger.

Zu 5: Jugoslawien und Norwegen hatten je vier Punkte. Für den zweiten Platz war der direkte Vergleich entscheidend, nicht nur die gemeinsame Punktzahl.

Zu 6: Korrekt wäre „Nachträglich erstellte Karte der Endrundenplatzierungen der EM 2000, Autor Parutakupiu, ab 2007“. Herstellungszeit der Grafik und dargestelltes Ereignis sind verschieden.

Bewertungshinweis: Für eine gute Lösung zählt neben dem richtigen Ergebnis stets die saubere Trennung von Fakt, Deutung, belegtem Bildinhalt und eigener Trainingsidee. Die offenen Analyseaufgaben erlauben mehrere sachlich begründete Lösungen.




Lernnachweis

Wissen: Du kannst Gastgeber, Städte, 16 Teilnehmer, Gruppen, Qualifikation, Endrundenstruktur, Golden Goal, Finaldatum, Tore und prägende Personen erklären.

Fähigkeiten: Du kannst Spielstände in eine Zeitleiste einordnen, die Punktzahl einer Gruppe berechnen, eine Angriffsszene in Beobachtung und Interpretation aufteilen sowie Quellen mit unterschiedlicher Entstehungszeit vergleichen.

Produkte: Ein vollständiger Lernnachweis enthält eine Quellenkarte mit mindestens zwei unabhängigen Nachweisen, eine korrekt datierte und lizenzierte Abbildung, eine beschriftete Zeitleiste und eine ausgearbeitete Video- oder Taktikanalyse. Für Fortgeschrittene kommt ein selbst entwickeltes Trainingsmodell mit Gegenprobe hinzu.

Transfer: Wende das Prüfraster auf eine andere historische EM an und stelle ausdrücklich fest, welche Regeln und der Teilnehmermodus damals galten. Die Leistungen werden nach Sachrichtigkeit, Quellenbelegen, Verständlichkeit, Analysequalität und fairer Sprache beurteilt.




OER und Wikipedia

Enzyklopädischer Einstieg auf Deutsch:

Belegte Sachquellen (Abruf und Prüfung: 5. November 2026):

  1. UEFA: EURO 2000 – All you need to know – offizielles Turnierarchiv, Austragung, Modus, Personen.
  2. UEFA: Gruppen 2000 – offizielle Gruppendaten und Tabellen.
  3. UEFA: Endrunden-Statistik – 85 Tore in 31 Partien.
  4. Französischer Fußballverband: Parcours der Équipe de France – zweiter Verband zu Spielen Frankreichs.
  5. DFB-Datencenter: Italien gegen Niederlande – unabhängiger Spielbericht.
  6. Spanischer Verband: historische Länderspiele – 4:3 gegen Jugoslawien.
  7. Wikipedia auf Deutsch – ergänzender, von der UEFA unabhängiger Überblick; Einzelangaben gegen Primärarchive prüfen.


Mediathek: Dateien, Herkunft, Lizenz und Beobachtungsaufträge

Vorschaubild der Mediathek: das erste, oben eingebettete Foto „Italy - France, 2 July 2000.jpg“ der Finalmannschaften; dieses tatsächlich 2000 entstandene Bild dient zugleich als Einstieg. Original und Lizenz stehen auf seiner Commons-Dateiseite.

  • Finalmannschaften, 2. Juli 2000: Präsidentschaft der Italienischen Republik, Urheber nicht benannt, freie Nutzung bei korrekter Urheberrechtsangabe laut Commons/VRT-Bestätigung. Beobachte die historische Spielsituation vor dem Anpfiff und vermeide eine nachträgliche Siegdeutung.
  • Finale in Rotterdam, 2. Juli 2000: Präsidentschaft der Italienischen Republik, Nutzung mit Namensnennung nach Commons-VRT-Vermerk. Untersuche Inszenierung und Zuschauerkultur.
  • Italienische Fans, 2. Juli 2000: Präsidentschaft der Italienischen Republik, Nutzung mit Attribution nach Commons-VRT. Unterscheide Bildausschnitt und pauschale Aussagen über alle Fans.
  • Rotterdam, 2. Juli 2000: Someone Not Awful, CC BY-SA 4.0, Aufnahme 2000, Commons-Upload 2023. Was zeigt die Stadtansicht, und was lässt sich daraus nicht schließen?
  • Spielortkarte: Luctor, 2008, gemeinfrei gemäß Commons-Dateiseite. Beschrifte alle acht Städte.
  • Platzierungskarte: Parutakupiu, ab 2007, CC BY-SA 3.0 beziehungsweise GFDL laut Dateiseite. Erkläre die Farbcodierung und kennzeichne die Grafik als rückblickend.

Offizielle Videoquellen: Alle folgenden Aufnahmen wurden auf dem verifizierten UEFA-YouTube-Kanal veröffentlicht. Es handelt sich um urheberrechtlich geschützte Verbandsvideos, die hier über die native YouTube-Einbettung wiedergegeben und nicht als frei nachnutzbare OER-Dateien ausgegeben werden.

Rechtehinweis: Eine eingebettete YouTube-Wiedergabe ist keine Freigabe zum Herunterladen, Schneiden oder Wiederveröffentlichen. Für eigene Medienprojekte verwende ausschließlich selbst gestaltete Diagramme oder Dateien, deren jeweilige Commons-Lizenz die Nutzung erlaubt; nenne Urheber, Link, Lizenz und gegebenenfalls Bearbeitungen.


Verknüpfte Lernbereiche

Die Zusammenhänge sind fachübergreifend: Geschichte hilft bei der Einordnung von Staaten und Zeiträumen, Geografie bei den Austragungsorten, Mathematik bei Tabellen und Torquoten, Deutsch bei Quellenkritik und Argumentation, Sport bei Regeln und Technik sowie Medienbildung bei Bildrechten, Schnitt und überprüfbaren Aussagen. Verwandte MOOCwiki-Kurse und Suchbegriffe können über die internen Links gefunden werden, ohne bestehende Seiten zu verändern.


aiMOOC Projekte

Projekt 1 – Audioguide einer EM-Ausstellung: Gestalte vier Stationen zu Gastgebern, Gruppen, Halbfinale und Finale. Jede Station enthält eine überprüfte Quelle und eine Leitfrage.

Projekt 2 – Taktiklabor im Verein: Entwickle aus dem Golden Goal eine eigene Übung für Rückpässe und Torabschlüsse. Erprobe sie fair und werte Beobachtungen aus; behaupte nicht, es handle sich um historische Originaltrainings.

Projekt 3 – Digitale, rechtssichere Mediathek: Vergleiche ein zeitgenössisches Foto, eine spätere Karte und ein UEFA-Video. Dokumentiere Entstehungsdatum, Veröffentlichung, Lizenz, Aussagekraft und Beobachtungsauftrag.



Schulfach+




aiMOOCs



aiMOOC Projekte