Sehnsucht - Eichendorff, Joseph von - Gedichtanalyse
Sehnsucht - Eichendorff, Joseph von - Gedichtanalyse
Einleitung
„Sehnsucht“ ist ein Gedicht von Joseph von Eichendorff. Es erschien zuerst 1834 im Roman Dichter und ihre Gesellen. Hier arbeiten wir bewusst mit der Fassung aus Eichendorffs Sammlung Werke. Erster Theil. Gedichte von 1841. Diese Ausgabe wird oft als Ausgabe letzter Hand bezeichnet.
Das Gedicht hat 24 Verse in drei Strophen mit je acht Versen. Eine lyrische Stimme steht nachts am Fenster. Sie hört ein Posthorn und später zwei wandernde Gesellen singen. Dadurch entsteht der Wunsch, selbst aufzubrechen.
Wichtig: Die Person, die im Gedicht „ich“ sagt, ist das lyrische Ich. Sie ist nicht automatisch mit Joseph von Eichendorff gleichzusetzen.

Das Porträt zeigt Eichendorff im Jahr 1841, also im Jahr der hier verwendeten historischen Ausgabe.
Lernziele
Du kannst nach diesem aiMOOC:
- Lyrisches Ich: zwischen Autor und lyrischer Stimme unterscheiden.
- Romantik: typische Motive wie Nacht, Ferne, Wandern, Natur und Sehnsucht erkennen.
- Gedichtanalyse: Beobachtung, Textbeleg und Deutung miteinander verbinden.
- Reimschema: den Kreuzreim erkennen.
- Interpretation: erklären, wie Klänge und Bilder Fernweh erzeugen.
Quellfassung: Ausgabe von 1841
Historischer Ausgangspunkt: Joseph Freiherr von Eichendorff, Werke. Erster Theil. Gedichte, Simion, Berlin 1841, Abschnitt „Wanderlieder“. Die folgende Fassung folgt der von Zeno.org bereitgestellten Digitalisierung dieser Ausgabe.
Sehnsucht
Es schienen so golden die Sterne,
Am Fenster ich einsam stand
Und hörte aus weiter Ferne
Ein Posthorn im stillen Land.
Das Herz mir im Leib entbrennte,
Da hab’ ich mir heimlich gedacht:
Ach wer da mitreisen könnte
In der prächtigen Sommernacht!
Zwei junge Gesellen gingen
Vorüber am Bergeshang,
Ich hörte im Wandern sie singen
Die stille Gegend entlang:
Von schwindelnden Felsenschlüften,
Wo die Wälder rauschen so sacht,
Von Quellen, die von den Klüften
Sich stürzen in die Waldesnacht.
Sie sangen von Marmorbildern,
Von Gärten, die über’m Gestein
In dämmernden Lauben verwildern,
Palästen im Mondenschein,
Wo die Mädchen am Fenster lauschen,
Wann der Lauten Klang erwacht,
Und die Brunnen verschlafen rauschen
In der prächtigen Sommernacht.
Quelle: Zeno.org: „Sehnsucht“, Ausgabe 1841
Lesefassung
Diese Lesefassung verändert nicht den Sinn. Sie erklärt nur einige ältere oder schwierige Wörter.
Strophe 1:
Das lyrische Ich steht nachts allein am Fenster. Sterne leuchten. Aus der Ferne hört es ein Posthorn. Der Klang weckt starke Sehnsucht. Es möchte gern mitreisen.
Strophe 2:
Zwei junge Wanderer kommen vorbei. Sie singen von Felsen, Wäldern und Wasserfällen. Die Landschaft wirkt weit, wild und geheimnisvoll.
Strophe 3:
Ihr Lied erzählt von Marmorfiguren, verwilderten Gärten, Palästen, Mondlicht, Lautenklang und Brunnen. Die ferne Welt wirkt schön und fast wie ein Traum.
Worterklärungen:
- Gesellen: junge Männer; hier Wandernde.
- Felsenschlüfte: tiefe, enge Felsspalten oder Täler.
- Klüfte: Spalten im Fels.
- Lauben: von Pflanzen umgebene oder überdachte Gartenplätze.
- Laute: altes Saiteninstrument.
- verschlafen rauschen: bildhafte Beschreibung für ein ruhiges, träges Geräusch.
Hören und Sehen
Ein wichtiges Signal im Gedicht ist das Posthorn. Sein Klang kommt „aus weiter Ferne“ und löst den Reisewunsch aus.

Hörbeispiel eines Posthornsignals:
Das Hörbeispiel ist ein modernes Posthornsignal. Es ist keine historische Aufnahme aus Eichendorffs Zeit. Es hilft nur dabei, sich den Klang eines Posthorns vorzustellen.
Nacht und Mond als Bild der Romantik
In der Romantik erscheinen Nacht, Mond und Ferne oft als Räume für Gefühle, Träume und Sehnsucht.

Vergleiche das Bild mit dem Gedicht: Menschen schauen oder hören in eine Ferne, die sie nicht vollständig erreichen können.

Die Mondphasen-Animation stammt von der NASA. Sie erklärt Astronomie, nicht das Gedicht. Im aiMOOC zeigt sie, dass „Mondenschein“ zugleich reale Natur und poetisches Bild sein kann.
Wald, Felsen und Wasser
Die zweite Strophe ist voller Bewegung und Geräusche: Wälder „rauschen“, Quellen „stürzen“.

Das Gemälde entstand ungefähr in Eichendorffs Zeit. Es zeigt eine wilde Wald- und Wasserlandschaft. Das ist kein Bild zum Gedicht selbst, aber es hilft beim Vergleich romantischer Naturvorstellungen.
Gedicht verstehen
Strophe 1: Stillstehen und Aufbrechen wollen
Das lyrische Ich steht „am Fenster“ und ist „einsam“. Es bewegt sich zunächst nicht. Gleichzeitig hört es etwas aus der Ferne.
Der Satz „Ach wer da mitreisen könnte“ zeigt einen Wunsch. Die Spannung ist klar:
Hier bleiben ↔ in die Ferne reisen
Lernpunkt: Sehnsucht entsteht oft, wenn ein Mensch etwas stark wünscht, das gerade nicht erreichbar ist.
Strophe 2: Die Wandernden bringen die Ferne näher
Die zwei Gesellen sind bereits unterwegs. Sie tun also genau das, was das lyrische Ich sich wünscht.
Ihr Lied erzählt von:
- Felsen
- Wäldern
- Quellen
Die Natur ist nicht still. Sie klingt und bewegt sich. Dadurch wirkt die Ferne lebendig.
Textbeleg: „Wo die Wälder rauschen so sacht“
Deutung: Das Geräusch der Natur wird Teil des Liedes. Hören verbindet das lyrische Ich mit einer Welt außerhalb seines Fensters.
Strophe 3: Die Ferne wird traumhaft
Nun erscheinen Gärten, Marmorfiguren und Paläste. Diese Bilder wirken künstlicher und märchenhafter als die wilde Natur der zweiten Strophe.
Dazu kommen wieder Klänge:
- „der Lauten Klang“
- „die Brunnen ... rauschen“
Die Ferne wird deshalb nicht nur gesehen, sondern auch gehört.
Mögliche Interpretation: Das lyrische Ich sehnt sich nicht nach einem genau genannten Reiseziel. Die Ferne wird als schöne Wunschwelt gestaltet.
Form
Das Gedicht besteht aus drei Strophen mit je acht Versen.
Das Reimschema folgt in jeder Strophe im Grundmuster eines Kreuzreims: ababcdcd.
Beispiel aus der ersten Strophe:
Sterne (a)
stand (b)
Ferne (a)
Land (b)
Die regelmäßigen Reimverbindungen unterstützen den liedhaften Eindruck.
Wichtig: Form allein ist noch keine Deutung. Erst mit einem Textbeleg kannst Du erklären, welche Wirkung eine Form haben kann.
Sprache und Motive
Sehnsucht
Der Titel nennt das Hauptgefühl. Im Gedicht wird Sehnsucht nicht erklärt. Sie wird durch eine Situation gezeigt: Ein Mensch bleibt am Fenster, hört die Ferne und möchte mitreisen.
Ferne
Das Wort „Ferne“ steht schon in Vers 3. Die Ferne ist nicht genau benannt. Gerade deshalb kann sie zur Projektionsfläche für Wünsche werden.
Nacht
Die „prächtige Sommernacht“ steht am Ende der ersten und der dritten Strophe. Diese Wiederholung verbindet Anfang und Ende.
Musik und Geräusch
Posthorn, Gesang, Waldesrauschen, Lautenklang und Brunnenrauschen machen das Gedicht besonders hörbar.
Merksatz: Nicht nur Bilder, sondern auch Klänge tragen die Sehnsucht.
Autor, lyrisches Ich und Interpretation
Autor: Joseph von Eichendorff ist die historische Person, die das Gedicht schrieb.
Lyrisches Ich: Die Stimme im Gedicht sagt „ich“. Über ihre genaue Biografie erfahren wir nichts.
Interpretation: Eine Deutung ist eine begründete Lesart. Sie muss am Text überprüfbar sein.
Nicht gut: „Eichendorff ist traurig, weil er nicht reisen darf.“
Besser: „Das lyrische Ich wirkt sehnsüchtig, weil es am Fenster bleibt und denkt: ‚Ach wer da mitreisen könnte‘.“
Gestufte Hilfen zur Gedichtanalyse
Hilfe 1: Beobachten
Frage Dich:
- Wer spricht?
- Wo befindet sich die Stimme?
- Was sieht oder hört sie?
- Welche Wörter fallen besonders auf?
Hilfe 2: Belegen
Nutze kurze Zitate.
Satzstarter:
Das erkennt man an den Worten „...“.
In Vers ... heißt es „...“.
Hilfe 3: Deuten
Verbinde Beobachtung und Wirkung.
Satzstarter:
Das kann zeigen, dass ...
Dadurch wirkt ...
Der Gegensatz zwischen ... und ... macht deutlich, dass ...
Hilfe 4: Einen Analyseabsatz schreiben
Baue einen kurzen Absatz so:
Aussage → Textbeleg → Erklärung
Beispiel:
Das lyrische Ich möchte aus seiner stillen Situation aufbrechen. Das zeigt der Wunsch „Ach wer da mitreisen könnte“. Während die Gesellen wandern, bleibt das lyrische Ich am Fenster. So entsteht ein Gegensatz zwischen Stillstand und Bewegung.
Video-Hilfen
Das folgende Video erklärt am Beispiel von Eichendorffs „Sehnsucht“, wie man das Thema eines Gedichts findet:
Eine weitere Erklärung untersucht Beobachtungen, Gedanken und Gefühle im Gedicht:
Hinweis: Die Videos sind Zusatzmaterial. Prüfe Aussagen immer am Wortlaut der historischen Fassung.
Zitiergestütztes Lesequiz
Beantworte die Fragen nur mit Hilfe des Gedichts. Schreibe zu jeder Antwort einen kurzen Textbeleg.
- Wo befindet sich das lyrische Ich am Anfang? Hilfe: Suche in Vers 2.
- Welches Geräusch hört das lyrische Ich zuerst? Hilfe: Suche in Vers 4.
- Welcher Satz zeigt den Wunsch nach Bewegung? Hilfe: Suche in Vers 7.
- Wer kommt in der zweiten Strophe vorbei? Hilfe: Suche in Vers 9.
- Welche zwei Naturgeräusche findest Du in Strophe 2? Hilfe: Achte auf Wald und Wasser.
- Welche Bauwerke werden in Strophe 3 genannt? Hilfe: Suche nach einem Wort im Plural.
- Welches Instrument erklingt in der dritten Strophe? Hilfe: Suche in Vers 22.
- Welche Verszeile wird am Schluss fast genau wiederholt? Vergleiche Vers 8 und Vers 24.
Lernpunkte mit Multiple Choice
Wer spricht innerhalb des Gedichts in der Ich-Form? (Das lyrische Ich) (!Der Herausgeber von 1841) (!Der Sprecher des YouTube-Videos) (!Der Maler Caspar David Friedrich)
Wie viele Verse hat „Sehnsucht“? (24) (!18) (!20) (!32)
Wie viele Strophen hat das Gedicht? (Drei) (!Zwei) (!Vier) (!Sechs)
Was hört das lyrische Ich in der ersten Strophe? (Ein Posthorn) (!Eine Glocke) (!Eine Geige) (!Meeresrauschen)
Welcher Gegensatz ist für die erste Strophe besonders wichtig? (Stillstehen und reisen wollen) (!Tag und Mittag) (!Stadt und Schule) (!Winter und Frühling)
Welches Reimschema prägt die Strophen? (Kreuzreim) (!Paarreim) (!Umarmender Reim) (!Kein Reim)
Welche Landschaft gehört zur zweiten Strophe? (Felsen Wälder und Quellen) (!Hafen Schiffe und Meer) (!Felder Scheunen und Mühlen) (!Straßen Fabriken und Bahnhöfe)
Welches Instrument wird in der dritten Strophe genannt? (Laute) (!Klavier) (!Trompete) (!Trommel)
Welche Aussage ist methodisch richtig? (Eine Interpretation soll mit Textstellen begründet werden) (!Das lyrische Ich ist immer der Autor) (!Nur die Biografie erklärt ein Gedicht) (!Ein Reimschema beweist allein die Bedeutung)
Welche Epoche passt zu Eichendorffs „Sehnsucht“? (Romantik) (!Expressionismus) (!Neue Sachlichkeit) (!Dadaismus)
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Wie beginnt die Situation des Gedichts? (Das lyrische Ich steht nachts allein am Fenster) (!Das lyrische Ich fährt mit einer Kutsche) (!Zwei Mädchen wandern durch einen Wald) (!Ein Musiker spielt in einem Schloss)
Was löst zuerst die Sehnsucht nach dem Reisen aus? (Der Klang eines Posthorns aus der Ferne) (!Ein Brief aus einer Stadt) (!Ein Gemälde im Zimmer) (!Ein Gespräch mit einem Freund)
Wer wandert am lyrischen Ich vorbei? (Zwei junge Gesellen) (!Zwei Soldaten) (!Drei Kinder) (!Vier Händler)
Wovon singen die Gesellen in der zweiten Strophe? (Von Felsen Wäldern und Quellen) (!Von Schulstunden und Büchern) (!Von Schiffen und Inseln) (!Von Schnee und Eis)
Welche Wirkung hat der Ausdruck prächtige Sommernacht? (Er gestaltet die Nacht als besonders schön und anziehend) (!Er beschreibt einen gefährlichen Sturm) (!Er erklärt eine Jahreszahl) (!Er nennt einen genauen Ort)
Welche Aussage über das lyrische Ich ist richtig? (Es ist eine Stimme im Gedicht) (!Es ist immer identisch mit Eichendorff) (!Es ist der Verleger Simion) (!Es ist einer der beiden Gesellen)
Was wiederholt sich am Ende des Gedichts? (Das Bild der prächtigen Sommernacht) (!Der Name Eichendorff) (!Das Wort Gedicht) (!Die Jahreszahl 1841)
Welche Sinneswahrnehmung ist besonders wichtig? (Das Hören) (!Das Schmecken) (!Das Riechen) (!Das Tasten)
Was ist ein guter Textbeleg? (Ein kurzes passendes Zitat aus dem Gedicht) (!Eine erfundene Szene) (!Eine Meinung ohne Begründung) (!Eine Zeile aus einem anderen Gedicht)
Welche Deutung passt gut zum Gedicht? (Die Ferne wird als verlockende Wunschwelt gestaltet) (!Die Reise wird nur als gefährlich dargestellt) (!Das Gedicht handelt vor allem von Unterricht) (!Das lyrische Ich lehnt Natur ab)
Memory
| lyrisches Ich | Stimme im Gedicht |
| Posthorn | Signal aus der Ferne |
| Kreuzreim | abab |
| Gesellen | Wandernde junge Männer |
| Laute | Saiteninstrument |
| Sehnsucht | starker Wunsch nach etwas Fernem |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Fenster | Ort des lyrischen Ichs am Anfang |
| Posthorn | erster Klang aus der Ferne |
| Gesellen | vorbeiziehende Wanderer |
| Quellen | bewegtes Wasser in der zweiten Strophe |
| Laute | Instrument in der dritten Strophe |
Kreuzworträtsel
| Fenster | Wo steht das lyrische Ich am Anfang? |
| Posthorn | Welches Signal hört das lyrische Ich? |
| Gesellen | Wer zieht am Bergeshang vorüber? |
| Quellen | Was stürzt sich von den Klüften? |
| Laute | Welches Saiteninstrument wird genannt? |
| Sehnsucht | Welches Gefühl nennt der Titel? |
LearningApps
Lückentext
Offene Schreibaufgaben
Leicht
- Textbeleg: Schreibe drei Sätze darüber, warum das lyrische Ich reisen möchte. Nutze ein kurzes Zitat.
- Bildbeschreibung: Wähle eines der Commons-Bilder im aiMOOC. Nenne zwei Dinge, die zum Gedicht passen, und eine Sache, die nicht im Gedicht vorkommt.
- Klangwörter: Sammle fünf Wörter aus dem Gedicht, die mit Hören zu tun haben. Schreibe danach einen Satz über ihre Wirkung.
- Perspektivwechsel: Schreibe vier Sätze aus der Sicht eines der beiden Gesellen.
Standard
- Gedichtanalyse: Schreibe einen Absatz nach dem Muster Aussage – Textbeleg – Erklärung zum Gegensatz von Stillstand und Bewegung.
- Romantik: Erkläre mit zwei Textstellen, warum Nacht und Ferne für die Stimmung wichtig sind.
- Vergleich: Vergleiche die zweite und dritte Strophe. Welche Welt wirkt natürlicher, welche traumhafter? Begründe.
- Hörszene: Beschreibe die erste Strophe als Hörspielplan. Notiere Stimme, Posthorn, Stille und mögliche Geräusche. Produziere noch keine Aufnahme.
Schwer
- Interpretationshypothese: Prüfe die Aussage: „Das eigentliche Reiseziel des Gedichts ist nicht ein Ort, sondern ein Gefühl.“ Nutze mindestens drei Textbelege.
- Fenstermotiv: Untersuche das Fenster als Grenze zwischen Innen und Außen. Erkläre, wie es die Sehnsucht verstärkt.
- Medienvergleich: Vergleiche „Sehnsucht“ mit dem Bild „Zwei Männer in Betrachtung des Mondes“. Trenne genau zwischen Beobachtung und Interpretation.
- Historische Sprache: Wähle vier Formulierungen aus der Quellfassung von 1841. Erkläre sie in heutigem Deutsch, ohne die poetische Wirkung vollständig zu ersetzen.


Lernkontrolle
- Stillstand und Bewegung: Erkläre, wie der Gegensatz zwischen dem stehenden lyrischen Ich und den wandernden Gesellen das Thema Sehnsucht trägt.
- Klang und Bedeutung: Zeige an drei Beispielen, wie Geräusche die Vorstellung von Ferne erzeugen.
- Natur und Wunschwelt: Vergleiche die Landschaften in Strophe 2 und 3. Entwickle daraus eine Deutung.
- Lyrisches Ich und Autor: Erkläre an einem Beispiel, warum man Aussagen des lyrischen Ichs nicht automatisch als biografische Aussagen Eichendorffs lesen darf.
- Form und Wirkung: Untersuche, wie Wiederholung und Reim den liedhaften Charakter unterstützen. Begründe vorsichtig und mit Textbelegen.
- Transfer: Beschreibe eine heutige Situation, in der ein Geräusch oder Bild Fernweh auslösen kann. Vergleiche sie anschließend mit dem Gedicht.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:
- den Inhalt der drei Strophen kurz wiedergeben kannst,
- Autor und lyrisches Ich unterscheidest,
- mindestens drei passende Textstellen zitierst,
- das Reimschema erkennst,
- zentrale Motive wie Ferne, Nacht, Wandern und Natur erklärst,
- eine Deutung mit Beobachtung und Textbeleg begründest,
- die historische Fassung von 1841 als Textgrundlage benennst.
OERs zum Thema
Wikipedia zum Gedicht:
Wikipedia zu Joseph von Eichendorff:
Quellen und Mediennachweise
Textquellen:
- Zeno.org: Joseph von Eichendorff, „Sehnsucht“, Gedichte, Ausgabe 1841
- Wikisource: „Sehnsucht“ nach der Ausgabe von 1864 – als zusätzliche Kontrollquelle; diese Seite ist nicht die hier maßgebliche Ausgabe von 1841.
- Wikipedia: „Sehnsucht (Eichendorff)“ – Hintergrund zu Erstveröffentlichung und Form.
Wikimedia Commons – Bilder, Audio und Animation:
- Joseph Freiherr von Eichendorff (1841).jpg – Radierung von Eduard Eichens; Reproduktion: Foto H.-P. Haack; CC BY-SA 3.0.
- Pocket Post Horn in G – Metropolitan Museum of Art; CC0.
- Postbus Posthorn a fis a d – Freund der Berge; CC BY 3.0; Lizenz auf Commons geprüft.
- Zwei Männer in Betrachtung des Mondes – Caspar David Friedrich; gemeinfreies Werk.
- Forest Interior with a Waterfall – André Giroux; National Gallery of Art; CC0.
- Moon phase animated.gif – NASA; Public Domain in den USA.
YouTube:
- Schnell durchblicken: Thema eines Gedichts erkennen – Beispiel „Sehnsucht“
- Schnell durchblicken: Eichendorff, „Sehnsucht“ – Beobachtungen, Gedanken und Gefühle
Rechtehinweis: Die eingebundenen Commons-Medien wurden über ihre jeweiligen Dateiseiten auf freie Lizenz oder Gemeinfreiheit geprüft. Namensnennungen und Lizenzangaben stehen oben. Die YouTube-Videos werden nur eingebettet; ihre Rechte verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern.
Verknüpfte Lernbereiche
aiMOOC-Projekte
Schulfach+


aiMOOCs


aiMOOC Projekte


NEWSLernweltNOAH fragen