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Praxisauftrag und Kompetenzcheck - Handzuginstrumentenmacher - 3. Ausbildungsjahr

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Praxisauftrag und Kompetenzcheck - Handzuginstrumentenmacher - 3. Ausbildungsjahr

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Einleitung

Du übernimmst im dritten Ausbildungsjahr einen vollständigen berufstypischen Jahresauftrag aus dem Handzuginstrumentenbau. An einem ausdrücklich fiktiven Akkordeonauftrag durchläufst du Informieren, Planen, Entscheiden, Durchführen, Kontrollieren und Bewerten: Du klärst Kundenanforderungen, prüfst Material- und Informationsfluss, grenzt Fehler ein, kalkulierst den Aufwand, beurteilst Klang und Oberflächen und übergibst eine überprüfbare Qualitätsdokumentation. Diese Handlung verknüpft die vier Bereiche Werkstoffe und Fertigungsplanung für Kundenaufträge, Fertigung und Instandsetzung von Handzuginstrumenten, Klang und musikalische Beurteilung sowie Oberflächenbehandlung und Qualität.

Lernziel: Du kannst einen berufstypischen Auftrag analysieren, planen, begründet und sicher bearbeiten beziehungsweise modellhaft simulieren, nachprüfen und dokumentieren. Am Kursende liegen eine datensparsame Auftragsmappe mit Arbeitsplan, Fachrechnung, Fehlerhypothesen, Messprotokoll, Qualitätsentscheidung, Kundenbericht und eine Reflexion vor.

Rechtlicher Bezug: Das aktuelle BIBB-Profil führt die Ausbildung im Handwerk mit 36 Monaten und die Ausbildungsordnung vom 27. Januar 1997. Sie enthält unter anderem Prüfen, Messen, Fertigung, Reparatur, Stimmen und Endkontrolle. „Aktuelles Berufsprofil“ bedeutet nicht, dass die zugrunde liegende Verordnung neuer ist. Beachte ergänzend den betrieblichen Ausbildungsplan, die zuständige Handwerkskammer und den geltenden Landeslehrplan. Dieser Kurs ersetzt weder diese Grundlagen noch eine amtliche Prüfung oder Prüfungszulassung.

Sicherheit und Datenschutz: Gefährliche Maschinen-, Schleif-, Löt-, Kleb-, Stimmzungen- und Oberflächenarbeiten sind ausschließlich mit betrieblicher Freigabe, Unterweisung und befugter Aufsicht zulässig. Für alle Arbeitsschritte existiert eine Alternative aus Papiermodell, Bildkarten, fiktiver Stückliste und synthetischen Messwerten, die ohne Werkstattgefahren auskommt. Keine echten Kunden-, Betriebs- oder Schülerdaten erfassen oder veröffentlichen.

Ein Klavierakkordeon im Überblick: Diskant, Balg und Bassseite. Quelle: Wikimedia Commons, Necz0r, vom Urheber gemeinfrei freigegeben.


Auftragsannahme, Kundenkommunikation und Planung


Symptome klären und überprüfbare Kundenanforderungen formulieren

Ein Handzuginstrument wie Akkordeon, Bandoneon oder Konzertina erzeugt Schall mittels Luftströmung und frei schwingender Stimmzungen. Für den Gesamtklang wirken Balg, Stimmplatte, Stimmstock, Ventile, Tastenmechanik, Register und Gehäuse zusammen. Wird ein Akkordeon als „luftundicht und unsauber klingend“ angemeldet, ist das eine Symptombeschreibung, keine sichere Ursachendiagnose. Luftverlust kann beispielsweise an Balg, Anschluss, Dichtung, Klappen oder Ventilen entstehen. Ein einzelner auffälliger Ton kann an Stimmung, Ventilfunktion, Ansprechen oder Prüfsituation liegen.

Zur Auftragsklärung gehört eine verständliche, nicht suggestive Nachfrage: Bei welcher Balgrichtung tritt die Auffälligkeit auf? Welche Register sind betroffen? Seit wann besteht sie? Welche Eingriffe wurden bereits vorgenommen? Was muss aus Kundensicht nach Abschluss nachweislich funktionieren? Welche Grenzen gelten für die Freigabe weiterer Kosten und für historische Originalsubstanz? Technische Zeichnungen, Auftragsbeschreibung und Referenzaufnahmen dürfen nur verwendet werden, wenn ihre Nutzung zulässig ist.

Übersetze den Auftrag in Sollkriterien: Der gewählte Knopf kehrt nach Betätigung zuverlässig zurück; die Luftdichtheit erfüllt das im Auftrag festgelegte, nicht zerstörende Prüfverfahren; die gewünschte Referenzstimmung und Klangcharakteristik sind dokumentiert; die Oberfläche weist keine neu entstandenen Schäden auf. Die Zahlen in diesem Kurs sind Modellannahmen, keine allgemeingültigen handwerklichen Normtoleranzen.


Vollständige Handlung und Informationsfluss

Phase Entscheidung Nachweis
Informieren Symptome und Bauart einordnen, Kundenerwartung verstehen Anonymisiertes Annahmeblatt
Planen Materialien, Werkzeuge, Prüfungen, Zeit und Risiken festlegen Arbeitsplan und Stückliste
Entscheiden Fehlerhypothesen vergleichen und Eingriffsfreigabe einholen Begründete Diagnoseentscheidung
Durchführen Ausschließlich freigegebene beaufsichtigte Maßnahme oder Modellarbeit Tätigkeitsprotokoll
Kontrollieren Soll-Ist-Vergleich für Funktion, Klang und Optik Mess- und Qualitätsprotokoll
Bewerten Abweichungen, Preis, Restunsicherheit und Übergabe erklären Abschlussbericht und Reflexion

Die Information wandert aus dem Kundengespräch in die Arbeitskarte, aus der Diagnose in die Materialanforderung, aus dem Lager in die Montageplanung und aus der Endkontrolle in den Übergabebericht. Dazu gehört ein eindeutiger Versionsstand der digitalen Arbeitskarte. Eine Fehlerhypothese ist eine prüfbare Vermutung; ein Befund ist eine tatsächlich festgestellte Beobachtung. Typischer Fehler: eine Dichtung ohne Ursachennachweis ersetzen und erst danach feststellen, dass ein Ventil nicht richtig schließt.

Datensparsamkeit: Benenne Lehrfälle mit fiktiven Nummern wie K-03. Technische Messreihen enthalten keine Namen, Adressen, Privatgespräche, Seriennummern realer Kundeninstrumente oder Unterrichtsdaten. Für einen echten Betrieb gelten die dortigen Freigaben und Löschkonzepte.


Werkstoffe, Mengenberechnung und Fertigungsplanung


Bauteile, Werkstoffe und Verarbeitungsverfahren

Stimmstöcke bestehen abhängig von Konstruktion und Hersteller aus ausgewähltem Holz oder Holzwerkstoffen. Dabei sind Maßhaltigkeit, Feuchteeinfluss, Luftkanäle und passgenaue Aufnahme der Stimmplatten wichtig. Stimmplatten und Stimmzungen sind metallische Funktionsbauteile; schon kleine Veränderungen können mechanisches Ansprechen und Klang verändern. Der Balg vereinigt flexible und feste Schichten sowie Verbindungen; bei Reparaturen zählt eine zur vorhandenen Konstruktion passende Dichtung, nicht ein optisch ähnlich aussehendes Universalband. Leder, textile Werkstoffe, Pappe, Beschichtungen, Klebstoffe und eventuell historische Materialien erfordern genaue Materialprüfung.

Werkstoffauswahl bedeutet: Bauteilfunktion bestimmen → Originalkonstruktion, Abmessungen und Materialverträglichkeit klären → zulässige Lieferware und Herstellerhinweise prüfen → ökologische und wirtschaftliche Folgen vergleichen → Bestellung und Rückverfolgbarkeit dokumentieren. Wichtige Kriterien sind Verschleißbeständigkeit, Flexibilität, Haftung, Luftdichtheit, Reparierbarkeit und schonender Umgang mit Originalsubstanz. Es gibt nicht für jedes historische Instrument denselben zulässigen Klebstoff oder dieselbe Reinigung.

Historische Balg- und Knopfdetails zur Erläuterung der mechanischen Anschlüsse; Foto: Jorge Royan, CC BY-SA 3.0.


Stückliste, Arbeitsfolge und sichere Materialbereitstellung

Die Stückliste enthält Artikel, Menge, Einheit und Verwendungszweck. Die Arbeitsfolge beschreibt, wann welche Handlung und Gegenkontrolle erfolgt. Ein Prüfpunkt verhindert, dass nach einem ungesicherten Arbeitsschritt teure oder irreparable Folgearbeiten beginnen. Vor Tätigkeitsbeginn sind Lagerbestand, Herstellerkompatibilität, Gefährdungsbeurteilung, Werkzeugzustand und freigegebene Sicherheitsunterweisung zu prüfen.

Bedarf im Modellfall K-03 Funktion Nachweismittel
Dichtstreifen, Modellmenge Veranschaulicht Anschlussabdichtung Mengenrechnung und Materialkarte
Papierbalg mit Markierung Stellt Prüfzonen ungefährlich dar Papiermodell und Fotodokumentation
Mechanikkarten Unterscheidet Taste, Klappe und Rückstellung Fehlerbaum
Digitaler Ton-Datensatz Simuliert Frequenzmessungen Rechenweg und Soll-Ist-Tabelle
Oberfläche auf Fotokarte Prüft optische Veränderungen Vorher-Nachher-Vergleich ohne reale Bearbeitung


Fachrechnung und Materialfluss am Balganschluss

Maßannahme: Ein rechteckiger Anschluss hat die Seitenlängen 30 cm und 20 cm. Sein theoretischer Umfang beträgt U = 2 × (30 cm + 20 cm) = 100 cm = 1,00 m. Bei 15 % kalkulatorischem Zuschlag für Verschnitt ergibt sich 1,00 m × 1,15 = 1,15 m. Als bestellbare Einheit wird im Beispiel 1,20 m ausgewählt. Ob dies bei einem tatsächlichen Instrument geometrisch, technisch und nach Lieferbedingungen richtig ist, entscheidet die fachliche Prüfung.

Angenommener Materialpreis 2,80 €/m: 1,20 m × 2,80 €/m = 3,36 €. Weitere fiktive Hilfsstoffe 4,50 € und geeignete Oberflächenpflege 2,00 €: Materialsumme 3,36 € + 4,50 € + 2,00 € = 9,86 €. Für 3,50 Arbeitsstunden zu beispielhaft 45,00 €/h entstehen 3,50 × 45,00 € = 157,50 €. Beispielnetto 9,86 € + 157,50 € = 167,36 €. Nur unter der Annahme von 19 % Umsatzsteuer: 167,36 € × 0,19 = 31,7984 € ≈ 31,80 €; rechnerisches Brutto 199,16 €. Eine reale Werkstatt berücksichtigt ihre eigenen Steuerregeln, Materialzuschläge, Gemeinkosten und gegebenenfalls anders zu kalkulierende Leistungen; dies ist keine Preisvorgabe.

Typische Fehler: Prozentzuschlag mit Zentimetern verwechseln; Bedarf und Bestellmenge gleichsetzen; 3,50 h als 3 h 50 min lesen; Beträge netto und brutto addieren. Dokumentiere Bestellung, Materialentnahme, ungenutzte Restlänge und die umweltgerechte Entsorgung oder Weiterverwendung. Digitale Stücklisten mit Versionsangabe sparen Doppelbestellungen.


Diagnose, Instandsetzung und Arbeitssicherheit


Fehleranalyse vor jeder Maßnahme

Ein Fehlerbaum ordnet Symptome zu mehreren möglichen Ursachen und passenden Prüfungen. Beispiel „unbeabsichtigter Luftverlust“: Balgschaden, Anschlussdichtung, klappenbedingter Luftweg, Ventilleck oder falsche Prüfsituation. Beispiel „Taste reagiert verzögert“: mechanische Reibung, behinderte Rückstellung, beschädigter Anschlag oder Verschmutzung. Beispiel „Ton wirkt instabil“: Stimmungsabweichung, Registerschwebung, ungleichmäßiger Luftstrom oder mangelhafte Ventilfunktion. Prüfe zuerst zerstörungsfrei und unter definierten Bedingungen. Begründe, weshalb eine Alternative ausscheidet, statt Bauteile auf Verdacht auszutauschen.

Vereinfachte Grafik von Tastenmechanik und Luftweg beim Ziehen und Drücken: Necz0r, CC BY-SA 3.0.

Mechanische Bauteile der Bassseite: Guilhermebozo, gemeinfrei.

Beobachtung Mindestens zwei mögliche Erklärungen Fachlich begründeter nächster Schritt
Luftgeräusch beim Balgen Anschlussdichtung oder undichte Klappe Freigegebene nicht zerstörende Eingrenzung mit dokumentiertem Prüfzustand
Schwergängiger Knopf Reibstelle oder Rückstellmechanik Sicht- und Funktionsvergleich durch befugte Fachkraft
Unterschiedlicher Klang bei Registerwechsel Beabsichtigte Schwebung oder technische Auffälligkeit Vergleich pro Register unter gleicher Referenz- und Luftsituation
Fleck auf Oberflächenfinish Mechanische Abnutzung oder Materialunverträglichkeit Oberfläche identifizieren; keine spontane Lösemittelbehandlung

Arbeitsplan statt Rezept für riskante Eingriffe: Nach Diagnose die freigegebene Maßnahme und Materialverträglichkeit klären; nur geeignete Hilfsmittel einsetzen; Veränderungen protokollieren; Zwischen- und Endprüfung durchführen. Das Ausbauen und Bearbeiten von Stimmzungen, Löten, Maschinenbearbeitung, Erwärmen historischer Kunststoffe, Spritzlackieren und Arbeiten mit Gefahrstoffen sind ausdrücklich keine unbeaufsichtigten Aufgaben. Ein konkreter Eingriff richtet sich nach Herstellerinformationen, Fachanweisung, Schutzkonzept und Aufsicht.


Gesundheit, Umwelt, Nachhaltigkeit und digitale Dokumentation

Holzstaub kann die Gesundheit schädigen, insbesondere beim Schleifen; er darf nicht einfach abgeblasen oder trocken aufgekehrt werden. Geeignete Erfassung und geprüfte staubarme Reinigungsverfahren folgen der Gefährdungsbeurteilung, den aktuellen einschlägigen TRGS/DGUV-Informationen sowie Maschinenanleitungen. Gefahrstoffe wie Klebstoffe, Lösemittel und Beschichtungen verlangen Prüfung von Sicherheitsdatenblatt, Lüftung, Brandschutz und Entsorgung. Scharfe Metallteile erfordern sichere Ablage; an drehenden Maschinen sind unpassende Handschuhe selbst gefährlich. Zu berücksichtigen sind auch Lärmexposition und ergonomische Arbeitshöhe. Die Ausbildungsaufsicht entscheidet über zulässige reale Tätigkeiten.

Nachhaltigkeit im Instrumentenbau heißt: reparaturwürdige Baugruppen erhalten, Ersatzmaterial maßgenau planen, verträgliche Verfahren wählen, Verschnitt vermeiden, Energie bei Prüfungen verantwortungsvoll nutzen und gefährliche Reste separat entsorgen. Historische Oberflächen oder alte Kunststoffe niemals ohne Materialkenntnis bearbeiten. Digitale Mess- und Materialprotokolle erleichtern Rückverfolgbarkeit, ersetzen aber keine handwerkliche Endkontrolle.

Sichere Praxisalternative: Nutze vorgefaltete Papierstreifen und Pappe als Balgmodell, Kennkarten statt realer Stimmplatten, neutrale Fotografien statt wertvoller Originalinstrumente sowie synthetische Frequenzdaten statt einer realen Stimmung. Die einzige „Bearbeitung“ besteht aus Markieren, Papierzuordnung, ungefährlichem Zusammenstellen und Rechnen. Es sind weder Maschine, spitze Werkzeuge, Gefahrstoff, Druckluft noch akustisch laute Prüfsignale erforderlich. Die gleichen Planungs-, Diagnose-, Kontroll- und Kommunikationskompetenzen sind so überprüfbar.


Klang, Oberfläche und Qualitätsentscheidung


Messwerte musikalisch verstehen

Eine frei schwingende Stimmzunge wird durch den Luftstrom zum Schwingen angeregt. Die Schwingungsfrequenz wird in Hertz gemessen; ein Klangurteil umfasst zusätzlich Ansprache, Nebengeräusche, Registerwirkung, dynamische Gleichmäßigkeit und bewusst gewählte Schwebungen. Bei Tremolo können mehrere leicht verschieden gestimmte Chöre gleichzeitig klingen. Ein Mobiltelefon oder Stimmgerät liefert daher nicht automatisch ein endgültiges Urteil über das ganze Instrument. Notiere Register, Balgrichtung, Prüfpegel, Referenzfrequenz und vergleichbare Bedingungen.

Der Tonhöhenabstand zweier Frequenzen in Cent lautet c = 1200 × log₂(f_ist / f_soll). Beispiel: Vereinbarte Referenz 440,0 Hz, gemessen 441,8 Hz. Verhältnis 441,8 / 440,0 ≈ 1,00409; daraus c ≈ +7,07 Cent. Das Pluszeichen heißt, der gemessene Ton liegt höher. Die im Übungsauftrag festgelegte Toleranz beträgt ±5 Cent; der Wert erfüllt sie nicht. Ein hypothetischer Messwert von 440,3 Hz entspräche ca. +1,18 Cent und läge innerhalb dieser Beispielgrenze. Dies ist keine allgemeine Werkstattnorm; die vorliegende Klangkonzeption, Stimmen des Instruments und Herstellerregeln sind maßgeblich. Ein befugter Fachmensch muss die Ursachen und eine eventuelle Stimmkorrektur verantworten.

Geöffnetes Knopfakkordeon und Stimmzungen im Detail: Foto Nathan McKnight, CC BY-SA 2.5.

Prüfprotokoll: Referenz, drei vergleichbare Messungen, Register, Luftbedingung, Beobachtung, Unsicherheit und Entscheidung „freigeben“, „nachmessen“ oder „beaufsichtigte Nacharbeit erforderlich“. Unterschiedliche Register oder bewusst gewünschte Schwebungen müssen separat beurteilt werden. Ein freies Hörbeispiel zum Einfluss der Balgführung: AccordionBellowsSounds.ogg, von Necz0r als gemeinfrei freigegeben.


Oberfläche schützen und Endkontrolle strukturieren

Oberflächenbehandlung dient Schutz, Ästhetik und Werterhalt. Prüfe zunächst, ob der Befund eine reine Gebrauchsspur, ein neuer Schaden, eine gefährdete Schicht oder nur ein Schmutzfilm ist. Ohne Kenntnis des Werkstoffs und vorhandenen Lacks kein abrasives Polieren, Erwärmen oder Lösemittelverwenden. Auswahl und Entsorgung von Reinigungs- und Pflegeprodukten nach Betriebsvorgaben und Herstellerangaben. Bei alten Instrumenten hat die Erhaltung der Originalsubstanz gegebenenfalls Vorrang vor optisch gleichmäßigem Neuglanz.

Die technische Endkontrolle prüft Funktion, Passung, Dichtheit und Rückstellung. Die musikalische Endkontrolle beurteilt Klang, Tonhöhe, Registerwirkung und Ansprechverhalten. Die optische Endkontrolle bewertet Oberfläche, Sauberkeit und neue Schäden. Jede Abweichung wird begründet, nicht mit einer guten Leistung in einem anderen Prüffeld verrechnet. Typischer Fehler: Ein rechnerisch korrekter Ton wird als vollständige Reparatur gewertet, obwohl noch ein Luftwegfehler besteht.


Vollständiger Praxisfall K-03 mit Arbeitsplan und Kompetenzraster


Jahresauftrag: Eingang, Planung und Umsetzung im Modell

Fiktive Situation: Für ein anonymisiertes Akkordeon wird ein schwergängiger Diskantknopf, vermeintlicher Luftverlust am Balganschluss und unruhige Stimmung gemeldet. Die Kundenseite wünscht eine Diagnose, einen vor Zusatzarbeiten freizugebenden Aufwand und verständliche Endkontrolle. Die Lernenden nutzen Bildkarten, ein ungefährliches Papierbalgmodell und nachfolgende künstliche Messwerte. Es werden weder echte Kundeninstrumente noch vertrauliche Daten benutzt.

Auftragsziele: Definiere die zu beobachtende Tastenrückstellung, die fachliche Dichtheitsprüfung nach betrieblichem Verfahren, einen für das Beispiel verabredeten Referenzton von 440 Hz mit ±5 Cent, eine schadenfreie Oberfläche und einen begrenzten Kostenrahmen. Kein Eingriff darf aufgrund bloßer Vermutung erfolgen.

Phase, Zeit Konkreter Arbeitsschritt Prüfbarkeit
Annahme, 0,40 h Fallkennung K-03, Instrumentensystem, Symptome und Freigabegrenzen erfassen Anonymisierter Auftrag mit Sollkriterien
Diagnose, 0,60 h Leckage-, Klappen- und Mechanik-Hypothesen anhand ungefährlicher Bildkarten und Datensätze vergleichen Zwei alternative Ursachen und Prüfreihenfolge
Material- und Arbeitsplanung, 0,50 h Dichtstreifen-Maß berechnen, Materialverträglichkeit, Aufsicht und Gefahrpunkte markieren Stückliste und Arbeitsplan
Modellmaßnahme, 1,20 h Fehlerstelle auf Papierbalg kennzeichnen, fachlich freigegebene Reparatur schematisch planen; keine reale Stimmzungenbearbeitung Beschriftetes Papiermodell
Endkontrolle und Übergabe, 0,80 h Synthetische Messungen auswerten, Funktionskarten beurteilen, Qualitäts- und Kundenbericht schreiben Soll-Ist-Tabelle und Übergabeblatt
Summe 3,50 h Zeitbasis für die Musterkalkulation

Modell-Diagnose: Eine markierte Zone am Balganschluss liefert noch keinen Nachweis, ob Balg, Ventil oder Klappe verantwortlich wäre. Zwei Hypothesen sind festzuhalten und ein sinnvolles zerstörungsfreies Prüfkonzept zu entwerfen. Eine weitere Karte zeigt eine unvollständige Rückstellung eines Knopfs; die Ursache ist zwischen Mechanikreibung und Klappenbewegung einzugrenzen. Der Referenzton weist anfangs den synthetischen Wert 441,8 Hz auf; der Verdacht auf eine Stimmungsabweichung bedarf standardisierter Kontrollmessung.

Vollständig gerechnete Material- und Kostenentscheidung: 30 × 20 cm Rechteck, Umfang 2 × (30 + 20) cm = 100 cm. Mit 15 % Zuschlag 115 cm beziehungsweise 1,15 m; Bestellmenge 1,20 m. Dichtstreifen 3,36 €, Hilfsstoffe 4,50 €, Oberflächenpflege 2,00 € = 9,86 € Material. 3,50 h × 45,00 €/h = 157,50 € Arbeit. In dieser fiktiven Rechnung 167,36 € netto und bei angenommenen 19 % Steuer 199,16 € brutto. Vor einem realen Auftrag sind Verfügbarkeit, Kalkulationsgrundlage und steuerliche Einordnung betrieblich zu prüfen.

Kontrollergebnis des Papier- und Datenmodells:

Merkmal Soll für dieses Beispiel Modell-Ist Urteil
Materialplanung Mindestens 1,15 m Dichtstreifen verfügbar 1,20 m geplant Erfüllt
Knopfschema Alle drei Prüfzyklen zeigen Rückstellung Nach Korrektur der Simulationskarte 3 von 3 Erfüllt im Modell
Referenzton vor der Maßnahme 440,0 Hz ±5 Cent 441,8 Hz, etwa +7,07 Cent Nicht im vereinbarten Beispielsoll
Hypothetische fachliche Nachprüfung 440,0 Hz ±5 Cent 440,3 Hz, etwa +1,18 Cent Rechnerisch im Beispielsoll
Luftweg Keine ungeklärte Auffälligkeit im freigegebenen Prüfverfahren Fehlerbaum und Modellkarte unauffällig Keine reale Dichtheitsfreigabe
Oberfläche Keine neuen Schäden Vorher-Nachher-Karten unverändert Erfüllt im Modell

Das prüfbare Arbeitsergebnis ist eine Mappe mit Annahme, Hypothesen, Freigabeentscheidung, Arbeitsplan, Bauteilbegründung, berechneter Stückliste, 100-Punkte-Bewertung, Prüfdokumentation und Übergabe. Das Modell belegt Lernkompetenz, nicht den tatsächlichen Reparaturerfolg an einem realen Kundeninstrument.


Bewertungsraster mit transparenten Fachkriterien

Kompetenzfeld Punkte Nachweis
Auftrag und Kommunikation 15 Symptome, Kundenwunsch, Freigabe und sachliche Rückmeldung
Werkstoffwahl und Kalkulation 20 Werkstoffbegründung, Zuschlag, Einheit, Bestellmenge und Euro-Rechnung
Diagnose und Fehleranalyse 15 Plausible Hypothesen, zerstörungsfreier Prüfplan und Entscheidung
Sicherer Ablauf und Ausführung im Modell 15 Vollständiger Arbeitsplan, Aufsicht, Gefahrenabwehr und korrekte Simulation
Klang und Akustik 15 Messbedingungen, Centberechnung und musikalische Kriterien
Oberfläche und Endqualität 10 Schutz der Originalsubstanz, technische, musikalische, optische Prüfung
Dokumentation und Nachhaltigkeit 10 Datensparsamkeit, Materialfluss, Ressourcenschonung und Reflexion
Gesamt 100 Bewertbar durch die vorgelegten Einzelprodukte

Orientierende Kompetenzstufen: 90–100 Punkte: sehr sicher und nachvollziehbar; 75–89: weitgehend sicher; 60–74: Nacharbeit bei Einzelkriterien; weniger als 60: grundlegender Verbesserungsbedarf. Sicherheitsvorbehalt unabhängig von der Punktzahl: Unzulässige gefährliche reale Handlungen werden abgebrochen und durch die sichere Modellvariante ersetzt. Dieses Raster ist kein offizieller Prüfungsschlüssel einer Kammer.

Fachliche Reflexion: Welche Hypothese lässt sich nur unter zusätzlichen Messbedingungen überprüfen? Welche Entscheidung spart Material, ohne den Klang oder die Originalsubstanz zu gefährden? Wo drohen ungenehmigte Mehrkosten oder Datenschutzverletzungen? Formuliere zu jeder Abweichung eine überprüfbare Verbesserung.


Interaktive Aufgaben


Multiple-Choice-Quiz: Entscheidungen im Instrumentenbau

Welche Aussage unterscheidet beim vermuteten Balg-Luftverlust einen Befund korrekt von einer Ursache? (Ein Luftgeräusch ist ein Befund und benötigt weitere Ursacheneingrenzung) (!Ein Luftgeräusch beweist eine beschädigte Balgfalte) (!Ein sichtbarer Kratzer beweist eine defekte Stimmzunge) (!Eine langsame Taste beweist eine falsche Referenzfrequenz)




Wie groß ist die theoretische Länge entlang einer rechteckigen Kontur von 30 cm mal 20 cm? (100 cm) (!50 cm) (!120 cm) (!600 cm)




Wie viel Materialbedarf entsteht bei 1,00 m Umfang und 15 Prozent Zuschlag? (1,15 m) (!1,015 m) (!1,50 m) (!0,85 m)




Was enthält eine beruflich verwendbare Stückliste? (Artikelbezeichnung sowie benötigte Menge und Einheit) (!Nur die chronologische Reihenfolge der Kundenanrufe) (!Nur die ermittelten Tonhöhen ohne Materialangaben) (!Nur die Unterschrift auf dem Prüfbericht)




Was sagt ein positiver Centwert im Verhältnis zu einer festgelegten Frequenzreferenz aus? (Die gemessene Frequenz liegt oberhalb der Referenz) (!Die gemessene Frequenz liegt unterhalb der Referenz) (!Der gemessene Ton ist ohne weitere Prüfung klanglich optimal) (!Die Luftdichtheit ist dadurch automatisch nachgewiesen)




Wie ist eine Abweichung von plus sieben Cent bei einer vereinbarten Toleranz von plus minus fünf Cent zu bewerten? (Sie liegt außerhalb der vereinbarten Beispielgrenze) (!Sie ist wegen des positiven Vorzeichens immer zulässig) (!Sie belegt einen mechanischen Defekt am Balg) (!Sie erfüllt unabhängig vom Auftrag jede Stimmungsvorgabe)




Was geht einem irreversiblen Bearbeiten einer Stimmzunge voraus? (Eine fundierte Diagnose und eine Freigabe unter befugter Fachaufsicht) (!Ein spontaner Eingriff aufgrund eines einzigen Appwerts) (!Eine möglichst hohe ungeprüfte Luftdruckbelastung) (!Allein eine schöne Oberfläche der Stimmplatte)




Welche Maßnahme gehört zu sicherem Umgang mit Holzstaub? (Geeignete Absaugung und staubarme Reinigung nach Gefährdungsbeurteilung) (!Aufwirbeln der Staubschicht mit Druckluft) (!Trockenes Auskehren bei laufender Holzbearbeitung) (!Schleifen ohne Absaugung als generelles Standardverfahren)




Was muss die fachliche Endkontrolle eines Handzuginstruments verbinden? (Technische Funktion sowie musikalischen und optischen Zustand) (!Nur die Anzahl verwendeter Schrauben) (!Nur die Rechnungssumme ohne Funktionsprüfung) (!Nur ein Foto vom geschlossenen Instrument)




Wie dokumentiert man einen öffentlich gezeigten Ausbildungs-Modellauftrag datensparsam? (Mit fiktiver Fallkennung und technischen Werten ohne reale Kundendaten) (!Mit den vollständigen echten Anschriften und Seriennummern) (!Mit vertraulichen Werkstattakten auf öffentlicher Lernseite) (!Mit veröffentlichten Privatgesprächen aus dem Kundenkontakt)





Memory: Begriffe und ihre Bedeutung

Auftragsklärung Anforderungen und Freigabegrenzen aus dem Kundengespräch gewinnen
Stimmplatte Metallischer Träger der eingesetzten Stimmzunge
Balganschluss Übergang zwischen Balg und angrenzendem Instrumententeil
Centabweichung Logarithmisches Tonhöhenmaß relativ zum Vergleichston
Materialfluss Weg von Bestellung und Entnahme bis Restmenge oder Entsorgung
Endkontrolle Abschließende technische, musikalische und optische Prüfung





Drag-and-drop: Fachliche Dokumente zuordnen

Ordne die Begriffe korrekt zu. Bedeutung im Praxisauftrag
Annahmeprotokoll Kundensymptome und Bearbeitungsfreigabe schriftlich festhalten
Hypothesenmatrix Alternative Ursachen und ihre Prüfschritte gegenüberstellen
Stückliste Werkstoffe und Mengen für die Ausführung erfassen
Messprotokoll Referenz, Messbedingung und Istwert nachvollziehbar sichern
Übergabebericht Geleistete Arbeit, Kosten und verbleibende Hinweise mitteilen





Kreuzworträtsel: Technik und Prüfung

Stimmstock Welche Baugruppe trägt bei vielen Akkordeons die Stimmplatten?
Leckage Wie heißt ein unbeabsichtigter Luftaustritt?
Klaviatur Wie nennt man die Gesamtheit der Tasten auf einer Spielseite?
Resonanz Welcher Begriff bezeichnet ein verstärktes Mitschwingen?
Werkstoff Wie nennt man ein Material, das zu einem Bauteil verarbeitet wird?
Sichtprüfung Welche Untersuchung erfasst zunächst optisch erkennbare Schäden?





LearningApps: Instrumententeile und Arbeitsauftrag

Externe Übungsfunde müssen vor dem Unterricht fachlich und datenschutzrechtlich geprüft werden. Die folgende Suche ist kein bereits als richtig überprüfter Drittanbieter-Lernbaustein.


Lückentext: Fachliche Qualitätskontrolle

Ergänze die Fachwörter.
Eine Kundenanforderung wird in ein prüfbares

übersetzt.
Die geordnete Liste benötigter Bauteile und Mengen heißt

.
Ein unbeabsichtigter Luftverlust an einer Stelle ist eine

.
Tonhöhenunterschiede zu einem Referenzton misst man in

.
Beim Umgang mit Holzstaub ist eine wirksame

notwendig.
Bei der Endkontrolle werden Messwerte durch einen

beurteilt.
Vor irreversiblen Reparaturschritten braucht es eine fachliche

.
Für öffentliches Lernen ersetzt eine fiktive

reale Kundendaten.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Auftragsklärung: Schreibe drei sachliche Fragen an die fiktive Kundenseite und übersetze die Antworten in messbare Prüfkriterien ohne personenbezogene Angaben.
  2. Instrumentenkunde: Beschrifte eine verifizierte Abbildung mit Balg, Stimmstock, Diskant- und Bassbereich und ordne die jeweilige Funktion zu.
  3. Fachrechnung: Berechne den Umfang einer Modellkontur von 28 × 22 cm und den Materialbedarf mit 10 Prozent Zuschlag; notiere jede Einheit.
  4. Arbeitsschutz: Benenne konkrete Gefährdungen durch Holzstaub, scharfe Metallkanten und Lösemittel und erkläre je eine sichere Vermeidungsstrategie.


Standard

  1. Fehleranalyse: Entwickle eine Matrix zu drei möglichen Ursachen eines Luftgeräuschs und ordne fachgerechte nicht zerstörende Prüfung sowie offene Unsicherheiten zu.
  2. Arbeitsablaufplanung: Verfasse einen Werkstatt- beziehungsweise Modellplan für K-03 mit Materialentnahme, Zeit, Prüfpunkt, Aufsicht und Abschlussdokument.
  3. Klangmessung: Berechne aus 438,2 Hz und einer Referenz von 440,0 Hz die Centabweichung samt Vorzeichen und bewerte das Ergebnis bei fiktiven ±5 Cent.
  4. Oberflächenqualität: Formuliere getrennte Abnahmekriterien für eine schwergängige Taste, eine sichtbare Lackspur und eine auffällige Klangansprache.


Schwer

  1. Praxisauftrag: Führe K-03 vollständig mit Papierbalg, Fallkarten, Stückliste, Kalkulation, zwei Fehlerhypothesen, Messprotokoll, Endkontrolle und Kundenbericht durch; reale Tätigkeiten nur nach betrieblicher Freigabe und Aufsicht.
  2. Kundenkommunikation: Erstelle eine begründete schriftliche Nachtragsanfrage zu einem zusätzlich vermuteten Fehler, einschließlich Kosten- und Datenschutzaspekten.
  3. Musikalische Beurteilung: Vergleiche die Klangprüfung zweier fiktiver Registerkonfigurationen und unterscheide Referenzton, Schwebung, Ansprache sowie prüfbare Messbedingungen.
  4. Nachhaltige Instandsetzung: Stelle materialschonende Reparatur und Austausch gegenüber und begründe anhand von Funktion, historischem Zustand, Risiko und Materialverbrauch die Entscheidung.




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Lernkontrolle

  1. Ursachen und Wirkung: Prüfe, weshalb ein einzelnes Luftgeräusch keine eindeutige Balgreparatur rechtfertigt, und entwickle eine differenzierende Prüfstrategie.
  2. Fachrechnen und Plausibilität: Kontrolliere alle Berechnungen im Fall K-03 von Umfang und 15-Prozent-Zuschlag über Bestellmenge bis zu Arbeitszeit, Netto- und Beispielbruttopreis.
  3. Akustischer Soll-Ist-Transfer: Beurteile die Messwerte 441,8 Hz und 440,3 Hz gegenüber 440,0 Hz bei auftragsspezifischen ±5 Cent und begründe, welche Endkontrollinformationen zusätzlich fehlen könnten.
  4. Beaufsichtigte Handlung: Erkläre für Stimmzungenbearbeitung, Schleifen alter Oberflächen und Klebstoffeinsatz die Gefährdungen und entwickle eine gleichwertige sichere Modellalternative.
  5. Dokumentation und Datenschutz: Erstelle einen öffentlichen Modell-Prüfbericht mit Fallkennung, technischem Informationsfluss und nachvollziehbarer Reststoffbehandlung ohne vertrauliche Daten.
  6. Neue Störung: Übertrage die Diagnose- und Prüfmethodik auf eine Bassmechanik, die beim Drücken verzögert reagiert; benenne fachliche Grenzen einer rein digitalen Ferndiagnose.


Lernnachweis

Verbindliches Lernprodukt: Gib eine einzelne, vollständig strukturierte Projektmappe ab: anonymisierter Kundenauftrag K-03, konkreter Sollkatalog, Bauteilübersicht, Werkstoffbegründung, ausführlicher Arbeitsplan mit Schutzmaßnahmen und sicherer Alternative, Stückliste mit Umfang und Zuschlag, plausible Kostenrechnung, mindestens zwei Ursachenhypothesen, Centberechnung und Messprotokoll, technische/optische/musikalische Qualitätskontrolle, ausgefülltes 100-Punkte-Raster, sachlicher Übergabebericht und Reflexion mit Verbesserungsvorschlag.

Nachprüfbarkeit: Die Lehrkraft oder die fachlich befugte betriebliche Anleitung kann Maße, Materialbedarfsrechnung, Zeitanteile, Eurosummen und Frequenzabweichung unabhängig nachrechnen und die Entscheidungen gegen die Sollkriterien abgleichen. Der Papier- und Datenversuch ist ein fachlicher Modell-Lernnachweis, keine Behauptung einer tatsächlich abgeschlossenen Instandsetzung. Bei realen Arbeiten sind zusätzlich die dokumentierten betrieblichen Freigaben und Herstellerprüfungen erforderlich.


OER und Wikipedia

Fachlich und rechtlich geprüfte Ausgangsquellen, Zugriff Oktober 2026:

Geprüfte deutschsprachige Fachvideos; direkte Links statt einer nicht verifizierten YouTube-Einbettung:

Eine passende geprüfte YouTube-ID für eine verlässliche direkte Einbettung konnte nicht bestätigt werden; keine erfundenen Videoeinbettungen und keine Sofatutor-Inhalte.

Dateirechte der fünf geprüften Wikimedia-Commons-Abbildungen:

Genau verwendeter Dateiname Nachweisseite Urheber Tatsächlich nachgewiesene Lizenz
File:Piano accordion from above.jpg Commons-Dateiseite Necz0r Gemeinfrei-Erklärung
File:Munich - Deutsches Museum - 07-9621.jpg Commons-Dateiseite Jorge Royan / royan.com.ar CC BY-SA 3.0
File:Accordion button mechanism.svg Commons-Dateiseite Necz0r CC BY-SA 3.0
File:Bass mechanics.jpg Commons-Dateiseite Guilhermebozo Gemeinfrei-Erklärung
File:Reedsinset.jpg Commons-Dateiseite Nathan McKnight CC BY-SA 2.5

Rechtenachweis: Bei Nachnutzung der CC-BY-SA-Bilder Urheber, verlinkte Lizenz und bei Änderungen einen Änderungshinweis angeben; entsprechende Weitergabebedingungen beachten. Die geprüfte Hörprobe ist von Necz0r als gemeinfrei veröffentlicht. Medien dienen dem Fachverständnis, nicht der Erlaubnis zu riskanten Reparatureingriffen.

Geprüfter deutschsprachiger Wikipedia-Artikel:


Verknüpfte Lernbereiche

Verknüpft werden berufliche Technik, Mathematik für Material-, Zeit- und Kostenrechnung, Physik für Luftströmung und Schwingung, Informatik für nachvollziehbare digitale Protokolle, Wirtschaft für Kalkulation und Ethik für Werterhalt, Schutz von Kundeninformationen und Ressourcenschonung.


aiMOOC Projekte

Projekt 1 – Sicherer Modellauftrag: Erstelle Papierbalg, Fallkarten, Stückliste, vollständig gerechnete Kosten, Klangprotokoll, Fehlerbaum und Qualitätsfreigabe für K-03.

Projekt 2 – Beobachtung in der Werkstatt: Nur mit Erlaubnis und Aufsicht eine zerstörungsfreie Zustandsaufnahme am Lehrinstrument mit fachlicher Rückmeldung dokumentieren; kein eigenständiger Eingriff an Stimmzungen oder Oberflächen.

Projekt 3 – Digitalisierung und Nachhaltigkeit: Entwickle einen anonymen Prüf- und Materialflussbogen und prüfe, welche Mengen, Wege, Emissionen und Informationsfehler vermieden werden können.



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