Praxisauftrag und Kompetenzcheck - Dachdecker - 1. Ausbildungsjahr
Einleitung
Ein Dachdeckerauftrag gelingt nur, wenn du den Kundenwunsch verstehst, die Arbeit sicher planst, Werkstoffe passend auswählst, fachgerecht im Ausbildungsrahmen arbeitest und die Qualität überprüfst. In diesem Jahresprojekt verknüpfst du die Lernfelder LF 1 bis LF 6 des ersten Ausbildungsjahres: Baustelle einrichten, Dachflächen mit Dachziegeln und Dachsteinen decken, einschalige Baukörper mauern, Stahlbetonbauteile herstellen, Holzkonstruktionen herstellen sowie Bauteile beschichten und bekleiden. Als Ergebnis erstellst du eine überprüfbare Auftragsmappe und – nach Freigabe durch eine befugte Fachperson – sichere Übungsstücke an einem bodennahen Trainingsplatz.
Lernziel: Du kannst einen berufstypischen Auftrag analysieren, planen, begründet bearbeiten, prüfen, dokumentieren und deine Entscheidungen im Kundengespräch erläutern. Das Projekt ist eine Lernsimulation, keine statisch bemessene Dachkonstruktion, keine Arbeitsanweisung für unbeaufsichtigte Baustellen und kein Nachweis einer amtlichen Prüfungszulassung. Der betriebliche Ausbildungsplan, die zuständige Handwerkskammer, die verantwortliche Ausbilderin beziehungsweise der Ausbilder und der jeweilige Landeslehrplan bleiben maßgeblich.

Bild: Setzen eines Firstziegels auf einem echten Dach. Beobachte den Arbeitsablauf, aber führe Arbeiten mit Absturzrisiko niemals ohne Freigabe, Schutzmaßnahmen und fachkundige Aufsicht aus.
Kundenauftrag analysieren und vollständige Handlung planen
Ausgangssituation und Auftragsklärung
Fiktiver Kundenauftrag: Ein Ausbildungsbetrieb soll die Abfolge der Gewerke für eine kleine Gerätebox anschaulich erklären. Dafür entsteht ein bodennahes Schulungsmodell mit geneigter Dachfläche, einem getrennten Mauerwerksmuster, einem Beton-Probekörper, einem Holzverbindungsstück und einer beschichteten Musterplatte. Die Modelle tragen keine Gebäudelasten und sind nicht zum Betreten bestimmt. Es werden ausschließlich erfundene Bezeichnungen und Abmessungen verwendet.
Ein echter Auftrag beginnt mit Fragen: Welche Funktion soll das Bauteil erfüllen? Wie sind die Bestandsmaße und Zugänge? Welche Dachform, Anschlüsse, Entwässerung und Materialwünsche bestehen? Welche Schäden oder Feuchterisiken sind erkennbar? Wer entscheidet über Zusatzarbeiten? Unklare Anforderungen gehören ins Gespräch, nicht in eine stillschweigende Annahme. Fasse den Auftrag schriftlich in eigenen Worten zusammen und lasse ihn bestätigen.
Vollständige Handlung: Informieren und Auftrag klären → Planen und Varianten abwägen → Entscheiden und freigeben lassen → Ausführen im zulässigen Übungsrahmen → Prüfen und Abweichungen beheben → Bewerten, dokumentieren und übergeben. Eine Entscheidung ist begründet, wenn du sie mit Maßen, Arbeitssicherheit, Funktion, Kosten, Materialverträglichkeit und Nachhaltigkeit erklären kannst.
Informationsfluss und digitale Dokumente
Lege eine synthetische Auftragsmappe an: Kundenanforderung, nicht-personenbezogene Skizze, Aufmaß, Gefährdungsbeurteilung durch Verantwortliche, Stückliste mit Versionsdatum, Arbeitsplan, Freigabevermerk, Prüfprotokoll, Fotodokumentation von Bauteilen ohne Gesichter sowie Reflexion. Benenne etwa die Datei „Trainingsdach_Aufmass_V02.pdf“. Eine Smartphoneaufnahme ersetzt kein geprüftes Aufmaß. Markiere jede Planänderung und informiere die beteiligten Gewerke: Ein veränderter Dachaufbau wirkt auf Holzunterkonstruktion, Deckmaß und Anschlussdetails.
Verwende für die Übung weder echte Kundennamen, Anschriften, Kennzeichen, Betriebsinterna noch Bilder von Mitschülerinnen oder Mitschülern. Speichere Unterlagen nur am freigegebenen Lernort mit Zugriffskontrolle und vereinbarter Löschfrist. Prüfe digitale Hilfsmittel und KI-Vorschläge anhand aktueller Fachquellen; die fachliche Freigabe bleibt bei der verantwortlichen Person.
Fachbegriffe: Ein Aufmaß erfasst tatsächliche Maße; eine Stückliste beschreibt Bauteile, Mengen und Qualitäten; ein Soll-Ist-Vergleich stellt Anforderungen den gemessenen Ergebnissen gegenüber; die Abnahme dokumentiert die Prüfung und übergibt das vereinbarte Arbeitsergebnis.
Lernfeld 1: Baustelle einrichten und Gefährdungen beherrschen
Arbeitsplatz, Transport und Koordination
Plane für das Modell einen ebenen, standsicheren Werkbank- oder Bodenarbeitsplatz mit ausreichender Bewegungsfläche. Kennzeichne Materialbereitstellung, sichere Verkehrswege, Werkzeugablage, Lager für zerbrechliche Dachziegel, Abfalltrennung und Erste-Hilfe-Organisation. Material wird so gelagert, dass nichts kippt, rollt oder Wege blockiert. Der Materialfluss folgt möglichst kurzen Wegen: Wareneingang und Kontrolle → trockene geeignete Lagerung → bedarfsweiser Transport → Einbau → Restmaterial rückführen oder fachgerecht entsorgen.
Erstelle eine Gefährdungsübersicht mit Ereignis, Wirkung und Schutzmaßnahme: Splitter beim Bearbeiten von Ziegeln, Staub bei Holz- oder mineralischen Werkstoffen, Quetschungen beim Transport, Schnittverletzung, Lärm, Hautkontakt mit Frischbeton, Stolperstellen sowie Stromgefahr durch ungeeignete Geräte. Prüfe Schutzbrille, Gehörschutz, staubarme Arbeitsweise und geeignete Handschuhe nach Betriebsanweisung und Gefährdungsbeurteilung, nicht pauschal nach Bauchgefühl. Staubabsaugung und geeignete Maschinen nutzt du nur nach Unterweisung.
Absturz- und Durchsturzschutz: Bei realen Dacharbeiten sind Gefährdungsbeurteilung, Schutzsystem, Unterweisung, sichere Zugänge und qualifizierte Aufsicht zwingend. Der Grundsatz lautet: Gefahr vermeiden beziehungsweise bodennahe Vormontage bevorzugen, dann kollektiven Seitenschutz, danach zulässige Auffangeinrichtungen und erst nach entsprechender Prüfung individuelle PSAgA. Lichtkuppeln oder andere nicht durchsturzsichere Bauteile dürfen nicht wie begehbare Flächen behandelt werden. Arbeite nie eigenmächtig auf Dächer, Leitern, Gerüste oder Tragkonstruktionen. Eine ungeprüfte Schutzausrüstung ist kein Ersatz für fachliche Planung.
BG BAU: leiterlose Lösungen und Vormontage und DGUV Information 201-056, Ausgabe 2025 helfen bei der Risikobewertung; beachte zudem die am Einsatzort tatsächlich gültige DGUV Vorschrift 38 und die Regel 101-038.
Fachvideo „Leo fragt nach! #1 – Dacharbeiten“, Präventionsprogramm „Bau auf Sicherheit“, veröffentlicht 2020. Lernauftrag: Nenne drei Gefährdungen und die jeweils vorrangige wirksame Schutzmaßnahme. Videos ersetzen keine Unterweisung.
Sicherer Ersatz für gefährliche Tätigkeiten
Alle Lernenden können alternativ ein kleines Dachschema am Tisch mit Kartonziegeln, Holzattrappen, 3D-Planungsdatei oder Fotos eines freigegebenen Musterstandes bearbeiten. Reale Beton- oder Mörtelarbeiten, Holzbearbeitung mit Maschinen, das Heben schwerer Bauteile sowie Dach- und Gerüstarbeiten erfolgen ausschließlich nach betrieblicher Gefährdungsbeurteilung, unter befugter Aufsicht und mit geeigneter Ausrüstung. Gefährliche Arbeit wird nicht als Voraussetzung für den Kompetenznachweis verlangt. Bei schlechtem Wetter, fehlender Freigabe oder ungeeignetem Schutz: Tätigkeit stoppen und mit der Ausbilderin beziehungsweise dem Ausbilder klären.
Lernfeld 2: Dachfläche einteilen und Material fachgerecht berechnen
Dachaufbau, Ziegel und Dachsteine unterscheiden
Dachziegel bestehen üblicherweise aus gebranntem Ton, Dachsteine meist aus zementgebundenem Material. Eine regensichere Dachdeckung ist nicht allein durch das bloße Aneinanderlegen der Teile gewährleistet: Überdeckungen, Dachneigung, Windsogbefestigung, Unterdeckung, Anschlüsse, Entwässerung und zugelassene Systemkomponenten müssen zusammenpassen. Traufe ist die untere Dachkante, First die obere Schnittlinie geneigter Dachflächen und Ortgang der seitliche Abschluss. Deckbreite und Decklänge sind die wirksamen Maße nach Überdeckung, nicht die äußeren Steinabmessungen. Für ein echtes Dach verwendest du die aktuelle Fachregel des ZVDH für Dachziegel und Dachsteine sowie die konkreten Herstellerunterlagen; ein Trainingsraster ist keine Bauvorgabe.

Foto: Teilweise verlegte Dachdeckung mit erkennbarer Lattung und Dachfenster. Suche potenzielle Schnittstellen für die weitere Planung.
Vollständig durchgerechneter Praxisfall: bodennahes Musterdach
Für ein freigegebenes, nicht begehbares Trainingsfeld gelten folgende reine Übungswerte: Trauflänge 2,40 m, Länge der geneigten Dachfläche vom Modell-Traufpunkt zum Modell-Firstpunkt 1,80 m. Das Feld ist rechteckig. Der gewählte Modellziegel hat eine angenommene wirksame Deckbreite 0,30 m und Decklänge 0,36 m. Nur für das Modell gilt der vereinbarte Materialzuschlag von 10 %. Für eine tatsächliche Deckung wären beide Deckmaße und die Einteilung anhand des konkreten Systems nachzuweisen.
- Dachfläche: A = 2,40 m × 1,80 m = 4,32 m². Das ist die geneigte Oberfläche, nicht die waagerechte Projektion.
- Spalten: 2,40 m ÷ 0,30 m = 8 Spalten.
- Reihen: 1,80 m ÷ 0,36 m = 5 Reihen.
- Nettozahl: 8 × 5 = 40 Modellziegel.
- Reserve: 40 × 0,10 = 4 Ziegel. Bestell- beziehungsweise Bereitstellungsmenge = 44 Stück.
- Vereinfachte Modelllattung: 5 Reihen × 2,40 m = 12,00 laufende Meter; inklusive 10 % Zuschlag = 13,20 m. Anfangs- und Endlatten sowie konstruktive Befestigungen sind damit nicht für ein echtes Dach bemessen. Deren Lage richtet sich nach dem System.
- Winkelkontrolle am Rechteck: Diagonale d = √(2,40² + 1,80²) m = √9,00 m = 3,00 m. Zwei gleich lange Diagonalen sind eine nützliche geometrische Kontrolle des Rechtecks; eine reale Dachkonstruktion benötigt weitere Prüfungen.
Plausibilitätsprüfung: Die wirksame Musterfläche je Ziegel beträgt 0,30 × 0,36 = 0,108 m²; 4,32 ÷ 0,108 = 40. Wird stattdessen mit dem Außenmaß gerechnet, entstehen Mengenfehler. Ein fehlerhafter Lattenabstand kann Überdeckungen und Funktion beeinträchtigen. Für die Übung prüfst du Spaltenzahl, Reihenzahl und Deckraster am Tisch mit Messlehre und Vorlagenskizze; auf einem echten Dach ist diese Rechnung ohne Herstellerangaben und Fachregeln nicht ausreichend.
Abweichungsfall: Kommt eine Zusatzöffnung hinzu, rechnest du die Fläche nicht einfach vollständig als Materialersparnis ab: Zuschnitt, Anschlüsse und gegebenenfalls Zusatzziegel können mehr Aufwand verursachen. Kläre zuerst die neue Detailplanung und dokumentiere Änderungen in der Stückliste.

Bildvergleich: Die reale Ausführung am First zeigt besondere Abschlüsse; die Modell-Stückliste enthält diese bewusst nicht und darf nicht als reale Lieferliste benutzt werden.
Lernfelder 3 bis 5: Mauerwerk, Stahlbeton und Holz im System verstehen
Einschalige Baukörper mauern – Lernfeld 3
Beim einschaligen Mauerwerk besteht die Wand aus einer gemauerten Schale. Achte auf passendes Steinformat, geeigneten Mörtel, Lager- und Stoßfugen, den Verband mit versetzten Stoßfugen sowie die planmäßige Wandlage. Saubere und in sich stimmige Fugen sind eine Qualitätsanforderung. Ein Schulungsstück ersetzt weder statische Planung noch bauphysikalischen Nachweis.
Modellrechnung: Eine Musterfläche von 0,60 m Breite und 0,45 m Höhe soll im Übungsraster mit 0,20 m breiten und 0,15 m hohen Modulen dargestellt werden. 0,60 ÷ 0,20 = 3 Module nebeneinander, 0,45 ÷ 0,15 = 3 Reihen, also 3 × 3 = 9 Module. Die Maße sind inklusive des didaktischen Fugenrasters gedacht. Das Modell ist schematisch; für einen realen Verband dürfen die Stoßfugen nicht durchlaufen, und Steine sowie Anschlüsse müssten gesondert geplant werden. Baue die neun Elemente bei Bedarf als Papier- oder Steckmodule, um Versatz und Materialbedarf sicher zu demonstrieren.

Foto: Mauersteine und Mörtelfugen. Beschreibe, welche Funktion eine gleichmäßige Fuge im Verband hat und wo Feuchteprobleme entstehen können.
Stahlbetonbauteile herstellen – Lernfeld 4
Stahlbeton verbindet die Drucktragfähigkeit von Beton mit der Zugtragfähigkeit der entsprechend angeordneten Bewehrung. Die Schalung gibt dem frischen Beton Form, die Bewehrung nimmt vorgesehene Kräfte auf, und die erforderliche Betondeckung schützt den Stahl unter anderem gegen Korrosion und Brand. Für echte Bauteile müssen Bewehrungsplan, Betonzusammensetzung, Verdichtung, Nachbehandlung und Freigabe durch fachkundige Personen beachtet werden. Nicht nach Gefühl bewehren oder vermeintlich „noch frischen“ Beton belasten.
Beispiel für eine separate Probeschalung: Innenmaße 0,60 m × 0,30 m × 0,08 m. V = 0,60 × 0,30 × 0,08 = 0,0144 m³ = 14,4 Liter. Mit 10 % theoretischer Bereitstellungsreserve: 14,4 × 1,10 = 15,84 Liter, als Modellplanung auf rund 16 Liter aufgerundet. Dies ist nur eine Volumenberechnung und keine Rezeptur oder Erlaubnis zum Betonieren. Ein Kartonvolumen, trockene Holzklötze oder eine rechnerische Simulation genügen als ungefährliche Alternative. Zement und Frischbeton dürfen wegen Staub- und Hautgefahren nur fachlich beaufsichtigt eingesetzt werden.
Foto: Bewehrung in einer Betonplatte. Erkenne Bewehrungslage und erläutere, warum eine geplante Betondeckung nicht durch bloßes Schätzen ersetzt wird.
Holzkonstruktionen herstellen – Lernfeld 5
Unterscheide Sparren als geneigte Tragglieder, Pfetten als längs verlaufende Träger bei passenden Dachtragwerken und Dachlatten als Teile der Deckungsunterkonstruktion. Holzfeuchte, Holzart, Querschnitt, Verbindungen und Maßhaltigkeit beeinflussen Gebrauchstauglichkeit. Bei einer Modellverbindung zeigst du Faserverlauf, saubere Anlageflächen und passende Verbindungsart. Nutze geeignete Werkzeuge nach Unterweisung und kontrolliere, dass keine Nägel oder Schraubenspitzen herausragen. Die Diagonalkontrolle aus dem Dachmodell hilft beim rechtwinkligen Ausrichten, ersetzt aber nicht den statischen Nachweis.

Foto: Vorgefertigte Holzfachwerkträger mit Nagelplatten. Die Verbindung ist ein konstruktives Beispiel, keine Aufforderung zum eigenständigen Herstellen tragender Verbindungen.
Schnittstellenfehler: Wenn die Holzunterlage Maßabweichungen hat, verändern sich spätere Deckraster. Wenn am Mauerwerksanschluss Feuchte eindringt oder der Betonsockel seine planmäßige Lage nicht erreicht, kann das Folgegewerk nicht bedenkenlos weiterarbeiten. Melde deshalb Zwischenstände und Abweichungen, bevor du verdeckte Bauteile bekleidest.
Lernfeld 6: Beschichten, bekleiden und Ressourcen bewusst nutzen
Untergrund, Schichtenaufbau und Materialwahl
Beschichten bedeutet eine zusammenhängende Schicht auf einem Bauteil herstellen, etwa einen Putz oder Anstrich. Bekleiden bedeutet ein Bauteil mit einzelnen Elementen oder Platten versehen. Prüfe Untergrundfestigkeit, Oberflächenzustand, Feuchte, Sauberkeit und Materialverträglichkeit. Beachte passende Grundierung, zulässige Verarbeitungsbedingungen, Trocknungszeiten, Anschlüsse und gegebenenfalls Bewegungsfugen. Ein optisch ansprechendes Ergebnis ist wertlos, wenn Haftung, Feuchteverhalten oder Funktion nicht stimmen.

Foto: Putzauftrag an einer Wand. Identifiziere die zu prüfenden Untergrundeigenschaften vor der Beschichtung.
Rechenbeispiel für eine separate Übungsplatte: 0,60 m × 0,45 m = 0,27 m². Bei angenommener Verbrauchsangabe 0,15 Liter je m² und Anstrich und zwei Anstrichen beträgt der rechnerische Bedarf 0,27 × 0,15 × 2 = 0,081 Liter; mit 10 % Übungszuschlag 0,0891 Liter, also rund 0,09 Liter. Diese Zahl ist keine Herstellerempfehlung: Prüfe tatsächliche Verbrauchsangabe, Saugfähigkeit und Gebindegröße. Für das Modell ist eine ungiftige wasserbasierte Bastelbeschichtung oder ein digitaler Schichtaufbau möglich. Ein Gefahrstoff darf nur nach Freigabe und Unterweisung verwendet werden.
Nachhaltigkeit und Material- beziehungsweise Informationsfluss
Plane sortenreine Lagerung und Weiterverwendung intakter Ziegel, recyclinggerechte Trennung von Holz, Mineralstoffen, Kunststoffen und Verpackungen und fachgerechten Umgang mit Anstrichresten. Vermeide unnötiges Zuschneiden, lange Transportwege und häufiges erneutes Aufmessen. Nachhaltig ist nicht automatisch der billigste Werkstoff: Reparierbarkeit, Lebensdauer, Wartung, Feuchteschutz und Transportaufwand sind zusammen zu beurteilen. Digitale Stücklisten mit nachvollziehbarer Versionsführung vermeiden Doppelbestellungen; reale personenbezogene Angaben gehören nicht in frei zugängliche Lernplattformen.
Beispiel für eine sachliche Kundeninformation: „Wir haben bei der Einteilung des Modells einen Rasterfehler erkannt und korrigiert. Bei einer echten Dachdeckung würden wir die Herstellerangaben und die aktuelle Fachregel prüfen, bevor Material freigegeben wird. Die aktualisierte Stückliste und die Prüfmaße erhalten Sie in der dokumentierten Version.“ Vermeide unbelegte Aussagen wie „garantiert dicht“ oder „Norm stets erfüllt“.
Praxisauftrag abschließen: Arbeitsplan, Kontrolle und Kompetenzbewertung
Jahresprojekt mit definierten Arbeitsstationen
Das Arbeitsergebnis besteht aus einem dokumentierten Dach-Trainingsfeld von 2,40 m × 1,80 m mit 8 × 5 Modellziegeln, einem schematischen Mauerwerksverband mit 9 Modulen, einer rechnerischen Beton-Probe von 14,4 Litern, einer maßgeprüften Holzverbindung und einer Beschichtungsplatte von 0,27 m². Alle Stationen werden separat auf sicherem Übungsniveau gefertigt oder simuliert. Nur nach bestätigter fachlicher Freigabe dürfen echte Werkstoffe und Geräte verwendet werden; niemand muss auf ein Dach steigen.
| Schritt | Arbeitsplan: Tätigkeit | Prüfnachweis | Zuständigkeit |
|---|---|---|---|
| 1: Informieren | Fiktiven Auftrag lesen, Maße und Anforderungen abgleichen | Bestätigtes Auftragsblatt, Rückfragenliste | Lernende mit Ausbilderfreigabe |
| 2: Gefahren bewerten | Werkbank, Wege, Lager, Werkzeuge und Unterweisung prüfen | Freigegebene Gefährdungsübersicht | Verantwortliche Fachperson |
| 3: Planen | Bemaßte Skizze und Material- und Schichtliste erstellen | Rechenblatt mit Einheiten und Versionsnummer | Lernende, Kontrolle durch Ausbildende |
| 4: Material disponieren | Modellteile zählen, Material trocken und sicher bereitstellen | Checkliste: 44 Ziegel inklusive Reserve, Modelllattung 13,20 m | Lernende nach Freigabe |
| 5: Übungsstücke erstellen | Dachraster, Mauerwerksverband, Betonvolumenmodell, Holzverbindung und Beschichtungsprobe | Fünf getrennte Werkstücke oder gleichwertige Simulationen | Unter befugter Aufsicht |
| 6: Prüfen | Deckraster, Diagonalen, Fugenversatz, Volumen, Oberfläche kontrollieren | Soll-Ist-Tabelle mit Messwerten und Abweichungen | Lernende, Fachprüfung durch Ausbildende |
| 7: Übergeben und reflektieren | Kundenerklärung, Qualität, Verbesserung und Ressourcenbilanz dokumentieren | Digitale oder analoge Auftragsmappe | Lernende mit Feedback |
Messkriterien, Fehleranalyse und Verbesserungen
| Prüffeld | Soll bei diesem Modell | So wird geprüft | Fehler und Reaktion |
|---|---|---|---|
| Dachraster | 8 Spalten × 5 Reihen; 40 eingesetzte Modellziegel | Spalten und Reihen abzählen, Rastermaß messen | Abweichendes Raster → Deckmaße kontrollieren und neu einteilen |
| Materialliste | 44 bereitgestellte Modellziegel mit Reserve | Stückliste gegen Lager zählen | Fehlmenge → Bestellliste mit Datum berichtigen |
| Geometrie | rechteckiger Rahmen 2,40 m × 1,80 m; beide Diagonalen 3,00 m | Maßband und zweite unabhängige Kontrolle | Unterschiedliche Diagonalen → rechtwinklig ausrichten |
| Mauerwerksübung | 0,60 m × 0,45 m; 9 Rastermodule; Stoßfugen im sinnvollen Verband | Raster und versetzte Stoßfugen anhand Skizze prüfen | Durchlaufende Fugen → Verbandsplan überarbeiten |
| Beton-Volumenmodell | 0,0144 m³ beziehungsweise 14,4 l; mit Reserve rund 16 l | Drei Innenmaße und Einheiten prüfen | Zentimeter fälschlich als Meter → Einheitenweg neu rechnen |
| Beschichtungsprobe | 0,27 m²; angenommener zweifacher Bedarf rund 0,09 l | Fläche, Verbrauchszahl, Schichtfolge und Zustand prüfen | Nasser oder loser Untergrund → nicht beschichten, Ursache klären |
| Sicherheit | Befugte Freigabe, aufgeräumte Wege und ausschließlich bodennahe Übungen | Sicherheitscheck vor und nach jeder Station | Fehlende Schutzmaßnahme → Tätigkeit stoppen |
Typische Fehlerketten sind: unvollständige Auftragsklärung → falsche Maße → falsche Materialmenge → Kosten und Nacharbeit; fehlende Untergrundprüfung → mangelnde Haftung → Schäden; fehlende Zwischenprüfung → verdeckter Mangel. Ein Qualitätsnachweis dokumentiert immer Messwert, Datum, Sollwert, Abweichung und Korrektur, nicht nur das Wort „erledigt“. Prüfmaße hier sind didaktische Modellwerte und keine Toleranzen für reale Bauwerke.
Bewertungsraster für den Kompetenzcheck
| Kompetenz | Maximalpunkte | Leistungsnachweis |
|---|---|---|
| Auftrag analysieren und kommunizieren | 15 | Anforderungen, Rückfragen, verständliche Kundeninformation |
| Arbeitssicherheit und sichere Alternative | 15 | Gefährdungen erkannt, Freigaben eingehalten, Stop-Regel angewandt |
| Planung und Fachrechnen | 15 | Korrekte Skizze, Flächen, Stückzahl, Volumen, Einheiten und Materialfluss |
| Fachlich begründete Übungsarbeit | 20 | Dachraster, Verband, Betonmodell, Holzverbindung und Oberfläche nachvollziehbar |
| Prüfen und Fehler beheben | 15 | Messprotokoll, Ursachenanalyse, dokumentierte Korrekturen |
| Dokumentation und digitale Sorgfalt | 10 | Vollständige anonymisierte Unterlagen mit Quellen, Versionen und Nachweisen |
| Nachhaltigkeit und Reflexion | 10 | Materialreste, Alternative, Verbesserung nachvollziehbar beurteilt |
| Gesamt | 100 | Nachweis nur mit dokumentierter Sicherheitsfreigabe |
Bewertungshilfe: Innerhalb jeder Rubrik werden 100 % der Rubrikpunkte für vollständig, nachvollziehbar und fachlich korrekt; etwa 70 % für überwiegend korrekt mit kleinen Lücken; etwa 40 % für wesentliche Unterstützung und 0 % für fehlenden oder unbrauchbaren Nachweis vergeben. Der konkrete Bewertungsmaßstab wird vor Beginn vereinbart. Sicherheit ist nicht durch Punkte kompensierbar: Eine gefährliche Handlung wird gestoppt und darf nicht als bestandene Praxiskompetenz gelten. Die sichere Simulation kann gleichwertige fachliche Planung, Kontrolle und Reflexion nachweisen. Ergebnis ist ein schulischer Lernnachweis, keine amtliche Gesellenprüfung.
Berufsorientierungsvideo „Ausbildung als Dachdecker/-in“ von 130 Chancen, 2016. Nutze es für die Beschreibung typischer Tätigkeiten, nicht als Quelle für heutige Fachregeln oder Arbeitsschutzanforderungen.
Interaktive Aufgaben
Fachquiz: Wissen anwenden
Was ist zu Beginn des vollständigen Handlungsablaufs zuerst zu klären? (Kundenwunsch, Leistungsgrenzen, Maße und Sicherheitsbedingungen) (!Sofort die Dachziegel befestigen) (!Ohne Aufmaß Material bestellen) (!Die Abschlussrechnung schreiben)
Welche Schutzmaßnahme hat bei Absturzgefahr grundsätzlich Vorrang? (Geeigneter kollektiver Seitenschutz) (!Beliebige persönliche Sicherungsleine ohne geprüftes Konzept) (!Alleinige mündliche Warnung) (!Verzicht auf Schutzmaßnahmen bei gutem Wetter)
Welche Modell-Dachfläche ergibt sich aus 2,40 Meter Trauflänge und 1,80 Meter Decklänge? (4,32 Quadratmeter) (!2,40 Quadratmeter) (!7,56 Quadratmeter) (!0,432 Quadratmeter)
Wie viele Musterdachziegel werden bei acht Spalten und fünf Reihen sowie vier Reserveziegeln geplant? (44 Stück) (!40 Stück einschließlich Reserve) (!13 Stück) (!54 Stück)
Wie lang ist die Diagonale eines rechtwinkligen Modellrahmens mit Seiten 2,40 und 1,80 Meter? (3,00 Meter) (!4,20 Meter) (!2,10 Meter) (!5,76 Meter)
Woran erkennst du im Mauerwerksmodell einen sinnvollen Verband? (Stoßfugen benachbarter Reihen liegen versetzt) (!Alle Stoßfugen liegen exakt übereinander) (!Die Lagerfugen werden beliebig dick) (!Es wird ganz ohne Maßkontrolle gemauert)
Welches Betonvolumen hat eine Probeschalung von 0,60 mal 0,30 mal 0,08 Meter? (0,0144 Kubikmeter) (!0,144 Kubikmeter) (!1,44 Kubikmeter) (!0,00144 Kubikmeter)
Was muss vor einem Probeanstrich auf dem Musterbauteil kontrolliert werden? (Untergrundfestigkeit, Sauberkeit, Trockenheit und Materialverträglichkeit) (!Nur die gewünschte Farbwirkung) (!Ausschließlich der Kaufpreis der Farbe) (!Nur die Größe des Pinsels)
Wie gehst du fachgerecht mit einer geänderten Kundenanforderung um? (Auswirkungen auf Maße, Material, Sicherheit und Termin abstimmen und dokumentieren) (!Änderung ohne Rücksprache umsetzen) (!Änderung grundsätzlich ignorieren) (!Die frühere Berechnung unverändert verwenden)
Welche Angabe bestimmt bei echten Dachziegeln maßgeblich die zulässige Einteilung? (Herstellerangaben und geltendes Dachdeckerregelwerk zum gewählten System) (!Ein frei geschätzter Lattenabstand) (!Der zufällige Abstand eines Nachbardaches) (!Die Wunschzahl der Auszubildenden)
Memory
Ordne Fachbegriffe den zugehörigen Bedeutungen zu. Jedes Paar ist nur einmal vorhanden.
| Trauflänge | Länge entlang der unteren Dachkante |
| Decklänge | Wirksames Längenmaß eines überdeckenden Dachelements |
| Mörtelfuge | Mörtelbereich zwischen benachbarten Mauersteinen |
| Betondeckung | Geplanter Abstand zwischen Betonoberfläche und Bewehrung |
| Untergrundprüfung | Untersuchung der Oberfläche vor Putz oder Anstrich |
| Soll-Ist-Vergleich | Gegenüberstellung von gefordertem und gemessenem Zustand |
Drag-and-drop: Arbeitsschritte und Ergebnis zuordnen
Ordne jedem Schritt das passende Ergebnis zu.
| Ordne die Fachbegriffe richtig zu. | Passendes Arbeitsergebnis |
|---|---|
| Auftragsklärung | Bestätigte Beschreibung der Kundenanforderungen |
| Gefährdungsbeurteilung | Dokumentierte Risiken und wirksame Schutzmaßnahmen |
| Materialdisposition | Geprüfte Stückliste und Bereitstellung |
| Zwischenprüfung | Frühzeitiger Soll-Ist-Abgleich vor dem Verdecken |
| Übergabe | Abnahmeprotokoll und verständliche Kundenerläuterung |
Kreuzworträtsel
Finde die sechs fachlich passenden Einzelwörter.
| Traufe | Wie heißt die untere Kante einer geneigten Dachfläche? |
| First | Wie heißt die obere Verbindungslinie zweier Dachflächen? |
| Ortgang | Wie heißt die seitliche Abschlusskante eines geneigten Daches? |
| Mörtel | Welcher verarbeitbare Baustoff verbindet im Mauerwerk häufig die Steine? |
| Schalung | Wie heißt die Form, in die Frischbeton eingebracht wird? |
| Lattung | Wie heißt die aus Latten gebildete Unterkonstruktion der Dachdeckung? |
LearningApps
Suche eine passende interaktive Zuordnungsaufgabe zum Praxisauftrag. Prüfe bei Treffern die fachliche Qualität und Aktualität; eine Suchseite ist keine geprüfte Einzelübung.
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Auftragsklärung: Formuliere sechs konkrete Rückfragen zum fiktiven Kundenauftrag und erstelle ein anonymes Auftragsblatt mit bestätigbaren Anforderungen.
- Arbeitssicherheit: Zeichne einen sicheren bodennahen Werkplatz mit Materiallager, Verkehrswegen und fünf erkennbaren Gefährdungen; ordne wirksame Schutzmaßnahmen zu.
- Dachziegel: Skizziere das Modellfeld mit acht Spalten und fünf Reihen, benenne Traufe, First und Ortgang und erläutere den Unterschied zwischen Außenmaß und Deckmaß.
- Mauerwerksverband: Stelle mit Papiermodulen zwei gegeneinander versetzte Steinreihen dar, markiere Lager- und Stoßfugen und beschreibe die Qualitätskontrolle.
Standard
- Materialbedarf: Rechne Flächen, Stückzahl und zehn Prozent Modellreserve schriftlich nach und entwickle eine Stückliste mit Maßeinheiten und Versionsstand.
- Stahlbeton: Entwirf ein gefahrloses Schalungsvolumenmodell und erläutere für echte Bauteile Funktionen von Schalung, Bewehrung und Betondeckung ohne eine eigene Statik zu behaupten.
- Holzkonstruktion: Prüfe an einem Papier- oder Holzmodell zwei Diagonalen, dokumentiere eine Maßabweichung und schlage eine fachlich begründete Korrektur vor.
- Beschichtung: Vergleiche zwei geeignete, möglichst emissionsarme Übungsmaterialien anhand von Herstellerangaben, Untergrund, Verbrauch, Restemenge und Entsorgung.
Schwer
- Fehleranalyse: Entwickle eine zusammenhängende Fehlerkette von falschem Aufmaß über fehlerhafte Lattung bis zur unpassenden Deckung; ordne jedem Fehler eine prüfbare Gegenmaßnahme zu.
- Bauablaufplanung: Erstelle einen realistischen, sicherheitsorientierten Jahres-Arbeitsplan für alle sechs Lernfelder mit Verantwortlichkeiten, Materialfluss, Prüfstellen und sicherer Simulationsalternative.
- Kundenberatung: Spiele mit einer erfundenen Kundensituation eine Änderungsbesprechung durch und dokumentiere Varianten zu Dachziegeln, Holz, Oberflächen und Ressourcenverbrauch ohne unbelegte Garantien.
- Qualitätssicherung: Prüfe eine selbst entworfene, bewusst fehlerhafte Modell-Stückliste anhand des Bewertungsrasters und begründe deine Verbesserungen inklusive datenschutzkonformer digitaler Ablage.


Lernkontrolle
- Auftragsanalyse: Lege eine vollständige, anonymisierte Auftragserfassung vor und erläutere an einer Änderung, welche anderen Gewerke und Dokumente betroffen sind.
- Gefährdungsbeurteilung: Begründe für eine fingierte Dacharbeit die Schutzmaßnahmenrangfolge und zeige auf, wann die Übung abzubrechen und in eine bodennahe Simulation zu überführen ist.
- Dachflächenberechnung: Weise 4,32 m², 40 Modellziegel, vier Reserveziegel und die Plausibilitätskontrolle des Deckrasters mit Einheiten nach.
- Baukonstruktion: Vergleiche Mauerwerksverband, Holzverbindung und Stahlbetonprobe nach Funktion, möglichen Mängeln und den jeweiligen Grenzen des Schulungsmodells.
- Oberflächenbeschichtung: Prüfe eine Übungsplatte anhand von Untergrund, Verbrauchsrechnung, Schichtfolge, Schadensursachen und umweltgerechter Resteverwertung.
- Qualitätsmanagement: Reiche eine Soll-Ist-Tabelle mit zwei erkannten Abweichungen, Ursache, verantwortlicher Freigabe und nachweisbarer Korrektur ein.
Formative Rückmeldung: Nach jeder Station gibt die Fachperson Rückmeldung zu Rechenweg, Sicherheitsentscheidung, Messqualität und Begründung. Unplausible Ergebnisse werden mit gezielten Hinweisen zu Einheit, Deckmaß, Verband oder Untergrund erneut bearbeitet; Musterlösungen für die interaktiven Aufgaben werden nicht außerhalb ihres vorgesehenen Aufgabenformats vorweggenommen.
Lernnachweis
Abzugeben ist eine anonymisierte Auftragsmappe mit Auftragsblatt, bemaßtem Modellplan, Risiko- und Freigabecheck, Berechnung der 4,32 m² Dachfläche, Raster- und Stückliste, schematischem Mauerwerksverband, 14,4-Liter-Volumenrechnung, Maßkontrolle der Holzkonstruktion, Beschichtungsrechnung, Material- und Entsorgungsplan, mindestens einer Fehleranalyse, datensparsamer Bild- oder Simulationsdokumentation, Soll-Ist-Prüfprotokoll und kurzer reflektierter Kundenerläuterung.
Prüfbares Ergebnis: Die Fachperson kann die Modellmaße, 8 × 5 Rasterplätze, 44 bereitgestellte Ziegel einschließlich Reserve, beide Diagonalen, die neun Verbandmodule, Betonvolumen und Beschichtungsbedarf aus den Dokumenten unabhängig nachrechnen. Der Kompetenzcheck erfolgt mit dem 100-Punkte-Raster aus Kapitel 6. Eine Simulation mit vergleichbar überprüfbaren Nachweisen ist zulässig und kann sicherheitsbedingt vorgeschrieben werden. Sicherheitswidrige Ausführungen werden gestoppt und nicht durch andere Punkte ausgeglichen.
Reflexionsfragen: Welchen Fehler hättest du ohne Zwischenprüfung übersehen? Welcher Werkstoff oder Transportweg erzeugt vermeidbare Reste? Welche Kundenfrage war zunächst unklar? Welche Planung würdest du beim nächsten Übungsauftrag ändern?
OER und Wikipedia
Offizielle fachliche und rechtliche Quellen, recherchiert im Oktober 2026:
- BIBB: Dachdecker/Dachdeckerin – Berufsprofil, 36 Monate, Rechtsgrundlagen und Rahmenlehrplan.
- Dachdeckerausbildungsverordnung vom 28. April 2016 und Ausbildungsrahmenplan. Verwende für Rechtsfragen jeweils die aktuell angezeigte Fassung; dieser Kurs zitiert keine geschützten Normtexte.
- KMK-Rahmenlehrplan Dachdeckerin und Dachdecker, Beschluss 29.01.2016 mit LF 1 bis LF 6 des ersten Ausbildungsjahrs. Landeslehrplan und betrieblicher Ausbildungsplan sind zusätzlich zu beachten.
- DGUV Vorschrift 38 „Bauarbeiten“, DGUV Regel 101-038 „Bauarbeiten“ und DGUV Information 201-056, Ausgabe September 2025.
- BG BAU: technische Lösungen und Vormontage sowie BG BAU: neun lebenswichtige Regeln bei Dacharbeiten.
- ZVDH-Regelübersicht, Stand 2026: Die Fachregel für Dachdeckungen mit Dachziegeln und Dachsteinen wird dort mit Ausgabe 04/2024 genannt. Die konkrete Systemausführung richtet sich zusätzlich nach den geltenden Regeln und Herstellerangaben. Für bauteilspezifische DIN-/EN-Anforderungen sind jeweils die aktuell anzuwendenden Normausgaben durch Fachkräfte zu prüfen.
Offene Nachschlagequelle: Wikipedia: Dachdecker. Sie eignet sich zur allgemeinen Orientierung, ersetzt aber weder die Ausbildungsordnung noch verbindliche technische Unterlagen.
Geprüfte Bildquellen und Rechte. Die sechs Bilder stammen von einzeln kontrollierten Wikimedia-Commons-Dateiseiten. Bildunterschriften sind didaktische Erläuterungen, keine vom Urheber übernommene Bauanweisung. Bei Bearbeitungen gelten die jeweiligen Lizenzbedingungen und gegebenenfalls eine Änderungskonvention.
| Eingebundene Datei | Prüflink zur Commons-Dateiseite | Urheber | Lizenz und Nachweis |
|---|---|---|---|
| File:Roofing 003.jpg | Commons | Jeuwre | CC0 1.0 |
| File:Unfertige Dinge 003 2022 10 26.jpg | Commons | Friedrich Haag | CC BY-SA 4.0 |
| File:Bricks-and-mortar.jpg | Commons | Sten Porse | CC BY-SA 4.0 |
| File:Steel reinforcement J1b.JPG | Commons | Jamain | CC BY-SA 3.0 |
| File:Wooden roof structure.jpg | Commons | Riisipuuro | CC BY-SA 3.0 |
| File:Plasterer at work on a wall arp.jpg | Commons | Adrian Pingstone, Arpingstone | Freigabe als Public Domain durch Urheber |
Videoquellen und Rechte: Leo fragt nach! #1 – Dacharbeiten (Kanal „Bau auf Sicherheit“, 2020, Präventionsinhalt im Kontext der BG BAU) und Ausbildung als Dachdecker/-in (Kanal „130 Chancen“, 2016) wurden anhand ihrer öffentlich auffindbaren Videoeinträge, Titel und Beschreibungen geprüft. Sie sind als YouTube-Videos verlinkt beziehungsweise eingebettet und nicht als frei lizenzierte OER-Filmdateien ausgewiesen; eine freie Weiterverbreitung oder Bearbeitung der Filmdateien wird nicht behauptet. Bei späterer Löschung oder geänderten Rechten ist das jeweilige Embed zu ersetzen, nicht durch eine erfundene Adresse.
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Die fachliche Verknüpfung zeigt: Sicherheit begleitet alle Phasen, Fachrechnen begründet Materialmengen, Daten- und Informationsfluss halten Änderungen nachvollziehbar, und der Qualitätscheck stellt die Anforderungen den tatsächlichen Übungsergebnissen gegenüber.
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