Zum Inhalt springen

Praxisauftrag und Kompetenzcheck - Bogenmacher - 2. Ausbildungsjahr

Aus MOOCsWiki Staging
Die Druckversion wird nicht mehr unterstützt und kann Darstellungsfehler aufweisen. Bitte aktualisiere deine Browser-Lesezeichen und verwende stattdessen die Standard-Druckfunktion des Browsers.
aiMOOC-Siegel aiMOOC

Praxisauftrag und Kompetenzcheck - Bogenmacher - 2. Ausbildungsjahr

QR-Code



Einleitung

Du arbeitest im zweiten Ausbildungsjahr als angehende Bogenmacherin oder angehender Bogenmacher. Dein Jahresprojekt verbindet die Lernfelder Bogenstangen herstellen (LF 6), Bogenbeinchen herstellen und Bogenteile zusammenfügen (LF 7) und Oberflächen beschichten (LF 8) in einem berufstypischen Auftrag. Du durchläufst eine vollständige Handlung: Auftrag klären, informieren, planen, entscheiden, ausführen, kontrollieren und bewerten. Deine Ergebnisse werden mit Messdaten, einer Prüfentscheidung, einer sachlichen Kundenrückmeldung und einer Reflexion dokumentiert.

Dein Auftrag: Plane und dokumentiere ein Geigenbogen-Funktionsmodell mit Modellstange, modellhaftem Frosch und Beinchen sowie einer Oberflächen-Musterprobe. Das Modell ist kein spielfertiger Bogen; es wird weder mit Rosshaar bezogen noch unter Spielspannung gesetzt. Die vollständige sichere Alternative besteht aus einer Maßskizze, einer Papier- oder Kartonschablone, vorgefertigten Bauteilen, einem ungefährlichen Bewegungsmodell und einer digitalen Oberflächen-Simulation. Reale Holz-, Metall- oder Beschichtungsarbeiten erfolgen ausschließlich mit betrieblicher Freigabe, Gefährdungsbeurteilung, Unterweisung und befugter Aufsicht.

Die Ausbildungsordnung vom 16. Juli 2015 beschreibt den anerkannten Handwerksberuf; das BIBB weist eine Regelausbildungszeit von 36 Monaten aus. Dein Jahresprojekt ist ein didaktischer Kompetenzcheck, keine amtliche Prüfung, keine Ausbildungsersatzleistung und keine Zulassungsbescheinigung. Betrieblicher Ausbildungsplan, zuständige Handwerkskammer, aktueller Landeslehrplan sowie Herstellerangaben und Sicherheitsanweisungen gehen vor. BIBB-Berufsprofil · Bogenmacherausbildungsverordnung

Bauteilübersicht eines Streichbogens (englisch beschriftete Vorlage). Verwende sie zum Fachwortvergleich, nicht als Fertigungsmaßzeichnung. Bild: Kbh3rd, CC BY-SA 3.0; Nachweis im OER-Abschnitt.


Auftrag analysieren und fachgerecht planen


Kundenbedarf in technische Anforderungen übersetzen

Ein beispielhafter, vollständig erfundener Auftrag lautet: „Wir möchten für die Ausbildung ein anschauliches Modell, an dem sich das Zusammenwirken von Stange, Frosch und Beinchen erläutern lässt. Eine glatte Musteroberfläche, sichere Bedienbarkeit und nachvollziehbare Qualitätskontrolle sind wichtig.“ Du klärst, was ausgeliefert werden soll, wofür es dient und was ausdrücklich nicht verlangt ist. Hier: ein ungefährliches Unterrichtsmodell statt eines für Musikerinnen und Musiker nutzbaren Bogens.

Übersetze Wünsche in prüfbare Kriterien: (1) Bauteile sind eindeutig bezeichnet, (2) der Frosch-Dummy wird geführt und lässt sich ohne Belastung bewegen, (3) das Beinchen ist als Bedienknopf eindeutig erkennbar, (4) die Oberfläche der Musterprobe ist gleichmäßig, (5) Maße und Arbeitsschritte sind dokumentiert. Ein Begriff wie „hochwertig“ ist keine Messgröße; „keine sichtbaren unbedeckten Stellen bei diffusem Licht“ ist ein beobachtbares Merkmal. Die nachfolgenden Zahlen sind vereinbarte Modellwerte, keine Maße oder Normtoleranzen für echte Geigenbögen.

Die Auftragsklärung enthält einen anonymen Anforderungskatalog, einen Angebotstext mit Materialalternativen, Freigabefelder, Lieferumfang, Ausschlüsse und eine Rückfrage: „Ist die bewegliche Demonstration ohne echte Haarspannung ausreichend?“ Keine echten Namen, Auftragsdaten, Fotos aus Betrieben oder personenbezogenen Lernprotokolle verwenden.


Informations- und Materialfluss

Du erfasst technische Skizze, Stückliste, verfügbare Roh- oder Modellmaterialien, Maße, Sicherheitsdatenblatt bei realen Beschichtungsstoffen, Prüfmittel und Freigaben. Ein geordneter Materialfluss lautet: Materialanforderung → Herkunfts- und Bestandsprüfung → Bereitstellung → gekennzeichnete Bearbeitungsstation → Prüfung → Nacharbeit oder Freigabe → dokumentierte Übergabe. Digitale Pläne bekommen Version und Datum, beispielsweise „Modellplan V1“, aber keine persönlichen Klarnamen. Prüfe Bestandsmengen, um vermeidbare Neubeschaffung zu verhindern.

Vollständige Handlung: Informieren: Anforderungen, Werkstoff und Regeln recherchieren. Planen: Zeichnung, Zeit, Hilfsmittel und Prüfmerkmale festlegen. Entscheiden: sichere Modellvariante wählen und freigeben lassen. Ausführen: vorgefertigte Teile oder ungefährliche Schablonen zusammenstellen. Kontrollieren: messen und mit Zielwerten vergleichen. Bewerten: Abweichungen, Ausschuss und Verbesserungen begründen.

Fachvideo: Der Bogenmacher – Daniel Koop, Köln (Kölner Journalistenschule/NRWision, deutsch). Beobachtungsauftrag: Welche Informationen über Holzauswahl, Kundenwunsch und Qualitätsanspruch sind für eine Arbeitsplanung relevant? Das Video ist als externer, urheberrechtlich geschützter Link eingebunden, nicht als frei lizenzierter Download.


Lernfeld 6: Bogenstangen entwerfen und prüfen


Form, Elastizität, Gewicht und Schwerpunkt

Die Bogenstange verbindet Spitze und Froschbereich und beeinflusst die Steifigkeit, Elastizität, Gewichtsverteilung und Handhabung. Die Form hängt von Querschnitt, Material und Längsprofil ab. Elastizität bedeutet, dass sich ein Körper bei geeigneter Belastung verformt und danach weitgehend zurückkehrt; eine zu geringe Steifigkeit kann zu ungünstiger Durchbiegung führen, eine zu hohe Steifigkeit die Ansprache beeinträchtigen. Für reale Bögen werden die Zielwerte fachlich und am konkreten Modell überprüft; weder „je leichter, desto besser“ noch ein allgemeiner Einheitswert ist richtig. Die Bogenstange wird nur von befugten Fachkräften anhand geeigneter Entwürfe und sicherer Verfahren bearbeitet.

Modell-Fachrechnen 1: Werkstoffbedarf. Als reine Rechenannäherung hat ein rechteckiger Modellrohling die Länge 600 mm, die Breite 10 mm und die Höhe 10 mm. Volumen = 600 × 10 × 10 mm³ = 60.000 mm³ = 60 cm³. Ein rechnerisch gleich langer, quaderförmiger Vergleichskörper mit 8 mm × 8 mm hätte 38.400 mm³ = 38,4 cm³. Differenz: 21,6 cm³; theoretischer Volumenanteil: 21,6 / 60 × 100 = 36 %. Ein echter Streichbogen hat wechselnde Querschnitte und einen Kopf, daher ist diese Rechnung kein belastbarer Zuschnitt- oder Abfallwert für einen realen Bogen. Für die Materialbestellung ergänze reale Zeichnungen, Verschnitt und fachliche Freigabe.

Modell-Fachrechnen 2: Schwerpunkt. Drei vereinfachte, entlang einer Längsachse konzentrierte Modellmassen werden vom hinteren Stangenende aus gemessen: Modellstange 18 g bei x = 200 mm, Frosch-Dummy 9 g bei x = 25 mm und Beinchen 3 g bei x = 10 mm. Schwerpunkt x = (18 × 200 + 9 × 25 + 3 × 10) / (18 + 9 + 3) mm = 3.855 / 30 mm = 128,5 mm. Wird im Modellprojekt als Zielbereich 125 bis 135 mm vereinbart, liegt der theoretische Wert darin. Reale Stangen besitzen verteilte Massen und tatsächliche Schwerpunkte müssen fachgerecht gemessen werden. Das Ergebnis ist keine Vorgabe für echte Bögen.


Messstrategie und typische Fehler

Sinnvolle Prüfmittel sind eine maßhaltige Skizze, ein geeignetes Längenmessmittel, eine geeignete Feinwaage und eine berührungsarme Sichtkontrolle. Lege Nullpunkt, Einheit, Messrichtung, zulässige Modellabweichung und Messprotokoll vor der Arbeit fest. Kontrolliere Geometrie und Symmetrie nur mit dafür geeigneten Verfahren; bei einem echten Bogen wird die Belastungsprüfung ausschließlich fachlich beaufsichtigt durchgeführt.

Typische Fehler: Ein Maß wird vom falschen Bezugspunkt abgetragen; eine Massenangabe in Gramm wird mit einer Längenangabe in Millimetern falsch verrechnet; eine sichtbare Oberflächenverfärbung wird mit einer Geometrieabweichung verwechselt; eine Modellrechnung wird als echte Funktionsprüfung ausgegeben. Gegenmaßnahmen: Bezugspunkt markieren, Einheiten bei jedem Zwischenschritt prüfen, getrennte Merkmalslisten führen und Messergebnisse nachkontrollieren.

Bogenspitze als Form- und Sichtkontrollbeispiel; Originalfotografie Pjt56, CC BY-SA 4.0, Quellenangabe im OER-Teil.


Lernfeld 7: Beinchen herstellen und Teile fügen


Bauteile und Funktionsprinzip

Das Bogenbeinchen ist beim modernen Streichbogen der drehbare Griff am hinteren Ende der Spannschraube. Es ist nicht ein Bein oder eine Stütze. Über die Schraube und die Froschmutter wird der Frosch längs der Froschbahn bewegt; erst bei einem vollständigen realen Bogen verändert dies die Spannung des Haarbezugs. Passgenauigkeit bedeutet, dass verbundene Elemente nach Entwurf zusammenpassen und die vorgesehene Bewegung oder feste Lage nicht durch übermäßiges Spiel, Verkanten oder Zwang beeinträchtigt wird. Ästhetische Merkmale wie bündige Übergänge dürfen nicht zulasten der Funktion geprüft werden.

Im ungefährlichen Unterrichtsmodell ersetzt ein auf einer Führung verschiebbarer Karton- oder Kunststoffblock den Frosch, ein vorgefertigter Handdrehknopf das Beinchen und eine unbelastete Demonstrationsschraube die Spanneinrichtung. Schraube, Gewinde und bewegte Teile müssen für das Modell sicher ausgeführt und von der verantwortlichen Lehrkraft freigegeben sein. Keine selbst geschnittenen Metallgewinde, angetriebenen Maschinen oder spannungsbelasteten Eigenkonstruktionen ohne Fachaufsicht.

Frosch eines Geigenbogens; untersuche Bahn, Ring und benachbartes Beinchen. Foto: Pjt56, CC BY-SA 4.0.


Montagefolge und Fehlerdiagnose

Für das Modell gilt: Maße und Teileidentität kontrollieren → Führungsbereich auf Verunreinigung prüfen → vorgefertigte Bauteile lose zuordnen → Frosch-Dummy auf leichtgängigen Weg setzen → vorgefertigten Drehknopf in unbelasteter Anordnung demonstrieren → Endlagen und Oberflächen prüfen → Befund protokollieren. Der Montageplan unterscheidet Fügen (Teile verbinden), Justieren (Lage einstellen) und Prüfen (Soll-Ist-Vergleich).

Fehlerfall: Das Beinchen lässt sich drehen, aber der Frosch-Dummy verschiebt sich nicht. Mögliche Ursachen sind ein nicht eingreifendes Gewinde, eine fehlende Verbindung oder ein blockierter Schlitten. Diagnosefolge: Modell sicher anhalten, Zeichnung und Zustandsbild vergleichen, Führung ohne Gewalt prüfen, Ursache notieren, korrigierte Montage durch befugte Person freigeben. Die Lösung besteht nicht im immer kräftigeren Anziehen. Bei realen Bögen können Stange, Gewinde, Frosch und Bezug geschädigt werden.

Historische Ausführung als Vergleich von Form und konstruktiven Details, nicht als heutiger Fertigungsstandard. The Metropolitan Museum of Art, CC0 1.0.


Lernfeld 8: Oberflächen qualitätsgerecht beschichten


Oberfläche vorbereiten und System wählen

Eine Beschichtung kann eine Holzoberfläche schützen und gestalten. Im Bogenbau sind je nach Bauweise und Anforderung unter anderem Beizen, Ölen, Lackieren und Polieren relevant; sie sind keine austauschbaren Schritte. Beizen verändert überwiegend das Farbbild; Öle können in den Werkstoff eindringen; Lacke bilden je nach Produkt eine Schicht; Polieren verändert die Oberflächenanmutung. Auswahlkriterien: Eignung für den Werkstoff, Verträglichkeit mit Vorbehandlungen, gewünschte Farbwirkung, Belastbarkeit, Pflege, Reparierbarkeit sowie Gefährdungen und Entsorgung. Herstellerdatenblatt, Sicherheitsdatenblatt und betriebliche Freigabe sind verbindliche Arbeitsgrundlagen, nicht ein generelles Rezept aus einem Lerntext.

Sichere Simulation: Verwende zwei Kartonkarten mit digital aufgelegten Farbtönen oder ein ungefährliches Wasser-Farbmodell, sofern von der Lehrkraft freigegeben. Dokumentiere auf der Karte „unbehandelt“, „simulierter Farbauftrag“ und „gleichmäßiger Auftrag“. Damit lassen sich Vollständigkeit, optische Homogenität und Freigabedokumentation beurteilen, nicht die mechanische Beständigkeit eines echten Lacks. Eine tatsächliche Beschichtung setzt geprüfte Absaugung/Lüftung, Stoffbewertung, passende persönliche Schutzausrüstung und beaufsichtigte Arbeit voraus.


Flächen- und Mengenrechnung

Modell-Fachrechnen 3: Auftragmenge. Eine rechteckige Musterfläche ist 20 cm × 5 cm groß, also 100 cm² = 0,01 m². Für ein fiktives Beschichtungssystem lautet der rechnerische Ansatz 80 g/m². Theoretische Auftragsmasse: 80 g/m² × 0,01 m² = 0,8 g. Mit angenommenen 20 % Verlustzuschlag ergibt sich 0,8 g × 1,20 = 0,96 g. Dies ist ausschließlich eine Rechenübung; für reale Produkte gelten die konkreten Herstellerangaben, der tatsächliche Untergrund, das Verfahren, die Schichtdicke und die betriebliche Gefährdungsbeurteilung. 20 % ist keine universelle Verlustrate.

Qualitätsprüfung: Dokumentiere mit standardisiertem Licht aus mindestens zwei Blickrichtungen, ob Farbton, Glanz, Übergänge und Oberflächenbild der freigegebenen Vergleichsprobe entsprechen. Die dokumentierte Prüfmethode und Grenzen der Sichtprüfung gehören in den Bericht. Staubeinschlüsse, Streifen, nicht gedeckte Stellen oder unerwartete Flecken führen zur Ursachenprüfung und – nur nach fachlicher Freigabe – zur Nacharbeit.

Deutschsprachiges Fachvideo zur Materialkunde: Die Maus – Geigenbogen (WDR, 13.03.2022). Beobachte, welche Rolle Rosshaar im vollständigen Bogen spielt und warum dieser Kurs die Bespannung ausdrücklich nicht als eigenständige Modellarbeit verlangt.


Durchgerechneter Praxisauftrag, Arbeitsplan und Kompetenzcheck


Arbeitssituation, Modellwerte und erwartetes Ergebnis

Fall „Werkstattmodell M-02“: Ein fiktiver Bildungskunde bestellt eine Präsentationsbaugruppe mit Modellstange, Frosch-Dummy, Beinchen-Drehgriff und Oberflächenkarte. Ausgangsmaterialien sind vorgefertigte, ungefährliche und nachweislich verfügbare Teile. Modellstangen-Länge: Soll 400 mm; vereinbarte Toleranz ± 2 mm; Ist-Messwert 401 mm. Führungsweg des Dummys: Soll mindestens 15 mm, tatsächlich 17 mm. Oberflächenkarte: keine sichtbar ausgelassenen Felder bei diffusem Licht. Massenschwerpunkt: Berechnung des idealisierten Drei-Punkt-Modells wie oben 128,5 mm; ausdrücklich kein Messwert am Originalbogen. Eine Kartonlehre zeigt, dass die Bauteilfolge Stange–Frosch–Beinchen richtig ist. Alle vier Prüfkriterien gelten nur für diesen erfundenen didaktischen Auftrag.

Kontrollentscheidung: 401 mm liegt im zulässigen Modellintervall von 398 bis 402 mm, weil |401 − 400| = 1 mm und 1 mm ≤ 2 mm. Der gemessene Führungsweg 17 mm erfüllt das vereinbarte Modellminimum von 15 mm. Die Oberflächenkarte ist ohne sichtbare Fehlstelle, und die Schwerpunktberechnung liegt innerhalb des angenommenen Modellzielbereichs 125–135 mm. Ergebnis: Modellauftrag nach diesen vier Modellkriterien freigabefähig, sofern Dokumentation, sichere Ausführung und Sichtprüfung bestätigt sind. Daraus folgt keine Spielbarkeit eines echten Streichbogens.

Materialbilanz: Drei vorgefertigte Modulteile werden aus dem Lehrmittellager entnommen und nach Unterricht zurückgegeben. Eine Papierkarte wird nur einseitig verwendet und als prüfbare Dokumentation aufbewahrt. Hier ist nicht „mehr Material bestellen“ die Standardreaktion, sondern „Bestand prüfen, Abweichungen begründen und verwertbare Reste sichern“.


Ausgefüllter exemplarischer Arbeitsplan

Phase Fachhandlung und Ergebnis Modellzeit Prüftor
Auftrag Funktionsanforderungen und Ausschlüsse schriftlich klären 45 min Modell statt spielfertigem Bogen bestätigt
Entwurf Skizze und Modellmaße mit Bezugspunkt erstellen 75 min Lehrkraft bestätigt Schnittstellen
Disposition Herkunft, Bestand, ungefährliche Bauteile und Datenschutz prüfen 30 min Materialliste vollständig
LF 6 Stangengeometrie als Schablone abbilden; Schwerpunkt berechnen 90 min Maße und Rechenweg dokumentiert
LF 7 Vorbereiteten Frosch-Dummy und Beinchen-Drehgriff montieren 90 min Bewegungsweg ohne Zwang geprüft
LF 8 Digitale Beschichtungsprobe und Mengenrechnung erstellen 60 min Soll-Ist-Sichtvergleich hinterlegt
Qualität Messprotokoll, Fehleranalyse, Nachweismappe prüfen 60 min Abweichungen bewertet
Übergabe Anonymisiertes Kundengespräch simulieren; Reflexion 45 min Freigabe oder Nacharbeit entschieden

Gesamtmodellzeit: 45 + 75 + 30 + 90 + 90 + 60 + 60 + 45 = 495 Minuten = 8 Stunden 15 Minuten. Das ist eine Unterrichtsplanung, keine gesetzliche Zeitvorgabe. Bei realen Arbeitsprozessen legen Betrieb und Fachaufsicht die Zeiten nach Verfahren, Sicherheit und individuellen Lernzielen fest.


Bewertungsraster: 100 Punkte

Kriterium Nachweis und Bewertung Maximum
Auftrag und Planung Anforderungen, Ausschlüsse, Zeichnung, Freigabe vollständig und schlüssig 15
Bogenstange LF 6 Werkstoff- und Formbegründung, Einheiten, Rechenwege und Messbezüge korrekt 20
Beinchen und Fügen LF 7 Funktion erklärt, Baugruppe passgenau und unbelastet beweglich, Fehler erkannt 20
Oberfläche LF 8 Systemwahl begründet, Simulation klar abgegrenzt, Probe korrekt beurteilt 15
Fachrechnen und Qualität Toleranz, Schwerpunkt, Material-/Mengenrechnung und Soll-Ist begründet 10
Sicherheit und Nachhaltigkeit sichere Freigaben, Materialherkunft, Abfall- und Energieschonung nachgewiesen 10
Kommunikation und Reflexion Kundenprotokoll, nachvollziehbare Dokumentation, konkrete Verbesserung 10
Gesamt 100

Auswertungsempfehlung für dieses Unterrichtsprojekt: 90–100 Punkte sehr sicher nachgewiesen, 75–89 überwiegend sicher, 60–74 mit gezielter Nacharbeit, unter 60 wesentliche Lücken. Diese Schwellen sind didaktische Setzungen, keine amtlichen Noten- oder Gesellenprüfungsgrenzen. Fehlende Sicherheitsfreigabe führt unabhängig von Punkten zum Stopp des praktischen Arbeitsschritts; der sichere Dokumentations- oder Modellweg bleibt offen. Beurteile die drei Lernfelder fachlich getrennt und gib verbesserungsorientierte Rückmeldung.


Fehleranalyse, sichere Werkstatt und verantwortliche Übergabe


Vom Befund zur begründeten Verbesserung

Fehlerprotokoll mit sechs Feldern: Sollmerkmal – Istbeobachtung – mögliche Ursachen – überprüfte Ursache – zulässige Korrektur – erneute Prüfung. Beispiel: Der Frosch-Dummy läuft ruckartig; die Skizze zeigt eine gerade Führung, der Istbefund eine verkantete Pappschiene. Nach Ausschluss beschädigter Teile wird die Kartonführung gerichtet, erneut bewegt und der Bewegungsweg gemessen. Nicht die Zahl der Reparaturversuche, sondern die nachvollziehbare Ursachenprüfung zählt. Bei realen Werkstücken darfst du fehlerhafte Fügungen nicht durch Kraft, Wärme, unzulässiges Abschleifen oder improvisierte Klebstoffe „retten“.

Kundenkommunikation: Berichte in verständlicher Sprache, dass das Unterrichtsmodell die Funktionen demonstriert, aber nicht spielbar ist, welche Prüfkriterien erfüllt wurden und welche nicht. Verwende keine Echtdaten. Eine geeignete Aussage lautet: „Das Modell M-02 zeigt die Längsbewegung eines Frosch-Dummys über einen modellhaften Drehgriff. Die vereinbarten Modellmaße wurden geprüft; es enthält keinen belasteten Haarbezug.“


Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz

Bei Holz- und Lackstaub sind wirksame Quellenabsaugung, passende Unterweisung, geeignete Reinigungsverfahren und betrieblich geprüfte Schutzmaßnahmen notwendig. Holzstaub darf nicht sorglos trocken aufgekehrt oder mit Druckluft abgeblasen werden. Für reale Holzarbeiten sind insbesondere TRGS 553 Holzstaub (Fassung 28.02.2025) und DGUV Information 209-044 relevant; für Beschichtungen DGUV Information 209-046 (Ausgabe 12/2024) und die aktuellen Hersteller- und Sicherheitsdaten. Tätigkeiten mit Lösemitteln, Beizen, erhitzten Stangen, Sägen, Bohrern, Schleifmaschinen, Klebstoffen und spanabhebenden Verfahren sind keine unbeaufsichtigten Schülerexperimente. Vorab: Gefährdungsbeurteilung, Ersatzstoffprüfung, sichere Maschinen, erforderliche persönliche Schutzausrüstung, Absaugung, Brandschutz und Notfallweg unter fachlicher Verantwortung festlegen. TRGS 553 · DGUV 209-046 · aktuelle TRGS-Übersicht.

Artenschutz: Materialien wie Fernambuk/Pernambuco und bestimmte Tierprodukte können artenschutzrechtlich reguliert sein. Die Regeln für Paubrasilia echinata wurden auf CITES-Ebene zum 5. März 2026 geändert; die EU-Umsetzung und die konkret geltenden Nachweispflichten müssen stets aktuell beim Bundesamt für Naturschutz geprüft werden. Alte Dokumentations- und Exportaussagen nicht ungeprüft übernehmen. Beschaffung nur mit geklärter Herkunft und Genehmigungslage; alternative, legal verfügbare und für den jeweiligen Zweck geeignete Materialien abwägen. Das Modell benötigt keine geschützten Naturmaterialien. BfN: Fernambuk · BfN: Musikinstrumente und CITES.

Digitalisierung und Datenschutz: Fotografiere nur eigene, freigegebene Unterrichtsmodelle ohne Personenbezug. Speichere versionierte CAD-Skizzen, Stücklisten, berechnete Mengen und Prüfprotokolle mit Rollenrechten und Datensparsamkeit. Metadaten und echte Kundenadressen gehören nicht in frei veröffentlichte Lernnachweise. Nutze Urheber- und Lizenzhinweise für fremde Bilder. Für Nacharbeit zuerst Planversion, Messfehler oder Materialfluss prüfen; digital nachvollziehbare Änderungen ersetzen nicht die reale Sicherheits- und Passkontrolle.

Reflexionsauftrag: Benenne einen tatsächlich gemessenen Unterschied zwischen Soll und Ist, die nachgewiesene Ursache, eine sichere Korrektur, ihre erneute Kontrolle und einen nachhaltigen Verbesserungsansatz. Trenne Beobachtung, Vermutung und überprüftes Ergebnis.



Interaktive Aufgaben


Quiz: Fachwissen anwenden

Warum muss der Kundenwunsch vor der Modellfertigung in Prüfkriterien übersetzt werden? (Damit die spätere Soll-Ist-Prüfung nachvollziehbar ist) (!Damit keine technische Zeichnung mehr nötig ist) (!Damit jede gewünschte Eigenschaft automatisch messbar wird) (!Damit die Gefährdungsbeurteilung entfällt)




Welche Angabe beschreibt beim Modellprojekt eine konkret überprüfbare Längenanforderung? (Modellstange 400 mm mit einer Toleranz von plus oder minus 2 mm) (!Modellstange in professioneller Qualität) (!Modellstange möglichst angenehm) (!Modellstange wie bei allen historischen Bögen)




Wie groß ist das Volumen eines rechteckigen Modellrohlings von 600 mm mal 10 mm mal 10 mm? (60 Kubikzentimeter) (!6 Kubikzentimeter) (!600 Kubikzentimeter) (!0,6 Kubikzentimeter)




Was zeigt die Schwerpunktrechnung für die drei fiktiven Modellmassen? (Einen vereinfachten Schwerpunkt bei 128,5 mm vom gewählten Nullpunkt) (!Die vorgeschriebene Balance aller Geigenbögen) (!Die tatsächliche Elastizität einer Bogenstange) (!Die Härte des verwendeten Holzes)




Welche Aufgabe hat das Beinchen an einem realen modernen Streichbogen? (Es dient als Drehgriff der Spannschraube) (!Es trägt als Fuß den Bogen auf dem Boden) (!Es hält die Bogenspitze am Saitenhalter) (!Es ersetzt die Froschbahn beim Gleiten)




Ein Frosch-Dummy klemmt bei der Montage. Was ist der geeignete erste Schritt? (Bewegung stoppen und Führung sowie Einbaulage ohne Gewalt prüfen) (!Den Drehgriff mit Werkzeug kräftiger anziehen) (!Die Stange ohne Messung dünner schleifen) (!Den Fehler ignorieren, solange sich etwas bewegt)




Was ist beim Vergleich von Beizen, Ölen und Lackieren fachlich richtig? (Die Verfahren haben unterschiedliche Wirkungen und müssen zum Werkstoff passen) (!Alle drei bilden immer identische deckende Schichten) (!Polieren ersetzt grundsätzlich jeden Beschichtungsauftrag) (!Jede Beschichtung ist ohne Produktdaten sicher verwendbar)




Eine Musterfläche umfasst 0,01 Quadratmeter und der fiktive Ansatz beträgt 80 Gramm je Quadratmeter. Wie groß ist die theoretische Masse? (0,8 Gramm) (!8 Gramm) (!80 Gramm) (!0,08 Gramm)




Das Modell misst 401 mm bei Soll 400 mm und einer zulässigen Abweichung von 2 mm. Wie lautet die Entscheidung? (Die Modelllänge liegt innerhalb des vereinbarten Toleranzbereichs) (!Die Modelllänge ist genau um 3 mm zu lang) (!Das Modell erfüllt damit automatisch alle Qualitätsmerkmale) (!Die reale Spielbarkeit des Bogens ist nachgewiesen)




Welche Maßnahme entspricht einer sicheren beruflichen Bearbeitung von Holzstaub? (Wirksame Absaugung und betrieblich festgelegte Schutzmaßnahmen anwenden) (!Holzstaub mit Druckluft im Raum verteilen) (!Feinen Schleifstaub immer trocken aufkehren) (!Auf Unterweisung verzichten, wenn das Werkstück klein ist)





Memory: Fachbegriff und Funktion

Ordne die fachlich passenden Begriffe und Definitionen einander zu. Bei Unklarheit hilft das entsprechende Lehrkapitel.

Bogenstange Tragendes, elastisch gestaltetes Längsteil eines Streichbogens
Beinchen Drehgriff am hinteren Ende der Spannschraube
Froschbahn Gleitbereich zwischen Frosch und Stangenende
Sollmaß Vor der Ausführung vereinbarter Maßwert
Schichtprobe Muster zur Prüfung von Farbton und Oberflächenbild
Materialbilanz Gegenüberstellung von Einsatz, Verbrauch und verbleibendem Material





Drag and Drop: Befund und Prüfmethode

Finde zu jedem Prüfvorgang das passende fachliche Merkmal.

Gesuchter Prüfvorgang Fachliches Merkmal
Länge mit Bezugspunkt messen Modellstangengeometrie
Bewegungsweg ohne Last prüfen Führung des Frosch-Dummys
Lichtvergleich mit Musterkarte durchführen Optisches Beschichtungsbild
Materialherkunft dokumentieren Ressourcenschutz und Nachverfolgbarkeit
Soll und Ist samt Ursache vergleichen Systematische Fehleranalyse





Kreuzwort: Werkstattbegriffe

Ermittle die sechs Fachwörter aus den Beschreibungen.

Bogenstange Längsbauteil, dessen Form und Elastizität den Streichbogen beeinflussen
Beinchen Drehknopf, über den beim echten Bogen die Spannschraube betätigt wird
Froschbahn Kontakt- und Gleitbereich zwischen Frosch und Stange
Absaugung Technische Einrichtung, die Staub an seiner Entstehungsstelle erfassen soll
Lackprobe Beschichtetes Muster zur Beurteilung von Farbton und Oberflächenbild
Schwerpunkt Gedachter Angriffspunkt der resultierenden Gewichtskraft





LearningApps: weitere Zuordnungen

Die folgende Suchansicht führt zu thematisch passenden externen Lernbausteinen; Treffer müssen von der Lehrkraft vor Unterrichtseinsatz fachlich und datenschutzrechtlich geprüft werden.


Lückentext: Auftrag und Qualitätsprüfung

Ergänze jeweils einen Fachausdruck.
Der schriftlich bestätigte Kundenbedarf wird in überprüfbare

übersetzt.
Die elastisch gestaltete Längskomponente eines Streichbogens heißt

.
Der hintere Drehgriff der Spannschraube heißt

.
Der verschiebbare Teil, der im echten Bogen den Haarbezug spannt, ist der

.
Eine technisch begründete Zielgröße heißt

.
Eine festgestellte Größe wird als

protokolliert.
Die gewichtete Lage der Modellmassen wird durch den

ausgedrückt.
Eine Oberflächen-Musterkarte dient der optischen

.
Bei stauberzeugender Bearbeitung ist eine wirksame

notwendig.
Bei der Beschaffung geschützter Materialien ist der

einzuhalten.
Bei beschädigten Teilen ist zuerst die

zu prüfen.
Ein digitaler Bearbeitungsstand erhält eine eindeutige

.



Offene Aufgaben

Die Aufgaben ergeben zusammen einen dokumentierten Jahreskompetenzcheck. Bearbeite reale Fertigungsschritte nur nach fachlicher Freigabe; ansonsten nutze Zeichnungen, Kartonmodelle oder Simulationen.


Leicht

  1. Bauteilkarte: Beschrifte an einer freien Abbildung Bogenstange, Kopf, Frosch, Froschbahn, Beinchen und Bezug; erläutere die jeweilige Funktion in einem Satz.
  2. Auftragsskizze: Fertige für das Unterrichtsmodell eine bemaßte Skizze mit eindeutigem Nullpunkt und drei prüfbaren Sollmerkmalen an.
  3. Prüfmittel: Ordne den Merkmalen Modelllänge, Führungsweg und Oberflächenbild jeweils eine sichere Prüfmethode zu und begründe deine Zuordnung.
  4. Sicherheitskarte: Erstelle eine Gegenüberstellung beaufsichtigter Werkstattarbeiten und der sicheren Papier- oder digitalen Alternativen.


Standard

  1. Modellbalance: Rechne den Schwerpunkt des Drei-Punkt-Massenmodells mit vollständigem Einheitenweg nach und untersuche, wie eine um 2 g schwerere Beinchenattrappe den Wert verändert.
  2. Montageprotokoll: Ordne die Montage eines vorgefertigten Frosch-Dummys und Beinchen-Drehgriffs in Phasen; dokumentiere Prüftore und eine plausible Fehlerursache.
  3. Beschichtungsmuster: Erstelle zwei digitale Farb- und Glanzvarianten; vergleiche Eignung, Sichtprüfung, Nacharbeit und Materialeinsatz anhand festgelegter Kriterien.
  4. Kundengespräch: Spiele eine anonymisierte Rückfrage zur Nutzung als Modell; formuliere anschließend eine sachliche Bestätigung von Lieferumfang und Ausschlüssen.


Schwer

  1. Variantenentscheidung: Vergleiche zwei legal und sicher verfügbare Modellwerkstoffe anhand Steifigkeitsannahme, Nachweisbarkeit, Bearbeitungsrisiko und Ressourcenverbrauch; begründe deine Empfehlung.
  2. Ursachenanalyse: Entwickle für einen klemmenden Frosch-Dummy eine Prüfmatrix mit Hypothesen, Nachweisen, zulässiger Korrektur und erfolgreicher Wiederholungsprüfung.
  3. Auftragskalkulation: Verwende die acht Phasen des Arbeitsplans, berechne mit einem fiktiven Stundensatz von 24 Euro einen didaktischen Zeitkostenwert und trenne diesen ausdrücklich von echtem Angebotspreis, Umsatzsteuer und Materialkosten.
  4. Verbesserungsauftrag: Überarbeite den Modellprozess so, dass Verschnitt, riskante Stoffe und personenbezogene Daten minimiert werden; zeige anhand von zwei messbaren Indikatoren den Vorteil.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Kompetenzfall LF 6: Ein Modellstab weicht an einem Bezugspunkt um 3 mm ab, zugelassen sind 2 mm. Triff eine Soll-Ist-Entscheidung, erläutere die Folgen für die Folgearbeiten und schlage eine sichere Korrektur vor.
  2. Kompetenzfall LF 7: Der Frosch-Dummy ist leichtgängig, aber das Beinchen überträgt keine Bewegung. Erstelle eine logisch geordnete Diagnose und nenne deine Stop-Regel bei beschädigter Verbindung.
  3. Kompetenzfall LF 8: Auf einer Musterfläche entstehen dunkle Flecken. Unterscheide mindestens drei denkbare Ursachen und beschreibe, wie du sie an ungefährlichen Proben überprüfst.
  4. Rechenprüfung: Berechne aus 25 cm × 4 cm Musterfläche und fiktiven 60 g/m² eine theoretische Auftragsmasse; ergänze 10 % kalkulatorischen Verlust und prüfe alle Einheiten.
  5. Freigabegespräch: Begründe anhand eines vollständigen Protokolls, ob Modell M-02 übergeben werden darf, und stelle deutlich klar, was nicht als reale Spielfunktionsprüfung gelten darf.
  6. Rechts- und Materialentscheidung: Ein hypothetisches Angebot nennt Fernambuk ohne Herkunftsunterlagen. Erläutere die notwendigen Nachfragen, die zuständigen Informationsstellen und eine sichere Materialalternative.
  7. Übertragungsaufgabe: Weise nach, wie du ein digitales Prüfprotokoll versionierst und anonymisierst, ohne die Rückverfolgbarkeit des künstlichen Modellauftrags zu verlieren.

Fachliche Rückmeldung: Beurteile je Lernfeld die Richtigkeit der Fachbegriffe, Vollständigkeit des Rechenwegs, begründete Entscheidung, Sicherheit und nachvollziehbare Fehlerkontrolle. Bei fachlichen Lücken erfolgt gezielte Nacharbeit mit erneuter Prüfung; die Bewertung von Arbeitsschutzvoraussetzungen ist keine Punktfrage.


Lernnachweis

Der konkrete Lernnachweis besteht aus einer anonymisierten Projektmappe mit Auftragsanalyse, drei Lernfeldbezügen, bemaßter Modellskizze, Material- und Informationsfluss, Sicherheitsentscheidung, Arbeitsplan, drei vollständig nachvollziehbaren Modellrechnungen, Foto oder Grafik des ungefährlichen Modells, Montage- und Oberflächenprüfprotokoll, Bewertungsraster, Fehleranalyse, Kundengespräch und schriftlicher Reflexion. Ein tatsächlich nachgemessener Wert muss als Messwert gekennzeichnet sein; angenommene Modellwerte bleiben als Annahmen ausgewiesen.

Abgabekontrolle: Ein prüfbares Modell oder eine gleichwertige digitale Simulation liegt vor; das Beinchen-Frosch-Prinzip ist erklärt; LF 6, 7 und 8 sind einzeln belegt; Berechnungen und Soll-Ist-Entscheidungen sind reproduzierbar; Quellen und Bildrechte sind dokumentiert. Lehrkräfte oder Ausbildungsbeauftragte dokumentieren die Rückmeldung anhand der 100-Punkte-Matrix. Das Ergebnis ersetzt weder einen betrieblichen Ausbildungsnachweis noch die Zwischen- oder Gesellenprüfung.


OER und Wikipedia

Fachliche und rechtliche Ausgangsquellen (geprüfte Webseiten, Abruf Oktober 2026):

  1. BIBB: Berufsprofil Bogenmacher/Bogenmacherin – offizieller Berufsüberblick, Berufsbild und Zugang zur Ausbildungsordnung.
  2. BmAusV vom 16. Juli 2015 – geltender Normtext als externe Referenz, hier nicht vervielfältigt.
  3. ISB Bayern: Lernfelder 6–8 – beispielhafter Landeslehrplan; bei anderen Ländern geltenden Plan gesondert prüfen.
  4. TRGS 553 Holzstaub – Fassung 28.02.2025, Schutz vor Holzstäuben.
  5. DGUV Information 209-044 Holzstaub – Fachpraxis.
  6. DGUV Information 209-046 – Ausgabe 12/2024, Brand-/Explosionsschutz bei flüssigen Beschichtungsstoffen.
  7. BfN: Fernambuk – rechtlicher Aktualisierungsstand; vor Entscheidungen neu prüfen.
  8. PA-BBNE: Bogenmacherin/Bogenmacher und Nachhaltigkeit – Bildungsimpulse zum Ressourcen- und Artenschutz.

Bildmedien: Nutzungs- und Lizenznachweise der überprüften Wikimedia-Commons-Dateiseiten. Die Dateien werden nicht als eigene Schöpfungen ausgegeben; etwaige Weiterbearbeitungen erfordern die Einhaltung der jeweiligen Lizenz und Änderungskennzeichnung.

Datei Commons-Quelle Autor oder Bildgeber Nutzungsrecht
File:Violin bow parts.jpg Anatomie des Bogens Kbh3rd CC BY-SA 3.0 (auch GFDL)
File:ViolinBowTip-pjt.jpg Bogenspitze Pjt56 CC BY-SA 4.0
File:ViolinBowFrog-pjt.jpg Bogenfrosch Pjt56 CC BY-SA 4.0
File:Violin Bow MET midp1989.146det.jpg Historische Details The Metropolitan Museum of Art CC0 1.0

Deutschsprachige externe Fachvideos (nur verlinkt, keine offene Videolizenz behauptet):

  1. Der Bogenmacher – Daniel Koop – Kölner Journalistenschule/NRWision, Berufspraxis, Materialwahl und individuelle Aufträge; Nutzungsrecht verbleibt beim Anbieter.
  2. Die Maus: Geigenbogen – WDR, Material- und Funktionsverständnis, 13.03.2022; Nutzungsrecht verbleibt beim Anbieter.

Freier Grundlagenartikel zu Aufbau und Fachbegriffen: Bogen (Streichinstrument), Wikipedia. Wikipedia-Text steht unter CC BY-SA; Lizenz und Versionsangabe bei eigenen Bearbeitungen prüfen. Der Artikel ist kein Ersatz für die verbindliche Ausbildungsordnung.


Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC Projekte



Schulfach+




aiMOOCs



aiMOOC Projekte