Zum Inhalt springen

Neue Sachlichkeit und Exilliteratur - Literatur verstehen

Aus MOOCsWiki Staging
Die Druckversion wird nicht mehr unterstützt und kann Darstellungsfehler aufweisen. Bitte aktualisiere deine Browser-Lesezeichen und verwende stattdessen die Standard-Druckfunktion des Browsers.
aiMOOC-Siegel aiMOOC

Neue Sachlichkeit und Exilliteratur - Literatur verstehen

QR-Code



Neue Sachlichkeit und Exilliteratur - Literatur verstehen

Fach: Deutsch und Geschichte

Zielgruppe: Klasse 9–10

Niveau: Einfach bis mittel

Lernzeit: Etwa 3–4 Unterrichtsstunden

Kurzbeschreibung: Nüchterne Beobachtung und politische Bedrohung prägen unterschiedliche Schreibweisen. Exil bezeichnet eine Lebens- und Publikationssituation, keine einheitliche Stilrichtung.


Einleitung

Wie schreiben Menschen über ihren Alltag? Was passiert mit Literatur, wenn ein Staat Bücher verbietet und Schriftsteller verfolgt?

Du lernst zwei wichtige Begriffe kennen:

Neue Sachlichkeit bezeichnet eine Art zu schreiben. Viele Texte beschreiben den Alltag genau, knapp und kritisch.

Exilliteratur bezeichnet Literatur, die Menschen in der Situation des Exils schreiben oder veröffentlichen. Exil bedeutet, dass Menschen ihre Heimat etwa wegen Verfolgung verlassen müssen.

Wichtig: Neue Sachlichkeit ist eine literarische Richtung. Exilliteratur ist keine einheitliche Stilrichtung.


Das lernst Du

Nach diesem aiMOOC kannst Du eine sachliche Schreibweise erkennen. Du kannst erklären, warum Menschen während der NS-Diktatur fliehen mussten. Außerdem kannst Du literarische Texte vergleichen und die Grenzen einer einfachen Einordnung erkennen.

So arbeitest Du: Lies die kurzen Abschnitte. Betrachte die Bilder. Nutze die Hilfen. Bearbeite anschließend die Aufgaben.


Deutschland zwischen 1918 und 1945


Die Weimarer Republik

Von 1918 bis 1933 bestand in Deutschland die Weimarer Republik. In dieser Zeit veränderte sich der Alltag stark.

Großstädte wuchsen. Autos, Straßenbahnen, Radio und Werbung wurden wichtiger. Viele Menschen hatten aber wenig Geld. 1929 begann eine schwere Weltwirtschaftskrise.

Berlin um 1932/33: Straßenbahnen, Autos und Menschen bestimmen das Stadtbild. Foto: Waldemar Titzenthaler, gemeinfrei.

Bildauftrag: Nenne drei Einzelheiten, die das Leben in einer modernen Großstadt zeigen.

Leuchtwerbung am Berliner Potsdamer Platz, 1927. Quelle: Bundesarchiv, Bild 102-03791, CC BY-SA 3.0 DE.

Denkfrage: Warum könnte ein Schriftsteller über Werbung, Verkehr und Arbeit schreiben?


Ein Einschnitt im Jahr 1933

1933 übernahmen die Nationalsozialisten die Macht. Sie zerstörten die Demokratie. Menschen wurden wegen ihrer politischen Haltung, ihrer jüdischen Herkunft oder aus anderen Gründen verfolgt.

Der Staat schränkte die Meinungsfreiheit ein. Bücher wurden verboten. Viele Menschen mussten fliehen.

Merke: Geschichte beeinflusst, worüber Menschen schreiben und wo sie veröffentlichen können.


Neue Sachlichkeit


Genau beobachten statt übertreiben

Die Neue Sachlichkeit prägte viele Texte der 1920er und frühen 1930er Jahre.

Typische Merkmale sind eine klare Sprache, genaue Beobachtungen und Kritik an gesellschaftlichen Problemen. Häufig spielt die Handlung in einer Großstadt.

Nicht jeder Text besitzt alle Merkmale. Manche Werke sind auch ironisch oder emotional.

Ausstellungsplakat von Karl Bertsch, 1925, gemeinfrei. Der Begriff Neue Sachlichkeit wurde zunächst auch in der bildenden Kunst verwendet.

Bildauftrag: Beschreibe das Plakat möglichst genau. Vermeide zunächst Deine persönliche Meinung.


Ein kurzer Übungstext

Frei erfundenes Beispiel, kein historisches Originalzitat:

Um sieben Uhr warten Menschen vor der Fabrik. Das Tor bleibt geschlossen. An der Wand hängt ein Schild: „Heute keine Arbeit.“ Ein Mann schaut auf seine Uhr.

Was fällt Dir auf? Der Text beschreibt eine konkrete Situation. Die Sätze sind kurz. Das Problem der Arbeitslosigkeit wird sichtbar, ohne dass der Erzähler es ausführlich erklärt.

Hilfe 1: Suche Wörter, die Gegenstände oder Handlungen nennen.

Hilfe 2: Prüfe, ob viele Gefühle beschrieben werden.

Hilfe 3: Erkläre, welche gesellschaftliche Frage hinter der Szene steckt.


Autoren und Werke

Erich Kästner schrieb über gesellschaftliche Probleme und menschliches Verhalten. Sein Roman Fabian erschien 1931.

Irmgard Keun schilderte unter anderem das Leben junger Frauen. Ihr Roman Das kunstseidene Mädchen erschien 1932.

Alfred Döblin verband in Berlin Alexanderplatz von 1929 verschiedene Stimmen und Eindrücke der Großstadt. Sein Stil zeigt, dass Literatur der Zeit sehr unterschiedlich gestaltet sein konnte.

Erich Kästner, Aufnahme von 1961. Foto: Basch/Anefo, Niederländisches Nationalarchiv, CC0.

Wichtig: Erich Kästner blieb während der NS-Diktatur überwiegend in Deutschland. Nicht jeder verfolgte Schriftsteller ging ins Exil.


Video: Die Neue Sachlichkeit

Das folgende Video stammt aus dem Forschungsinstitut Brenner-Archiv der Universität Innsbruck. Es behandelt die Neue Sachlichkeit am Beispiel von Paula Schliers Petras Aufzeichnungen.

Videoauftrag: Notiere zwei Merkmale der Neuen Sachlichkeit.


Video: Die Neue Frau

Auch das Bild der selbstständigen Frau veränderte sich in den 1920er Jahren. Literatur griff neue Möglichkeiten, aber auch soziale Schwierigkeiten auf.

Videoauftrag: Erkläre, weshalb Freiheit und wirtschaftliche Unsicherheit gleichzeitig vorkommen konnten.


Audio: Eine verwandte Kunstrichtung

Die Neue Sachlichkeit gab es nicht nur in der Literatur, sondern auch in der Fotografie.

Hörbeitrag zur Neuen Sachlichkeit in der Fotografie

Gesprochener Wikipedia-Artikel, etwa fünf Minuten. Sprecher: Gerald Rathjen, CC BY-SA 3.0.

Hörauftrag: Welche Gemeinsamkeiten könnten genaue Fotografien und sachliche literarische Beschreibungen haben?

Hinweis: Das Audio behandelt Fotografie, nicht unmittelbar Literatur.


Historischer Trickfilm: KIPHO 1925

Auch der Film entwickelte neue Möglichkeiten. Der historische Werbefilm KIPHO von Julius Pinschewer und Guido Seeber arbeitet mit bewegten Bildern, Tricktechnik und schneller Montage.

Datei:KIPHO.webm

Historischer Film aus Wikimedia Commons, gemeinfrei. Er zeigt Medienexperimente der Zeit und ist kein Beispiel für einen neusachlichen literarischen Text.

Filmauftrag: Beobachte, wie Bilder schnell wechseln. Wie könnte ein Schriftsteller einen ähnlichen Wechsel von Eindrücken mit Sprache darstellen?


Literatur unter der NS-Diktatur


Bücherverbrennung und Verfolgung

Am 10. Mai 1933 wurden in vielen deutschen Städten Bücher öffentlich verbrannt. Nationalsozialistische Organisationen und nationalsozialistisch geprägte Studentengruppen beteiligten sich daran.

Betroffen waren unter anderem Werke von Erich Kästner, Anna Seghers, Bertolt Brecht und Erich Maria Remarque.

Bücherverbrennung auf dem Berliner Opernplatz, Mai 1933. Foto: Georg Pahl, Bundesarchiv, Bild 102-14597, CC BY-SA 3.0 DE.

Quellenfrage: Was zeigt das Foto? Was kann es allein nicht über die Gedanken der Beteiligten beweisen?

Das Bild ist eine historische Quelle. Es dokumentiert einen Angriff auf die Freiheit von Literatur und Wissenschaft.

Weitere Informationen: Bundesarchiv: Bücherverbrennung 1933.


Exilliteratur


Was bedeutet Exil?

Exil bedeutet, außerhalb der Heimat zu leben, weil dort beispielsweise Verfolgung oder schwere Gefahren drohen.

Viele Autorinnen und Autoren verließen nach 1933 Deutschland. Sie flohen unter anderem in die Schweiz, nach Frankreich, in die Niederlande oder später in die USA und nach Mexiko.

Im Exil mussten sie oft eine neue Sprache lernen, Arbeit suchen und einen Verlag finden.

Merke: Exilliteratur beschreibt vor allem eine Lebens- und Veröffentlichungssituation. Sie hat keinen einheitlichen Schreibstil.


Das Deutsche Exilarchiv

Das Deutsche Exilarchiv 1933–1945 gehört zur Deutschen Nationalbibliothek.

Es sammelt Bücher, Briefe, persönliche Nachlässe und andere Zeugnisse von Menschen im Exil.

Nach Angaben des Exilarchivs wurden zwischen 1933 und 1945 etwa 500.000 Menschen aus dem Machtbereich der NS-Diktatur ins Exil gezwungen. Diese Zahl meint Menschen verschiedener Berufe und Lebensbereiche, nicht nur Schriftsteller.

Entdecke die Ausstellung: Deutsches Exilarchiv – Deutsche Nationalbibliothek

Virtuelle Ausstellung: Menschen im Exil

Arbeitsauftrag: Suche eine Biografie aus der virtuellen Ausstellung. Notiere, weshalb die Person fliehen musste und was ihr im neuen Land half.


Autorin: Anna Seghers

Anna Seghers floh vor der NS-Diktatur. Sie lebte zunächst in Frankreich und später in Mexiko.

Ihr Roman Das siebte Kreuz erzählt von der Flucht aus einem nationalsozialistischen Konzentrationslager und von Menschen, die helfen oder wegsehen.

Anna Seghers bei einer Schriftstellerkonferenz 1966, also nach ihrer Rückkehr. Foto: Christa Hochneder, Bundesarchiv, Bild 183-F0114-0204-003, CC BY-SA 3.0 DE.

Audio: Wie spricht man den Namen aus?

Aussprache des Namens Anna Seghers

Ausspracheaufnahme: Jeuwre, CC BY-SA 4.0.


Video: Das siebte Kreuz

Dieses Video des Literaturvermittlers Markus Gasser enthält eine persönliche Deutung des Romans. Unterscheide seine Meinungen von überprüfbaren Angaben zur Handlung.

Videoauftrag: Welche Bedeutung haben Hilfe und Solidarität? Notiere eine Aussage und erkläre, ob sie eine Tatsache oder eine Interpretation ist.


Autor: Bertolt Brecht

Bertolt Brecht verließ Deutschland 1933. Er schrieb unter anderem Theaterstücke und Gedichte, die gesellschaftliche Probleme und politische Herrschaft kritisch untersuchen.

Zu seinen im Exil entstandenen Werken gehört Furcht und Elend des Dritten Reiches.

Bertolt Brecht, Aufnahme von 1954. Foto: Jörg Kolbe, Bundesarchiv, Bild 183-W0619-307, CC BY-SA 3.0 DE.

Denkfrage: Warum kann ein Theaterstück politische Kritik ausdrücken?


Autor: Thomas Mann

Thomas Mann kehrte nach einer Auslandsreise im Jahr 1933 nicht nach Deutschland zurück. Er wandte sich öffentlich gegen die NS-Diktatur.

1937 erschien in Zürich die Schrift Ein Briefwechsel. Darin setzte er sich mit nationalsozialistischen Maßnahmen gegen ihn auseinander.

Thomas Mann, 1937. Foto: Carl Van Vechten, Library of Congress, gemeinfrei.

Die 1937 in Zürich erschienene Broschüre. Foto: H.-P. Haack, CC BY-SA 3.0.

Bildauftrag: Was verraten Dir Erscheinungsort und Erscheinungsjahr über die Situation des Autors?


Neue Sachlichkeit und Exilliteratur vergleichen

Frage Neue Sachlichkeit Exilliteratur
Was bezeichnet der Begriff? Eine literarische Richtung oder Schreibweise Eine Lebens- und Publikationssituation
Welcher Zeitraum ist besonders wichtig? Vor allem die 1920er und frühen 1930er Jahre Besonders 1933–1945 im Zusammenhang mit der NS-Verfolgung
Welche Themen kommen vor? Alltag, Stadtleben, Arbeit und soziale Probleme Verfolgung, Flucht, Freiheit, Verlust und Widerstand, aber auch andere Themen
Wie ist die Sprache? Häufig klar, knapp und beobachtend Sehr unterschiedlich, je nach Autor und Text

Wichtig: Die Begriffe schließen sich nicht aus. Eine Autorin oder ein Autor konnte auch im Exil sachlich schreiben.


Zwei kurze Übungstexte

Text A – frei erfunden:

Der Zug fährt um 8:20 Uhr ab. Auf dem Bahnsteig stehen zwölf Menschen. Ein Junge hält eine Zeitung in der Hand.

Text B – frei erfunden:

Seit drei Wochen lebt sie in einer fremden Stadt. Sie vermisst ihre Familie. Trotzdem schreibt sie jeden Abend an ihrem neuen Buch.

Aufgabe: Vergleiche Sprache, Gefühle und Situation.

Hilfe 1: Text A beschreibt vor allem sichtbare Dinge.

Hilfe 2: Text B zeigt eine persönliche Erfahrung.

Hilfe 3: Überlege, welche zusätzlichen Informationen Du brauchst, um Text B als Exilliteratur einzuordnen.

Merksatz: Ein Text über eine fremde Stadt ist nicht automatisch Exilliteratur. Entscheidend sind auch die Lebens- und Entstehungsbedingungen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Lernpunkt 1: Neue Sachlichkeit

Was ist typisch für viele Texte der Neuen Sachlichkeit? (Eine klare und genaue Beschreibung des Alltags) (!Eine ausschließlich fantastische Handlung) (!Ein Verbot von gesellschaftlicher Kritik) (!Eine Sprache ohne konkrete Beobachtungen)




In welcher Zeit entwickelte sich die Neue Sachlichkeit besonders? (In der Weimarer Republik) (!Im europäischen Mittelalter) (!Während der deutschen Romantik) (!Erst nach der deutschen Wiedervereinigung)




Welches Thema passt zur Neuen Sachlichkeit? (Arbeitslosigkeit in einer Großstadt) (!Das Leben eines Zauberers im Märchenwald) (!Die Abenteuer antiker Götter) (!Die Entstehung des Weltalls)




Lernpunkt 2: Politik und Verfolgung

Was geschah am 10. Mai 1933 in vielen deutschen Städten? (Öffentliche Bücherverbrennungen) (!Die Einführung des Frauenwahlrechts) (!Die Gründung der Weimarer Republik) (!Die Wiedervereinigung Deutschlands)




Warum verließen viele Schriftsteller Deutschland nach 1933? (Wegen politischer Verfolgung und Bedrohung) (!Wegen einer allgemeinen Pflicht zum Auslandsstudium) (!Weil das Schreiben in Deutschland vollständig eingestellt wurde) (!Weil alle deutschen Verlage ins Ausland umzogen)




Lernpunkt 3: Exilliteratur

Was bezeichnet Exilliteratur vor allem? (Literatur im Zusammenhang mit dem Leben und Schreiben im Exil) (!Eine festgelegte Sprache mit immer gleichen Satzlängen) (!Ausschließlich Bücher über Urlaubsreisen) (!Nur Theaterstücke ohne politische Themen)




Welche Aussage über den Stil der Exilliteratur stimmt? (Es gibt unterschiedliche Schreibweisen) (!Alle Texte müssen gereimt sein) (!Alle Texte bestehen nur aus Dialogen) (!Jeder Text verwendet eine nüchterne Reportagesprache)




Welches Werk stammt von Anna Seghers? (Das siebte Kreuz) (!Fabian) (!Das kunstseidene Mädchen) (!Berlin Alexanderplatz)




Lernpunkt 4: Quellen und Vergleich

Was sammelt das Deutsche Exilarchiv unter anderem? (Bücher und persönliche Zeugnisse aus dem Exil) (!Ausschließlich moderne Schulbücher) (!Nur Kunstwerke aus der Antike) (!Nur Zeitungen aus dem Mittelalter)




Konnte ein Autor im Exil weiterhin sachlich schreiben? (Ja denn Exil legt keinen einheitlichen Schreibstil fest) (!Nein denn im Exil waren sachliche Sätze verboten) (!Nein denn Exilliteratur besteht nur aus Gedichten) (!Nein denn alle Autoren schrieben dort gleich)





Memory

Finde die zusammengehörenden Begriffe und Erklärungen.

Neue Sachlichkeit Häufig nüchterne Darstellung des Alltags
Exil Erzwungenes Leben außerhalb der Heimat
Zensur Kontrolle oder Unterdrückung von Veröffentlichungen
Reportage Bericht über beobachtete Vorgänge
Bücherverbrennung Öffentliche Vernichtung unerwünschter Bücher
Exilverlag Veröffentlichungshaus außerhalb des Verfolgerstaates





Drag and Drop

Ordne die Begriffe ihren Erklärungen zu.

Ordne die richtigen Begriffe zu. Erklärung
Neue Sachlichkeit Nüchterne Beobachtung und gesellschaftliche Kritik
Exilliteratur Schreiben und Veröffentlichen in der Situation des Exils
Zensur Staatliche Kontrolle von Büchern und Texten
Reportage Berichtende Darstellung beobachteter Ereignisse
Deutsches Exilarchiv Sammlung von Zeugnissen aus der Fluchtgeschichte





Kreuzworträtsel

Reportage Wie heißt ein berichtender Text über beobachtete Ereignisse?
Zensur Wie nennt man die Kontrolle und Einschränkung von Veröffentlichungen?
Exil Wie nennt man das erzwungene Leben außerhalb der Heimat?
Brecht Wie lautet der Nachname des Autors von Furcht und Elend des Dritten Reiches?
Seghers Wie lautet der Nachname der Autorin von Das siebte Kreuz?
Satire Wie nennt man eine Textform, die Missstände durch Spott und Kritik sichtbar macht?





LearningApps

Weitere Übungen findest Du über die Themensuche:


Lückentext

Setze die passenden Begriffe ein. Pro Satz fehlt ein Begriff.

Vervollständige den Text.
Die Neue Sachlichkeit entstand besonders in der Zeit der

.
Viele ihrer Texte verwenden eine eher

Sprache.
Die Schilderung von Arbeitslosigkeit kann gesellschaftliche

ausdrücken.
Im Jahr 1933 kamen die

an die Macht.
Die öffentliche Vernichtung unerwünschter Bücher nennt man

.
Viele verfolgte Menschen mussten ins

fliehen.
Die staatliche Einschränkung von Veröffentlichungen heißt

.
Anna Seghers schrieb den Roman Das siebte

.
Das Deutsche Exilarchiv gehört zur Deutschen

.
Exilliteratur besitzt keinen einheitlichen

.




Offene Aufgaben

Diese Aufgaben werden nicht automatisch bewertet. Besprich Deine Ergebnisse mit einer anderen Person oder mit Deiner Lehrkraft.


Leicht

  1. Neue Sachlichkeit: Schreibe vier kurze Sätze über eine Alltagsszene. Hilfe: Beschreibe nur, was man sehen oder hören kann.
  2. Bildbeschreibung: Beschreibe das historische Foto vom Potsdamer Platz. Hilfe: Beginne mit „Im Vordergrund sehe ich …“.
  3. Exil: Erstelle eine kleine Begriffskarte zum Wort Exil. Hilfe: Notiere eine Erklärung und zwei mögliche Schwierigkeiten im Exil.
  4. Erich Kästner: Gestalte eine kurze Steckkarte zum Autor. Hilfe: Notiere ein Werk, ein Erscheinungsjahr und eine Besonderheit seiner Lebensgeschichte.


Standard

  1. Textvergleich: Vergleiche die beiden Übungstexte. Untersuche Wortwahl, Gefühle und Perspektive. Hilfe: Verwende die Wörter „beobachtend“ und „persönlich“.
  2. Quellenkritik: Untersuche das Foto der Bücherverbrennung. Trenne drei Beobachtungen von zwei Deutungen.
  3. Anna Seghers: Schreibe einen kurzen Sachtext über die Autorin und ihr Exil. Verwende mindestens zwei überprüfte Quellen.
  4. Literaturverfilmung: Schaue einen Ausschnitt eines geeigneten Films zu einem behandelten Werk. Erkläre, was Bild und Ton anders vermitteln als ein literarischer Text. Verwende nur rechtmäßig zugängliches Material.


Schwer

  1. Historische Recherche: Untersuche eine Person aus der virtuellen Ausstellung des Deutschen Exilarchivs. Gestalte ein Plakat mit Fluchtgrund, Stationen und Quellen.
  2. Literaturanalyse: Untersuche einen kurzen, rechtmäßig bereitgestellten Originaltext aus der Zeit. Begründe mit Textbelegen, welche Merkmale der Neuen Sachlichkeit er besitzt oder nicht besitzt.
  3. Medienkritik: Vergleiche eine sachliche Darstellung der Bücherverbrennung mit einem Videobeitrag. Welche Informationen sind überprüfbar, welche sind Interpretationen?
  4. Projektarbeit: Erstelle eine kleine digitale Ausstellung mit frei lizenzierten historischen Bildern. Begründe die Auswahl und dokumentiere Urheber, Quellen und Lizenzen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Diese Aufgaben prüfen Zusammenhänge und die Anwendung Deines Wissens. Sie benötigen eine individuelle Rückmeldung.

  1. Stil und Geschichte: Erkläre anhand eines selbst gewählten Beispiels, wie gesellschaftliche Probleme die Themen von Literatur beeinflussen können.
  2. Literaturvergleich: Begründe, warum Neue Sachlichkeit und Exilliteratur nicht als zwei gleichartige Schreibstile gegenübergestellt werden dürfen.
  3. Meinungsfreiheit: Erläutere, wie Bücherverbote die Arbeit von Autorinnen und Autoren verändern können. Nenne mindestens zwei Folgen.
  4. Quellenbewertung: Wähle ein historisches Bild aus diesem aiMOOC. Erkläre, welche Aussage es ermöglicht und welche Frage dadurch offenbleibt.
  5. Perspektivwechsel: Stelle Dir vor, eine Autorin schreibt zunächst in Berlin und später im Exil. Erkläre, welche Veränderungen in ihrem Leben und beim Veröffentlichen möglich wären, ohne zu behaupten, dass sich ihr Schreibstil zwangsläufig ändert.
  6. Transfer: Vergleiche die Bedeutung freier Veröffentlichungsmöglichkeiten damals und heute. Verwende ein aktuelles, überprüftes Beispiel und kennzeichne Unterschiede zwischen den historischen Situationen.




Lernnachweis

Du zeigst Dein Verständnis, wenn Du

  1. die Begriffe Neue Sachlichkeit und Exilliteratur korrekt unterscheiden kannst,
  2. zwei sprachliche Merkmale an einem Text belegst,
  3. die Folgen der NS-Verfolgung für das Schreiben und Veröffentlichen erklärst,
  4. eine historische Quelle von einer persönlichen Meinung unterscheiden kannst,
  5. zwei Texte nachvollziehbar vergleichst und
  6. verwendete Quellen sowie Bildrechte richtig angibst.

Möglicher Lernnachweis: Ein ein- bis zweiseitiger Textvergleich mit einem kurzen historischen Kontext und Quellenangaben.




OERs zum Thema

Wikipedia: Neue Sachlichkeit in der Literatur

Wikipedia: Exilliteratur

Weiterführende Bildungsquellen:

  1. Deutsche Nationalbibliothek – Deutsches Exilarchiv
  2. Deutsches Exilarchiv – Menschen im Exil
  3. Bundesarchiv – Bücherverbrennung 1933
  4. Universität Innsbruck – Brenner-Archiv digital
  5. Deutsches Institut für Animationsfilm – Filmgeschichte der 1920er Jahre

Hinweis: Nicht alle externen Webseiten, Archivdigitalisate und YouTube-Videos sind offen lizenziert. Frei abrufbar bedeutet nicht automatisch frei nachnutzbar.


Mediennachweise und Lizenzen

Alle eingebundenen Wikimedia-Commons-Dateien wurden anhand ihrer Dateibeschreibungen ausgewählt. Die folgenden Angaben beziehen sich auf die dort ausgewiesenen Rechte. Es wurden keine eigenen Bilder, Audioaufnahmen, Animationen oder Videos erzeugt.

Medium Urheber und Quelle Lizenz
Ausstellungsplakat Neue Sachlichkeit 1925 Karl Bertsch, Wikimedia Commons Gemeinfrei
Potsdamer Platz mit Columbushaus Waldemar Titzenthaler, Wikimedia Commons Gemeinfrei
Reklame-Wanderschrift am Potsdamer Platz Bundesarchiv, Bild 102-03791, Urheber unbekannt CC BY-SA 3.0 DE
Erich Kästner 1961 Basch/Anefo, Niederländisches Nationalarchiv CC0 1.0
Bücherverbrennung Berlin 1933 Georg Pahl, Bundesarchiv, Bild 102-14597 CC BY-SA 3.0 DE
Anna Seghers 1966 Christa Hochneder, Bundesarchiv, Bild 183-F0114-0204-003 CC BY-SA 3.0 DE
Bertolt Brecht 1954 Jörg Kolbe, Bundesarchiv, Bild 183-W0619-307 CC BY-SA 3.0 DE
Thomas Mann 1937 Carl Van Vechten, Library of Congress Gemeinfrei, keine bekannten Urheberrechtsbeschränkungen
Thomas Mann: Ein Briefwechsel 1937 Fotografie von H.-P. Haack CC BY-SA 3.0
KIPHO-Film 1925 Julius Pinschewer und Guido Seeber Gemeinfrei laut Commons
Hörbeitrag Neue Sachlichkeit in der Fotografie Gerald Rathjen und Wikipedia-Mitwirkende CC BY-SA 3.0
Ausspracheaufnahme Anna Seghers Jeuwre CC BY-SA 4.0

Wikimedia-Commons-Dateiseiten:

  1. Ausstellungsplakat
  2. Potsdamer Platz
  3. Leuchtwerbung
  4. Erich Kästner
  5. Bücherverbrennung
  6. Anna Seghers
  7. Bertolt Brecht
  8. Thomas Mann
  9. Ein Briefwechsel
  10. KIPHO-Film
  11. Hörbeitrag
  12. Ausspracheaufnahme

Lizenztexte:

  1. CC BY-SA 3.0 DE
  2. CC BY-SA 3.0
  3. CC BY-SA 4.0
  4. CC0 1.0

Bei Weiterverwendung von CC-BY-SA-Medien müssen insbesondere Namensnennung, Lizenzlink und gegebenenfalls Änderungen angegeben werden. Für gemeinfreie historische Medien bleibt die Nennung der Herkunft aus wissenschaftlichen Gründen sinnvoll.

Die drei YouTube-Videos stammen aus dem Angebot des Forschungsinstituts Brenner-Archiv der Universität Innsbruck beziehungsweise dem Kanal LITERATUR IST ALLES. Sie werden verlinkt beziehungsweise eingebettet, nicht als frei lizenzierte Dateien übernommen. Die Rechte der Anbieter bleiben unberührt.


Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte



Schulfach+




aiMOOCs



aiMOOC Projekte