M5 E - Eigene mathematische Modelle entwickeln

M5 E - Eigene mathematische Modelle entwickeln
Einleitung
Mathematik hilft Dir, reale Fragen so zu vereinfachen, dass Du sie mit Zahlen, Größen, Tabellen, Skizzen, Diagrammen und Rechenoperationen untersuchen kannst. Ein mathematisches Modell ist dabei nicht die Wirklichkeit selbst, sondern eine passende mathematische Beschreibung eines Ausschnitts der Wirklichkeit. Gute Modelle enthalten nur die Informationen, die für die Frage wichtig sind, machen Annahmen sichtbar und werden am Ende an der Ausgangssituation überprüft.

Dein Kompetenzziel auf E-Niveau: Du entscheidest selbstständig,
- welche Größen für eine reale Fragestellung wichtig sind,
- welche Angaben fehlen oder unwichtig sind,
- welche mathematischen Operationen und Darstellungen passen,
- welche Annahmen Du treffen musst,
- wie Du Dein Ergebnis im Alltag deutest und überprüfst.
Ein typischer Modellierungsweg sieht so aus:
Reale Situation Frage klären Annahmen treffen mathematisches Modell rechnen / darstellen Ergebnis deuten an der Realität prüfen
Das Video zeigt altersgerecht, wie Du bei Sachaufgaben Informationen auswählst, einen Lösungsweg planst und Ergebnisse als Schätz- oder Richtwerte beurteilst.
Lernziele
| Ich kann … | Woran man es erkennt |
|---|---|
| eine reale Frage mathematisch fassen | Ich formuliere eine klare Frage, zum Beispiel: „Wie viele Flaschen brauchen wir?“ |
| relevante Größen auswählen | Ich unterscheide benötigte Angaben von Ablenkungen. |
| Annahmen formulieren | Ich schreibe zum Beispiel: „Ich nehme Getränk pro Person an.“ |
| passende Operationen wählen | Ich begründe, warum ich addiere, subtrahiere, multipliziere oder dividiere. |
| ein Modell darstellen | Ich nutze Rechnung, Tabelle, Skizze, Zahlengerade, Diagramm oder Geometriemodell. |
| sinnvoll runden | Ich runde so, wie es zur Situation passt, etwa auf ganze Flaschen oder Packungen. |
| ein Ergebnis prüfen | Ich kontrolliere Einheit, Größenordnung, Annahmen und Bezug zur Ausgangsfrage. |
Vom Alltag zum mathematischen Modell
Der Modellierungskreislauf
Ein Modell entsteht in mehreren Schritten. Auf E-Niveau sollst Du nicht nur rechnen, sondern Entscheidungen begründen.
| Schritt | Leitfrage | Typische Darstellung |
|---|---|---|
| 1. Verstehen | Was ist passiert? Was wird gefragt? | Text markieren, Skizze, Foto |
| 2. Vereinfachen | Welche Informationen sind wichtig? Was darf ich weglassen? | Tabelle „wichtig / unwichtig“ |
| 3. Annahmen | Welche Angaben fehlen? Was nehme ich sinnvoll an? | Satz mit „Ich nehme an, dass …“ |
| 4. Mathematisieren | Welche Größen und Operationen passen? | , , , , Bruch, Umfang, Fläche, Maßstab |
| 5. Rechnen und darstellen | Wie löse ich mein Modell übersichtlich? | Rechnung, Wertetabelle, Diagramm, dynamisches Modell |
| 6. Interpretieren | Was bedeutet das Ergebnis in der Wirklichkeit? | Antwortsatz mit Einheit |
| 7. Prüfen | Ist das Ergebnis möglich, sinnvoll und passend zur Frage? | Überschlag, Gegenrechnung, Vergleich, neue Annahme |
Merksatz:
Relevante Größen erkennen
Eine Größe besteht aus einer Zahl und einer Einheit. Für Modellierungsaufgaben sind in Klasse 5 besonders wichtig:
| Größenart | Beispiele | Typische Frage |
|---|---|---|
| Länge | , , | Wie weit? Wie lang? |
| Zeit | , | Wie lange? Wann? |
| Geld | , | Was kostet es? Reicht das Budget? |
| Masse | , | Wie schwer? Wie viele Packungen? |
| Volumen | , | Wie viel passt hinein? |
| Flächeninhalt | Wie viel Boden, Papier oder Farbe wird benötigt? | |
| Umfang | Wie viel Zaun, Rand oder Band wird benötigt? | |
| Anzahl | Kinder, Tische | Wie viele Stücke oder Gruppen? |

E-Niveau-Frage: Eine Zahl ist nicht automatisch wichtig, nur weil sie im Text vorkommt. Du entscheidest nach der Ausgangsfrage.
| Reale Frage | Nützlich | Vielleicht unnötig |
|---|---|---|
| Wie viele Liter Saft braucht eine Klasse? | Personenzahl, angenommene Trinkmenge pro Person, Flaschengröße | Farbe der Flaschen |
| Wie viel Zaun braucht ein rechteckiger Schulgarten? | Länge und Breite | Fläche eines einzelnen Pflastersteins |
| Reicht das Geld für einen Einkauf? | Preise, Stückzahlen, Budget | Reihenfolge der Produkte im Regal |
Größen passend umrechnen
Vor einer Rechnung müssen Einheiten zusammenpassen.

| Umrechnung | Beispiel |
|---|---|
Kontrollfrage: Kannst Du die Größen überhaupt sinnvoll miteinander verrechnen? ist kein sinnvolles Modell für eine Gesamtlänge oder Gesamtmasse.
Passende mathematische Operationen auswählen
Entscheidend ist die Bedeutung der Situation, nicht ein einzelnes „Signalwort“.
| Situation | Modell | Beispiel |
|---|---|---|
| Mengen werden zusammengelegt | Addition | |
| Etwas wird weggenommen oder ein Unterschied gesucht | Subtraktion | |
| Gleich große Mengen wiederholen sich | Multiplikation | |
| Eine Gesamtmenge wird gleichmäßig verteilt | Division | |
| Ein Anteil eines Ganzen wird betrachtet | Bruch | |
| Ein Rand wird benötigt | Umfang | |
| Eine rechteckige Fläche wird benötigt | Flächeninhalt | |
| Eine Zeichnung bildet die Wirklichkeit verkleinert ab | Maßstab | bedeutet |
Annahmen formulieren
Nicht jede Alltagssituation liefert alle Zahlen. Dann brauchst Du Annahmen. Eine Annahme ist keine heimliche Erfindung, sondern eine begründete Vereinfachung.
Beispiel: „Wie viele Liter Getränk brauchen wir für ein Klassenfest?“ Es fehlt die Trinkmenge pro Person.
Eine mögliche Annahme ist: pro Person.
Eine vorsichtigere Annahme ist: pro Person.
Dadurch entstehen zwei Modelle:
E-Niveau: Vergleiche die Modelle. Das Ergebnis hängt von der Annahme ab. Deshalb gehört die Annahme zur Lösung.
| Gute Annahme | Schwache Annahme |
|---|---|
| ist sichtbar notiert | bleibt verborgen |
| passt zur Situation | ist offensichtlich unpassend |
| kann begründet werden | wird ohne Grund gewählt |
| darf später verändert werden | wird wie eine sichere Tatsache behandelt |
Visuelle und interaktive Modellierungswerkzeuge
Dynamische Zahlengerade
Die Zahlengerade hilft beim Schätzen, Vergleichen, Addieren, Subtrahieren und beim Prüfen von Größenordnungen.

Auftrag: Lege zuerst eine passende Schrittweite fest. Eine Zahlengerade von bis mit Einer-Schritten wäre unpraktisch; eine Schrittweite von kann sinnvoll sein.
Animierter Rechenweg auf dem Zahlenstrahl
Bei einer Addition kann eine Bewegung nach rechts sichtbar gemacht werden.
Beispiel:
Als Weg:
Interaktives Stellenwertmodell
Große Zahlen, Überschläge und Einheitenumrechnungen werden leichter, wenn Du Stellenwerte sichtbar machst.
| HT | ZT | T | H | Z | E |
|---|---|---|---|---|---|
| 2 | 4 | 7 | 5 | 3 | 8 |
Bewegliche Bruchdarstellungen
Brüche können Anteile, Verteilungen oder Teile einer Menge beschreiben.

Beispiel Rezeptmodell:
Für die doppelte Menge:
Mit den Schiebereglern kannst Du Brüche als Strecke, Rechteck oder Kreis verändern.
Dynamische Geometrie: Umfang oder Fläche?
Viele Fehlermodelle entstehen, weil Umfang und Flächeninhalt verwechselt werden.
Für ein Rechteck mit und gilt:
Modellfrage:
- Zaun um den Garten Umfang.
- Rollrasen für den Garten Flächeninhalt.
Faltbare und rotierbare 3D-Körper
Verpackungen sind reale Modelle für Quader und Würfel. Netze zeigen, welche Flächen später den Körper bilden.

Modellierungsfrage: Eine Schachtel ist innen lang, breit und hoch. Ihr Rauminhalt ist
.
Das heißt noch nicht automatisch, dass jedes Objekt mit insgesamt hineinpasst. Auch Form und Seitenlängen müssen passen. Genau hier zeigt sich die Grenze eines zu einfachen Modells.
Diagramme dynamisch verändern
Diagramme helfen, Daten aus der Wirklichkeit zu verdichten.


E-Niveau-Auftrag: Verändere im interaktiven Säulendiagramm Werte. Beobachte, welche Aussage gleich bleibt und welche sich ändert. Prüfe, ob ein Diagramm die Ausgangsfrage besser beantwortet als eine lange Zahlenliste.
Maßstab als Modell
Eine Karte oder ein Plan ist bereits ein Modell der Wirklichkeit.
Bei gilt: im Plan in Wirklichkeit.
Bei gilt: im Plan in Wirklichkeit.
Modellieren an Alltagssituationen
Beispiel 1: Getränke für das Klassenfest
Ausgangsproblem: Eine Klasse mit Schülerinnen und Schülern und Lehrkräften plant ein Fest. Getränke gibt es in -Flaschen. Wie viele Flaschen sollen gekauft werden?
| Entscheidung | Modellierung |
|---|---|
| Personen | |
| Annahme | Jede Person trinkt ungefähr . |
| Gesamtmenge | |
| Umrechnung | |
| Verpackung | Flaschen |
| Reale Entscheidung | Man kann keine halbe geschlossene Flasche kaufen, also mindestens Flaschen. |
Prüfung:
Reserve:
Modell verbessern: Bei warmem Wetter könnten pro Person realistischer sein: . Dann wären Flaschen sinnvoll.
Erkenntnis: Die Rechnung kann korrekt sein und das Modell trotzdem verbessert werden müssen.
Beispiel 2: Einkauf mit Budget
Eine Gruppe hat . Sie möchte Packungen Brötchen zu je , Packungen Obst zu je und Servietten für kaufen.

Modell:
Schritt für Schritt:
Restbudget:
Plausibilitätscheck durch Überschlag:
passt zur Größenordnung.
Beispiel 3: Schulweg und Zeitmodell
Du gehst morgens zur Bushaltestelle. Du nimmst an, dass Du für etwa brauchst.
Ein mögliches Modell ist:
Du solltest also ungefähr Gehzeit einplanen.
Aber: Ampeln, Wetter, Rucksack oder Gespräche können die reale Zeit verändern.
Zwei Annahmen:
E-Niveau-Entscheidung: Für das rechtzeitige Erreichen des Busses ist das vorsichtige Modell oft sinnvoller.
Beispiel 4: Zaun oder Rasen?
Ein Schulgarten ist näherungsweise rechteckig, lang und breit.
Frage A: Wie viel Zaun wird benötigt?
Wenn ein breites Tor frei bleiben soll:
Frage B: Wie viel Rasen wird benötigt?
Bei einer Reserve von :
Prüfung: Zaun wird in Metern, Rasen in Quadratmetern angegeben. Schon die Einheit hilft, das Modell zu kontrollieren.
Beispiel 5: Rezept hochrechnen
Ein Rezept reicht für Personen und benötigt Suppe. Für Personen wird angenommen, dass jede Person gleich viel bekommt.
Pro Person:
Für Personen:
Alternative Darstellung mit Faktor:
Prüfung: Mehr Personen müssen bei gleicher Portion zu mehr Gesamtmenge führen. Das Ergebnis erfüllt diese Erwartung.
Beispiel 6: Datenmodell mit Tabelle und Diagramm
Eine Klasse fragt Kinder nach dem Schulweg.
| Verkehrsmittel | Anzahl |
|---|---|
| zu Fuß | 8 |
| Fahrrad | 6 |
| Bus | 7 |
| Auto | 3 |
| Summe |
Prüfung: Die Summe der Häufigkeiten muss zur Zahl der befragten Kinder passen.
Anteil „zu Fuß“:
Anteil „Auto“:
Für Kategorien wie Verkehrsmittel eignet sich ein Säulendiagramm besonders gut. Ein Liniendiagramm ist dagegen sinnvoller, wenn eine Größe in einer geordneten Folge oder über die Zeit betrachtet wird.

Eine Tabelle zeigt genaue Werte. Ein Diagramm macht Muster und Unterschiede schnell sichtbar. Das passende Modell hängt also auch davon ab, was Du wissen möchtest.
Beispiel 7: Verpacken und 3D-Modell
Eine Kiste hat die Innenmaße . Kleine Schachteln sind groß.
Entlang der Länge:
Entlang der Breite:
Entlang der Höhe:
Modell für die Anzahl:
Prüfung über Volumen: Fehler beim Parsen (Syntaxfehler): {\displaystyle V_{\mathrm{groß}}=30\cdot20\cdot10=6000\,\mathrm{cm}^3}
Beide Modelle liefern . Das ist ein starker Kontrollhinweis, weil auch die Seitenlängen ohne Rest aufgehen.
Ergebnisse prüfen und Modelle verbessern
Fünf Prüfungen
| Prüfung | Frage | Beispiel |
|---|---|---|
| Einheitencheck | Ist die Einheit passend? | Zaun in , Fläche in |
| Größenordnungscheck | Ist das Ergebnis ungefähr erwartbar? | Personen brauchen eher mehrere Liter als . |
| Überschlag | Liegt die genaue Rechnung nahe bei einer einfachen Näherung? | |
| Rückbezug | Beantwortet das Ergebnis wirklich die Ausgangsfrage? | Gefragt sind Flaschen, also nicht bei aufhören. |
| Annahmencheck | Wie verändert eine andere plausible Annahme das Ergebnis? | oder pro Person. |
Sensitivität: Wie stark wirkt eine Annahme?
Nenne die Trinkmenge pro Person und die Personenzahl . Dann ist die benötigte Gesamtmenge
.
Bei :
| Annahme | Rechnung | Gesamtmenge | Ganze 1-l-Flaschen |
|---|---|---|---|
| 6 | |||
| 8 | |||
| 9 |
E-Niveau: Ein Modell ist besonders überzeugend, wenn Du erklären kannst, wie stark sich das Ergebnis bei veränderten Annahmen verändert.
Modellierungsfehler erkennen
| Fehler | Beispiel | Verbesserung |
|---|---|---|
| wichtige Größe fehlt | Flaschengröße wird nicht beachtet | Verpackungseinheit ergänzen |
| falsche Operation | statt | Bedeutung der Zahlen klären |
| Einheiten gemischt | zuerst gleiche Einheit herstellen | |
| unpassend gerundet | Flaschen auf abrunden | im Kontext auf ganze Flaschen aufrunden |
| Ergebnis nicht gedeutet | nur „8“ hinschreiben | „Es werden mindestens 8 Flaschen benötigt.“ |
| Annahme als Fakt ausgegeben | „Jede Person trinkt genau 250 ml.“ | „Ich nehme ungefähr 250 ml pro Person an.“ |
Dein Modellierungs-Check
Modell-Tagebuch
Für eigene Aufgaben kannst Du diese Vorlage benutzen:
| Feld | Dein Eintrag |
|---|---|
| Reale Situation | … |
| Ausgangsfrage | … |
| Wichtige Größen mit Einheiten | … |
| Unwichtige Informationen | … |
| Fehlende Informationen | … |
| Meine Annahmen | … |
| Gewählte Operationen / Formeln | … |
| Rechnung / Tabelle / Diagramm / Skizze | … |
| Ergebnis mit Einheit | … |
| Plausibilitätsprüfung | … |
| Was würde ich am Modell verbessern? | … |
Schnelltest vor der Abgabe
- Habe ich die Frage wirklich beantwortet?
- Sind alle benötigten Größen und Einheiten genannt?
- Habe ich meine Annahmen sichtbar gemacht?
- Kann ich meine Operationen begründen?
- Habe ich sinnvoll gerundet?
- Habe ich das Ergebnis mit einem Überschlag, einer Gegenrechnung oder einer zweiten Darstellung geprüft?
- Passt mein Ergebnis zur Wirklichkeit?
Rechtssichere Medien und Quellenhinweise
Die eingebundenen Bilder stammen aus Wikimedia Commons. Für eine Weiterverwendung gelten die Lizenzangaben auf den jeweiligen Dateiseiten. Besonders einfach wiederverwendbar sind die hier eingesetzten CC0- und gemeinfreien Medien.
| Medium | Lizenz laut Wikimedia Commons | Quelle |
|---|---|---|
| Shopping Cart Supermarket.jpg | CC0 | Commons-Dateiseite |
| Measuring tape (51029469626).jpg | CC0 | Commons-Dateiseite |
| Ruler.svg | CC0 | Commons-Dateiseite |
| Number-line.svg | CC0 | Commons-Dateiseite |
| MeasuringCups.jpg | gemeinfrei | Commons-Dateiseite |
| QuaderNetz.svg | gemeinfrei | Commons-Dateiseite |
| Pie-chart.svg | CC0 | Commons-Dateiseite |
| Line graph1.svg | CC0 | Commons-Dateiseite |
| Charts SVG Example 1 - Simple Bar Chart.svg | CC BY-SA 3.0 | Commons-Dateiseite |
Die interaktiven Mathematikwerkzeuge werden von GeoGebra eingebettet und nicht in den aiMOOC kopiert. Die YouTube-Videos werden über die YouTube-Einbettung angezeigt.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was gehört beim Entwickeln eines mathematischen Modells zuerst geklärt? (Die reale Frage und welche Informationen wichtig sind) (!Nur das Endergebnis) (!Die schönste Rechenart) (!Die Anzahl der Nachkommastellen)
Welche Rechnung passt zu 30 Personen mit je 250 ml Getränk? (30 mal 250 ml) (!30 plus 250 ml) (!250 ml minus 30) (!250 ml geteilt durch 30 ohne Bezug zur Portion)
Welche Größe brauchst Du, wenn ein rechteckiger Garten vollständig eingezäunt werden soll? (Den Umfang) (!Den Flächeninhalt) (!Das Volumen) (!Die Masse)
Warum werden Annahmen in einem Modell ausdrücklich notiert? (Damit erkennbar ist, welche Vereinfachungen das Ergebnis beeinflussen) (!Damit die Rechnung länger wird) (!Damit Einheiten weggelassen werden können) (!Damit jede Aufgabe nur eine Lösung haben darf)
Warum müssen bei einer Rechnung mit Größen die Einheiten beachtet werden? (Damit nur sinnvoll vergleichbare oder umgerechnete Größen miteinander verrechnet werden) (!Damit jede Zahl größer wird) (!Damit man nicht mehr rechnen muss) (!Damit alle Größen in Kilogramm angegeben werden)
Ein Modell ergibt 7,5 benötigte 1-l-Flaschen. Was ist für den Einkauf meist sinnvoll? (Auf 8 ganze Flaschen aufrunden) (!Auf 7 Flaschen abrunden) (!7,5 geschlossene Flaschen kaufen) (!Die Einheit Liter vollständig ignorieren)
Wozu dient ein Überschlag bei einer Modellierungsaufgabe? (Zur Prüfung der Größenordnung eines Ergebnisses) (!Zur Ersetzung jeder genauen Rechnung) (!Zum Entfernen aller Einheiten) (!Zum Beweisen, dass jede Annahme stimmt)
Welche Darstellung eignet sich besonders, um Häufigkeiten verschiedener Kategorien schnell zu vergleichen? (Ein Säulen- oder Balkendiagramm) (!Ein ungeordneter Fließtext) (!Eine zufällige Zahlenfolge) (!Eine leere Zahlengerade)
Was zeigt ein gutes E-Niveau-Modell zusätzlich zur Rechnung? (Eine begründete Auswahl von Größen und eine Prüfung des Ergebnisses) (!Nur möglichst viele Zahlen) (!Nur eine Formel ohne Erklärung) (!Eine Antwort ohne Einheit)
Wann sollte ein mathematisches Modell verbessert werden? (Wenn Prüfung oder Realität zeigen, dass Annahmen oder Vereinfachungen unpassend sind) (!Sobald eine Multiplikation vorkommt) (!Wenn das Ergebnis eine ganze Zahl ist) (!Wenn eine Tabelle benutzt wurde)
Memory
| Ausgangsfrage | bestimmt, was das Modell beantworten soll |
| Relevante Größe | wird für die Lösung wirklich benötigt |
| Annahme | begründete Vereinfachung bei fehlenden Angaben |
| Überschlag | prüft die Größenordnung |
| Umfang | beschreibt die Länge des Randes |
| Flächeninhalt | beschreibt die Größe einer Fläche |
| Einheit | macht eine Größenangabe eindeutig |
| Validierung | Vergleich des Modellergebnisses mit der Ausgangssituation |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Ausgangssituation verstehen | Frage klären |
| Wichtige Größen auswählen | Vereinfachen |
| Fehlende Angaben begründet ergänzen | Annahmen formulieren |
| Rechenarten oder Formeln festlegen | Mathematisieren |
| Rechnung Tabelle oder Diagramm erstellen | Im Modell arbeiten |
| Bedeutung des Ergebnisses erklären | Interpretieren |
| Ergebnis mit der Wirklichkeit vergleichen | Validieren |
Kreuzworträtsel
| Modell | Wie heißt eine vereinfachte mathematische Beschreibung einer realen Situation? |
| Annahme | Wie heißt eine begründete Festlegung für eine fehlende Information? |
| Addition | Welche Rechenart verbindet mehrere Mengen zu einer Gesamtmenge? |
| Division | Welche Rechenart eignet sich zum gleichmäßigen Verteilen? |
| Umfang | Welche Größe beschreibt die Länge des Randes einer Figur? |
| Kontrolle | Wie nennt man die abschließende Prüfung eines Ergebnisses mit einem allgemeinen Wort? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Einkaufsmodell erstellen: Wähle fünf Produkte eines erfundenen Pausenverkaufs, lege realistische Preise fest und berechne die Kosten für verschiedene Stückzahlen. Notiere eine Annahme und führe einen Überschlag durch.
- Schulweg messen: Schätze die Länge eines bekannten Weges, miss oder recherchiere sie anschließend und vergleiche Schätzung und Messwert. Erkläre, welche Größe Dein Modell verbessern würde.
- Getränkemodell: Plane den Getränkebedarf für eine kleine Gruppe. Rechne mit zwei verschiedenen Annahmen zur Trinkmenge und vergleiche die Ergebnisse.
- Klassendiagramm: Erhebe eine kleine, anonyme Klassenumfrage, stelle die Daten als Tabelle und Säulendiagramm dar und erkläre, welche Darstellung welche Frage besser beantwortet.
Standard
- Zwei Modelle vergleichen: Entwickle für dieselbe Alltagssituation zwei unterschiedliche sinnvolle Annahmen. Berechne beide Modelle und entscheide, welches Du für die Planung verwenden würdest.
- Raum oder Garten modellieren: Miss einen rechteckigen Bereich. Berechne Umfang und Fläche und formuliere je eine reale Frage, bei der jeweils nur eine der beiden Größen benötigt wird.
- Plan zeichnen: Zeichne einen kleinen Raum oder Schulhofausschnitt maßstäblich. Gib den Maßstab an und überprüfe mindestens zwei Strecken durch Rückrechnung.
- Verpackung untersuchen: Untersuche eine quaderförmige Verpackung. Erstelle ein Netz, bestimme sinnvolle Maße und erkläre, welche Informationen ein reines Volumenmodell nicht erfasst.
Schwer
- Fermi-Modell: Schätze mit begründeten Annahmen, wie viele Blatt Papier Deine Klasse in einer Schulwoche benötigt. Dokumentiere Annahmen, Rechnung, Unsicherheiten und eine Möglichkeit zur Überprüfung.
- Annahmen testen: Wähle ein eigenes Modell mit mindestens zwei Annahmen. Verändere jede Annahme einzeln und untersuche, welche Änderung das Ergebnis am stärksten beeinflusst.
- Fehlermodell finden: Erfinde eine scheinbar plausible, aber mathematisch oder sachlich fehlerhafte Modellierung. Tausche sie mit einer anderen Person und lasse den Fehler begründet finden und verbessern.
- Mini-Forschungsprojekt: Formuliere eine eigene reale Frage aus Schule, Freizeit oder Umwelt, erhebe oder schätze benötigte Daten, entwickle ein Modell, visualisiere es und prüfe Dein Ergebnis mit einer zweiten Methode oder realen Messung.


Lernkontrolle
- Getränkeplanung mit fehlenden Daten: Für ein Sportfest werden Getränke geplant. Bekannt sind nur die Zahl der Teilnehmenden und die Flaschengröße. Formuliere mindestens zwei notwendige Annahmen, entwickle ein Modell und erkläre, wie Du das Ergebnis überprüfen würdest.
- Umfang oder Fläche: Ein Schulhof soll teilweise neu gestaltet werden. Entscheide für drei Maßnahmen wie Zaun, Bodenbelag und Randmarkierung jeweils, ob Umfang, Fläche oder eine andere Größe benötigt wird. Begründe jede Entscheidung.
- Unmögliches Ergebnis: Eine Rechnung behauptet, dass Personen zusammen nur Wasser benötigen. Entwickle zwei Prüfungen, mit denen Du zeigen kannst, warum das Modell wahrscheinlich ungeeignet ist.
- Darstellung auswählen: Gegeben seien Daten zum Schulweg einer Klasse. Entscheide, ob Tabelle, Säulendiagramm oder Kreisdiagramm für zwei unterschiedliche Fragestellungen jeweils am geeignetsten ist, und begründe Deine Wahl.
- Robustes Modell: Ein Modell für die Gehzeit zur Schule verwendet pro . Zeige, wie sich das Ergebnis verändert, wenn Du mit oder rechnest. Erkläre, welche Planung Du für einen wichtigen Termin verwenden würdest.
- Modell verbessern: Beschreibe zu einer selbst gewählten Alltagssituation einen vollständigen Weg von der realen Frage über Annahmen und Rechnung bis zur Überprüfung. Nenne ausdrücklich eine Grenze Deines Modells und eine Verbesserung.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu M5 E - Eigene mathematische Modelle entwickeln ist wichtig, dass Du nicht nur Ergebnisse berechnest, sondern Deinen Modellierungsweg nachvollziehbar machst.
- Du formulierst eine eindeutige reale Ausgangsfrage.
- Du wählst relevante Größen aus und gibst Einheiten korrekt an.
- Du erkennst fehlende Angaben und formulierst begründete Annahmen.
- Du wählst passende Rechenoperationen, Formeln oder Darstellungen und begründest diese Auswahl.
- Du führst Rechnungen nachvollziehbar und mit passenden Einheiten aus.
- Du nutzt mindestens eine geeignete Darstellung wie Tabelle, Skizze, Zahlengerade oder Diagramm.
- Du rundest situationsgerecht, zum Beispiel auf ganze Packungen oder Flaschen.
- Du interpretierst das mathematische Ergebnis im Ausgangsproblem.
- Du prüfst das Ergebnis mit Überschlag, Gegenrechnung, zweiter Darstellung oder Realitätsvergleich.
- Du benennst mindestens eine Grenze des Modells und schlägst bei Bedarf eine Verbesserung vor.
OERs zum Thema
Weiterführende freie oder offen zugängliche Lernangebote:
- GeoGebra Mathematik-Materialien: Interaktive Materialien für Sekundarstufe I, darunter natürliche Zahlen, Größen, Geometrie, Tabellen und Diagramme.
- GeoGebra Tabellen und Diagramme: Materialien für Schulstufe 5–6 zum Lesen, Interpretieren und Darstellen von Daten.
- Landesbildungsserver Baden-Württemberg: Interaktive und digitale Mathematikangebote, darunter Materialien für Klasse 5 und E-Niveau.
- Wikipedia: Mathematisches Modell: Hintergrund dazu, dass Modelle Ausschnitte der beobachtbaren Welt mathematisch beschreiben und durch Vergleich mit der Realität validiert werden.
Verknüpfte Lernbereiche
aiMOOC-Projekte
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