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Ischtar-Tor - Kunst

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Ischtar-Tor - Kunst

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Einleitung

Ischtar-Tor - Kunst

Leitfrage: Wie strukturieren Farbe und wiederholte Tiermotive die Architektur?

Das Ischtar-Tor gehörte zu den prächtigsten Stadttoren des antiken Babylon im heutigen Irak. Seine blau glasierten Ziegel, Tierreliefs und Ornamente verbinden Architektur, Kunst und Religion.

Du untersuchst das Werk anhand von Bildern. Dabei unterscheidest Du zwischen dem, was Du siehst, gesicherten historischen Fakten und begründeten Deutungen.

Rekonstruktion des Ischtar-Tores mit blauer Fassade und Tierreliefs im Pergamonmuseum

Bild 1: Das Berliner Ischtar-Tor. Rekonstruktion mit antiken Fragmenten und modernen Ergänzungen. Foto: LBM1948, 2015, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.

Einstieg: Welche Farbe fällt Dir zuerst auf? Welche Formen wiederholen sich? Würde dieses Tor auf Dich einladend oder mächtig wirken?

Zurück zur Kunstreise: Präsentation: Kunst-Welt – Kunstwerk 010 | Lernpaket: 100 Kunstwerke – Eine Reise durch die Kunst


Werksteckbrief

Merkmal Einordnung
Titel Ischtar-Tor
Urheber Nicht namentlich bekannte babylonische Handwerker und Werkstätten
Datierung Um 575 v. Chr. als ungefähre Einordnung; genauer Zeitpunkt und Bauphasen sind nicht vollständig eindeutig
Epoche Frühe Kulturen, neubabylonische Zeit
Auftraggeber König Nebukadnezar II.
Material Gebrannte, teilweise reliefierte und glasierte Ziegel
Ursprungsort Babylon, heutiger Irak
Gezeigter Zustand Rekonstruktion des kleineren äußeren Tores im Pergamonmuseum in Berlin

Wichtig: Eine bestimmte Person als Künstler ist nicht belegt. „Babylonische Werkstätten“ bezeichnet die historische Herstellungstradition, keine nachgewiesene einzelne Werkstatt. Das Berliner Tor ist auch kein vollständig erhaltenes Original.


Das Kunstwerk betrachten


Beobachtung: Form und Farbe

Gesamtansicht des rekonstruierten Ischtar-Tores im Museum

Bild 2: Gesamtansicht der rekonstruierten Torfassade. Foto: Radomir Vrbovsky, 2014, Commons, CC BY-SA 4.0. Die Aufnahme wurde aus Einzelbildern zusammengesetzt.

Das kannst Du beobachten:

Die hohe Toröffnung liegt zwischen mächtigen Mauerkörpern. Über die Fassade verteilen sich waagerechte Ziegelreihen. Das leuchtende Blau dominiert. Helle und gelblich-braune Tierfiguren bilden einen Kontrast. Wiederholungen und senkrechte Ornamentbänder geben dem Bau eine klare Ordnung.

Bildfrage: Wo entdeckst Du waagerechte Linien, wo senkrechte? Wie lenken sie Deinen Blick?


Bilddetails: Tiere als Muster

Mehrere Stier- und Drachenreliefs in Reihen auf blauer Ziegelwand

Bild 3: Stiere und Drachen in wiederkehrenden Reihen. Foto: Osama Shukir Muhammed Amin, 2019, Commons, CC BY-SA 4.0.

Auf dem Tor erscheinen zwei wichtige Tiermotive: der Wildstier und der Mušḫuššu, ein mythologisches Mischwesen. Die Tiere schreiten seitwärts. Ihre geordneten Reihen erzeugen einen Rhythmus, ähnlich wie bei einem wiederholten Muster.

Detail eines Wildstierreliefs aus glasierten Ziegeln

Bild 4: Wildstier, Detail der rekonstruierten Torfassade. Foto: Osama Shukir Muhammed Amin, 2019, Commons, CC BY-SA 4.0.

Beobachtung: Du erkennst Hörner, vier Beine und eine kräftige Körperform. Trotz der Ziegelfugen bleibt der Körper gut lesbar.

Historischer Fakt: Der Wildstier war dem Wettergott Adad zugeordnet.

Detail des mythologischen Drachen Mušḫuššu aus glasierten Ziegeln

Bild 5: Mušḫuššu, Detail der rekonstruierten Torfassade. Foto: Osama Shukir Muhammed Amin, 2019, Commons, CC BY-SA 4.0.

Beobachtung: Das Wesen hat einen langen Hals, einen ungewöhnlichen Kopf, vier Beine und einen langen Schwanz.

Historischer Fakt: Der Mušḫuššu war das Symboltier des Gottes Marduk.

Deutung: Die vielen Tiere könnten den Menschen beim Durchschreiten des Tores die Macht der Götter und des Königtums vor Augen geführt haben. Diese Wirkung ist eine begründete Interpretation, keine direkt sichtbare Tatsache.


Material und Technik

Die Reliefs wurden aus geformten, gebrannten Ziegeln zusammengesetzt. Eine farbige Glasur erzeugte die glänzende Oberfläche. Die Tiere treten als flache Erhebungen aus der Wand hervor: Das nennt man Relief.

Das kräftige Blau bildet einen gemeinsamen Hintergrund. Gelbe, braune und helle Farbtöne heben Tiere und Ornamente hervor. Die genaue antike Farbwirkung lässt sich aus heutigen Museumsfotos nicht vollständig rekonstruieren.

Untersuche: Wo treffen die Ziegelfugen auf die Tierkörper? Warum ist ein großes Tiermotiv aus vielen kleinen Ziegeln technisch anspruchsvoll?


Vergleich: Tor und Prozessionsstraße

Löwenrelief auf einem rekonstruierten Abschnitt der babylonischen Prozessionsstraße

Bild 6: Rekonstruierter Abschnitt der Prozessionsstraße mit Löwenreliefs. Foto: BrokenSphere, 2004, Commons, CC BY-SA 3.0.

Achtung beim Vergleichen: Die berühmten schreitenden Löwen gehörten vor allem zu den Wänden der Prozessionsstraße. Die Tiermotive der farbig glasierten Torfassade sind dagegen Stiere und Drachen.

Die Löwen waren der Göttin Ischtar zugeordnet, der das Tor seinen Namen verdankt.

Vergleichsfrage: Was verbindet Löwen, Stiere und Drachen gestalterisch? Was unterscheidet ihre Zuordnung zu den Bauwerken und Gottheiten?


Historischer Hintergrund und Rekonstruktion


Gesicherte Fakten

Das Tor entstand unter Nebukadnezar II., der im 6. Jahrhundert v. Chr. über Babylon herrschte. Es stand an einem wichtigen Zugang zur Stadt und war Teil einer großen Anlage mit Stadtmauern und Prozessionsstraße. Die religiöse Bedeutung ist durch die Darstellungen und historische Quellen gut belegt.

Die oft genannte Jahreszahl 575 v. Chr. ist ein ungefähres Datum. In wissenschaftlichen Darstellungen werden unterschiedliche Bauphasen und Zeitansätze diskutiert. Ein exakter Fertigstellungstag ist nicht bekannt.


Original, Fundstück und Rekonstruktion

Historische Dokumentation archäologischer Baureste des Ischtar-Tores

Bild 7: Historische Grabungsdokumentation aus Robert Koldeweys Veröffentlichung „The Excavations at Babylon“, 1914, Abbildung 23. Commons, gemeinfrei. Dies ist eine historische Dokumentation, keine Darstellung des vollständig erhaltenen Tores.

Deutsche Archäologen unter Leitung von Robert Koldewey gruben in Babylon Teile der Toranlage aus. Die Berliner Rekonstruktion wurde aus erhaltenen Ziegelfragmenten und modernen Ergänzungen zusammengesetzt und 1930 im Pergamonmuseum öffentlich gezeigt.

Die Berliner Schau zeigt das kleinere äußere Tor, nicht die gesamte antike Doppeltoranlage. Auch rekonstruierte Tiere und Wandflächen enthalten Ergänzungen.

Moderne Nachbildung des Ischtar-Tores am Ort Babylon im Irak

Bild 8: Moderne Nachbildung am archäologischen Ort Babylon im Irak. Foto: Hamody al-iraqi, 2016, Commons, CC BY-SA 4.0. Nicht mit den antiken Bauresten oder der Berliner Rekonstruktion verwechseln.

Für die Oberstufe: Untersuche, wie Grabungsfunde, Ergänzungen und museale Präsentation unsere Vorstellung vom ursprünglichen Tor beeinflussen. Frage auch nach der Herkunft der Ziegelfragmente, den historischen Fundteilungen und der Verantwortung heutiger Museen.

Quellen: Staatliche Museen zu Berlin: Ischtar-Tor, III. Baustufe und Vom Fragment zum Monument.


Filme, Ton und virtueller Rundgang


Museumsvideo: Vom Fragment zum Monument

Der offizielle Ausstellungstrailer der Staatlichen Museen zu Berlin zeigt die Beschäftigung mit Ausgrabung, Herkunft und Rekonstruktion.

Quelle und Rechte: Staatliche Museen zu Berlin / Vorderasiatisches Museum, Film Marc Ottiker, 2021. Einbettung über den offiziellen YouTube-Player; keine freie Videolizenz behauptet.


Videoanalyse: Ishtar Gate and Processional Way

Im Bildungsfilm von Smarthistory wird die Toranlage kunsthistorisch untersucht.

Quelle: Smarthistory, Beth Harris und Steven Zucker, 2012. Englische Sprache. Einbettung über den offiziellen YouTube-Player. Aufgabe: Halte bei einer Detailaufnahme an und benenne Farbe, Form und Wiederholung.


Commons-Film mit Ton: Babylon als archäologischer Ort

Bewegtbild und Ton: World Monuments Fund, „Future of Babylon“, ca. fünf Minuten, englisch, Commons, CC BY-SA 3.0. Der Film behandelt die Erhaltung des Fundortes; er ist keine Rekonstruktion des antiken Festgeschehens.

Höraufgabe (M/E): Welche Gründe werden für die Erhaltung archäologischer Stätten genannt? Verbinde eine Aussage mit dem heutigen Umgang mit dem Ischtar-Tor.


Kurze Commons-Hörprobe

Deutsche Aussprache des Wortes „Babylonische“. Sprecher und Urheber: Jeuwre, 2021, Commons, CC BY-SA 4.0. Diese Hörprobe ist moderne Sprache und ausdrücklich keine Rekonstruktion antiker Musik oder Aussprache.


Interaktiver 3D-Rundgang

Babylon Reloaded – offizieller virtueller Rundgang des Vorderasiatischen Museums

Erkunde die museale Prozessionsstraße und das Tor, wechsle die Perspektive und beobachte die Farbflächen. Der Rundgang bietet auch einen Audioguide. Es handelt sich um die digitale Erschließung der historischen Museumsausstellung, nicht um eine gesicherte Animation des antiken Babylon.

Rechte: Staatliche Museen zu Berlin; nur als offizielles Angebot verlinkt, nicht kopiert oder frei lizenziert. Eine verlässlich nachgewiesene, unmittelbar zum Werk passende freie Commons-Animation wird hier nicht als gesicherte Rekonstruktion ausgegeben.


Interaktive Aufgaben


Interaktive Bildbetrachtung: Bilddetektive

Öffne die großen Ansichten der Bilder 1, 3, 4 und 5. Vergleiche anschließend die Tiermotive mit Bild 6. Wähle jeweils ein sichtbares Detail als Beweis für Deine Antwort.

Station Farbe: Suche die dominante Grundfarbe und unterscheide sie von den Tierfarben.

Station Form: Vergleiche einen Wildstier mit einem Mušḫuššu.

Station Rhythmus: Verfolge eine Reihe wiederholter Figuren und beschreibe die Ordnung.

Ergänze Deine Bildbeobachtungen.
Der Grundton der Torfassade erscheint überwiegend

.
Die wilden Rinder auf der Torfassade heißen

.
Das mythologische Mischwesen heißt

.
Die wiederholten Tierfiguren bilden einen visuellen

.


Selbstkontrolle: Ist Deine Aussage am Bild beobachtbar, historisch belegt oder eine Deutung? Kennzeichne sie jeweils mit B, F oder D.


Quiz: Teste Dein Wissen

In welcher antiken Stadt stand das Ischtar-Tor? (Babylon) (!Athen) (!Rom) (!Alexandria)



Feedback: Babylon lag im heutigen Irak. Dort war das Tor Bestandteil der Stadtbefestigung.

Wer gab den Bau des Ischtar-Tores in seiner bekannten neubabylonischen Form in Auftrag? (Nebukadnezar II.) (!Alexander der Große) (!Hammurapi) (!Julius Caesar)



Feedback: Das Tor entstand unter Nebukadnezar II. im 6. Jahrhundert v. Chr.

Welches Material prägt die farbige Torfassade? (Glasierte Ziegel) (!Weißer Marmor) (!Bemaltes Papier) (!Geschliffener Granit)



Feedback: Gebrannte und glasierte Ziegel verbinden Architektur, Farbe und Relief.

Welche Farbe dominiert die rekonstruierten Wandflächen? (Blau) (!Rot) (!Grün) (!Schwarz)



Feedback: Blau verbindet die großen Flächen optisch; hellere Tierfiguren heben sich davon ab.

Was entsteht durch die gleichmäßige Wiederholung der Tiermotive? (Ein visueller Rhythmus) (!Eine Zentralperspektive) (!Ein fotografischer Effekt) (!Eine zufällige Unordnung)



Feedback: Ähnliche Figuren in regelmäßigen Reihen gliedern die Mauerfläche.

Welchem Gott war der Wildstier besonders zugeordnet? (Adad) (!Apollon) (!Zeus) (!Poseidon)



Feedback: Der Wildstier ist ein Symbol des mesopotamischen Wettergottes Adad.

Was ist der Mušḫuššu? (Ein mythologisches Mischwesen) (!Ein gewöhnliches Hauspferd) (!Eine Löwenart) (!Eine Pflanzenverzierung)



Feedback: Das Mischwesen wurde dem Gott Marduk zugeordnet.

Wo befanden sich die bekannten Löwenreihen vor allem? (An der Prozessionsstraße) (!Auf dem Dach des Tores) (!Auf der Innenseite der Torflügel) (!Auf einer griechischen Tempelsäule)



Feedback: Am Tor dominieren Stiere und Drachen; die Löwen schmückten die Prozessionsstraße.

Welche Aussage über die Berliner Toranlage ist richtig? (Sie ist eine Rekonstruktion mit antiken und modernen Teilen) (!Sie ist vollständig im Originalzustand erhalten) (!Sie wurde ausschließlich aus Marmor errichtet) (!Sie zeigt die ganze ursprüngliche Doppeltoranlage)



Feedback: In Berlin wurde das kleinere äußere Tor rekonstruiert. Originalfragmente und moderne Ergänzungen sind zu unterscheiden.

Welche Aussage ist eine begründete Deutung statt einer direkten Bildbeobachtung? (Die Tierwiederholung sollte königliche Macht eindrucksvoll vermitteln) (!Die Fassade ist überwiegend blau) (!Mehrere Tierfiguren stehen in Reihen) (!Die Tierkörper bestehen aus vielen Ziegeln)



Feedback: Die mögliche Machtdemonstration ist eine Interpretation. Farbe, Reihen und Ziegel sind dagegen direkt beobachtbar.


Memory

Finde die zusammengehörigen Begriffe und Erklärungen.

Blauglasur Glänzende farbige Oberfläche
Mušḫuššu Mythologisches Mischwesen
Wildstier Symbol des Wettergottes
Rosette Stilisiertes Blütenornament
Relief Erhabene Darstellung auf einer Fläche
Prozessionsstraße Weg mit schreitenden Löwenreliefs





Drag and Drop

Ordne die zusammengehörigen Begriffe zu.

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Wildstier Adad
Mušḫuššu Marduk
Löwe Ischtar
Glasur Oberflächenglanz
Ziegel Mauerwerk





Kreuzworträtsel

Babylon In welcher antiken Stadt entstand das Tor?
Marduk Welchem Gott war der mythologische Drache zugeordnet?
Adad Welchem Gott war der Wildstier zugeordnet?
Glasur Wie heißt die farbige glänzende Oberfläche gebrannter Keramik?
Rosette Wie heißt ein stilisiertes Blütenornament?
Berlin In welcher Stadt steht die bekannte Museumsrekonstruktion?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Das Ischtar-Tor stand in

im heutigen Irak.
Der Bau entstand unter König

II. im sechsten Jahrhundert vor Christus.
Die Außenflächen bestehen aus gebrannten und glasierten

in verschiedenen Farben.
Besonders auffällig ist der intensive Farbton

auf der Fassade.
Die abgebildeten Tierkörper bilden erhabene

auf der Wand.
Ein wichtiges mythologisches Mischwesen wird

genannt.
Der Wildstier ist dem Wettergott

zugeordnet.
Der Mušḫuššu ist ein Symbol des Gottes

in der babylonischen Religion.
An der angrenzenden Prozessionsstraße befanden sich Reliefs mit

in langen Reihen.
Durch Wiederholung entsteht ein optischer

auf der Architektur.
Das bekannte Berliner Tor ist eine

aus historischen Fragmenten und neuen Ergänzungen.
Das kleinere äußere Tor ist im

ausgestellt worden.



Offene Aufgaben

Bearbeite eine der drei gestuften Hauptaufgaben. Jede Aufgabe enthält vier Arbeitsschritte. G steht für Grundniveau, M für mittleres Niveau und E für erweitertes Niveau.


G – Grundniveau (Klasse 7–8)

  1. Mein Tor-Steckbrief: Betrachte Bild 1 und Bild 3. Benenne vier sichtbare Formen oder Farben, beschreibe zwei Tiermotive, markiere einen wiederholten Bildstreifen in einer eigenen Skizze und schreibe drei Sätze über Deine persönliche Wirkungsempfindung. Trenne Beobachtung und Gefühl.


Mittleres Niveau (Klasse 9–10)

  1. Farbe und Rhythmus untersuchen: Vergleiche Bild 3 mit Bild 6. Beschreibe die Anordnung der Tiere, erkläre den Farbkontrast, untersuche die Wirkung der Wiederholung und gestalte eine kurze kommentierte Bildanalyse oder ein Erklärvideo von zwei Minuten. Begründe Deine Aussagen mit Bilddetails.


E – Erweitertes Niveau (Klasse 11–13)

  1. Architektur, Macht und Rekonstruktion: Formuliere eine These zur Leitfrage, belege sie mit mindestens drei Werkdetails, prüfe die historische Bedeutung der Symboltiere anhand einer Museumsquelle und beurteile kritisch, wie die Berliner Rekonstruktion unsere Wahrnehmung des antiken Tores beeinflusst. Kennzeichne Befund, Deutung und Unsicherheit.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Hier zählt nicht nur Faktenwissen, sondern die Fähigkeit, Zusammenhänge zu erklären und auf neue Beispiele zu übertragen.

  1. Farbwirkung: Erkläre, wie die Wirkung des Tors verändert würde, wenn alle Tiermotive dieselbe Farbe wie die Wand hätten.
  2. Komposition: Vergleiche die Ordnung der Tierreliefs mit einem selbst gewählten modernen Gebäude, einer Fassade oder einem wiederholten Muster.
  3. Symbolik: Untersuche, warum religiöse Tiere an einem Stadttor eine andere Wirkung haben können als auf einem kleinen Gebrauchsgegenstand.
  4. Rekonstruktion: Beurteile, welche Erkenntnisse aus einem rekonstruierten Bauwerk gewonnen werden können und welche Aussagen unsicher bleiben.
  5. Provenienzforschung: Entwickle einen begründeten Vorschlag, wie ein Museum über Herkunft, Fundgeschichte, Originalfragmente und moderne Ergänzungen informieren sollte.


Lernnachweis

Dein Lernnachweis kann als einseitige Bildanalyse, kommentierte Skizze, Kurzpräsentation oder Video abgegeben werden.

Wichtige Bewertungskriterien:

  1. Werkbeschreibung: Das Tor wird mit Entstehungsort, Epoche, Material und ungefährem Entstehungszeitraum eingeordnet.
  2. Formanalyse: Farben, Linien, Architekturgliederung und wiederkehrende Tiermotive sind präzise beschrieben.
  3. Kunstinterpretation: Die Leitfrage wird mit mindestens zwei erkennbaren Bilddetails beantwortet.
  4. Quellenkritik: Beobachtung, historische Fakten und Deutung werden erkennbar unterschieden.
  5. Medienkompetenz: Original, Ausschnitt, Nachbildung und moderne Rekonstruktion werden korrekt bezeichnet.
  6. Urheberrecht: Die genutzten Fotos und Filme erhalten nachvollziehbare Quellen- und Rechteangaben.

Differenzierung: G benötigt eine nachvollziehbare Beschreibung und eine einfache Deutung. M ergänzt Bildvergleiche und Fachbegriffe. E bewertet zusätzlich den historischen Kontext, die Grenzen der Rekonstruktion und die Aussagekraft der Quellen.




OERs zum Thema

Wikipedia – Ischtar-Tor (deutsch):

Zusätzliche geprüfte Informationsquellen:

  1. Ishtar Gate – englischer Wikipedia-Artikel: Der vorgegebene Medien- und Informationsnachweis; überprüfe besonders die Unterscheidung zwischen Tor und Prozessionsstraße.
  2. Staatliche Museen zu Berlin – Ischtar-Tor, III. Baustufe: Objektangaben zu Material, Ikonografie, Bauphasen und Rekonstruktion.
  3. Vom Fragment zum Monument: Geschichte von Ausgrabung, Erwerb, Restaurierung und Museumspräsentation.
  4. Wikimedia Commons – Ishtar Gate: Weitere frei lizenzierte und gemeinfreie Abbildungen mit individuellen Dateibeschreibungen.
  5. Vorderasiatisches Museum: Informationen und Zugang zum digitalen Museumsrundgang.


Mediennachweis und Nutzungsrechte

Antikes Kunstwerk: Die Gestaltung aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. ist gemeinfrei. Diese Aussage gilt nicht automatisch für moderne Fotografien, Filme, digitale Rekonstruktionen oder Museumsgestaltungen.

Commons-Bilder: Die folgenden konkreten Fotografien wurden anhand ihrer Dateiseiten geprüft. Die Verwendung erfolgt unverändert; Quellen und Lizenzlinks sind angegeben. Für veränderte Fassungen gelten gegebenenfalls die Weitergabebedingungen der jeweiligen Lizenz.

  1. Bild 1: LBM1948, „Berlín, Museo de Pérgamo 05.jpg“, Commons, CC BY-SA 4.0.
  2. Bild 2: Radomir Vrbovsky, „Ishtar gate in Pergamon museum in Berlin..jpg“, Commons, CC BY-SA 4.0.
  3. Bild 3: Osama Shukir Muhammed Amin, „Dragon and bulls of the the Ishtar Gate ...“, Commons, CC BY-SA 4.0.
  4. Bild 4: Osama Shukir Muhammed Amin, „One of the aurochs ...“, Commons, CC BY-SA 4.0.
  5. Bild 5: Osama Shukir Muhammed Amin, „One dragon of the Ishtar Gate ...“, Commons, CC BY-SA 4.0.
  6. Bild 6: BrokenSphere, „Ishtar Gate Processional Way section, Pergamon Museum.JPG“, Commons, CC BY-SA 3.0.
  7. Bild 7: Robert Koldewey, historische Abbildung aus einer Veröffentlichung von 1914, Commons, gemeinfrei gemäß der Dateiseite.
  8. Bild 8: Hamody al-iraqi, „Ishtar gate.jpg“, Commons, CC BY-SA 4.0.
  9. Commons-Audio: Jeuwre, „De-Babylonische.ogg“, Commons, CC BY-SA 4.0.
  10. Commons-Film: World Monuments Fund, „WMF Future of Babylon.ogv“, Commons, CC BY-SA 3.0, Freigabe auf Commons dokumentiert.
  11. YouTube-Videos: Staatliche Museen zu Berlin und Smarthistory. Urheber und Herausgeber sind genannt; die Einbindung nutzt die offiziellen YouTube-Player und deren geltende Nutzungs- und Einbettungsbedingungen. Es werden keine Videodateien kopiert.
  12. 3D-Rundgang: Staatliche Museen zu Berlin, „Babylon Reloaded“. Nur als offizieller externer Link, ohne Übernahme des urheberrechtlich geschützten digitalen Materials.

Lizenzlinks: CC BY-SA 4.0 | CC BY-SA 3.0.

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