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Intermedialität

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Intermedialität




Einleitung

Intermedialität beschreibt Beziehungen zwischen verschiedenen Medien. Sie wird vor allem in der Medienwissenschaft, Literaturwissenschaft, Kunstwissenschaft, Musikwissenschaft und Filmwissenschaft untersucht. Entscheidend ist nicht nur, dass mehrere Medien vorkommen, sondern wie sie aufeinander bezogen sind und wie dadurch Bedeutung entsteht.

Dieser aiMOOC richtet sich an die gymnasiale Oberstufe und den Einstieg ins Studium. Du lernst ein präzises Grundmodell kennen, wendest es auf Literatur, Film, Comic, Musik, Kunst und digitale Medien an und entwickelst eigene intermediale Projekte.

Ein anschaulicher Grenzfall ist das Kalligramm: Sprache wird nicht nur gelesen, sondern zugleich als visuelle Form wahrgenommen.


Lernziele

Nach der Bearbeitung kannst Du Intermedialität erklären, die drei verbreiteten Grundformen Medienkombination, Medienwechsel und intermedialer Bezug unterscheiden, Beispiele begründet zuordnen und Intermedialität von Intertextualität, Transmedialität und Multimodalität abgrenzen. Außerdem kannst Du untersuchen, was beim Wechsel oder Zusammenspiel von Medien gewonnen, verändert oder verloren wird.


Grundlagen


Was bedeutet Intermedialität?

Ein Medium stellt Informationen, Wahrnehmungen oder künstlerische Formen auf eine bestimmte Weise bereit. Geschriebene Sprache arbeitet anders als Fotografie, Film, Musik oder Theater. Jedes Medium besitzt eigene technische, materielle und ästhetische Möglichkeiten.

Von Intermedialität spricht man, wenn eine solche Mediengrenze für die Gestaltung oder Bedeutung eines Werkes wichtig wird. Ein Roman kann beispielsweise filmische Verfahren nachahmen, ein Film kann einen Roman adaptieren oder eine Theateraufführung kann Sprache, Musik, Körper, Licht und Projektion miteinander verbinden.

In der Forschung existieren unterschiedliche Intermedialitätsbegriffe. Für die Analyse besonders hilfreich ist die von Irina O. Rajewsky systematisierte Unterscheidung zwischen Medienkombination, Medienwechsel und intermedialen Bezügen.


Drei Grundformen

Grundform Kennzeichen Typisches Beispiel
Medienkombination Mehrere als verschieden wahrgenommene Medien sind im selben Produkt präsent und wirken zusammen. Oper, Film, Comic, multimediale Performance
Medienwechsel Ein bereits medial gestaltetes Werk oder Material wird in ein anderes Medium übertragen. Romanverfilmung
Intermedialer Bezug Ein Medium verweist mit seinen eigenen Mitteln auf ein anderes Medium oder ahmt dessen Verfahren nach. Ein Roman erzeugt den Eindruck filmischer Montage

Die Kategorien sind Analysewerkzeuge. In komplexen Werken können mehrere Formen gleichzeitig auftreten.


Medienkombination

Bei einer Medienkombination tragen mindestens zwei Medien oder Zeichensysteme gemeinsam zur Bedeutung bei. Ein Film verbindet beispielsweise bewegtes Bild, Sprache, Geräusch und Musik. Im Comic wirken Bildfolge, Schrift, Seitenlayout und Sprechblasen zusammen.

Der frühe Comic Little Nemo in Slumberland zeigt deutlich, dass Erzählung nicht allein aus Wörtern oder Bildern entsteht. Panelgröße, Blickrichtung, Text und räumliche Anordnung müssen zusammen gelesen werden.

Auch historische Avantgarden experimentierten bewusst mit Mediengrenzen. Im Umfeld des Dadaismus verbanden Aufführungen Rezitation, Lautpoesie, Musik, Kostüm, Bewegung und visuelle Gestaltung.

Hugo Balls Auftritte im Cabaret Voltaire sind ein bekanntes Beispiel dafür, wie Körper, Stimme, Kostüm und Sprache zu einem performativen Gesamtzusammenhang werden konnten.

Merke: Das bloße Nebeneinander mehrerer Elemente reicht für eine interessante Analyse noch nicht aus. Frage immer, welche Funktion ihr Zusammenspiel besitzt.


Medienwechsel

Beim Medienwechsel wird ein Werk oder Stoff aus einem Medium in ein anderes übertragen. Besonders bekannt ist die Literaturverfilmung. Dabei entsteht keine identische Kopie. Ein Film muss sprachliche Beschreibungen, innere Gedanken oder Erzählerkommentare mit filmischen Mitteln wie Bild, Montage, Schauspiel, Geräusch und Musik neu organisieren.

Mary Shelleys Roman Frankenstein von 1818 bietet ein klassisches Beispiel.

Schon 1910 entstand eine frühe Filmadaption. An ihr lässt sich untersuchen, wie Handlung verdichtet, visuell inszeniert und an die technischen sowie ästhetischen Möglichkeiten des frühen Films angepasst wurde.

Datei:Frankenstein - Edison Mfg. Co., 1910.webm

Für eine Analyse des Medienwechsels solltest Du deshalb nicht nur fragen: Was wurde weggelassen? Wichtiger ist: Welche Funktionen übernimmt das neue Medium mit seinen eigenen Mitteln?


Fallbeispiel Alice im Wunderland

Lewis Carrolls Alice im Wunderland eignet sich besonders gut, weil mehrere intermediale Beziehungen miteinander verbunden sind. Die Buchausgabe von 1865 enthält Illustrationen von John Tenniel. Text und Bild stehen dadurch in einem gemeinsamen Bedeutungszusammenhang.

1903 entstand eine frühe Filmfassung. Sie stellt einen Medienwechsel vom literarischen Werk zum Film dar. Zugleich orientiert sich die Bildgestaltung teilweise an Tenniels Illustrationen. Ein einzelnes Beispiel kann also verschiedene intermediale Ebenen besitzen.

Analysefrage: Welche Informationen vermittelt der Film durch Bild, Bewegung und Tricktechnik, für die der Roman sprachliche Beschreibung benötigt?


Intermedialer Bezug

Bei einem intermedialen Bezug bleibt ein Werk materiell in seinem eigenen Medium, verweist aber auf ein anderes. Ein Roman kann etwa filmische Schnitte sprachlich simulieren, ein Gedicht kann ein Gemälde beschreiben oder Musik kann durch Titel, Programm oder visuelle Gestaltung auf bildende Kunst bezogen werden.

Eine sprachliche Darstellung eines Bildes oder Kunstwerks wird häufig als Ekphrasis bezeichnet. Entscheidend ist dabei nicht, dass tatsächlich ein Bild im Text abgedruckt wird, sondern dass Sprache eine Beziehung zur visuellen Darstellung herstellt.

Ein interessantes Beispiel für Kunst- und Musikbezüge ist die Erstausgabe der Partitur von Claude Debussys La Mer. Das Titelbild greift das Motiv von Katsushika Hokusais Großer Welle vor Kanagawa auf.

Das Titelbild beweist nicht automatisch, dass das Gemälde direkt in Musik „übersetzt“ wurde. Es eröffnet aber einen nachvollziehbaren intermedialen Deutungsraum zwischen visueller Kunst, musikalischer Meeresdarstellung und kultureller Rezeption.


Grenzfälle und Abgrenzungen

Intermedialität überschneidet sich mit anderen Begriffen. Eine saubere Analyse benennt deshalb, welche Beziehung tatsächlich untersucht wird.

Begriff Schwerpunkt
Intermedialität Beziehungen zwischen unterschiedlichen Medien
Intertextualität Beziehungen zwischen Texten beziehungsweise Textstrukturen
Transmedialität Stoffe, Formen oder Motive treten in mehreren Medien auf, ohne dass zwingend ein bestimmtes Ursprungsmedium im Zentrum steht
Multimodalität Zusammenspiel verschiedener Ausdrucks- und Zeichenressourcen wie Sprache, Bild, Ton, Raum oder Gestik
Intramedialität Beziehungen innerhalb desselben Mediums

Ein Vampirmotiv, das in Literatur, Film, Theater und Computerspiel immer wieder neu erscheint, kann beispielsweise transmedial untersucht werden. Die konkrete Verfilmung eines bestimmten Vampirromans ist dagegen ein Medienwechsel.

Ein Kalligramm oder eine Graphic Novel kann zugleich unter Gesichtspunkten der Medienkombination und der Multimodalität untersucht werden. Die Begriffe stellen unterschiedliche Fragen und müssen sich daher nicht gegenseitig ausschließen.


Intermedialität in digitalen Medien

Digitale Medien erleichtern die Verbindung von Schrift, Bild, Animation, Ton, Video und Interaktion. Webseiten, Computerspiele, digitale Literatur, Social-Media-Formate und virtuelle Ausstellungen können deshalb stark intermedial geprägt sein.

Trotzdem ist digital nicht automatisch gleich intermedial. Entscheidend bleibt die konkrete Gestaltung. Eine Webseite mit einem bedeutungslosen Hintergrundbild enthält zwar verschiedene Elemente, bietet aber möglicherweise kaum eine produktive Beziehung zwischen Medien. Eine digitale Erzählung, in der Text, Ton, Bild und Nutzerhandlung unterschiedliche Teile der Geschichte erzeugen, ist dagegen ein ergiebiges Beispiel.


So analysierst Du Intermedialität

  1. Medien bestimmen: Welche Medien oder medialen Formen sind beteiligt?
  2. Beziehung klären: Liegt Medienkombination, Medienwechsel oder ein intermedialer Bezug vor?
  3. Mittel vergleichen: Welche Möglichkeiten besitzt jedes beteiligte Medium?
  4. Veränderungen untersuchen: Was wird hinzugefügt, ausgelassen, verdichtet, räumlich, visuell oder akustisch neu gestaltet?
  5. Wirkung deuten: Welche Bedeutung entsteht gerade durch diese mediale Beziehung?

Eine gute Analyse bleibt nicht bei der Zuordnung stehen. Sie erklärt, warum die mediale Gestaltung für Wahrnehmung, Erzählung oder Interpretation wichtig ist.


Kompakte Fallanalyse

Nimm eine Romanverfilmung. Im Roman können Gedanken ausführlich erzählt werden. Im Film müssen innere Vorgänge häufig durch Schauspiel, Stimme aus dem Off, Kamera, Montage, Geräusch oder Musik vermittelt werden. Der Medienwechsel zwingt also zu Entscheidungen.

Wird zusätzlich im Film ein Gemälde gezeigt, das für eine Figur symbolische Bedeutung besitzt, entsteht ein weiterer intermedialer Bezug. Läuft dazu Musik, die das Bildmotiv aufgreift, kann außerdem eine Medienkombination vorliegen. Ein Werk lässt sich deshalb auf mehreren Ebenen untersuchen.


Quellen und weiterführende Literatur

  1. Irina O. Rajewsky: Intermedialität. Francke, Tübingen/Basel 2002.
  2. Dick Higgins: Intermedia. In: Something Else Newsletter, 1966.
  3. Gabriele Rippl (Hrsg.): Handbook of Intermediality. Literature – Image – Sound – Music. De Gruyter, Berlin/Boston 2015.
  4. Wikipedia: Intermedialität als Einstieg in Begriff, Geschichte und verwandte Konzepte.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was bezeichnet Intermedialität im Kern? (Beziehungen zwischen unterschiedlichen Medien) (!Die technische Qualität eines einzelnen Mediums) (!Nur die Digitalisierung gedruckter Bücher) (!Ausschließlich Beziehungen zwischen literarischen Texten)




Welche drei Grundformen werden im hier verwendeten Modell unterschieden? (Medienkombination Medienwechsel und intermedialer Bezug) (!Intertextualität Narration und Fiktion) (!Bild Ton und Schrift) (!Produktion Distribution und Rezeption)




Was ist ein typisches Beispiel für Medienkombination? (Eine Oper aus Musik Sprache und Bühnenspiel) (!Die Verfilmung eines Romans) (!Das Zitat eines Romans in einem anderen Roman) (!Die Neuauflage desselben Buches)




Was ist ein Medienwechsel? (Die Übertragung eines Werkes in ein anderes Medium) (!Die Wiederholung eines Motivs im selben Text) (!Die Änderung der Lautstärke eines Films) (!Die Übersetzung eines Textes in eine andere Schriftart)




Was kennzeichnet einen intermedialen Bezug? (Ein Medium verweist mit eigenen Mitteln auf ein anderes Medium) (!Zwei identische Bücher stehen nebeneinander) (!Ein Medium wird vollständig bedeutungslos) (!Eine Datei wird auf einen anderen Speicher kopiert)




Welche Aussage beschreibt Transmedialität am treffendsten? (Ein Stoff oder Muster erscheint medienübergreifend ohne notwendiges Ursprungsmedium) (!Ein Roman wird direkt verfilmt) (!Ein Film enthält Sprache und Musik) (!Ein Gedicht zitiert ein anderes Gedicht)




Warum ist ein illustrierter Roman für Intermedialitätsanalysen interessant? (Text und Bild können gemeinsam Bedeutung erzeugen) (!Illustrationen beseitigen jede Mehrdeutigkeit) (!Bilder ersetzen automatisch den gesamten Text) (!Schrift und Bild funktionieren immer unabhängig voneinander)




Welche Kategorie passt am besten zu einer Romanverfilmung? (Medienwechsel) (!Intramedialität) (!Intertextualität) (!Typografie)




Was sollte eine gute Intermedialitätsanalyse zusätzlich zur Zuordnung untersuchen? (Die Funktion und Wirkung der medialen Beziehung) (!Nur das Erscheinungsjahr) (!Nur die Länge des Werkes) (!Nur die Biografie der Urheber)




Welche Aussage zu digitalen Medien ist richtig? (Digitale Werke können intermedial sein müssen es aber nicht) (!Jede digitale Datei ist automatisch intermedial) (!Digitale Medien können keine Medien kombinieren) (!Intermedialität existiert nur in gedruckten Werken)





Memory

Medienkombination Oper
Medienwechsel Literaturverfilmung
Intermedialer Bezug Ekphrasis
Transmedialität medienübergreifender Stoff
Multimodalität verschiedene Zeichenressourcen
Intertextualität Textbezug
Adaptation mediale Transformation





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Medienkombination Comic aus Bild Schrift und Layout
Medienwechsel Verfilmung eines Romans
Intermedialer Bezug Sprachliche Beschreibung eines Gemäldes
Transmedialität Vampirmotiv in verschiedenen Medien
Intertextualität Bezug eines Romans auf einen anderen Roman





Kreuzworträtsel

Kombination Welche Grundform liegt vor, wenn mehrere Medien gemeinsam in einem Werk präsent sind?
Adaptation Wie heißt die gestaltende Übertragung eines Werkes in ein anderes Medium?
Ekphrasis Wie nennt man die sprachliche Darstellung eines Kunstwerks?
Transmedialität Welcher Begriff bezeichnet medienübergreifende Stoffe ohne notwendiges Ursprungsmedium?
Multimodalität Welcher Begriff fokussiert verschiedene Zeichenressourcen wie Sprache, Bild und Ton?
Mediengrenze Was wird bei intermedialen Phänomenen überschritten oder thematisch relevant?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Intermedialität untersucht Beziehungen zwischen unterschiedlichen

.
Bei einer

wirken mehrere Medien innerhalb eines Produkts zusammen.
Die Verfilmung eines Romans ist ein typischer

.
Ein Roman, der filmische Montage sprachlich nachahmt, enthält einen

.
Die sprachliche Darstellung eines Kunstwerks wird häufig

genannt.
Ein medienübergreifend auftretender Stoff kann als

untersucht werden.
Das Zusammenspiel unterschiedlicher Zeichenressourcen steht im Zentrum der

.
Eine gute Analyse untersucht neben der Form auch deren

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Medientagebuch: Sammle einen Tag lang fünf Beispiele, in denen Text, Bild, Ton oder Bewegung zusammenwirken, und beschreibe jeweils kurz ihre Funktion.
  2. Comic-Analyse: Wähle eine Comicseite und erkläre, wie Bild, Schrift, Panelgröße und Leserichtung gemeinsam Bedeutung erzeugen.
  3. Bild und Musik: Suche ein Musikstück mit auffälligem Coverbild und formuliere zwei mögliche Beziehungen zwischen visueller und musikalischer Gestaltung.
  4. Adaptationsbeobachtung: Vergleiche eine kurze Szene aus einer literarischen Vorlage mit ihrer Filmfassung und notiere drei Veränderungen.


Standard

  1. Szenenvergleich: Analysiere genauer, wie ein innerer Gedanke aus einem Prosatext in einer Filmadaption dargestellt wird.
  2. Mikro-Adaption: Verwandle einen kurzen Prosatext in ein Storyboard aus sechs Bildern und begründe Deine gestalterischen Entscheidungen.
  3. Ekphrasis: Wähle ein Kunstwerk und schreibe einen kurzen literarischen Text, der das Bild nicht nur beschreibt, sondern deutend verarbeitet.
  4. Dada-Performance: Entwickle in einer Gruppe eine zweiminütige Performance, in der Stimme, Bewegung, Schrift und Geräusch bewusst aufeinander reagieren.


Schwer

  1. Intermediale Fallstudie: Untersuche ein Werk, das mindestens zwei Formen der Intermedialität verbindet, und belege Deine Zuordnung mit konkreten Gestaltungsmitteln.
  2. Begriffsvergleich: Vergleiche Intermedialität, Transmedialität und Multimodalität an demselben Beispiel und zeige, welche unterschiedlichen Fragen die Begriffe ermöglichen.
  3. Digitale Erzählung: Entwickle eine kurze digitale Geschichte, in der Text, Bild, Ton und Interaktion nicht austauschbar sind, sondern unterschiedliche Funktionen übernehmen.
  4. Kuratorisches Projekt: Plane eine kleine Ausstellung mit fünf Stationen zum Thema Intermedialität und erläutere, warum jedes ausgewählte Werk für Deine Argumentation wichtig ist.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Kategorien anwenden: Ein Bühnenstück verwendet Live-Musik, Projektionen und einen vorgelesenen Romantext. Ordne die beobachtbaren Beziehungen begründet den Intermedialitätsformen zu und erkläre mögliche Überschneidungen.
  2. Medienwechsel beurteilen: Erkläre anhand einer selbst gewählten Literaturverfilmung, warum eine Abweichung von der Vorlage nicht automatisch ein Fehler ist.
  3. Intermedialen Bezug analysieren: Untersuche, wie ein literarischer Text mit sprachlichen Mitteln den Eindruck von Fotografie, Musik oder Film erzeugen könnte.
  4. Gestaltungsentscheidung übertragen: Wähle eine kurze Filmszene und beschreibe, wie Du ihre zentrale Wirkung ohne bewegte Bilder in einem Comic erzeugen würdest.
  5. Begriffe differenzieren: Entwickle ein Beispiel, das gleichzeitig multimodal und intermedial untersucht werden kann, und erläutere die unterschiedlichen Analyseperspektiven.
  6. These prüfen: Diskutiere die Aussage „Digitale Medien sind automatisch intermedial“ und entwickle ein Gegenbeispiel oder eine Einschränkung.


Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Begriffe wiedergibst, sondern mediale Beziehungen an konkretem Material nachvollziehbar analysierst.

  1. Du definierst Intermedialität fachlich präzise.
  2. Du unterscheidest Medienkombination, Medienwechsel und intermedialen Bezug.
  3. Du grenzt Intermedialität sinnvoll von Intertextualität, Transmedialität und Multimodalität ab.
  4. Du benennst konkrete medienspezifische Gestaltungsmittel.
  5. Du erklärst Veränderungen und Wirkungen beim Medienwechsel.
  6. Du begründest Zuordnungen mit Beispielen statt nur Schlagwörter zu nennen.
  7. Du kannst selbst ein kleines intermediales Produkt planen oder gestalten und Deine Entscheidungen reflektieren.




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