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IM6 - Mein Abschlussprojekt Informatik und Medienbildung 6

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IM6 - Mein Abschlussprojekt Informatik und Medienbildung 6




IM6 - Mein Abschlussprojekt Informatik und Medienbildung 6


Einleitung

In diesem Abschlussprojekt zeigst Du, was Du in Informatik und Medienbildung 6 gelernt hast. Du planst, gestaltest, programmierst, prüfst und verbesserst ein eigenes digitales Produkt. Dabei soll nicht nur ein schönes Ergebnis entstehen: Wichtig ist auch, dass Du erklären kannst, wie Du gearbeitet hast, welche Quellen Du genutzt hast, wo KI geholfen hat und was Du nach Tests verbessert hast.

Dein Produkt verbindet mindestens vier Kompetenzbereiche. Besonders geeignet ist ein interaktiver MOOCwiki-Lernkurs mit einem selbst gestalteten KI-Motiv, eigener Audio- oder Videosequenz, einem Quellencheck sowie einer kleinen Programmier- oder Datenkomponente. Du kannst aber auch ein Spiel, eine digitale Ausstellung, einen Datenreport, ein Medienmagazin oder einen KI-Versuch entwickeln.

Dein Leitsatz: Nicht die Anzahl der Werkzeuge entscheidet über die Qualität Deines Projekts, sondern wie sinnvoll, sicher, nachvollziehbar und kreativ Du sie für Dein Ziel einsetzt.


Das Abschlussprojekt in einem Satz

Du entwickelst ein eigenes digitales Produkt für eine echte Zielgruppe, verbindest darin mindestens vier Bereiche aus Informatik und Medienbildung und dokumentierst Deine Planung, Quellen, Medien, Programmierung oder Datenarbeit, den KI-Einsatz, Tests und Verbesserungen.


Die sechs Kompetenzbereiche für Dein Projekt

Die folgenden Bereiche helfen Dir, Dein Projekt zu planen. Du musst mindestens vier davon sichtbar miteinander verbinden.

Kompetenzbereich Das kannst Du im Projekt zeigen Möglicher Nachweis
Information und Quellen Du suchst gezielt, vergleichst Quellen, prüfst Autor oder Herausgeber, Datum, Zweck und Belege. Quellenliste, Quellencheck, begründete Auswahl
Medien gestalten Du produzierst eigene Bilder, Audio, Video, Texte oder interaktive Seiten passend zur Zielgruppe. Storyboard, Rohfassung, Endfassung
Programmieren und Daten Du nutzt Ereignisse, Bedingungen, Variablen, Listen oder eine kleine Datenauswertung. Scratch-Projekt, Tabelle, Diagramm, Testdaten
Kommunizieren und Präsentieren Du erklärst verständlich, strukturierst Informationen und präsentierst Dein Produkt. Lernkurs, Vortrag, Screencast, Ausstellung
Sicher und verantwortlich handeln Du schützt persönliche Daten, respektierst Urheberrechte und kennzeichnest fremde sowie KI-unterstützte Inhalte. Lizenznachweise, Datenschutz-Check, KI-Protokoll
Problemlösen, testen und verbessern Du zerlegst ein Problem, testest Dein Produkt mit anderen und verbesserst es nach Rückmeldungen. Testprotokoll, Fehlerliste, Versionsvergleich


Dein Produktauftrag

Dein Abschlussprodukt muss die folgenden Pflichtbausteine enthalten:

  1. Projektziel: Formuliere eine klare Leitfrage oder ein Problem, das Dein Produkt lösen soll.
  2. Zielgruppe: Lege fest, für wen Du arbeitest, zum Beispiel für Deine Klasse, jüngere Kinder, Eltern oder Besucherinnen und Besucher einer Ausstellung.
  3. Kompetenzmix: Verbinde mindestens vier der sechs Kompetenzbereiche sichtbar.
  4. Eigene Medienproduktion: Erstelle mindestens ein eigenes Audio, Video, Bild, Diagramm, eine Grafik oder eine vergleichbare Medienproduktion.
  5. Programmierung oder Daten: Baue eine kleine Programmierkomponente oder eine nachvollziehbare Datenauswertung ein.
  6. Quellenprüfung: Prüfe wichtige Informationen und dokumentiere Deine verwendeten Quellen.
  7. KI-Einsatz: Nutze mindestens einmal ein von der Schule freigegebenes KI-Werkzeug sinnvoll oder begründe, warum Du bewusst ohne generative KI gearbeitet hast.
  8. KI-Dokumentation: Halte fest, wofür Du KI genutzt hast, welche Eingabe Du gemacht hast, was brauchbar war und was Du selbst geprüft oder verändert hast.
  9. Test und Verbesserung: Lass Dein Produkt von mindestens einer anderen Person testen und dokumentiere mindestens zwei Verbesserungen.
  10. Projektreflexion: Erkläre am Ende, was gelungen ist, was schwierig war und was Du beim nächsten Projekt anders machen würdest.


Referenzprojekt: Ein interaktiver MOOCwiki-Lernkurs mit KI-Motiv

Ein besonders passendes Abschlussprojekt ist ein eigener MOOCwiki-Lernkurs. Ein mögliches Thema wäre „Wie erkennt man KI-Bilder?“, „Unsere Schule spart Energie“, „Sicher chatten“ oder „Tiere unserer Region“.

Ein vollständiges Beispiel könnte so aussehen:

  1. Informationskompetenz: Du recherchierst drei verlässliche Quellen und vergleichst eine wichtige Aussage.
  2. Medienproduktion: Du gestaltest ein eigenes Titelbild mit einem KI-Motiv und nimmst eine 45-sekündige Audioeinführung selbst auf.
  3. Programmierung: Du programmierst in Scratch ein Mini-Quiz mit einer Variable Punkte und mindestens einer Bedingung.
  4. Datenkompetenz: Du lässt zehn Testdurchläufe durchführen und trägst die Ergebnisse in eine Tabelle ein.
  5. KI-Kompetenz: Du lässt Dir von einer schulisch freigegebenen KI drei Überschriften vorschlagen, prüfst sie und überarbeitest die beste selbst.
  6. Quellenkompetenz: Du dokumentierst Bildquellen und Lizenzen und prüfst wichtige Sachinformationen mit einer Vergleichsquelle.
  7. Reflexion: Du zeigst mit Vorher-Nachher-Beispielen, welche zwei Stellen Du nach Feedback verbessert hast.


Projektideen

Du darfst eine Idee übernehmen oder eine eigene entwickeln. Jede Idee lässt sich auf leichtem, mittlerem oder anspruchsvollem Niveau umsetzen.


Projektbeispiel 1: Interaktiver Lernkurs

Produkt: Ein MOOCwiki-Kurs für jüngere Schülerinnen und Schüler, zum Beispiel zu Medienregeln, Umwelt, Weltraum oder sicherem Verhalten im Internet.

Verbindungen: Recherche + Mediengestaltung + Programmierung + KI + Quellen + Präsentation.

Programmieridee: Scratch-Quiz mit Punkten und Rückmeldung.

Medienidee: Eigene Audioeinleitung und ein kurzes Erklärvideo.

Datenidee: Tabelle mit Testergebnissen: Welche Quizfrage war am schwierigsten?


Projektbeispiel 2: Scratch-Escape-Room

Produkt: Ein kleines Rätselspiel mit Geschichte, Figuren und mehreren Entscheidungen.

Verbindungen: Programmieren + Storytelling + Grafik/Audio + Testen + Quellen.

Programmieridee: Variablen für Punkte oder Schlüssel, Bedingungen für Türen, Ereignisse für Szenenwechsel.


Projektbeispiel 3: Geräusche-KI im Test

Produkt: Ein Versuch mit einem schulisch freigegebenen Werkzeug wie Teachable Machine, das zum Beispiel Klatschen und Schnipsen unterscheiden soll.

Verbindungen: KI + Daten + Experiment + Medien + Reflexion.

Datenidee: Teste jede Geräuschklasse zwanzigmal und notiere richtige sowie falsche Erkennungen. Berechne anschließend den Anteil richtiger Treffer.

Wichtig: Verwende möglichst keine personenbezogenen Aufnahmen. Wenn Kamera oder Mikrofon eingesetzt werden, beachte die Regeln Deiner Schule und hole notwendige Einwilligungen ein.


Projektbeispiel 4: Quellen-Detektiv

Produkt: Eine interaktive Seite oder ein Video, das zeigt, wie man eine Behauptung prüft.

Verbindungen: Recherche + Quellenbewertung + Video + Daten + Präsentation.

Datenidee: Vergib für mehrere Webseiten Prüfkriterien wie Autor erkennbar, Datum vorhanden, Belege vorhanden und Zweck erkennbar. Stelle die Ergebnisse als Tabelle oder Balkendiagramm dar.


Projektbeispiel 5: Digitales Mini-Museum

Produkt: Eine kleine digitale Ausstellung zu einem Sachthema, historischen Gegenständen, Erfindungen oder Naturphänomenen.

Verbindungen: Quellen + Bildrechte + Audio + Präsentation + Daten.

Medienidee: Nimm zu jedem Ausstellungsstück einen kurzen Audioguide auf.

Datenidee: Erfasse Besucherfeedback anonym in einer Tabelle und werte zwei Fragen aus.


Projektbeispiel 6: Datenreport für die Klasse

Produkt: Ein kleiner Bericht mit einer selbst erhobenen, anonymen Umfrage, zum Beispiel zu Schulwegen, Bildschirmzeiten als Kategorien oder Lieblingslernformen.

Verbindungen: Daten + Diagramme + Datenschutz + Quellen + Präsentation.

Wichtig: Frage keine sensiblen oder persönlichen Daten ab. Arbeite mit anonymen oder erfundenen Übungsdaten, wenn die Schule keine echte Befragung erlaubt.


Projektbeispiel 7: Audio-Magazin

Produkt: Eine drei- bis fünfminütige Audioreportage mit Moderation, Geräuschen und einem kurzen Interview oder Rollenspiel.

Verbindungen: Audio + Recherche + Quellen + KI-Unterstützung + Schnitt + Präsentation.


Projektbeispiel 8: Erklärvideo mit Daten und Code

Produkt: Ein zwei- bis dreiminütiges Erklärvideo zu einem selbst gewählten Thema.

Verbindungen: Storyboard + Video + Quellen + Daten + Programmierung.

Programmieridee: Erzeuge eine kleine Animation in Scratch und binde einen Screenshot oder eine Bildschirmaufnahme davon in das Video ein.


Planungswerkzeuge

Gute Projekte entstehen nicht erst beim Programmieren oder Aufnehmen. Eine klare Planung spart Zeit und macht Verbesserungen sichtbar.


Projektsteckbrief

Fülle vor dem Start einen Steckbrief aus.

Frage Deine Planung
Wie lautet mein Projekttitel?
Welches Problem oder welche Leitfrage bearbeite ich?
Wer ist meine Zielgruppe?
Welche vier oder mehr Kompetenzbereiche verbinde ich?
Welches eigene Medium produziere ich?
Welche Programmier- oder Datenkomponente baue ich ein?
Welches KI-Werkzeug könnte sinnvoll helfen?
Wie prüfe ich Quellen und KI-Ausgaben?
Woran erkenne ich am Ende, dass mein Produkt funktioniert?


Kanban-Board

Ein einfaches Kanban-Board hilft Dir, Aufgaben sichtbar zu machen. Schreibe jede Aufgabe auf eine Karte und verschiebe sie im Projektverlauf.

Zu tun In Arbeit Fertig
Thema eingrenzen
Quellen suchen
Medien planen
Programmieren oder Daten auswerten
Test durchführen
Verbesserungen einbauen


Storyboard für Audio und Video

Ein Storyboard zeigt vor der Aufnahme, was wann passieren soll. So planst Du Bild, Ton, Text und Länge.

Szene Bild oder Handlung Gesprochener Text oder Ton Quelle oder Eigenproduktion Ungefähre Dauer
1
2
3
4


Dateiplan und Versionen

Nutze verständliche Dateinamen. Ein Beispiel ist IM6_Team3_Audio_v02.wav statt neu_final_wirklichfinal2.wav. Lege Rohmaterial, Quellen, Zwischenstände und die Abgabe getrennt ab. Speichere wichtige Zwischenstände, damit Du zeigen kannst, wie Dein Projekt sich entwickelt hat.


Medien selbst produzieren

Eigene Medien machen Dein Projekt unverwechselbar. Entscheide zuerst, was Deine Zielgruppe wirklich braucht. Ein Lernkurs benötigt andere Medien als ein Spiel oder eine Reportage.


Audio

Achte bei einer Sprachaufnahme auf einen ruhigen Raum, verständliche Lautstärke und kurze Sätze. Schneide Versprecher heraus und verwende Musik oder Geräusche nur, wenn Du sie rechtmäßig nutzen darfst.

Mögliche Werkzeuge: Sprachrecorder auf einem Schulgerät, Audacity oder eine von der Schule freigegebene Aufnahme-App.


Video

Plane zuerst mit einem Storyboard. Filme nur Personen, für die eine notwendige Einwilligung vorliegt. Achte auf ruhige Bilder, verständlichen Ton und kurze Einstellungen. Ein gutes Erklärvideo braucht nicht viele Effekte, sondern eine klare Aussage.


Bilder und Grafiken

Du kannst eigene Zeichnungen, Fotos, Diagramme oder KI-unterstützte Bilder verwenden. Kennzeichne, was Du selbst erstellt hast und wobei ein KI-Werkzeug beteiligt war. Bei fremden Bildern prüfst Du immer die Lizenz.


Programmieren und Daten

Deine Programmier- oder Datenkomponente soll klein genug sein, dass Du sie verstehst und erklären kannst.


Variante A: Scratch-Programm

Ein einfaches Quiz kann bereits mehrere wichtige Programmierideen enthalten.

Baustein Beispiel
Ereignis Wenn die grüne Flagge angeklickt wird, startet das Quiz.
Variable Die Variable Punkte beginnt bei 0.
Eingabe Das Programm fragt nach einer Antwort.
Bedingung Wenn die Antwort richtig ist, erhöht sich Punkte um 1.
Ausgabe Am Ende wird die Punktzahl angezeigt.
Test Du prüfst richtige, falsche und ungewöhnliche Eingaben.

Erweiterung: Nutze eine Liste für Fragen, zufällige Reihenfolgen oder unterschiedliche Rückmeldungen.


Variante B: Kleine Datenauswertung

Du kannst Daten aus Tests, Beobachtungen oder einer anonymen Mini-Umfrage auswerten.

Testperson Aufgabe gelöst? Benötigte Zeit in Minuten Rückmeldung
A ja 3 Anleitung klar
B nein 5 Button nicht gefunden
C ja 4 Audio zu leise

Aus solchen Daten kannst Du Fragen beantworten: Welche Stelle verursacht Probleme? Welche Aufgabe ist besonders schwierig? Welche Verbesserung sollte zuerst umgesetzt werden?


Variante C: KI-Modell als Datenexperiment

Mit einem Werkzeug wie Teachable Machine kannst Du ein einfaches Modell mit Beispielen trainieren und anschließend testen. Wichtig ist nicht nur, ob es funktioniert, sondern unter welchen Bedingungen es Fehler macht. Dokumentiere Trainingsbeispiele, Testfälle und Fehlversuche.


KI-Werkzeuge sinnvoll einsetzen

KI kann Ideen liefern, Texte umformulieren, Fragen vorschlagen, Bilder erzeugen oder Datenmuster erklären. Sie kann aber auch unpassende, erfundene oder einseitige Ergebnisse liefern. Deshalb bleibt die Verantwortung bei Dir.

Für Klasse 6 gilt: Nutze nur Werkzeuge, die Deine Schule oder Lehrkraft freigegeben hat. Gib keine privaten Daten, Passwörter, vollständigen Namen, privaten Fotos oder vertraulichen Informationen in ein KI-System ein.


Geeignete KI-Aufgaben im Projekt

  1. Ideenfindung: Bitte um fünf unterschiedliche Projektideen und entscheide selbst, welche zu Deinem Lernziel passt.
  2. Fragen entwickeln: Lass Dir mögliche Quizfragen vorschlagen und überprüfe jede Antwort.
  3. Text verbessern: Bitte um kürzere oder leichter verständliche Formulierungen und vergleiche sie mit Deinem Original.
  4. Testfälle finden: Lass Dir ungewöhnliche Eingaben für Dein Scratch-Projekt vorschlagen.
  5. Bildidee entwickeln: Lass Dir Bildbeschreibungen oder ein KI-Motiv erstellen, wenn das Werkzeug von der Schule freigegeben ist.
  6. Daten verstehen: Bitte um mögliche Erklärungen für ein Diagramm und prüfe, ob sie wirklich durch die Daten gestützt werden.


Das KI-Protokoll

Dokumentiere jeden wichtigen KI-Einsatz.

Datum Werkzeug Mein Ziel Meine Eingabe oder mein Prompt Was war brauchbar? Was musste ich prüfen oder ändern? Was habe ich übernommen?

Wichtig: Schreibe nicht nur „KI benutzt“. Zeige, was die KI beigetragen hat und was Deine eigene Leistung war.


Quellen prüfen und Medien rechtmäßig nutzen

Eine gute Quelle passt zur Frage, ist nachvollziehbar und lässt sich mit anderen Informationen vergleichen. Prüfe besonders wichtige Aussagen an mindestens einer weiteren geeigneten Quelle.


Der Quellencheck mit fünf Fragen

  1. Urheber: Wer hat die Information veröffentlicht?
  2. Aktualität: Wann wurde sie veröffentlicht oder zuletzt überarbeitet?
  3. Belege: Werden Quellen, Daten oder nachvollziehbare Gründe genannt?
  4. Absicht: Soll die Seite informieren, überzeugen, verkaufen oder unterhalten?
  5. Vergleich: Bestätigt eine zweite geeignete Quelle die zentrale Aussage?


Quellenprotokoll

Quelle Wofür genutzt? Autor oder Herausgeber Datum Warum geeignet? Lizenz oder Nutzungsrecht bei Medien


Freie Medien und Creative Commons

Auf Wikimedia Commons findest Du viele frei lizenzierte Medien. Trotzdem musst Du die Lizenz auf der jeweiligen Dateiseite prüfen und die geforderte Namensnennung beachten. Bei Creative-Commons-Lizenzen ist die korrekte Zuordnung zur Urheberin oder zum Urheber ein wichtiger Teil der Nutzung.

Merksatz für die Dokumentation: Titel – Urheber – Quelle – Lizenz.


Arbeitsprozess dokumentieren

Dein Projekttagebuch ist ein Teil der Leistung. Es soll zeigen, wie Du Entscheidungen getroffen, Probleme gelöst und Dein Produkt verbessert hast.


Projekttagebuch

Stunde oder Datum Mein Ziel Das habe ich gemacht Problem oder Entscheidung Nächster Schritt
1
2
3
4
5
6


Testprotokoll

Testen bedeutet nicht, nur zu zeigen, dass etwas funktioniert. Gute Tests suchen auch nach Fehlern und unklaren Stellen.

Test Erwartung Beobachtung Problem gefunden? Verbesserung
Start ohne Erklärung Nutzer findet den Einstieg
Falsche Eingabe Programm reagiert sinnvoll
Ton abspielen Sprache ist gut verständlich
Quelle öffnen Herkunft ist nachvollziehbar
Testperson beobachtet Bedienung ist verständlich


Vorher-Nachher-Dokumentation

Zeige mindestens zwei Verbesserungen nach einem Test.

Vorher Rückmeldung oder Testfund Änderung Warum ist die neue Version besser?


Möglicher Zeitplan

Ein Abschlussprojekt kann zum Beispiel in acht Arbeitsphasen organisiert werden.

  1. Phase 1 – Idee: Thema, Zielgruppe, Leitfrage und Kompetenzbereiche festlegen.
  2. Phase 2 – Recherche: Quellen suchen, prüfen und im Quellenprotokoll festhalten.
  3. Phase 3 – Planung: Projektsteckbrief, Kanban und bei Bedarf Storyboard erstellen.
  4. Phase 4 – Prototyp: Eine erste funktionsfähige Version bauen.
  5. Phase 5 – Medien und Code: Eigene Medien erstellen sowie Programmier- oder Datenkomponente fertigstellen.
  6. Phase 6 – Test: Eine andere Person testen lassen und Beobachtungen notieren.
  7. Phase 7 – Verbesserung: Fehler beheben, Gestaltung überarbeiten und Quellen sowie KI-Nachweise prüfen.
  8. Phase 8 – Präsentation: Produkt zeigen und den Arbeitsprozess reflektieren.


Kriterienraster

Das folgende Raster kann für Selbsteinschätzung, Peer-Feedback oder Bewertung verwendet werden. Die Lehrkraft kann Gewichtungen anpassen.

Kriterium 3 Punkte – stark erfüllt 2 Punkte – erfüllt 1 Punkt – teilweise erfüllt 0 Punkte – fehlt
Projektidee und Zielgruppe Ziel, Leitfrage und Zielgruppe sind klar; Entscheidungen passen dazu. Ziel und Zielgruppe sind erkennbar. Ziel oder Zielgruppe bleibt unklar. Kein erkennbares Projektziel.
Verknüpfung der Kompetenzbereiche Mindestens vier Bereiche sind sinnvoll verbunden und im Produkt nachweisbar. Vier Bereiche sind vorhanden, aber nicht immer verbunden. Nur zwei bis drei Bereiche sind erkennbar. Kein sinnvoller Kompetenzmix.
Programmierung oder Daten Die Komponente funktioniert, wird verstanden und ist getestet. Die Komponente funktioniert überwiegend. Die Komponente ist sehr einfach oder fehlerhaft. Keine Programmier- oder Datenkomponente.
Eigene Mediengestaltung Eigenes Audio, Video, Bild oder Grafik unterstützt das Lernziel sehr gut. Eigenes Medium ist passend eingebaut. Eigenes Medium ist vorhanden, aber wenig passend oder technisch schwach. Kein eigenes Medium.
KI-Einsatz und Transparenz KI wird sinnvoll eingesetzt, vollständig dokumentiert, geprüft und eigenständig überarbeitet. KI-Einsatz ist dokumentiert und überwiegend geprüft. KI-Einsatz ist nur teilweise dokumentiert oder kaum geprüft. KI-Einsatz ist nicht nachvollziehbar oder trotz Vorgabe nicht reflektiert.
Quellen und Lizenzen Wichtige Aussagen sind geprüft; Quellen und Medienrechte sind sauber dokumentiert. Quellen sind überwiegend nachvollziehbar. Quellenangaben sind lückenhaft. Quellen oder Nutzungsrechte fehlen.
Sicherheit und Datenschutz Persönliche Daten werden geschützt; Veröffentlichungen und Aufnahmen sind verantwortungsvoll geplant. Grundlegende Regeln werden beachtet. Einzelne Risiken wurden übersehen. Deutliche Datenschutz- oder Sicherheitsprobleme.
Arbeitsprozess Planung, Zwischenstände und Entscheidungen sind verständlich dokumentiert. Der Prozess ist im Wesentlichen dokumentiert. Nur einzelne Schritte sind dokumentiert. Prozessdokumentation fehlt.
Test und Verbesserung Mehrere Tests führen zu mindestens zwei gut begründeten Verbesserungen. Ein Test führt zu Verbesserungen. Test oder Verbesserung bleibt oberflächlich. Kein Test.
Präsentation und Reflexion Das Produkt wird klar erklärt; Stärken, Grenzen und nächste Schritte werden begründet. Präsentation und Reflexion sind verständlich. Reflexion bleibt kurz oder rein beschreibend. Keine Reflexion.

Maximalpunktzahl: 30 Punkte.

Mindestnachweis für ein vollständiges Abschlussprojekt: mindestens vier Kompetenzbereiche, eigenes Medium, Programmier- oder Datenanteil, Quellenprüfung, KI-Protokoll oder begründete Nichtnutzung, Test und Prozessdokumentation.


Checkliste vor der Abgabe

  1. Ziel erreicht: Mein Produkt beantwortet meine Leitfrage und passt zur Zielgruppe.
  2. Vier Kompetenzbereiche: Ich kann zeigen, wo mindestens vier Bereiche verbunden sind.
  3. Eigenes Medium: Ich habe mindestens ein eigenes Audio, Video, Bild, Diagramm oder eine vergleichbare Medienproduktion erstellt.
  4. Programmierung oder Daten: Meine Komponente funktioniert und ich kann sie erklären.
  5. Quellen: Ich habe wichtige Aussagen geprüft und Quellen dokumentiert.
  6. Lizenzen: Bei fremden Medien stehen Urheber, Quelle und Lizenz in meiner Dokumentation.
  7. KI: Mein KI-Einsatz ist transparent dokumentiert und überprüft.
  8. Datenschutz: Ich habe keine unnötigen persönlichen Daten veröffentlicht oder an KI-Dienste weitergegeben.
  9. Test: Mindestens eine andere Person hat mein Produkt getestet.
  10. Verbesserung: Ich kann mindestens zwei konkrete Änderungen nach Tests oder Feedback zeigen.
  11. Abgabe: Dateien sind sinnvoll benannt und die Endfassung lässt sich öffnen oder abspielen.
  12. Reflexion: Ich kann erklären, was ich gelernt habe und was ich als Nächstes verbessern würde.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was gehört zwingend zu einem vollständigen IM6-Abschlussprojekt? (Mindestens vier Kompetenzbereiche sinnvoll verbinden) (!Möglichst viele Apps gleichzeitig benutzen) (!Nur ein fertiges Endprodukt ohne Dokumentation zeigen) (!Alle Texte vollständig von einer KI schreiben lassen)




Was ist eine gute Methode zur Quellenprüfung? (Eine wichtige Aussage mit einer zweiten geeigneten Quelle vergleichen) (!Nur die Überschrift einer Webseite lesen) (!Immer den ersten Suchtreffer übernehmen) (!Eine Quelle allein wegen vieler Bilder für zuverlässig halten)




Wofür eignet sich eine Variable in einem Scratch-Quiz? (Zum Speichern und Verändern der Punktzahl) (!Zum Aufnehmen eines Videos) (!Zum Prüfen einer Bildlizenz) (!Zum Erstellen einer Quellenangabe)




Wozu dient ein Storyboard? (Zur Planung von Szenen, Bildern und Ton vor der Aufnahme) (!Zum automatischen Prüfen aller Quellen) (!Zum Verschlüsseln von Dateien) (!Zum Berechnen einer Tabellenformel)




Was solltest Du mit einer KI-Ausgabe tun, bevor Du sie übernimmst? (Sie prüfen und bei Bedarf selbst überarbeiten) (!Sie immer unverändert übernehmen) (!Die Herkunft Deiner Aufgabe verbergen) (!Persönliche Daten ergänzen)




Welche Angabe gehört nicht in einen KI-Chat für ein Schulprojekt? (Ein privates Passwort) (!Eine allgemeine Projektidee) (!Eine erfundene Beispielzahl) (!Eine sachliche Frage ohne persönliche Daten)




Was gehört zu einer guten Mediendokumentation? (Titel, Urheber, Quelle und Lizenz) (!Nur der Dateiname auf dem eigenen Computer) (!Nur die Farbe des Bildes) (!Nur die Größe der Datei)




Wozu dient ein Testprotokoll? (Zum Festhalten von Erwartungen, Beobachtungen, Problemen und Verbesserungen) (!Zum Verstecken von Fehlern) (!Zum Ersetzen der Quellenliste) (!Zum Sammeln möglichst vieler Passwörter)




Warum sind Vorher-Nachher-Beispiele im Projekt sinnvoll? (Sie machen Verbesserungen und Lernfortschritt sichtbar) (!Sie ersetzen die Programmierung) (!Sie beweisen automatisch, dass jede Quelle richtig ist) (!Sie machen Tests überflüssig)




Was ist bei einer kleinen Datenauswertung besonders wichtig? (Die Datenfrage und die Bedeutung der Ergebnisse verständlich erklären) (!Möglichst viele personenbezogene Daten sammeln) (!Ein Diagramm ohne Beschriftung abgeben) (!Fehlerhafte Werte stillschweigend löschen)





Memory

Storyboard Planung von Bild, Szene und Ton
Variable Speicher für einen veränderbaren Wert
Quellencheck Prüfung von Herkunft, Aktualität und Belegen
KI-Protokoll Dokumentation von Eingabe, Ergebnis und eigener Überarbeitung
Kanban Übersicht über Aufgaben in verschiedenen Arbeitsständen
Lizenz Regel für die erlaubte Nutzung eines Werkes
Testprotokoll Dokumentation von Erwartung, Beobachtung und Verbesserung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Storyboard Planung von Szenen und Ton
Quellenprotokoll Herkunft und Eignung von Informationen
Variable Veränderbarer Wert im Programm
KI-Protokoll Transparenz beim Einsatz künstlicher Intelligenz
Testprotokoll Beobachtung von Fehlern und Verbesserungen






Kreuzworträtsel

Storyboard Wie heißt die Planung von Szenen, Bild und Ton vor einer Aufnahme?
Variable Wie heißt ein Speicherplatz für einen veränderbaren Wert im Programm?
Quelle Wie nennt man die Herkunft einer Information?
Prompt Wie heißt eine Eingabe oder Arbeitsanweisung an ein generatives KI-System?
Lizenz Welcher Begriff regelt die erlaubte Nutzung eines Werkes?
Feedback Wie nennt man eine Rückmeldung, die zu Verbesserungen führen kann?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Ein Abschlussprojekt beginnt mit einer klaren

.
Du planst Dein Produkt für eine bestimmte

.
Im IM6-Projekt verbindest Du mindestens vier

.
Eine veränderbare Punktzahl kann in einer

gespeichert werden.
Vor einer Videoaufnahme hilft ein

bei der Planung.
Wichtige Informationen vergleichst Du mit einer zweiten geeigneten

.
Bei fremden Medien prüfst Du die jeweilige

.
Den Einsatz künstlicher Intelligenz hältst Du in einem

fest.
Eine KI-Ausgabe muss vor der Übernahme

werden.
Persönliche und vertrauliche Informationen gehören nicht in einen

.
Ein Test mit anderen Personen kann versteckte

sichtbar machen.
Nach dem Test dokumentierst Du mindestens zwei konkrete

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Projektlogo: Entwirf ein eigenes Logo oder Titelbild für Dein Abschlussprojekt und erkläre in drei Sätzen, wie es zum Thema und zur Zielgruppe passt.
  2. Quellen-Duell: Suche zwei Quellen zur gleichen Sachfrage und entscheide mithilfe der fünf Prüffragen, welche Quelle für Dein Projekt besser geeignet ist.
  3. Mini-Storyboard: Plane vier Szenen für eine 45-sekündige Audio- oder Videoeinführung.
  4. Scratch-Miniquiz: Programmiere drei Fragen mit einer Punktevariable und einer Rückmeldung am Ende.


Standard

  1. KI-Vergleich: Stelle einem freigegebenen KI-Werkzeug dieselbe Aufgabe mit zwei unterschiedlich formulierten Eingaben. Vergleiche die Antworten und erkläre, welche Eingabe besser funktioniert hat.
  2. Medienproduktion: Produziere eine eigene Audio- oder Videosequenz, schneide sie und dokumentiere Deine wichtigsten Bearbeitungsschritte.
  3. Datencheck: Führe mindestens zehn Testdurchläufe Deines Programms oder Lernangebots durch und stelle ein Ergebnis als Tabelle oder Diagramm dar.
  4. Peer-Test: Lass zwei Personen Dein Produkt ohne zusätzliche Erklärung ausprobieren, beobachte sie und leite zwei konkrete Verbesserungen ab.


Schwer

  1. KI-Experiment: Entwickle mit einem freigegebenen Werkzeug wie Teachable Machine ein kleines Klassifikations-Experiment, dokumentiere Testfälle und untersuche typische Fehler.
  2. Interaktiver Lernpfad: Erstelle einen vollständigen MOOCwiki-Lernkurs mit eigener Medienproduktion, Scratch- oder Datenbaustein, Quellencheck und dokumentiertem KI-Einsatz.
  3. Versionenvergleich: Bewahre eine frühe und eine überarbeitete Version Deines Produkts auf und begründe mindestens fünf Änderungen mit Testdaten oder Feedback.
  4. Projektpräsentation: Produziere einen dreiminütigen Screencast, in dem Du nicht nur das Ergebnis, sondern auch eine Fehlentscheidung, eine Verbesserung und Deinen verantwortungsvollen KI-Einsatz erklärst.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transfer: Projekt retten: Ein Team hat ein schönes Erklärvideo, aber keine Quellenliste, keine Tests und keine Programmier- oder Datenkomponente. Entwickle einen Plan mit vier konkreten Schritten, durch den daraus ein vollständiges IM6-Abschlussprojekt wird.
  2. Transfer: KI-Fehler: Eine KI nennt eine überraschende Zahl, die für Dein Projekt sehr wichtig wäre. Beschreibe, wie Du vorgehst, bevor Du die Zahl veröffentlichst.
  3. Transfer: Datenschutz: Dein Team möchte für ein KI-Projekt Fotos aller Mitschülerinnen und Mitschüler hochladen. Entwickle eine datensparsame Alternative, mit der das Lernziel trotzdem erreicht werden kann.
  4. Transfer: Testdaten: In zehn Tests finden sieben Personen denselben Button nicht. Erkläre, welche Schlussfolgerung Du ziehen würdest, welche Änderung Du ausprobieren würdest und wie Du die Verbesserung erneut testest.
  5. Transfer: Medienwahl: Entscheide für ein selbst gewähltes Thema, ob Audio, Video, Bildserie oder interaktive Seite am besten geeignet ist. Begründe Deine Wahl mit Zielgruppe, Inhalt und Aufwand.
  6. Transfer: Kompetenzmix: Plane ein Produkt, in dem Quellenprüfung, Medienproduktion, Programmierung und KI nicht nur nebeneinanderstehen, sondern sich gegenseitig unterstützen.
  7. Transfer: Reflexion: Erkläre an einem Beispiel, warum eine dokumentierte Fehlversion ein stärkerer Lernnachweis sein kann als ein scheinbar perfektes Endprodukt ohne Prozessnachweis.




Lernnachweis

Für einen überzeugenden Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig:

  1. Projektprodukt: Ein funktionsfähiges digitales Produkt mit klarer Zielgruppe und Leitfrage.
  2. Kompetenzverknüpfung: Sichtbare Verbindung von mindestens vier Bereichen aus Informatik und Medienbildung.
  3. Eigene Medienleistung: Mindestens ein selbst erstelltes Audio, Video, Bild, Diagramm oder vergleichbares Medium.
  4. Programmierung oder Daten: Eine kleine, nachvollziehbare Programmier- oder Datenkomponente.
  5. Quellenkompetenz: Geprüfte Sachquellen sowie nachvollziehbare Medien- und Lizenzangaben.
  6. KI-Transparenz: KI-Protokoll mit Ziel, Eingabe, Ergebnis, Prüfung und eigener Überarbeitung oder eine begründete bewusste Nichtnutzung.
  7. Prozessdokumentation: Projektsteckbrief, Arbeitsstände, Entscheidungen und mindestens ein Testprotokoll.
  8. Verbesserung: Mindestens zwei konkrete Änderungen auf Grundlage von Tests oder Feedback.
  9. Reflexion: Eine begründete Einschätzung von Stärken, Grenzen, Lernfortschritt und nächsten Schritten.




Quellen und Werkzeughinweise

  1. Scratch: Visuelle Programmierumgebung für eigene interaktive Projekte.
  2. Teachable Machine: Webwerkzeug für einfache Modelle mit Bildern, Geräuschen oder Körperhaltungen; Nutzung nur nach den Regeln der Schule.
  3. Audacity: Freie und quelloffene Software für Audioaufnahme und Audioschnitt.
  4. Wikimedia Commons: Sammlung frei nutzbarer Medien mit Angaben zu Urhebern und Lizenzen.
  5. Creative Commons: Informationen zu freien Lizenzen und korrekter Namensnennung.
  6. Wikipedia – Medienkompetenz: Überblick zu Medienkompetenz als weiterführende Informationsquelle.
  7. Wikipedia – Scratch: Hintergrundinformationen zur visuellen Programmiersprache.
  8. Wikipedia – Künstliche Intelligenz: Überblick zu Grundlagen und Anwendungsfeldern.


OERs zum Thema


Verknüpfte Lernbereiche


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