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IM5 - Ein Erklärvideo planen

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IM5 - Ein Erklärvideo planen




IM5 - Ein Erklärvideo planen


Einleitung

Ein gutes Erklärvideo beginnt nicht mit der Kamera, sondern mit einem Plan. Bevor Du filmst, zeichnest oder Deinen Bildschirm aufnimmst, überlegst Du: Was soll jemand nach dem Video können? Welche kurzen Szenen braucht es? Was soll man sehen? Was soll man hören? Und wie endet das Video so, dass die wichtigste Idee hängen bleibt?

Erklärvideos zeigen, wie etwas funktioniert, wie man etwas macht oder wie ein Zusammenhang verstanden werden kann. Häufig sind sie kurz und konzentrieren sich auf die wichtigsten Punkte. Ein Storyboard hilft dabei, die geplanten Szenen schon vor der Aufnahme als Folge von Bildern und Notizen sichtbar zu machen.

Dieser aiMOOC richtet sich an Klasse 5. Du planst hier noch kein langes Filmprojekt. Du trainierst einen klaren Ablauf mit fünf Bausteinen:

Baustein Leitfrage Ziel
Lernziel Was soll man nach dem Video können oder verstehen? Ein klares Ergebnis festlegen
Kurze Szenen Welche kleinen Schritte braucht die Erklärung? Den Inhalt übersichtlich ordnen
Bild Was muss man genau sehen? Unsichtbares und Schwieriges sichtbar machen
Sprache Was sage ich dazu? Kurz, verständlich und passend erklären
Schluss Was bleibt am Ende hängen? Kerngedanke sichern und zum Anwenden auffordern

Du übst diese fünf Bausteine an fünf konkreten Fällen: Matheverfahren, Experiment, Bastelanleitung, Softwareerklärung und MOOCwiki-Lerninhalt.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du ein kurzes Erklärvideo für Klasse 5 planen. Du kannst ein Lernziel formulieren, einen Inhalt in kurze Szenen zerlegen, passende Bilder auswählen, ein einfaches Sprechskript schreiben und einen sinnvollen Schluss gestalten.

Für diesen Kurs gilt eine besonders einfache Planungsregel: Ein kurzes Erklärvideo bekommt ein Hauptlernziel. So kannst Du leichter prüfen, ob jede Szene wirklich zur Erklärung beiträgt.

Am Ende kannst Du ... Woran man es erkennt
ein Lernziel formulieren Dein Satz beginnt zum Beispiel mit „Nach dem Video kannst Du ...“
Szenen planen Jede Szene hat genau eine kleine Aufgabe
Bild und Sprache verbinden Das Bild zeigt genau das, worüber Du sprichst
verständlich formulieren Du verwendest kurze Sätze und erklärst Fachwörter
einen Schluss gestalten Du wiederholst die Kernidee und gibst eine kleine Anwendung


Die fünf Bausteine eines Erklärvideos


Lernziel: Erst wissen, wohin Du willst

Ein Lernziel beschreibt nicht nur ein Thema. „Brüche“ ist ein Thema. „Nach dem Video kannst Du einen Bruch erweitern“ ist ein Lernziel.

Thema: Oberflächenspannung

Lernziel: Nach dem Video kannst Du beschreiben, warum eine vorsichtig aufgelegte Büroklammer auf einer Wasseroberfläche liegen kann, und Du kannst den Begriff Oberflächenspannung nennen.

Thema: Scratch

Lernziel: Nach dem Video kannst Du eine Figur in Scratch mit einem Bewegungsblock einige Schritte laufen lassen.

Ein gutes Lernziel hilft Dir beim Kürzen. Wenn eine Szene nichts zum Lernziel beiträgt, brauchst Du sie wahrscheinlich nicht.


Kurze Szenen: Aus einem großen Thema werden kleine Schritte

Ein Erklärvideo wird leichter verständlich, wenn Du den Inhalt in kleine Einheiten zerlegst. Für diesen Kurs planst Du meist fünf bis sieben kurze Szenen. Als einfache Übungsregel kannst Du pro Szene ungefähr 5 bis 20 Sekunden vorsehen. Das ist keine feste Vorschrift, sondern eine Planungshilfe für kurze Schulvideos.

Eine mögliche Reihenfolge lautet:

Szenentyp Aufgabe Beispiel
Einstieg Frage oder Problem zeigen „Wie wird aus zwei Dritteln vier Sechstel?“
Vorbereitung Material, Ausgangslage oder Bildschirm zeigen Bruch, Wasserschale, Papier oder Software öffnen
Erklärschritt Einen wichtigen Schritt zeigen Zähler und Nenner mit derselben Zahl multiplizieren
Nächster Schritt Erklärung fortsetzen Ergebnis sichtbar machen
Prüfung Zeigen, woran man den Erfolg erkennt Ergebnis kontrollieren
Schluss Kernidee sichern Merksatz und kleine Aufgabe


Bild: Zeige genau das, was man verstehen soll

Das Bild ist nicht nur Dekoration. Es soll die Erklärung unterstützen. Bei einem Matheverfahren kann eine Zahl markiert werden. Bei einem Experiment muss die entscheidende Beobachtung gut sichtbar sein. Bei einer Bastelanleitung sollten Hände und Faltkante im Bild liegen. Bei einer Softwareerklärung braucht man den richtigen Ausschnitt des Bildschirms.

Bildregel für Klasse 5: Zeige lieber eine wichtige Sache deutlich als fünf Dinge gleichzeitig.

Ein Storyboard darf sehr einfach gezeichnet sein. Strichfiguren, Pfeile, Kästen und kurze Notizen reichen, wenn dadurch klar wird, was später im Video zu sehen sein soll.


Sprache: Sag nur, was die Szene braucht

Schreibe das Skript so, wie Du später sprechen möchtest. Kurze Sätze helfen. Fachwörter dürfen vorkommen, wenn Du sie erklärst.

Ungünstig wäre: „Im Folgenden wird die Durchführung des Verfahrens zur Erweiterung des vorliegenden Bruches demonstriert.“

Für Klasse 5 ist klarer: „Wir erweitern jetzt zwei Drittel. Dafür multiplizieren wir oben und unten mit derselben Zahl.“

Achte darauf, dass Bild und Sprache zusammenpassen. Wenn Du „Klicke auf den grünen Block“ sagst, sollte dieser Block gerade gut sichtbar sein.


Schluss: Die Kernidee bleibt hängen

Der Schluss soll nicht nur „Tschüss“ heißen. Er sichert das Lernziel.

Ein guter Schluss kann drei Dinge verbinden:

  1. Merksatz: „Beim Erweitern multiplizierst Du Zähler und Nenner mit derselben Zahl.“
  2. Mini-Prüfung: „Kannst Du jetzt drei Viertel auf Achtel erweitern?“
  3. Ausblick: „Im nächsten Schritt kannst Du Brüche mit gleichem Nenner vergleichen.“


Storyboard: Dein Szenenplan

Ein Storyboard ist eine gezeichnete oder bebilderte Planung von Szenen. Du erkennst schon vor der Aufnahme, ob die Reihenfolge logisch ist, ob ein Bild fehlt oder ob eine Szene zu viel enthält.

Ein einfaches Storyboard für Dein Erklärvideo kann so aussehen:

Szene Bild Gesprochener Text Handlung oder Markierung ungefährer Zeitbedarf
Einstieg Problem oder Frage Ein kurzer Fragesatz Wichtiges einkreisen kurz
Vorbereitung Ausgangslage Was brauchen wir? Material oder Bildschirm zeigen kurz
Erklärung A erster Schritt Ein Gedanke Zeigen, klicken, falten oder rechnen kurz
Erklärung B zweiter Schritt Ein Gedanke Veränderung sichtbar machen kurz
Prüfung Ergebnis Woran erkennen wir den Erfolg? Ergebnis markieren kurz
Schluss Merksatz oder Aufgabe Was soll hängen bleiben? Schlüsselwort einblenden kurz


Modellvideo: Wie ein Storyboard gedacht wird

Das folgende Video zeigt, warum Storyboards bei der Planung von Erkläranimationen helfen. Das Video ist englischsprachig. Für Klasse 5 reicht es, auf die Folge der Bilder, die Aufteilung in Szenen und die Verbindung von Text und Bild zu achten.

Beobachtungsauftrag: Halte nach dem Anschauen fest, woran Du erkennst, dass eine Szene nur einen kleinen Teil der Gesamterklärung übernimmt.


Storyboard für Bildschirmaufnahmen

Auch eine Softwareerklärung braucht ein Storyboard. Hier besteht das Bild nicht aus einer gefilmten Szene, sondern oft aus einem Bildschirmausschnitt.

Plane vorher, wohin geklickt wird, was markiert wird und wann Du sprichst. So vermeidest Du hektisches Suchen während der Aufnahme.


Storyboard als Arbeitswerkzeug

Ein Storyboard ist keine Kunstaufgabe. Es ist ein Denkwerkzeug. Entscheidend ist nicht, ob Du besonders schön zeichnest, sondern ob jemand aus Deiner Gruppe versteht, wie das spätere Video aufgebaut sein soll.


Skript: Was Du sagen willst

Ein Skript ist der geplante gesprochene Text. Für ein kurzes Erklärvideo hilft Dir die Regel: ein Gedanke pro Satz.

Aufgabe Satzstarter
Problem zeigen „Kennst Du das Problem ...?“
Lernziel ankündigen „Nach diesem Video kannst Du ...“
Schritt erklären „Als Erstes ...“
Zusammenhang erklären „Das funktioniert, weil ...“
Ergebnis prüfen „Du erkennst das Ergebnis daran, dass ...“
Merksatz formulieren „Merke Dir ...“
Transfer anregen „Probiere jetzt selbst ...“

Skript-Test: Lies Deinen Text laut. Wenn Du beim Sprechen außer Atem gerätst oder ein Satz kompliziert klingt, teile ihn in zwei kurze Sätze.


Modellvideos untersuchen

Modellvideos helfen Dir nicht, etwas einfach zu kopieren. Du beobachtest bewusst, wie Lernziel, Szenen, Bild, Sprache und Schluss zusammenarbeiten.


Modell 1: Matheverfahren

Das Video erklärt Grundlagen der Bruchrechnung. Achte besonders darauf, wie Zahlen und Rechenschritte sichtbar gemacht werden und wie wenig Ablenkung im Bild vorkommt.

Beobachtungsauftrag: Welche Informationen werden gezeigt, während sie erklärt werden? Wo wäre eine zusätzliche Dekoration eher störend?


Modell 2: Experiment

Hier wird die schwimmende Büroklammer als einfaches Experiment gezeigt. Beobachte, wie Vorbereitung, Durchführung, Beobachtung und Erklärung nacheinander sichtbar werden.

Beobachtungsauftrag: Welche Nahaufnahme wäre für Dein eigenes Video besonders wichtig?


Modell 3: Bastelanleitung

Bei einer Bastelanleitung muss die Kamera den entscheidenden Handgriff zeigen. Das folgende Beispiel nutzt das Falten eines Papierwals.

Beobachtungsauftrag: Wann muss das Bild näher heran, damit eine Faltkante verständlich wird?


Modell 4: Softwareerklärung

Eine Softwareerklärung zeigt meist den Bildschirm direkt. Das folgende Video führt in Scratch ein.

Beobachtungsauftrag: Welche Elemente des Bildschirms müssen groß genug sein, damit Du die Erklärung ohne Raten verfolgen kannst?


Modell 5: MOOCwiki-Lerninhalt

Auch ein einzelner Lerninhalt aus einem digitalen Kurs kann als kurzes Erklärvideo vorbereitet werden. Das folgende Lernvideo zeigt ein Thema kindgerecht und kann als Modell für Aufbau, Ansprache und Visualisierung untersucht werden.

Beobachtungsauftrag: Formuliere nach dem Video in einem Satz das Lernziel, das Du vermutest.


Modell 6: MOOCwiki und aiMOOC als Lernumgebung

Dieses Video kann genutzt werden, um zu beobachten, wie eine digitale Lernumgebung selbst erklärt wird. Für Deine eigene Planung ist dabei interessant, wie Begriffe eingeführt und Bildschirmbereiche gezeigt werden.

Beobachtungsauftrag: Welche Szene würdest Du kürzen oder vereinfachen, wenn das Video ausschließlich für Klasse 5 gedacht wäre?


Fünf konkrete Use-Cases mit Storyboard und Skript


Use-Case 1: Matheverfahren – Einen Bruch erweitern

Lernziel: Nach dem Video kannst Du den Bruch zwei Drittel auf Sechstel erweitern und erklären, warum Zähler und Nenner mit derselben Zahl multipliziert werden.

Geplante Länge: ungefähr 60 bis 90 Sekunden.

Szene Bild Skript Aktion
Einstieg Groß: 2/3 = ?/6 „Wie wird aus zwei Dritteln ein gleich großer Bruch mit Sechsteln?“ Fragezeichen markieren
Lernziel 2/3 und 4/6 nebeneinander „Nach diesem Video kannst Du einen Bruch erweitern.“ Beide Brüche zeigen
Faktor finden 3 → 6 „Von drei zu sechs kommen wir mal zwei.“ Pfeil mit ×2 einblenden
Zähler verändern 2 → 4 „Darum rechnen wir auch oben zwei mal zwei.“ zweiten Pfeil mit ×2 einblenden
Ergebnis 2/3 = 4/6 „Zwei Drittel und vier Sechstel sind gleich groß.“ Ergebnis einrahmen
Schluss Merksatz „Merke: Beim Erweitern multiplizierst Du Zähler und Nenner mit derselben Zahl. Probiere jetzt drei Viertel auf Achtel.“ Mini-Aufgabe zeigen

Bildplanung: Nutze nur den Bruch, Pfeile und die beiden Multiplikationen. Zusätzliche Figuren oder Hintergründe brauchst Du nicht.

Sprachplanung: Verwende durchgehend „oben“ und „unten“ nur als Hilfe. Nenne zusätzlich die Fachwörter Zähler und Nenner.


Use-Case 2: Experiment – Eine Büroklammer auf Wasser

Lernziel: Nach dem Video kannst Du das Experiment mit einer Büroklammer beschreiben und den Begriff Oberflächenspannung zur Beobachtung nennen.

Sicherheit: Verwende nur ungefährliche Materialien und arbeite bei Experimenten nach den Regeln Deiner Schule. Wasser gehört nicht in die Nähe elektrischer Geräte.

Szene Bild Skript Aktion
Einstieg Büroklammer über einer Wasserschale „Kann Metall auf Wasser liegen bleiben?“ Frage einblenden
Material Schale, Wasser, Büroklammer, kleines Stück Papier „Du brauchst Wasser, eine Schale, Papier und eine Büroklammer.“ Materialien einzeln zeigen
Vorbereitung Papier liegt flach auf dem Wasser „Lege das Papier vorsichtig auf die Oberfläche.“ Nahaufnahme
Durchführung Büroklammer liegt auf dem Papier „Lege die Büroklammer vorsichtig darauf.“ Hände langsam zeigen
Beobachtung Papier sinkt oder wird entfernt, Büroklammer bleibt oben „Die Büroklammer kann an der Wasseroberfläche liegen bleiben.“ Kamera nah an Wasseroberfläche
Erklärung ruhige Wasseroberfläche mit Schriftzug Oberflächenspannung „Die Wasseroberfläche kann sich wie eine gespannte Haut verhalten. Dieses Phänomen nennen wir Oberflächenspannung.“ Begriff einblenden
Schluss Merksatz und Frage „Merke: Bei diesem Versuch ist die Wasseroberfläche entscheidend. Was könnte passieren, wenn die Oberfläche gestört wird?“ Frage stehen lassen

Bildplanung: Die wichtigste Szene ist die Nahaufnahme der Wasseroberfläche. Zeige nicht gleichzeitig Gesichter, Tischdekoration und Material.

Sprachplanung: Trenne Beobachtung und Erklärung. Sage zuerst, was man sieht. Erkläre danach den Begriff.


Use-Case 3: Bastelanleitung – Einen einfachen Papierwal falten

Lernziel: Nach dem Video kannst Du die wichtigsten Faltungen für einen einfachen Papierwal in der richtigen Reihenfolge nachmachen.

Szene Bild Skript Aktion
Einstieg fertiger Papierwal „Aus einem Blatt Papier wird in wenigen Schritten ein Wal.“ fertiges Ergebnis kurz zeigen
Vorbereitung quadratisches Papier von oben „Lege das Quadrat so vor Dich, dass Du alle Kanten gut sehen kannst.“ Kamera senkrecht über Papier
erste Faltung Diagonale „Falte die Ecke genau auf die gegenüberliegende Ecke.“ Faltkante mit Finger nachziehen
nächste Faltung geöffnete Form mit sichtbarer Mittellinie „Öffne das Blatt wieder. Die Linie in der Mitte hilft Dir beim nächsten Schritt.“ Mittellinie markieren
Form bilden Seiten werden zur Mitte gefaltet „Falte beide Seiten zur Mittellinie.“ Hände langsam und vollständig zeigen
Wal gestalten Spitze und Schwanz „Falte die Spitze und forme danach den Schwanz.“ Detailaufnahme
Schluss fertiger Wal neben dem Ausgangsblatt „Fertig. Prüfe: Sind die Falten symmetrisch und ist die Form klar erkennbar?“ Vorher-Nachher zeigen

Bildplanung: Bei jeder Faltung müssen Papierkante und Hände vollständig im Bild bleiben.

Sprachplanung: Sage nicht nur „so“. Nenne genau, welche Ecke, welche Kante oder welche Seite bewegt wird.


Use-Case 4: Softwareerklärung – Eine Scratch-Figur bewegen

Lernziel: Nach dem Video kannst Du in Scratch einen Bewegungsblock auswählen und eine Figur einige Schritte bewegen lassen.

Szene Bild Skript Aktion
Einstieg Scratch-Figur auf der Bühne „Wie bringst Du diese Figur in Bewegung?“ Mauszeiger noch nicht bewegen
Orientierung Scratch-Oberfläche mit markierten Bereichen „Links findest Du die Blöcke. In der Mitte baust Du Dein Programm.“ Bereiche nacheinander markieren
Kategorie Kategorie Bewegung „Klicke auf Bewegung.“ Maus langsam zur Kategorie führen
Block Block gehe Schritte „Ziehe den Block für Schritte in den Programmierbereich.“ Block sichtbar ziehen
Ausführen Block wird angeklickt „Klicke auf den Block. Die Figur bewegt sich.“ Bewegung zeigen
Verändern Zahl im Block wird geändert „Ändere die Zahl und teste, wie weit die Figur jetzt läuft.“ neue Zahl eintragen
Schluss Figur und Block nebeneinander „Merke: Der Bewegungsblock steuert, wie viele Schritte die Figur läuft. Probiere zwei verschiedene Werte.“ Mini-Aufgabe einblenden

Bildplanung: Vergrößere den relevanten Bildschirmbereich. Der Mauszeiger soll langsam und gezielt geführt werden.

Sprachplanung: Sage den Namen des Bereichs oder Blocks, bevor Du klickst. So kann man Bild und Sprache leichter verbinden.


Use-Case 5: MOOCwiki-Lerninhalt – Was ist ein Storyboard?

Lernziel: Nach dem Video kannst Du erklären, wozu ein Storyboard bei einem Erklärvideo dient und welche drei Angaben in einem einfachen Storyboard wichtig sind.

Szene Bild Skript Aktion
Einstieg leeres Storyboard „Wie weißt Du schon vor dem Filmen, welche Szene als Nächstes kommt?“ leere Felder zeigen
Begriff Überschrift Storyboard „Ein Storyboard ist ein Plan aus Bildern und Notizen für die späteren Szenen.“ Begriff groß einblenden
Bildfeld gezeichnete Szene „Im Bildfeld skizzierst Du, was man sehen soll.“ Bildfeld markieren
Sprachfeld kurzer Satz neben der Zeichnung „Daneben notierst Du, was gesprochen wird.“ Sprachfeld markieren
Aktionsfeld Pfeil, Klick oder Bewegung „Zusätzlich kannst Du festhalten, was sich bewegt oder was Du anklickst.“ Aktionsfeld markieren
Nutzen zwei Szenen werden getauscht „Beim Planen merkst Du, ob die Reihenfolge verständlich ist, bevor Du aufnimmst.“ Szenenkarten sichtbar verschieben
Schluss drei Stichwörter Bild – Sprache – Aktion „Merke: Plane Bild, Sprache und Aktion. Zeichne jetzt selbst die erste Szene Deines Erklärvideos.“ drei Begriffe stehen lassen

Bildplanung: Nutze eine echte Storyboard-Vorlage oder eine einfache selbst gezeichnete Tabelle.

Sprachplanung: Erkläre das Wort Storyboard sofort in einem kurzen Satz.


Interaktive Planungswerkstatt


Der Lernziel-Check

Prüfe Dein Lernziel mit vier Fragen:

Prüffrage Beispiel
Beginnt es mit einem Können? „Nach dem Video kannst Du ...“
Passt es in ein kurzes Video? ein Verfahren, ein Versuch, eine Handlung oder ein Begriff
Kann man den Erfolg überprüfen? Die lernende Person löst, erklärt, baut oder zeigt etwas
Gehört jede Szene zum Ziel? Alles Unnötige wird gestrichen

Planungssatz: Nach meinem Video kannst Du ________________________________________________.


Der Szenen-Check

Kopiere diese Vorlage und plane Dein eigenes Video:

Szene Was sieht man? Was sage ich? Was geschieht?
Einstieg
Lernziel
Erklärschritt A
Erklärschritt B
Prüfung
Schluss


Bild-Sprache-Check

Lies jede Szene und stelle Dir drei Fragen:

  1. Bildplanung: Ist genau das sichtbar, worüber gesprochen wird?
  2. Sprachplanung: Ist der Satz kurz und verständlich?
  3. Szenenplanung: Enthält die Szene nur einen Hauptgedanken?


Schluss-Generator

Baue Deinen Schluss aus zwei oder drei Teilen zusammen:

Teil Satzstarter
Merksatz „Merke Dir ...“
Selbsttest „Kannst Du jetzt ...?“
Transfer „Probiere dasselbe mit ...“
Ausblick „Als Nächstes kannst Du ...“


Qualitätscheck vor der Aufnahme

Bevor Du filmst, kannst Du Dein Storyboard mit einem Partner oder einer Partnerin prüfen.

Kriterium Ja Noch ändern
Das Lernziel ist in einem Satz verständlich.
Jede Szene hat eine klare Aufgabe.
Das Bild zeigt das Wichtige groß genug.
Bild und Sprache passen zusammen.
Fachwörter werden erklärt.
Unnötige Informationen fehlen.
Der Schluss wiederholt die Kernidee.
Am Ende gibt es eine kleine Anwendung oder Frage.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was sollte beim Planen eines kurzen Erklärvideos zuerst feststehen? (Das Lernziel) (!Die Hintergrundmusik) (!Die Farbe des Titels) (!Die Anzahl der Zuschauer)




Wozu dient ein Storyboard? (Es plant die Szenen mit Bildern und Notizen) (!Es ersetzt jede Aufnahme) (!Es bewertet automatisch die Schulnote) (!Es verlängert das Video)




Welche Formulierung ist ein Lernziel? (Nach dem Video kannst Du einen Bruch erweitern) (!Das Thema ist Brüche) (!Heute sehen wir ein Video) (!Mathematik ist interessant)




Was ist für eine gute Szene besonders wichtig? (Sie hat einen klaren Hauptgedanken) (!Sie enthält möglichst viele Themen) (!Sie zeigt ständig neue Dekoration) (!Sie wechselt ohne Grund die Perspektive)




Was sollte bei einer Bastelanleitung gut sichtbar sein? (Der entscheidende Handgriff) (!Nur das fertige Ergebnis) (!Der ganze Klassenraum) (!Eine lange Textseite)




Was ist bei einer Softwareerklärung besonders hilfreich? (Der relevante Bildschirmbereich ist gut erkennbar) (!Der Mauszeiger bewegt sich möglichst schnell) (!Alle Menüs sind gleichzeitig geöffnet) (!Die Stimme erklärt ein anderes Programm)




Welche Sprache passt gut zu einem Erklärvideo für Klasse 5? (Kurze verständliche Sätze) (!Möglichst viele unerklärte Fachwörter) (!Lange Schachtelsätze) (!Nur Abkürzungen)




Was gehört zu einem guten Schluss? (Ein Merksatz oder eine kleine Anwendung) (!Ein völlig neues Hauptthema) (!Eine lange Wiederholung aller Details) (!Eine zufällige Szene ohne Bezug)




Was solltest Du bei einem Experiment zuerst zeigen? (Eine klare Ausgangslage und das benötigte Material) (!Sofort das Endergebnis ohne Erklärung) (!Nur den Hintergrund) (!Eine andere Versuchsanleitung)




Was prüfst Du beim Bild-Sprache-Check? (Ob das Bild zu dem gesprochenen Satz passt) (!Ob jedes Bild möglichst bunt ist) (!Ob jede Szene dieselbe Länge hat) (!Ob nur Musik zu hören ist)





Memory

Lernziel beschreibt das Können nach dem Video
Storyboard plant Szenen mit Bildern und Notizen
Skript enthält den geplanten Sprechtext
Nahaufnahme zeigt einen wichtigen Handgriff besonders deutlich
Bildschirmaufnahme eignet sich für eine Softwareerklärung
Merksatz sichert die Kernidee am Schluss
Transferaufgabe fordert zum Anwenden auf ein neues Beispiel auf





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Lernziel beschreibt, was man nach dem Video können soll
Storyboard ordnet die geplanten Szenen
Bildplanung legt fest, was sichtbar sein muss
Skript plant die gesprochenen Sätze
Schluss sichert die Kernidee und gibt eine Anwendung




...


Kreuzworträtsel

Lernziel Wie heißt die Aussage darüber, was man nach dem Video können soll?
Storyboard Wie heißt der gezeichnete Plan für die Szenen?
Skript Wie heißt der geplante Sprechtext?
Sprache Welcher Bereich soll kurz, klar und verständlich sein?
Schluss Welcher Teil sichert am Ende die Kernidee?
Aufnahme Wie heißt das Festhalten von Bild oder Ton für das Video?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Vor der Aufnahme formulierst Du zuerst ein klares

.
Ein gezeichneter Szenenplan heißt

.
Der geplante gesprochene Text wird

genannt.
Eine kurze Szene sollte möglichst einen wichtigen

enthalten.
Bei einer Bastelanleitung muss der entscheidende

gut sichtbar sein.
Bei einer Softwareerklärung ist häufig eine

besonders geeignet.
Kurze und verständliche Sätze helfen bei der

.
Am Ende sichert ein guter

die wichtigste Idee.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Lernziel formulieren: Wähle eines der fünf Themenfelder und schreibe ein Lernziel im Satzmuster „Nach dem Video kannst Du ...“.
  2. Drei-Szenen-Storyboard: Zeichne für ein sehr kurzes Erklärvideo nur Einstieg, Erklärschritt und Schluss. Schreibe unter jedes Bild einen gesprochenen Satz.
  3. Modellvideo untersuchen: Wähle eines der Modellvideos und notiere, was man in einer besonders gelungenen Szene sieht und hört.
  4. Skript kürzen: Schreibe einen absichtlich zu langen Erklärungssatz und forme ihn danach in zwei kurze, verständliche Sätze um.


Standard

  1. Mathe-Erklärvideo planen: Plane sechs Szenen zu einem Rechenverfahren aus Deinem Unterricht. Markiere in jeder Szene, welche Zahl oder welcher Rechenschritt sichtbar sein muss.
  2. Experiment-Storyboard: Plane ein sicheres Schul-Experiment mit den Abschnitten Ausgangsfrage, Material, Durchführung, Beobachtung, Erklärung und Schluss.
  3. Bastelanleitung filmen: Plane und produziere eine 60- bis 120-sekündige Anleitung für eine einfache Papierarbeit. Prüfe danach, ob alle entscheidenden Handgriffe erkennbar sind.
  4. Software-Tutorial: Plane eine Bildschirmaufnahme zu einer einfachen Funktion in Scratch oder einer anderen schulisch genutzten Software. Lege vorab fest, wo geklickt und was gesprochen wird.


Schwer

  1. MOOCwiki-Lerninhalt erklären: Wähle einen kurzen Lerninhalt aus einem MOOCwiki-Kurs und verwandle ihn in ein Storyboard mit höchstens sieben Szenen, einem klaren Lernziel und einer Transferfrage.
  2. Zwei Versionen vergleichen: Plane dieselbe Erklärung einmal für Klasse 5 und einmal für ältere Lernende. Vergleiche Sprache, Fachwörter, Bildauswahl und Szenenlänge.
  3. Peer-Feedback durchführen: Tausche Dein Storyboard mit einer anderen Gruppe. Prüft gegenseitig Lernziel, Reihenfolge, Bild-Sprache-Passung und Schluss und überarbeitet danach mindestens zwei Szenen.
  4. Erklärvideo-Projekt: Produziere ein vollständiges kurzes Erklärvideo, teste es mit zwei Mitschülerinnen oder Mitschülern und überarbeite es auf Grundlage ihrer Rückmeldungen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transfer Lernziel: Du bekommst das Thema „schriftliche Multiplikation“. Formuliere daraus ein überprüfbares Lernziel für ein höchstens zweiminütiges Erklärvideo und begründe, warum Dein Ziel nicht zu groß ist.
  2. Storyboard verbessern: In einem geplanten Video werden Material, Durchführung, Beobachtung und Erklärung eines Experiments gleichzeitig in einer einzigen Szene gezeigt. Zerlege die Szene sinnvoll und begründe Deine Reihenfolge.
  3. Bild-Sprache-Analyse: Eine Sprecherin sagt „Klicke auf Bewegung“, während auf dem Bildschirm das gesamte Programm sehr klein zu sehen ist. Beschreibe zwei Änderungen, durch die die Szene verständlicher wird.
  4. Adressatengerecht erklären: Formuliere die Erklärung „Der Bruch wird durch äquivalente Multiplikation von Zähler und Nenner erweitert“ so um, dass sie für Klasse 5 verständlich wird, ohne den mathematischen Sinn zu verlieren.
  5. Schluss gestalten: Entwickle für eine Bastelanleitung einen Schluss, der aus Merksatz, Selbsttest und Transfer besteht. Erkläre, warum dieser Schluss mehr leistet als ein einfaches „Fertig“.
  6. Use-Cases vergleichen: Vergleiche eine Experimenterklärung mit einer Softwareerklärung. Zeige an mindestens drei Punkten, warum beide ein Storyboard brauchen, aber unterschiedliche Bildentscheidungen verlangen.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Begriffe kennst, sondern einen eigenen Plan nachvollziehbar entwickeln kannst.

  1. Lernziel: Ein klares, überprüfbares Lernziel für ein kurzes Erklärvideo formulieren.
  2. Storyboard: Eine verständliche Reihenfolge aus ungefähr fünf bis sieben Szenen planen.
  3. Bildplanung: Für jede Szene festlegen, was genau sichtbar sein muss.
  4. Skript: Einen kurzen, adressatengerechten Sprechtext für Klasse 5 schreiben.
  5. Bild-Sprache-Passung: Zeigen, dass Bild und gesprochener Satz dieselbe Erklärung unterstützen.
  6. Schlussgestaltung: Einen Merksatz und eine kleine Transfer- oder Selbsttestaufgabe formulieren.
  7. Überarbeitung: Rückmeldung nutzen und mindestens zwei konkrete Verbesserungen am eigenen Plan begründen.
  8. Anwendung: Einen der fünf Use-Cases Matheverfahren, Experiment, Bastelanleitung, Softwareerklärung oder MOOCwiki-Lerninhalt als vollständigen Erklärvideo-Plan ausarbeiten.




OERs zum Thema

Zum Vertiefen kannst Du die Wikipedia-Artikel zu Erklärvideos und Storyboards nutzen.

Weitere freie Medien findest Du in der Wikimedia-Commons-Kategorie zu Storyboards: Wikimedia Commons – Storyboards



Quellen und Mediennachweise

  1. Erklärvideo – Wikipedia: Überblick zu Zweck, Aufbau und Gestaltung von Erklärvideos.
  2. Storyboard – Wikipedia: Grundlagen zur visuellen Planung von Szenen.
  3. Wikimedia Commons – Storyboards: freie Beispiele und Vorlagen.
  4. Wikimedia Commons – Storyboard page.jpg: Beispiel einer Storyboard-Seite.
  5. Wikimedia Commons – Beispiel Storyboard.jpg: deutschsprachig beschriftetes Storyboard-Beispiel.
  6. Wikimedia Commons – Storybord template 002.PNG: freie Storyboard-Vorlage.
  7. Wikimedia Commons – Screencast-storyboard.png: Beispiel für die Planung einer Bildschirmaufnahme.
  8. Wikimedia Commons – Workshop Storyboard.png: Beispiel eines Storyboards für einen Workshop.


Verknüpfte Lernbereiche


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