Hilfe bei Cybermobbing - Medien Deutsch 1


Hilfe bei Cybermobbing - Medien Deutsch 1
Hilfe bei Cybermobbing - Medien Deutsch
Einleitung
Cybermobbing bedeutet: Jemand wird im Internet absichtlich verletzt, beleidigt, bedroht oder bloßgestellt. Das kann in sozialen Medien, Chats, Spielen oder Klassen-Gruppen passieren.
Wichtig: Du bist nicht schuld. Du musst das nicht allein lösen. Hilfe ist möglich.

Was ist Cybermobbing?
Cybermobbing ist digitale Gewalt. Gemeine Inhalte können schnell geteilt werden. Sie können viele Menschen sehen. Angriffe können Tag und Nacht kommen.
Beispiele:
- Beleidigung: Jemand schreibt immer wieder gemeine Nachrichten.
- Bloßstellung: Peinliche Bilder oder Videos werden geteilt.
- Ausgrenzung: Jemand wird absichtlich aus einer Gruppe ausgeschlossen.
- Bedrohung: Jemand macht Angst oder droht mit Gewalt.
- Fake-Profil: Jemand gibt sich als eine andere Person aus.

Soforthilfe: Das kannst Du tun
Merke: STOPP – SICHERN – BLOCKIEREN – REDEN – MELDEN

- Stopp: Antworte nicht sofort. Schreibe nicht wütend zurück.
- Sichern: Mache Screenshots. Speichere Namen, Datum, Uhrzeit und Link.
- Blockieren: Sperre die Person. Ändere bei Bedarf Deine Privatsphäre-Einstellungen.
- Reden: Zeige alles einer erwachsenen Person, der Du vertraust.
- Melden: Melde den Inhalt bei der Plattform. Bitte um Löschung.


Beweise sichern
Ein Screenshot hilft. Er sollte den Inhalt und den Namen des Kontos zeigen. Notiere auch Datum, Uhrzeit und den Link. Lösche nichts, bevor eine erwachsene Vertrauensperson die Beweise gesehen hat.
Teile verletzende Bilder nicht weiter. Zeige sie nur einer Person, die Dir hilft.
Hilfe holen

- Vertrauensperson: Sprich mit Eltern, Lehrkraft, Schulsozialarbeit oder einer anderen erwachsenen Person.
- JUUUPORT: Kostenlose Online-Beratung für junge Menschen bei Problemen im Netz.
- Nummer gegen Kummer: Kinder- und Jugendtelefon 116 111.
- klicksafe: Tipps und Material zu Cybermobbing.
- Polizei-Beratung: Informationen zu digitaler Gewalt.
Bei akuter Gefahr rufst Du die Polizei unter 110. Bei einem medizinischen Notfall rufst Du 112.
Wann zur Polizei?
Hole sofort Hilfe bei einer erwachsenen Person, wenn es um Bedrohung, Erpressung, Stalking, Gewalt oder intime Bilder geht. Einzelne Handlungen beim Cybermobbing können strafbar sein. Eine Anzeige ist möglich.
Gehe nicht allein zu einem Treffen mit der angreifenden Person.

Wenn Du Cybermobbing siehst
Du kannst helfen:
- Teile gemeine Inhalte nicht.
- Gib kein Like.
- Melde den Beitrag.
- Schreibe der betroffenen Person eine freundliche Nachricht.
- Hole eine erwachsene Person dazu.
Respektvolle Sprache im Netz
Worte wirken. Schreibe so, wie Du selbst angesprochen werden möchtest. Prüfe vor dem Senden:
- Ist die Nachricht wahr?
- Ist sie nötig?
- Ist sie freundlich?
- Darf ich das Bild teilen?
- Würde ich das auch im echten Leben sagen?

Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was solltest Du bei Cybermobbing zuerst tun? (Eine Vertrauensperson informieren) (!Alles allein lösen) (!Sofort zurückbeleidigen) (!Den Chat öffentlich teilen)
Warum sind Screenshots wichtig? (Sie können Beweise sichern) (!Sie machen das Handy schneller) (!Sie löschen automatisch Beiträge) (!Sie blockieren alle Konten)
Was gehört zu Cybermobbing? (Absichtliches Bloßstellen im Netz) (!Ein freundlicher Gruß) (!Eine sachliche Rückfrage) (!Ein privates Tagebuch)
Was ist beim Blockieren richtig? (Die angreifende Person kann Dich schwerer kontaktieren) (!Alle Beweise werden automatisch gelöscht) (!Die Polizei wird automatisch gerufen) (!Das eigene Konto wird unsichtbar)
Wie kannst Du als Zuschauer helfen? (Den Beitrag melden und Hilfe holen) (!Den Beitrag weiterleiten) (!Über die Person lachen) (!Ein beleidigendes Emoji senden)
Welche Information sollte auf einem Beweis stehen? (Datum und Name des Kontos) (!Lieblingsfarbe) (!Schuhgröße) (!Stundenplan)
Was gilt für verletzende Bilder? (Nicht weiterleiten) (!In jede Gruppe senden) (!Mit lustigen Filtern bearbeiten) (!Als Profilbild benutzen)
Wer kann eine Vertrauensperson sein? (Eine Lehrkraft oder ein Elternteil) (!Nur eine fremde Person im Chat) (!Nur die angreifende Person) (!Niemand)
Wann ist die Polizei wichtig? (Bei Bedrohung oder Erpressung) (!Bei einer Hausaufgabe) (!Bei einem verlorenen Stift) (!Bei einem Tippfehler)
Welche Regel hilft vor dem Senden? (Erst prüfen, ob die Nachricht freundlich ist) (!Immer sofort antworten) (!Private Bilder ohne Frage teilen) (!Gemeine Kommentare liken)
Memory
| Screenshot | Beweis sichern |
| Blockieren | Kontakt stoppen |
| Melden | Plattform informieren |
| Vertrauensperson | Unterstützung holen |
| Zivilcourage | Betroffenen helfen |
| Privatsphäre | Persönliche Daten schützen |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Hilfe bei Cybermobbing |
|---|---|
| Sichern | Screenshot machen |
| Blockieren | Kontakt sperren |
| Melden | Plattform informieren |
| Reden | Vertrauensperson ansprechen |
| Schützen | Privatsphäre einstellen |
...
Kreuzworträtsel
| Screenshot | Wie heißt ein Bild vom Bildschirm? |
| Blockieren | Wie nennt man das Sperren eines Kontakts? |
| Melden | Was tust Du bei einem verletzenden Beitrag auf der Plattform? |
| Vertrauen | Was brauchst Du für ein gutes Gespräch mit einer Hilfsperson? |
| Respekt | Wie heißt ein fairer Umgang miteinander? |
| Beweise | Was solltest Du bei Cybermobbing sichern? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Hilfekarte: Gestalte eine kleine Karte mit den fünf Schritten Stopp, Sichern, Blockieren, Reden und Melden.
- Mut-Satz: Schreibe drei kurze Sätze, die einer betroffenen Person Mut machen.
- Symbol-Suche: Finde auf Deinem Gerät die Zeichen für Blockieren, Melden und Privatsphäre. Zeichne sie ab.
- Respekt-Regel: Formuliere eine einfache Regel für freundliche Nachrichten in einer Klassen-Gruppe.
Standard
- Rollenspiel: Spielt zu zweit ein Gespräch zwischen einer betroffenen Person und einer Vertrauensperson.
- Erklärplakat: Gestalte ein Plakat mit dem Titel „Hilfe bei Cybermobbing“ und nutze wenig Text.
- Videoanalyse: Wähle ein Video aus dem aiMOOC. Notiere drei hilfreiche Tipps.
- Meldeweg: Prüfe bei einer bekannten Plattform, wo die Funktionen Melden und Blockieren zu finden sind.
Schwer
- Podcast: Produziere einen kurzen Podcast mit Tipps gegen Cybermobbing.
- Interview: Befrage eine Lehrkraft oder die Schulsozialarbeit zum Hilfeplan Deiner Schule.
- Medienkampagne: Entwickle eine kleine Kampagne für respektvolle Sprache im Netz.
- Fallanalyse: Untersuche einen erfundenen Cybermobbing-Fall. Plane sichere Schritte für Betroffene, Zuschauende und Schule.


Lernkontrolle
- Fallentscheidung: Eine Person erhält jeden Abend beleidigende Nachrichten. Begründe, welche drei Schritte jetzt zuerst wichtig sind.
- Beweissicherung: Erkläre, welche Angaben ein hilfreicher Screenshot zeigen sollte und warum.
- Perspektivwechsel: Beschreibe, wie sich Weiterleiten, Liken und Schweigen auf die betroffene Person auswirken können.
- Handlungsplan: Entwickle einen kurzen Hilfeplan für eine Klassen-Gruppe, in der ein peinliches Bild geteilt wurde.
- Sprachvergleich: Formuliere einen verletzenden Kommentar in eine sachliche und respektvolle Nachricht um.
- Grenzen erkennen: Erkläre, wann Erwachsene, Beratungsstellen oder Polizei eingeschaltet werden sollten.
Lernnachweis
Für Deinen Lernnachweis zeigst Du:
- Du kannst Cybermobbing in einfachen Worten erklären.
- Du kennst die Schritte Sichern, Blockieren, Reden und Melden.
- Du kannst einen sicheren Hilfeplan für einen Fall erstellen.
- Du kannst respektvolle Sprache verwenden.
- Du weißt, wo Du Hilfe bekommst.
- Du kannst als Zuschauerin oder Zuschauer Zivilcourage zeigen.
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