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Gedicht - Immortalita - Günderode, Karoline von

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Originalwerk · Lesefassung

Immortalita

Günderode, Karoline von

Personen · 49 Verse. Mit Quell- und Lesefassung, zitiergestütztem Lesequiz und offenen Schreibaufgaben.

GedichtKlasse 9–10 · 11–131 Abschnitte
Historische Darstellung von Günderode, Karoline von; Kontextbild zur Autorschaft.
Porträt · Günderode, Karoline von · Historisches Museum Frankfurt, Horst Ziegenfusz · CC BY-SA 4.0 Bildquelle ↗

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Hinweise für den Unterricht
  • Historische Sprache und Wertvorstellungen im Unterricht kritisch einordnen. Die Stufenzuordnung ist eine Orientierung; Auswahl und Begleitung richten sich nach der Lerngruppe.

Behutsam angepasste Schreibweise nach einer begrenzten Wortliste. Mehrdeutige Formen, erfasste Namen, Sprechernamen, Bühnenanweisungen, Überschriften und Anmerkungen bleiben unverändert. Keine vollständige redaktionelle Überarbeitung nach heutiger Rechtschreibung. Für wortgetreue Quellenzitate die Quellfassung wählen.

Abschnitt 1 von 1

Immortalita

1
Immortalita
2
Ein Dramolet
3
Personen
4
Immortalita, eine Göttin
5
Erodion
6
Charon
7
Hekate
8
Erste Scene
9
Eine offene schwarze Höhle am Eingang der Unterwelt, im Hintergrunde der Höhle sieht man den Stix und Charons Nachen der hin und her fährt, im Vordergrund der Höhle ein schwarzer Altar worauf ein Feuer brennt. Die Bäume und Pflanzen am Eingang der Höhle sind alle Feuerfarb und schwarz, so wie die ganze Dekoration, Hecate und Charon sind schwarz und Feuerfarb, die Schatten hellgrau, Immortalita weiß, Erodion wie ein römischer Jüngling gekleidet. Eine große feurige Schlange die sich in den Schwanz beißt, bildet einen großen Kreis, dessen Raum Immortalita nie
10
überschreitet.
11
Immortalita (wie aus einer Betäubung erwachend.)
12
Charon! Charon.
13
Charon (seinen Kahn inne haltend.)
14
Was rufst du mich?
15
Immortalita.
16
Wann kommt die Zeit?
17
Charon.
Vorlage S. 38
18
Sieh die Schlange zu deinen Füßen an, noch ist sie fest geschlossen, der Zauber dauert so lange dieser Kreis dich umschließt, du weißt es, warum fragst du mich?
Vorlage S. 38
19
Immortalita.
Vorlage S. 38
20
Ungütiger Greis, wenn es mich nun tröstete, die Verheißung einer bessern Zukunft noch einmal zu vernehmen, warum versagst du mir ein freundliches Wort?
Vorlage S. 38
21
Charon.
Vorlage S. 38
22
Wir sind im Lande des Schweigens.
Vorlage S. 38
23
Immortalita.
Vorlage S. 38
24
Wahrsage mir noch einmal.
Vorlage S. 38
25
Charon.
Vorlage S. 38
26
Deute meine Geberden, ich hasse die Rede.
Vorlage S. 38
27
Immortalita.
Vorlage S. 38
28
Rede! Rede!
Vorlage S. 38
29
Charon.
Vorlage S. 38
30
Frage Hekaten
Vorlage S. 38
31
(er fährt hinweg.)
Vorlage S. 38
32
Immortalita (streut Weihrauch auf den Altar.)
Vorlage S. 38
33
Hekate! Göttin der Mitternacht! Enthüllerin der Zukunft die im dunklen Schoße des Nichtseyns schläft! Geheimnißvolle Hekate! Hekate! erscheine.
Vorlage S. 38
34
Hekate.
Vorlage S. 38
35
Mächtige Beschwörerin!
Vorlage S. 38
36
(sie kömmt hinter dem Altar halb hervor.)
Vorlage S. 38
37
Was rufst du mich aus den Höhlen ewiger Mitternacht; dies Ufer ist mir verhaßt, sein Dunkel zu helle, ja mir däucht ein niedriger Schein aus dem Lande des Lebens habe sich hierher verirrt.
Vorlage S. 38
38
Immortalita.
Vorlage S. 38
39
O vergieb Hekate! und erhöre meine Bitte.
Vorlage S. 38
40
Hekate.
Vorlage S. 38
41
Bitte nicht, du bist hier Königinn, du herrschest hier und weist es nicht.
Vorlage S. 38
42
Immortalita.
Vorlage S. 38
43
Ich weiß es nicht! warum kenne ich mich nicht?
Vorlage S. 38
44
Hekate.
Vorlage S. 38
45
Weil du dich nicht sehen kannst.
Vorlage S. 39
46
Immortalita.
Vorlage S. 39
47
Wer wird mir einen Spiegel zeigen, dass ich mich darin anschaue?
Vorlage S. 39
48
Hekate.
Vorlage S. 39
49
Die Liebe.
Vorlage S. 39
50
Immortalita.
Vorlage S. 39
51
Warum die Liebe?
Vorlage S. 39
52
Hekate.
Vorlage S. 39
53
Weil nur ihre Unendlichkeit ein Maas für die deine ist.
Vorlage S. 39
54
Immortalita.
Vorlage S. 39
55
Wie weit erstreckt sich mein Reich?
Vorlage S. 39
56
Hekate.
Vorlage S. 39
57
Ueber jenseits, einst über Alles.
Vorlage S. 39
58
Immortalita.
Vorlage S. 39
59
Wie? wird einst diese undurchdringliche Scheidewand zerfallen, die mein Reich von der Oberwelt scheidet.
Vorlage S. 39
60
Hekate.
Vorlage S. 39
61
Sie wird zerfallen, du wirst wohnen im Licht, und alle werden dich finden.
Vorlage S. 39
62
Immortalita.
Vorlage S. 39
63
O wann wird dies geschehen?
Vorlage S. 39
64
Hekate.
Vorlage S. 39
65
Wenn glaubige Liebe dich der Nacht entführt.
Vorlage S. 39
66
Immortalita.
Vorlage S. 39
67
Wann? in Stunden, Jahren?
Vorlage S. 39
68
Hekate.
Vorlage S. 39
69
Zähle die Stunden nicht, bei dir ist keine Zeit. Siehe zur Erde! die Schlange windet sich ängstlich, fester beißt sie sich ein, vergeblich will sie dich gefangen halten in ihrem engen Kreis, dein Reich erweitert sich, vergeblich ist ihr Widerstand, die Herrschaft des Unglaubens, der Barbarei und der Nacht sinkt dahin.
Vorlage S. 39
70
Sie verschwindet.
Vorlage S. 39
71
Immortalita.
Vorlage S. 39
72
O Zukunft wirst du der Vergangenheit gleichen! jener seligen fernen Vergangenheit, wo ich mit Göttern in ewiger Klarheit wohnte. Ich lächelte sie Alle an, und mein Lächeln verklärte sich auf ihrer Stirne in einem Glanz den ihnen kein Nektar geben konnte. Hebe dankte mir ihre Jugend, Aphrodite ihre immer blühende Reize, aber ein finsteres Zeitalter kam, von ihren Thronen wurden die seligen Götter gestoßen, ich wurde von ihnen getrennt, ihr Leben war dahin, sie giengen zurück in die Lebenselemente aus denen sie entsprungen waren, ehe mein Hauch ihnen Dauer verliehen hatte; Jupiter gieng zurück in die Kräfte des Himmels, Eros in die Herzen der Menschen, Minerva in die Gedanken der Weisen, die Musen in die Gesänge der Dichter. Und ich Unglücklichste von allen! ich wand den Helden und Dichtern keine unverwelklichen Lorbeern mehr, verbannt in dies Reich der Nacht! dies Land der Schatten! dies düstere Jenseits! muss ich nur der Zukunft entgegen leben.
Vorlage S. 39
73
Charon (fährt mit Schatten vorüber.)
Vorlage S. 40
74
Neigt euch Schatten, dies ist die Königin des Erebos, dass ihr noch lebt nach eurem Leben, ist ihr Werk.
Vorlage S. 40
75
(Chor der Schatten.)
Vorlage S. 40
76
Stille führet uns der Nachen
Vorlage S. 40
77
Nach dem unbekannten Land,
Vorlage S. 40
78
Wo die Sonne nicht wird tagen
Vorlage S. 40
79
An dem ewig finstern Strand. –
Vorlage S. 40
80
Zagend sehen wir ihn eilen,
Vorlage S. 40
81
Denn der Blick möcht noch verweilen
Vorlage S. 40
82
An des Lebens buntem Rand.
Vorlage S. 40
83
Sie fahren weg.
Vorlage S. 40
84
Die vorige Scene.
Vorlage S. 40
85
Charons Nachen im Begriff zu landen. Erodion springt aus dem Nachen. Immortalita im Hintergrund.
Vorlage S. 41
86
Erodion.
Vorlage S. 41
87
Zurück Charon von diesem Ufer, das kein Schatten betreten darf! Was siehst du mich an? Ich bin kein Schatten wie ihr; eine frohe Hoffnung, ein träumerischer Glaube haben meines Lebens Funken zur Flamme angeblasen.
Vorlage S. 41
88
Charon (für sich.)
Vorlage S. 41
89
Gewiss ist dies der junge Mann, der die goldne Zukunft in sich trägt.
Vorlage S. 41
90
(er fährt ab mit seinem Kahn.)
Vorlage S. 41
91
Immortalita (tritt hervor.)
Vorlage S. 41
92
Ja du bist der Jüngling, von dem Hekate mir weissagte. Bei deinem Anblick ist mir, als ob ein Strahl des Tages durch diese alte Hallen, durch diese erebische Nacht hereinbräche.
Vorlage S. 41
93
Erodion.
Vorlage S. 41
94
Wenn ich der Mann deiner Weissagungen bin, Mädchen oder Göttin! wie ich dich nennen soll, so glaube mir, du bist die innerste Ahndung meines Herzens.
Vorlage S. 41
95
Immortalita.
Vorlage S. 41
96
Sage mir wer du bist, wie du heissest, und wo du den Weg fandest, in dieses pfadlose Gestade? wo weder Schatten noch Menschen wandlen dürfen, sondern nur die unterirdischen Götter.
Vorlage S. 41
97
Erodion.
Vorlage S. 41
98
Ungern mögt' ich dir von etwas anderm reden, als von meiner Liebe, aber so ich dir mein Leben erzähle, rede ich von meiner Liebe. Höre mich denn: ich bin Eros Sohn und seiner Mutter Aphrodite, diese doppelte Vereinigung, der Liebe und Schönheit, hatte schon in mein Daseyn die Idee eines Genusses gelegt, den ich nirgends finden konnte, und den ich doch überall ahndete und suchte. Lange war ich ein Fremdling auf Erden, und ich mochte von ihren Schattengütern nichts genießen, bis mir durch einen Traum oder Eingebung eine dunkle Vorstellung von dir in die Seele kam. Ueberall geleitete mich diese Idee, dieser Abglanz von dir, und überall verfolgte ich diese geliebte Erscheinung, auch wenn sie mir untertauchte in das Land der Träume folgte ich ihr nach, und erschien so vor den äussersten Thoren der Unterwelt. Aber nie konnte ich zu dir durchdringen; ein unseliges Geschick rief mich immer wieder an die Oberwelt.
Vorlage S. 41
99
Immortalita.
Vorlage S. 42
100
Wie Jüngling, so hast du mich geliebt, dass du lieber Hälios und das Morgenroth nicht mehr sehen wolltest, als mich nicht finden?
Vorlage S. 42
101
Erodion.
Vorlage S. 42
102
So hab ich dich geliebt, und ohne dich konnte mich die Erde nicht mehr ergötzen, nicht mehr der blumige Frühling, der sonnigte Tag nicht, Schönheiten die zu besitzen Pluto sein finsteres Zepter gerne vertauscht hätte. Aber wie eine größere Liebe sich vereint hatte, in den Umarmungen meiner Eltern, als alle andre Liebe, denn sie waren die Liebe selbst; so war auch die Sehnsucht die mich zu dir trieb die mächtigste, und siegreich über alle Hindernisse war mein Glaube dich zu finden; denn meine Eltern, die wohl wussten, dass der, aus Lieb' und Schönheit entsprungen, nichts höheres auf Erden finden würde, als sich selbst, hatten mir diesen Glauben gegeben, damit meine Kraft nicht ermüden möge, nach Höherem zu streben ausser mir.
Vorlage S. 42
103
Immortalita.
Vorlage S. 43
104
Aber wie kamst du endlich zu mir? unwillig nimmt Charon Lebende in das morsche Fahrzeug, nur für Schatten erbaut.
Vorlage S. 43
105
Erodion.
Vorlage S. 43
106
Einst war meine Sehnsucht dich zu schauen so groß, dass alles was die Menschen erdacht haben, dich ungewiss zu machen, mir klein und nichtig erschien, ein begeisterter Muth erfüllte mein ganzes Wesen: ich will nichts, nichts als sie besitzen, so dacht ich, und kühn warf ich alle Güter dieser Erde hinweg von mir, und führte mein Fahrzeug an den gefährlichen Felsen, wo alles Irdische scheitern sollte. Noch einmal dacht ich: wenn du alles verlöhrst um nichts zu finden? aber hohe Zuversicht verdrängte den Zweifel, fröhlig sagt' ich der Oberwelt das letzte Lebewohl; die Nacht verschlang mich – eine gräßliche Pause! und ich fand mich bei dir. – Die Fackel meines Lebens brennt noch jenseits der stygischen Wasser.
Vorlage S. 43
107
Immortalita.
Vorlage S. 43
108
Die Heroen der Vorwelt haben diesen Pfad schon betreten, der Muth hat Streifereien in dies Gebiet gewagt, aber nur der Liebe war es vorbehalten, ein dauernd Reich hier zu gründen. Die Bewohner des Orkus sagen, mein Daseyn hauche ihnen unsterbliches Leben ein, so sei denn auch du unsterblich; denn du hast etwas Unnennbares in mir bewirkt, ich lebte ein Mumienleben, aber du hast mir eine Seele eingehaucht. Ja, theurer Jüngling! in deiner Liebe erblicke ich mich selbst verklährt; ich weiß nun wer ich bin, weiß, dass ein sonniger Tag diese alten Hallen beglänzen wird.
Vorlage S. 43
109
Hekate tritt hinter dem Altar hervor.
Vorlage S. 44
110
Hekate.
Vorlage S. 44
111
Erodion! trete in den Kreis der Schlange.
Vorlage S. 44
112
(Er tut es: die Schlange verschwindet.)
Vorlage S. 44
113
Zu lange, Immortalita, warst du, durch die Macht des Unglaubens und der Barbarei, von Wenigen gekannt, von Vielen bezweifelt, in diesen engen Kreis gebannt. Ein Orakel, so alt als die Welt, hat gesagt, der glaubigen Liebe würde es gelingen, dich selbst in dem erebischen Dunkel zu finden, dich hervorzuziehen und deinen Thron in ewiger Klarheit, zugänglich für Alle, zu gründen. Diese Zeit ist nun gekommen, dir, Erodion, bleibt nur noch etwas zu tun übrig.
Vorlage S. 44
114
Der Schauplatz verwandelt sich in einen Theil der Elisäischen Gärten, die Scene ist matt erleuchtet, man sieht Schatten hin und wieder irren. Zur Seite ein Fels, im Hintergrund der Styx und Charons Nachen.
Vorlage S. 44
115
Die Vorigen.
Vorlage S. 44
116
Hekate.
Vorlage S. 44
117
Sieh Erodion, diesen Einsturz drohenden Felsen, er ist die unübersteigliche Scheidewand, der das Reich des sterblichen Lebens von dem deiner Gebieterin scheidet, er verwehrt dem Sonnenlicht seine Strahlen hierher zu senden, und getrennten Lieben sich wieder zu begegnen. Erodion! versuche es, diesen Felsen einzustürzen, dass deine Geliebte auf seinen Trümmern aus der engen Unterwelt steigen möge; dass ferner nichts Unübersteigliches das Land der Todten von dem Lebenden trenne.
Vorlage S. 44
118
Erodion schlägt an den Felsen, er stürzt ein, es wird plötzlich helle.
Vorlage S. 45
119
Immortalita.
Vorlage S. 45
120
Triumph! der Fels ist gesunken, von nun an sei es den Gedanken der Liebe, den Träumen der Sehnsucht, der Begeisterung der Dichter vergönnt, aus dem Lebenslande in das Schattenreich herabzusteigen und wieder zurück zu gehen.
Vorlage S. 45
121
Hekate.
Vorlage S. 45
122
Heil! dreifaches, unsterbliches Leben, wird dies blasse Schattenreich beseelen, nun dein Reich gegründet ist.
Vorlage S. 45
123
Immortalita.
Vorlage S. 45
124
Komm Erodion, steige mit mir auf, in ewige Klarheit; und alle Liebe, und jegliche Treflichkeit sollen meines Reiches theilhaftig werden. Und du Charon, entfalte deine Stirne, sei ein freundlicher Geleiter derer die mein Reich betreten wollen.
Vorlage S. 45
125
Erodion.
Vorlage S. 45
126
Wohl mir, dass ich die heilige Ahndung meines Herzens, wie der Vesta Feuer, treu bewahrte; wohl mir, dass ich den Muth hatte, der Sterblichkeit zu sterben, und der Unsterblichkeit zu leben, das Sichtbare dem Unsichtbaren zu opfern.
Vorlage S. 45

Nach dem Lesen

Dein Blick auf das Kapitel

10er-QuizZitate verstehen · Zusammenhänge erkennen · Lernpunkte sammeln10 Fragen

Eine Antwort ist jeweils richtig. Lies den Textbeleg aufmerksam. Bei einer falschen Antwort kannst du es erneut versuchen.

Angemeldet zählen richtige Antworten für deinen Lernstand. Als Gast übst du ohne Kontopunkte.

Je Frage sind beim ersten Versuch 10 Punkte möglich, danach 5, 3 oder 1. Bereits gelöste Fragen bleiben zum Üben verfügbar.

1. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Ungütiger Greis, wenn es mich nun tröstete, die Verheißung einer bessern …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

2. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Was rufst du mich aus den Höhlen ewiger […]; dies Ufer ist mir verhaßt, sein Dunkel zu helle, ja mir däucht ein niedriger Schein aus dem Lande des Lebens habe sich hierher verirrt.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

3. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »Weil« in diesem Textausschnitt? »Weil nur ihre Unendlichkeit ein Maas für die deine ist.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle nachlesen ↗

4. Welcher Ausschnitt enthält eine ausdrückliche Verneinung oder einen Ausschluss? Achte auf ein ausdrücklich genanntes Signalwort.

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

5. Was bedeutet »vergeblich« in diesem Ausschnitt? »Siehe zur Erde! die Schlange windet sich ängstlich, fester beißt sie sich ein, vergeblich will sie dich gefangen halten in ihrem engen Kreis, dein Reich erweitert sich, vergeblich ist ihr Widerstand, die Herrschaft des Unglaubens, der Barbarei und der Nacht sinkt dahin.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle nachlesen ↗

6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse. A: »Die Bewohner des Orkus sagen, mein Daseyn hauche ihnen unsterbliches Leben ein, so sei denn auch du unsterblich; denn du hast etwas Unnennbares in mir bewirkt, ich lebte ein Mumienleben, aber du hast mir eine Seele eingehaucht.« B: »Sieh die Schlange zu deinen Füßen an, noch ist sie fest geschlossen, der Zauber dauert so lange dieser Kreis dich umschließt, du weißt es, warum fragst du mich?« C: »Stille führet uns der Nachen Nach dem unbekannten Land, Wo die Sonne nicht wird tagen An dem ewig finstern Strand. – Zagend sehen wir ihn eilen, Denn der Blick möcht noch verweilen An des Lebens buntem Rand.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗

7. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Aber wie kamst du endlich zu mir? unwillig nimmt …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

8. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Die Bewohner des Orkus sagen, mein Daseyn hauche ihnen […] Leben ein, so sei denn auch du unsterblich; denn du hast etwas Unnennbares in mir bewirkt, ich lebte ein Mumienleben, aber du hast mir eine Seele eingehaucht.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

9. Welche Sprecherangabe gehört im Kapitel zu diesen Worten? »Erodion! trete in den Kreis der Schlange.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

10. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Triumph! der Fels ist gesunken, von nun an sei es den Gedanken …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗
Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte

1. Beschreibe die Sprechsituation. Was erfährst du über Stimme, angesprochene Person und Umgebung? Belege zwei Beobachtungen mit kurzen Zitaten.

Impulse zur Selbstprüfung

Unterscheide die lyrische Stimme von der biografischen Person. Wo der Text keine eindeutige Angabe macht, formuliere eine begründete Vermutung.

Textstelle nachlesen ↗

2. Untersuche zwei sprachliche Bilder, Wiederholungen oder Klangwirkungen. Welche Wirkung ist an den jeweiligen Stellen plausibel?

Impulse zur Selbstprüfung

Nenne jeweils Vers oder Absatz und Wortlaut; Deutungen können sich unterscheiden, müssen aber zum Text passen.

Textstelle nachlesen ↗

3. Formuliere eine Deutungshypothese und eine mögliche Gegenlesart. Welche Stelle stützt oder begrenzt deine Deutung?

Impulse zur Selbstprüfung

Trenne Textbeobachtung und Interpretation. Eine begründete Gegenlesart ist kein automatisch falsches Ergebnis.

Textstelle nachlesen ↗
Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte

Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.

Niveau 1 · Einstieg

1. Wähle zwei Wörter aus dem Gedicht. Schreibe damit vier eigene Verse. Du kannst mit „Ich sehe …“ oder „Ich höre …“ beginnen. Reime sind freiwillig.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Kennzeichne den neuen Text als eigene Bearbeitung; belege deine Entscheidungen mit dem Gedicht.

  • Zwei Wörter aus der Vorlage werden aufgegriffen.
  • Eigene Verse und übernommene Zitate sind unterscheidbar.
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 2 · Vertiefung

2. Schreibe eine eigene Strophe aus einer anderen Perspektive. Übernimm ein sprachliches Bild und verändere es bewusst. Erkläre anschließend kurz, was sich an der Wirkung ändert.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Kennzeichne den neuen Text als eigene Bearbeitung; belege deine Entscheidungen mit dem Gedicht.

  • Die neue Perspektive ist erkennbar.
  • Ein genauer Textbeleg begründet die Gestaltung.
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 3 · Gestaltung

3. Entwirf ein Antwortgedicht mit einer Gegenposition oder einer heutigen Situation. Begründe zwei sprachliche Entscheidungen mit kurzen Zitaten aus der Vorlage. Unterscheide eigene Deutung und belegbare Beobachtung.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Kennzeichne den neuen Text als eigene Bearbeitung; belege deine Entscheidungen mit dem Gedicht.

  • Die Antwort setzt sich mit konkreten Stellen auseinander.
  • Zwei korrekt gekennzeichnete Zitate stützen die Begründung.
Textstelle nachlesen ↗

Ausgabe, Herkunft und Rechte

Autorenschaft nach dokumentierten Lebensdaten in Deutschland gemeinfrei. Quellenedition mit Namensnennung übernommen.

Immortalita

Karoline von Günderode: Gesammelte Werke. Herausgegeben von Leopold Hirschberg. Band 1–3, Berlin-Wilmersdorf: Bibliophiler Verlag von O. Goldschmidt-Gabrielli, 1920–1922. Günderode, Karoline von 38- Berlin-Wilmersdorf

TextGrid, www.editura.de; Digitale Bibliothek. Die historischen Texte und Übersetzungen bleiben unverändert in der Quellfassung.

Quelltext und Ausgabe ↗ · Originaltext gemeinfrei in Deutschland; annotierte TextGrid-Ausgabe CC BY 3.0 DE Lizenz

Welche Änderungen enthält die Lesefassung?

Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.