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Gedicht - Calidor - Keats, John

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Deutsche Übersetzung · Lesefassung

Calidor

Keats, John

Jung Calidor durchquert im Boot den See. · 165 Verse. Mit Quell- und Lesefassung, zitiergestütztem Lesequiz und offenen Schreibaufgaben.

GedichtKlasse 9–10 · 11–131 Abschnitte
Historische Darstellung von Keats, John; Kontextbild zur Autorschaft.
Porträt · Keats, John · Joseph Severn · Public domain Bildquelle ↗

Deutsche Übersetzung: Gisela Etzel

Hinweise für den Unterricht
  • Historische Sprache und Wertvorstellungen im Unterricht kritisch einordnen. Die Stufenzuordnung ist eine Orientierung; Auswahl und Begleitung richten sich nach der Lerngruppe.

Behutsam angepasste Schreibweise nach einer begrenzten Wortliste. Mehrdeutige Formen, erfasste Namen, Sprechernamen, Bühnenanweisungen, Überschriften und Anmerkungen bleiben unverändert. Keine vollständige redaktionelle Überarbeitung nach heutiger Rechtschreibung. Für wortgetreue Quellenzitate die Quellfassung wählen.

Abschnitt 1 von 1

Calidor

1
Calidor
Vorlage S. 70
2
(Ein Fragment)
Vorlage S. 70
3
Jung Calidor durchquert im Boot den See.
Vorlage S. 70
4
Sein Geist ist wach, ist voll vom schönen Weh,
Vorlage S. 70
5
In das der Abend sich so liebend kleidet,
Vorlage S. 70
6
Weil er nur ungern von der Erde scheidet.
Vorlage S. 70
7
Noch zögert rings ein letztes warmes Licht.
Vorlage S. 70
8
Zum blauen Himmel hebt er das Gesicht
Vorlage S. 70
9
Und lächelt lang hinauf in klare Runde,
Vorlage S. 70
10
Bis er im Herzen fühlt die Sehnsuchtswunde;
Vorlage S. 70
11
Da wendet er den Blick zum sanften Bogen
Vorlage S. 70
12
Der Uferböschung und ins Blätterwogen
Vorlage S. 70
13
Der Bäume, die sich schattend niederneigen
Vorlage S. 70
14
Und sich im See die zarten Blüten zeigen.
Vorlage S. 70
15
Sein froh begeistert Auge folgt dem Schwung
Vorlage S. 70
16
Der flinken Schwalbe durch die Dämmerung,
Vorlage S. 70
17
Wie sie so launisch auf und nieder schwebt,
Vorlage S. 70
18
Bald tief zum Wasser stößt, bald hoch sich hebt,
Vorlage S. 70
19
Jetzt mit der Brust die kühle Nässe streift,
Vorlage S. 70
20
Jetzt unsichtbar in blauen Höhen schweift.
Vorlage S. 70
21
Nun hebt sich seines Bootes scharfer Kiel
Vorlage S. 70
22
Und gleitet leicht durch krauses Wellenspiel
Vorlage S. 70
23
Hinein in breites Wasserlilienbeet:
Vorlage S. 70
24
Wie weiß ein jeder Blütenbecher steht
Vorlage S. 70
25
Und Tau erhoffend auf zum Himmel schaut.
Vorlage S. 70
26
Ganz nahe hier liegt voll von Busch und Kraut
Vorlage S. 70
27
Ein Inselchen: von dort genießt man gut,
Vorlage S. 70
28
Wie schön der See in seinem Ufer ruht,
Vorlage S. 70
29
Das sich zum Fuß der blauen Berge dehnt;
Vorlage S. 70
30
Doch keiner, der mit warmem Herzen sehnt
Vorlage S. 70
31
Und klaren Auges sieht, was die Natur
Vorlage S. 70
32
An Schönheit zeigt auf beider Ufer Flur,
Vorlage S. 70
33
Geht leicht vorbei; sie grüßte Calidor
Vorlage S. 70
34
Heut sanfter noch als alle Zeit zuvor.
Vorlage S. 70
35
Seitwärts die Wipfel, reich in Gold gekleidet,
Vorlage S. 71
36
– Die frohe Sonne schenkt es, eh sie scheidet –
Vorlage S. 71
37
Draus ab und zu der Eichelhäher schießt
Vorlage S. 71
38
Und bunte Schönheit in die goldne gießt.
Vorlage S. 71
39
Ein alter Turm mit sturmzerstörten Mauern,
Vorlage S. 71
40
Zu stolz, um einstige Größe zu betrauern;
Vorlage S. 71
41
Schwarz wacht beim grauen Grab die starre Fichte
Vorlage S. 71
42
Und wirft zu Boden ihre harten Früchte.
Vorlage S. 71
43
Das Fischerkirchlein, dicht vom Epheulaube
Vorlage S. 71
44
Umkränzt bis hoch zum Kreuz; die weiße Taube,
Vorlage S. 71
45
Die auf dem Fenster glättet ihr Gefieder,
Vorlage S. 71
46
So licht, als käme sie vom Himmel nieder.
Vorlage S. 71
47
Grünbuschige Inseln legen linden Schatten
Vorlage S. 71
48
Quer übern See. Durchs Zwielicht lugen Matten
Vorlage S. 71
49
Mit breiten Ampferblättern und Ranunkeln,
Vorlage S. 71
50
Mit wilder Katzen glühem Augenfunkeln,
Vorlage S. 71
51
Mit zarten silberigen Birkenbäumen,
Vorlage S. 71
52
Mit hohen Gräsern, die all dies umsäumen.
Vorlage S. 71
53
Und Abendtau erquickte alles Schöne,
Vorlage S. 71
54
Als Calidor beglückt die Silbertöne
Vorlage S. 71
55
Einer Trompete hörte. Ach, es nahen
Vorlage S. 71
56
Viel Freuden ihm! Des Wächters Augen sahen
Vorlage S. 71
57
Durchs Tal herauf der Schimmel Mähnen wehen;
Vorlage S. 71
58
Bald wird er seine liebsten Freunde sehen!
Vorlage S. 71
59
Er stößt sein Boot voran mit heitrem Sinn,
Vorlage S. 71
60
Nun streicht er einsam übers Wasser hin,
Vorlage S. 71
61
Blind für den Schwan und taub für Philomele –
Vorlage S. 71
62
So sehr voraus eilt drängend seine Seele.
Vorlage S. 71
63
Nun wendet er mit kräftigem Ruderstoß
Vorlage S. 71
64
In letzte Bucht, und düster ist und groß
Vorlage S. 71
65
Das Schloß, noch fern, vor seinem Blick erschienen.
Vorlage S. 71
66
Fast schneller, als die eifrigste der Bienen
Vorlage S. 71
67
Zwei Pfirsiche umsummen kann, erreichten
Vorlage S. 72
68
Des leichten Bootes Rippen jene feuchten
Vorlage S. 72
69
Marmornen Stufen, die ins Wasser führen.
Vorlage S. 72
70
Und aufwärts eilt er, dann durch Flügeltüren,
Vorlage S. 72
71
Durch eichene Hallen und durch Corridore.
Vorlage S. 72
72
Köstliche Töne! Nie klang seinem Ohre
Vorlage S. 72
73
Und seinem Herz ein Vogellied so traut,
Vorlage S. 72
74
Als jetzt der Rossehufe Klapperlaut.
Vorlage S. 72
75
Zwei edle Hengste und ein Zelterpaar
Vorlage S. 72
76
Ward er beim Eintritt in den Hof gewahr:
Vorlage S. 72
77
In lockern Zügeln warfen sie die Nacken
Vorlage S. 72
78
Zurseite, während sie auf Prachtschabracken
Vorlage S. 72
79
Glückliche Bürden trugen durch das Tor.
Vorlage S. 72
80
Welch sanften Kuß und Druck gab Calidor
Vorlage S. 72
81
Den Händen jeder Dame! Wie entzückt
Vorlage S. 72
82
Umspannt er feine Knöchel! Süß entrückt
Vorlage S. 72
83
War seine Seele, während Flüstergrüße
Vorlage S. 72
84
Ihn zögern ließen, ihre zarten Füße
Vorlage S. 72
85
Herab zu lassen auf die harte Erde.
Vorlage S. 72
86
Wie süß dies Schmiegen, als sie sich vom Pferde
Vorlage S. 72
87
Hin über seinen Nacken sinken ließen!
Vorlage S. 72
88
Und ob da leise Sehnsuchtstränen fließen,
Vorlage S. 72
89
Oder ob ihre Locken Tau gefangen:
Vorlage S. 72
90
Er fühlte eine Feuchte auf den Wangen –
Vorlage S. 72
91
Und segnete mit Lippen, die erbeben,
Vorlage S. 72
92
Mit Augen, die sich leuchtend aufwärts heben,
Vorlage S. 72
93
All diese Wonne, die so weich und warm
Vorlage S. 72
94
Und innig sich geschmiegt in seinen Arm.
Vorlage S. 72
95
Auf seiner Schulter hing die Grübchenhand
Vorlage S. 72
96
Schön wie ein Wunder aus dem Feenland,
Vorlage S. 72
97
Wie weiße Cassiablüte, die der Regen
Vorlage S. 72
98
Der Sommernacht erfrischt – o reicher Segen!
Vorlage S. 72
99
Er koste sie mit seiner frohen Wange,
Vorlage S. 72
100
Als ob er alle Seligkeit empfange,
Vorlage S. 72
101
Da schlug Sir Clerimonds freundliches Grüßen
Vorlage S. 73
102
Ans Ohr ihm. Sanft zog er aus ihrer süßen
Vorlage S. 73
103
Knechtschaft den Arm, den neuer Dienst begehrt,
Vorlage S. 73
104
Voll Dank, dass ihm so viele Lust bescheert,
Vorlage S. 73
105
Indes er an die Stirne eine Hand
Vorlage S. 73
106
Herzinnig presste, die ein Gott gesandt,
Vorlage S. 73
107
Bedrängten gut zu helfen: eine Hand,
Vorlage S. 73
108
Die aus den kalten Klippen dieser Welt
Vorlage S. 73
109
Jung Calidor erheben wird zum Held.
Vorlage S. 73
110
Zwischen den Pagen und den Fackeln stand
Vorlage S. 73
111
Bei seinem Roß ein Ritter, elegant
Vorlage S. 73
112
Und stolz gewachsen; seine Federn wären
Vorlage S. 73
113
Im Wind so hoch wie wilde Eschenbeeren
Vorlage S. 73
114
Oder wie Hermes' Flügelkappe ragt.
Vorlage S. 73
115
Und sicher hätte nie ein Mensch gewagt
Vorlage S. 73
116
Den Panzer, den er trug und der so fein
Vorlage S. 73
117
Geflochten war, für Stahl zu halten, nein,
Vorlage S. 73
118
Man hielt ihn eher für ein Prunkgewand,
Vorlage S. 73
119
In dem wohl gar ein hoher Engel stand,
Vorlage S. 73
120
Der sich verkappt den Gästen zugesellt.
Vorlage S. 73
121
»Sir Gondibert, der weit berühmte Held,«
Vorlage S. 73
122
So stellte Clerimont ihn munter vor.
Vorlage S. 73
123
Der junge Krieger kam zu Calidor
Vorlage S. 73
124
Anmutigen Schritts voll Herzlichkeit heran
Vorlage S. 73
125
Und bot gepanzert eine Hand ihm an,
Vorlage S. 73
126
Bereit zu grüßen den erglühten Knaben;
Vorlage S. 73
127
Der schaut, als dürfe er die Augen laben
Vorlage S. 73
128
An hohem Wunder. Während er voll Glück
Vorlage S. 73
129
Die Damen führte, sah er oft zurück,
Vorlage S. 73
130
Im Licht der Lampen, die vom Dach der Halle
Vorlage S. 73
131
Herniederhingen und die Wehrmetalle
Vorlage S. 73
132
In überirdischem Glanz erstrahlen machten,
Vorlage S. 73
133
Die ritterlichen Brauen zu betrachten,
Vorlage S. 73
134
Die unter feingeschwungenem Visier
Vorlage S. 74
135
Sich wölbten über Augen von Saphir.
Vorlage S. 74
136
Bald sitzen sie in angenehmem Raum.
Vorlage S. 74
137
Die Damen mit den Lippen süß wie Traum
Vorlage S. 74
138
Begrüßten all die grünen Ranken schon,
Vorlage S. 74
139
Die rund um Fenster klimmen und Balkon,
Vorlage S. 74
140
Um ihre purpursternigen Blütenlocken
Vorlage S. 74
141
Zu zeigen und die zarten Bernsteinglocken.
Vorlage S. 74
142
Sir Gondibert tat ab sein stählern Kleid,
Vorlage S. 74
143
Und er genießt nun voll Behaglichkeit
Vorlage S. 74
144
Den leichten Mantel über Brust und Rücken.
Vorlage S. 74
145
Und während Clerimond mit milden Blicken
Vorlage S. 74
146
Sich umschaut, brennt jung Calidor danach,
Vorlage S. 74
147
Von Rittertat zu hören: wie man Schmach
Vorlage S. 74
148
Zurückwies, wie man stark mit tapfrer Hand
Vorlage S. 74
149
Von werter Fraue Schrecken abgewandt;
Vorlage S. 74
150
Und übervoll hiervon gab jeder Hand
Vorlage S. 74
151
Der Damen er so warmen Kuß und blickte
Vorlage S. 74
152
So feurig drein, dass es sie halb entzückte
Vorlage S. 74
153
Und halb erstaunte, bis sich herzbewegt
Vorlage S. 74
154
Ein Lächeln über ihre Mienen legt,
Vorlage S. 74
155
So süß wie sonnenselig Himmelsblauen
Vorlage S. 74
156
Hoch über zauberhafte Inselauen.
Vorlage S. 74
157
Sanft kamen Lüfte aus des Waldes Herzen,
Vorlage S. 74
158
Sanft bliesen seitwärts sie das Licht der Kerzen,
Vorlage S. 74
159
Klar war der Sang der Nachtigallenkehle,
Vorlage S. 74
160
Lieblich der Duft der Lindenblütenseele,
Vorlage S. 74
161
Verlockend wild der ferne Hörnerklang,
Vorlage S. 74
162
Reizend der Mond auf seinem stillen Gang.
Vorlage S. 74
163
Süß auch die Unterhaltung dieser Freunde
Vorlage S. 74
164
Wie guter Geister fröhliche Gemeinde,
Vorlage S. 74
165
Wie sanftes Summen, das wir rundum hören,
Vorlage S. 74
166
Wenn Hesperus erscheint mit Sternenchören.
Vorlage S. 74
167
Süß sei ihr Schlaf – – –
Vorlage S. 74

Nach dem Lesen

Dein Blick auf das Kapitel

10er-QuizZitate verstehen · Zusammenhänge erkennen · Lernpunkte sammeln10 Fragen

Eine Antwort ist jeweils richtig. Lies den Textbeleg aufmerksam. Bei einer falschen Antwort kannst du es erneut versuchen.

Angemeldet zählen richtige Antworten für deinen Lernstand. Als Gast übst du ohne Kontopunkte.

Je Frage sind beim ersten Versuch 10 Punkte möglich, danach 5, 3 oder 1. Bereits gelöste Fragen bleiben zum Üben verfügbar.

1. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Wie sie so launisch …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗

3. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »Weil« in diesem Textausschnitt? »Sein Geist ist wach, ist voll vom schönen Weh, In das der Abend sich so liebend kleidet, Weil er nur ungern von der Erde scheidet.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗

6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse. A: »Nun hebt sich seines Bootes scharfer Kiel Und gleitet leicht durch krauses Wellenspiel Hinein in breites Wasserlilienbeet:« B: »Und Abendtau erquickte alles Schöne, Als Calidor beglückt die Silbertöne Einer Trompete hörte.« C: »Er koste sie mit seiner frohen Wange, Als ob er alle Seligkeit empfange, Da schlug Sir Clerimonds freundliches Grüßen Ans Ohr ihm.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗

7. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Er koste sie mit seiner frohen Wange, Als ob er alle …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗ Textstelle 12 ↗

8. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Zwischen den Pagen und den Fackeln stand Bei seinem Roß ein Ritter, …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗

9. Welcher Ausschnitt enthält ausdrücklich einen Grund oder eine daraus gezogene Folge? Achte auf ein ausdrücklich genanntes Signalwort.

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗ Textstelle 12 ↗
Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte

1. Beschreibe die Sprechsituation. Was erfährst du über Stimme, angesprochene Person und Umgebung? Belege zwei Beobachtungen mit kurzen Zitaten.

Impulse zur Selbstprüfung

Unterscheide die lyrische Stimme von der biografischen Person. Wo der Text keine eindeutige Angabe macht, formuliere eine begründete Vermutung.

Textstelle nachlesen ↗

2. Untersuche zwei sprachliche Bilder, Wiederholungen oder Klangwirkungen. Welche Wirkung ist an den jeweiligen Stellen plausibel?

Impulse zur Selbstprüfung

Nenne jeweils Vers oder Absatz und Wortlaut; Deutungen können sich unterscheiden, müssen aber zum Text passen.

Textstelle nachlesen ↗

3. Formuliere eine Deutungshypothese und eine mögliche Gegenlesart. Welche Stelle stützt oder begrenzt deine Deutung?

Impulse zur Selbstprüfung

Trenne Textbeobachtung und Interpretation. Eine begründete Gegenlesart ist kein automatisch falsches Ergebnis.

Textstelle nachlesen ↗
Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte

Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.

Niveau 1 · Einstieg

1. Wähle zwei Wörter aus dem Gedicht. Schreibe damit vier eigene Verse. Du kannst mit „Ich sehe …“ oder „Ich höre …“ beginnen. Reime sind freiwillig.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Kennzeichne den neuen Text als eigene Bearbeitung; belege deine Entscheidungen mit dem Gedicht.

  • Zwei Wörter aus der Vorlage werden aufgegriffen.
  • Eigene Verse und übernommene Zitate sind unterscheidbar.
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 2 · Vertiefung

2. Schreibe eine eigene Strophe aus einer anderen Perspektive. Übernimm ein sprachliches Bild und verändere es bewusst. Erkläre anschließend kurz, was sich an der Wirkung ändert.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Kennzeichne den neuen Text als eigene Bearbeitung; belege deine Entscheidungen mit dem Gedicht.

  • Die neue Perspektive ist erkennbar.
  • Ein genauer Textbeleg begründet die Gestaltung.
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 3 · Gestaltung

3. Entwirf ein Antwortgedicht mit einer Gegenposition oder einer heutigen Situation. Begründe zwei sprachliche Entscheidungen mit kurzen Zitaten aus der Vorlage. Unterscheide eigene Deutung und belegbare Beobachtung.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Kennzeichne den neuen Text als eigene Bearbeitung; belege deine Entscheidungen mit dem Gedicht.

  • Die Antwort setzt sich mit konkreten Stellen auseinander.
  • Zwei korrekt gekennzeichnete Zitate stützen die Begründung.
Textstelle nachlesen ↗

Ausgabe, Herkunft und Rechte

Autorenschaft und Übersetzung nach dokumentierten Lebensdaten in Deutschland gemeinfrei. Quellenedition mit Namensnennung übernommen.

Calidor

Keats, John: Gedichte. Übertragen von Gisela Etzel, Leipzig: Insel Verlag, [1910]. Keats, John 70- Leipzig

TextGrid, www.editura.de; Digitale Bibliothek. Die historischen Texte und Übersetzungen bleiben unverändert in der Quellfassung.

Quelltext und Ausgabe ↗ · Originaltext gemeinfrei in Deutschland; annotierte TextGrid-Ausgabe CC BY 3.0 DE Lizenz

Welche Änderungen enthält die Lesefassung?

Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.