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Eine politische Bildbehauptung quellenkritisch untersuchen - Gemeinschaftskunde 9-10

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Eine politische Bildbehauptung quellenkritisch untersuchen - Gemeinschaftskunde 9-10

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Eine politische Bildbehauptung quellenkritisch untersuchen - Gemeinschaftskunde 9-10

Kurzbeschreibung: Du prüfst, woher ein politisches Foto stammt, wann es entstand, welchen Ausschnitt es zeigt und welcher Kontext fehlt. Ein digitales Werkzeug allein beweist nicht, dass eine Behauptung wahr ist.

Zielgruppe: Gemeinschaftskunde, Klasse 9–10 | Niveau: Fö, G, M, E | Quellenstand: 17.10.2026


Einleitung

Ein echtes Foto kann zusammen mit einem falschen Satz täuschen. Prüfe deshalb Bild und Behauptung getrennt. Am Ende formulierst Du ein begründetes Urteil: belegt, widerlegt oder noch ungeklärt.

Gezeichnete Lupe als Hilfe für die Prüfung einer Quelle

Wort-Bild-Hilfe Lupe: Herkunft heißt: Wer hat das Bild gemacht und wo ist die ursprüngliche Dateiseite?


Vier Fragen an jedes Bild

Kalenderzeichen als Hilfe für die Frage nach dem Aufnahmedatum

Zeit: Wann wurde das Foto aufgenommen? Ein Upload kann später erfolgt sein.

Schneidezeichen als Hilfe für die Frage nach dem Bildausschnitt

Ausschnitt: Was liegt außerhalb des Bildrands? Ein enger Ausschnitt kann die Wirkung verändern, ohne das Foto digital zu fälschen.

Ort und Kontext: Wo entstand das Bild? Was geschah davor, danach und außerhalb des Fotos? Eine Bilder-Rückwärtssuche hilft, ältere Veröffentlichungen zu finden. Sie beweist aber nicht allein, wann und warum ein Foto entstand. Auch Metadaten können fehlen oder verändert sein.


Materialwerkstatt: Drei überprüfbare Commons-Fotos


Material A: Kundgebung in Berlin 2019

Menschen bei einer Fridays-for-Future-Kundgebung im Berliner Invalidenpark

Dokumentiert: Das Foto zeigt nach der Dateibeschreibung eine Fridays-for-Future-Kundgebung im Invalidenpark in Berlin am 9. August 2019. Fotograf: bennobild. Die Flickr-Veröffentlichung ist als Quelle angegeben. Das Foto belegt weder eine Gesamtzahl der Teilnehmenden noch ein späteres Ereignis.

Fiktive Bildbehauptung: Die erfundene Person Mira veröffentlicht einen ausgedachten Post vom 5. Mai 2026: „Dieses Foto beweist: Gestern waren 50.000 Menschen vor dem Reichstag!“

Erster Befund: Das Foto ist als Aufnahme von 2019 an einem anderen Ort dokumentiert. Es belegt den behaupteten Protest am 4. Mai 2026 nicht. Ob an diesem Tag ein anderer Protest stattfand, bleibt durch das Foto offen.


Material B: Reichstag in Berlin 2020

Foto des Reichstagsgebäudes in Berlin vom 29. August 2020

Dokumentiert: Geoprofi Lars fotografierte nach den Commons-Angaben am 29. August 2020 das Reichstagsgebäude. Das Bild belegt eine Ansicht des Gebäudes zu diesem Aufnahmezeitpunkt. Es belegt nicht, wie viele Personen bei einem anderen Ereignis anwesend waren.

Vergleich: A und B stammen aus verschiedenen Jahren und zeigen verschiedene Orte bzw. Motive. Das Wort „Berlin“ macht sie nicht austauschbar.


Material C: Plenarsaal des Bundestages 2023

Blick auf die Sitzreihen im Plenarsaal des Deutschen Bundestages

Dokumentiert: Chaddy fotografierte den Plenarsaal am 24. Juni 2023. Eine Ansicht des Saals allein beweist nicht, wie Abgeordnete an anderen Tagen arbeiten. Dafür wären beispielsweise ein Terminplan oder ein Sitzungsprotokoll als weitere Quelle nötig.

Grenze aller drei Fotos: Sie zeigen jeweils einen Bildausschnitt und einen Moment. Sie sind keine vollständige Beschreibung eines politischen Vorgangs.


Dein Faktencheck in fünf Schritten

  1. Behauptung markieren: Welcher Satz soll bewiesen werden? Trenne die Zahl, den Ort und das Datum.
  2. Quelle suchen: Öffne die Commons-Dateiseite. Notiere Fotograf oder Urheber und die angegebene Herkunft.
  3. Zeit prüfen: Vergleiche Aufnahmedatum, erste bekannte Veröffentlichung und Datum der Behauptung.
  4. Kontext ergänzen: Prüfe Gesamtansicht, andere Aufnahmen und möglichst eine unabhängige Quelle.
  5. Urteil schreiben: Sage genau, was die Belege zeigen und was unklar bleibt. Teile die Behauptung nicht ungeprüft.

Drei Arten von Aussagen: Eine Tatsachenbehauptung ist prüfbar („Aufnahme vom 9. August 2019“). Eine Meinung drückt eine Haltung aus („Ich finde die Kundgebung gut“). Ein Werturteil bewertet anhand eines Maßstabs („Die Darstellung ist unfair, weil sie Ort und Datum verschweigt“). Begründe Dein Urteil, statt anderen eine politische Meinung vorzuschreiben.


Fö-, G-, M- und E-Zugänge

Fö – kurze Schritte in einfacher Sprache: Sieh Bild A und die Lupe. Schritt 1: Suche den Namen des Ortes. Schritt 2: Suche das Datum. Schritt 3: Vergleiche mit Miras Post. Schritt 4: Kreuze an: „Bild beweist den Post“ oder „Bild beweist den Post nicht“. Satzhilfe: „Das Foto ist von ..., der Post spricht von ... . Deshalb ... .“

Fö-Rückmeldung Schritt für Schritt: 1. Der Ort heißt Invalidenpark. 2. Das Aufnahmedatum ist der 9. August 2019. 3. Der erfundene Post behauptet ein Ereignis vom 4. Mai 2026 vor dem Reichstag. 4. Richtig ist: Das Foto beweist den Post nicht. Wenn Dir ein Schritt schwerfällt, lies die Bildbeschreibung noch einmal.

G – gestützte Auswertung: Trage zu A und B jeweils Urheber, Ort, Datum und eine Grenze der Aussagekraft in eine Tabelle ein. Satzhilfe: „Die Dateiseite nennt ... . Daraus folgt ... , aber nicht ... .“

G-Rückmeldung: A: bennobild, Invalidenpark, 09.08.2019. B: Geoprofi Lars, Reichstag, 29.08.2020. Keine der Quellen belegt die im erfundenen Post genannte Zahl und das Datum.

M – begründete Analyse: Zerlege Miras Aussage in die Teilbehauptungen Zeit, Ort und Anzahl. Ordne jeder Teilbehauptung Beleg, Gegenbeleg oder fehlenden Beleg zu. Erkläre, warum „nicht belegt“ nicht automatisch „das Ereignis fand nie statt“ bedeutet.

M-Rückmeldung: Das verwendete Foto widerspricht dem behaupteten Zeitpunkt und Ort als Bildnachweis. Die Zahl 50.000 lässt sich daraus nicht bestimmen. Ob das behauptete Ereignis überhaupt stattfand, muss unabhängig recherchiert werden.

E – kriterienorientierter Transfer: Prüfe die Behauptung zu Bild C: „Dieses Bild beweist, dass im Bundestag nie gearbeitet wird.“ Formuliere zwei mögliche Deutungen, überprüfe ihre Grenzen und nenne zwei zusätzliche Belege, die Du verlangen würdest.

E-Rückmeldung: Das Foto ist eine Momentaufnahme. Eine pauschale Aussage über „nie“ ist damit nicht belegbar. Hilfreich wären datierte Sitzungsunterlagen und weitere überprüfbare Berichte; auch diese benötigen Kontext.


Zwei belegte Prüf-Perspektiven

Perspektive A – technische Bildprüfung: Die Deutsche Welle erklärt in ihrem Video, wie man nach möglichen Bildmanipulationen sucht. Sichtbare Auffälligkeiten und digitale Hilfen können Hinweise liefern. Grenze: Ein unverändertes Originalfoto kann trotzdem mit einer falschen Überschrift verbreitet werden.

Perspektive B – Herkunft und Kontext: CORRECTIV empfiehlt bei Fotos unter anderem Bilder-Rückwärtssuche, Ursprungsdatum, Quellenvergleich und Prüfung des Umfelds. Grenze: Treffer können fehlen; frühe Uploads oder Metadaten sind allein keine Garantie für die Wahrheit einer Bildunterschrift.

Vergleich: Beide Zugänge ergänzen sich. A fragt besonders nach Bearbeitung, B nach Zuordnung. Eine politische Bildbehauptung ist erst dann gut begründet, wenn Bild, Zeitpunkt, Ort und Aussage zusammenpassen. CORRECTIV: FAQ | DW: Faktencheck zu Bildern


Demokratie und Grenzen der Diskussion

Nach Artikel 5 GG ist die Meinungsäußerung in Wort, Schrift und Bild geschützt; das Grundrecht hat gesetzliche Schranken. Artikel 1 GG schützt die Menschenwürde. Politische Streitfragen werden offen diskutiert. Aber prüfbare Falschangaben sind nicht bloß eine zweite „Meinung“. Du bewertest Belege und Begründungen, nicht die politische Haltung Deiner Mitschülerinnen und Mitschüler. Das entspricht dem Beutelsbacher Konsens mit Überwältigungsverbot und Kontroversität.


Videos: Sehen oder Textalternative lesen

DW Deutsch, 21.05.2022: „Faktencheck: Wie erkenne ich manipulierte Bilder?“

Textalternative zum Lernziel: Um ein Bild zu prüfen, suche nach Herkunft, älteren Veröffentlichungen und möglichen Veränderungen. Ein auffälliges Bild ist noch kein Beweis für eine Fälschung. Prüfe die Behauptung immer zusätzlich anhand weiterer Quellen.

DW Deutsch, 18.06.2022: „Video Faktencheck: Wie erkenne ich Fake News?“

Textalternative zum Lernziel: Frage, wer eine Nachricht verbreitet, welche Fakten sie nennt und ob andere verlässliche Quellen diese bestätigen. Reißerische Sätze sind ein Anlass zum Prüfen, aber kein Beweis für Unwahrheit. Die Textalternativen sind keine wörtlichen Videotranskripte. Die Übungen funktionieren ohne Abspielen der Videos.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was prüfst Du auf der Commons-Dateiseite zuerst? (Die Angaben zu Urheber und Herkunft) (!Die Zahl der Likes) (!Die Farbe des Seitenhintergrunds) (!Die Länge der Kommentare)



Rückmeldung: Urheber und Herkunft helfen, den Weg zum Original nachzuvollziehen.


Wann entstand Material A laut Dateiseite? (Am 9. August 2019) (!Am 4. Mai 2026) (!Am 29. August 2020) (!Am 24. Juni 2023)



Rückmeldung: Der 9. August 2019 ist als Aufnahmezeit angegeben.


Wo entstand Material A laut Beschreibung? (Im Berliner Invalidenpark) (!Im Bundestagsplenum) (!In Köln) (!Vor dem Reichstag)



Rückmeldung: Die Commons-Beschreibung nennt den Invalidenpark.


Was lässt sich mit Bild A über Miras erfundenen Post sagen? (Das Bild belegt den behaupteten Tag nicht) (!Die genannte Zahl ist bewiesen) (!Die Versammlung von 2026 ist vollständig widerlegt) (!Das Foto stammt eindeutig aus dem Jahr 2026)



Rückmeldung: Das Bild ist von 2019. Über ein anderes Ereignis von 2026 sagt es allein nichts aus.


Was kann ein enger Bildausschnitt verbergen? (Wichtigen Kontext außerhalb des Bildrands) (!Das immer richtige Aufnahmedatum) (!Die Identität aller Anwesenden) (!Jede frühere Veröffentlichung)



Rückmeldung: Auch ein echtes Bild kann durch fehlendes Umfeld irreführen.


Was zeigt ein älterer Treffer bei einer Bilder-Rückwärtssuche sicher? (Dass eine ähnliche Aufnahme schon früher im Netz war) (!Dass alle Bildunterschriften stimmen) (!Dass das Bild nicht verändert wurde) (!Dass der erste Treffer das Original ist)



Rückmeldung: Ein Treffer ist eine Spur, kein abschließender Beweis.


Wie behandelst Du Bildmetadaten? (Als prüfbare Hinweise) (!Als unfehlbaren Wahrheitsbeweis) (!Als immer erfundene Angaben) (!Als Ersatz für Quellenvergleich)



Rückmeldung: Metadaten können fehlen oder geändert worden sein.


Welche Aussage ist eine Meinung? (Ich finde die Kundgebung beeindruckend) (!Das Foto ist auf den 9. August 2019 datiert) (!Die Dateiseite nennt bennobild) (!Die Aufnahme zeigt den Invalidenpark)



Rückmeldung: „Ich finde“ drückt hier eine persönliche Bewertung aus.


Was hilft gegen einen falschen Bildkontext? (Eine zweite unabhängige Quelle prüfen) (!Nur die Überschrift wiederholen) (!Die Zahl der Teilungen zählen) (!Ein Bild ohne Quelle weiterleiten)



Rückmeldung: Mehrere unabhängig belegte Angaben erhöhen die Nachprüfbarkeit.


Welches Urteil ist bei fehlenden Belegen sachgerecht? (Die Behauptung ist noch ungeklärt) (!Die Behauptung ist sicher wahr) (!Die Behauptung ist immer gelogen) (!Die Meinung des Urhebers entscheidet)



Rückmeldung: Fehlende Belege erlauben kein sicheres Wahr-oder-Falsch-Urteil.



Memory

Auftrag: Finde zu jedem Fachwort die passende Prüffrage.

Bildherkunft Wer hat das Foto gemacht?
Aufnahmedatum Wann entstand die Aufnahme?
Aufnahmeort Wo stand die Kamera?
Bildausschnitt Was ist außerhalb des Bildrands?
Bildunterschrift Was wird über das Foto behauptet?
Gegenquelle Wer bestätigt die Angaben unabhängig?




Rückmeldung: Vergleiche jeweils das Fachwort mit dem passenden Nachweis. Eine fehlende Antwort bedeutet: weiterprüfen.


Drag and Drop

Auftrag: Ordne jedem Prüfziel die passende Handlung zu.

Ordne die richtigen Begriffe zu. Handlung
Herkunft Urheber und Dateiseite suchen
Zeitbezug Aufnahmedatum vergleichen
Bildausschnitt Vollständige Aufnahme ansehen
Kontext Ort und Anlass recherchieren
Urteil Beleg und Unsicherheit benennen




Rückmeldung: Eine gute Prüfung verbindet alle fünf Handlungen. Ein einzelner Treffer reicht oft nicht.


Kreuzworträtsel

URHEBER Wie heißt die Person, die ein Bild geschaffen hat?
DATUM Welche Angabe ordnet die Aufnahme zeitlich ein?
KONTEXT Wie heißt der Zusammenhang eines Fotos?
AUSSCHNITT Wie heißt der sichtbare Teil eines größeren Motivs?
QUELLE Wie heißt die überprüfbare Herkunft einer Information?
LIZENZ Welche Regelung bestimmt erlaubte Weiternutzung?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Ein Foto hat einen

.
Die ursprüngliche Dateiseite hilft bei der Prüfung der

.
Der Zeitpunkt der Aufnahme heißt

.
Ein späteres Hochladen ändert nicht automatisch das

.
Material A zeigt eine Kundgebung im Berliner

.
Material B zeigt das Gebäude des

.
Ein kleiner sichtbarer Teil heißt

.
Der fehlende Zusammenhang heißt

.
Eine Suche nach älteren Bildverwendungen heißt

.
Datei-Metadaten liefern nur

.
Eine persönliche Haltung nennt man

.
Bei zu wenigen Belegen lautet das Urteil oft

.


Rückmeldung: Lies bei einer falschen Lücke den Satz im Lerntext nach. Entscheidend sind Bedeutung und Zusammenhang, nicht die politische Haltung.


Offene Aufgaben

Bewertungskriterien für alle Aufgaben: Korrekte Quellenangabe, saubere Trennung von Beobachtung und Behauptung, Bezug zu Ort und Datum, begründetes Urteil und klare Benennung offener Fragen. Nutze ausschließlich die vorhandenen Materialien; keine eigenen Medienproduktionen und keine privaten Informationen.


Leicht

  1. Bildbeschreibung (Fö): Schreibe drei kurze Sätze zu Bild A: „Ich sehe ... . Die Quelle nennt ... . Offen bleibt ... .“
  2. Quellenkritik (Fö): Markiere im erfundenen Post die Wörter für Ort, Datum und Zahl. Schreibe „belegt“ oder „nicht belegt“ daneben.
  3. Aufnahmedatum (Fö/G): Ordne A, B und C anhand der Dateiseiten zeitlich ein. Erkläre die Reihenfolge mit einem Satz.
  4. Bildunterschrift (G): Schreibe eine neutrale, quellengetreue Bildunterschrift zu Material A.


Standard

  1. Bilderrückwärtssuche (G): Erkläre in fünf Schritten, wie Du eine ältere Veröffentlichung finden würdest, ohne eigene Daten hochzuladen.
  2. Kontext (G): Vergleiche Material A und B nach Motiv, Ort, Datum und Aussagegrenzen in einer Tabelle.
  3. Faktencheck (M): Schreibe ein kurzes Prüfprotokoll zur fiktiven Behauptung mit Belegen und offenen Fragen.
  4. Medienkritik (M): Formuliere zwei unterschiedliche Deutungen zu Material C und prüfe sie an den verfügbaren Angaben.


Schwer

  1. Argumentation (M/E): Vergleiche den Schwerpunkt der DW-Bildprüfung mit dem CORRECTIV-Kontextcheck. Begründe, warum beide nötig sind.
  2. Politisches Urteil (E): Entscheide anhand transparenter Kriterien, ob Du Miras Beitrag als Bildbeleg teilen würdest, und begründe Deine Entscheidung.
  3. Wissenschaftliche Quellenkritik (E): Entwickle ein Prüfschema mit den Feldern Behauptung, Beleg, Gegenbeleg, Unsicherheit und nächster Schritt.
  4. Meinungsfreiheit (E): Diskutiere zwei begründete Ansichten: „Bilder sollen schnell geteilt werden können“ und „Unklare Bildbelege sollen zunächst geprüft werden“. Beachte Grundrechte und unterscheide Wertung von Tatsachenfrage.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transfer: Begründe, warum ein echtes Foto eine falsche Aussage über einen anderen Tag begleiten kann.
  2. Quellenvergleich: Erkläre an A und B, weshalb die Ortsangabe „Berlin“ keine Gleichsetzung der Motive erlaubt.
  3. Argumentationsprüfung: Prüfe „Auf dem Foto sieht man viele Menschen, also waren es 50.000“. Benenne den Denkfehler.
  4. Urteilsbildung: Schreibe ein differenziertes Urteil über Miras fiktiven Post und trenne Widerlegtes von Ungeklärtem.
  5. Demokratiebildung: Erkläre, warum die Überprüfung von Tatsachenbehauptungen mit kontroversen politischen Meinungen vereinbar ist.
  6. Methodenkritik: Zeige eine Grenze der Bilder-Rückwärtssuche und benenne eine andere passende Prüfmethode.


Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis gibst Du einen kurzen Text ab: die geprüfte Behauptung, die Dateiangaben eines Commons-Bildes, einen zweiten unabhängigen Prüfweg, Deine Gegenüberstellung von Tatsache und Meinung, ein begründetes Urteil und mindestens eine ausdrücklich offene Frage.

Transparente Kriterien (je 0 bis 2 Punkte): (1) Herkunft richtig belegt, (2) Zeit und Ort richtig zugeordnet, (3) Aussagegrenzen erkannt, (4) Gegenquelle sinnvoll genutzt, (5) Urteil nachvollziehbar begründet. 10 Punkte insgesamt. Bei Fö reichen Satzbausteine; bewertet werden dieselben Inhalte mit sprachlicher Unterstützung. Verschiedene politische Werturteile sind möglich, sofern die Begründung und die Grundrechte beachtet werden.


Quellen, Mediennachweise und Rechte

Prüfstand: 17. Oktober 2026. Alle folgenden Abbildungen sind bestehende Wikimedia-Commons-Dateien. Sie werden hier unverändert eingebunden; ein neuer Bildausschnitt wird nicht hergestellt. Die Urheberangaben und Lizenzen wurden jeweils auf der konkreten Dateiseite geprüft. Frei auffindbar ist nicht automatisch lizenzfrei. Bei CC BY-SA sind Urheber, Datei/Quelle, Lizenzlink und Bearbeitungshinweis erforderlich; bei CC0 nicht zwingend, hier aber zur Transparenz genannt.

Datei und konkrete Quellenseite Urheber / Ausgangsquelle Lizenz und Namensnennung
Magnifying glass 01.svg AbiClipart; Open Clip Art Library CC0 1.0; freiwillig „AbiClipart / Wikimedia Commons“; unverändert
Calendar-icon.svg RainKi; Eigenes Werk CC0 1.0; freiwillig „RainKi / Wikimedia Commons“; unverändert
Image Crop Icon.svg OCAL; Open Clip Art Library CC0 1.0; freiwillig „OCAL / Wikimedia Commons“; unverändert
Fridays for Future in Berlin (48525876897).jpg bennobild; Flickr-Original; Aufnahme 09.08.2019 CC BY-SA 2.0; Namensnennung „bennobild“, Quellen- und Lizenzlink; unverändert
2020-08-29 Reichstag Berlin.jpg Geoprofi Lars; eigenes Foto, 29.08.2020 CC BY-SA 4.0; Namensnennung „Geoprofi Lars“, Quellen- und Lizenzlink; unverändert
Bundestag Plenarsaal 24.06.2023 1.jpg Chaddy; eigenes Foto, 24.06.2023 CC BY-SA 4.0; Namensnennung „Chaddy“, Quellen- und Lizenzlink; unverändert

Fachlich geprüfte Quellen: CORRECTIV.Faktencheck: FAQ und Bildprüfung, CORRECTIV: Bewertungsskala, Stand 01.10.2024, bpb: Beutelsbacher Konsens, Grundgesetz Art. 1 und Grundgesetz Art. 5 (offizielle Gesetzestexte). DW-Video Bildprüfung, 21.05.2022, DW-Video Fake News, 18.06.2022. Keine der Quellen ist ein automatischer Wahrheitsbeweis: Angaben können korrigiert werden und müssen zum geprüften Einzelfall passen.


OERs zum Thema

Wikipedia: Desinformation | CORRECTIV: Recherchetipps | bpb: Politische Bildung


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