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Diskuswerfer - Kunst

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Diskuswerfer - Kunst

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Diskuswerfer - Kunst

Kunstwerk: Diskuswerfer (Diskobolos) – nach einem verlorenen griechischen Vorbild, traditionell Myron zugeschrieben.

Epoche: Antike, griechische Klassik

Datierung: Griechisches Vorbild etwa 460–450 v. Chr.; erhaltene römische Kopien entstanden später.

Kunstform: Skulptur, Plastik

Zielgruppe: Klasse 7–13, drei Niveaustufen G, M und E

Leitfrage: Welcher Augenblick der Bewegung wird festgehalten?

Diskobolos Lancellotti: römische Marmorkopie, ungefähr 2. Jahrhundert n. Chr., Museo Nazionale Romano, Palazzo Massimo alle Terme, Rom. Foto: Marie-Lan Nguyen, gemeinfrei. Nicht das verlorene griechische Original.

Zurück zur Präsentation Kunst-Welt

Lernpaket: 100 Kunstwerke - Eine Reise durch die Kunst


Einleitung

Stell Dir einen Sportler vor, der eine schwere Scheibe werfen möchte. Er dreht seinen Oberkörper, holt mit dem Arm aus und spannt seine Muskeln an.

Genau diesen Augenblick zeigt der Diskuswerfer. Obwohl die Statue unbeweglich ist, wirkt sie, als könne der Athlet jeden Moment weiterwerfen.

Das Werk wird dem griechischen Bildhauer Myron zugeschrieben. Sein Bronzeoriginal aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. ist verloren. Was wir heute sehen, sind spätere römische Kopien und Nachbildungen.

Dein Einstieg:

  1. Bildbetrachtung: Wohin zeigt die Hand mit dem Diskus?
  2. Bewegung: Welche Körperteile sind gedreht oder gebeugt?
  3. Wirkung: Wirkt der Sportler ruhig, angespannt oder bereits mitten im Wurf?


Drei Wege zur Kunstbetrachtung

Niveau Dein Lernziel
G – Grundlagen Du beschreibst, was Du tatsächlich siehst, und erkennst den dargestellten Bewegungsmoment.
M – Mittleres Niveau Du erklärst, wie Körperhaltung, Material und Komposition die Wirkung erzeugen.
E – Erweitertes Niveau Du untersuchst den Gegensatz zwischen Bewegung und Stillstand und bewertest die Aussagekraft verschiedener Kopien.

Du kannst unabhängig von Deiner Klassenstufe mit einem leichteren oder anspruchsvolleren Niveau arbeiten.


Das Kunstwerk verstehen


Beobachtung: Was siehst Du?

Weitere Aufnahme der römischen Marmorkopie Diskobolos Lancellotti. Foto: Miguel Hermoso Cuesta, CC BY-SA 3.0.

Sichtbare Merkmale:

  1. Körperhaltung: Der unbekleidete Athlet hat seinen Oberkörper nach vorne geneigt und gedreht.
  2. Arme: Ein Arm hält den Diskus weit hinten; der andere befindet sich vor dem gebeugten Körper.
  3. Beine: Ein Bein trägt einen großen Teil des Gewichts; das andere unterstützt das Gleichgewicht.
  4. Kopf: Bei der Lancellotti-Kopie ist er in Richtung des zurückgeführten Diskus gedreht.
  5. Muskulatur: Arme, Brust und Bauch sind deutlich modelliert.

Beobachtung oder Deutung?

„Der Arm ist nach hinten geführt“ ist eine Beobachtung.

„Der Athlet sammelt Kraft für einen Wurf“ ist eine begründete Deutung.


Material und Technik

Kleine römische Bronzewiedergabe nach dem Diskobolos-Typus, ungefähr 2. Jahrhundert n. Chr., Glyptothek München. Foto: MatthiasKabel, CC BY 2.5. Kein griechisches Original.

Das verlorene griechische Vorbild war nach kunsthistorischer Rekonstruktion eine Bronzestatue. In der griechischen Antike wurden Bronzeskulpturen unter anderem im Wachsausschmelzverfahren gegossen.

Viele größere römische Kopien bestehen dagegen aus Marmor. Marmor wird mit Werkzeugen bearbeitet und bildet ein dreidimensionales Volumen. Ausladende Teile benötigen bei Marmorfiguren häufig zusätzliche Stützen.

Die kleine Bronzewiedergabe aus München zeigt, dass das Motiv auch in einem anderen Maßstab überliefert wurde.

Merke: Eine bronzene Kopie ist nicht automatisch das ursprüngliche Bronzeoriginal.


Komposition: Bewegung in festen Formen

Detailansicht der Lancellotti-Kopie: gedrehter Oberkörper, Schulterbereich und Kopf. Foto: Livioandronico2013, CC BY-SA 4.0. Die Aufnahme zeigt einen Ausschnitt, nicht die gesamte Statue.

Die Komposition beschreibt, wie Formen zu einem Ganzen angeordnet sind.

Beim Diskuswerfer fällt besonders die Drehung des Körpers auf. Schultern, Hüfte und Gliedmaßen bilden unterschiedliche Richtungen. Die Körperform wirkt gespannt, bleibt aber als Gesamtfigur ausgewogen.

Fachbegriffe:

  1. Torsion: Verdrehung des Körpers.
  2. Dynamik: Eindruck von Bewegung und Kraft.
  3. Proportion: Größenverhältnis der Körperteile.
  4. Idealfigur: Künstlerisch gestaltete Vorstellung eines harmonischen Körpers.

Vertiefung für die Oberstufe: Untersuche, ob die ruhige Mimik und die extreme Drehung des Körpers einen Gegensatz bilden. Begründe, welche Vorstellung von Schönheit und Körperbeherrschung dadurch entstehen könnte.


Der entscheidende Augenblick

Welcher Moment ist dargestellt?

Der Diskus befindet sich noch in der Hand. Der Wurf ist also noch nicht abgeschlossen.

Die Haltung lässt sich als stark gespannter Augenblick vor der Freigabe des Diskus verstehen.

Das ist die zentrale Wirkung des Kunstwerks: Eine unbewegliche Skulptur stellt eine Bewegung dar, die unmittelbar weitergehen könnte.

Wichtig: Die Statue ist kein fotografisch genauer Nachweis einer historischen Wurftechnik. Ob die Haltung einem wirklichen Bewegungsablauf vollständig entspricht, ist umstritten.


Original, Kopie und Restaurierung


Gesicherte Fakten und offene Fragen

Aussage Einordnung
Es existieren römische Nachbildungen des Diskuswerfers. Gesichert
Das griechische Bronzeoriginal ist nicht erhalten. Gesichert
Der Entwurf wird Myron zugeschrieben. Traditionelle kunsthistorische Zuschreibung auf Grundlage antiker Texte und späterer Kopien.
Das griechische Vorbild entstand etwa 450 v. Chr. Ungefähre Datierung; die Literatur nennt auch den Zeitraum 460–450 v. Chr.
Alle Kopien zeigen den ursprünglichen Entwurf genau. Nicht gesichert; Kopien können voneinander abweichen und später verändert worden sein.
Die Figur verkörpert ein Ideal kontrollierter Kraft. Begründete kunsthistorische Deutung

Quellen: Discobolus – Wikipedia, British Museum – Townley Diskobolos und Smarthistory – Werkanalyse.


Zwei römische Überlieferungen vergleichen

Links eine unvollständige antike Statue, rechts die weitgehend erhaltene Lancellotti-Kopie. Beide sind römische Arbeiten nach dem griechischen Vorbild. Foto: Carole Raddato, CC BY-SA 2.0.

Ein beschädigtes Werk kann trotzdem wichtige Informationen liefern. Vergleiche, welche Körperteile erhalten und welche verloren sind. Welche ursprünglichen Formen lassen sich noch erkennen?


Der Townley-Diskobolos

Townley-Diskobolos, römische Marmorkopie, 2. Jahrhundert n. Chr., British Museum, London. Foto: RickyBennison, CC0.

Detail des Kopfes am Townley-Diskobolos. Foto: RickyBennison, CC0.

Der Townley-Diskobolos besitzt einen Kopf, der bei einer späteren Restaurierung in einer falschen Richtung angesetzt wurde. Er blickt stärker nach unten, anders als die Lancellotti-Figur.

Das British Museum dokumentiert außerdem zahlreiche Ergänzungen an Armen, Händen, Gesicht und anderen Körperteilen.

Leitfrage: Wie verändert ein falsch angesetzter Kopf die Wirkung einer Bewegung?

Rückansicht der Townley-Kopie, Foto: RickyBennison, CC0. Diese Perspektive verdeutlicht den dreidimensionalen Aufbau der Figur.

E-Niveau: Eine Fotografie zeigt immer nur eine ausgewählte Perspektive. Begründe, warum eine Skulptur möglichst aus mehreren Blickrichtungen untersucht werden sollte.


Interaktive Bildbetrachtung

So funktioniert die Untersuchung: Betrachte jeweils das Bild, formuliere eine eigene Antwort und öffne anschließend die Erklärung. Bei aktivierter Einklappfunktion kannst Du die Hinweise ein- und ausblenden.


Bildstation A: Haltung und Gleichgewicht

Frage: Welche Körperteile sorgen für den Eindruck von Spannung?

Erklärung anzeigen

Der zurückgeführte Wurfarm, die Drehung des Oberkörpers und die unterschiedlichen Beinstellungen erzeugen Bewegungsspannung. Beschreibe zunächst diese sichtbaren Formen, bevor Du eine Absicht des Künstlers deutest.


Bildstation B: Mimik und Körper

Frage: Passt der Gesichtsausdruck zur Anstrengung der Körperhaltung?

Erklärung anzeigen

Die Mimik wirkt vergleichsweise ruhig, während die Körperhaltung sehr gespannt erscheint. Daraus lässt sich eine mögliche Verbindung von körperlicher Kraft und kontrollierter Ruhe ableiten. Das ist eine Deutung, keine beweisbare persönliche Absicht des Künstlers.


Bildstation C: Kopien erkennen

Frage: Vergleiche die Richtung der Köpfe. Welche Unterschiede erkennst Du?

Erklärung anzeigen

Der Kopf der Lancellotti-Kopie ist zum Diskus zurückgedreht. Beim Townley-Diskobolos wurde der Kopf später in einer abweichenden Richtung angesetzt. Die beiden Fotografien zeigen außerdem unterschiedliche römische Marmorfiguren. Eine einzelne Fotografie allein reicht nicht aus, um die ursprüngliche Kopfhaltung sicher zu rekonstruieren.


Bewegung untersuchen: Film, Animation und 3D


Animation: Eine Wurfbewegung

Animierte historische Bewegungsstudie nach Eadweard Muybridge, GIF-Bearbeitung: Jorgebarrios beziehungsweise Commons-Dateiversion, Public Domain Mark 1.0. Keine Aufnahme des antiken Kunstwerks.

Beobachtungsaufgabe: Stoppe gedanklich die Animation in verschiedenen Augenblicken. Wann ähnelt die Körperhaltung dem Diskuswerfer? Wann unterscheidet sie sich?

Diese Animation ist ein historischer Bewegungsvergleich, keine Rekonstruktion der antiken Statue.


Historische Filmaufnahme von 1900

Datei:Lancement du disque par l'athlète americain McCraken (1900).webm

Historische Aufnahme eines Diskuswurfs von Josiah McCracken, 1900; Étienne-Jules Marey und Charles Comte. Quelle: Cinémathèque française über Wikimedia Commons; als gemeinfrei gekennzeichnet.

Frage: Welche Phase einer wirklichen Bewegung kommt der Haltung der Statue am nächsten?


Moderner Diskuswurf

Datei:Lanzamiento de disco.webm

Spanischsprachiges Lehrvideo zur Diskuswurftechnik, Projekt der Universität des Baskenlandes; Commons: ProyectoFandom, CC BY-SA 4.0. Mit Tonspur. Moderner Sport, keine Rekonstruktion antiker Regeln.

Vergleiche den heutigen Bewegungsablauf mit der Haltung der Skulptur. Achte auf Drehung, Armführung und Zeitpunkt des Loslassens.


Audio: Fachwort hören

Diskuswurf

Ausspracheaufnahme des deutschen Wortes „Diskuswurf“, Jeuwre, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons. Es handelt sich nicht um einen Audiokommentar zum Kunstwerk.


Video: Kunsthistorische Erklärung

Smarthistory – Myron, Discobolus (Discus Thrower)

Englischsprachiges kunsthistorisches Video von Beth Harris und Steven Zucker, veröffentlicht durch Smarthistory.

Achte auf die Begriffe balance, movement und idealized body.

Direktlink: Video auf YouTube öffnen


Video: Antike und moderne Sporttechnik vergleichen

Olympic Games – Discus throw then & now

Video des offiziellen Olympic-Games-Kanals über historische und neuere olympische Diskuswurftechnik. Es behandelt den Sport, nicht unmittelbar Myrons Statue.

Aufgabe: Begründe, weshalb eine ideale Künstlerfigur nicht dieselben Ziele verfolgen muss wie ein Athlet im Wettkampf.

Direktlink: Video auf YouTube öffnen


Freies 3D-Modell

3D-Modell des Diskuswerfers auf Wikimedia Commons

Dieses vom Statens Museum for Kunst bereitgestellte Modell zeigt einen digitalisierten Abguss beziehungsweise eine Nachbildung, nicht das verlorene griechische Original. Die Datei ist unter CC0 freigegeben.

Aufgabe: Untersuche verschiedene Blickwinkel. Prüfe, ob die Figur von jeder Seite gleich dynamisch wirkt.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Beantworte die zehn Fragen. Die erklärenden Rückmeldungen kannst Du nach jeder Antwort aufklappen.

1. Aus welcher Kunstepoche stammt das griechische Vorbild des Diskuswerfers? (Antike) (!Mittelalter) (!Barock) (!Romantik)



Feedback anzeigen

Das Vorbild gehört zur griechischen Antike, genauer zur klassischen griechischen Skulptur des 5. Jahrhunderts v. Chr.


2. Welchem Bildhauer wird der griechische Entwurf traditionell zugeschrieben? (Myron) (!Michelangelo) (!Phidias) (!Rodin)



Feedback anzeigen

Die traditionelle Zuschreibung lautet Myron. Sie beruht auf antiker Überlieferung und der Zuordnung späterer Kopien, nicht auf einer erhaltenen Signatur des Bronzeoriginals.


3. Aus welchem Material bestand das verlorene griechische Vorbild nach der kunsthistorischen Überlieferung? (Bronze) (!Glas) (!Beton) (!Porzellan)



Feedback anzeigen

Als Material des griechischen Vorbilds gilt Bronze. Zahlreiche große römische Kopien wurden dagegen in Marmor gearbeitet.


4. Was ist mit dem griechischen Bronzeoriginal geschehen? (Es ist nicht erhalten) (!Es steht vollständig in München) (!Es befindet sich im British Museum) (!Es wurde erst im Mittelalter hergestellt)



Feedback anzeigen

Das griechische Bronzeoriginal ist verloren. Die heute bekannten Statuen sind spätere Überlieferungen und Kopien.


5. Welcher Bewegungsaugenblick wird dargestellt? (Die gespannte Vorbereitung unmittelbar vor dem Wurf) (!Der Flug des losgelassenen Diskus) (!Die Siegerehrung nach dem Wettkampf) (!Die Ruhepause nach dem Sport)



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Der Diskus liegt noch in der Hand. Die Haltung zeigt eine starke Körperspannung vor der Freigabe der Scheibe.


6. Was bedeutet Torsion in der Beschreibung einer Figur? (Verdrehung des Körpers) (!Bemalung der Oberfläche) (!Abmessung der Statue) (!Zerstörung des Sockels)



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Torsion ist eine Körperverdrehung. Beim Diskuswerfer trägt sie wesentlich zum Eindruck von Bewegung bei.


7. Welche Beobachtung lässt sich an der Lancellotti-Figur machen? (Der Kopf ist zum zurückgeführten Diskus gedreht) (!Die Figur trägt einen Helm) (!Beide Arme hängen senkrecht nach unten) (!Der Diskus liegt bereits auf dem Boden)



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Die Kopfwendung gehört zu den wichtigen Merkmalen der Lancellotti-Kopie. Sie unterscheidet sich von der später veränderten Kopfhaltung des Townley-Diskobolos.


8. Welche Aussage über den Townley-Diskobolos trifft zu? (Sein Kopf wurde bei einer Restaurierung falsch angesetzt) (!Er ist das erhaltene griechische Bronzeoriginal) (!Er besteht vollständig aus Holz) (!Er wurde von Myron persönlich signiert)



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Die falsche Ausrichtung des Kopfes ist vom British Museum dokumentiert. Der Fall zeigt, warum spätere Restaurierungen kritisch untersucht werden müssen.


9. Welche Aussage ist eine begründete Deutung statt einer unmittelbaren Beobachtung? (Die Haltung symbolisiert kontrollierte Kraft) (!Ein Arm hält eine runde Scheibe) (!Der Oberkörper ist gedreht) (!Ein Bein ist gebeugt)



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Kontrollierte Kraft ist eine Interpretation der Wirkung. Die anderen Aussagen beschreiben direkt sichtbare Formen.


10. Warum ist der Vergleich mehrerer Kopien wichtig? (Er hilft Unterschiede und spätere Veränderungen zu erkennen) (!Er beweist die genaue ursprüngliche Farbe) (!Er ersetzt jede historische Quellenprüfung) (!Er zeigt die genaue Wurfweite des Athleten)



Feedback anzeigen

Mehrere Kopien ermöglichen den Vergleich von Haltung, Ergänzungen und fehlenden Teilen. Sie liefern aber keine vollständige Gewissheit über jedes Detail des verlorenen Originals.



Memory

Finde die zusammengehörenden Begriffe und Erklärungen.

Myron Traditionelle Zuschreibung des griechischen Entwurfs
Bronze Überlieferter Werkstoff des verlorenen Vorbilds
Marmor Material vieler römischer Großkopien
Torsion Verdrehung des Körpers
Lancellotti Bekannte antike Kopie in Rom
Townley Römische Statue mit falsch restaurierter Kopfhaltung





Drag and Drop

Ordne die Begriffe richtig zu.

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Diskus Wurfgerät
Rückschwung Vorbereitung der Abwurfbewegung
Proportion Größenverhältnis der Körperteile
Restaurierung Spätere Ergänzung eines beschädigten Werkes
Dynamik Eindruck von Bewegung und Energie





Kreuzworträtsel

MYRON Welchem griechischen Bildhauer wird der Diskuswerfer traditionell zugeschrieben?
BRONZE Aus welchem Metall bestand das verlorene griechische Vorbild?
MARMOR Aus welchem Gestein bestehen zahlreiche größere römische Kopien?
ANTIKE Zu welcher historischen Epoche gehört der griechische Entwurf?
TORSION Wie heißt die Verdrehung des Körpers in der Kunstbeschreibung?
DISKUS Welches Sportgerät hält die dargestellte Figur?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Der Diskuswerfer gehört zur griechischen

.
Der Entwurf wird traditionell dem Bildhauer

zugeschrieben.
Das verlorene Vorbild bestand aus

.
Viele erhaltene römische Großkopien wurden aus

hergestellt.
Die Verdrehung des Oberkörpers heißt

.
Die Figur hält einen

.
Der dargestellte Wurf ist noch nicht

.
Bei der Townley-Kopie wurde die Kopfhaltung später falsch

.
Die Lancellotti-Kopie befindet sich heute in

.
Die Vorstellung von harmonischen Körperverhältnissen betrifft die

.




Offene Aufgaben

Drei Niveaustufen: G, M und E. Bearbeite zunächst die Kernaufgabe Deiner Stufe. Die weiteren Aufgaben bieten Wahlmöglichkeiten und Vertiefung.


G – Grundlagen (leicht)

  1. Bildbeschreibung – Kernaufgabe G: Beschreibe die Figur in fünf bis acht einfachen Sätzen. Nutze die Wörter Arm, Kopf, Bein, Diskus und Drehung.
  2. Zeichnung: Zeichne die Umrisse des Diskuswerfers ab und kennzeichne drei Körperteile, die die Bewegung zeigen.
  3. Standbild: Stelle die Körperhaltung vorsichtig ohne Sportgerät nach. Beschreibe, welche Körperteile angespannt sind.
  4. Bildvergleich: Suche auf dieser Seite zwei Ansichten des Diskuswerfers. Nenne drei Gemeinsamkeiten oder Unterschiede.


Mittleres Niveau (Standard)

  1. Werkanalyse – Kernaufgabe M: Verfasse eine kurze Analyse mit den Abschnitten Beobachtung, historische Fakten und Deutung. Erkläre, wie die Komposition Bewegung ausdrückt.
  2. Fotografie: Fotografiere eine freiwillige Person in einer ungefährlichen Bewegungspose und vergleiche die Linien des Körpers mit der antiken Statue.
  3. Materialvergleich: Vergleiche die kleine Bronzewiedergabe mit einer römischen Marmorkopie. Erkläre, was Maßstab und Material für die Wirkung bedeuten.
  4. Bildpräsentation: Gestalte drei Folien über die Darstellung von Bewegung und kennzeichne alle verwendeten Bildquellen und Lizenzen.


E – Erweitertes Niveau (schwer)

  1. Kunstinterpretation – Kernaufgabe E: Untersuche den Gegensatz von Ruhe und Bewegung. Formuliere eine These zur Idealisierung des menschlichen Körpers und belege sie mit sichtbaren Details.
  2. Quellenkritik: Vergleiche den Lancellotti- und den Townley-Diskobolos anhand der Bilder und der Museumsquellen. Erkläre, welche Aussagen sicher und welche unsicher sind.
  3. Kunstgeschichte: Untersuche an einem selbst gewählten klassischen Werk, ob Körperproportionen und Bewegung ähnlich oder anders dargestellt sind.
  4. Forschungsprojekt: Erstelle eine kurze digitale Ausstellung über den Unterschied zwischen Original, Kopie, Restaurierung und fotografischer Perspektive. Dokumentiere mindestens drei überprüfbare Quellen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Diese Aufgaben überprüfen das Verstehen von Zusammenhängen und die Übertragung auf neue Situationen.

  1. Bewegungsdarstellung: Erkläre anhand zweier Körperdetails, wie ein statisches Material eine Bewegung sichtbar machen kann.
  2. Kunstvergleich: Stell Dir vor, beim Diskuswerfer wäre der Kopf nach vorne gerichtet. Beschreibe, wie sich dadurch die Wirkung verändern könnte.
  3. Quellenkritik: Eine Internetseite bezeichnet eine römische Marmorkopie als „Original von Myron“. Prüfe die Aussage und formuliere eine fachlich richtige Bildunterschrift.
  4. Material und Technik: Begründe, warum dieselbe Haltung in Bronze und Marmor unterschiedliche technische Anforderungen stellen kann.
  5. Kunstinterpretation: Beurteile, ob die Statue eher die wirkliche Leistung eines Sportlers oder eine ideale Vorstellung von menschlicher Körperbeherrschung vermittelt.
  6. Medienkompetenz: Erkläre, weshalb eine frei verwendbare antike Skulptur nicht automatisch bedeutet, dass jede moderne Fotografie davon ohne Lizenzprüfung genutzt werden darf.




Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis erstellst Du eine kurze schriftliche, bildgestützte oder mündliche Werkanalyse.

Dein Lernnachweis soll zeigen, dass Du:

  1. das Kunstwerk der griechischen Antike zuordnen kannst;
  2. die Darstellung des Bewegungsmoments richtig erkennst;
  3. sichtbare Formen und ihre Wirkung beschreibst;
  4. Material, Kopien und das verlorene Vorbild unterscheidest;
  5. Beobachtungen, historische Fakten und Deutungen klar voneinander trennst;
  6. unsichere Zuschreibungen und ungefähre Datierungen kennzeichnest;
  7. mindestens eine eigene begründete Interpretation entwickelst;
  8. verwendete Abbildungen mit Quelle und Lizenz belegst.

Bewertung: Fachliche Richtigkeit, genaue Beobachtung, nachvollziehbare Begründungen, eigenständige Gestaltung und sauberer Umgang mit Quellen.




OERs und Quellen zum Thema

Überblick und überliefertes Kunstwerk:

Deutschsprachiger Überblick:

Weiterführende, geprüfte Informationsquellen:

  1. Wikipedia: Discobolus – Überblick über griechisches Vorbild und römische Kopien.
  2. British Museum: The Townley Diskobolos – Sammlungsdatensatz, Material und Restaurierung.
  3. British Museum: Secrets from the X-ray lab – Untersuchungen späterer Ergänzungen.
  4. Smarthistory: Myron, Discobolus – kunsthistorische Analyse mit Video.
  5. Griechisches Kulturministerium: Discobolus Lancellotti – Werkdaten zur römischen Marmorkopie.
  6. University of Cambridge: Discobolus – Museumsvermittlung zum Problem der Kopfhaltung.
  7. Wikimedia Commons: Discobolus of Myron – weitere Bilder und Dateinachweise.


Mediennachweis und Nutzungsrechte

Wichtige Unterscheidung: Das antike Kunstwerk ist aufgrund seines Alters gemeinfrei. Eine heutige Fotografie der dreidimensionalen Skulptur kann dagegen eigene Urheberrechte besitzen. Darum wurden für die im Kurs gezeigten Commons-Aufnahmen die jeweiligen Datei- und Lizenzangaben berücksichtigt.

Alle dargestellten historischen Skulpturen, Fotografien, Modelle und Filmausschnitte sind hinsichtlich ihrer Art als Original, Kopie, Rekonstruktion oder Ausschnitt gekennzeichnet.


Wikimedia-Commons-Bilder

Datei und Quelle Urheber der Aufnahme Lizenz
Diskobolos Lancellotti Marie-Lan Nguyen Gemeinfrei, Freigabe durch die Fotografin
Bronzewiedergabe München MatthiasKabel CC BY 2.5, alternativ CC BY-SA 3.0
Lancellotti-Ansicht Miguel Hermoso Cuesta CC BY-SA 3.0
Detailansicht in Rom Livioandronico2013 CC BY-SA 4.0
Lancellotti und Fragment Carole Raddato CC BY-SA 2.0
Townley-Vorderansicht RickyBennison CC0 1.0
Townley-Kopfdetail RickyBennison CC0 1.0
Townley-Rückansicht RickyBennison CC0 1.0

Lizenztexte:

CC BY 2.5 · CC BY-SA 2.0 · CC BY-SA 3.0 · CC BY-SA 4.0 · CC0 1.0

Bei einer Weiterverwendung von CC-BY- beziehungsweise CC-BY-SA-Medien müssen die jeweils angegebenen Namensnennungen, Lizenzlinks und gegebenenfalls Bearbeitungshinweise beachtet werden.


Animation, Film, Audio und 3D

Medium und Originalquelle Urheber / Herausgeber Rechte und Hinweise
Animierte Diskuswurfstudie Historische Bildfolge nach Eadweard Muybridge; GIF-Bearbeitung Jorgebarrios Commons: Public Domain Mark 1.0
Diskuswurf-Film 1900 Étienne-Jules Marey und Charles Comte; Originalquelle Cinémathèque française Commons: Public Domain Mark 1.0
Modernes Diskuswurfvideo ProyectoFandom, Universität des Baskenlandes; Mitwirkende laut Dateiseite CC BY-SA 4.0
Ausspracheaufnahme Jeuwre CC BY-SA 4.0
Digitalisiertes 3D-Modell Statens Museum for Kunst, Kopenhagen CC0 1.0; Modell eines Abgusses

Hinweis zur Animationsquelle: Die Commons-Dateiseite bezeichnet die Muybridge-Animation als frei von bekannten urheberrechtlichen Beschränkungen. Die Animation ist keine originale antike Bewegungsrekonstruktion.

Hinweis zu den Filmquellen: Die historischen und modernen Filmbeispiele erläutern die Wurfbewegung. Sie dürfen nicht mit Beweisen über den exakten antiken Bewegungsablauf gleichgesetzt werden.


YouTube-Einbettungen

Video Berechtigter Herausgeber Nutzung im aiMOOC
Myron, Discobolus Smarthistory, Beth Harris und Steven Zucker Einbettung über YouTube; keine eigene Kopie
Discus throw then & now Offizieller Kanal Olympic Games Einbettung über YouTube; keine eigene Kopie

Diese neueren Videos werden nicht als gemeinfreie Werke ausgegeben. Die Darstellung erfolgt über den YouTube-Player des jeweiligen Herausgebers. Die tatsächliche Abspielbarkeit und Freigabe für externe Einbettung kann vom Rechteinhaber oder von der Plattform eingeschränkt werden. Deshalb sind auch die offiziellen Videolinks angegeben.

Es wurden keine eigenen oder KI-generierten Medien hergestellt.


Verknüpfte Lernbereiche

Verbindungen zu anderen Fächern: Geschichte, Sport, Physik, Deutsch und Medienbildung.

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