Digitale Kunst - Kunst


Digitale Kunst - Kunst
Digitale Kunst - Kunst

Einleitung
Digitale Kunst entsteht mit Computern, Tablets, Kameras, Programmen, Code oder Künstlicher Intelligenz. Du kannst malen, modellieren, animieren, programmieren und interaktive Werke gestalten.
In diesem Kurs lernst Du wichtige Formen, Werkzeuge und Gestaltungsregeln kennen. Du entwickelst eigene Werke und gehst verantwortungsvoll mit Bildern, Daten und Urheberrecht um.
Beobachtungsauftrag: Welche digitalen Techniken und Präsentationsformen erkennst Du im Video?
Was ist digitale Kunst?
Bei digitaler Kunst wird digitale Technik für die Herstellung, Bearbeitung oder Präsentation eines Kunstwerks eingesetzt. Der Computer ist dabei Werkzeug, Material oder Teil des Werks.
Ein digitales Werk kann auf einem Bildschirm erscheinen, ausgedruckt, projiziert, animiert, im Internet veröffentlicht oder durch das Publikum verändert werden.

Formen digitaler Kunst
| Form | Kennzeichen |
|---|---|
| Digitales Malen | Malen mit Stift, Tablet und digitalen Pinseln |
| Pixel-Art | Gestaltung mit bewusst sichtbaren Bildpunkten |
| Vektorgrafik | Formen aus Linien, Kurven und Flächen |
| 3D-Grafik | Modellieren, Beleuchten und Berechnen räumlicher Szenen |
| Generative Kunst | Bilder entstehen durch Regeln, Zufall oder Algorithmen |
| Glitch Art | Digitale Fehler werden als Gestaltungsmittel genutzt |
| Netzkunst | Das Internet ist Ort, Material oder Thema des Werks |
| Interaktive Kunst | Das Werk reagiert auf Handlungen des Publikums |
Digitales Malen
Beim digitalen Malen steuerst Du Pinsel, Farbe, Deckkraft und Struktur mit einer Software. Ebenen ermöglichen Änderungen, ohne das gesamte Bild zu zerstören.


Bildfrage: Welche Spuren erinnern an traditionelle Malerei, welche wirken eindeutig digital?
Pixel- und Vektorgrafik
Ein Rasterbild besteht aus Pixeln. Beim starken Vergrößern werden die Bildpunkte sichtbar. Eine Vektorgrafik besteht aus mathematisch beschriebenen Formen und bleibt beim Vergrößern meist scharf.


Merksatz: Pixel eignen sich besonders für detailreiche Malerei und Fotos. Vektoren eignen sich besonders für Logos, Symbole und klare Flächen.
3D-Kunst
Bei 3D-Modellierung entstehen digitale Körper und Räume. Oberflächen, Licht, Kamera und Schatten werden festgelegt. Das fertige Bild wird durch Rendering berechnet.

Generative Kunst
Bei generativer Kunst entwickelt ein Mensch Regeln oder einen Algorithmus. Das System erzeugt daraus Formen, Bewegungen oder Varianten. Künstlerische Entscheidungen bleiben wichtig: Idee, Regel, Auswahl und Präsentation.


Glitch Art
Glitch Art nutzt Störungen wie Farbverschiebungen, Datenfehler oder Bildzerlegungen bewusst als Stilmittel.

Interaktive und vernetzte Kunst
Interaktive Werke reagieren zum Beispiel auf Berührung, Bewegung, Geräusche oder Eingaben. Bei Netzkunst kann das Internet selbst zum Ausstellungsraum werden.

KI und digitale Kunst
Generative künstliche Intelligenz kann Bilder aus Texten, Bildern oder anderen Daten erzeugen. Wichtig sind die menschlichen Entscheidungen vor, während und nach der Erzeugung.
Du solltest den KI-Einsatz kenntlich machen, Ergebnisse kritisch prüfen und Rechte, Vorurteile in Trainingsdaten sowie die Wirkung auf andere Menschen beachten.
Diskussionsfrage: Welche Entscheidungen trifft der Künstler, welche übernimmt das System?
Kurzer geschichtlicher Überblick
| Phase | Entwicklung |
|---|---|
| Seit den 1960er-Jahren | Erste Computergrafiken und Plotterzeichnungen |
| Seit den 1980er-Jahren | Personal Computer und Bildprogramme werden verbreiteter |
| Seit den 1990er-Jahren | Internet, Netzkunst und digitale Fotobearbeitung wachsen |
| Seit den 2000er-Jahren | Smartphones, soziale Medien, 3D-Druck und interaktive Installationen |
| Gegenwart | Virtuelle Räume, Echtzeitgrafik und generative KI |
Beobachtungsauftrag: Wie verbindet die Künstlerin Farbe, Bewegung, Programmierung und Musik?
Werkzeuge
| Werkzeug | Einsatz |
|---|---|
| Grafiktablet und Eingabestift | Zeichnen und Malen |
| Rasterprogramm | Pixelbilder, Fotos und digitale Malerei |
| Vektorprogramm | Logos, Symbole und klare Formen |
| 3D-Programm | Modelle, Räume, Licht und Animation |
| Kamera oder Smartphone | Fotografie, Video und Ausgangsmaterial |
| Programmierumgebung | Generative und interaktive Kunst |
Vom Entwurf zum Werk
- Idee: Formuliere Thema, Aussage oder Stimmung.
- Skizze: Plane Bildaufbau, Farben und wichtige Formen.
- Technik: Wähle ein passendes Programm und Dateiformat.
- Gestaltung: Arbeite mit Kontrast, Rhythmus, Raum und Ebenen.
- Überarbeitung: Prüfe Wirkung, Lesbarkeit und technische Qualität.
- Export: Speichere eine Arbeitsdatei und eine Präsentationsdatei.
- Reflexion: Begründe Entscheidungen und dokumentiere Quellen.
Grundlagen der Bildgestaltung
| Gestaltungsmittel | Leitfrage |
|---|---|
| Komposition | Wie sind Formen und Blickpunkte angeordnet? |
| Farbe | Welche Stimmung und Wirkung entsteht? |
| Kontrast | Was fällt zuerst auf? |
| Rhythmus | Welche Wiederholungen und Bewegungen erkennst Du? |
| Perspektive | Wie entsteht Raum oder Tiefe? |
| Typografie | Ist Schrift lesbar und passend gestaltet? |
Technische Grundlagen
- Auflösung: Genügend Pixel sorgen bei Rasterbildern für eine passende Ausgabequalität.
- Ebenen: Einzelne Bildelemente bleiben getrennt bearbeitbar.
- Dateiformat: PNG unterstützt Transparenz, JPEG eignet sich oft für Fotos, SVG für Vektorgrafiken.
- Sicherungskopie: Speichere Zwischenstände und bewahre die bearbeitbare Originaldatei auf.
- Barrierefreiheit: Achte auf Kontraste, verständliche Beschriftungen und Alternativtexte.
Recht und Verantwortung
- Urheberrecht: Nutze eigene oder erlaubte Materialien.
- Creative Commons: Beachte Lizenz, Namensnennung und mögliche Bearbeitungsregeln.
- Recht am eigenen Bild: Hole Zustimmung ein, bevor erkennbare Personen veröffentlicht werden.
- Datenschutz: Lade keine persönlichen Daten unbedacht in Online-Dienste.
- Künstliche Intelligenz: Kennzeichne den Einsatz und prüfe Herkunft, Wirkung und mögliche Verzerrungen.
- Quellenangabe: Dokumentiere Bilder, Schriften, Musik, Programme und Hilfsmittel.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Wann spricht man von digitaler Kunst? (Wenn digitale Technik zur Herstellung, Bearbeitung oder Präsentation eines Kunstwerks genutzt wird) (!Wenn ausschließlich mit Ölfarbe gearbeitet wird) (!Wenn ein Werk nur in einem Museum hängt) (!Wenn ein Bild besonders alt ist)
Was ist ein Pixel? (Der kleinste Bildpunkt einer Rastergrafik) (!Eine mathematische Kurve) (!Eine dreidimensionale Lichtquelle) (!Eine gedruckte Bildunterschrift)
Woraus besteht eine Vektorgrafik? (Aus mathematisch beschriebenen Linien und Flächen) (!Aus einzelnen Farbkörnern auf Papier) (!Aus gespeicherten Tonspuren) (!Aus zufälligen Kamerabewegungen)
Wozu dienen Ebenen in einem Bildprogramm? (Sie trennen Bildelemente für die Bearbeitung) (!Sie erhöhen automatisch die Bildschirmgröße) (!Sie ersetzen jede Sicherungskopie) (!Sie wandeln Bilder in Musik um)
Was bedeutet Rendering? (Die Berechnung eines Bildes aus einer digitalen Szene) (!Das Ausdrucken eines handschriftlichen Textes) (!Das Löschen aller Bilddateien) (!Das Mischen traditioneller Pigmente)
Was kennzeichnet generative Kunst? (Bilder oder Formen entstehen mithilfe festgelegter Regeln) (!Jedes Werk wird ausschließlich mit Schere geschnitten) (!Das Ergebnis darf keine Varianten enthalten) (!Die Technik verwendet niemals Computer)
Was beschreibt die Komposition eines Bildes? (Die Anordnung und Beziehung der Bildelemente) (!Die Geschwindigkeit des Internets) (!Die Größe einer Speicherkarte) (!Die Lautstärke eines Videos)
Wozu dient eine Creative-Commons-Lizenz? (Sie beschreibt Bedingungen für die Nutzung eines Werks) (!Sie macht jede Quellenangabe überflüssig) (!Sie verbietet grundsätzlich jede Weitergabe) (!Sie ersetzt das Dateiformat eines Bildes)
Was ist beim Einsatz generativer KI besonders sinnvoll? (Den KI-Einsatz kenntlich zu machen und Ergebnisse kritisch zu prüfen) (!Jede erzeugte Darstellung ungeprüft zu veröffentlichen) (!Persönliche Daten ohne Zustimmung hochzuladen) (!Alle Quellen und Hilfsmittel zu verschweigen)
Welches Format eignet sich für eine Rastergrafik mit transparentem Hintergrund? (PNG) (!TXT) (!MP3) (!WAV)
Memory
| Rastergrafik | Pixelraster |
| Vektorgrafik | Mathematische Pfade |
| Ebene | Getrennte Bildschicht |
| Rendering | Berechnung einer 3D-Szene |
| Algorithmus | Festgelegte Regelabfolge |
| Glitch Art | Ästhetisch genutzter Fehler |
| Creative Commons | Standardisierte Lizenz |
| Prompt | Eingabe an ein KI-System |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Digitale Kunst |
|---|---|
| Pixelkunst | Sichtbare Rasterpunkte |
| Digitales Malen | Pinselspuren auf einem Tablet |
| Vektorkunst | Skalierbare Linien und Flächen |
| 3D-Kunst | Modellierte räumliche Szene |
| Generative Kunst | Regelbasiert erzeugte Formen |
| Netzkunst | Internet als künstlerischer Raum |
| Glitch Art | Bewusst genutzte Bildstörung |
Kreuzworträtsel
| Pixel | Wie heißt der kleinste Bildpunkt einer Rastergrafik? |
| Ebenen | Wie heißen getrennt bearbeitbare Bildschichten? |
| Vektor | Welche Grafikart verwendet mathematisch beschriebene Formen? |
| Rendering | Wie heißt die Bildberechnung einer dreidimensionalen Szene? |
| Glitch | Welcher Begriff bezeichnet einen bewusst genutzten digitalen Fehler? |
| Lizenz | Was regelt die erlaubte Nutzung eines Werks? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Pixelmotiv: Gestalte ein eigenes Symbol in einem Raster von höchstens 16 mal 16 Bildpunkten.
- Farbwirkung: Erzeuge zwei Farbvarianten desselben Motivs und beschreibe die unterschiedliche Stimmung.
- Ebenenexperiment: Baue eine digitale Collage aus mindestens drei getrennten Ebenen.
- Bildvergleich: Vergrößere eine Raster- und eine Vektorgrafik und dokumentiere die Unterschiede.
Standard
- Digitales Selbstporträt: Gestalte ein Selbstporträt, das neben dem Aussehen auch Interessen oder Gefühle zeigt.
- Glitchgestaltung: Verfremde ein eigenes Foto und nutze digitale Störungen gezielt für eine Aussage.
- 3D-Objekt: Modelliere einen einfachen Alltagsgegenstand und rendere ihn aus zwei Blickwinkeln.
- Generatives Muster: Entwickle mit Zeichenregeln oder Blockprogrammierung ein veränderbares Muster.
Schwer
- Interaktive Installation: Plane ein Werk, das auf Bewegung, Berührung oder Geräusche reagiert, und baue einen Prototyp.
- KI-Bildvergleich: Gestalte ein Motiv einmal ohne und einmal mit generativer KI und dokumentiere alle Entscheidungen.
- Virtuelle Ausstellung: Kuratiere eine digitale Ausstellung mit Werktiteln, kurzen Texten und vollständigen Lizenzangaben.
- Kunst im Schulraum: Untersuche digitale Kunst an Deiner Schule, führe Interviews und entwickle ein Ausstellungskonzept.


Lernkontrolle
- Technikwahl: Entscheide, ob für ein Schullogo Pixel-, Vektor- oder 3D-Grafik geeignet ist, und begründe Deine Wahl.
- Gestaltungsanalyse: Untersuche ein digitales Werk hinsichtlich Komposition, Farbe, Kontrast und Blickführung und belege Deine Aussagen am Bild.
- Rechtsfall: Beurteile, ob ein fremdes Bild in einer Schulpräsentation verändert und veröffentlicht werden darf. Formuliere die nötigen Prüfschritte.
- Mensch und KI: Vergleiche zwei Entstehungsprozesse eines Kunstwerks und zeige, an welchen Stellen menschliche Entscheidungen sichtbar werden.
- Zielgruppenwechsel: Überarbeite ein digitales Plakat einmal für Grundschulkinder und einmal für Jugendliche. Begründe die Veränderungen.
- Ausstellungsplanung: Entwickle eine Präsentationsform für ein interaktives Werk und berücksichtige Raum, Technik, Sicherheit und Barrierefreiheit.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis sind wichtig:
- Ein selbst gestaltetes digitales Kunstwerk
- Skizzen und dokumentierte Zwischenstände
- Begründete Entscheidungen zu Technik, Farbe und Komposition
- Eine nachvollziehbare Datei- und Ebenenstruktur
- Vollständige Quellen- und Lizenzangaben
- Eine Reflexion über Wirkung, Schwierigkeiten und Verbesserungen
- Eine kurze Präsentation mit konstruktivem Feedback
OERs zum Thema
Verknüpfte Lernbereiche
aiMOOC-Projekte
Schulfach+


aiMOOCs



aiMOOC Projekte


THE MONKEY DANCE





|
LernweltNOAH fragen