Die Europäische Union - Gemeinschaftskunde 1


Die Europäische Union - Gemeinschaftskunde 1
Die Europäische Union - Gemeinschaftskunde
Einleitung
Die Europäische Union wird oft mit der Abkürzung EU bezeichnet. Sie ist ein politischer und wirtschaftlicher Zusammenschluss von 27 Mitgliedstaaten. In diesen Staaten leben zusammen rund 450 Millionen Menschen. Die EU ist kein einzelner Staat. Ihre Mitgliedstaaten bleiben selbstständig, haben aber vereinbart, in vielen Bereichen gemeinsam zu handeln.
Im Fach Gemeinschaftskunde ist die EU besonders wichtig. Viele Regeln, die Deinen Alltag betreffen, entstehen heute nicht nur im Bundestag oder in einem Landtag, sondern auch auf europäischer Ebene. Dazu gehören zum Beispiel Regeln für Verbraucherrechte, Umweltschutz, Datenschutz, Handel und Reisen.
Dieser aiMOOC erklärt Dir in übersichtlicher Form:
- wie die EU entstanden ist
- welche Staaten zur EU gehören
- welche Institutionen entscheiden
- wie ein EU-Gesetz entsteht
- welche Rechte EU-Bürgerinnen und EU-Bürger haben
- wie Du Dich beteiligen kannst

Die zwölf Sterne der Europaflagge stehen für Einheit, Solidarität und Harmonie. Ihre Zahl entspricht nicht der Zahl der Mitgliedstaaten.
Was ist die Europäische Union?
Die EU ist eine besondere Form der Zusammenarbeit. Die Mitgliedstaaten übertragen bestimmte Aufgaben auf gemeinsame Institutionen. Deshalb kann die EU in festgelegten Bereichen Regeln beschließen, die in allen Mitgliedstaaten gelten.
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen verschiedenen Begriffen:
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Europa | Ein Kontinent mit deutlich mehr Staaten als die EU. |
| Europäische Union | Ein politischer und wirtschaftlicher Zusammenschluss von 27 Staaten. |
| Eurozone | Die Gruppe der EU-Staaten, die den Euro als Währung verwenden. Seit 2026 sind es 21 Staaten. |
| Schengen-Raum | Ein Raum, in dem an vielen gemeinsamen Binnengrenzen normalerweise keine Personenkontrollen stattfinden. Nicht alle EU-Staaten gehören dazu, und einige Schengen-Staaten sind keine EU-Mitglieder. |
| Europarat | Eine eigenständige internationale Organisation. Er gehört nicht zur EU und setzt sich besonders für Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit ein. |

Merke: Europa, EU, Eurozone und Schengen-Raum sind nicht dasselbe.
Entstehung und Entwicklung
Nach dem Zweiten Weltkrieg suchten viele Politikerinnen und Politiker nach Wegen, neue Kriege in Europa zu verhindern. Die Grundidee lautete: Staaten, die wirtschaftlich und politisch eng zusammenarbeiten, lösen Konflikte eher durch Verhandlungen als durch Gewalt.
Am 9. Mai 1950 stellte der französische Außenminister Robert Schuman einen Plan zur gemeinsamen Kontrolle von Kohle und Stahl vor. Diese Rohstoffe waren damals besonders wichtig für Industrie und Rüstung. Aus dem Plan entstand 1951 die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl.

1957 unterzeichneten Belgien, die Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande die Römischen Verträge. Damit gründeten sie unter anderem die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft. Die Zusammenarbeit wurde später auf weitere Politikbereiche ausgeweitet.
Datei:EU60- Signing of the Treaties of Rome.webm
Wichtige Stationen:
- 1951: Gründung der Gemeinschaft für Kohle und Stahl
- 1957: Unterzeichnung der Römischen Verträge
- 1979: erste direkte Wahl des Europäischen Parlaments
- 1993: Inkrafttreten des Vertrags von Maastricht und Entstehung der Europäischen Union
- 1999 und 2002: Einführung des Euro zunächst als Buchgeld und später als Bargeld
- 2004: große Erweiterung um zehn Staaten
- 2009: Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon
- 2020: Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU

Die 27 Mitgliedstaaten
Die EU ist in mehreren Erweiterungsrunden gewachsen. Heute gehören folgende Staaten dazu:
| Beitrittsphase | Staaten |
|---|---|
| Gründungsstaaten | Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg, Niederlande |
| 1973 bis 1995 | Dänemark, Irland, Griechenland, Portugal, Spanien, Österreich, Finnland, Schweden |
| 2004 | Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn, Zypern |
| 2007 | Bulgarien, Rumänien |
| 2013 | Kroatien |
Ein europäischer Staat kann einen Antrag auf Mitgliedschaft stellen. Für einen Beitritt muss er bestimmte Bedingungen erfüllen. Dazu zählen stabile demokratische Institutionen, Rechtsstaatlichkeit, Schutz von Menschenrechten, eine funktionsfähige Marktwirtschaft und die Fähigkeit, das Recht der EU zu übernehmen. Am Ende müssen alle Mitgliedstaaten und das Bewerberland dem Beitrittsvertrag zustimmen.
Ziele und Werte
Die EU verfolgt gemeinsame Ziele. Dazu gehören Frieden, Wohlstand, Sicherheit, ein funktionierender Binnenmarkt, sozialer Fortschritt und der Schutz der Umwelt.
Ihre grundlegenden Werte sind:
- Menschenwürde: Jeder Mensch besitzt den gleichen grundlegenden Wert.
- Freiheit: Menschen sollen ihr Leben selbstbestimmt gestalten können.
- Demokratie: Politische Macht muss durch Wahlen und Beteiligung legitimiert sein.
- Gleichheit: Niemand darf ohne sachlichen Grund benachteiligt werden.
- Rechtsstaatlichkeit: Auch Regierungen und Institutionen sind an Recht und Gesetz gebunden.
- Menschenrechte: Grundrechte müssen geschützt und wirksam durchsetzbar sein.
Diese Werte sind nicht nur Wünsche. Sie stehen in den EU-Verträgen und in der Charta der Grundrechte der Europäischen Union.
Gemeinschaftskundliche Leitfrage: Was soll geschehen, wenn ein Mitgliedstaat gemeinsame Werte verletzt? Diese Frage führt immer wieder zu politischen Konflikten über Kontrolle, Sanktionen und nationale Selbstständigkeit.
Die wichtigsten Institutionen
Die EU hat mehrere Institutionen. Für den Unterricht sind vor allem vier politische Organe wichtig.
| Institution | Wer gehört dazu? | Hauptaufgabe |
|---|---|---|
| Europäisches Parlament | Direkt gewählte Abgeordnete aus allen Mitgliedstaaten | Beschließt gemeinsam mit dem Rat der EU viele Gesetze und den Haushalt; kontrolliert die Kommission |
| Europäischer Rat | Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten | Legt die großen politischen Ziele und Prioritäten fest |
| Rat der Europäischen Union | Fachministerinnen und Fachminister der Mitgliedstaaten | Beschließt gemeinsam mit dem Parlament viele Gesetze |
| Europäische Kommission | Je ein Kommissionsmitglied aus jedem Mitgliedstaat | Schlägt viele neue EU-Gesetze vor, führt Beschlüsse aus und achtet auf die Anwendung des EU-Rechts |
Weitere wichtige Institutionen sind der Gerichtshof der Europäischen Union, die Europäische Zentralbank und der Europäische Rechnungshof.
Das Europäische Parlament
Das Europäische Parlament vertritt die Bürgerinnen und Bürger. Es wird alle fünf Jahre direkt gewählt. Die Abgeordneten schließen sich überwiegend nach politischer Richtung zu Fraktionen zusammen und nicht nach Herkunftsstaaten.
Das Parlament berät Gesetzentwürfe, verändert sie und stimmt darüber ab. Es entscheidet außerdem über den EU-Haushalt und kontrolliert die Europäische Kommission.

Europäischer Rat und Rat der Europäischen Union
Die ähnlich klingenden Namen führen leicht zu Verwechslungen.
Der Europäische Rat besteht aus den Staats- und Regierungschefs. Er gibt der EU die politische Richtung vor, beschließt aber normalerweise keine gewöhnlichen EU-Gesetze.
Im Rat der Europäischen Union treffen sich die zuständigen Ministerinnen und Minister. Bei einem Thema zur Landwirtschaft kommen zum Beispiel die Landwirtschaftsminister zusammen. Bei einem Thema zur Umwelt beraten die Umweltminister. Der Rat ist zusammen mit dem Europäischen Parlament ein wichtiges Gesetzgebungsorgan.

Die Europäische Kommission
Die Kommission soll die gemeinsamen Interessen der EU vertreten. Sie erarbeitet viele Vorschläge für neue Gesetze. Außerdem überwacht sie, ob Mitgliedstaaten das EU-Recht richtig anwenden, und verwaltet europäische Programme und Teile des Haushalts.

Vereinfacht gesagt: Die Kommission macht häufig den Vorschlag, Parlament und Rat entscheiden darüber.
Gerichtshof und Zentralbank
Der Gerichtshof der Europäischen Union in Luxemburg sorgt dafür, dass EU-Recht in allen Mitgliedstaaten möglichst einheitlich ausgelegt und angewendet wird. Nationale Gerichte können ihm Fragen zur Auslegung des EU-Rechts vorlegen.
Die Europäische Zentralbank in Frankfurt am Main ist für die Geldpolitik im Euro-Währungsgebiet verantwortlich. Ihr wichtigstes Ziel ist Preisstabilität.

Wie entsteht ein EU-Gesetz?
Viele EU-Gesetze entstehen im sogenannten ordentlichen Gesetzgebungsverfahren. Der Ablauf ist vereinfacht:
- Die Europäische Kommission legt einen Vorschlag vor.
- Das Europäische Parlament berät den Vorschlag und beschließt eine Position.
- Der Rat der Europäischen Union berät ebenfalls und beschließt eine Position.
- Parlament und Rat suchen bei Unterschieden einen Kompromiss.
- Stimmen beide dem gleichen Text zu, wird der Rechtsakt beschlossen.
Dabei gibt es verschiedene Formen von EU-Recht:
| Form | Wirkung |
|---|---|
| Verordnung | Gilt nach ihrem Inkrafttreten unmittelbar in allen Mitgliedstaaten. |
| Richtlinie | Gibt ein gemeinsames Ziel vor. Die Mitgliedstaaten müssen es durch eigenes Recht umsetzen. |
| Beschluss | Ist für die bezeichneten Adressaten verbindlich. |
Wichtig: Nicht jedes politische Problem wird von der EU entschieden. Die EU darf nur in Bereichen handeln, für die ihr die Mitgliedstaaten in den Verträgen Zuständigkeiten übertragen haben. Nach dem Subsidiaritätsprinzip soll eine Aufgabe möglichst bürgernah erledigt werden. Die EU soll vor allem dann handeln, wenn ein gemeinsames Vorgehen wirksamer ist als getrennte nationale Maßnahmen.
Die EU im Alltag
Die EU ist in vielen Alltagssituationen sichtbar:
- Binnenmarkt: Waren, Dienstleistungen, Kapital und Personen können sich innerhalb des gemeinsamen Marktes weitgehend frei bewegen.
- Freizügigkeit: EU-Bürgerinnen und EU-Bürger dürfen unter bestimmten Bedingungen in anderen EU-Staaten leben, arbeiten und studieren.
- Verbraucherschutz: Gemeinsame Regeln betreffen zum Beispiel Produktsicherheit, Onlinekäufe und Fluggastrechte.
- Datenschutz: EU-Regeln stärken Rechte im Umgang mit persönlichen Daten.
- Mobilfunk: Beim vorübergehenden Reisen in der EU gelten grundsätzlich die Roaming-Regeln des Heimatvertrags.
- Erasmus+: Das Programm unterstützt Lernen, Ausbildung, Jugendbegegnungen und Auslandsaufenthalte.
- Förderung von Regionen: EU-Mittel unterstützen unter anderem Infrastruktur, Bildung, Forschung und wirtschaftliche Entwicklung.

Euro und Schengen
Der Euro ist die gemeinsame Währung von 21 der 27 EU-Staaten. Die Gruppe dieser Staaten heißt Eurozone oder Euro-Währungsgebiet. Einige EU-Staaten verwenden weiterhin ihre nationale Währung.

Der Schengen-Raum erleichtert das Reisen, weil Kontrollen an vielen Binnengrenzen normalerweise entfallen. Trotzdem dürfen Staaten in besonderen Situationen vorübergehend wieder Kontrollen einführen. Außerdem gibt es gemeinsame Regeln für Außengrenzen und Visa.
Merke: Ein Staat kann EU-Mitglied sein, ohne den Euro zu verwenden. Ein Staat kann zum Schengen-Raum gehören, ohne Mitglied der EU zu sein.
Demokratie und Beteiligung
Die EU besitzt mehrere Wege demokratischer Beteiligung. Bürgerinnen und Bürger wählen das Europäische Parlament. Sie können Petitionen an das Parlament richten, Abgeordnete kontaktieren, sich an öffentlichen Konsultationen beteiligen oder eine Europäische Bürgerinitiative unterstützen.
Eine Europäische Bürgerinitiative kann die Kommission auffordern, sich mit einem Thema zu beschäftigen. Dafür müssen bestimmte Bedingungen erfüllt und Unterstützungsbekundungen aus mehreren Mitgliedstaaten gesammelt werden. Die Kommission muss sich mit einer erfolgreichen Initiative befassen, ist aber nicht automatisch verpflichtet, einen Gesetzesvorschlag vorzulegen.

Demokratie in der EU bedeutet auch Kontrolle: Das Parlament kontrolliert die Kommission, Gerichte prüfen die Einhaltung des Rechts, Rechnungshöfe kontrollieren Ausgaben, Medien berichten und Bürgerinnen und Bürger können Entscheidungen kritisieren.
Chancen, Konflikte und aktuelle Herausforderungen
Die EU kann gemeinsame Probleme gemeinsam bearbeiten. Ein großer Wirtschaftsraum stärkt die Verhandlungsmacht nach außen. Gemeinsame Regeln können Reisen, Handel, Forschung und Umweltschutz erleichtern.
Gleichzeitig entstehen Konflikte:
- Mitgliedstaaten haben unterschiedliche Interessen, Größen und wirtschaftliche Bedingungen.
- Entscheidungen wirken oft kompliziert und sind für Bürgerinnen und Bürger nicht leicht nachzuvollziehen.
- Nationale Selbstständigkeit und gemeinsames Handeln müssen immer wieder neu ausbalanciert werden.
- Fragen zu Migration, Sicherheit, Klima, Energie, sozialer Gerechtigkeit und Erweiterung führen zu kontroversen Debatten.
- Desinformation und politische Polarisierung können demokratische Entscheidungen erschweren.
In der Gemeinschaftskunde geht es deshalb nicht nur um Institutionen. Du sollst auch beurteilen, wie demokratisch, wirksam und gerecht europäische Politik ist.
Zusammenfassung
Die Europäische Union ist ein Zusammenschluss von 27 Staaten. Sie entstand aus dem Wunsch nach Frieden und Zusammenarbeit. Ihre Entscheidungen werden vor allem durch die Europäische Kommission, das Europäische Parlament, den Rat der Europäischen Union und den Europäischen Rat geprägt. Die EU wirkt in vielen Bereichen des Alltags, darf aber nur innerhalb ihrer vertraglich festgelegten Zuständigkeiten handeln.
Drei besonders wichtige Merksätze:
- Die EU ist nicht dasselbe wie Europa.
- Parlament und Rat beschließen viele EU-Gesetze gemeinsam.
- Demokratie in der EU lebt von Wahlen, Kontrolle, Öffentlichkeit und Beteiligung.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Wie viele Mitgliedstaaten hat die Europäische Union im Jahr 2026? (27) (!21) (!29) (!35)
Welche Institution wird direkt von den Bürgerinnen und Bürgern der EU gewählt? (Das Europäische Parlament) (!Die Europäische Kommission) (!Der Europäische Rat) (!Der Gerichtshof der Europäischen Union)
Welche Institution schlägt viele neue EU-Gesetze vor? (Die Europäische Kommission) (!Die Europäische Zentralbank) (!Der Europäische Rechnungshof) (!Der Europarat)
Wer sitzt im Europäischen Rat? (Die Staats- und Regierungschefs) (!Die Richterinnen und Richter der Mitgliedstaaten) (!Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Hauptstädte) (!Die Präsidentinnen und Präsidenten der nationalen Zentralbanken)
Was ist eine EU-Verordnung? (Ein Rechtsakt, der unmittelbar in allen Mitgliedstaaten gilt) (!Eine unverbindliche Empfehlung eines Schulbuchverlags) (!Ein nationales Gesetz ohne Bezug zur EU) (!Eine Entscheidung des Europarats)
Was beschreibt das Subsidiaritätsprinzip? (Aufgaben sollen möglichst bürgernah und nur bei Bedarf auf EU-Ebene gelöst werden) (!Alle Entscheidungen müssen von der Kommission allein getroffen werden) (!Jeder Staat muss den Euro sofort einführen) (!Nationale Parlamente dürfen keine Gesetze mehr beschließen)
Welcher Vertrag ließ 1993 die Europäische Union entstehen? (Der Vertrag von Maastricht) (!Der Versailler Vertrag) (!Der Zwei-plus-Vier-Vertrag) (!Der Vertrag von Tordesillas)
Was ist der Schengen-Raum? (Ein Raum mit normalerweise fehlenden Personenkontrollen an vielen Binnengrenzen) (!Die Gruppe aller Staaten mit dem Euro) (!Ein Gebäude des Europäischen Parlaments) (!Eine Fraktion im Rat der Europäischen Union)
Welche Aufgabe hat der Gerichtshof der Europäischen Union? (Er sorgt für eine einheitliche Auslegung und Anwendung des EU-Rechts) (!Er legt allein den EU-Haushalt fest) (!Er wählt die nationalen Regierungen) (!Er organisiert den Schüleraustausch)
Welche Aussage zur EU ist richtig? (Die Mitgliedstaaten bleiben selbstständige Staaten und arbeiten in festgelegten Bereichen zusammen) (!Die EU ist ein einzelner Nationalstaat) (!Alle europäischen Staaten gehören automatisch zur EU) (!Alle EU-Staaten verwenden dieselbe Währung)
Memory
| Europäisches Parlament | Vertretung der Bürgerinnen und Bürger |
| Europäischer Rat | Politische Leitlinien der Staats- und Regierungschefs |
| Rat der Europäischen Union | Vertretung der Regierungen bei der Gesetzgebung |
| Europäische Kommission | Vorschläge und Ausführung |
| Gerichtshof der Europäischen Union | Einheitliche Anwendung des EU-Rechts |
| Europäische Zentralbank | Geldpolitik im Euro-Währungsgebiet |
| Erasmus+ | Europäisches Bildungs- und Austauschprogramm |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Aufgabe |
|---|---|
| Europäisches Parlament | vertritt die Bürgerinnen und Bürger |
| Europäische Kommission | schlägt viele Gesetze vor |
| Europäischer Rat | legt politische Prioritäten fest |
| Rat der Europäischen Union | vertritt die Regierungen bei vielen Gesetzesentscheidungen |
| Gerichtshof der Europäischen Union | achtet auf die einheitliche Auslegung des EU-Rechts |
Kreuzworträtsel
| Kommission | Welche EU-Institution legt viele Vorschläge für neue Gesetze vor? |
| Parlament | Welche direkt gewählte Institution vertritt die Bürgerinnen und Bürger? |
| Schengen | Wie heißt der Raum mit normalerweise offenen Binnengrenzen? |
| Demokratie | Welcher EU-Wert beruht auf Wahlen und politischer Beteiligung? |
| Maastricht | In welcher Stadt wurde der Vertrag geschlossen, durch den die EU entstand? |
| Eurozone | Wie heißt die Gruppe der EU-Staaten mit gemeinsamer Währung? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- EU-Symbole: Gestalte ein Lernplakat zur Flagge, zum Europatag und zum Motto der EU. Erkläre jedes Symbol in einem Satz.
- EU-Mitgliedstaaten: Markiere die 27 Mitgliedstaaten auf einer Europakarte und hebe Dein eigenes Land hervor.
- EU im Alltag: Fotografiere oder zeichne drei Beispiele, bei denen Dir die EU im Alltag begegnet, und verfasse kurze Bildunterschriften.
- Institutionen-Steckbrief: Wähle eine EU-Institution und erstelle einen übersichtlichen Steckbrief mit Sitz, Zusammensetzung und Aufgabe.
Standard
- Nachrichtenauswertung: Suche eine aktuelle Nachricht zur EU, fasse sie zusammen und trenne klar zwischen Fakten und Meinungen.
- Rollenspiel EU-Gesetzgebung: Spielt Kommission, Parlament und Rat. Verhandelt eine gemeinsame Regel für weniger Plastikmüll an Schulen.
- Europa und EU: Erstelle eine Vergleichsgrafik zu Europa, EU, Eurozone, Schengen-Raum und Europarat.
- Interview zur Europäischen Union: Befrage mindestens drei Personen, was sie mit der EU verbinden. Werte Gemeinsamkeiten und Unterschiede aus.
Schwer
- Subsidiaritätsprüfung: Untersuche ein politisches Problem und entscheide begründet, ob es besser kommunal, national oder auf EU-Ebene gelöst werden sollte.
- Demokratiedebatte: Verfasse eine Pro-und-Contra-Analyse zur Aussage: Die EU ist demokratisch genug.
- EU-Erweiterung: Entwickle Kriterien für einen möglichen Beitritt eines europäischen Staates und wende sie auf ein selbst gewähltes Beispiel an.
- Zukunftskonferenz Europa: Organisiert eine Klassenkonferenz und erstellt fünf begründete Vorschläge für die zukünftige Entwicklung der EU.


Lernkontrolle
- Institutionen im Konflikt: Erkläre anhand eines selbst gewählten Gesetzesvorschlags, warum Parlament, Rat und Kommission unterschiedliche Interessen haben können.
- Subsidiarität anwenden: Entscheide bei den Themen Schulessen, Luftverschmutzung und Außengrenzen jeweils, welche politische Ebene handeln sollte. Begründe Deine Zuordnung.
- Demokratie beurteilen: Bewerte, ob direkte Wahlen zum Europäischen Parlament ausreichen, um die EU demokratisch zu legitimieren. Beziehe mindestens zwei weitere Kontroll- oder Beteiligungswege ein.
- Alltagswirkung analysieren: Wähle eine EU-Regel aus Deinem Alltag und untersuche, welche Vorteile, Kosten und möglichen Konflikte sie verursacht.
- Krisenentscheidung: Entwickle einen Entscheidungsweg für eine grenzüberschreitende Krise. Zeige, welche Aufgaben bei der EU und welche bei den Mitgliedstaaten liegen sollten.
- Perspektivwechsel: Formuliere zu einer EU-Streitfrage je ein Argument aus Sicht eines kleinen Mitgliedstaats, eines großen Mitgliedstaats, des Parlaments und der Kommission.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:
- die EU von Europa, Eurozone, Schengen-Raum und Europarat unterscheiden kannst,
- wichtige Stationen der europäischen Einigung in einen Zusammenhang einordnen kannst,
- die Aufgaben von Parlament, Kommission, Europäischem Rat und Rat der Europäischen Union erklären kannst,
- den vereinfachten Ablauf eines EU-Gesetzgebungsverfahrens darstellen kannst,
- Verordnung und Richtlinie unterscheiden kannst,
- Beispiele für Auswirkungen der EU auf den Alltag analysieren kannst,
- Chancen und Konflikte europäischer Zusammenarbeit abwägen kannst,
- Möglichkeiten demokratischer Beteiligung kennst und beurteilen kannst,
- eine begründete eigene Position zu einer europäischen Streitfrage entwickeln kannst.
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